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Travel | Roosevelt Island Tramway, die Highline und noch mehr New York City Tipps

5. Februar 2018

Was kann man in fünf Tagen bei einem Mädelstrip in New York City alles erleben? Eine ganze Menge! Man fliegt ja schliesslich nicht zur Erholung in diese Stadt, sondern um alles aufzusaugen was geht, oder?

Über die „Highlights“, also die großen Sehenswürdigkeiten findet sich genug im Internet. Und über den Blick auf NYC von oben und unseren Ausflug nach Governors Island und den Road Trip in die Hamptons hatte ich euch bereits einiges erzählt.

Ich scrolle jetzt nochmal durch meine Bilder und stelle euch ein paar nicht minder schöne Ecken der Stadt vor, die ich auch immer wieder auf’s Neue entdecke. Weil sie sich auch ständig verändert.

New York ist laut, zumindest in Midtown, wo der Verkehr und die Geräusche der Polizeisirenen nie aufhören. Bei mir stellt sich nach einigen Stunden rumlaufen, staunen und shoppen gucken oft eine Art Reizüberflutung ein. Man braucht eine kleine Pause, auch für die Füße. New York hat viele Parks, angefangen vom gigantischen Central Park über die kleineren Bryant Park, Madison Square Park, Union Square Park usw.

Und dann gibt es noch kleinste Mini Parks, mitten zwischen den Häuserschluchten. Durch puren Zufall stießen wir im September auf den Greenacre Park eine kleine Oase der Ruhe in der Mitte der 51th zwischen 2nd und 3rd Ave.

Greenacre Park New York City

Greenacre Park New York City

Etwas bekannter weil weiter in Richtung Midtown ist der Paley Park auf Höhe 53rd Street zwischen der 5th Avenue und Madison Avenue zu finden. Dort ist der Wasserfall abends sogar beleuchtet.

Diese Stadt ist faszinierend, auch, wenn man sich einfach nur treiben lässt. Auf einmal sieht man, scheinbar mitten in den Straßen ein Kreuzfahrtschiff, das im Manhattan Cruise Terminal vor Anker liegt.

Manhattan Cruise Terminal

Und immer wieder dieses Wahrzeichen, das Empire State Building. Hier rechts sieht man es zwischen den neuen Wolkenkratzern, einer davon soll der höchste der Stadt werden.

The Highline New York City Hudson Yards

Tipp: Die Highline, immer wieder neu, immer wieder anders

Die Highline ist inzwischen kein Geheimtipp mehr, so wie bei unserem Aufenthalt 2011. Damals war ich mit meinen Jungens in NYC und wir sind das erste damals ausgebaute Stück fast alleine entlang gelaufen.

Die Hochbahn Trasse, auf der Güterzüge bis in den Meatpacking District fahren konnten, wurde in den 1960er Jahren stillgelegt und große Teile wurden abgerissen. Durch eine Bürgerinitiative der Anwohner erreichte man, dass der restliche Teil erhalten bleiben konnte; die Stadt New York stimmte 2004 zu, für 50 Mio. USD eine Parkanlage zu errichten. Der erste Teil wurde 2009 der Öffentlichkeit übergeben.

Etwa 70 % der Baukosten des zweiten Bauabschnittes sollten durch Spenden eines Fördervereins aufgebracht werden. Die Friends of the High Line haben auch den Unterhalt der Anlage übernommen, die im Jahr 2011 eröffnet wurde. Der dritte und letzte Abschnitt wurde 2014 fertiggestellt. So gab es bei unseren New York Reisen in den Jahren jedesmal viel Neues auf der Highline zu sehen. Und leider wurde es auch immer voller, was die Zahl der Spaziergänger angeht. Ich empfehle euch die Highline unbedingt, aber am besten relativ früh morgens, da kann man noch in Ruhe laufen und Fotos machen, und wird nicht geschoben, wie am Nachmittag.

Ich finde die ganze Highline faszinierend. Die ganz besondere Bepflanzung, die Kunstwerke, die überall verteilt sind, dass man bei den Anwohnern ein klein wenig in die Häuser schauen kann. Wo sonst in New York ist das möglich?

Am Ende der Highline wird zurzeit unglaublich viel gebaut. Ein komplett neue Silhouette entsteht. Hotels und Wohngebäude, es ist ein Wahnsinn. Und die Gegend entwickelt sich zu einer der Top Lagen, die Preise für Wohnraum sind astronomisch.

Zwischen diesen Superbauten stehen die kleinen alten Häuser, ein krasser Gegensatz und das macht auch den besonderen Charme aus. Ob die Anwohner in den kleinen alten Häusern bleiben werden? Ob sie auf Dauer neuen Luxusbauten weichen müssen? Ich würde es ihnen wünschen, denn wenn nur noch supermoderne Hochhäuser links und rechts von diesem grünen Paradies stehen, wird es sehr an Einzigartigkeit verlieren.

Wir laufen immer vom Ende, den Hudson Yards in Höhe 30th St. in Richtung Süden, zum Anfang der Highline an der Gansevoort Street.

The Highline New York City Hudson Yards

The Highline New York City

The Highline Mädelstrip in New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

Zwischendurch gibt es immer wieder Sitzbänke und Liegen, die teilweise wie Designobjekte aussehen. Und es eröffnen sich seitlich Einblicke in die Straßenschluchten, ich könnte da stundenlang sitzen und schauen.

Die Highline ist immer einen Besuch wert und man kann am Ende im oder um den Chelsea Market gut eine Pause zum Frühstücken oder Lunchen einlegen. Zum Thema Essen in NYC schreibe ich aber noch einen separaten Post.

Tipp: Apple Store in der Grand Central Station

Selten habe ich einen so prächtigen Bahnhof gesehen wie die Grand Central Station, oder Grand Central Terminal, wie der Bahnhof richtig heißt. Dieses alte Gebäude hat so viele Gänge und Ecken und Etagen und ist dabei der Bahnhof mit den meisten Gleisen weltweit. Die gewölbte Decke ist mit Sternzeichenbildern bemalt. Es gibt eine Menge Restaurants und Shops, ein Bummel lohnt sich auf jeden Fall.

Hier sind im Laufe der Jahre zahlreiche bekannte Filmszenen gedreht worden. Welcher Gossip Girl Fan erinnert sich nicht an die legendäre Szene in der ersten Folge, als Serena van der Woodsen hier ankommt und alles seinen Lauf nimmt?

Und wenn ihr etwas von Apple kaufen möchtet (durch den Dollarkurs und die leicht günstigeren Preise drüben lohnt sich das), es gibt einen Apple Store auf der ersten Etage. Dort ist es lange nicht so voll wie im Flagship Store Ecke Central Park.

Notfall!  Und wir haben dort beste Erfahrungen gemacht. Meine Freundin hatte einen akuten iPhone Fail, in der ersten Nacht hatte sie für ihr Handy ein Update gemacht, mittendrin abgebrochen und ihre kompletten Daten waren gelöscht. Horror, keine Telefonnummern, keine Bilder, keine Nachrichten, alles weg! Unser Hotel lag nur zwei Blocks entfernt, wir sind direkt dorthin. Der nette junge Mann im Apple Store hat aus der Cloud ihr letztes Backup wieder auf’s Handy speichern können und alles wieder betriebsbereit gemacht. Und es hat keinen cent gekostet, super Service.

Grand Central Terminal New York City

Grand Central Terminal New York City

Apple Store Grand Central Terminal New York City

In New York begegnen einem täglich erstaunliche Dinge. Wie dieses hier zum Beispiel, mitten in einer der Straßen der teuren Upper East Side. Nicht, dass ich hier in irgendeiner Weise mit dieser ominösen in Verbindung gebracht werde, auf keinen Fall. Aber ich habe mich gefragt: was ist das denn? Treffen sich da Tom Cruise und John Travolta? Sehr seltsam.

Upper East Side Manhattan

Als wir an diesem Schild vorbeikamen, waren wir auf dem Weg vom MEtropolitan Museum of Art zur Roosevelt Island Tram. Einmal durch die Upper East Side mit ihren schönen alten Häusern und ein Stück bergauf (ja, es gibt Hügel in der Stadt!)  in Richtung Süden und East River.

Tipp: die Seilbahn Roosevelt Island Tramway

Auch damit muss man gefahren sein! Eine von nur noch zwei in den USA betriebenen Hochseilbahnen zum öffentlichen Personenverkehr. Die Station von der man abfährt befindet sich auf der Insel Manhattan an der Kreuzung 2nd Avenue/E 60th Street . Die Fahrt kann man ganz easy mit der Metro Card zahlen, die man als New York Besucher auf jeden Fall für die Nutzung der U-Bahn haben sollte.

Roosevelt Island Tramway New York City

Roosevelt Island ist eine Insel im East River zwischen Manhattan und Queens, die bis in die 60er Jahre Straf-und Krankenanstalten beherbergte. Bis 1973 hieß sie noch Welfare Island und beherbergte u.a. das berüchtigte New York City Lunatic Asylum und die Pockenklinik. Ich hab Kopfkino, wenn ich darüber nachdenke, was sich da abgespielt haben könnte.

Die Insel wurde nach Schließung der „Anstalten“ in ein autofreies Wohngebiet umgewandelt und die Seilbahn wurde 1976 nördlich parallel zur Queensboro Bridge gebaut. Inzwischen gibt es einen U-Bahn Tunnel zur Insel, aber die Roosevelt Tramway ist viel zu beliebt, um sie stillzulegen.

Wie so oft war auch diese Seilbahn Schauplatz bekannter Filmszenen, ich mag das ja, Originalschauplätze in echt zu sehen, egal wo auf der Welt. Spider Man, City Slickers und in CSY: NY geschieht sogar ein Mord in der Gondel.

Die Gondeln fahren ca. alle 15 Minuten. Hier ein Blick aus der Kabine bei der Abfahrt, darunter ein Bild von der Mitte der Fahrt über den East River.

Roosevelt Island Tramway Queensboro Bridge New York City

Roosevelt Island Tramway Queensboro Bridge

Auf der Insel angekommen kann man einen kleinen Rundgang machen. Es gibt allerdings nur Wohnhäuser und den im Süden gelegenen Four Freedoms Park, von dem man einen schönen Blick auf die Skyline von Manhattan hat. Haben wir nicht gemacht, da wir an diesem Tag wenig Zeit hatten. Deshalb passt in diesem Zusammenhang nochmal der sensationelle der Blick aus meinem Hotelzimmer auf den Park. Ich habe auch bei meinen vorigen Besuchen nirgendwo ein Cafe oder so etwas gesehen, es ist eben ein Wohngebiet und Universitätsgelände. Ab 3000 $ aufwärts für eine Zweizimmerwohnung, ich hab grad mal geschaut 😉

Roosevelt Island East River New York City

Und der Blick zurück nach Manhattan. Wie gesagt, die Insel an sich bietet jetzt kein großes Programm. Aber die Fahrt ist ein Erlebnis, die Sicht ist toll und es kostet so viel wie eine Ubahnfahrt. Sollte man mal gemacht haben!

Roosevelt Island Tramway Queensboro Bridge

Tipp: In NYC unbedingt Musical, Konzert oder Oper besuchen!

Am besten alles, wenn es zeitlich und finanziell geht.

Ich bin bekennender Musical Fan. Gesehen habe ich fast jedes bekannte Musical, in London, New York und auch in Europa.

Da die Auswahl hierzulande ja nicht so groß ist, nutze ich jede Gelegenheit, ein Musical muss immer sein in New York. Ich habe am Broadway Glenn Close in „Sunset Boulevard“ gesehen, „Lion King“ und „Phantom of the Opera“ in New York und London und Hamburg. „Les Miserables“ auch in New York und London, und noch irgendwo. „Elisabeth“ in Wien, „Book of Mormon“ und „Dreamgirls“ in London, um nur einige Highlights zu nennen.

Im vergangenen September haben wir uns in New York „Bandstand“ angesehen. Eine Geschichte über die Entstehung einer Veteranenband, mit Musik und hervorragenden Tanzszenen aus den 50er Jahren. Es war super, läuft aber nicht mehr.

Bandstand BERNARD B. JACOBS THEATRE

Der Großteil der Shows in New York spielen im Theatre District. Die meisten Theater sind bereits älter, sind nicht sehr groß und versprühen auch deshalb einen ganz besonderen Charme. Es gibt viele Seiten, über die euch informieren und günstig Tickets im voraus buchen könnt, ich schaue gerne hier. Supergünstig bekommt man Rest-Tickets für den gleichen Tag in der Ticket Booth am Times Square, aber mir war das immer zu nervig, mich da anzustellen, ich plane und buche ganz gerne im Voraus.

Der Theatre District umfasst auch den Times Square, auf dem gefühlt 24/7 ein unglaublicher Trubel herrscht. Berittene Polizei mittendrin, bzw. hier vor em Theater. Nach den Vorstellungen sammeln sich die Fans vor dem Eingang für Autogramme.

 

Theatre District Manhattan

Times Square New York City Nights

Der Verkehr abends in dieser Gegend ist grausig, kein Vorwärtskommen. Mir fiel leider zu spät ein, dass wir ein paar Jahre vorher dieses Problem bereits hatten. Dummer Fehler!

Die Theatervorstellungen beginnen in der Regel früh, um 19.00 Uhr. Reservierte Karten sollten bis 18.00 Uhr an der Theaterkasse abgeholt werden. Wir waren natürlich erst kurz vor knapp mit unseren Einkaufstüten im Hotel. Vor der Lobby ein Taxi geschnappt und dem Fahrer die Adresse genannt. Bereits 50 Meter weiter ging nichts mehr. Es wurde später und später und die Entfernung vom Hotel zum Theater waren nur 10 Blocks. Also sind wir wieder ausgestiegen und haben einen Sprint eingelegt. Zu Fuß ist manchmal eben doch schneller!

