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Travel | Roosevelt Island Tramway, die Highline und noch mehr New York City Tipps

5. Februar 2018

Was kann man in fünf Tagen bei einem Mädelstrip in New York City alles erleben? Eine ganze Menge! Man fliegt ja schliesslich nicht zur Erholung in diese Stadt, sondern um alles aufzusaugen was geht, oder?

Über die „Highlights“, also die großen Sehenswürdigkeiten findet sich genug im Internet. Und über den Blick auf NYC von oben und unseren Ausflug nach Governors Island und den Road Trip in die Hamptons hatte ich euch bereits einiges erzählt.

Ich scrolle jetzt nochmal durch meine Bilder und stelle euch ein paar nicht minder schöne Ecken der Stadt vor, die ich auch immer wieder auf’s Neue entdecke. Weil sie sich auch ständig verändert.

New York ist laut, zumindest in Midtown, wo der Verkehr und die Geräusche der Polizeisirenen nie aufhören. Bei mir stellt sich nach einigen Stunden rumlaufen, staunen und shoppen gucken oft eine Art Reizüberflutung ein. Man braucht eine kleine Pause, auch für die Füße. New York hat viele Parks, angefangen vom gigantischen Central Park über die kleineren Bryant Park, Madison Square Park, Union Square Park usw.

Und dann gibt es noch kleinste Mini Parks, mitten zwischen den Häuserschluchten. Durch puren Zufall stießen wir im September auf den Greenacre Park eine kleine Oase der Ruhe in der Mitte der 51th zwischen 2nd und 3rd Ave.

Greenacre Park New York City

Greenacre Park New York City

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New York City Ostküste USA Reisen Shopping

Travel | Road Trip von New York City in die Hamptons, ein Tagesausflug mit Meer und Outlet Shopping

17. Januar 2018

*Der Beitrag enthält Werbung für America Umlimited*

Mein letzter Mädelstrip nach New York ist bereits fast vier Monate her. Ich könnte schon wieder los. Von New York kann ich nie genug bekommen!

Was New York für mich so interessant macht, sagt unter anderem dieses Filmzitat: „Der besondere Charme von New York ist der, dass es voll von Dingen ist, die man nicht haben kann“. So ist das, man staunt so oft, schüttelt den Kopf und fragt sich, ob das alles Realität ist.

Bei diesem grauen Winterwetter macht es Spaß, in schönen Urlaubsbildern zu stöbern und euch noch ein wenig mehr dazu zu erzählen.

Wir hatten die Reise wieder beim Reiseveranstalter meines Vertrauens, America Unlimited, gebucht. Maßgeschneidert, perfekte Beratung, super Service. Ich kann es nur immer wieder betonen.

Da wir Mädels nicht zum ersten Mal in der Stadt waren, wollten wir uns einen kleinen Road Trip in die Hamptons gönnen. Hach, die Spielplätze der Reichen und Schönen, unbezahlbar, um dort zu übernachten oder mehr Zeit zu verbringen. Aber so einen Tag schauen und schwärmen, die Füße im warmen weichen Sand und das Meeresrauschen, herrlich.

Mit meinen Kindern hatte ich bereits 2012 mit dem Auto von Boston nach New York City den „Umweg“ mit verschiedenen Fähren über die Hamptons gemacht und diese Traumstrände und Orte wollte ich meinen Freundinnen unbedingt zeigen.

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

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New York City von oben, davon kann man nie genug sehen. Top of the Rock, One World Observatory, MET Roof Garden und Knickerbocker Rooftop Bar

4. November 2017

Der Blick auf die Stadt New York, oder Manhattan, New Jersey und Brooklyn nimmt mir jedesmal den Atem. Besonders, wenn man zur blauen Stunde und der Zeit des Sonnenuntergangs oben über den Dächern ist. Die Kulisse färbt sich langsam rosa, das funkelnde Lichtermeer verwandelt sich, ich finde diese Tageszeit am allerbesten, um das einmalige Erlebnis zu genießen.

Im Laufe vieler Reisen nach New York bin ich jedes Mal wieder auf’s Neue begeistert und mindestens zwei Aussichtspunkte hoch oben sind ein absolutes Muss!

Zumal es auch gefühlt jedes Jahr neue Aussichtspunkte gibt, neue Ebenen, um diese Wahnsinns-Stadt zu erleben, ob neue Rooftop-Bars oder immer höhere Gebäude.

Bei unserem  NYC Mädelstrip im September stand als erstes die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers auf dem Programm, Top of the Rock oder abgekürzt TOTR genannt. Ich muss dazu erwähnen, dass der Klassiker Empire State Building mich nicht so von den Socken haut, das fand ich eher so: been there, done that. Dort oben ist es relativ eng und komplett eingezäunt, sollte man einmal gesehen haben, aber das reicht auch.

Top of the Rock Observatory

Das Top of the Rock ist da schon eine ganz andere Nummer. Durch die Verglasung der unteren Ebene hat man eine wesentlich freiere Sicht auf die Stadt, und sieht eben das wunderschöne Empire State Building als Silhouette, der Blick ist sicher einer der bekanntesten Fotos der Skyline.

Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

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Governors Island, ein Tag auf der fast geheimen Insel vor Manhattan

24. Oktober 2017

Weiter geht es mit dem Bericht meiner Reise Mitte September. Wir Mädels waren alle nicht zum ersten Mal in NYC und wollten natürlich ausserhalb der üblichen Highlights auch etwas Neues sehen, deshalb erzähle ich heute von unserem Ausflug nach Governors Island in New York City.

New York City, die Stadt die niemals schläft und laut, schrill, bunt und hektisch ist, kann auch ganz anders.

Jeder, der bereits dort war, kennt sicher auch die ruhigen Parks, die Stille auf dem Wasser rund um die Insel Manhattan und weiß, dass die Stadt unfassbar viele Seiten, Nuancen und Töne hat.

In den Sommermonaten, das bedeutet von April bis Ende September, ist eines der neusten Hotspots im anderen Sinne die knapp 70 Hektar große Insel Governors Island. Sie liegt in der Upper New York Bay unter der Südspitze von Manhattan und ist mit der Fähre in knapp 5 Minuten vom Governors Island Ferry Terminal (direkt neben dem South Ferry Terminal, von dem die Staten Island Ferry abfährt) zu erreichen. Die Fähre kostet eigentlich 2,- Dollar, ist oft auch kostenlos, wir haben jedenfalls nichts für die Fahrt bezahlt.

Wir haben am Samstagmorgen eine der ersten Fähren genommen, die Fähren fahren ab 10.00 Uhr im Halbstunden-Takt.

Governors Island in New York City Ferry

Governers Island Ferry Battery Park New York City

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Fotografie Fotografieren New York City Ostküste USA Reisen

Mädelstrip nach New York City, der Anfang der Geschichte

11. Oktober 2017

Ich hätte jetzt auch schreiben können: 100 Gründe, warum du unbedingt mit deinen Freundinnen nach New York solltest, oder so etwas.

