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Colaschwein

Leckeres Rezepte Unterhaltsames

das Colaschwein, oder Spicy Dr. Pepper Pork auf deutsch

26. November 2013

Neulich hatte ich ein Foto von einem unserer Lieblingsessen, das wir salopp Colaschwein nennen, auf Instagramm und Facebook gepostet, auf vielfachen Wunsch gibt es heute mehr zu diesem Thema.

Allerdings bin ich kein Foodblogger, jedenfalls nicht im klassischen Sinne mit traumhaft schönen Fotos und toll gestylter Anleitung oder Rezepten, das vorausgeschickt, bitte ich um Nachsicht.

In meinem Haus wollen 4 große Kinder zeitweilig verköstigt werden, die kommen und gehen, selten gleichzeitig oder zu festen Zeiten. Lecker Essen von Supermom, das man sich ausgehungert schnell zwischendurch reinschieben kann wird deswegen sehr geschätzt.

In diese Kategorie fällt das Colaschwein. Hört sich pervers an, ist supereinfach zuzubereiten und schmeckt köstlich, finden wir.

Wer schon mal in den USA war kennt vielleicht Pulled Pork, den Barbecue-Klassiker aus den Südstaaten. Bei Ree Drummond, die seit Jahren erfolgreich als Pioneer Woman bloggt, fand ich vor einigen Jahren das Rezept für Spicy Dr. Pepper Pork, ihre Version von Pulled Pork.

In Ree’s Rezept werden eingelegte Chipotles verwendet, das sind scharfe eingelegte Pfefferschoten. Da ich diese hier schlecht bekomme und wir nicht so superscharfe Esser sind, habe ich das Rezept etwas angepasst.

Ich verwende zur Zubereitung des Colaschweins einen gußeisernen Bräter von Le Creuset, der ist schon 30 Jahre alt und so ein Stück für’s Leben ist die beste Möglichkeit, alles Geschmorte im Ofen zuzubereiten. Schöne gusseiserne Bräter gibt es inzwischen auch günstig bei IKEA. Natürlich kann auch ein anderer ofengeeigneter Topf verwendet werden.

Dies ist übrigens kein Rezept für Weicheier, was Fett oder Kalorien und Zucker angeht. Fett und Zucker sind hier eindeutige Geschmacksträger *grins*

Mein Rezept für das Colaschwein

– Basis ist ein großes Stück Schweinefleisch, ich verwende Schulter oder Nacken, 1 1/2 bis 2 Kilo (das reicht mindestens für 10 Personen)

– eine große Gemüsezwiebel grob in Stücke zerteilen, in den Bräter oder Topf geben

– Fleisch waschen, trockentupfen, mit reichlich Salz und Pfeffer einreiben, auf die Zwiebeln legen

– eine große Dose gehackte Tomaten darübergeben

– ein halbes Glas (3-4 Esslöffel) Ajvar, das ist diese Paprikapaste, eine halbe Flasche Heinz Barbecue Sauce, 2-3 Esslöffel braunen Zucker ( oder einen großzügigen Schuss Ahoernsirup) verrühren und alles mit in den Topf geben

– ca. eine halbe Flasche (1/2 l) Dr. Pepper Cola darüber schütten (zur Not geht auch Coca Cola, die ist weniger süß und würzig, dann etwas mehr Zucker nehmen)

Deckel drauf und bei 150 Grad ca. 6 Stunden in den Ofen.

In der Zeit das Fleisch ab und zu umdrehen, evtl. etwas Dr. Pepper nachschütten, wenn zu wenig Flüssigkeit im Topf ist, der Boden sollte mindestens 2 Finger hoch bedeckt sein. Nach 6 Stunden testen, das Fleisch sollte fast auseinanderfallen, wenn das noch nicht der Fall ist lässt man es noch etwas länger im Ofen.

Nach der Garzeit das Fleisch aus dem Topf nehmen, auf einem Brett mit 2 Gabeln grob in Fasern zerteilen.Wenn man möchte kann man es auch mit einem großen Messer noch kleiner hacken, dazu bin ich zu faul.

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Das zerpflückte Fleisch zurück in den Topf mit der Garflüssigkeit geben und alles gut vermischen.

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Wir essen das Colaschwein am liebsten ganz schlicht und einfach auf Baguettebrötchen gehäuft.

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Es schmeckt aber auch toll in Wraps, mit Salat und gewürfelter Tomate oder Salsa. Oder mit Coleslaw als Wrap, auf Ciabatta als Sandwich, usw.

So ein Pott voll reicht bei uns auch mal 2 Tage. Wenn man am nächsten Tag Aufbackbrötchen verwendet und diese noch warm aufschneidet braucht man das Fleisch nicht separat zu erhitzen. Die Wärme vom Brötchen reicht oft schon für genügende Erwärmung.

Ich freue mich über Kommentare mit euren Erfahrungen, oder auch Fragen, und wünsche euch viel Vergnügen beim Nachbrutzeln!

•••• •BARBARA