Wenn ich das nächste Mal in New York bin steht Dear Evan Hansen und Mathilda auf meiner Liste, was Musicals betrifft. Die ja eigentlich Broadway Shows heißen.

Leider waren in den letzten Jahren nie passende Konzerte im Madison Square Garden, wenn ich in New York war, das ist immer noch ein Traum von mir. In diesem Jahr treten U2, Bon Jovi, Pink, die Foo Fighters und Justin Timberlake in der ersten Jahreshälfte auf. Vielleicht spiele ich Samstag mal Lotto.

Ein ganz besonderes Erlebnis sind auch Konzerte oder Ballett im Lincoln Center und der Metropolitan Opera, kurz Met genannt. In letzterer bin ich leider mal eingeschlafen, am ersten Abend. Es war deutsche Zeit drei Uhr nachts, es war warm und wir saßen in der vorletzten Reihe unterm Dach. Die Sänger waren klein wie Ameisen. Aber es war trotzdem ein ganz besonderes Erlebnis, dass ich ausgeschlafen gerne wiederholen würde.

Nach dem Theater bieten sich diverse Rooftop Bars in der Gegend an. Wir waren nach der Vorstellung in der St.Cloud Rooftop Bar im Knickerbocker Hotel sehr fein, sehr teuer, aber es lohnt sich auf einen Drink.

Auf der Seite lovingnewyork gibt es eine tolle aktuelle Übersicht aller angesagten Rooftop Bars.

Soviel für heute. Ich hab jetzt ganz ganz dolles Fernweh nach New York! Und auf den nächsten Mädelstrip in New York City, verrückt, oder?

Eigentlich wollte ich über einige schöne Events schreiben, die ich in den letzten Wochen besucht habe. Aber irgendwie stieß ich auf diesen angefangenen Artikel und die Fotos und dann gab es kein Halten mehr.

Ihr kennt mich ja …

Alles Liebe und eine schöne Woche!

Barbara

 

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New York City von oben, davon kann man nie genug sehen. Top of the Rock, One World Observatory, MET Roof Garden und Knickerbocker Rooftop Bar

4. November 2017

Der Blick auf die Stadt New York, oder Manhattan, New Jersey und Brooklyn nimmt mir jedesmal den Atem. Besonders, wenn man zur blauen Stunde und der Zeit des Sonnenuntergangs oben über den Dächern ist. Die Kulisse färbt sich langsam rosa, das funkelnde Lichtermeer verwandelt sich, ich finde diese Tageszeit am allerbesten, um das einmalige Erlebnis zu genießen.

Im Laufe vieler Reisen nach New York bin ich jedes Mal wieder auf's Neue begeistert und mindestens zwei Aussichtspunkte hoch oben sind ein absolutes Muss!

Zumal es auch gefühlt jedes Jahr neue Aussichtspunkte gibt, neue Ebenen, um diese Wahnsinns-Stadt zu erleben, ob neue Rooftop-Bars oder immer höhere Gebäude.

Bei unserem  NYC Mädelstrip im September stand als erstes die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers auf dem Programm, Top of the Rock oder abgekürzt TOTR genannt. Ich muss dazu erwähnen, dass der Klassiker Empire State Building mich nicht so von den Socken haut, das fand ich eher so: been there, done that. Dort oben ist es relativ eng und komplett eingezäunt, sollte man einmal gesehen haben, aber das reicht auch.

Top of the Rock Observatory

Das Top of the Rock ist da schon eine ganz andere Nummer. Durch die Verglasung der unteren Ebene hat man eine wesentlich freiere Sicht auf die Stadt, und sieht eben das wunderschöne Empire State Building als Silhouette, der Blick ist sicher einer der bekanntesten Fotos der Skyline.

Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Für einen Besuch des Rockefeller Centers sollte man sich unbedingt eine Zeit fest reservieren, um die Warteschlange zu umgehen. Wir hatten bereits zuhause online reserviert, für den Abend unserer Ankunft. Leider verpassten wir wegen einer dreistündigen Verspätung unseres Fluges die gebuchte Zeit, wir waren erst nach Abbruch der Dunkelheit da. Problemlos konnten wir aber an der Kasse für den übernächsten Tag einen neuen Termin buchen. Die Tickets sind im Vorfeld online (zum Beispiel über diese Seite) etwas preiswerter als vor Ort, recherchieren lohnt sich, eventuell auch in Kombination mit anderen Attraktionen wie der Circle Line Tour usw. Grundsätzlich muss man nie mit wirklich langen Wartezeiten rechnen, was ein großer Vorteil zum teilweise sehr überfüllten Empire State Building ist.

Im Eingangsbereich bestaune ich jedes Mal dieses Gebilde aus Svarowski Kristallen, das das Rockefeller Center auf dem Kopf stehend darstellt.

Rockefeller Center Svarowski Christal
Die Fahrt mit dem Aufzug ist ein Erlebnis mit rasanten Bildern und Sound, das 67. Stockwerk ist in 10 Sekunden erreicht. Das komplette Observation Deck besteht aus drei Etagen, die untere ist mit Fenstern geschlossen und bietet Shops und Snacks. Eine Etage mit der Rolltreppe weiter oben ist man auf der offenen verglasten Plattform, von der sich durch die Scheiben ein Wahnsinnsblick auf Manhattan bis rüber nach New Jersey auf der anderen Seite des Hudson River, Brooklyn auf der anderen Seite des East River, vom Central Park mit dem MET bis zur Freiheitsstatue und dem neuen One WTC bietet.

Brooklyn vom Top of the Rock Observatory

Blick auf Empire Central Park vom Top of the Rock Observatory New York

Ich persönlich bin am liebsten ganz oben, über eine kleine Treppe kommt man auf die oberste Plattform, die komplett frei und offen ist und die charakteristischen Metallbögen als Abgrenzung hat.

upper level Top of the Rock Observatory New York

Fernrohr und Central Park vom Top of the Rock Observatory New York

Da bieten sich dann auch Bilder wie diese.

Top of the Rock New York City

Ich hatte an diesem Tag den Akku meiner CANON G7X schon leergeschossen und war froh, die Spiegelreflexkamera mit Telezoom als Zweitkamera dabei zu haben. So konnte ich das Empire State Buildung und Lady Liberty ganz gut ranholen. Wenngleich unter den Lichtverhältnissen und ohne Stativ die frei aus der Hand gemachten Bilder qualitativ nicht hochwertig sind, aber was soll's.

Blick vom Top of the Rock Observatory New York

Je später es wird, umso schöner wird das Licht. Faszinierend und unglaublich schön finde ich dieses Farbenspiel. Und das immer wieder auf's Neue.

Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Empire State Building vom Rockefeller Center Top of the Rock Observatory

Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Sonnenuntergang Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Man sollte für den Besuch des Top of the Rock mindestens zwei Stunden einplanen und mindestens eine Stunde vor Sonnenuntergang in der Warteschlange sein, damit man dieses grandiose Farbenspiel in voller Länge erlebt.

Rooftop Garden Metropolitan Museum of Art

Nicht ganz so hoch oben ist man auf dem Roof Garden des Metropolitan Museum of Art. Hier bietet sich ein etwas anderer Blick auf die Skyline, den das Museum steht am Rande des Central Parks. 

Wenn ich mal richtig lange in New York bin (mindestens eine ganze Woche) werde ich diesem gigantischen Museumskomplex auch mal mehr Zeit widmen. Die Stufen des MET tauchen in vielen bekannten Filmen auf und sind den Fans der Serie Gossip Girl bestens bekannt. Hier beginnt die Upper East Side, die Seitenstraßen mit ihren imposanten alten Stadthäusern sind auf jeden Fall einen Spaziergang wert.

MET Metropolitan Museum of Art New York City
Das MET verlangt keinen Eintritt, man wird lediglich beim Einlass um eine Spende gebeten. Wir hielten, da wir nur zum Roof Garden wollten, bei unserem kurzen Besuch einen Betrag von 5,-$ für angemessen. Mit dem Aufzug geht es in die 5. Etage und man kann auf der Terrasse einen sensationellen Blick über den Central Park, Midtown und die Upper West Side genießen.

Roof Garden Cafe auf dem Metropolitan Museum of Arts New York City

Blick auf die Upper West Side vom Rooftop Metropolitan Museum of Art New York

Auf dem Rooftop des Metropolitan Museum of Art gibt es jährlich wechselnde Installationen bekannter Künstler zu sehen, bei unserem Besuch jetzt war es The Theater of Dissapearance von Adrian Villar Rojas.  

Als ich mit meinen Kindern 2012 dort war, hatte der Künstler Tomás Saraceno dort sein interattives Cloud City aufgebaut. Meine Tochter hatte zu der Zeit gerade ihr Design-Studium begonnen und das Projekt war Thema an ihrer Uni. Sie fand es sehr cool, es live in New York sehen zu können, ich füge euch das Bild von 2013 einfach hier mal mit rein.

Tomas Saraceno Cloud City Rooftop Metropolitan Museum of Art 2012

Soweit, so gut. Für mich waren diese beiden Aussichtspunkte eine bekannte und immer wieder schöne Sache. Meine Freundinnen kannten den Rooftop Garden des MET noch nicht, es ist immer noch ein kleiner Geheimtipp.

Kommen wir zu meinem Highlight dieser Reise. Oder sagen wir mal es war eins der Mega Highlights.

One World Observatory auf dem One World Trade Center

Das noch relativ neue WTC gehört zum Komplex der nach 9/11 wieder aufgebauten Gebäude. Die Gedenkstätte hatten wir Mädels bei früheren Besuchen bereits erlebt, ich zum Beispiel beim New York Aufenthalt Thanksgiving 2014. 

Ground Zero und das  9/11 Memorial machen sprachlos, gehören zum New York Erlebnis dazu, sind ein absolutes Muss. Aber nicht jedes Mal, die Erinnerung an diesen Tag, der die Welt veränderte finde ich manchmal zu bedrückend und emotional.

Bei meinem letzten Besuch vor drei Jahren waren die obersten Etagen des One World Trade Centers noch nicht ganz fertig, deshalb war ich sehr gespannt und es stand lange für mich fest, dass ich eines Tages da oben stehen wollte. Wir hatten, wie auch für das Top of the Rock, die Karten für das One World Observatory vorher online gebucht. Nach unserem Besuch auf Governers Island waren wir sowieso im unteren Teil der Stadt und fuhren von der Fähre aus mit der U-Bahn zu Fulton Street und streiften auf dem Weg zum Turm noch kurz The Oculus.

Oculus und One World Trade Center New York City

Ich sag mal: kann, muss nicht. Na ja, es sieht schon beeindruckend aus, man kann durchlaufen, wenn man zum Eingang des One World Observatory geht. Wegen der Shops muss man definitiv nicht rein, da gibt es wirklich nichts Besonderes und die Preise sind überzogen. Das Gebäude ist einer der schönsten und teuersten Bahnhöfe der Welt: Oculus nennt sich der neue Verkehrsknotenpunkt direkt neben Ground Zero, der mit sieben Jahren Verspätung fertig wurde und fast vier Milliarden Dollar gekostet hat.

Die New York Times taufte den Entwurf "Aufsteigender Phoenix". Mich erinnert das Gebäude eher an das Innere eines Wals.

Oculus Bahnhof One World Trade Center New York City

Oculus Bahnhof One World Trade Center New York City

Oculus Bahnhof One World Trade Center New York City

Und dann war es soweit. Vor dem Eingang eine mäßige Schlange und die üblichen strengen Sicherheitskontrollen, mit Gürtel aus. Der Wartebereich vor dem Aufzug ist sehr unterhaltend gestaltet, das können sie ja wirklich gut, die Amis.

Eingang One World Observatory New York City

See forever Theatre One World Observatory New York City

Und dann geht es los, die Fahrt in das 102 Stockwerk in 47 Sekunden. Auf der Hinfahrt im Aufzug erlebt man in einer eindrucksvollen Animation die Architektur-Geschichte New Yorks seit dem 16. Jahrhundert. Auf der Fahrt nach unten hat man des Gefühl, in einem Helikopter durch die Stadt zu fliegen. Der Wahnsinn. Schaut euch unbedingt mal die Aufzug You Tube Videos dazu an, um einen Eindruck zu bekommen. Ich hab selber nicht gefilmt, da ich vor lauter Staunen die Kamera nicht schnell genug umschalten konnte.

Oben angekommen betritt man das See Forever Theatre. Nach einer kurzen virtuellen Zeitreise geht zu Gänsehaut-Musik die Fensterverkleidung auf. Und ein Raunen und ein kollektives "WOW !!!" ertönt. Der erste sensationelle Blick auf die Aussicht vom höchsten Gebäude der Stadt bis zum Horizont lässt den Atem stocken, ist berauschend und unvergesslich. Und zack, gehen die Jalousien wieder runter und man fährt mit Rolltreppen noch eine Etage höher zum eigentlichen Observatory.

Ich hätte stundenlang da bleiben können! Es war recht voll, aber verteilte sich gut. Nur der Foto-Hotspots mit dem New Yorker Wahrzeichen Empire State Building im Hintergrund war stark belagert.

Wir waren gegen 18.00 Uhr oben und konnten das blau zu rosa Spektakel wieder genießen. Nur dass es hier noch mehr zelebriert wurde, es scheint, als würde der grandiose Sonnenuntergang richtig gefeiert.