Macht man ja eigentlich. Clickbait, SEO, und so weiter. Dinge, die ich beim Bloggen oft zu wenig beachte. Aber die mich irgendwie auch nerven. Ich schreib lieber so, wie es aus mir herauskommt, direkt und ohne dauernd auf gefühlte 1000 Dinge achten zu müssen. Ich werde wohl nie professioneller Blogger oder Influencer 😉

Aber kommen wir zur Sache.

Regelmäßige Leser erinnern sich vielleicht, dass ich vor zwei Jahren die verrückte Idee hatte, meinen runden Geburtstag mit Freundinnen in Las Vegas zu feiern. Wir haben unser eigens zu diesem Zweck angelegtes Sparbuch und die Daueraufträge nach unserem Vegas-Trip einfach weiterlaufen lassen. Und hatten dann irgendwann wieder ein schönes Pölsterchen für die nächste Reiseplanung.

Wohin? Städtereise in Europa? Nöööö. Klüger wäre es ja, und preiswerter.

Und zack, gleichzeitig sagten wir alle drei dann: lass uns mal nach New York fliegen. Es dauerte etwas, bis ein gemeinsamer Termin gefunden war, man hat ja volle Kalender (also ich nicht, aber meine Freundinnen, hihi). September wäre passend. Eigentlich geht nur September, die zweite Woche.

Angebot eingeholt, beim Reiseveranstalter meines Vertrauens, America Unlimited. Da wir alle aus dem Alter der Mehrbettzimmer, bei anderen Leuten in den Betten zu schlafen (a.k.a. Airbnb) und Hipster Hoods wie Williamsburg raus sind, war unser Wunsch ein Hotel mitten in Manhattan. Also Midtown, 3-4 Sterne und so weiter. Möglichst Direktflug von Düsseldorf. Und das NICHT mit Air Berlin, ich ahnte schon damals, dass es bergab ging bei denen. Vom sauschlechten Service und den extrem engen Sitzen mal abgesehen.

Das Angebot kam und wir so:

fun pics, drei Frauen im Hai in Chelsea Market New York City

(picture taken in Chelsea Market)

Tja, da hatten wir nicht vorher in den NYC-Event-Kalender geschaut, es war ausgerechnet New York Fashion Week,  U.S. Open und 9/11, alles in unserer Reisewoche. Hmmm, mal überlegen. Das dauerte dann eine gute Woche.

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Fotodruck New York City Ostküste USA Project Life Reisen Tools und Werkzeuge Travel Journals USA

Traveler’s Notebook und was ich sonst noch so für meinen NYC Trip einpacke

7. September 2017

Morgen früh fliege ich endlich mal wieder in die Stadt der unglaublichen Augenblicke und Aussichten. Ich war sicher schon mehr als 50 mal in New York, aber es wird nie, nie, nie langweilig für mich.

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Trip nach Las Vegas? Wir Mädels haben nach diesem bewährten Muster einfach das Sparkonto weiter regelmäßig gefüllt und so konnten wir jetzt wieder losdüsen.

Gebucht haben wir wieder beim Reiseveranstalter meines Vertrauens, bei America Unlimited stimmt die Beratung und der Preis einfach. Allerdings haben wir uns gewundert, warum die Hotels dieses Mal so teuer sind…hmmm. Wir hatten zur Planung nur in unsere Kalender geschaut um einen gemeinsamen Termin zu finden.

Tja, und da entdecke ich doch erst vor einigen Tagen, dass genau morgen, mit unserer Ankunft, die New York Fashion Week beginnt, dass die US Open laufen und am Samstag die große Labor Day Parade stattfindet. Da wird was los sein!

Top of the Rock New York City

Aber umso besser, denn wir sind ja nicht zur Erholung da, ha, ha! Da wir das übliche Touristen must see Programm alle bereits absolviert haben, stehen einige andere Punkte auf unserem Programm. Ausser Top of the Rock, das muss IMMER sein, egal wie oft man schon da oben gestanden hat. Und auf die neue Aussichtsplattform One WT möchten wir definitiv, da oben war noch keiner von uns und es muss gigantisch sein.

Geplant ist ein kleiner Road Trip mit dem Auto nach Long Island, in die Hamptons. Zum Outlet-Shopping, Landschaft und Häuser gucken und vielleicht ein wenig die Füße in den weißen Sand von East Hampton graben.

East Hampton Main Beach Long Island NY

Und wir wollen auf Governors Island Fahrräder mieten und die Insel im East River erkunden. Kenn ich noch nicht und bin gespannt.

Karten für ein Musical sind auch bereits reserviert, das gehört in London oder New York dazu.

Ansonsten lassen wir uns durch die Straßen treiben und saugen die Geräusche, Gerüche und Eindrücke von NYC auf. Ich verbinde ja diesen leicht verbrannten Hot Dog und Pretzel-Geruch von den Straßenecken zum Beispiel immer mit New York, natürlich ständige Sirenen- und Hupgeräusche. The city that never sleeps …

Ich packe gerade alles für die Bastelei unterwegs ein und habe mir vorgenommen, es dieses Mal auf ein Minimum zu beschränken! 23 kg Gepäck für den Rückflug, das wird wie immer kritisch. Gerade jetzt, wo überall noch Labor Day Sale ist! Also wird wenig mitgenommen.

Travelers Notebook Danidori Instaxdrucker für die Reise

Mein Midori Traveler's Notebook ist dabei, zum ersten Mal werde ich ein dazu danidori mitnehmen, da es weniger Seiten hat als die klassischen Inserts von Midori. Ich weiss nicht, ob ich überhaupt dazu komme, unterwegs viel zu schreiben. Eigentlich rechne ich eher mit tiefer Erschöpfung am Abend ;-). Ein wenig Washitape von Alexandra Renke, Stift und Kleber, und 'ne Babyschere für das Basteln im Flieger auf dem Rückflug. Vielleicht noch 1-2 Stempelchen. Das muss aber auch reichen.

Dazu die Kamera für die Handtasche,  das Vorgängermodell der Canon G7X Mark II * hatten wir schon bei meinem letzten New York Trip dabei und ich überlege immer noch, ob ich die große Spiegelreflex-Kamera mit Teleobjektiv nicht ganz zuhause lasse. Das Gewicht, ihr wisst schon … Das wird morgen in der Früh eine spontane Entscheidung.

Den Instax-Printer * nehme ich auf alle Fälle mit, wenn ich nicht direkt die Fotos drucke und einklebe, bleibt das Travel Journal wieder ein UFO, ich kenn mich doch. Der Printer ist auch relativ leicht und die Filme kann man überall drüben kaufen.

So, jetzt aber, ich muss noch einiges an Papierkram erledigen, was bügeln, wobei, für den Koffer Sachen bügeln ist irgendwie kontraproduktiv, oder ? Aber man fährt trotzdem nicht mit ungebügelter Hose los. 

Dann sag ich mal tschüss, bis in einer Woche! Ich werde versuchen, auf Facebook, Instagram und in den Insta-Stories soviel wie möglich zu posten, wenn das WLan unterwegs es zulässt. Also, kommt ein wenig mit, wenn ihr Lust habt!