Blick auf Uptown Manhattan vom One World Observatory New York City

Wie viele Dachgärten und Rooftops es gibt! Von unten, während man durch die Straßenschluchten läuft, bleibt es verborgen. Von oben bietet sich eine komplett andere Sicht auf die Wolkenkratzer und Wohnhäuser.

One World Observatory New York City

Ich hatte an diesem Tag wieder nur die kleine Canon PowerShot G7 X Mark II * in der Handtasche dabei. Einerseits hatte ich mir vorher schon Gedanken gemacht, ob ich an diesem ganz besonderen Ort auch ohne Spiegelreflexkamera und Tele-Zoom-Objektiv brauchbare Bilder machen könnte. Da wir aber tagsüber zu Fuß und auf Governers Island unterwegs waren, wollte ich mir doch keine lahme Schulter schleppen und hab nur "die Kleine" eingepackt.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich! Aus 390 Meter Höhe und einige hundert Metern Entfernung an die Freiheitsstaue rangezoomt.

Blick auf Freiheitsstatue vom One World Observatory New York City

Governers Island von oben, mit der Hafeneinfahrt im Hintergrund. Wie winzig die Insel von oben aussieht.

Blick auf Governors Island vom One World Observatory New York City

Der Blick auf Brooklyn mit Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge. Wusstet ihr übrigens, dass man sie die Reihenfolge der drei bekanntesten Brücken auf die Insel Manhattan mit der Eselsbrücke einer deutschen Automarke merken kann? Von der Südspitze aus gesehen? BMW. Brooklyn Bridge, Manhattan Bridge und Williamsburg Bridge.

Brooklyn Bridge vom One World Observatory New York City

Und hier noch mal etwas rangezoomt. Bilder der Brooklyn Bridge aus dieser Perspektive hat man ja auch nicht alle Tage. Ich war wirklich verblüfft, wie gut der Zoom der kleinen Canon G7X aus der Hand und aus dieser Entfernung durch Glasscheiben funktioniert hat. Man muss bedenken, dass ich aus 390 Metern Höhe dieses Foto gemacht habe, schon toll!

Brooklyn Bridge vom One World Observatory New York City

Die Aussicht zur anderen Seite auf den Battery Park an der Südspitze der Stadt. Das One Word Observatory ist rundum verglast, so dass man den kompletten Rundumblick in alle Richtungen genießen kann. Plant auf jeden Fall mindestens zwei Stunden für den Besuch ein. Ich konnte mich nicht sattsehen und werde mit Sicherheit beim nächsten New York Besuch wieder da oben sein!

Battery Park vom One World Observatory New York City

Der Blick auf den Bahnhof Oculus und rechts unten in der Ecke des Fotos das große Wasserbecken des 9/11 Memorial.

Blick auf Oculus und Memorial vom One World Observatory New York City

Was für ein Wohngefühl es in diesem Glasturm wohl sein mag? Und was das kostet??

Blick auf Midtown Manhattan vom One World Observatory New York City

Es wird langsam dunkel, die Lichter gehen an und die rote Schlange der Rücklichter zieht sich durch Midtown. In der Mitte des Bildes ragt das Empire State Building heraus. Links der Hudson, rechts der East River, Manhattan ist eine Insel.

Blick auf Uptown vom One World Observatory New York City

Und kurz danach war die Sonne hinter New Jersey verschwunden und alle Zuschauer, die bewusst an der Westseite des Observatory standen, brachen in Applaus aus. Eine tolle Geste, eine wunderbare Stimmung.

Sunset über New Jersey One World Observatory New York City

Noch ein wichtiger Tipp:

Vor eurem Besuch des One World Observatory solltet ihr unbedingt den Wetterbericht checken! Bei gutem Wetter kann man bis zu 80 Kilometer in die Ferne schauen. Bei schlechtem Wetter sieht man nix, denn da ist man in den Wolken. Das ist meiner Tochter im vergangenen Jahr passiert. Am Termin, den sie mit ihren Kommilitonen (ja, sie waren mit der Uni Rosenheim auf Studienreise!) gebucht hatten, war totales Regenwetter und man hätte nichts gesehen. Aufgrund der Wetterlage konnten sie aber problemlos für den nächsten Tag einen neuen Termin buchen.

Rooftop Bars in New York City

Ja, das ist ein Hype um diese Bars über den Dächern, egal in welcher Stadt. Vor unserer Reise hatte ich mir sicher zehn tolle Adressen angesagter Rooftop Bars via Pinterest rausgesucht. Aber wie das immer so ist, Jetlag und Zeitumstellung macht das Abendprogramm nicht einfach. Ich bin vor Jahren mal abends bei La Boheme in der Oper, der MET, eingeschlafen, am Ankunftstag.

Und auch dieses Mal waren wir abends nach den Eindrücken, den kilometerlangen Fußmärschen und unserem sonstigen Programm einfach ziemlich platt am Abend.

Eine Rooftop Bar haben wir aber geschafft, die St.Cloud Rooftop Bar im Knickerbocker Hotel am Times Square. Tolles Ding, mit Aussenterrasse und Innenräumen. Die meisten aussenliegenden Rooftop Bars haben Heizstrahler oder/und offene Feuerstellen bei sinkenden Temperaturen. Die St. Cloud Bar erstreckt sich über Eck und bietet einen faszinierenden Blick auf die Lichter des Times Square. 

St. Cloud Rooftop Bar Knickerbocker Hotel New York City

St. Cloud Rooftop Bar Knickerbocker Hotel New York City

Schöne Pflanzen und gemütliche  Sitzecken runden das Luxus-Ambiente ab. Meiner Freundin war es draussen zu windig, wir haben uns deshalb drinnen Cocktails und etwas für den kleinen Hunger gegönnt.

Und waren zusammen glaube ich für alles schlappe 100$ los, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Normale Preise für Midtown Manhattan. Man sollte auf jeden Fall VOR dem Besuch einer Rooftop bar irgendwo einen Five Guys Burger oder sowas essen. Sonst kann der Abend teuer werden 😉

St. Cloud Rooftop Bar Knickerbocker Hotel New York City

Das war's erstmal zum Thema oben über den Dächern von New York.

Wobei, ich lass euch nach der Bilderflut (jetzt kommt es auf eines auch nicht mehr an) ein Bild aus meinem Hotelzimmerfenster da, 34. Stock im Millenium Hilton ONE UN Plaza. 

Der Blick, den ich da auf Roosevelt Island hatte, war ja nun auch wirklich nicht schlecht, oder?

Blick vom 34. Stock des Hilton Millenium One UN Plaza Hotel

Apropos Roosevelt Island, über unsere Fahrt auf die Insel mit der Schwebebahn, wie sich die High Line verändert hat, warum wir abends zum Musical Theater rennen mussten und was ich sonst noch zu erzählen habe könnt ihr dann im nächsten Bericht lesen.

Und natürlich fehlt auch noch unser Road Trip in die Hamptons!

Zuviele Fotos, zuwenig Zeit, seufz …..

Bis hierher erstmal ganz herzlichen Dank, dass ihr meine Berichte so gerne lest! Es steckt viel Zeit und Arbeit in einem solchen Reisebericht, aber ich erlebe beim Fotos bearbeiten und schreiben alles noch mal, deshalb macht es mir Freude und wenn ihr euch auch darüber freut ist ja alles bestens 😉

Ein schönes erstes November-Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

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Governors Island, ein Tag auf der fast geheimen Insel vor Manhattan

24. Oktober 2017

Weiter geht es mit dem Bericht meiner Reise Mitte September. Wir Mädels waren alle nicht zum ersten Mal in NYC und wollten natürlich ausserhalb der üblichen Highlights auch etwas Neues sehen, deshalb erzähle ich heute von unserem Ausflug nach Governors Island in New York City.

New York City, die Stadt die niemals schläft und laut, schrill, bunt und hektisch ist, kann auch ganz anders.

Jeder, der bereits dort war, kennt sicher auch die ruhigen Parks, die Stille auf dem Wasser rund um die Insel Manhattan und weiß, dass die Stadt unfassbar viele Seiten, Nuancen und Töne hat.

In den Sommermonaten, das bedeutet von April bis Ende September, ist eines der neusten Hotspots im anderen Sinne die knapp 70 Hektar große Insel Governors Island. Sie liegt in der Upper New York Bay unter der Südspitze von Manhattan und ist mit der Fähre in knapp 5 Minuten vom Governors Island Ferry Terminal (direkt neben dem South Ferry Terminal, von dem die Staten Island Ferry abfährt) zu erreichen. Die Fähre kostet eigentlich 2,- Dollar, ist oft auch kostenlos, wir haben jedenfalls nichts für die Fahrt bezahlt.

Wir haben am Samstagmorgen eine der ersten Fähren genommen, die Fähren fahren ab 10.00 Uhr im Halbstunden-Takt.

Governors Island in New York City Ferry

Governers Island Ferry Battery Park New York City

Während der kurzen Fahrt kann man den Blick auf Brooklyn auf der einen Seite, und auf New Jersey und Lady Liberty auf der anderen Seite geniessen.

Statue of Liberty Freiheitsstatue New York City

Der Name der Insel geht auf das Jahr 1698 zurück, als New York noch eine englische Kolonie war und die Kolonialversammlung die Insel für die ausschließliche Nutzung durch den königlich-britischen Gouverneur New Yorks reservierte.

Governors Island diente Jahrhunderte lang bis in die sechziger Jahre der US Army als Stützpunkt, auf alten Landkarten New Yorks ist die Insel nicht zu finden, bewusst, denn sie wurde streng geheim gehalten. Als das Militär die Insel 1966 verließ, wurde sie zur größten Basis der US-Küstenwache umgewidmet. Für die Angehörigen entstand auf der Insel eine eigene Infrastruktur mit Schulen, Kirchen und einem Theater. Die 1997 erfolgte Schließung dieser Basis beendete die über zwei Jahrhunderte dauernde Nutzung der Insel als Bundeseinrichtung.

Im Jahr 2003 verkauft der Bund die Insel für $1 an die Stadt New York, um sie so zu einem Naherholungsgebiet für die New Yorker umzugestalten. Das große grüne Stück Land blieb im Kern aber erhalten. Alle alten Häuser, die Kaserne Fort Jay, diverse Schulen, das Gefängnis Castle Williams, ein Krankenhaus, eine Kirche und alte Supermärkte, sowie ein altes Theater stehen noch.

Man kommt sich vor, als wäre man in eine andere Zeit versetzt und kann sich ein recht authentisches Bild der damaligen Lebensweise auf Governors Island verschaffen. Ich finde Geschichte sehr spannend und hier wird sie lebendig.

Der nördliche Teil der Insel mit den historischen Bauten ist bereits seit 2003 öffentlich zugänglich. Dort befinden sich auch die Anlegestellen der Fähren. Für den größeren, südlichen Teil wird zurzeit ein landschaftsarchitektonischer Wettbewerb durchgeführt, auf dessen Grundlage die Insel zu einem neuen Freizeit- und Erholungspark  gemacht werden soll.

Übersichts Karte von Governers Island

Fahrradtour und Fahrradverleih auf Governors Island in New York City

Sehr entspannt erkundet man den südlichen Teil der Insel mit dem Fahrrad; die kann man sich auf Governors Island leihen. Wir haben uns ein Vierer-Kutsche gegönnt, das war im Prinzip preiswerter als drei einzelne Räder zu leihen.

Und es macht mehr Spaß 😉

Fahrräder leihen auf Governors Island New York

Fahrräder leihen auf Governors Island New York

An vielen Stellen gibt es Picknickplätze, Hängematten, Spielplätze und Sitzgruppen. Und überall hat man diese und andere phantastische Aussichten. Hier seht ihr übrigens wieder ein Selbstauslöser-Photo, mit der Canon G7X Mark II und der App auf dem Handy. Ich muss das aber wirklich noch üben, denn man KÖNNTE das Handy auch unauffällig in der Hand halten, und nicht wie eine Fernbedienung vor dem Fernseher 😉

Governers Island NYC

Es gibt zwei Festungsanlagen aus der Zeit der militärischen Nutzung. Die beiden Festungen gehören zu den besten erhaltenen Beispielen für die US-Küstenbefestigung; Fort Jay und Castle Williams. Castle Williams diente auch als Militärgefängnis, heute kaum vorstellbar, wenn man 100 Meter weiter die Wall Street sieht.

Governers Island Castle Williams

Governers Island Castle Williams

Governers Island Geschichte Castle Williams

Governers Island South Battery Kanone

Governers Island Colonels Row

Geschichte auf Governors Island: Colonels Row und Nolan Park

Man kann die historischen und wirklich imposanten Häuser teilweise auch von innen erkunden. Besonders rund um die Colonels Row finden sich die schönsten Häuser der Insel. Hier haben, wie der Name schon sagt, die höchsten Offiziere gewohnt, und das nicht schlecht: große Terrassen, Zimmer mit Kamin und viel Platz waren für die Offiziere selbstverständliche Wohnverhältnisse

Governers Island Colonels Row

Governers Island Blick auf Manhattan

Governers Island Nolan Park St. Cornelius Chapel

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park
Zwischen den historischen Bauten finden sich immer wieder interessante Projekte wie dieser Abenteuerspielplatz oder der Farm Garden mit dem Weg aus Austern- und Muschelschalen. Ein Paradies für Umweltgruppen, Künstler und ja, auch für Kinder.

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park

Staunenswert fand ich auch Nolans Park mit seinen schönen gelben Holzhäusern.

Einige Häuser beherbergen heute Ausstellungen und Kunstateliers. Einige sind noch im Originalzustand und man kann erahnen, wie die Bewohner hier gelebt haben. Vieles ist bereits sehr schön restauriert und in den nächsten Jahren wird sich noch viel tun auf Governers Island.

Ich befürchte, es wird in einigen Jahren touristisch überlaufen werden, obwohl man sich bemüht, alles so natürlich und nachhaltig wie möglich zu gestalten.

Uns hat die Ruhe sehr beeindruckt, die Weitläufigkeit und die Natur, einen Steinwurf vom hektischen Manhattan entfernt! Dieses Bild hier unten verdeutlicht es besonders, vorne die alten Holzhäuser, hinten das hypermoderne neue One World Trade Center.

Governors Island in New York City

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park Häuser

Mich begeistern an alten Häusern die Details besonders, ich muss mich gerade beherrschen bei der Auswahl der Fotos, denn ich habe so viele an diesem Tag auf der Insel gemacht! Natürlich auch ein paar Poser-Bilder, typisch Touristen. Wenn ich zu meinen Mädels gesagt hätte: fotografier mich mal insta-mäßig von hinten verträumt am Wasser stehend, hätten sie gesagt: hä? Von hinten? Wieso das denn? 😉

Governers Island Nolan Park

Oder hier, da gab es diese Photo Op, man konnte sich auf eine Kiste stellen und in der Ausstellung über berühmte New Yorker Frauenrechtler zwischen die Suffragetten plazieren. Wenn man denn als Fotografin den richtigen Winkel getroffen hätte, haha. Aber egal, die unperfekten Fotos sind die besten (und oft lustigsten) Erinnerungen.

September173

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park

Wir haben die Insel einmal in aller Ruhe umrundet, den südlichen Teil mit unserer bequemen Karosse, den nördlichen Teil zu Fuß.

Governers Island The Hills

Governers Island Nolan Park

In den Sommermonaten ist der Event-Kalender von Governors Island voll mit tollen Möglichkeiten. Am besten schaut man bereits zuhause mal rein, damit man planen kann, an einem Event teilzunehmen. Oder sich auch einen anderen Tag für den Ausflug auszusuchen, wenn man einfach nur einen ruhigen Tag verbringen möchte.

Es gibt auf der Insel keinen Starbucks, keinen Burger King oder sonstiges Massenfutter. Es gibt Streetfood, das passt super zur ganzen Stimmung und zum Gedanken der Nachhaltigkeit.

Wir haben zum Beispiel extrem leckeres Eis aus einer kleinen Manufaktur in Brooklyn genossen. Lavendel-Olivenöl-Eis. Köstlich! Und frisches Kokoswasser aus der Nuss, lecker!

New York Governers Island Street Food Festival

New York Governers Island Street Food Festival Blue Marble Ice Cream Factory

New York Governers Island Street Food Festival

Governors Island in New York City

Auf dem Weg zur Anlegestelle der Fähre hat man im Norden der Insel den Blick auf Brooklyn mit der Brooklyn Bridge im Hintergrund. An diesem Tag war (wie an allen Tagen unseres Aufenthaltes) Hammerwetter und viele Segelboote in der Bucht unterwegs. Mitten in den Straßenschluchten vergisst man schnell, wieviel Wasser es um Manhattan herum gibt, man ist nie weit weg davon.

Blick von Governers Island auf Brooklyn

Blick von Governers Island auf Brooklyn

Und von der anderen Seite der Insel diesen Blick.

Ich hätte stundenlang nur da stehen und staunen können.

Blick von Governers Island auf Battery Park

Wir hatten einen wirklich sehr entspannten und wunderbaren Tag auf Governers Island. Ich kann nur sagen: einzigartig, absolute Empfehlung, auf jeden Fall! Im Sommer noch eher als im Winter, da während der Wintermonate (ab November) die meisten Häuser geschlossen sind. Also auf jeden Fall vorher den Kalender checken.

Geschichte, Natur, Kunst (wir hätten auch kostenlos Theaterstücke anschauen können), Streetfood, frischer Wind und Wasser. Hätten wir nicht am frühen Abend Karten für das Observation Deck auf dem 1WTC gehabt, wären wir noch länger geblieben. Wir haben einige Attraktionen wie zum Beispiel The Hills gar nicht sehen können in den 4-5 Stunden.

Denn auch wenn es auf den Bildern aussieht wie ein Katzensprung, bis man zu Fuß bis zum Ground Zero gelaufen ist, oder vier Stationen mit der U-Bahn fährt, vergeht ganz schön viel Zeit. Das ist überhaupt ein wichtiger Punkt, wenn man ist New York ist. Sieht man kurz auf die Karte oder bei Google Maps denkt man: na ja, zehn Blocks, kein Problem. Und dann zieht es sich …..

Über das 1WTC und weitere atemberaubenden Aussichten von oben berichte ich euch im nächsten Teil, ganz bald!

Bis dahin

Alles Liebe

Barbara

 

Fotodruck Give Away Mini Books New York City Reisen Tools und Werkzeuge Travel Journals USA

NYC Travel Journal incomplete, aber mit Verlosung und give away für euch!

21. September 2017

*Werbung im Beitrag*

So sieht's aus hier auf dem Tisch.

Mitgenommen hatte ich mein Midori Traveler's Notebook, mit einem danidori Einleger und einem Basic Kit an Material. Dazu den Instaxshare Drucker.

Aber dann kam alles anders. Es sollte nicht sein, und stressen wollte ich mich auch nicht. So liegt das jetzt alles hier vor mir.

Im Licht der Abendsonne, denn der Arbeitsalltag hatte mich schnell wieder eingeholt, nachdem ich komatös die ersten zwei Tage nach dem Rückflug jetlag geplagt nur zwischen Bett und Sofa wankte. Und dann auch noch einen Workshop beim Crop in Dortmund geben musste, alles andere blieb erstmal liegen. Psssttt, ich hab noch nicht mal meinen Koffer komplett ausgepackt 😉

NYC Traveler's Notebook

Wenigstens habe ich während meiner New York Reise alles wie immer gesammelt, und sogar auf dem Rückflug Fotos ausgedruckt. Aber das war es auch.

Wir haben einfach so viel unternommen, waren dauernd unterwegs und ich war kaum im Zimmer, deshalb habe ich zum ersten Mal während einer Reise NICHTS in mein Reisejournal geklebt. Aber wenigstens gesammelt und aufgeschrieben. Wobei, das mit dem Aufschreiben habe ich auch zwei Tage lang im Rausch dieser unglaublichen Stadt vergessen. Und dann saßen wir da, zu dritt! Und sagten: Moment mal, was haben wir vorgestern nochmal gemacht? Hmmmm…schon vergessen, bei all den neuen Eindrücken. So schnell kann's gehen, Freunde!

Zu Guter letzt haben wir doch noch alles Erlebte zusammenbekommen, puhh. Das steht jetzt im kleinen Moleskin, das ich immer in der Tasche habe. Und ich habe jede Menge Instastories, Videos und Fotos, um die Erinnerungen aufzufrischen.

Instaxshare Drucker Bilder und Reisejournal

Rein zufällig stolperte ich einige Wochen vor meiner Reise in die Themenwelten des Shops von Alexandra Renke. Genauer gesagt in die Abteilung Reisen, auf der Suche nach einem New York Stempel.

Was für eine Auswahl an Zubehör es da gibt! Große 12" Papiere, unterschiedlichste Stanzen und Stempel zu vielen bekannten Sehenswürdigkeiten, traumhaft schönes Masking Tape!

Ich war begeistert und wollte einige der Produkte unbedingt für mein Reisejournal verwenden und euch vorstellen. Im Rahmen der Zusammenarbeit bot Alexandra mir großzügig an, auch Produkte für euch, meine liebsten treuen Blogleser (wenn ich nicht aufpasse, macht das Rechtschreibprogramm übrigens immer Bologneser aus euch, ha, ha …), zur Verfügung zu stellen. 

YAY ! Wie super, ich freue mich ja immer, wenn ich etwas verlosen und verschenken darf. 

Hier habe ich eine kleine Auswahl der Produkte, die im großen Paket von Alexandra Renke waren, fotografiert. Da ich nicht alle Teile einzeln verlosen kann, das würde mein Budget an Versandkosten sprengen, stelle ich aus dem Goodies drei Pakete zusammen.

IMG_0939

 

 Ich verlose also im Klartext drei Pakete mit Material aus der Themenwelt Reise von Alexandra Renke.

 
Was ihr tun müsst, um an der Verlosung teilzunehmen:
 
Kommentieren! Ich wüsste so gerne, wohin denn eure nächste Reise geht, oder von welcher Reise ihr gerne ein Reisetagebuch machen würdet.
Bitte jeder nur einmal kommentieren, das versteht sich ja von selbst.
 
Das Gewinnspiel gilt für Leser aus Deutschland, ich bitte um Verständnis, dass ich keine Versandkosten in andere Länder tragen kann.
Teilnahme unter 18 Jahren nur mit Erlaubnis der Erziehungsberechtigten.
Rechtsweg ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne nicht möglich.
 
Bitte beachtet, dass ich keine Gewinner anschreibe – ich veröffentliche sie auf dem Blog.
Sollten sich die Gewinner der Verlosung innerhalb von 2 Wochen nicht melden, verlose ich den Gewinn noch einmal.
Die Kommentare für dieses Gewinnspiel sind ab sofort bis zum 27.09 um Mitternacht geöffnet, am 28. September veröffentliche ich die Gewinner.
 
Im jedem der drei Pakete wird wunderschönes schweres 12" Designpapier, zum Teil mit Goldprägung und Reisemotiven sein. Dazu packe ich eine Auswahl der Produkte, wie Motivstempel, Embossingfolder, Stanzen, Masking Tape Motivsticker und das spezielle Feinstpapier Reisetagebuch, um ein Reisejournal zu binden (ich zeig auch demnächst hier, wie einfach das mit diesem Papier geht).
 
So, fast Wochenende, morgen noch arbeiten und dann ist Partyzeit angesagt. Meine Tochter feiert ihren 30. Geburtstag hier im Haus. So ganz nebenbei neulich: "Ach Mami, ich hab mir überlegt, meinen Geburtstag zuhause zu feiern." Ihr Zuhause ist seit einigen Jahren ja eigentlich eine WG in München. Eigentlich.
 
"Du hast auch keine Arbeit damit, wir grillen". Ah ja.
 
"Einige Freunde von weiter weg übernachten auch dann". Ah ja.
 
"Ich komme auch einen Tag früher und helfe". Wie großzügig.
 
Und vorgestern: " Das Wetter ist ja doch nicht so gut zum Grillen. Können wir (!) vielleicht Pulled Pork und Chicken Wings und sowas machen?" Ich wusste es.
 
Gleichzeitig feiern wir am Samstag auf unserem Hof Oktoberfest, das allerdings bei uns Schlucktoberfest heißt. Gut Schlickum – Oktoberfest = Schlucktoberfest. Ihr versteht …
 
Dafür hatte ich mich mit 20 Laugenbrezeln auf die Liste geschrieben. Der Ofen wird glühen und es wird ein hartes Wochenende 😉
 
In diesem Sinne!
 
Alles Liebe
Barbara
 
 
Fotodruck New York City Ostküste USA Project Life Reisen Tools und Werkzeuge Travel Journals USA

Traveler’s Notebook und was ich sonst noch so für meinen NYC Trip einpacke

7. September 2017

Morgen früh fliege ich endlich mal wieder in die Stadt der unglaublichen Augenblicke und Aussichten. Ich war sicher schon mehr als 50 mal in New York, aber es wird nie, nie, nie langweilig für mich.

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Trip nach Las Vegas? Wir Mädels haben nach diesem bewährten Muster einfach das Sparkonto weiter regelmäßig gefüllt und so konnten wir jetzt wieder losdüsen.

Gebucht haben wir wieder beim Reiseveranstalter meines Vertrauens, bei America Unlimited stimmt die Beratung und der Preis einfach. Allerdings haben wir uns gewundert, warum die Hotels dieses Mal so teuer sind…hmmm. Wir hatten zur Planung nur in unsere Kalender geschaut um einen gemeinsamen Termin zu finden.

Tja, und da entdecke ich doch erst vor einigen Tagen, dass genau morgen, mit unserer Ankunft, die New York Fashion Week beginnt, dass die US Open laufen und am Samstag die große Labor Day Parade stattfindet. Da wird was los sein!

Top of the Rock New York City

Aber umso besser, denn wir sind ja nicht zur Erholung da, ha, ha! Da wir das übliche Touristen must see Programm alle bereits absolviert haben, stehen einige andere Punkte auf unserem Programm. Ausser Top of the Rock, das muss IMMER sein, egal wie oft man schon da oben gestanden hat. Und auf die neue Aussichtsplattform One WT möchten wir definitiv, da oben war noch keiner von uns und es muss gigantisch sein.

Geplant ist ein kleiner Road Trip mit dem Auto nach Long Island, in die Hamptons. Zum Outlet-Shopping, Landschaft und Häuser gucken und vielleicht ein wenig die Füße in den weißen Sand von East Hampton graben.

East Hampton Main Beach Long Island NY

Und wir wollen auf Governors Island Fahrräder mieten und die Insel im East River erkunden. Kenn ich noch nicht und bin gespannt.

Karten für ein Musical sind auch bereits reserviert, das gehört in London oder New York dazu.

Ansonsten lassen wir uns durch die Straßen treiben und saugen die Geräusche, Gerüche und Eindrücke von NYC auf. Ich verbinde ja diesen leicht verbrannten Hot Dog und Pretzel-Geruch von den Straßenecken zum Beispiel immer mit New York, natürlich ständige Sirenen- und Hupgeräusche. The city that never sleeps …

Ich packe gerade alles für die Bastelei unterwegs ein und habe mir vorgenommen, es dieses Mal auf ein Minimum zu beschränken! 23 kg Gepäck für den Rückflug, das wird wie immer kritisch. Gerade jetzt, wo überall noch Labor Day Sale ist! Also wird wenig mitgenommen.