Alles Liebe

Barbara

*Disclaimer: Ich habe von Canon für einen begrenzten Zeitraum diese Kamera sowie von Fuji den Instaxdrucker zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu testen. Dafür herzlichen Dank! Weitere Zuwendungen habe ich nicht erhalten.

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Gräber in Virginia, Amish in Pennsylvania, die Uni in Ohio, und der Traum eines kleinen Jungen

6. August 2015

Ziele und Träume sind ungeheuer wichtig. Wenn sie sich erfüllen, sind das unsere ganz großen Glücksmomente im Leben.

Wir reisen gerne und träumen oft davon, das liegt irgendwie in den Genen, meine Kinder haben das Fernweh vielleicht auch durch mein Fliegerleben mit der Muttermilch eingesogen.

Heute gibt es noch eine Geschichte dazu, hier ist sie:

Der jüngste Sohn hatte schon als kleiner Knirps großen Spaß an Achterbahnen. Seine ersten Computerspiele (gleich nach Pettersson & Findus und Harry Potter) waren Roller Coaster Tycoon und Achterbahn Designer.

Er baute Achterbahnen am PC und schaute Videos von Achterbahnen in Vergnügungsparks auf der ganzen Welt. Als er für die „Kraken“ in Sea World, Florida, bei unserem Urlaub 2004 leider trotz Basecap auf dem Kopf noch ein paar Zentimeter zu klein war, gab es Tränen.

Von da an war sein Traum Cedar Point. Ein Roller Coaster Park in Sandusky, Ohio, am Ufer des Lake Erie. Am A… der Welt, von hier aus gesehen, unerreichbar. Mit den außergewöhnlichsten Achterbahnen der Welt und dem erstem Giga-Coaster, knapp 100 m hoch.

Wie um alles in der Welt kommt man da hin? Und zu welchem Anlass? Der Traum schien lange unerreichbar.

Bis……. ja, bis seine große Schwester im Jahr 2011 ein Auslandssemester machte. Sie studierte Arts & Culture in Maastricht und belegte während des Studiums ein Auslandssemester an einer Partneruniversität in den USA.

Und zwar in Ohio, Zufälle gibt es im Leben. Oder Schicksal? Gutes Karma?

Die kleinere Tochter machte in diesem Sommer ihr Abitur, als Geschenk für diese Leistung gab es von Mama eine  Reise. New York sollte es zum ersten Mal für die Kinder sein. Es bot sich da natürlich auch an, die große Schwester im Auslandssemester zu besuchen.

Alles fügte sich zusammen, es wurde gejobbt und gespart. Ich recherchierte im Internet nach Flügen, Hotels, Auto, Transfers und dem ganzen Klumpatsch und landete dann doch wieder bei meinem Lieblings-Reiseveranstalter America Unlimited.

Meine Vorgaben an das Reisebüro: ein paar Tage das große Kind in Ohio besuchen (weil wir das College-Leben in den USA sehen wollten), am Anfang ein paar Tage New York (das war das Abi-Geschenk), ein paar Tage Bildung und Geschichte in Washington (es war also quasi ein Bildungsurlaub) und zum Abschluss Cleveland, Ohio ( zur Erfüllung des Acherbahn-Traums)

Das America-Unlimited Team stellte uns alles passend zusammen, ich habe mir die Hotels vorher bei Trip Advisor und Expedia angeschaut, wegen Lage und Bewertungen. Es wurde einiges umgestellt, bis es für uns optimal war, auch vom Preis-Leistungsverhältnis. Die Beratung durch ein gutes Reisebüro hat sich bezahlt gemacht, ich selber wäre z.B. auch nicht auf die Idee gekommen, zwischen New York und Washington den Zug zu nehmen und so das teurere Auto zu sparen.

Das Abiturkind bekam unerwartet kurzfristig einen Studienplatz, musste vorher noch ein Praktikum machen und konnte aus dem Grund leider dann nicht dabei sein (das Geschenk wurde nachgeholt, versteht sich).

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Ich flog also mit den Jungens alleine nach New York. Nach drei sehr laufintensiven Tagen und einem neuen Longboard im Gepäck ging es mit dem AmTrak nach Washington. Wir erlebten in New York ein Erdbeben und in Washington einen Hurricane, das sei nur am Rande erwähnt und ist in einem anderen Blogbeitrag nachzulesen.

Der Bahnhof in Washington ist sehenswert, fast so schön wie der Grand Central in NYC oder Kings Cross in London.

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Das Capitol in Washington

Nachdem wir uns in Washington bei einer Affenhitze zwei Tage die Highlights angesehen hatten und den Hurricane überlebten, ging es mit dem Auto über den Potomac River los in Richtung Virginia.

Erster Stop war der Arlington National Cemetery , der zweitgrößte Friedhof in den USA und letzte Ruhestätte für bisher ca. 400.000 Angehörige der US-Streitkräfte, für John Fitzgerald Kennedy und seine Familie, wie auch Gattin Jackie O.

Und  Ruhestätte für meine Tante und meinen Onkel.

Mein Onkel St. Clair MacKay (wir nannten ihn als Kinder nur Onkel Mac) war Lt. Colonel der US Army, Tante Inge hatte ihn kurz nach dem Krieg kennengelernt, da sie als Dolmetscherin für die amerikanischen Besatzungsmächte tätig war.

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Wie man unschwer erkennt, hat mein Onkel Mac sehr gerne fotografiert, ich habe hier noch kistenweise Fotos und Alben aus dem bewegten Leben der Beiden.

Er starb 1979 und wurde in Arlington mit der für Offiziere üblichen Zeremonie beigesetzt, mit Flagge über dem Sarg, Salutschüssen usw., wie man es aus Filmen kennt. Ich fand das damals sehr beeindruckend.

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Witwen und Kinder der Angehörigen der Streitkräfte werden auf Wunsch auch dort beigesetzt, wie meine Tante nach ihrem Tod 2005.

Arlington National Cemetery liegt nördlich des Pentagon. Die Ausrichtung der Grabsteine folgt einem strengen Muster. Die Seiten, auf denen die Namen der Soldaten, im überwiegenden Fall Männer, eingraviert sind, zeigt nach Süden, in Richtung Pentagon (US-Verteidigungsministerium) und Lincoln Memorial.

Auf der Rückseite der Grabsteine sind dann jeweils die Namen der Ehefrauen eingraviert, oder auch der Kinder, die dort beigesetzt sind.

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Die gigantische Ausdehnung des Friedhofs mit den beeindruckend akkurat ausgerichteten weißen Grabsteinen ist wirklich überwältigend. Wenn man dort entlang läuft und die Namen oder Einsatzorte liest fragt man sich unwillkürlich, welches Schicksal manche dieser Menschen wohl hatten.

Das Grab des am 22. November 1963 ermordeten 35. Präsidenten der USA, John F. Kennedy, befindet sich in einer Linie mit der über den Potomac River führenden Arlington Memorial Bridge und dem Lincoln Memorial in der Stadt Washington.

Es gibt mehrere sehenswerte Denkmäler, ein Besuch dieses Ortes des Gedenkens der Geschichte lohnt sich in jedem Fall, auch wenn man keine persönlichen Beweggründe wie ich hat.

Arlington Nationalfriedhof

Wir hatten am Tag unseres Besuches leider nicht viel Zeit, da wir um 15.00 Uhr in Pennsylvania einen festen Termin und abends in Pittsburgh ein Hotelzimmer reserviert hatten.

Was wollten wir in der Wildnis von Pennsylvania?

Mein kluges jüngstes Kind hatte Spaß am Kunstunterricht, und in dem entsprechenden Schuljahr ging es um Architektur. Frank Lloyd Wright und sein weltbekanntes Modellhaus Fallingwater wurde im Unterricht behandelt. Benjamin entdeckte, dass es zufällig passgenau an unserer Reiseroute lag, zwischen Washington und Pittsburgh.

Bildungsurlaub!

Mitten in den menschenleeren Allegheny Mountains.

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Fallingwater ist ein Meisterwerk der organischen Architektur und seit 1964 als Museum zugänglich. Frank Lloyd Wright baute es 1935 als Wochenend-Domizil für eine Industrieellenfamilie aus Pittsburgh, die Kaufmanns.

Fallingwater

Ich hätte sofort einziehen können! Das Haus ist direkt über und in den Wasserfall gebaut, das Plätschern und Rauschen ist allgegenwärtig überall im Haus.

Eine Führung durch das Innere muss man vorher online buchen, in einem engen Zeitfenster, das hatte ich schon von Deutschland aus gemacht. Während der ca. einstündigen Führung durfte man im Haus leider keine Fotos machen, so schade! Aber ich habe diesen Link mit Bildern aus dem Inneren, das ist wirklich sehenswert!

Das Haus ist im Originalzustand eingerichtet, schlicht und klassisch, ein Traum. Und jetzt genau total en vogue, die Bilder könnten aus einem aktuellen Wohndesign-Magazin stammen.

Ein Wort, das unser Guide ständig verwendete war: cantilever. Nie vorher gehört, aber es dämmerte uns nach einer Weile, das musste Ausleger oder Freiträger heißen. Denn das ist das Prinzip oder vielmehr die Bauweise dieses Hauses, es schwebt über dem Wasser und alles ist horizontal geschichtet. Faszinierend, sich vorzustellen wie damals die Kaufmanns hier ihre Gäste am Wochenende empfangen haben.

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Unbedingte Empfehlung, solltet ihr jemals in Pennsylvania sein!

Es versteht sich von selber, dass der Sohn nach unserer Rückkehr im Kunstunterricht damit glänzte, nicht mal sein Lehrer hatte das Bauwerk in Natura gesehen.

Reisen bildet ganz enorm, sag ich immer.

Abends, im 80 km von Fallingwater entfernten Pittsburgh, fuhren wir noch auf einen Berg am Rand der Stadt. Mit der Duquesne Incline, einer sehr steilen Standseilbahn, von der aus man einen tollen Blick über das ansonsten nicht weiter erwähnenswerte Pittsburgh hat;-).

View from Duquesne Incline in Pittsburgh

Und dann kam Ohio. Unschwer zu erkennen, am Seitenstreifen für die Amish-Kutschen, die sind an den Hauptstraßen eingezeichnet und man erkennt sie auch am Pferdedung, der da überall liegt.

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Ich war total fasziniert von den kurzen Momenten, in denen wir Amishen begegneten. Die Frauen mit den Hauben, in Kutschen oder auf Fahrrädern. Die Männer mit den Bärten und Strohhüten. Strengblickend.

Es muss aber auch nervig sein, immer diese blöden Touristen, die meinen man merkt nicht, dass sie einen fotografieren!

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Wir fuhren durch Berlin, Walnut Creek und Sugarcreek. Alles sauber und ordentlich.

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Zum Thema Shopping, in Ohio haben wir ausgiebig in Vintage Stores, Thrift Shops, Goodwill und Antique Malls gestöbert, ein Paradies für Sammler und Jäger!

Und klar, das hier musste auch sein, ich kaufe in jedem Urlaub seit ich denken kann, weihnachtlichen Baumschmuck als Souvenir.

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Dann waren wir endlich da, im kleinen beschaulichen Städtchen Westerville, etwas ausserhalb der Hauptstadt Columbus, OH.

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Otterbein University ist ein „liberal arts college“, eine Universität, die ganzheitliche kulturelle Bildung vermittelt. Als eine der Partneruniversitäten der Universität von Maastricht (an der meine Tochter Kulturwissenschaften, bzw Arts and Culture studiert hat) bietet sie die Möglichkeit für Auslandssemester. Eine hervorragende Sache!

Meine Tochter meinte später, sie habe in den fünf Monaten dort mehr für ihre berufliche Zukunft gelernt als in drei Jahren sehr theoretischem und vergleichsweise trockenen Studium in Maastricht.

Lavinia hatte zusätzlich das Glück, in der College-Tennismannschaft spielen zu können, kostenloses knallhartes Training dreimal die Woche. Erfreulicherweise musste sie für das Semester nur die vergleichsweise günstigen Studiengebühren der Maastrichter Uni zahlen, ein Bruchteil von dem, was die amerikanischen Studenten dort zahlen (Grundgebühr 32.000 US$ pro Jahr ++++). Trotzdem ist so ein Auslandssemester eine teure Angelegenheit, zum Glück gibt es dafür Auslands-BaföG und Studienkredite.

Aber jeder Cent ist gut angelegt, zumindest bei meiner Tochter war es so. Otterbein hat für amerikanische Verhältnisse einen kleinen und überschaubaren Campus.

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Hier probte im Stadion der Football Mannschaft Otterbein Cardinals gerade die Marching Band, die hat bekanntlich jedes College. Es ist eine Ehre, dort mitspielen zu dürfen. Und der Drill bei den Performances ist fast militärisch genau, ich bewundere diese jungen Leute.

 

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Wir schauten uns am nächsten Tag auch die Ohio State University an, in der Hauptstadt Columbus. Ein wesentlich größerer Campus, und der Eingang in das gigantische Stadion der Footballmannschaft lässt sich hier auf dem Foto ansatzweise erkennen. College Football ist ja eine Semi-Profi-Liga in den USA, und die Ohio State Buckeyes spielen ganz vorne mit.

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Selbstverständlich waren Alkohol, Tabakwaren und sonstige ähm… Dinge auf dem Otterbein Campus verboten. Die meisten Studenten sind nicht volljährig, bzw unter 21, und dürfen sowieso noch keinen Alkohol trinken. Über alles wacht strengstens die Campus Polizei.

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Das Tochterkind wohnte in einem winzigen Zimmer auf dem Campus. Mit drei anderen Mädels in einer WG im Studentenwohnheim. Aug11

Das Kind hatte Uni und wenig Zeit für uns, aber ich bin sehr froh, dass ich damals ihr „home away from home“ gesehen habe, ihre Mitstudenten kennengelernt habe.