Travelers Notebook Danidori Instaxdrucker für die Reise

Mein Midori Traveler's Notebook ist dabei, zum ersten Mal werde ich ein dazu danidori mitnehmen, da es weniger Seiten hat als die klassischen Inserts von Midori. Ich weiss nicht, ob ich überhaupt dazu komme, unterwegs viel zu schreiben. Eigentlich rechne ich eher mit tiefer Erschöpfung am Abend ;-). Ein wenig Washitape von Alexandra Renke, Stift und Kleber, und 'ne Babyschere für das Basteln im Flieger auf dem Rückflug. Vielleicht noch 1-2 Stempelchen. Das muss aber auch reichen.

Dazu die Kamera für die Handtasche,  das Vorgängermodell der Canon G7X Mark II * hatten wir schon bei meinem letzten New York Trip dabei und ich überlege immer noch, ob ich die große Spiegelreflex-Kamera mit Teleobjektiv nicht ganz zuhause lasse. Das Gewicht, ihr wisst schon … Das wird morgen in der Früh eine spontane Entscheidung.

Den Instax-Printer * nehme ich auf alle Fälle mit, wenn ich nicht direkt die Fotos drucke und einklebe, bleibt das Travel Journal wieder ein UFO, ich kenn mich doch. Der Printer ist auch relativ leicht und die Filme kann man überall drüben kaufen.

So, jetzt aber, ich muss noch einiges an Papierkram erledigen, was bügeln, wobei, für den Koffer Sachen bügeln ist irgendwie kontraproduktiv, oder ? Aber man fährt trotzdem nicht mit ungebügelter Hose los. 

Dann sag ich mal tschüss, bis in einer Woche! Ich werde versuchen, auf Facebook, Instagram und in den Insta-Stories soviel wie möglich zu posten, wenn das WLan unterwegs es zulässt. Also, kommt ein wenig mit, wenn ihr Lust habt!

Alles Liebe

Barbara

*Disclaimer: Ich habe von Canon für einen begrenzten Zeitraum diese Kamera sowie von Fuji den Instaxdrucker zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu testen. Dafür herzlichen Dank! Weitere Zuwendungen habe ich nicht erhalten.

Las Vegas Reisen USA

Las Vegas Restaurants, Drinks und Entertainment

5. Dezember 2016

Fast genau vor einem Jahr war ich in Las Vegas. Wenn ich daran denke, stellt sich akutes Fernweh ein! Meinen Freundinnen geht es ähnlich, stellten wir vor ein paar Tagen fest.

Deshalb erzähle ich euch heute, lange überfällig, was wir ausser unseren Ausflügen zum Grand Canyon und zum Valley of Fire  (und ausgiebigem Christmas Shopping) sonst noch gemacht und erlebt haben.

Eins gleich vorweg, wir haben es nicht geschafft, auch nur einen Dollar zu verzocken! Unfassbar, oder? In Las Vegas!

Da läuft man dauernd durch die Casinos, auf dem Weg zum Essen, zum Shoppen, oder ins Bett (wir wohnten schliesslich auch in einem Casino). Und immer sagten wir: bald müssen wir mal spielen! Aber irgendwie hatten wir keine Zeit dazu , ha ha!

Dining out in Las Vegas

Direkt am ersten Abend waren wir im Carson Kitchen  In der Hipster Gastro Lounge von Starkoch Kerry Simon sind wir mit extrem guten Cocktails gestartet. Leider war es wie üblich schummerig in der Location, schmeichelhaft für den Teint aber sch….. zum Fotografieren.

Carson Kitchen Restaurant Las Vegas

Carson Kitchen Restaurant Las Vegas

Eine Spezialität im Carson Kitchen sind die sogenannten Social Plates, davon bestellt man eine Auswahl und teilt sie mit seinen Freunden am Tisch. Haben wir nicht gemacht, wir haben unsere Portionen alleine gegessen 😉

Carson Kitchen Restaurant Las Vegas

Ich hatte Tempura Green Beans und Kartoffeln mit Rosenkohl in Balsamicosahne, beides superlecker! Im Carson Kitchen schaut man beim Essen in die offene Küche, es gibt eine Dachterrasse und draussen eine Lounge mit offenem Feuer. Absolute Empfehlung!

Carson Kitchen Las Vegas

Ein Highlight war für uns die Tea Time im Mandarin Oriental Hotel. Wir kamen erst um kurz vor 16.00 Uhr, eigentlich war das fast zu spät, uns wurde zum Glück trotzdem noch Tee serviert. Wir schluckten kurz beim Blick auf die Karte, mal eben schlappe 38 US $ pro Person. Aber die nette Bedienung versicherte uns, dass wir auch zu dritt von zwei Portionen satt werden würden, also Augen zu und durch. Oder vielmehr Augen auf, der Blick auf die Stadt, während man den Tee schlürft und die feinsten Köstlichkeiten geniesst ist schon atemberaubend.

Tea Time Mandarin Oriental Las Vegas

Tea Time Mandarin Oriental Las Vegas

Tea Time Mandarin Oriental Las Vegas

Wir trauten uns kaum reinzubeißen in diese kleinen Kunstwerke. Ich mag das sehr, posh Tea Time mit kleinen herzhaften und süßen Snacks. Ein Gefühl von old school und etwas Besonderem.

Selbst vom Waschraum aus hatte man den Blick auf die Stadt, ich kann mich für schöne Waschräume in Restaurants sowieso immer begeistern. Das Mandarin Oriental ist der teuerste Luxusschuppen in Las Vegas, eine Oase der Ruhe ohne Casino. Hach, schön!

Mandarin Oriental Hotel Las Vegas

Gut gegessen haben wir im Searsucker, der  Bar im Caesars Palace Hotel, bevor wir dort abends eine Show besuchten. Wir hatten nur Hunger auf eine Kleinigkeit. Ich erinnere mich, dass ich in duck fat geröstete potato fries mit prosciutto dust und chipotle ketchup hatte. Und meine Freundinnen hatten Tomatensuppe und Tartar. Alles schmeckte! Und ich nervte meine Freundinnen mit der ständigen Fotografierei, es musste deshalb schnell gehen und ich habe nicht nur 1 a Fotos, aber so ist das.

Searsucker Bar at Caesars Palace Las Vegas

Searsucker Bar at Caesars Palace Las Vegas

Erfrischende und leckere Cocktails gönnten wir uns in der Vice Versa Patio Lounge des Vdara Hotels, man kann draussen am offenen Feuer sitzen. Ich sage: gönnten wir uns, weil, preiswert ist hier nix, nirgendwo, das ist so. Aber einmal im Jahr … 😉

Vice Versa Patio Lounge Las Vegas Moscow Mule

Zum Thema Frühstück, eigentlich war das keins für uns. Wir hatten im Preis unserer Übernachtungen im LINQ-Hotel jeden morgen ein Starbucks Frühstück, da wir es immer eilig hatten, nutzten wir das auch meist für einen Kaffe und ein Sandwich to go (im Auto). Das reichte uns. Und der Starbucks hat 24 Stunden geöffnet!

Starbucks Las Vegas

Aber einmal wenigstens wollten wir richtig fürstlich frühstücken, dazu wählten wir das Bouchon im Venetian Hotel. Dieser Hotelkomplex ist in seiner Größe und Gänze der Wahnsinn, Venedig im Kleinformat, und alles indoors. Genau während unseres Aufenthaltes fand dort die erste Debatte zu den Vorwahlen der Republikaner statt, CNN baute vor dem Hotel gerade auf und wenn ich jetzt darüber nachdenke, gab damals niemand Donald Trump eine Chance. Aber es kam ja bekanntlich alles anders …

Venetian Hotel Las Vegas

Im Hotel sollte man einen Rundgang machen, es ist wirklich sehenswert! Unser das Frühstück im französischen Bistro Bouchon war hervorragend. In der Bouchon Bakery unten vor dem Hotel kann man auch draussen ein kleines Frühstück zu sich nehmen, Pain au Chocolat wie in Frankreich. Und die großen Macaroons, göttlich! Wir haben uns für mein Geburtstagspicknik im Valley of Fire jeder einen gegönnt.

Bouchon Bakery Las Vegas

Bouchon Bakery Las Vegas

Venetian Hotel Las Vegas

Frühstück Bouchon Venetian Hotel Las Vegas

The Venetian Hotel Las Vegas

Den absoluten Wow-Moment gab es dann, als wir die Skyfall Lounge im Mandalay Bay Hotel betraten. Dieser Blick! Spektakulär!

Skyfall Lounge Mandalay Bay Hotel Las Vegas

Skyfall Lounge Mandalay Bay Hotel Las Vegas

Skyfall Lounge Mandalay Bay Hotel Las Vegas

Und die Cocktails waren großartig. Wir fühlten uns an diesem Abend on top of the world, mit diesem 180 Grad Blick über die Stadt und dem Gefühl, unsere anfangs verrückte Idee des Mädelstrips nach Las Vegas wirklich umgesetzt zu haben! Man kann in diesen Scheiben übrigens supergut Selfies mit Stimmung machen, ha ha!

Da wir wie gesagt viel auf der To Do Liste und Einkaufsliste hatten, mussten auch zwischendurch on the road mal schnelle Burger sein. Keine teuren Designer-Burger, sondern gute old fashioned frische Burger, zu normalen Preisen. Kalifornien-Reisende kennen ganz sicher die IN-N-OUT Burger, und es gibt auch in Las Vegas drei Locations.

In-N-Out Burger Las Vegas

New York Reisende kennen sicher Shake Shack aus dem Madison Square Park, die Burger und Shakes sind Kult. Im Hotel New York New York in Las Vegas gibt es eine Filiale von Shake Shack, und eine Brooklyn Bridge, und eine Lady Liberty!

Las Vegas

Shake Shack Las Vegas

Entertainment in Las Vegas

Zu diesem Thema könnte man viel erzählen, denn die Shows in Las Vegas sind legendär und ein Muss!

Für viele Entertainer ist es der absolute Gipfel der Karriere, einmal in Las Vegas aufzutreten. Wir hatten schon länger vor unserer Reise geschaut, wer zu dem Zeitpunkt da sein würde., denn vor Ort spontan Tickets zu bekommen ist eher unwahrscheinlich. Da ich zu der Zeit im totalen (Nashville auf Netflix) Country-Musik-Fieber war, bot sich die Show der Countrymusik-Superstars Reba McEntire, Kix Brooks und Ronnie  Dunn an, die treten jedes Jahr im Dezember in der Rodeo-Woche auf.

Überhaupt, die Wrangler National Finals, das sind die nationalen Meisterschaften, prägten während unseres Aufenthaltes das Stadtbild, Cowboys und die dazu gehörigen Ladies überall! Wir hätten uns gerne das Rodeo-Spektakel live angeschaut, aber es war ausverkauft und die Schwarzmarkt-Karten kosteten ca. 500,-$ pro Show, nö, das war uns dann doch zuviel.

Übrigens, was trägt der Cowboy, wenn er ins Casino geht? Jeans mit messerscharfen Bügelfalten.

Show Reba McIntire Las Vegas

Show Reba McIntire Las Vegas

High Roller

Ein großartiges Erlebnis ist die halbstündige Fahrt im 167 Meter hohen High Roller, den hatten wir direkt vor unserem Hotel, dem LINQ. Wir wählten unseren letzten Abend für die Fahrt, denn der Blick vom zurzeit höchsten Riesenrad der Welt über die glitzernde Stadt ist überwältigend. Die Kabinen sind groß, gut für Gruppen geeignet, und man darf seine Drinks selber mitbringen, praktisch.

High Roller Las Vegas

High Roller Las Vegas

High Roller Las Vegas

Michael Jackson One Show

Am Abend meines Geburtstages hatten wir Karten für die Cirque de Soleil Show Michael Jackson ONE.

Da fehlen mir jetzt echt die Adjektive, um diese Show zu beschreiben. Ich glaube es gibt nirgendwo auf der Welt so sagenhafte Shows wie in Vegas und es fällt schwer, sich zuhause am Computer schon lange vorher für eine Buchung zu entscheiden. Da wir drei Mädels die Musik von Jacko mögen wurde es diese Show. Die Mischung von Musik, Akrobatik, Tanz und Technik war wirklich atemberaubend. Zwischendurch wurde Michael himself mittels Holografietechnik (oder wie auch immer) auf die Bühne projiziert, es wirkte, als würde er lebendig zwischen den Tänzern tanzen. Unglaublich gut gemacht!

Natürlich war es sehr streng verboten, Fotos zu machen, hinter den Reihen liefen ständig Aufpasser, die darauf achteten. Ich hab heimlich mal ganz schnell das Handy unter der Jacke gezückt, man sieht es an diesem Schnappschuss. Aber ich hab wenigstens einen, ha !

Michael Jackson ONE Show Las Vegas

Freemont Street

Letzter Entertainment-Tipp für heute: An unserem ersten Abend in Las Vegas fuhren wir mit unserem Mietwagen in den älteren Teil von Las Vegas, nach Downtown, wo sich vor dem Bau der Mega-Resorts das Vergnügen abspielte.

Die Freemont Street Experience in Downtown Las Vegas ist eine überdachter Entertainment-Komplex, eigentlich ist die ganze Freemont Street überdacht. Es gibt auf mehreren Bühnen Live Musik, es gibt eine Lichtshow mit Musik an der Decke, die alle paar Minuten die Farben wechselt. Und SlotZilla, eine Zipline oben an der Decke, an der man liegend oder hängend einmal die Straße entlang sausen kann. Da die Schlange dort ziemlich lang war haben wir darauf verzichtet 😉

Freemont Street Las Vegas

Freemont Street Experience Las Vegas

Freemont Street Las Vegas

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Stichworte, die mir dazu einfallen: Touristen und Vergnügen, Ballermann und St. Pauli, Junggesellenabschied und Hangover eins und drei!

Ich habe da aus der Hüfte so einige Fotos geschossen, die sind eher zum Fremdschämen, stellte ich dann später fest (deshalb kann ich sie hier unmöglich zeigen). Während man dort ist, klappt einem die Kinnlade runter, man denkt: hui, das gibt es doch nicht wirklich? und drückt spontan auf den Auslöser. Vollschlanke Frauen, die im Nonnenkostüm oder Santa Claus Kostüm bar (und voll-)busig mit Herren auf der Straße posen, die Kumpels zücken die Handys.  Oder Frauen auf Mädelstour, die mit Pseudo-Chippendales posen, na ja, die hatten wenigstens Hosen an, die Kerle. Auf jeden Fall ist reichlich Action auf der Freemont Street, das muss man unbedingt gesehen haben! Alleine wegen des Publikums dort 😉

Und sonst?

Ich wiederhole mich wenn ich sage, dass Las Vegas im Dezember großartig ist! Es ist nicht so heiß wie im Sommer, nicht so voll und auch nicht so teuer wie im Sommer. Die Weihnachtsstimmung kommt auch spätestens, wenn man die grandiosen Dekorationen in den Shopping Malls und Hotels sieht.

Weihnachten in Las Vegas

Weihnachten in Las Vegas

Am staunenswertesten fanden wir die Winterlandschaft, die im Bellagio aufgebaut war. Die Wasserfontänen-Show vor diesem Hotel, die alle halbe Stunde mit Musik stattfindet, ist legendär und wir sind fast jeden Abend einmal den Strip (so wird der Las Vegas Boulevard auch genannt) rauf und runtergelaufen, um das Spektakel zu erleben.

Bellagio Hotel Weihnachten in Las Vegas

Bellagio Hotel Weihnachten in Las Vegas

Christmas at the Bellagio Hotel in Las Vegas

Bellagio Fountain Las Vegas

Und wenn ihr euch wundert, ich erwähnte schon, dass uns in der einen Woche Aufenthalt die Zeit für Casinos fehlte (andere fahren nur deshalb nach Vegas, ha ha). Wir sind aber natürlich durch viele Casinos gelaufen, weil man anders gar nicht in oder durch die Hotels kommt. Es ist ja schon interessant dort zu gucken.

Bei uns im Erdgeschoss des LINQ Hotel war 24 Stunden Casinobetrieb, unfassbar, was da morgens um sieben oder nachts um vier an den Automaten oder Black Jack Tischen hing, im Pyjama oder daneben im Glitzerfummel oder mit Cowboyhut. Und überall durfte man drinnen rauchen! Erstaunlich, wenn man das seit Jahren nicht mehr kennt. Ausser eben in Vegas, da ist alles etwas anders. Aber man roch nix und merkte nix, es roch immer frisch, die Abzüge müssen wahrscheinlich gigantisch was wegsaugen.

In den Casinos darf man nicht fotografieren (Ocean’s Eleven lässt grüßen), deshalb habe ich auch davon keine Aufnahmen, irgendwie schade.

Unfall? Überfall? Alles kein Problem, an jeder Ecke gibt es Anwälte auf gigantischen Werbetafeln, die holen alles raus für dich 😉

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Füße schmerzen von den High Heels? Oder im Partytrubel hast du die Schuhe verloren? Kein Problem, am Automaten im Hotel gibt es Ballerinas, 24 Stunden lang 😉

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Ich habe fast 2000 Fotos während der Reise gemacht und will euch hier nicht zu viel zumuten, es ist so schwer, sich bei der Auswahl für den Blog zu entscheiden. Mehr und ganz andere Fotos seht ihr im Bericht über unseren Helikopterflug am Grand Canyon, und über den Ausflug in den Valley of Fire State Park, beides als Tagestrips von Las Vegas aus gut zu machen.

Meine Freundinnen und ich, wir würden alle drei am liebsten sofort wieder nach Las Vegas fliegen, es war ein so unvergessliches Erlebnis, diese Woche letztes Jahr im Dezember. Und einer der schönsten Geburtstage, die ich jemals hatte. Der Schmerz über diese Horrorzahl 60 wurde so etwas abgemildert ….

Übrigens: diese Reise ist auch in meinem Dezembertagebuch 2015 dokumentiert, da könnt ihr auch sehen, wie die Speisekarten dieser Restaurants und Eintrittskarten der Shows gut aufgehoben sind. Und die letzten zwei Tage gibt es hier, mit der Geschichte, wie wir fast den Rückflug verpassten, eine Horrorvorstellung und rein zufällig ist uns das nicht passiert!!

Zusätzlich ist Einiges in einem extra Las Vegas Mini Album dokumentiert, da musste ich jetzt kurz nachlesen, denn Details vergisst man doch zu leicht bei dem, was man so alles im Kopp hat!

Unsere Reise hatten wir übrigens bei America Unlimited gebucht, wie immer war alles perfekt nach unseren Wünschen geplant, und das zu einem Superpreis. Ich kann diesen auf USA-Reisen spezialisierten Reiseveranstalter aus Hannover wirklich sehr empfehlen!

Jetzt zeige ich euch noch, was ich von dieser Reise für unseren Weihnachtsbaum mitgebracht habe. Das ist seit Jahrzehnten Tradition in unserer Familie, von jeder Reise bringen wir Christbaumschmuck zur Erinnerung mit. So hängt in unserem Tannenbaum inzwischen eine fabelhafte Sammlung von Erinnerungen und der „sentimental value“ dieses Schmucks aus der ganzen Welt ist unbezahlbar. In Las Vegas habe ich einen Cowboystiefel (Rodeo), einen Spielautomaten (wenn ich schon in Vegas keinen angefasst habe, hängt wenigstens einer am Baum) und eine handgemalte Kugel aus dem Souvenirshop am Grand Canyon gekauft.

christmas ornaments weihnachtsbaumschmuck Las Vegas

So, jetzt habe ich fast den ganzen Tag mit einigen Unterbrechungen an diesem Beitrag geschrieben, knapp sieben Stunden mit Fotobearbeitung und Verlinkungen kommen da leicht zusammen, das muss mal gesagt werden. Meine Fotos des Vorjahres sind grundsätzlich auf meiner WD My Cloud *(Amazon Partnerlink) da dauert der Zugriff und die Bearbeitung immer etwas länger. Aber da sind sie sicher und die Festplatte des Computers ist nicht so voll.

Da ich weiß wie gerne ihr meine Reiseberichte lest, möchte ich die Berichte für den Blog so ausführlich und informativ wie möglich verfassen. Auch wenn es viel Zeit kostet (und der Blog kostet auch Geld, ja ja), aber egal, ich erlebe beim Schreiben viele kleine Glücksmomente meiner Reisen noch einmal!

So, jetzt muss ich aber schnell noch mit dem Hund in die eisige Kälte, Dezember in Las Vegas 18 Grad, Dezember in Erkrath minus eins, brrrr…

Lasst es euch gut gehen!

Alles Liebe

Barbara

Las Vegas Reisen USA

Von Las Vegas zum Grand Canyon

30. Januar 2016

Als wir unsere Reise nach Las Vegas planten, stand es schnell fest, dass wir trotz der Kürze des Aufenthaltes nicht nur die Stadt, die Casinos und die Shopping Malls sehen wollten. Sondern auch so viel wie möglich von der traumhaft schönen Landschaft, die die Stadt im Tal umgibt.

Vom Ausflug ins Valley of Fire habe ich schon berichtet. Und trotz meiner vielen USA-Urlaube hatte ich es bis dahin noch nie zum Grand Canyon geschafft. Jeder, mit dem ich darüber sprach, war absolut begeistert. Es wurde also Zeit!

Wahrscheinlich wirkt kaum ein anderes Naturwunder dieser Erde beeindruckender auf den Betrachter als der 450 km lange Grand Canyon. Seine immense Größe relativiert jedes bekannt geglaubte Gefühl für Dimensionen.

Es gibt drei Punkte, die man für den Besuch des Grand Canyon National Parks in Arizona ansteuern kann. Der bekannteste ganzjährig zugängliche Punkt ist der South Rim, der pro Jahr von 90% der 5 Millionen Besucher besucht wird. Von dort hat man den imposantesten Blick auf den 1,6 km tiefen Canyon. Von Las Vegas aus wären in unserem Fall die 450 km (6 Stunden eine Strecke) als Tagesausflug nicht machbar gewesen.

Der North Rim, sehr beliebt für Hikes und Wanderungen ist schwer zugänglich und im Winter geschlossen. Er liegt nochmal 350 Meter höher als der South Rim und dort liegt im Winter reichlich Schnee.

Für einen Tagesausflug von Las Vegas aus (unsere Fahrzeit betrug ca. 2 1/2 Std.) bietet sich deshalb der 200 km entfernte Grand Canyon West an. Dort wurde 2007 der mehr als dreißig Millionen Dollar teure spektakuläre Grand Canyon Skywalk auf dem Land der Hualapai Indianer gebaut. Verwaltet wird er von einer Kooperation, an der auch die Indianer beteiligt sind.

Las Vegas Grand Canyon

Wir fuhren bequem morgens gegen 8 Uhr los und verspeisten unser im Zimmerpreis enthaltenes Starbucks-Frühstück to go im Auto. Die Fahrt führte uns auf dem Highway 93 über die Hoover Dam Bypass Brücke am Lake Mead vorbei. Leider konnten wir aus Zeitmangel keinen Schlenker zum See machen, oder zum Hoover Dam.

Lake Mead Las Vegas

Vor lauter Gequatsche im Auto verpassten wir die Einfahrt zur Diamond Bar Road , das merkten wir zum Glück bereits, nachdem wir erst 5 Meilen weiter waren. Also zurück und dann links abgebogen in das Indianerreservat.

Las Vegas Grand Canyon

Ein wenig deprimierend, die Wohnhäuser in dieser Wüstengegend. Am Straßenrand lag eine tote Kuh, einfach so, gruselig. Die lag leider abends auf unserer Rückfahrt immer noch da.

Wie in den meisten anderen Indianerreservaten scheinen auch die Menschen in der Hualapai Indian Reservation ein tristes Dasein auf dem kargen Land zu fristen und leiden unter der hohen Arbeitslosigkeit und dem Rattenschwanz an Problemen, den diese nach sich zieht. Die Auswirkungen von Alkohol und Perspektivlosigkeit spiegeln sich in den heruntergekommenen Hütten und Behausungen im ganzen Ort wieder.

Durch die touristische Vermarktung des Grand Canyon West Gebietes werden zumindest Arbeitsplätze geschaffen und gesichert.

Las Vegas Grand Canyon

Wenn man nach einigen Meilen dann nach rechts abbiegt, sieht es zu Glück schon ganz anders aus. Tausende von Joshua Trees! Es sollen mehr sein als im Joshua Tree National Park, sagt man.

Las Vegas Grand Canyon Joshua Trees

Las Vegas Grand Canyon Joshua Trees

Und dann erscheint am Horizont auf einmal diese gigantische Formation. Oben total gerade, wie von Gottes Hand platt geklopft.

Las Vegas Grand Canyon West

Der aufgeblasene Santa Claus vor der Polizeistation wirkt irgendwie seltsam. Aber immerhin. Die Sheriffs haben Weihnachtsdeko.

Las Vegas Grand Canyon West

Wir hatten geplant, falls möglich einen Helikopter-Flug zu machen. Nachdem mir so viele Freunde davon vorgeschwärmt hatten, stand das ganz oben auf der Must-Do-Liste. Im Visitors Center erfuhren wir, dass Flüge mit Landung auf dem Grund des Canyons an diesem Tag nicht möglich wären. Wir kauften deshalb nur Tickets für den Überflug.

Der Eintritt für das Gebiet des Grand Canyon West, den jeder Besucher zahlen muss,  beträgt mindestens $43 pro Person (Legacy Package). Von diesen Geldern wird alles instandgehalten und werden die Arbeitsplätze für die Hualapai garantiert, auch wenn die ganze Sache hier leider einen sehr touristischen Beigeschmack hat. Im Preis enthalten ist eine Hop On Hop Off Bustour, die drei Stationen anfährt, denn das Auto muss auf dem Parkplatz bleiben. Eine der Stationen ist ein nachgebautes Westerndorf, da sind wir gar nicht erst ausgestiegen. Die zweite Station ist der Eagle Point mit dem Skywalk. Der Gang über den Skywalk selber hätte zusätzlich $33 gekostet.

Maximal 120 Personen, dürfen sich gleichzeitig auf dem Skywalk mit Glasboden, durch den man 1200 Meter in die Tiefe schaut, aufhalten. Warteschlangen vorprogrammiert. Und man darf keine Taschen oder Kameras (!) mitnehmen. Aus diesem Grund haben wir darauf verzichtet und statt dessen den Heli-Flug gewählt. Ich finde den Beleg jetzt gerade nicht, aber wir haben ca. $ 200 für den Flug bezahlt. Geplante Flugzeit 12 Minuten. Nix für Weicheier, das war die günstigste Möglichkeit 😉

Als wir im Gebäude des Mini Flughafens ankamen ging es erstmal auf die Waage (ja ja, peinlich) und wir mussten uns ein Sicherheitsvideo ansehen.

Dann hatten wir Glück. Eine Gruppe von 3 wartenden Passagieren hatten die doppelt so teure „Edge and Beyond“ Tour gebucht, mit Landung und Bootsfahrt im Canyon. Man musste den Heli auffüllen, da kamen wir passend! Ein kostenloses Upgrade für uns, sehr fein.

Grand Canyon West Helikopter Flug

Nochmal eine kurze Einweisung, Arme unten halten, keine Selfiestangen (!) und wir quetschten uns in den Sundance Helikopter. Die Herrschaften mit den teuren Tickets saßen natürlich auf den besseren Plätzen am Fenster. Ich versuchte mit der Kamera trotzdem ein paar brauchbare Fotos zu machen.

Der Flug war erstaunlich leise und ruhig. Es ist viele Jahre her, dass ich in Neuseeland mal einen Helikopterflug gemacht habe. In meiner Erinnerung war es lauter und wilder. Dies hier war ein wenig wie Aufzugfahren. Die junge Pilotin flog sehr ruhig und gleichmäßig, sie macht das täglich im Viertelstundentakt. Also, auch für Leute mit Flugangst ist so ein Flug bestimmt zu machen, glaube ich.

Grand Canyon West Helikopter Flug

Das Faszinierende ist ja, dass die Gegend flach ist, und der Colorado River vor jahrmillionen Jahren diesen unglaublich tiefen Einschnitt gemacht hat. Der Moment, wenn man über den Rand, over the edge fliegt, macht das besonders deutlich.

Grand Canyon West Helikopter Flug

Grand Canyon West Helikopter Flug

Dieser kleine braune Fluss ist der Colorado, sieht aus wie Latte Macciato von oben.

Grand Canyon West Helikopter Flug

Wir landeten am Ufer und die Luxus-Truppe mit den teuren Tickets fuhr mit dem Boot ein paar Meilen flussaufwärts, während wir warteten.

Grand Canyon West Helikopter Flug

Es war sehr sehr ruhig da unten, ausser einigen Angestellten war kein Mensch zu sehen oder zu hören. Unwirklich, irgendwie.

Grand Canyon West Helikopter Flug

Grand Canyon West Helikopter Flug

Grand Canyon West Helikopter Flug

Grand Canyon West Helikopter Flug

Und dann war es auch schon vorbei, die knappe halbe Stunde. Noch ein kurzes Stück durch den Canyon geflogen und dann steigt man wieder oben über den Rand und landet kurz darauf.

Grand Canyon West Helikopter Flug

Die markantesten Punkte am Grand Canyon West sind der Eagle Point, der Skywalk und der Guano Point.

Der Eagle Point bezieht seinen Namen von einer gegenüberliegenden Felsformation, dem Eagle Rock, der aus den Tiefen des Canyons aufragt und die Form eines Adlers mit gespreizten Flügeln hat – für die Hualapau ein heiliger Ort.

Grand Canyon West Eagle Point

DSC02071

Mich hat eine Sache wirklich erstaunt, weil ja sonst Sicherheit und Haftung und so weiter im den Staaten immer ein großes Thema sind. Nix an Absperrung da, man kann überall bis an die Kante.

Wenn da der Feind oder ein Trampel hinter einem steht, genügt ein Schubs, und platsch, segelt man in die Tiefe und ist weg. Meine Freundin Karin wendete sich mit Grausen ab und rief aus sicherer Entfernung: „Was macht ihr da so nah am Abgrund? Vorsicht! Ihr immer mit euren Fotos“

Grand Canyon West

Grand Canyon West

Aber ein kleines Experiment mit Selbstauslöser musste sein. Ich drücke keinem anderen Touri mehr meine Kamera in die Hand und hab dann nur unscharfe Fotos ohne Köpfe oder Füße, weil kaum noch einer weiss, wie man durch einen optischen Sucher schaut 😉

Grand Canyon West

Und da ist der über dem Canyon schwebende Skywalk, ich hatte weiter oben schon einiges dazu gesagt. Durch den Glasboden zu schauen ist sicher ein Erlebnis, und an diesem Tag war es verhältnismäßig leer.

Grand Canyon West Skywalk

Mit dem Bus geht es dann noch ein paar Minuten weiter zum Guano Point.

Grand Canyon West Guano Point

Dort finden sich Überreste einer alten Guano Mine, in der bis in die Sechziger Guano, der als Dünger verwendet wird, abgebaut wurde. Genauer gesagt, war das Abbauprodukt Fledermaus-Scheiße, um korrekt zu übersetzen 😉

Grand Canyon West Guano Point

Grand Canyon West Guano Point

Da oben auf dem Berg steht meine Freundin Barbara und ruft: „Komm rauf!“

Ich so: „Bist du verrückt, mit der schweren Kamera und mit der Tasche! Ich bin doch keine Bergziege, und bin gestern 60 geworden!“

Und sie so: „Das schaffst du, ist ganz leicht!“

Grand Canyon West

Na gut. Ging dann ganz easy.

Und hat sich gelohnt. Da stockt der Atem. Da wird man so klein, bei diesem gewaltigen Anblick. Es ist nicht wirklich in Worte zu fassen, wie es sich anfühlt, in mitten eines solchen Naturwunders zu stehen. Die gewaltige Größe dieser Landschaft.

Grand Canyon West

Grand Canyon West

Grand Canyon West

Wie erwähnt ist der Grand Canyon West eine reine Touristenattraktion. Aber leider die einzige Option, wenn man von Las Vegas aus ohne Übernachtung den Grand Canyon sehen möchte. Ursprünglicher und noch gigantischer sind sicher der South Rim und der North Rim im Grand Canyon National Park. Aber die Spezies „schnell und alles mitnehmen“ fährt zum West Rim, Beispiele auch hier zu sehen 😉

Grand Canyon West TouristenBevor wir nach Las Vegas zurückfuhren mussten wir tanken. Zwischen Vegas und Grand Canyon West gibt es nur eine einzige Tankstelle, in Dolan Springs, 40 Meilen vor Grand Canyon West.  Das hatten wir morgens nicht auf dem Schirm, und merkten erst vor der Rückfahrt, dass es knapp werden könnte bis zum Hotel. Man sagte uns, wir könnten an dem kleinen Flughafen dort tanken. Kostete leider doppelt soviel wie an der Tankstelle in Las Vegas. Tja …..

Grand Canyon West Las Vegas

Die Rückfahrt führte uns wieder am Lake Mead vorbei. Da wir abends ein Date mit Jacko hatten, mussten wir leider zügig durchfahren. Am Horizont taucht irgendwann die Stadt auf und wieder wird einem der Gegensatz zwischen Natur drum herum und dem Wahnsinn dieser Stadt im Tal bewusst.

Las Vegas Highway

 

 

 

Las Vegas Highway

Las Vegas Strip nachts

Im nächsten Beitrag erzähle ich euch über Las Vegas Nightlife, Restaurants, Shows, Cowboys und barbusige Nonnen. Oder, das mit den Nonnen lasse ich vielleicht doch weg?

Mal sehen ….

Bis bald dann, stay tuned!

Barbara

Fotografie Las Vegas Reisen USA

von Las Vegas zum Valley of Fire

10. Januar 2016

Welche Tagesausflüge kann man von Las Vegas/Nevada aus machen?

Die Frage stellte sich natürlich für uns, denn Las Vegas ist so viel mehr als Casinos, Shopping und Entertainment. Wir wollten unseren Aufenthalt von einer Woche so intensiv wie möglich nutzen.

Zwei der nächstgelegenen Ausflugziele, wenn man Naturerlebnisse sucht,  sind der Red Rock Canyon und das Valley of Fire. Wir haben uns für letzteres entschieden, ohne dass ich jetzt noch den konkreten Grund dafür nennen könnte.

Die Ausdehnung der Stadt Las Vegas ist groß, so dass die Fahrzeiten davon abhängen, wo man wohnt. Unser Hotel, das LINQ, lag in der Mitte des Las Vegas Boulevard, dem sogenannten Strip. Der Valley of Fire State Park liegt in der Mojave Wüste, nordöstlich von Las Vegas. Man fährt über die I 15 N, den Veterans Memorial Highway nach Norden und biegt irgendwann rechts ab. Von unserem Hotel aus betrug die Distanz ungefähr 60 Meilen, Fahrzeit nur eine knappe Stunde.

Da wir an meinem Geburtstag unterwegs waren, kauften wir vorher in als besonderes Highlight in der Bouchon Bakery eine Tüte mit den köstlichsten Macarons, die ich je gegessen habe, und schleppten sie mit. Im Park selbst gibt es nur einen Mini Giftshop im Visitors Center, ohne Kaffee, also ist es ratsam, Verpflegung mitzunehmen.

Bouchon Bakery Las Vegas

Macaroons Bouchon Bakery Las Vegas

Wir hatten wie die ganze Woche auch an diesem Tag Hammerwetter. Geburtstagswetter;-) Strahlend blauer Himmel, ca. 12 Grad, angenehm.

Las Vegas Highway

Wie in jedem State Park oder National Park in den USA zahlt man einen Eintrittspreis, hier waren es 10,- US$ pro Auto. Die National Parks und State Parks stehen unter besonderem Schutz und werden sorgfältig gepflegt. Oft arbeiten Freiwillige ehrenamtlich mit daran, die Naturparks so phantastisch zu erhalten.

Valley of Fire State Park Las Vegas

Valley of Fire State Park Las Vegas

Valley of Fire State Park Las Vegas

Man sieht hier unten in der Ferne einen Ausläufer des Lake Mead. Und ganz weit hinten irgendwo ist der Grand Canyon zur erahnen.

Valley of Fire State Park Las Vegas

Valley of Fire State Park Las Vegas

Valley of Fire Nevada

Man wusste nicht, in welche Richtung man zuerst schauen sollte, die Schönheit der grandiosen Landschaft ist einfach atemberaubend.

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Wie in jedem Park gibt es auch hier ein Visitors Center. Man findet interessante Hintergrundinformationen zur Geologie, Tierwelt und Geschichte des Parks, einen Gift Shop (irgendwas zum Kaufen gibt es ja immer) und bekommt Karten und Infomaterial.

Den Valley of Fire State Park erkundet man am besten, indem man die vorgeschlagene Rund-Route fährt, an der finden sich alle besonders sehenswerten Aussichtspunkte und Besonderheiten. Der Park ist der größte und älteste in Nevada und wurde schon 1935 unter Schutz gestellt.

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

In allen Parks der USA kann man sich als Erinnerung Stempel in einen speziellen Park Pass stempeln, die Pässe bekommt man auch jeweils im Visitors Center. Da lacht das Herz des Scrapbookers, der Erinnerungen in Papierform sammelt;-)

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada Passport Stamp

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Hier beginnt der Mouse’s Tank Trail. Selbstverständlich gibt es ausgeschilderte Hikes, also Wanderwege im Park. Wir hatten leider zuwenig Zeit für einen ausgedehnten Hike, da mich morgens die Mädels zum ausgedehnten Geburtstagsfrühstück eingeladen hatten und am Abend ein Konzert auf dem Programm stand.

Wir sind also nur mit dem Auto die Hauptaussichtspunkte angefahren und dort jeweils rumgelaufen. Und gerade hier war der Akku der Kamera leer, der Ersatzakku im Auto. Also musste kurz mal das iPhone ran, um diese prähistorischen Petroglyphen abzulichten. Faszinierend.

PETROGLYPH TRAIL Valley of Fire

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Das Valley of Fire leitet seinen Namen von den roten Sandsteinformationen ab, die sich vor 150 Millionen Jahren aus großen Wanderdünen formten. Die Felsen strahlen zum Teil in kräftigem Rot, beim Sonnenuntergang verstärkt sich dieser Effekt noch. Sieht dieser Hügel nicht wie Schichtnougat aus?

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Hier im Valley of Fire wurden übrigens Szenen des siebten Star Trek Films gedreht. Als Filmkulisse ist das ein Traum. Auch für Hochzeitsfotos ist diese Location beliebt, wenn man in Las Vegas heiratet.

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Hier beginnt der White Dome Trail. Es soll der schönste Wanderweg von etwa 45 Minuten im Park sein. Wir haben leider nur die erste halbe Meile gesehen, aber die war schon phänomenal!

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Die unterschiedlichsten Strukturen finden sich überall, es machte ständig nur klick klick. Die Kamera kann ja leider nur einen Bruchteil der Schönheit wiedergeben, die unser Auge erfassen kann. Das Rosa dieser Steine, unglaublich.

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

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White Dome Trail Valley of Fire Nevada

Valley of Fire Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Am Arch Rock verspeisten wir endlich die unfassbar leckeren großen Macarons aus der Bouchon Bakery, statt Geburtstagstorte. Diesen ganz besonderen Geburtstag an diesem sagenhaft schönen Ort werde ich ganz sicher nie nie nie nie vergessen!

Las Vegas Bouchon Bakery Macaroons

Geburtstag Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Valley of Fire State Park Las Vegas Nevada

Und auf der Heimfahrt am späten Nachmittag wieder so ein unwirkliches Erlebnis. Aus der Stille und Naturgewalt des Valley of Fire kommend zeigt sich am Horizont die Kulisse der Stadt Las Vegas, mit dem Stratosphere Tower, dem High Roller und den Hotelgiganten.

Las Vegas Highway

Las Vegas Highway

Diese Gegensätze haben mich absolut begeistert. Die überwältigende Natur der Berge, der Wüste, und als kompletter Gegensatz der Glamour, der Glanz und Reichtum, den man rund um den Strip erlebt.

Am Abend unseres Ausfluges waren lecker essen und ein Konzert mit Hunderten von Cowboys geplant. Über die Shows und Restaurants erzähle ich euch natürlich auch, und über unseren Helikopterflug am Grand Canyon und… und…und…

Stay tuned!

Und ein schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

* Unser Mietwagen wurde uns freundlicherweise von America Unlimited im Rahmen einer Kooperation zur Verfügung gestellt, ich sage an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank!

 

Las Vegas Reisen USA

100 Gründe, um nach Las Vegas zu fliegen

5. Januar 2016

Oder vielleicht sind es noch mehr?

Mir fehlen eigentlich die Adjektive, um diese Stadt zu beschreiben. Eine Stadt in der Wüste Nevadas, die ich mir nicht so vorgestellt hatte. So bunt, so laut und leise gleichzeitig.

Für mich war Las Vegas exorbitant, beachtlich, aussergewöhnlich, eindrucksvoll, einzigartig, enorm, hervorragend, gigantisch, phänomenal, imponierend, glanzvoll, überwältigend, märchenhaft, unwirklich, eigenartig, aufsehenerregend, übergroß … und so weiter … einfach unbeschreiblich.

Und voll mit verrückten Leuten, ich hätte den halben Tag am liebsten die Menschen um uns herum fotografiert, aber das macht man ja nicht einfach, einige heimliche Schnappschüsse zeige ich euch aber in einem anderen Beitrag

Wie es in der etwas untypischen Reisezeit im Dezember zu unserer Reise nach Las Vegas kam, habe ich schon beschrieben und ist in einem anderen Beitrag zu lesen.

Jedenfalls haben wir während unseres einwöchigen Aufenthaltes jeden Tag mehrfach gesagt: WAHNSINN! Hast du das gesehen? Und wie toll, dass wir diese scheinbar verrückte Idee echt in die Tat umgesetzt haben, wir sind wirklich hier! Unwirklich kam es uns manchmal vor 😉

Eine Woche mit sechs Übernachtungen schien uns auf einmal fast zu kurz, wir hatten nicht ein Minute Langeweile, bis auf Teile der Flugzeit, na ja, da muss man durch. Wir flogen von Düsseldorf aus mit Air Berlin nach New York und nach einem fünfstündigen Aufenthalt, den wir mit ausgiebigem Shoppen von Zeitschriften, Starbuckstassen und einer Schachtel Donuts verbrachten, weiter mit American Airlines nach Las Vegas.

Dunkin Donuts NYC JFK Airport

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Nochmal fünfeinhalb Stunden später landeten wir abends in Las Vegas und konnten direkt am Flughafen unseren Mietwagen abholen.

Las Vegas Airport

Las Vegas Airport

Da ich fast 1200 Fotos während der Reise gemacht habe, ist es nicht gerade leicht, die vielen Bilder und Eindrücke in einen Blogbeitrag zu packen, ich werde am besten thematisch ein wenig gliedern und teilen. Auch hatten meine Freundinnen keine Kameras dabei (du machst ja immer so tolle Fotos, ha ha), so dass ich zum einen kaum selber auf Fotos zu sehen bin, und ich nicht wie bei anderen USA-Reisen auf die sensationell guten Fotos meines jüngsten Sohnes zurückgreifen kann. Ich denke, ihr werdet aber trotzdem einen guten Eindruck von meiner Sicht auf Las Vegas bekommen.

Mädelstrip nach Las Vegas im Dezember

Mädelstrip nach Las Vegas im Dezember

Noch ein Wort zur Reisezeit, die wegen des Anlasses (mein runder Geburtstag) in den Dezember fiel: das war super! Im Sommer ist es ziemlich heiß in Vegas, Wüste eben. Und schätzungsweise voll, wegen der weltweiten Sommerferien. Im Dezember ist das Klima angenehm, eine leichte Jacke reichte, oder sogar nur ein T-Shirt. Der Unterschied zwischen draussen und drinnen ist nicht so krass, wenn es im Sommer heiß draussen ist, kühlen die Amerikaner ihre Räume meistens zu Eiskellern runter, das strengt an. Jacke an, wenn man reingeht 😉

Und es ist fast immer blauer Himmel in Las Vegas, auch im Winter. Alles ist wunderbar weihnachtlich dekoriert, in einer sagenhaften Pracht.

Mein Hoteltipp für Las Vegas

Wir haben die Reise über den Veranstalter America Unlimited gebucht, wohnten im LINQ Hotel und waren damit rundum sehr zufrieden. Das Preis-Leistungsverhältnis war ausgezeichnet. Das LINQ Hotel liegt am bekannten Strip, dem Las Vegas Boulevard. Direkt gegenüber dem berühmten Caesars Palace.

Das Hotel liegt in einem Komplex mit Casino, diversen Restaurants, Bars, Coffeeshops und Einkaufsmöglichkeiten, sowohl Indoor wie auch Outdoor. Neben dem Hotel ist eine nette kleine Einkaufsstraße mit Shops und Restaurants, die zu einer der neusten Attraktionen in Las Vegas, dem 170 m hohen High Roller führt.

Linq Hotel Las Vegas

LINQ Hotel Las Vegas

High Roller Las Vegas

LINQ Hotel Las Vegas

LINQ Hotel Las Vegas

High Roller Las Vegas

LINQ Hotel Las Vegas

Im Zimmerpreis inklusive war zu unserer Freude und überraschend ein Frühstück im angeschlossenen Starbucks (24 Std geöffnet, wie fast alles in Las Vegas), allerdings nur im Wert von 9 US$, dafür bekommt man mal gerade einen Latte und ’nen Bagel. Aber meistens reichte uns das.

LINQ Hotel Las Vegas

Starbucks Las Vegas

Ebenfalls im Zimmerpreis eingeschlossen war das Parken im angeschlossenen Parkhaus sowie freies WiFi in den Zimmern, das ist in den teureren Hotels oft nur gegen Aufpreis möglich. Ich schaue immer bei der Buchung meiner USA Reisen auf diese Extras, um Extrakosten möglichst zu vermeiden.

LINQ Hotel Las Vegas

Die Zimmer fanden wir sehr sauber und komfortabel, etliche Steckdosen, existentiell zum Laden diverser Akkus. Es gab genügend Platz in der Garderobe, einen Kühlschrank und jeden Tag frische kleine Wasserflaschen.

LINQ Hotel Las Vegas

LINQ Hotel Las Vegas

LINQ Hotel Las Vegas

LINQ Hotel Las Vegas

Der Blick aus meinem Fenster war der eines Zimmers OHNE Ausblick, MIT Ausblick hätte extra gekostet. Aber ich war zufrieden mit dieser Aussicht 😉

LINQ Hotel Las Vegas

Wie in allen Hotels gibt es im LINQ-Komplex integriert ein großes Casino. Ob man morgens um 8 durch die Lobby, die mitten im Casinobereich liegt, läuft, oder nachts um 3 oder mittags um 12. Immer Partymucke, Leute an den Automaten und Spieltischen, manche in Jogginghosen, manche aufgebrezelt bis dorthinaus, unglaublich.

Aber sobald man im Aufzug ist hört man nix mehr von dem Trubel, ich habe nachts sehr gut geschlafen (bis auf die letzte Nacht, aber das ist wieder eine andere Geschichte, drei erwachsene Frauen können keine Flugpläne lesen…)

Im Hotel roch es immer erstaunlich gut und frisch. Da es in Las Vegas KEIN Rauchverbot gibt (!!!) wird überall in den Casinos und Bars geraucht. Man merkt aber kaum etwas davon, die Lüftungssysteme sind hervorragend. Nach all den Jahren, in denen wir uns an rauchfreie Räume gewöhnt haben, fand ich das überraschend. Aber wie gesagt, es störte überhaupt nicht.

In allen Casinos gilt aber Fotografierverbot, deshalb habe ich vom Erdgeschoss des Hotels keine Fotos gemacht.

835 Wörter und 22 Fotos, für heute mache ich hier einen Punkt und gebe euch im nächsten Beitrag Tipps für Restaurants, Shows, Bars und Ausflüge.

Was mich an Las Vegas ungemein fasziniert hat war der Gegensatz von Bling Bling, Party, Prunk und Protz und eine halbe Autostunde weiter meint man, in einer Marslandschaft mit grandioser Natur zu stehen.

Ich glaube der Grand Canyon und das Valley of Fire verdienen auch einen eigenen Beitrag.

Und die Cowboys, das muss ich noch schnell erzählen!

Während unseres Aufenthaltes fand in Vegas das National Finals Rodeo statt, also die amerikanischen Meisterschaften im Bull Riding und Rodeoreiten. Die Stadt war voll mit Cowboys, Pferden, Countrymusik und den dazugehörenden Ladies.

Was wir da gesehen haben! Und gelacht haben!

Stay tuned.

Alles Liebe

Barbara

Dezember-Tagebuch Mini Books Project Life Reisen Scrapbooking USA Weihnachten

Dezembertagebuch 2015, Tag 8-14

30. Dezember 2015

Den Urlaub zwischen den Tagen wollte ich für so vieles nutzen, tja, ihr kennt das sicher auch, pffffff…. .

Irgendwie ist bei mir die Luft raus, nach den turbulenten Tagen vor Weihnachten kein Wunder. Meine Kinder sind alle hier, ich bewege mich zwischen Küche, Sofa, Küche, Sofa und so weiter.

Heute zeige ich euch aber wenigstens ein paar weitere Einträge für mein Dezembertagebuch. Das für eine Woche, ihr wisst Bescheid, mehr ein Reisetagebuch geworden ist. Nur mal so am Rande, ich habe im Dezember ( bisher, er ist ja noch nicht vorbei) 2.298 Fotos auf meiner My Cloud gespeichert. Da fällt es nicht leicht, nur 1-2 Fotos pro Tag für das Dezembertagebuch auszuwählen.

Parallel schreibe ich an Reiseberichten über Las Vegas und stehe auch vor der Qual der Wahl bei so vielen tollen Fotos und Eindrücken. 

Aber der Reihe nach, wir waren beim Dezembertagebuch:

December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

Ich habe für dieses Album im Format 6×12" verschiedene Hüllen verwendet, erstaunlich, was man im Laufe der Jahre alles gekauft hat und dann doch zu gegebener Zeit Verwendung findet. Es gibt im Project Life Programm verschiedener Hersteller eine große Auswahl, das macht so ein Album abwechslungsreich und "griffig", also nicht so gleichförmig beim Blättern, ich mag das sehr.

Die rechte Hülle ist eigentlich eine Tasche, dort habe ich den Reiseplan und einiges an Reisedokumenten mit reingepackt.

Dezembertagebuch 2015

Starbucks im December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

Unterwegs und überhaupt sammle ich gerne alltäglichen Papierkrams, sogenannte Ephemera. Und versuche diese Dinge in meine Scrapbooking-Alben mit einzubauen. Sie zeigen unseren Alltag, kleine Dokumente zum Anfassen und Anschauen.

Sicher bewahren einige von euch Sachen wie Tickets, Eintrittskarten, Bordkarten usw auf, oder? Lasst sie nicht in der Tüte oder Kiste verstauben, klebt sie ein, auf, oder packt sie wie ich in Seitenhüllen. Die Starbucks-Sandwich-Tüte ist eine eigene Seite, ich habe einfach zwei Tüten gegeneinander genäht und gelocht, fertig. Kennt ihr vielleicht schon aus meinen vorigen Dezembertagebüchern.

Colleen ist übrigens meine Freundin Karin, ihr kennt das, die Baristas bei Starbucks sind gut im Namenschreiben, ha ha. Das war der running gag bei unserer Reise, Colleen forever, und deshalb musste die Tüte erst recht in's Album.

Starbucks Cookie Tüte im December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

Die Speisekarte aus dem Restaurant habe ich auch gleich gelocht und komplett eingeheftet, das große Format des Albums hat den Vorteil, dass viel reinpasst und man nicht (wie beim Smashbook z.B.) alles kleinschnibbeln und einkleben muss. Das Restaurant war übrigens der Hammer, mehr dazu in meinen Tipps für Las Vegas, am Wochenende werdet ihr den ersten Reisebericht lesen können.

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Las Vegas im December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

Diese Seiten im Dezembertagebuch sind verständlicherweise sehr fotolastig und nicht nur weihnachtlich. Ausserdem sparsam dekoriert, bei vielen Fotos bleibt weniger Platz für Deko-Schnick Schnack. Der kommt dann zu den Weihnachtsfotos 😉

December Daily 2015

Die Tüte aus dem Burgerladen musste auch mit rein, so schön weihnachtlich wie sie war.

Las Vegas im December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

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Wieder eine Speisekarte, es ist ja auch in ein paar Jahren interessant zu lesen was es so gab, wenn wir mal alle Veganer sind, oder intolerant gegen wer weiss was 😉

Las Vegas im December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

Hier passten noch die Konzerttickets auf's Foto.

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Und die Eintrittskarte der ONE-Michael Jackson Show bekam eine Extra-Schleife.

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Dezembertagebuch 2015 December Daily 2015

Die Einkaufstüte musste auch mit rein, gibt es bei uns überhaupt so schöne Tüten?

December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

So ihr Lieben, die letzten Seiten gibt es auch bald, ich bin fast fertig mit dem Album und so glücklich damit!

Uuups, schon so spät, ich bin zum Tee verabredet, und zum Downton Abbey Christmas Special gucken mit Freunden aus England.

Lasst es euch gutgehen, ich meld mich morgen wieder!

Alles Liebe

Barbara