Die letzten drei Tage verbrachten die Jungens und ich dann im Norden Ohios, in Cleveland, dem Zuhause der weltbekannten Cleveland Indians. Noch so ein unfassbar großes Stadion, dieses Mal für Baseball.

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Und dann war es endlich soweit, das lang ersehnte Ziel vor Augen. Cedar Point liegt eine Stunde westlich von Cleveland, ich habe die Jungens morgens hingebracht und mir dann den Tag mit Shopping vertrieben. An beiden Tagen.

Ja, ihr lest richtig, an einem Tag ist der Park nicht zu schaffen.

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Es gibt nur Achterbahnen. Kein Mickey Mouse und kein Trallala, man hört lautes schrilles Kreischen, schon von weitem.

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Absoluter Wahnsinn.

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Cedar Point Ohio

Ansonsten fanden wir Cleveland irgendwie seltsam. Ausgestorben, wie eine Geisterstadt. Es gibt die Rock’n Roll Hall of Fame, na ja.

Außer, dass ich mit drei Kampfjet-Piloten in schwarzen Flightsuits im Aufzug des Hotels gefahren bin, kann ich mich nicht an viel erinnern. Aber an diese Minute 1000% Testosteron jetzt immer noch, ha ha.

Cleveland Ohio

Meine Geschichte ist doch wieder länger geworden, das war keine Absicht. Kurz fassen geht bei mir manchmal nicht. Und wieder unter knapp 1000 Fotos die passenden suchen, das dauert. Denn wir haben auf dieser Reise so viel Interessantes gesehen und erlebt und erfahren, ich hab euch jetzt nur ein paar der Highlights beschrieben und gezeigt.

Da geht noch was, da kommt noch was, schauen sie wieder vorbei!

Und meine wichtigste Botschaft, wenn ich es mal so nennen darf: Träume können sich erfüllen! Auch wenn sie für ein Kind unerreichbar scheinen, auch wenn sie sich wie Spinnerei anhören.

Wenn man ganz fest daran glaubt, dann erfüllen sie sich, ganz oft jedenfalls!

Alles Liebe

Barbara

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Ein Hurricane in Washington und ein Erdbeben in NYC, wir hatten beides in einem Urlaub!

27. April 2015

Charley und Irene, das hört sich an wie ein Hundepärchen, aber das waren die Namen der beiden Hurricanes, die ich bisher live erlebt habe, mittendrin sozusagen, in the eye.

Über Hurricane Charley, der uns im Urlaub 2004 obdachlos machte, habe ich schon zwei Layouts gemacht, hier und hier. Die Geschichte ist überaus spannend, die Fotos dazu sind aber noch auf DVDs und die muss ich erst suchen. Aber die Geschichte kommt, versprochen! Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur daran denke….

Erst erzähle ich euch von Hurricane Irene.

Oder erst vom Erdbeben?

Immer der Reihe nach am besten.

Im Sommer 2011 war ich mit meinen Söhnen in den USA. Meine älteste Tochter war damals an der Otterbein University in Ohio zum Auslandssemester und wir wollten sie unbedingt besuchen.

Die Reise hatten wir wieder bei America Unlimited gebucht, dem USA-Reiseveranstalter unseres Vertrauens. Meiner Erfahrung nach klappt die Buchung komplett über einen Veranstalter stressfrei und perfekt.

Für längere Rundreisengibt es ja zwei Möglichkeiten:

– man stellt sich alles selber zusammen. Vergleicht tagelang Angebote von Flügen, Autoverleihern, Hotels, Transfers,  Eintrittskarten und wer weis was noch, bucht alles einzeln, hat verschiedene Tickets, muss Sitzplätze reservieren, hat -zig Buchungsnummern und schlimmstenfalls keine Rücktrittsmöglichkeit, usw….

– oder man bucht über einen Veranstalter, der auf das Zielland spezialisiert ist und hat eine einzige Buchungsnummer, einen persönlichen Berater und Ansprechpartner und bekommt vor der Reise ein kleines Heftchen mit Vouchern für alle gebuchten Leistungen.

Ich persönlich habe in den letzten Jahren die zweite Variante für USA-Reisen gewählt. America Unlimited war mir in einem Newsletter durch ein sensationelles Sonderangebot einer Kalifornienreise im Herbst 2010 aufgefallen. Die Reise haben wir damals gebucht, es war fabelhaft.

Deshalb habe ich mich, als wir meine Tochter in Ohio besuchen wollten, wieder bei America Unlimited beraten lassen. Meine jüngere Tochter hatte in dem Sommer Abi gemacht und ich wollte ihr eine Reise nach New York zum Abi schenken. Washington sollte auch drin sein, wir wollten das Grab meiner Tante auf dem Friedhof in Arlington besuchen.

Capitol hill Washington

Meine Söhne arbeiteten neben der Schule und sparten eisern, um auch dabei sein zu können, denn mein Jüngster hatte schon als kleines Kind den Traum, einmal Cedar Point zu besuchen. Da dieser gigantische Rollercoaster-Park auch in Ohio ist, passte das zum Ende unserer Rundreise perfekt.

Wir flogen nach New York, fuhren mit dem Zug nach Washington, übernahmen ab dort unseren Mietwagen und flogen nach insgesamt 10 Tagen von Cleveland, Ohio wieder zurück nach Düsseldorf (via Atlanta und Amsterdam)

Zurück aber endlich zum eigentlichen Titel dieses Postings.

New York City , wir waren am 23.08. um die Mittagszeit in Soho, im Bistro Soho Park (62 Prince Street), da gibt es übrigens die besten belgischen Fritten in NYC.

Statt Nümmerchen für's Essen bekommt man gleich ganze Nummernschilder. Leckere Pommes mit tollen Saucen, Empfehlung!

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Soho Park Restaurant NYC

Das Bild mit dem Essen ist leicht verwackelt. Es war auf einmal irgendwas oder irgendwie komisch, aber wir wussten nicht warum und vergaßen es auch schnell.

Als wir nach draussen auf die Straße kommen sah es so aus:

Virginia Earthquake in NYC

Die Straße war übervoll mit Menschen, sie vor den Gebäuden standen, jeder hatte sein Telefon in der Hand und starrte drauf, oder tippte wie wild drauf rum.

Seltsam, dachten wir. Da keiner von uns dreien damals ein Smartphone hatte, wir also vor Zeiten von Free Wi Fi, Facebook und Twitter unterwegs waren, hatten wir keine Ahnung, was los war ( jetzt, vier Jahre später, erscheint mir unsere damalige Situation in dem Zusammenhang seltsam unwirklich, ha, ha).

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Als wir in ein Geschäft wollen, erklärt uns der Türsteher etwas von Evakuierung und Erdbeben.

Hallo??

Es hatte, so erfahren wir etwas später, in Richmont, Virginia  ein Erdbeben der Stärke 5,8 gegeben, die Auswirkungen waren bis New York City zu spüren. Kurz danach brach für eine Stunde das komplette Telefonnetz zusammen, zum Glück war uns das damals egal, siehe oben.

Es gab keine Toten oder Verletzten, aber größere bauliche Schäden durch das Beben, leider konnten wir deshalb einige Tage später nicht auf das Washington Monument fahren, es war gesperrt. Von da oben soll die Sicht außerordentlich sein. Durch das Erdbeben hatte das höchste Stein-Monument der Welt Schäden bekommen, kurz darauf gab Hurricane Irene der Spitze den Rest und das Monument wurde erst drei Jahre später nach gründlicher Reparatur wieder geöffnet.

Nun ja, ich hoffe, ich komme noch mal nach Washington, es steht auf meiner Bucket List!

Washington Monument

Also, das Erdbeben hatten wir ja ohne größere Auswirkungen überstanden.

In den Medien war der sich nähernde Hurricane Irene die größere Bedrohung, er war zwar für den sogenannten Landfall, das ist der Moment, wenn der Sturm auf Land trifft, nur mit Kategorie I eingestuft, aber wir waren mit dem Procedere vertraut, Charley, den wir sieben Jahre vorher erlebten, hatte die Kategorie 4.

Ein wenig unwirklich kam uns das schon vor, schon wieder wir, im Hurricane?

Für den Tag, es war der 27. August, hatten wir eine Fahrt nach Mount Vernon (George Washingtons Amtssitz), südlich von Washington geplant, vorher wollten wir in die Outlet Mall Potomac Mills.

Im Shopping Center ist es ziemlich leer, wir fallen in einen kurzfristigen Konsumrausch, Abercrombie und Hollister und VANS und Timberland im Outlet, fast geschenkt, fast…

Antonius bringt zwischendurch kurz einige Tüten ins Auto, das steht draussen, und fliegt mitsamt den Tüten fast weg, berichtet er. Drinnen im Einkaufscenter merkt man nichts.

Nachmittags beschliessen wir, besser nicht nach Mount Vernon zu fahren, nachdem wir überall in der Mall die Fernseher mit den Sturmwarnungen sehen.

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Auf dem Weg zum Auto werden wir in zwei Minuten bis auf die Unterwäsche nass und durchgepustet.

Die Straßen in die Stadt sind alle als Evakuierungsroute eingerichtet, das bedeutet, es gibt nur eine Fahrspur in Richtung Küste, alle anderen fünf Spuren sind stadteinwärts beschildert. Sicherheit hat höchste Priorität, diese ganzen Maßnahmen funktionieren perfekt in den USA.

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Alles ist geschlossen, was ist mit Abendessen? Wir finden gegenüber von unserem Hotel glücklicherweise einen geöffneten, aber gespenstisch leeren  McDonalds, der ganze Parkplatz steht allerdings unter Wasser.

Kleiner Insider am Rande, Antonius amüsiert sich, bei der Bestellung der Chicken Nuggets wird er gefragt: ten or twenty? Bei uns in Deutschland fragt man: sechs oder neun? Tja, was sagt man dazu….

Total von Wind und Regen zerzaust nehmen wir das Essen mit ins Zimmer. Wenn ich das Bild jetzt so sehe denke ich: when the going gets tough, the tough go shopping 😉

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Draussen stürmt es weiter, wir haben die ganze Nacht den Fernseher laufen. Es wurde live auf allen Kanälen berichtet.

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Am nächsten Morgen war alles überstanden. Der Himmel ist wieder blau, als wir aus der Stadt in Richtung Arlington fahren, sieht man nur leichtere Schäden.

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Der Sturm hat nicht ganz so schlimm gewütet wie befürchtet, aber es kommen trotzdem insgesamt 10 Menschen dadurch ums Leben.

Während ich diesen Post schreibe, schaue ich immer wieder in mein Smashbook, ich wüsste diese Details sicher nicht so genau, wenn wir nicht auch viele Fotos gemacht hätten, auf die ich jetzt zurückgreifen kann. Damals hatte ich noch keine mobilen Fotodrucker und habe nur Text und Schnipsel von Papieren im Smashbook. Aber die Geschichten habe ich jeden Tag aufgeschrieben.

Genau hier.

Smashbook ohne Fotos

Das ganze Smashbook dieses Urlaubs könnt ihr im Originalbeitrag von 2011 sehen, es war damals mein erstes Smashbook, ich liebe es!

Da ich das ganze Wochenende mit Aufräumen und Sortieren verbracht habe, ist fast kreative Ordnung entstanden, endlich finde ich wieder, was ich suche. Ich habe dann für ein Layout Fotos auf der Festplatte gesucht.

Und was passiert? Ich schreibe wieder.

Jetzt habe ich noch mehr Fernweh als vorher, durch die Fotos und Smashbooks.

Und da Bloggen für mich auch Teilen bedeutet, freue ich mich sehr, dass ich meine Urlaubsgeschichten auf diesem Wege nicht nur selber noch mal erlebe, sondern sie auch mit euch teilen auf diesem Blog, der ja auch ein wenig Tagebuch ist, kann.

Ich freue mich so sehr über eure Kommentare und Likes und Fragen zum Thema Reisen. Was wäre ein Scrapbooker ohne Reisefotos? Und Smashbooks sind Scrapbooks in Urform.

Passt ja alles irgendwie zusammen, oder?

Alles Liebe

Barbara

Fotografie New England Ostküste USA Reisen USA

Neuengland – Die Wasserfälle der Flume Gorge im Franconia Notch State Park

25. April 2015

Da ich so großes Fernweh habe stöbere ich gerade gerne in meinen Urlaubsfotos, und schreibe deshalb auch gerade lieber über Reisen und Fotos, das befriedigt das Fernweh wenigstens etwas.

Heute nehme ich euch mit nach Neuengland. In die Flume Gorge.

Wasserfälle finde ich immer sehr beeindruckend. Deshalb suche ich danach, wenn ich eine Reiseroute plane.

So war das auch, als wir im Spätsommer 2011 Neuengland besuchten. Da der Indian Summer noch nicht in Sicht war, wollten wir nicht eine der klassischen Neu-England Routen fahren, sondern mehr Sommerfeeling an der Küste bis runter nach New York erleben. Mit Cape Cod, Newport und Long Island auf dem Weg nach New York.

Unsere Reise begann in Boston, von dort aus habe wir einige Tagesausflüge unternommen. Da wir "nur" 4 Übernachtungen in Boston hatten, war der Plan, soviel wie möglich in diese Tage reinzupacken.

Wie kann man Extremshoppen und Natur mit Wasserfällen vereinbaren?

Super geht das, in New Hampshire.

Im US-Bundesstaat New Hampshire gibt es keine Sales Tax, also keine Mehrwertsteuer, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, von Boston aus einen Abstecher dorthin zu machen.

Aber erstmal Natur pur.

Knapp zwei Stunden nördlich von Boston liegt, eingebettet in den White Mountain National Forest, der Franconia Notch State Park, einer der kleineren Naturparks Neu-Englands. Nix los auf der Straße, bis auf ein paar Fasane.

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Hier ist ein wenig die Zeit stehengeblieben. Das Wetter ist warm, 24 Grad, leichter Nieselregen, der sich aber gut aushalten lässt.

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Canterbury NH Country Store

Im Dorfladen, der auch das örtliche Post Office ist, gibt es Angelwürmer und Eis, was braucht man mehr;-)

Weil wir das Schild für ein Shaker Village, eine Art Museumsdorf, entdeckt haben, machen wir einen spontanen Abstecher nach Canterbury. Meine Tochter hat gerade für die Uni eine Präsentation über das Shaker Design gehalten, auch deshalb interessiert das Thema uns. 

IMG_9684 FranconiaEin paar Meilen weiter sind wir am Eingang der Schlucht. In State Parks (das sind die kleinen Geschwister der National Parks) wird versucht, die Instandhaltung und Fürsorge des Parks durch Unkostenbeiträge zu finanzieren, ich finde das durchaus angemessen, hier beträgt der Eintritt 13 $. Dafür hat man gut befestigte Wege, sanitäre Anlagen und interessante Informationen.

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Die Flume Gorge (dt. Schlucht) liegt in einem Waldgebiet mit riesigen Granitbrocken, die sehen aus, als hätte sie jemand einfach vom Himmel geworfen, vor tausenden von Jahren.

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Es rauscht erst leise, es riecht feucht und unglaublich frisch und gut nach Wald. Der Trail ist in ca. 1,5 Stunden gut zu gehen.

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Die moosbewachsenen Granitfelsen der 1808 entdeckten Gorge erinnern ein wenig an die Schluchten in den Bergen Österreichs, die ihr vielleicht als Klamm kennt. 

Flume Gorge

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Die Wände der Schlucht sind an den schmaleren Stellen bis zu 30 Meter hoch. Je näher man den Wasserfällen kommt, desto lauter wird das Rauschen.

Flume Gorge New Hampshire

Zwischendurch wird auf besonders schöne Aussichtspunkte, dieser hier liegt über einem Wasserbecken, aufmerksam gemacht.

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Es gibt kleinere Höhlen und Tunnel, durch die man krabbeln oder kriechen kann, das ist besonders für Kinder interessant. Und eine kleinere Covered Bridge, für die Neuengland so bekannt ist.

Covered Bridge New Hampshire

An diesem Tag begegnen uns nur wenige Menschen, es ist sehr ruhig da oben, angenehm ruhig.

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Und dann gibt es endlich auch eine Brücke zum Durchfahren, das wollte ich immer schon machen, man kennt es ja eigentlich nur aus Filmen.

 

Zurück nach Boston fahren wir auf dem Kancamagus Highway, von vielen als eine der schönsten Indian Summer Scenic Routes beschrieben. Da weder Indian Summer ist, noch eine Weitsicht, bedingt durch den Nebel, halten wir immer wieder an Wasserfällen und Flüssen an.

Kancamagus Highway NH 

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Auf der Rückfahrt halten wir am späten Nachmittag noch in Salem, um in der Mall at Rockingham Park einzukaufen .

Nach der geballten Ladung Natur erstmal eine Portion ordentliches Junk Food, Auntie Annies Pretzel, warm und weich, yummy.

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Shop 'til you drop, damals ist der Dollar-Wechselkurs sehr günstig für uns und wie gesagt, in New Hampshire zahlt man keine zusätzlichen Steuern. Und irgendwo ist immer Sale.

Während die Kids bei Abercrombie, Hollister und Co. stöbern, versuche ich bei Anthopologie, das eventuelle Übergewicht meines Koffers im Auge zu behalten.

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Wo gibt es das schon, eine eigene Umkleidekabine für mich bei Eddie Bauer, persönlicher kann Service kaum sein, gefällt mir!

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Wir brauchen immer viel Platz im Auto, es soll auch während der längeren Fahrten bequem sein. Deshalb miete ich in den USA immer einen kleineren SUV, bei Road Trips das einzig Wahre und kaum teurer als ein "normaler" PKW.

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Als wir abends im Hotel in Boston ankommen (wir haben damals im Doubletree Boston Bayside gewohnt), reicht die Energie nicht mal mehr für den Griff zur Fernbedienung.

So viel Natur und soviel Shopping an einem Tag in New Hampshire, das macht ganz schön müde ( und glücklich).

Von Boston aus haben wir in Tagesausflügen Cape Ann in Massachusetts und Rockport in Maine besucht, und natürlich Harvard. Das zeige ich euch gerne noch. Über einen der Höhepunkte ziemlich am Ende dieser Reise, die Fahrt über Long Island, gab es bereits einen Bericht.

Ich rechne noch mal gerade, wir waren in Massachusetts, Maine, New Hampshire, Rhode Island, Connecticut und New York. Das sind sechs Bundesstaaten.

Zur klassischen Neuengland Route im Indian Summer würde noch Vermont gehören, das steht definitiv noch auf meiner Bucket List!

So, genug geschwärmt für heute, ich wünsche euch ein schönes Wochenende, es soll ja noch mal eher zum drinnen Kuscheln geeignet sein, wenn man dem Wetterbericht glauben kann.

Alles Liebe

Barbara

New York City Ostküste USA Reisen USA

a day in the Hamptons, und wie es dazu kam

9. April 2015

Bücher wie Scott F. Fitzgerald's "Der große Gatsby" und Nelson De Mille's "The Gold Coast" weckten vor Jahren schon meine Neugierde auf die Hamptons, Sommerspielplatz und Mekka der Superreichen von Manhattan. 

Seit ich das erste Mal im Film "Something's Gotta Give" Bilder von der Küste der Hamptons gesehen habe, wollte ich irgendwann definitiv dort hin.

"The Hamptons" nennt man den nordöstlichen Teil von Long Island, am bekanntesten sind wohl die Orte Sag Harbour, Montauk, East Hampton und Southampton.

Und als mir dann in Gossip Girl und Revenge immer wieder Bilder von den Hamptons (und den Häusern!) begegneten, fing ich an, konkret zu recherchieren. Und fiel fast vom Hocker, als ich die Preise der Unterkünfte dort sah, im Sommer wohlgemerkt.

Fast unbezahlbar, jedenfalls für Normalverbraucher. Außer, man nächtigt in einem 6-Bett-Zimmer oder einer Bretterbude, das macht man aber in meinem Alter nicht gerne.

Also hieß es: Hamptons for a day.

Wahr wurde der Traum dann im Sommer 2012. In Kombination mit einer Neu-England Reise (die wir übrigens über den Veranstalter America Unlimited gebucht hatten).

Wir starteten in Boston, verbrachten einige Tage in New Hampshire und Maine, und fuhren dann über Cape Cod nach Newport, RI. Zu diesem Teil der Reise schreibe ich demnächst noch einen eigenen Blogpost.

Ursprünglich wollten wir weiter an der Küste Connecticuts entlang nach New York City fahren.

Aber da war ja noch der Plan, einmal die Hamptons zu erleben. Mein Sohn wollte auch so gerne an die Ostspitze von Long Island, nach Montauk. Die Lösung: Fähre fahren statt Straße.

Von New London, CT. fährt die Cross Sound Ferry über den Long Island Sound nach Orient Point, NY., einem kleinen Hafenort an der als North Fork bezeichneten Seite der Insel. Soweit hatte ich bei den Reisevorbereitungen zuhause (Google Maps sei Dank) schon recherchiert.

Mein Plan sah eigentlich die Fähre (sie fährt stündlich) um 8 Uhr morgens vor. Da wir aber abends vorher  im malerischen Hafen von Newport so lange rumgedröselt hatten, schafften wir es nicht früh genug aus den Betten unseres Hotels. Um 07.10 ging es los. Tank leer, das auch noch, an der Tanke gab es Dunkin Donuts, da wurde das Frühstück on the go direkt mit erledigt.

Um 08.25 waren wir an der Fähre in New London. Ich wurde leicht nervös, als ich die lange Schlange von Autos vor uns sah, denn wir hatten einen langen Tag und viele Meilen vor uns und deshalb einen recht engen Zeitplan.

Unsere Fahrt nach New York fiel genau auf den 11. September, die Sicherheitsvorkehrungen mit sprengstoffsuchenden Hunden und Homeland Security waren gründlicher als an anderen Tagen. Interessant, das zu beobachten.

Bis mir einfiel, dass wir noch keine Tickets hatten. Mein Sohn sprintete los zum Ticketschalter, ich verfiel in leichte Panik, was wiederum augenrollende genervte Kinder zur Folge hatte. Aber wir schafften es rechtzeitig auf's Schiff.

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Direkt nach uns fuhr dann noch ein Haus auf die Fähre, das sieht man auch nicht alle Tage.

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Es war eine angenehme Fahrt von 1.50 Std. bei Traumwetter. 

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Dann ging es ein Stück mit der North Ferry nach Shelter Island.

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Shelter Island Ferry

Und mit South Ferry das letzte Stück in Richtung Sag Harbor.

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Es begegneten uns auf der Fahrt durch kleine Orte und viel Wald nur wenige Autos, dafür aber ein paar Rehe.

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Bis nach Montauk an der Ostspitze der Insel wäre es leider an diesem Tag zu weit gewesen, denn wir mussten bis spätestens abends um 7 das Auto in Manhattan abgeben.

Wenn Wahlkampf in den USA ist, stellt übrigens jeder in seinem Vorgarten dementsprechende Schilder auf, und macht kein Geheimnis aus seiner politischen Gesinnung.

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An diesem Tag war die Hauptsaison gerade vorbei, traditionsgemäß geht in der ersten Woche im September in den USA die Schule wieder los, und so war es ruhig in Southampton auf der Main Street.

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Da es der erste richtig warme Tag unserer Reise war, wollten wir auch wenigstens einmal in den Atlantik springen und etwas am Stand entlang laufen.

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Genau das taten wir dann am East Hampton Main Beach, dort sind diese Fotos entstanden.

East Hampton Beach

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Mein Sohn hatte im Jahr zuvor den Film "Eternal Sunshine of the spotless mind" gesehen. Ja, wir sind so verrückt und suchen unsere Reiseziele manchmal auch nach Movie Locations aus, darüber hab ich euch schon im Bericht über North Carolina erzählt.

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Jedenfalls wollte er dieses Haus aus dem Film unbedingt sehen, allerdings wussten wir nicht genau, wo genau an dem kilometerlangen Strandabschnitt es sich befand. Ich gab nach einer Stunde Laufzeit auf, der Sohn hielt 4 Meilen (eine Strecke) durch und wurde belohnt, das ist es:

House from movie Eternal sunshine of the spotless mind

 An diesem Strandabschnitt gibt es übrigens noch ein anderes bekanntes Film-Haus, das aus "Something Borrowed". So ist das eben, in etlichen Filmen, die in NYC spielen, fahren die Leute mal eben am Wochenende in die Hamptons.

Wir hatten kein Problem, unser Auto direkt an den Strandzugängen abzustellen, in der Hochsaison sieht das sicher anders aus. Alle Strände sind öffentlich, am East Hampton Main Beach gibt es z.B. auch Duschen und Umkleiden.  DSC02814

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Die Weite der Strände und die unglaublichen Villen und Traumhäuser machen Strandspaziergänge zu einem Vergnügen der Extra-Klasse.

Gestern übrigens, das nur so am Rande, da sagte Zac Efron in einem Film ("That Awkward Moment"), den ich nebenher laufen hatte: "der besondere Charme von New York ist der, dass es voll von Dingen ist, die man nicht haben kann".

Tja. da ist was dran, jeder der schon einmal diese unglaubliche Stadt besucht hat, wird das bestätigen können. Das Gleiche gilt sicher auch für die Hamptons.

Aber es ist eben so, dass es auch ganz viele Dinge gibt, die man haben kann, und sei es auch nur für einen Tag.

Zurück zu unserem Tag auf Long Island.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf zum letzten Stück der Fahrt, immer die Uhr im Blick, da wir das Auto pünktlich abgeben mussten. Es waren noch knapp zwei Stunden bis Manhattan zu fahren.

Der erste Moment, wenn die Skyline in Sicht kommt, nimmt mir jedesmal den Atem.

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Ich hatte mächtig Bammel, in Manhattan selber zu fahren, denn die Taxen, Fahrradfahrer und weitere Verkehrsteilnehmer kennen keine Gnade.

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Am Ende war es nicht so schlimm wie befürchtet, die Fahrt auf dem Long Island Expressway ist easy, ich musste auch nur nach dem Queens-Midtown Tunnel direkt in Manhattan ein paar Blocks bis zum Hotel fahren. Natürlich hab ich direkt auf dem Fahrradstreifen geparkt, was lautes Geschrei von Doorman Hector nach sich zog.

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Einige Straßenblocks weiter war dann die Rückgabestation vom Autovermieter Alamo, noch mal Augen zu und durch.

Aber das Ganze hat sich sowas von gelohnt!

Natürlich würde ich gerne länger mal Urlaub machen auf Long Island, und ich möchte Montauk, die wilde felsige Ostspitze der Insel unbedingt noch sehen.

Wenn ich das nächste Mal in NYC bin, schaffe ich es vielleicht. Mit der Long Island Rail Road ist man in knapp drei Stunden in East Hampton. Schneller geht es im Sommer mit dem Express Cannonball, da hab ich gerade eine amüsante Geschichte über die Tickets der Reichen dazu gelesen.

Im Winter ist Long Island menschenleer und sicher auch reizvoll, weil es eben nicht nur die Insel der Upper East Siders ist, sondern auch eine grandios schöne Landschaft bietet.

Die Gegend hat eine sehr entfernte Ähnlichkeit mit der deutschen Insel der Reichen und Schönen, sagt man. Kann ich jetzt nicht selber beurteilen, da ich es nach Sylt noch nicht geschafft habe.

Aber ich war in den Hamptons, wenn auch nur für einen langen wunderbaren Tag. 

Wisst ihr übrigens, warum ich mich an viele Einzelheiten so gut erinnere?

Weil ich alles ganz genau aufgeschrieben habe, in meinem Smashbook von diesem Urlaub, sehr praktisch, da habe ich jetzt mal schnell nachgesehen, wie das mit der Fähre genau war.

Bis bald, ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara