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Travel | Roosevelt Island Tramway, die Highline und noch mehr New York City Tipps

5. Februar 2018

Was kann man in fünf Tagen New York City alles erleben? Eine ganze Menge! Man fliegt ja schliesslich nicht zur Erholung in diese Stadt, sondern um alles aufzusaugen was geht, oder?

Über die "Highlights", also die großen Sehenswürdigkeiten findet sich genug im Internet. Und über den Blick auf NYC von oben und unseren Ausflug nach Governors Island und den Road Trip in die Hamptons hatte ich euch bereits einiges erzählt.

Ich scrolle jetzt nochmal durch meine Bilder und stelle euch ein paar nicht minder schöne Ecken der Stadt vor, die ich auch immer wieder auf's Neue entdecke. Weil sie sich auch ständig verändert.

New York ist laut, zumindest in Midtown, wo der Verkehr und die Geräusche der Polizeisirenen nie aufhören. Bei mir stellt sich nach einigen Stunden rumlaufen, staunen und shoppen gucken oft eine Art Reizüberflutung ein. Man braucht eine kleine Pause, auch für die Füße. New York hat viele Parks, angefangen vom gigantischen Central Park über die kleineren Bryant Park, Madison Square Park, Union Square Park usw.

Und dann gibt es noch kleinste Mini Parks, mitten zwischen den Häuserschluchten. Durch puren Zufall stießen wir im September auf den Greenacre Park eine kleine Oase der Ruhe in der Mitte der 51th zwischen 2nd und 3rd Ave.

Greenacre Park New York City

Greenacre Park New York City

Etwas bekannter weil weiter in Richtung Midtown ist der Paley Park auf Höhe 53rd Street zwischen der 5th Avenue und Madison Avenue zu finden. Dort ist der Wasserfall abends sogar beleuchtet.

Diese Stadt ist faszinierend, auch, wenn man sich einfach nur treiben lässt. Auf einmal sieht man, scheinbar mitten in den Straßen ein Kreuzfahrtschiff, das im Manhattan Cruise Terminal vor Anker liegt.

Manhattan Cruise Terminal

Und immer wieder dieses Wahrzeichen, das Empire State Building. Hier rechts sieht man es zwischen den neuen Wolkenkratzern, einer davon soll der höchste der Stadt werden.

The Highline New York City Hudson Yards

Tipp: Die Highline, immer wieder neu, immer wieder anders

Die Highline ist inzwischen kein Geheimtipp mehr, so wie bei unserem Aufenthalt 2011. Damals war ich mit meinen Jungens in NYC und wir sind das erste damals ausgebaute Stück fast alleine entlang gelaufen. 

Die Hochbahn Trasse, auf der Güterzüge bis in den Meatpacking District fahren konnten, wurde in den 1960er Jahren stillgelegt und große Teile wurden abgerissen. Durch eine Bürgerinitiative der Anwohner erreichte man, dass der restliche Teil erhalten bleiben konnte; die Stadt New York stimmte 2004 zu, für 50 Mio. USD eine Parkanlage zu errichten. Der erste Teil wurde 2009 der Öffentlichkeit übergeben.

Etwa 70 % der Baukosten des zweiten Bauabschnittes sollten durch Spenden eines Fördervereins aufgebracht werden. Die Friends of the High Line haben auch den Unterhalt der Anlage übernommen, die im Jahr 2011 eröffnet wurde. Der dritte und letzte Abschnitt wurde 2014 fertiggestellt. So gab es bei unseren New York Reisen in den Jahren jedesmal viel Neues auf der Highline zu sehen. Und leider wurde es auch immer voller, was die Zahl der Spaziergänger angeht. Ich empfehle euch die Highline unbedingt, aber am besten relativ früh morgens, da kann man noch in Ruhe laufen und Fotos machen, und wird nicht geschoben, wie am Nachmittag.

Ich finde die ganze Highline faszinierend. Die ganz besondere Bepflanzung, die Kunstwerke, die überall verteilt sind, dass man bei den Anwohnern ein klein wenig in die Häuser schauen kann. Wo sonst in New York ist das möglich?

Am Ende der Highline wird zurzeit unglaublich viel gebaut. Ein komplett neue Silhouette entsteht. Hotels und Wohngebäude, es ist ein Wahnsinn. Und die Gegend entwickelt sich zu einer der Top Lagen, die Preise für Wohnraum sind astronomisch. 

Zwischen diesen Superbauten stehen die kleinen alten Häuser, ein krasser Gegensatz und das macht auch den besonderen Charme aus. Ob die Anwohner in den kleinen alten Häusern bleiben werden? Ob sie auf Dauer neuen Luxusbauten weichen müssen? Ich würde es ihnen wünschen, denn wenn nur noch supermoderne Hochhäuser links und rechts von diesem grünen Paradies stehen, wird es sehr an Einzigartigkeit verlieren.

Wir laufen immer vom Ende, den Hudson Yards in Höhe 30th St. in Richtung Süden, zum Anfang der Highline an der Gansevoort Street.

The Highline New York City Hudson Yards

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City

The Highline New York City  

Zwischendurch gibt es immer wieder Sitzbänke und Liegen, die teilweise wie Designobjekte aussehen. Und es eröffnen sich seitlich Einblicke in die Straßenschluchten, ich könnte da stundenlang sitzen und schauen.

Die Highline ist immer einen Besuch wert und man kann am Ende im oder um den Chelsea Market gut eine Pause zum Frühstücken oder Lunchen einlegen. Zum Thema Essen in NYC schreibe ich aber noch einen separaten Post.

Tipp: Apple Store in der Grand Central Station

Selten habe ich einen so prächtigen Bahnhof gesehen wie die Grand Central Station, oder Grand Central Terminal, wie der Bahnhof richtig heißt. Dieses alte Gebäude hat so viele Gänge und Ecken und Etagen und ist dabei der Bahnhof mit den meisten Gleisen weltweit. Die gewölbte Decke ist mit Sternzeichenbildern bemalt. Es gibt eine Menge Restaurants und Shops, ein Bummel lohnt sich auf jeden Fall.

Hier sind im Laufe der Jahre zahlreiche bekannte Filmszenen gedreht worden. Welcher Gossip Girl Fan erinnert sich nicht an die legendäre Szene in der ersten Folge, als Serena van der Woodsen hier ankommt und alles seinen Lauf nimmt?

Und wenn ihr etwas von Apple kaufen möchtet (durch den Dollarkurs und die leicht günstigeren Preise drüben lohnt sich das), es gibt einen Apple Store auf der ersten Etage. Dort ist es lange nicht so voll wie im Flagship Store Ecke Central Park. 

Notfall!  Und wir haben dort beste Erfahrungen gemacht. Meine Freundin hatte einen akuten iPhone Fail, in der ersten Nacht hatte sie für ihr Handy ein Update gemacht, mittendrin abgebrochen und ihre kompletten Daten waren gelöscht. Horror, keine Telefonnummern, keine Bilder, keine Nachrichten, alles weg! Unser Hotel lag nur zwei Blocks entfernt, wir sind direkt dorthin. Der nette junge Mann im Apple Store hat aus der Cloud ihr letztes Backup wieder auf's Handy speichern können und alles wieder betriebsbereit gemacht. Und es hat keinen cent gekostet, super Service.

Grand Central Terminal New York City

Grand Central Terminal New York City

Apple Store Grand Central Terminal New York City

In New York begegnen einem täglich erstaunliche Dinge. Wie dieses hier zum Beispiel, mitten in einer der Straßen der teuren Upper East Side. Nicht, dass ich hier in irgendeiner Weise mit dieser ominösen in Verbindung gebracht werde, auf keinen Fall. Aber ich habe mich gefragt: was ist das denn? Treffen sich da Tom Cruise und John Travolta? Sehr seltsam.

Upper East Side Manhattan

Als wir an diesem Schild vorbeikamen, waren wir auf dem Weg vom MEtropolitan Museum of Art zur Roosevelt Island Tram. Einmal durch die Upper East Side mit ihren schönen alten Häusern und ein Stück bergauf (ja, es gibt Hügel in der Stadt!)  in Richtung Süden und East River.

Tipp: die Seilbahn Roosevelt Island Tramway

Auch damit muss man gefahren sein! Eine von nur noch zwei in den USA betriebenen Hochseilbahnen zum öffentlichen Personenverkehr. Die Station von der man abfährt befindet sich auf der Insel Manhattan an der Kreuzung 2nd Avenue/E 60th Street . Die Fahrt kann man ganz easy mit der Metro Card zahlen, die man als New York Besucher auf jeden Fall für die Nutzung der U-Bahn haben sollte.

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Roosevelt Island ist eine Insel im East River zwischen Manhattan und Queens, die bis in die 60er Jahre Straf-und Krankenanstalten beherbergte. Bis 1973 hieß sie noch Welfare Island und beherbergte u.a. das berüchtigte New York City Lunatic Asylum und die Pockenklinik. Ich hab Kopfkino, wenn ich darüber nachdenke, was sich da abgespielt haben könnte.

Die Insel wurde nach Schließung der "Anstalten" in ein autofreies Wohngebiet umgewandelt und die Seilbahn wurde 1976 nördlich parallel zur Queensboro Bridge gebaut. Inzwischen gibt es einen U-Bahn Tunnel zur Insel, aber die Roosevelt Tramway ist viel zu beliebt, um sie stillzulegen.

Wie so oft war auch diese Seilbahn Schauplatz bekannter Filmszenen, ich mag das ja, Originalschauplätze in echt zu sehen, egal wo auf der Welt. Spider Man, City Slickers und in CSY: NY geschieht sogar ein Mord in der Gondel.

Die Gondeln fahren ca. alle 15 Minuten. Hier ein Blick aus der Kabine bei der Abfahrt, darunter ein Bild von der Mitte der Fahrt über den East River.

Roosevelt Island Tramway Queensboro Bridge

Roosevelt Island Tramway Queensboro Bridge

Auf der Insel angekommen kann man einen kleinen Rundgang machen. Es gibt allerdings nur Wohnhäuser und den im Süden gelegenen Four Freedoms Park, von dem man einen schönen Blick auf die Skyline von Manhattan hat. Haben wir nicht gemacht, da wir an diesem Tag wenig Zeit hatten. Deshalb passt in diesem Zusammenhang nochmal der sensationelle der Blick aus meinem Hotelzimmer auf den Park. Ich habe auch bei meinen vorigen Besuchen nirgendwo ein Cafe oder so etwas gesehen, es ist eben ein Wohngebiet und Universitätsgelände. Ab 3000 $ aufwärts für eine Zweizimmerwohnung, ich hab grad mal geschaut 😉

Roosevelt Island East River New York City

Und der Blick zurück nach Manhattan. Wie gesagt, die Insel an sich bietet jetzt kein großes Programm. Aber die Fahrt ist ein Erlebnis, die Sicht ist toll und es kostet so viel wie eine Ubahnfahrt. Sollte man mal gemacht haben!

Roosevelt Island Tramway Queensboro Bridge

Tipp: In NYC unbedingt Musical, Konzert oder Oper besuchen!

Am besten alles, wenn es zeitlich und finanziell geht. 

Ich bin bekennender Musical Fan. Gesehen habe ich fast jedes bekannte Musical, in London, New York und auch in Europa. 

Da die Auswahl hierzulande ja nicht so groß ist, nutze ich jede Gelegenheit, ein Musical muss immer sein in New York. Ich habe am Broadway Glenn Close in "Sunset Boulevard" gesehen, "Lion King" und "Phantom of the Opera" in New York und London und Hamburg. "Les Miserables" auch in New York und London, und noch irgendwo. "Elisabeth" in Wien, "Book of Mormon" und "Dreamgirls" in London, um nur einige Highlights zu nennen.

Im vergangenen September haben wir uns in New York "Bandstand" angesehen. Eine Geschichte über die Entstehung einer Veteranenband, mit Musik und hervorragenden Tanzszenen aus den 50er Jahren. Es war super, läuft aber nicht mehr.

Bandstand BERNARD B. JACOBS THEATRE

Der Großteil der Shows in New York spielen im Theatre District. Die meisten Theater sind bereits älter, sind nicht sehr groß und versprühen auch deshalb einen ganz besonderen Charme. Es gibt viele Seiten, über die euch informieren und günstig Tickets im voraus buchen könnt, ich schaue gerne hier. Supergünstig bekommt man Rest-Tickets für den gleichen Tag in der Ticket Booth am Times Square, aber mir war das immer zu nervig, mich da anzustellen, ich plane und buche ganz gerne im Voraus.

Der Theatre District umfasst auch den Times Square, auf dem gefühlt 24/7 ein unglaublicher Trubel herrscht. Berittene Polizei mittendrin, bzw. hier vor em Theater. Nach den Vorstellungen sammeln sich die Fans vor dem Eingang für Autogramme.

 

Theatre District Manhattan

Times Square New York City Nights

Der Verkehr abends in dieser Gegend ist grausig, kein Vorwärtskommen. Mir fiel leider zu spät ein, dass wir ein paar Jahre vorher dieses Problem bereits hatten. Dummer Fehler!

Die Theatervorstellungen beginnen in der Regel früh, um 19.00 Uhr. Reservierte Karten sollten bis 18.00 Uhr an der Theaterkasse abgeholt werden. Wir waren natürlich erst kurz vor knapp mit unseren Einkaufstüten im Hotel. Vor der Lobby ein Taxi geschnappt und dem Fahrer die Adresse genannt. Bereits 50 Meter weiter ging nichts mehr. Es wurde später und später und die Entfernung vom Hotel zum Theater waren nur 10 Blocks. Also sind wir wieder ausgestiegen und haben einen Sprint eingelegt. Zu Fuß ist manchmal eben doch schneller!

Wenn ich das nächste Mal in New York bin steht Dear Evan Hansen und Mathilda auf meiner Liste, was Musicals betrifft. Die ja eigentlich Broadway Shows heißen.

Leider waren in den letzten Jahren nie passende Konzerte im Madison Square Garden, wenn ich in New York war, das ist immer noch ein Traum von mir. In diesem Jahr treten U2, Bon Jovi, Pink, die Foo Fighters und Justin Timberlake in der ersten Jahreshälfte auf. Vielleicht spiele ich Samstag mal Lotto.

Ein ganz besonderes Erlebnis sind auch Konzerte oder Ballett im Lincoln Center und der Metropolitan Opera, kurz Met genannt. In letzterer bin ich leider mal eingeschlafen, am ersten Abend. Es war deutsche Zeit drei Uhr nachts, es war warm und wir saßen in der vorletzten Reihe unterm Dach. Die Sänger waren klein wie Ameisen. Aber es war trotzdem ein ganz besonderes Erlebnis, dass ich ausgeschlafen gerne wiederholen würde.

Nach dem Theater bieten sich diverse Rooftop Bars in der Gegend an. Wir waren nach der Vorstellung in der St.Cloud Rooftop Bar im Knickerbocker Hotel sehr fein, sehr teuer, aber es lohnt sich auf einen Drink. 

Auf der Seite lovingnewyork gibt es eine tolle aktuelle Übersicht aller angesagten Rooftop Bars.

Soviel für heute. Ich hab jetzt ganz ganz dolles Fernweh nach New York!

Eigentlich wollte ich über einige schöne Events schreiben, die ich in den letzten Wochen besucht habe. Aber irgendwie stieß ich auf diesen angefangenen Artikel und die Fotos und dann gab es kein Halten mehr.

Ihr kennt mich ja …

Alles Liebe und eine schöne Woche!

Barbara

 

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Travel | Road Trip von New York City in die Hamptons, ein Tagesausflug mit Meer und Outlet Shopping

17. Januar 2018

*Der Beitrag enthält Werbung für America Umlimited*

Mein letzter Mädelstrip nach New York ist bereits fast vier Monate her. Ich könnte schon wieder los. Von New York kann ich nie genug bekommen!

Was New York für mich so interessant macht, sagt unter anderem dieses Filmzitat: „Der besondere Charme von New York ist der, dass es voll von Dingen ist, die man nicht haben kann“. So ist das, man staunt so oft, schüttelt den Kopf und fragt sich, ob das alles Realität ist.

Bei diesem grauen Winterwetter macht es Spaß, in schönen Urlaubsbildern zu stöbern und euch noch ein wenig mehr dazu zu erzählen.

Wir hatten die Reise wieder beim Reiseveranstalter meines Vertrauens, America Unlimited, gebucht. Maßgeschneidert, perfekte Beratung, super Service. Ich kann es nur immer wieder betonen.

Da wir Mädels nicht zum ersten Mal in der Stadt waren, wollten wir uns einen kleinen Road Trip in die Hamptons gönnen. Hach, die Spielplätze der Reichen und Schönen, unbezahlbar, um dort zu übernachten oder mehr Zeit zu verbringen. Aber so einen Tag schauen und schwärmen, die Füße im warmen weichen Sand und das Meeresrauschen, herrlich.

Mit meinen Kindern hatte ich bereits 2012 mit dem Auto von Boston nach New York City den „Umweg“ mit verschiedenen Fähren über die Hamptons gemacht und diese Traumstrände und Orte wollte ich meinen Freundinnen unbedingt zeigen.

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

TIPP: Mit dem Auto nach Long Island

Wir starteten morgens um 8 und holten unser Auto* direkt bei der Autovermietung ab. Ein Auto in NYC ist ja so eine Sache, man braucht es eigentlich nicht und kann es auch nirgendwo parken, ohne ein Vermögen an Parkgebühren zu zahlen. Also hatten wir uns entschlossen, den Wagen früh morgens abzuholen und am gleichen Abend wieder abzugeben, auch wenn wir ihn bis zum nächsten Morgen hätten nutzen können. Aber wohin damit über Nacht?

Hintergrund unseres Roadtrips war auch ein wenig Outlet Shopping. Shopping in der Stadt NYC macht Spaß, ist aber ein teures Vergnügen. Es gibt ausserhalb der Stadt einige Outlet Center in New Jersey, das wird auch als preiswerte Tages-Bustour angeboten. Nix für uns, mit Massen von Menschen und schweren Tüten in einen Bus mit festen Zeiten gequetscht. Kann man machen, muss man aber nicht.

Das Frühstück hatten wir uns für unterwegs aufgespart, dabei war lediglich ein Coffee-to-go, den wir im Coffeeshop des Hotels mitgenommen hatten. Die Fahrt dauerte knapp zwei Stunden, leider hatten wir am Anfang einen kleinen Berufsverkehr-Stau aus der Stadt raus. Hätten wir mal noch früher aus dem Bett gefunden …

In Southhampton angekommen frühstückten wir erstmal lecker. Man muss dazu sagen, dass wir ausserhalb der Hochsaison, die von Memorial Day bis Labour Day, also Anfang Juni bis Anfang September geht, in den Hamptons waren. Es waren kaum noch Touristen oder Sommergäste unterwegs, ruhig und angenehm.

Die Hamptons befinden sich auf der Halbinsel Long Island, nordöstlich von New York City. Der Name leitet sich von den Orten Southampton, East Hampton, Westhampton, Bridgehampton und Hampton Bays ab. Die Immobilienpreise der Hamptons gehören zu den höchsten weltweit. Seit vielen Jahrzehnten gelten die Hamptons als das Mekka der Superreichen und dienen vorrangig wohlhabenden US-Amerikanern als Wochenend- bzw. Sommerresidenz. Zahlreiche Milliardäre sowie Persönlichkeiten aus Politik, Finanzwirtschaft, Film und Fernsehen haben hier ihre Domizile. Nicht zu vergessen die Künstler und Schriftsteller, die hier ganzjährig leben.

Größere Bekanntheit, insbesondere auch außerhalb der USA, erlangten die Hamptons durch TV-Serien wie Sex and the City, Gossip Girl, Revenge und Royal Pains und The Affair, sowie durch mehrere bekannte Kinofilme. Auch, wenn viele Orte immer noch den Charme eines gemütlichen kleinen Fischerdorfes haben, sprechen die Ferraris, Maseratis und Bentleys eine andere Sprache.

Hier reiht sich Traumhaus an Traumhaus, aber zu sehr geprotzt wird nicht. Die Häuser wirken im Vergleich zu anderen Luxusvillen in Palm Beach oder Los Angeles geradezu schlicht und bodenständig. Das ist es, was die Hamptons von anderen Ferienorten der Superreichen unterscheidet: Unterstatement.

Wir hatten wieder Superwetter an diesem Tag, es war der 11. September, und wir frühstückten draussen im Golden Pear Cafe. Entspannte freundliche Menschen mit Hunden, die freundlich grüßen, ein wunderschönes Fleckchen Erde und man ist gefühlt Lichtjahre von der Hektik Manhattans entfernt.

Je weiter man auf Long Island nach Osten fährt, umso ländlicher ist die Landschaft und vieles in den Restaurants oder Geschäften ist organic, also aus biologischem Anbau. Es gibt Landwirtschaft, Apfelplantagen und mehrere Wein-Anbaugebiete mit Winzereien. Sehr idyllisch. Wir haben Rehe auf der Straße gesehen! Und kein Hochhaus.

Road Trip Hamptons NY Southampton

Road Trip Hamptons NY the golden pear cafe Southampton

Road Trip Hamptons NY Southampton the golden pear cafe

Gegenüber war direkt Pottery Barn, wir mussten natürlich kurz stöbern gehen. Zum Glück passte kein Objekt unserer Begierde, wie zum Beispiel diese Pumpkins aus Glas, in unsere Koffer 😉

Road Trip Hamptons NY Southampton Pottery Barn

Road Trip Hamptons NY Southampton Pottery Barn

Dann ging es ab an den Strand. Ich kannte ja den Strand von East Hampton bereits, damals waren wir von Norden aus über Long Island nach Manhattan gefahren. An diesem Tag waren wir in Southampton, da dies von NYC aus gesehen nicht so weit ist und wir ja nachmittags noch zum Shoppen wollten.

Die Strände an der 60 kilometerlangen Küste sind ein Traum. Feinster weißer Sand, wunderschöne Häuser und, zumindest ausserhalb der Saison, menschenleer.

Tipp: In der Hochsaison sind Parkplätze in Strandnähe unglaublich teuer und meist nur mit einer speziellen Parkerlaubnis für Anwohner nutzbar.

Wir konnten an diesem Tag aber problemlos bis an den Strand fahren und kostenlos parken, Nachsaison eben.

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

Die Strände an der 60 kilometerlangen Küste sind ein Traum. Feinster weißer Sand, wunderschöne Häuser und, zumindest ausserhalb der Saison, menschenleer. Und jetzt folgt ein bisschen Strand-Spam 😉

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach

Road Trip Hamptons NY Southampton Main Beach
Ich hätte noch stundenlang am Strand entlanglaufen können, denn ich bin der geborene Strandläufer. Zum reinen Strandurlaub sind die Hamptons zwar eine traumhafte Location, aber dafür muss man im Lotto gewinnen oder reich geboren oder Millionär sein, denke ich.

Für ein paar Stunden Seeluft und Wohlfühlen im Rahmen einer New York Reise ist es aber großartig! Eines Tages schaffe ich es auch mal bis ins rauhe Montauk an die Nordspitze von Long Island, aber das geht stressfrei nur mit mindestens einer Übernachtung, denn man fährt mindestens drei bis vier Stunden, wenn kein Verkehr ist.

Tipp: Die schönsten Häuser könnt ihr in der Lily Pond Lane in East Hampton bestaunen.

Auf unserem Plan stand für den Tag aber noch Outlet Shopping in Riverhead, im September muss man ja schon an Weihnachten denken, oder?. Wir fuhren am späten Nachmittag die knapp 16 Meilen nach Riverhead, nachdem wir uns für die Weiterfahrt im örtlichen menschenleeren Starbucks in Southampton versorgt hatten. Ich wette, im August steht da eine Schlange bis auf die Straße.

Road Trip Hamptons NY Southampton Starbucks

Road Trip Hamptons NY Southampton Starbucks
Tipp: Shopping auf Long Island

Seltsam, ich finde auf meiner Festplatte keine Fotos vom Outlet oder Shopping, nur jede Menge Insta Stories. Das ist die Crux an der Filmerei, man vergiss, Fotos zu machen! Das einzige Bild ist dieses hier vom Kofferraum unseres Autos, für #mehrrealitätaufinstagram! Wir waren zu dritt, wohlgemerkt! Das Tanger Outlet in Riverhead ist keine geschlossene Mall, so kann man zwischendurch immer schnell etwas ins Auto bringen, die Parkplätze sind jeweils in der Mitte der im Kreis angeordneten Geschäfte, der ganze Komplex ist weitläufig.

Es gibt eine große Auswahl an allen gängigen Shops. Ich habe sehr günstig eine Paar neue UGG Boots geschossen, bei Victoria’s Secret Schlüpper und Body Mist für die Mädels geshoppt, Bath & Body Works, Michael Kors Geldbörsen und so weiter, was man halt so braucht.

Auf USA Reisen kaufen wir gerne im Outlet, in der Regel ist man dahin auch mit dem Auto unterwegs. Die Preise sind meist etwas günstiger als in der Stadt und man kann die Tüten bequem in den Kofferraum schmeissen und braucht sie nicht zu schleppen.

Road Trip NY Long Island Riverhead Outlet

Auf der Rückfahrt nach Manhattan haben wir unterwegs noch zum Dinner angehalten, wenn man das so nennen kann. Long Island ist recht ländlich, und ausserhalb der Saison ist es gar nicht so einfach, geöffnete Restaurants zu finden. Jetzt musste ich wirklich überlegen, wo in der Pampa wir da gegessen haben! Aber Instagram sei Dank, ich hatte dort ein Foto gepostet, mit Location Tag.

Es war die Pera Bell Food Bar in Riverhead. Ich erinnere mich dunkel an ein Gespräch mit der Kellnerin, die es nicht fassen konnte, dass wir eine Frau als Regierungsoberhaupt haben. Was man so redet mit den Amis. Und sich erschreckt, wie die Allgemeinbildung oft an der Staatsgrenze halt macht. Das soll jetzt nicht abwertend sein, es ist ein großes Land. Aber dass jemand noch nie von Frau Merkel gehört hatte, war für uns seltsam.

Road Trip NY Long Island Riverhead Dinner

Eigentlich wollten wir an diesem Abend noch die Beams sehen. Das sind die beiden Lichtsäulen, die jedes Jahr am 11. September vom Standort der ehemaligen Türme des World Trade Centers zum Gedenken in den Himmel ragen.

Schlau wie wir sind dachten wir, mann könne diese vom anderen Ufer des East River, von Brooklyn Heights aus, gut sehen. Also fuhren wir, nachdem wir über den Long Island Expressway zurück in die Stadt kamen, irgendwo ab. Und landeten in den dunkelsten Ecken von Brooklyn, zwischen irgendwelchen Lagerhallen. Gruselig, bloß weg hier.

Da wir auch keine genaue Adresse in das Navi eingeben konnten, jagte uns die Tante aus dem Gerät immer im Kreis, bis wir entnervt aufgaben und, immerhin über die Brooklyn Bridge (!), zurück zum Hotel in Manhattan fuhren. Das war kurz vor zehn. Und dann waren die Beams an dem Tag auch ab zehn Uhr abends nicht mehr zu sehen, so ein Fail!

Nun ja. September ist für New York eine ganz hervorragende Reisezeit. Nicht zu warm, nicht zu kalt und nicht zu voll. Und nicht ganz so teuer.

Vielleicht beim nächsten Mal.

Das war unser kleiner Ausflug in die Hamptons, ich hoffe, ich konnte euch einen klitzekleinen Eindruck vermitteln, wie lohnenswert so ein Road Trip oder Tagesausflug von New York aus sein kann.

Mit einem Mietwagen ist man sehr flexibel, aber man muss halt ein kleines Stück durch den Verkehr in Manhattan, das ist nicht ohne. Ich habe es aber auch schon geschafft 😉

Ansonsten kann man auch mit Zug oder Bus diesen Ausflug machen. Oder fliegen, wenn man 550,-$ für ein Ticket ausgeben möchte 😉

Informiert euch zum Beispiel auch im Reisebüro oder bei einem auf USA spezialisierten Veranstalter. Im Zeitalter von Internet und billig billig ist dieser Service leider etwas in Vergessenheit geraten. Das muss nicht teurer sein, im Gegenteil. Für unsere Reise haben wir Super-Konditionen für Flug und Hotel bei America Unlimited bekommen, denn wir konnten blöderweise nur in einer absolut hochpreisigen Woche fliegen.

Mehr dazu gibt es in den Beiträgen über den Anfang unseres NYC Mädelstrip , über unseren Day Trip nach Governors Island und den atemberaubenden Blick auf NYC von ganz oben.

Oben in der Querleiste des Blogs gibt es übrigens unter „Reise“ auch ein Drop Down Menü mit sämtlichen Reiseberichten auf dem Blog. Dort gibt es noch mehr über New York City, Stadt meiner Träume.

Danke für’s Lesen! Ich habe noch so viel mehr zu erzählen, aber das kommt in den nächsten Bericht, sonst fallen euch hier noch die Augen zu.

Alles Liebe

Barbara

* Unser Mietwagen wurde uns freundlicherweise von America Unlimited im Rahmen einer Kooperation zur Verfügung gestellt, ich sage an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank! Den Rest der Reise haben wir selbstbezahlt und ich empfehle den Veranstalter völlig unabhängig von der Kooperation, denn meine Meinung ist selbstverständlich nicht käuflich.

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New York City von oben, davon kann man nie genug sehen. Top of the Rock, One World Observatory, MET Roof Garden und Knickerbocker Rooftop Bar

4. November 2017

Der Blick auf die Stadt New York, oder Manhattan, New Jersey und Brooklyn nimmt mir jedesmal den Atem. Besonders, wenn man zur blauen Stunde und der Zeit des Sonnenuntergangs oben über den Dächern ist. Die Kulisse färbt sich langsam rosa, das funkelnde Lichtermeer verwandelt sich, ich finde diese Tageszeit am allerbesten, um das einmalige Erlebnis zu genießen.

Im Laufe vieler Reisen nach New York bin ich jedes Mal wieder auf's Neue begeistert und mindestens zwei Aussichtspunkte hoch oben sind ein absolutes Muss!

Zumal es auch gefühlt jedes Jahr neue Aussichtspunkte gibt, neue Ebenen, um diese Wahnsinns-Stadt zu erleben, ob neue Rooftop-Bars oder immer höhere Gebäude.

Bei unserem  NYC Mädelstrip im September stand als erstes die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers auf dem Programm, Top of the Rock oder abgekürzt TOTR genannt. Ich muss dazu erwähnen, dass der Klassiker Empire State Building mich nicht so von den Socken haut, das fand ich eher so: been there, done that. Dort oben ist es relativ eng und komplett eingezäunt, sollte man einmal gesehen haben, aber das reicht auch.

Top of the Rock Observatory

Das Top of the Rock ist da schon eine ganz andere Nummer. Durch die Verglasung der unteren Ebene hat man eine wesentlich freiere Sicht auf die Stadt, und sieht eben das wunderschöne Empire State Building als Silhouette, der Blick ist sicher einer der bekanntesten Fotos der Skyline.

Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Für einen Besuch des Rockefeller Centers sollte man sich unbedingt eine Zeit fest reservieren, um die Warteschlange zu umgehen. Wir hatten bereits zuhause online reserviert, für den Abend unserer Ankunft. Leider verpassten wir wegen einer dreistündigen Verspätung unseres Fluges die gebuchte Zeit, wir waren erst nach Abbruch der Dunkelheit da. Problemlos konnten wir aber an der Kasse für den übernächsten Tag einen neuen Termin buchen. Die Tickets sind im Vorfeld online (zum Beispiel über diese Seite) etwas preiswerter als vor Ort, recherchieren lohnt sich, eventuell auch in Kombination mit anderen Attraktionen wie der Circle Line Tour usw. Grundsätzlich muss man nie mit wirklich langen Wartezeiten rechnen, was ein großer Vorteil zum teilweise sehr überfüllten Empire State Building ist.

Im Eingangsbereich bestaune ich jedes Mal dieses Gebilde aus Svarowski Kristallen, das das Rockefeller Center auf dem Kopf stehend darstellt.

Rockefeller Center Svarowski Christal
Die Fahrt mit dem Aufzug ist ein Erlebnis mit rasanten Bildern und Sound, das 67. Stockwerk ist in 10 Sekunden erreicht. Das komplette Observation Deck besteht aus drei Etagen, die untere ist mit Fenstern geschlossen und bietet Shops und Snacks. Eine Etage mit der Rolltreppe weiter oben ist man auf der offenen verglasten Plattform, von der sich durch die Scheiben ein Wahnsinnsblick auf Manhattan bis rüber nach New Jersey auf der anderen Seite des Hudson River, Brooklyn auf der anderen Seite des East River, vom Central Park mit dem MET bis zur Freiheitsstatue und dem neuen One WTC bietet.

Brooklyn vom Top of the Rock Observatory

Blick auf Empire Central Park vom Top of the Rock Observatory New York

Ich persönlich bin am liebsten ganz oben, über eine kleine Treppe kommt man auf die oberste Plattform, die komplett frei und offen ist und die charakteristischen Metallbögen als Abgrenzung hat.

upper level Top of the Rock Observatory New York

Fernrohr und Central Park vom Top of the Rock Observatory New York

Da bieten sich dann auch Bilder wie diese.

Top of the Rock New York City

Ich hatte an diesem Tag den Akku meiner CANON G7X schon leergeschossen und war froh, die Spiegelreflexkamera mit Telezoom als Zweitkamera dabei zu haben. So konnte ich das Empire State Buildung und Lady Liberty ganz gut ranholen. Wenngleich unter den Lichtverhältnissen und ohne Stativ die frei aus der Hand gemachten Bilder qualitativ nicht hochwertig sind, aber was soll's.

Blick vom Top of the Rock Observatory New York

Je später es wird, umso schöner wird das Licht. Faszinierend und unglaublich schön finde ich dieses Farbenspiel. Und das immer wieder auf's Neue.

Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Empire State Building vom Rockefeller Center Top of the Rock Observatory

Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Sonnenuntergang Blick auf Empire State Building vom Top of the Rock Observatory New York

Man sollte für den Besuch des Top of the Rock mindestens zwei Stunden einplanen und mindestens eine Stunde vor Sonnenuntergang in der Warteschlange sein, damit man dieses grandiose Farbenspiel in voller Länge erlebt.

Rooftop Garden Metropolitan Museum of Art

Nicht ganz so hoch oben ist man auf dem Roof Garden des Metropolitan Museum of Art. Hier bietet sich ein etwas anderer Blick auf die Skyline, den das Museum steht am Rande des Central Parks. 

Wenn ich mal richtig lange in New York bin (mindestens eine ganze Woche) werde ich diesem gigantischen Museumskomplex auch mal mehr Zeit widmen. Die Stufen des MET tauchen in vielen bekannten Filmen auf und sind den Fans der Serie Gossip Girl bestens bekannt. Hier beginnt die Upper East Side, die Seitenstraßen mit ihren imposanten alten Stadthäusern sind auf jeden Fall einen Spaziergang wert.

MET Metropolitan Museum of Art New York City
Das MET verlangt keinen Eintritt, man wird lediglich beim Einlass um eine Spende gebeten. Wir hielten, da wir nur zum Roof Garden wollten, bei unserem kurzen Besuch einen Betrag von 5,-$ für angemessen. Mit dem Aufzug geht es in die 5. Etage und man kann auf der Terrasse einen sensationellen Blick über den Central Park, Midtown und die Upper West Side genießen.

Roof Garden Cafe auf dem Metropolitan Museum of Arts New York City

Blick auf die Upper West Side vom Rooftop Metropolitan Museum of Art New York

Auf dem Rooftop des Metropolitan Museum of Art gibt es jährlich wechselnde Installationen bekannter Künstler zu sehen, bei unserem Besuch jetzt war es The Theater of Dissapearance von Adrian Villar Rojas.  

Als ich mit meinen Kindern 2012 dort war, hatte der Künstler Tomás Saraceno dort sein interattives Cloud City aufgebaut. Meine Tochter hatte zu der Zeit gerade ihr Design-Studium begonnen und das Projekt war Thema an ihrer Uni. Sie fand es sehr cool, es live in New York sehen zu können, ich füge euch das Bild von 2013 einfach hier mal mit rein.

Tomas Saraceno Cloud City Rooftop Metropolitan Museum of Art 2012

Soweit, so gut. Für mich waren diese beiden Aussichtspunkte eine bekannte und immer wieder schöne Sache. Meine Freundinnen kannten den Rooftop Garden des MET noch nicht, es ist immer noch ein kleiner Geheimtipp.

Kommen wir zu meinem Highlight dieser Reise. Oder sagen wir mal es war eins der Mega Highlights.

One World Observatory auf dem One World Trade Center

Das noch relativ neue WTC gehört zum Komplex der nach 9/11 wieder aufgebauten Gebäude. Die Gedenkstätte hatten wir Mädels bei früheren Besuchen bereits erlebt, ich zum Beispiel beim New York Aufenthalt Thanksgiving 2014. 

Ground Zero und das  9/11 Memorial machen sprachlos, gehören zum New York Erlebnis dazu, sind ein absolutes Muss. Aber nicht jedes Mal, die Erinnerung an diesen Tag, der die Welt veränderte finde ich manchmal zu bedrückend und emotional.

Bei meinem letzten Besuch vor drei Jahren waren die obersten Etagen des One World Trade Centers noch nicht ganz fertig, deshalb war ich sehr gespannt und es stand lange für mich fest, dass ich eines Tages da oben stehen wollte. Wir hatten, wie auch für das Top of the Rock, die Karten für das One World Observatory vorher online gebucht. Nach unserem Besuch auf Governers Island waren wir sowieso im unteren Teil der Stadt und fuhren von der Fähre aus mit der U-Bahn zu Fulton Street und streiften auf dem Weg zum Turm noch kurz The Oculus.

Oculus und One World Trade Center New York City

Ich sag mal: kann, muss nicht. Na ja, es sieht schon beeindruckend aus, man kann durchlaufen, wenn man zum Eingang des One World Observatory geht. Wegen der Shops muss man definitiv nicht rein, da gibt es wirklich nichts Besonderes und die Preise sind überzogen. Das Gebäude ist einer der schönsten und teuersten Bahnhöfe der Welt: Oculus nennt sich der neue Verkehrsknotenpunkt direkt neben Ground Zero, der mit sieben Jahren Verspätung fertig wurde und fast vier Milliarden Dollar gekostet hat.

Die New York Times taufte den Entwurf "Aufsteigender Phoenix". Mich erinnert das Gebäude eher an das Innere eines Wals.

Oculus Bahnhof One World Trade Center New York City

Oculus Bahnhof One World Trade Center New York City

Oculus Bahnhof One World Trade Center New York City

Und dann war es soweit. Vor dem Eingang eine mäßige Schlange und die üblichen strengen Sicherheitskontrollen, mit Gürtel aus. Der Wartebereich vor dem Aufzug ist sehr unterhaltend gestaltet, das können sie ja wirklich gut, die Amis.

Eingang One World Observatory New York City

See forever Theatre One World Observatory New York City

Und dann geht es los, die Fahrt in das 102 Stockwerk in 47 Sekunden. Auf der Hinfahrt im Aufzug erlebt man in einer eindrucksvollen Animation die Architektur-Geschichte New Yorks seit dem 16. Jahrhundert. Auf der Fahrt nach unten hat man des Gefühl, in einem Helikopter durch die Stadt zu fliegen. Der Wahnsinn. Schaut euch unbedingt mal die Aufzug You Tube Videos dazu an, um einen Eindruck zu bekommen. Ich hab selber nicht gefilmt, da ich vor lauter Staunen die Kamera nicht schnell genug umschalten konnte.

Oben angekommen betritt man das See Forever Theatre. Nach einer kurzen virtuellen Zeitreise geht zu Gänsehaut-Musik die Fensterverkleidung auf. Und ein Raunen und ein kollektives "WOW !!!" ertönt. Der erste sensationelle Blick auf die Aussicht vom höchsten Gebäude der Stadt bis zum Horizont lässt den Atem stocken, ist berauschend und unvergesslich. Und zack, gehen die Jalousien wieder runter und man fährt mit Rolltreppen noch eine Etage höher zum eigentlichen Observatory.

Ich hätte stundenlang da bleiben können! Es war recht voll, aber verteilte sich gut. Nur der Foto-Hotspots mit dem New Yorker Wahrzeichen Empire State Building im Hintergrund war stark belagert.

Wir waren gegen 18.00 Uhr oben und konnten das blau zu rosa Spektakel wieder genießen. Nur dass es hier noch mehr zelebriert wurde, es scheint, als würde der grandiose Sonnenuntergang richtig gefeiert.

Blick auf Uptown Manhattan vom One World Observatory New York City

Wie viele Dachgärten und Rooftops es gibt! Von unten, während man durch die Straßenschluchten läuft, bleibt es verborgen. Von oben bietet sich eine komplett andere Sicht auf die Wolkenkratzer und Wohnhäuser.

One World Observatory New York City

Ich hatte an diesem Tag wieder nur die kleine Canon PowerShot G7 X Mark II * in der Handtasche dabei. Einerseits hatte ich mir vorher schon Gedanken gemacht, ob ich an diesem ganz besonderen Ort auch ohne Spiegelreflexkamera und Tele-Zoom-Objektiv brauchbare Bilder machen könnte. Da wir aber tagsüber zu Fuß und auf Governers Island unterwegs waren, wollte ich mir doch keine lahme Schulter schleppen und hab nur "die Kleine" eingepackt.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, finde ich! Aus 390 Meter Höhe und einige hundert Metern Entfernung an die Freiheitsstaue rangezoomt.

Blick auf Freiheitsstatue vom One World Observatory New York City

Governers Island von oben, mit der Hafeneinfahrt im Hintergrund. Wie winzig die Insel von oben aussieht.

Blick auf Governors Island vom One World Observatory New York City

Der Blick auf Brooklyn mit Brooklyn Bridge und Manhattan Bridge. Wusstet ihr übrigens, dass man sie die Reihenfolge der drei bekanntesten Brücken auf die Insel Manhattan mit der Eselsbrücke einer deutschen Automarke merken kann? Von der Südspitze aus gesehen? BMW. Brooklyn Bridge, Manhattan Bridge und Williamsburg Bridge.

Brooklyn Bridge vom One World Observatory New York City

Und hier noch mal etwas rangezoomt. Bilder der Brooklyn Bridge aus dieser Perspektive hat man ja auch nicht alle Tage. Ich war wirklich verblüfft, wie gut der Zoom der kleinen Canon G7X aus der Hand und aus dieser Entfernung durch Glasscheiben funktioniert hat. Man muss bedenken, dass ich aus 390 Metern Höhe dieses Foto gemacht habe, schon toll!

Brooklyn Bridge vom One World Observatory New York City

Die Aussicht zur anderen Seite auf den Battery Park an der Südspitze der Stadt. Das One Word Observatory ist rundum verglast, so dass man den kompletten Rundumblick in alle Richtungen genießen kann. Plant auf jeden Fall mindestens zwei Stunden für den Besuch ein. Ich konnte mich nicht sattsehen und werde mit Sicherheit beim nächsten New York Besuch wieder da oben sein!

Battery Park vom One World Observatory New York City

Der Blick auf den Bahnhof Oculus und rechts unten in der Ecke des Fotos das große Wasserbecken des 9/11 Memorial.

Blick auf Oculus und Memorial vom One World Observatory New York City

Was für ein Wohngefühl es in diesem Glasturm wohl sein mag? Und was das kostet??

Blick auf Midtown Manhattan vom One World Observatory New York City

Es wird langsam dunkel, die Lichter gehen an und die rote Schlange der Rücklichter zieht sich durch Midtown. In der Mitte des Bildes ragt das Empire State Building heraus. Links der Hudson, rechts der East River, Manhattan ist eine Insel.

Blick auf Uptown vom One World Observatory New York City

Und kurz danach war die Sonne hinter New Jersey verschwunden und alle Zuschauer, die bewusst an der Westseite des Observatory standen, brachen in Applaus aus. Eine tolle Geste, eine wunderbare Stimmung.

Sunset über New Jersey One World Observatory New York City

Noch ein wichtiger Tipp:

Vor eurem Besuch des One World Observatory solltet ihr unbedingt den Wetterbericht checken! Bei gutem Wetter kann man bis zu 80 Kilometer in die Ferne schauen. Bei schlechtem Wetter sieht man nix, denn da ist man in den Wolken. Das ist meiner Tochter im vergangenen Jahr passiert. Am Termin, den sie mit ihren Kommilitonen (ja, sie waren mit der Uni Rosenheim auf Studienreise!) gebucht hatten, war totales Regenwetter und man hätte nichts gesehen. Aufgrund der Wetterlage konnten sie aber problemlos für den nächsten Tag einen neuen Termin buchen.

Rooftop Bars in New York City

Ja, das ist ein Hype um diese Bars über den Dächern, egal in welcher Stadt. Vor unserer Reise hatte ich mir sicher zehn tolle Adressen angesagter Rooftop Bars via Pinterest rausgesucht. Aber wie das immer so ist, Jetlag und Zeitumstellung macht das Abendprogramm nicht einfach. Ich bin vor Jahren mal abends bei La Boheme in der Oper, der MET, eingeschlafen, am Ankunftstag.

Und auch dieses Mal waren wir abends nach den Eindrücken, den kilometerlangen Fußmärschen und unserem sonstigen Programm einfach ziemlich platt am Abend.

Eine Rooftop Bar haben wir aber geschafft, die St.Cloud Rooftop Bar im Knickerbocker Hotel am Times Square. Tolles Ding, mit Aussenterrasse und Innenräumen. Die meisten aussenliegenden Rooftop Bars haben Heizstrahler oder/und offene Feuerstellen bei sinkenden Temperaturen. Die St. Cloud Bar erstreckt sich über Eck und bietet einen faszinierenden Blick auf die Lichter des Times Square. 

St. Cloud Rooftop Bar Knickerbocker Hotel New York City

St. Cloud Rooftop Bar Knickerbocker Hotel New York City

Schöne Pflanzen und gemütliche  Sitzecken runden das Luxus-Ambiente ab. Meiner Freundin war es draussen zu windig, wir haben uns deshalb drinnen Cocktails und etwas für den kleinen Hunger gegönnt.

Und waren zusammen glaube ich für alles schlappe 100$ los, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Normale Preise für Midtown Manhattan. Man sollte auf jeden Fall VOR dem Besuch einer Rooftop bar irgendwo einen Five Guys Burger oder sowas essen. Sonst kann der Abend teuer werden 😉

St. Cloud Rooftop Bar Knickerbocker Hotel New York City

Das war's erstmal zum Thema oben über den Dächern von New York.

Wobei, ich lass euch nach der Bilderflut (jetzt kommt es auf eines auch nicht mehr an) ein Bild aus meinem Hotelzimmerfenster da, 34. Stock im Millenium Hilton ONE UN Plaza. 

Der Blick, den ich da auf Roosevelt Island hatte, war ja nun auch wirklich nicht schlecht, oder?

Blick vom 34. Stock des Hilton Millenium One UN Plaza Hotel

Apropos Roosevelt Island, über unsere Fahrt auf die Insel mit der Schwebebahn, wie sich die High Line verändert hat, warum wir abends zum Musical Theater rennen mussten und was ich sonst noch zu erzählen habe könnt ihr dann im nächsten Bericht lesen.

Und natürlich fehlt auch noch unser Road Trip in die Hamptons!

Zuviele Fotos, zuwenig Zeit, seufz …..

Bis hierher erstmal ganz herzlichen Dank, dass ihr meine Berichte so gerne lest! Es steckt viel Zeit und Arbeit in einem solchen Reisebericht, aber ich erlebe beim Fotos bearbeiten und schreiben alles noch mal, deshalb macht es mir Freude und wenn ihr euch auch darüber freut ist ja alles bestens 😉

Ein schönes erstes November-Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

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New York City Ostküste USA Reisen USA

Governors Island, ein Tag auf der fast geheimen Insel vor Manhattan

24. Oktober 2017

Weiter geht es mit dem Bericht meiner New York City Reise Mitte September. Wir Mädels waren alle nicht zum ersten Mal in NYC und wollten natürlich ausserhalb der üblichen Highlights auch etwas Neues sehen, deshalb erzähle ich heute von unserem Ausflug nach Governors Island.

New York City, die Stadt die niemals schläft und laut, schrill, bunt und hektisch ist, kann auch ganz anders.

Jeder, der bereits dort war, kennt sicher auch die ruhigen Parks, die Stille auf dem Wasser rund um die Insel Manhattan und weiß, dass die Stadt unfassbar viele Seiten, Nuancen und Töne hat.

In den Sommermonaten, das bedeutet von April bis Ende September, ist eines der neusten Hotspots im anderen Sinne die knapp 70 Hektar große Insel Governors Island. Sie liegt in der Upper New York Bay unter der Südspitze von Manhattan und ist mit der Fähre in knapp 5 Minuten vom Governors Island Ferry Terminal (direkt neben dem South Ferry Terminal, von dem die Staten Island Ferry abfährt) zu erreichen. Die Fähre kostet eigentlich 2,- Dollar, ist oft auch kostenlos, wir haben jedenfalls nichts für die Fahrt bezahlt.

Wir haben am Samstagmorgen eine der ersten Fähren genommen, die Fähren fahren ab 10.00 Uhr im Halbstunden-Takt. 

IMG_0393

Governers Island Ferry Battery Park New York City

Während der kurzen Fahrt kann man den Blick auf Brooklyn auf der einen Seite, und auf New Jersey und Lady Liberty auf der anderen Seite geniessen.

Statue of Liberty Freiheitsstatue New York City

Der Name der Insel geht auf das Jahr 1698 zurück, als New York noch eine englische Kolonie war und die Kolonialversammlung die Insel für die ausschließliche Nutzung durch den königlich-britischen Gouverneur New Yorks reservierte.

Governors Island diente Jahrhunderte lang bis in die sechziger Jahre der US Army als Stützpunkt, auf alten Landkarten New Yorks ist die Insel nicht zu finden, bewusst, denn sie wurde streng geheim gehalten. Als das Militär die Insel 1966 verließ, wurde sie zur größten Basis der US-Küstenwache umgewidmet. Für die Angehörigen entstand auf der Insel eine eigene Infrastruktur mit Schulen, Kirchen und einem Theater. Die 1997 erfolgte Schließung dieser Basis beendete die über zwei Jahrhunderte dauernde Nutzung der Insel als Bundeseinrichtung.

Im Jahr 2003 verkauft der Bund die Insel für $1 an die Stadt New York, um sie so zu einem Naherholungsgebiet für die New Yorker umzugestalten. Das große grüne Stück Land blieb im Kern aber erhalten. Alle alten Häuser, die Kaserne Fort Jay, diverse Schulen, das Gefängnis Castle Williams, ein Krankenhaus, eine Kirche und alte Supermärkte, sowie ein altes Theater stehen noch.

Man kommt sich vor, als wäre man in eine andere Zeit versetzt und kann sich ein recht authentisches Bild der damaligen Lebensweise auf Governors Island verschaffen. Ich finde Geschichte sehr spannend und hier wird sie lebendig.

Der nördliche Teil der Insel mit den historischen Bauten ist bereits seit 2003 öffentlich zugänglich. Dort befinden sich auch die Anlegestellen der Fähren. Für den größeren, südlichen Teil wird zurzeit ein landschaftsarchitektonischer Wettbewerb durchgeführt, auf dessen Grundlage die Insel zu einem neuen Freizeit- und Erholungspark  gemacht werden soll. 

Übersichts Karte von Governers Island

Fahrradtour und Fahrradverleih auf Governors Island

Sehr entspannt erkundet man den südlichen Teil der Insel mit dem Fahrrad; die kann man sich auf Governors Island leihen. Wir haben uns ein Vierer-Kutsche gegönnt, das war im Prinzip preiswerter als drei einzelne Räder zu leihen.

Und es macht mehr Spaß 😉

Fahrräder leihen auf Governors Island New York

Fahrräder leihen auf Governors Island New York

An vielen Stellen gibt es Picknickplätze, Hängematten, Spielplätze und Sitzgruppen. Und überall hat man diese und andere phantastische Aussichten. Hier seht ihr übrigens wieder ein Selbstauslöser-Photo, mit der Canon G7X Mark II und der App auf dem Handy. Ich muss das aber wirklich noch üben, denn man KÖNNTE das Handy auch unauffällig in der Hand halten, und nicht wie eine Fernbedienung vor dem Fernseher 😉

Governers Island NYC

Es gibt zwei Festungsanlagen aus der Zeit der militärischen Nutzung. Die beiden Festungen gehören zu den besten erhaltenen Beispielen für die US-Küstenbefestigung; Fort Jay und Castle Williams. Castle Williams diente auch als Militärgefängnis, heute kaum vorstellbar, wenn man 100 Meter weiter die Wall Street sieht.

Governers Island Castle Williams

Governers Island Castle Williams

Governers Island Geschichte Castle Williams

Governers Island South Battery Kanone

Governers Island Colonels Row

Geschichte auf Governers Island: Colonels Row und Nolan Park

Man kann die historischen und wirklich imposanten Häuser teilweise auch von innen erkunden. Besonders rund um die Colonels Row finden sich die schönsten Häuser der Insel. Hier haben, wie der Name schon sagt, die höchsten Offiziere gewohnt, und das nicht schlecht: große Terrassen, Zimmer mit Kamin und viel Platz waren für die Offiziere selbstverständliche Wohnverhältnisse

Governers Island Colonels Row

Governers Island Blick auf Manhattan

Governers Island Nolan Park St. Cornelius Chapel

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park
Zwischen den historischen Bauten finden sich immer wieder interessante Projekte wie dieser Abenteuerspielplatz oder der Farm Garden mit dem Weg aus Austern- und Muschelschalen. Ein Paradies für Umweltgruppen, Künstler und ja, auch für Kinder. 

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park

Staunenswert fand ich auch Nolans Park mit seinen schönen gelben Holzhäusern.

Einige Häuser beherbergen heute Ausstellungen und Kunstateliers. Einige sind noch im Originalzustand und man kann erahnen, wie die Bewohner hier gelebt haben. Vieles ist bereits sehr schön restauriert und in den nächsten Jahren wird sich noch viel tun auf Governers Island.

Ich befürchte, es wird in einigen Jahren touristisch überlaufen werden, obwohl man sich bemüht, alles so natürlich und nachhaltig wie möglich zu gestalten.

Uns hat die Ruhe sehr beeindruckt, die Weitläufigkeit und die Natur, einen Steinwurf vom hektischen Manhattan entfernt! Dieses Bild hier unten verdeutlicht es besonders, vorne die alten Holzhäuser, hinten das hypermoderne neue One World Trade Center. 

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park Häuser

Mich begeistern an alten Häusern die Details besonders, ich muss mich gerade beherrschen bei der Auswahl der Fotos, denn ich habe so viele an diesem Tag auf der Insel gemacht! Natürlich auch ein paar Poser-Bilder, typisch Touristen. Wenn ich zu meinen Mädels gesagt hätte: fotografier mich mal insta-mäßig von hinten verträumt am Wasser stehend, hätten sie gesagt: hä? Von hinten? Wieso das denn? 😉

Governers Island Nolan Park

Oder hier, da gab es diese Photo Op, man konnte sich auf eine Kiste stellen und in der Ausstellung über berühmte New Yorker Frauenrechtler zwischen die Suffragetten plazieren. Wenn man denn als Fotografin den richtigen Winkel getroffen hätte, haha. Aber egal, die unperfekten Fotos sind die besten (und oft lustigsten) Erinnerungen.

September173

Governers Island Nolan Park

Governers Island Nolan Park

Wir haben die Insel einmal in aller Ruhe umrundet, den südlichen Teil mit unserer bequemen Karosse, den nördlichen Teil zu Fuß.

Governers Island The Hills

Governers Island Nolan Park

In den Sommermonaten ist der Event-Kalender von Governers Island voll mit tollen Möglichkeiten. Am besten schaut man bereits zuhause mal rein, damit man planen kann, an einem Event teilzunehmen. Oder sich auch einen anderen Tag für den Ausflug auszusuchen, wenn man einfach nur einen ruhigen Tag verbringen möchte.

Es gibt auf der Insel keinen Starbucks, keinen Burger King oder sonstiges Massenfutter. Es gibt Streetfood, das passt super zur ganzen Stimmung und zum Gedanken der Nachhaltigkeit.

Wir haben zum Beispiel extrem leckeres Eis aus einer kleinen Manufaktur in Brooklyn genossen. Lavendel-Olivenöl-Eis. Köstlich! Und frisches Kokoswasser aus der Nuss, lecker!

New York Governers Island Street Food Festival

New York Governers Island Street Food Festival Blue Marble Ice Cream Factory

New York Governers Island Street Food Festival

Governers Island Nolan Park

Auf dem Weg zur Anlegestelle der Fähre hat man im Norden der Insel den Blick auf Brooklyn mit der Brooklyn Bridge im Hintergrund. An diesem Tag war (wie an allen Tagen unseres Aufenthaltes) Hammerwetter und viele Segelboote in der Bucht unterwegs. Mitten in den Straßenschluchten vergisst man schnell, wieviel Wasser es um Manhattan herum gibt, man ist nie weit weg davon.

Blick von Governers Island  auf Brooklyn

Blick von Governers Island  auf Brooklyn

Und von der anderen Seite der Insel diesen Blick.

Ich hätte stundenlang nur da stehen und staunen können.

Blick von Governers Island  auf Battery Park

Wir hatten einen wirklich sehr entspannten und wunderbaren Tag auf Governers Island. Ich kann nur sagen: einzigartig, absolute Empfehlung, auf jeden Fall! Im Sommer noch eher als im Winter, da während der Wintermonate (ab November) die meisten Häuser geschlossen sind. Also auf jeden Fall vorher den Kalender checken.

Geschichte, Natur, Kunst (wir hätten auch kostenlos Theaterstücke anschauen können), Streetfood, frischer Wind und Wasser. Hätten wir nicht am frühen Abend Karten für das Observation Deck auf dem 1WTC gehabt, wären wir noch länger geblieben. Wir haben einige Attraktionen wie zum Beispiel The Hills gar nicht sehen können in den 4-5 Stunden.

Denn auch wenn es auf den Bildern aussieht wie ein Katzensprung, bis man zu Fuß bis zum Ground Zero gelaufen ist, oder vier Stationen mit der U-Bahn fährt, vergeht ganz schön viel Zeit. Das ist überhaupt ein wichtiger Punkt, wenn man ist New York ist. Sieht man kurz auf die Karte oder bei Google Maps denkt man: na ja, zehn Blocks, kein Problem. Und dann zieht es sich …..

Über das 1WTC und weitere atemberaubenden Aussichten von oben berichte ich euch im nächsten Teil, ganz bald!

Bis dahin

Alles Liebe

Barbara

 

Fotografie Fotografieren New York City Ostküste USA Reisen

Mädelstrip nach New York City, der Anfang der Geschichte

11. Oktober 2017

Ich hätte jetzt auch schreiben können: 100 Gründe, warum du unbedingt mit deinen Freundinnen nach New York solltest, oder so etwas.

Macht man ja eigentlich. Clickbait, SEO, und so weiter. Dinge, die ich beim Bloggen oft zu wenig beachte. Aber die mich irgendwie auch nerven. Ich schreib lieber so, wie es aus mir herauskommt, direkt und ohne dauernd auf gefühlte 1000 Dinge achten zu müssen. Ich werde wohl nie professioneller Blogger oder Influencer 😉

Aber kommen wir zur Sache.

Regelmäßige Leser erinnern sich vielleicht, dass ich vor zwei Jahren die verrückte Idee hatte, meinen runden Geburtstag mit Freundinnen in Las Vegas zu feiern. Wir haben unser eigens zu diesem Zweck angelegtes Sparbuch und die Daueraufträge nach unserem Vegas-Trip einfach weiterlaufen lassen. Und hatten dann irgendwann wieder ein schönes Pölsterchen für die nächste Reiseplanung.

Wohin? Städtereise in Europa? Nöööö. Klüger wäre es ja, und preiswerter.

Und zack, gleichzeitig sagten wir alle drei dann: lass uns mal nach New York fliegen. Es dauerte etwas, bis ein gemeinsamer Termin gefunden war, man hat ja volle Kalender (also ich nicht, aber meine Freundinnen, hihi). September wäre passend. Eigentlich geht nur September, die zweite Woche.

Angebot eingeholt, beim Reiseveranstalter meines Vertrauens, America Unlimited. Da wir alle aus dem Alter der Mehrbettzimmer, bei anderen Leuten in den Betten zu schlafen (a.k.a. Airbnb) und Hipster Hoods wie Williamsburg raus sind, war unser Wunsch ein Hotel mitten in Manhattan. Also Midtown, 3-4 Sterne und so weiter. Möglichst Direktflug von Düsseldorf. Und das NICHT mit Air Berlin, ich ahnte schon damals, dass es bergab ging bei denen. Vom sauschlechten Service und den extrem engen Sitzen mal abgesehen.

Das Angebot kam und wir so:

fun pics, drei Frauen im Hai in Chelsea Market New York City

(picture taken in Chelsea Market)

Tja, da hatten wir nicht vorher in den NYC-Event-Kalender geschaut, es war ausgerechnet New York Fashion Week,  U.S. Open und 9/11, alles in unserer Reisewoche. Hmmm, mal überlegen. Das dauerte dann eine gute Woche.

Also gut, wir buchen jetzt.

Tja, in der Zwischenzeit war der Lufthansa-Flug mal eben dreihundert Euro teurer geworden. Ne wie blöd, hätten wir mal nicht so lange gewartet mit der Buchung. Dann eben mit KLM, über Paris, auch gut, und zum Angebotspreis. Ich fliege ja sowieso unglaublich gerne und je mehr Starts und Landungen, desto besser 😉

ESTA erneuert, Kofferwaage rausgekramt (lebensnotwendig für den Rückflug) und dann stellte sich für mich die Frage: welches Kameraequipment nehme ich mit?

Die "üblichen" Highlights von New York hatte ich bei meinen letzten Reisen im Sommer 2011, im Rahmen unserer Neu-Englandreise 2012 und Thanksgiving 2014 fotografiert. Obwohl sich ja immer wieder neue Perspektiven auftun, auch bei bekannten Motiven. Aber die große Spiegelreflexkamera den ganzen Tag mitschleppen? Man ist ja ständig zu Fuß unterwegs, und da wird die Tasche schon mal schwer.

Mein iPhone 6 SE hat zwar eine ganz gute Kamera, aber so ganz das Wahre ist das noch nicht.

Also freute ich mich, dass mein Kooperationspartner CANON mir für die Reise wieder die G 7X Mark II zur Verfügung stellte*. Diese kleine handliche Kamera ist ein Wunderding, das hatten wir schon während einer Reise nach Paris festgestellt. Und selbst das Vorgängermodell machte bereits phantastische Bilder und Videos (Thanksgiving NXY 2014). Ich hab "die Große" auf Anraten meiner Follower und Freunde als Reserve mitgenommen. Aber sie bis auf einen Abend (als der Akku der kleinen Cam leer war und ich ohne Ersatzakku) tatsächlich im Hotel gelassen.

Was für eine Erleichterung, nur die kleine Canon PowerShot G7 X Mark II   * in der Tasche zu haben! Kein Objektivwechsel, keine müde Schulter. Und ich bin richtig zufrieden mit meinen Fotos und Videos. Hoffentlich kann ich meinen Sohn überzeugen, seiner Mutter ein nettes kleines Filmchen daraus zusammen zu basteln, er kann das nämlich, und ich bisher noch nicht.

Unsere Reise startete mit Verspätung, in Paris hatten wir dadurch drei Stunden länger als geplant Aufenthalt und hatten keine Minute Langeweile. Wir klatschten uns im Duty Free sämtliche teure Seren (alles ab 500,-€ aufwärts) probeweise ins Gesicht und stiegen Stunden später mit praller Haut aus dem Flieger. Kann ich nur empfehlen.

Und wir gönnten uns bei Laduré Macarons als kleinen Snack für Unterwegs, alleine dafür lohnte sich die Zwischenlandung in CDG;-) Die mit Lakritz finde ich ja göttlich!

 CDG Airport, Flughafen Paris

Laduré CDG Airport, Flughafen Paris

Angekommen im Hotel jagten wir erstmal zum Rockefeller Center, denn wir hatten für den Abend Karten für die Aussichtsplattform Top of the Rocks, kurz TOTR genannt. Leider haben wir die gebuchte Uhrzeit verpasst, die kann man vorher buchen, um das Anstehen zu vermeiden. Zum Glück konnten wir die Karten für den nächsten Abend tauschen.

Am Rockefeller Center war auf Grund der Fashion Week ordentlich Trubel und Party. Wir waren aber platt, da es nach unserer inneren Uhr bereits nachts um drei war, also ab ins Bett.

Rockefeller Center NYC Fashion week 2017

Wo ich am nächsten Morgen beim Aufwachen diesen Blick von meinem Zimmer aus hatte. Rechts sieht man Roosevelt Island im East River.

Und ja, der Himmel hatte wirklich genau diese Farbe, an diesem und jedem folgenden Morgen unserer Reise.

view from hotelroom ONE UN Hotel New York City

Blick aus dem Hotelzimmer Millenium ONE UN Hotel New York City

Die Canon G7 X Mark II hat ein starkes Zoom, ich hätte von meinem Fenster aus fast die Kaffeetassen auf dieser Dachterrasse sehen können, wären da welche gewesen.

Rooftop New York city

Ich stelle gerade bei Durchsicht meiner 1800 Fotos fest, dass ich vor lauter Insta-Stories kein einziges richtiges Foto meines Hotelzimmers gemacht habe! Ausser dieses, drei Minuten vor der Abreise mit gepacktem Koffer. So schön das mit den Insta-Stories auch ist, ich liebe sie! Aber ich vergesse oft, dazu auch Fotos zu machen. Note to self: mehr Fotos, weniger Videos.

Millenium Hilton ONE UN Plaza

Gewohnt haben wir Midtown im Millenium Hilton ONE UN Plaza, wirklich sehr zu empfehlen!

Das Hotel liegt direkt neben dem UN-Gebäude und die Zimmer beginnen erst ab der 31. Etage. So hat man von jedem Zimmer aus eine phantastische Aussicht! Im Zimmer gab es eine Kaffeemaschine, freies W-Lan und reichlich Platz, wer New Yorker Hotelzimmer kennt, weiß, dass das nicht selbstverständlich ist. Und man konnte die Fenster öffnen, wenn auch nur einen schmalen Spalt. Immerhin Frischluft, ich hasse es ja, nur Aircondition im Zimmer zu haben, besonders nachts.

Unten in der Lobby befindet sich eine Bäckerei mit Coffee Shop, sehr praktisch.

Die Lage ist super, ruhig und sehr sicher. Vor dem Hotel befand sich ständig ein Hundeführer mit wechselnden Labradors in allen Farben, die unauffällig die Gäste und das Gepäck nach Sprengstoff absuchten. Da das Hotel im Botschaftsviertel liegt, ist das eine nachvollziehbare Sicherheitsmaßnahme.

Und direkt neben dem Hotel der Farmers Market. Man glaubt es kaum, aber man kann in New York City nicht nur Klamotten und Kosmetik, sondern auch frischen Mais kaufen 😉

Farmers Market One UN Plaza

Farmers Market One UN Plaza

Zur nächsten U-Bahnstation waren es drei Blocks, wir haben allerdings fast alles zu Fuß abgelatscht. Kommt, sind doch nur zehn Straßen weiter, das schaffen wir mal eben. Und es zieht sich dann doch, wer Manhattan kennt, weiß wovon ich rede. Die Stadt ist riesig!

Und gewaltig, und gigantisch, und atemberaubend. Ich könnte direkt wieder hin, während ich das schreibe und meine Fotos sichte!

Apropos Fotos, während wir gerade davon sprechen. Meine Freundinnen hatten natürlich keine Kameras dabei. "Du machst ja wieder die Fotos für uns, Barbara, wie immer!" Klar, mach ich.

Und das sah dann so aus: die Zwei vorneweg, ich hechel hinterher, weil ich Fotos mache. "Wo bleibst du denn? Leg doch mal endlich das Handy weg…"

Tja. So ist das 😉

Park Avenue New York City

Das war dann mal der Anfang, ich hab über unseren Mädelstrip so viel zu zeigen und zu erzählen, dass ich das besser in mehreren Teilen erledige.

Bis dahin lasse ich euch noch ein paar random pics da, ein paar Schnappschüsse von zwischendurch.

Wie wir vom Einkaufen kamen zum Beispiel. Ha! Also das sind die Tüten von uns Dreien, nicht nur meine.

shopping bags

Der abgeriegelte goldene Turm vom unsäglichen Donald. POTUS was in town für die Feierlichkeiten zum 11. September und vor seiner Haustür war alles abgesperrt und schwer bewacht, der ganze Block. Überhaupt empfand ich eine hohe Polizeipräsenz, was aber nicht unangenehm war.

Trump Tower on 5th Ave New York City

NYPD on Times Square in NYC

Und wie ich auf der High Line überlegte, wem ich dieses Buch wohl schenken könnte. Also nicht das in der Mitte. Und auch nicht das rechte.

High Line NYC books

Und wie es aussieht, wenn man auf dem TOTR beim Sonnenuntergang keinen Platz in der ersten Reihe erwischen konnte.

Top of the Rocks Rockefeller Center New York City

 Und wie man mit dem Smartphone und der Canon App wunderbar Selbstauslöser-Fotos machen kann, ohne dass man fremde Leute anquatschen muss und die Fotos dann nix werden.

The Metropolitan Museum of Arts Rooftop Terrace

Natürlich kann man auch mitten in der Nacht am Times Square direkt Selfies machen, wenn der Arm reicht. Die G7X hat ein klappbares Display, damit geht das super.

Times Square, Night, NYC

Oder man macht auf der High Line Fotos wie meine Freundin Karin. Schief. Und als ich sage: "Karin! Die Bilder sind so schief!" da sagt sie: "Macht man so, das hab ich mal in einem Fotoworkshop bei deinem Event gelernt!"

Mensch, Karin, das war 2009!! Was damals Trend war, ist jetzt ein absolutes no go! Hahaha! Ich liebe meine Freundinnen.

High Line Park New York City

Also, ich verspreche euch mindestens drei oder vier weitere Berichte. Fünf Tage New York, was meint ihr, was man da erleben kann!

In diesem Sinne

Alles Liebe

Barbara

Info und Disclaimer | Ich habe von CANON für einen begrenzten Zeitraum diese Kamera zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu testen. Dafür herzlichen Dank! Weitere Zuwendungen habe ich von CANON nicht erhalten.

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Fotodruck New York City Ostküste USA Project Life Reisen Tools und Werkzeuge Travel Journals USA

Traveler’s Notebook und was ich sonst noch so für meinen NYC Trip einpacke

7. September 2017

Morgen früh fliege ich endlich mal wieder in die Stadt der unglaublichen Augenblicke und Aussichten. Ich war sicher schon mehr als 50 mal in New York, aber es wird nie, nie, nie langweilig für mich.

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Trip nach Las Vegas? Wir Mädels haben nach diesem bewährten Muster einfach das Sparkonto weiter regelmäßig gefüllt und so konnten wir jetzt wieder losdüsen.

Gebucht haben wir wieder beim Reiseveranstalter meines Vertrauens, bei America Unlimited stimmt die Beratung und der Preis einfach. Allerdings haben wir uns gewundert, warum die Hotels dieses Mal so teuer sind…hmmm. Wir hatten zur Planung nur in unsere Kalender geschaut um einen gemeinsamen Termin zu finden.

Tja, und da entdecke ich doch erst vor einigen Tagen, dass genau morgen, mit unserer Ankunft, die New York Fashion Week beginnt, dass die US Open laufen und am Samstag die große Labor Day Parade stattfindet. Da wird was los sein!

Top of the Rock New York City

Aber umso besser, denn wir sind ja nicht zur Erholung da, ha, ha! Da wir das übliche Touristen must see Programm alle bereits absolviert haben, stehen einige andere Punkte auf unserem Programm. Ausser Top of the Rock, das muss IMMER sein, egal wie oft man schon da oben gestanden hat. Und auf die neue Aussichtsplattform One WT möchten wir definitiv, da oben war noch keiner von uns und es muss gigantisch sein.

Geplant ist ein kleiner Road Trip mit dem Auto nach Long Island, in die Hamptons. Zum Outlet-Shopping, Landschaft und Häuser gucken und vielleicht ein wenig die Füße in den weißen Sand von East Hampton graben.

East Hampton Main Beach Long Island NY

Und wir wollen auf Governors Island Fahrräder mieten und die Insel im East River erkunden. Kenn ich noch nicht und bin gespannt.

Karten für ein Musical sind auch bereits reserviert, das gehört in London oder New York dazu.

Ansonsten lassen wir uns durch die Straßen treiben und saugen die Geräusche, Gerüche und Eindrücke von NYC auf. Ich verbinde ja diesen leicht verbrannten Hot Dog und Pretzel-Geruch von den Straßenecken zum Beispiel immer mit New York, natürlich ständige Sirenen- und Hupgeräusche. The city that never sleeps …

Ich packe gerade alles für die Bastelei unterwegs ein und habe mir vorgenommen, es dieses Mal auf ein Minimum zu beschränken! 23 kg Gepäck für den Rückflug, das wird wie immer kritisch. Gerade jetzt, wo überall noch Labor Day Sale ist! Also wird wenig mitgenommen.

Travelers Notebook Danidori Instaxdrucker für die Reise

Mein Midori Traveler's Notebook ist dabei, zum ersten Mal werde ich ein dazu danidori mitnehmen, da es weniger Seiten hat als die klassischen Inserts von Midori. Ich weiss nicht, ob ich überhaupt dazu komme, unterwegs viel zu schreiben. Eigentlich rechne ich eher mit tiefer Erschöpfung am Abend ;-). Ein wenig Washitape von Alexandra Renke, Stift und Kleber, und 'ne Babyschere für das Basteln im Flieger auf dem Rückflug. Vielleicht noch 1-2 Stempelchen. Das muss aber auch reichen.

Dazu die Kamera für die Handtasche,  das Vorgängermodell der Canon G7X Mark II * hatten wir schon bei meinem letzten New York Trip dabei und ich überlege immer noch, ob ich die große Spiegelreflex-Kamera mit Teleobjektiv nicht ganz zuhause lasse. Das Gewicht, ihr wisst schon … Das wird morgen in der Früh eine spontane Entscheidung.

Den Instax-Printer * nehme ich auf alle Fälle mit, wenn ich nicht direkt die Fotos drucke und einklebe, bleibt das Travel Journal wieder ein UFO, ich kenn mich doch. Der Printer ist auch relativ leicht und die Filme kann man überall drüben kaufen.

So, jetzt aber, ich muss noch einiges an Papierkram erledigen, was bügeln, wobei, für den Koffer Sachen bügeln ist irgendwie kontraproduktiv, oder ? Aber man fährt trotzdem nicht mit ungebügelter Hose los. 

Dann sag ich mal tschüss, bis in einer Woche! Ich werde versuchen, auf Facebook, Instagram und in den Insta-Stories soviel wie möglich zu posten, wenn das WLan unterwegs es zulässt. Also, kommt ein wenig mit, wenn ihr Lust habt!

Alles Liebe

Barbara

*Disclaimer: Ich habe von Canon für einen begrenzten Zeitraum diese Kamera sowie von Fuji den Instaxdrucker zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu testen. Dafür herzlichen Dank! Weitere Zuwendungen habe ich nicht erhalten.

New York City Ostküste USA Reisen USA

Gräber in Virginia, Amish in Pennsylvania, die Uni in Ohio, und der Traum eines kleinen Jungen

6. August 2015

Ziele und Träume sind ungeheuer wichtig. Wenn sie sich erfüllen, sind das unsere ganz großen Glücksmomente im Leben.

Wir reisen gerne und träumen oft davon, das liegt irgendwie in den Genen, meine Kinder haben das Fernweh vielleicht auch durch mein Fliegerleben mit der Muttermilch eingesogen.

Heute gibt es noch eine Geschichte dazu, hier ist sie:

Der jüngste Sohn hatte schon als kleiner Knirps großen Spaß an Achterbahnen. Seine ersten Computerspiele (gleich nach Pettersson & Findus und Harry Potter) waren Roller Coaster Tycoon und Achterbahn Designer.

Er baute Achterbahnen am PC und schaute Videos von Achterbahnen in Vergnügungsparks auf der ganzen Welt. Als er für die „Kraken“ in Sea World, Florida, bei unserem Urlaub 2004 leider trotz Basecap auf dem Kopf noch ein paar Zentimeter zu klein war, gab es Tränen.

Von da an war sein Traum Cedar Point. Ein Roller Coaster Park in Sandusky, Ohio, am Ufer des Lake Erie. Am A… der Welt, von hier aus gesehen, unerreichbar. Mit den außergewöhnlichsten Achterbahnen der Welt und dem erstem Giga-Coaster, knapp 100 m hoch.

Wie um alles in der Welt kommt man da hin? Und zu welchem Anlass? Der Traum schien lange unerreichbar.

Bis……. ja, bis seine große Schwester im Jahr 2011 ein Auslandssemester machte. Sie studierte Arts & Culture in Maastricht und belegte während des Studiums ein Auslandssemester an einer Partneruniversität in den USA.

Und zwar in Ohio, Zufälle gibt es im Leben. Oder Schicksal? Gutes Karma?

Die kleinere Tochter machte in diesem Sommer ihr Abitur, als Geschenk für diese Leistung gab es von Mama eine  Reise. New York sollte es zum ersten Mal für die Kinder sein. Es bot sich da natürlich auch an, die große Schwester im Auslandssemester zu besuchen.

Alles fügte sich zusammen, es wurde gejobbt und gespart. Ich recherchierte im Internet nach Flügen, Hotels, Auto, Transfers und dem ganzen Klumpatsch und landete dann doch wieder bei meinem Lieblings-Reiseveranstalter America Unlimited.

Meine Vorgaben an das Reisebüro: ein paar Tage das große Kind in Ohio besuchen (weil wir das College-Leben in den USA sehen wollten), am Anfang ein paar Tage New York (das war das Abi-Geschenk), ein paar Tage Bildung und Geschichte in Washington (es war also quasi ein Bildungsurlaub) und zum Abschluss Cleveland, Ohio ( zur Erfüllung des Acherbahn-Traums)

Das America-Unlimited Team stellte uns alles passend zusammen, ich habe mir die Hotels vorher bei Trip Advisor und Expedia angeschaut, wegen Lage und Bewertungen. Es wurde einiges umgestellt, bis es für uns optimal war, auch vom Preis-Leistungsverhältnis. Die Beratung durch ein gutes Reisebüro hat sich bezahlt gemacht, ich selber wäre z.B. auch nicht auf die Idee gekommen, zwischen New York und Washington den Zug zu nehmen und so das teurere Auto zu sparen.

Das Abiturkind bekam unerwartet kurzfristig einen Studienplatz, musste vorher noch ein Praktikum machen und konnte aus dem Grund leider dann nicht dabei sein (das Geschenk wurde nachgeholt, versteht sich).

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Ich flog also mit den Jungens alleine nach New York. Nach drei sehr laufintensiven Tagen und einem neuen Longboard im Gepäck ging es mit dem AmTrak nach Washington. Wir erlebten in New York ein Erdbeben und in Washington einen Hurricane, das sei nur am Rande erwähnt und ist in einem anderen Blogbeitrag nachzulesen.

Der Bahnhof in Washington ist sehenswert, fast so schön wie der Grand Central in NYC oder Kings Cross in London.

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Das Capitol in Washington

Nachdem wir uns in Washington bei einer Affenhitze zwei Tage die Highlights angesehen hatten und den Hurricane überlebten, ging es mit dem Auto über den Potomac River los in Richtung Virginia.

Erster Stop war der Arlington National Cemetery , der zweitgrößte Friedhof in den USA und letzte Ruhestätte für bisher ca. 400.000 Angehörige der US-Streitkräfte, für John Fitzgerald Kennedy und seine Familie, wie auch Gattin Jackie O.

Und  Ruhestätte für meine Tante und meinen Onkel.

Mein Onkel St. Clair MacKay (wir nannten ihn als Kinder nur Onkel Mac) war Lt. Colonel der US Army, Tante Inge hatte ihn kurz nach dem Krieg kennengelernt, da sie als Dolmetscherin für die amerikanischen Besatzungsmächte tätig war.

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Wie man unschwer erkennt, hat mein Onkel Mac sehr gerne fotografiert, ich habe hier noch kistenweise Fotos und Alben aus dem bewegten Leben der Beiden.

Er starb 1979 und wurde in Arlington mit der für Offiziere üblichen Zeremonie beigesetzt, mit Flagge über dem Sarg, Salutschüssen usw., wie man es aus Filmen kennt. Ich fand das damals sehr beeindruckend.

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Witwen und Kinder der Angehörigen der Streitkräfte werden auf Wunsch auch dort beigesetzt, wie meine Tante nach ihrem Tod 2005.

Arlington National Cemetery liegt nördlich des Pentagon. Die Ausrichtung der Grabsteine folgt einem strengen Muster. Die Seiten, auf denen die Namen der Soldaten, im überwiegenden Fall Männer, eingraviert sind, zeigt nach Süden, in Richtung Pentagon (US-Verteidigungsministerium) und Lincoln Memorial.

Auf der Rückseite der Grabsteine sind dann jeweils die Namen der Ehefrauen eingraviert, oder auch der Kinder, die dort beigesetzt sind.

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Die gigantische Ausdehnung des Friedhofs mit den beeindruckend akkurat ausgerichteten weißen Grabsteinen ist wirklich überwältigend. Wenn man dort entlang läuft und die Namen oder Einsatzorte liest fragt man sich unwillkürlich, welches Schicksal manche dieser Menschen wohl hatten.

Das Grab des am 22. November 1963 ermordeten 35. Präsidenten der USA, John F. Kennedy, befindet sich in einer Linie mit der über den Potomac River führenden Arlington Memorial Bridge und dem Lincoln Memorial in der Stadt Washington.

Es gibt mehrere sehenswerte Denkmäler, ein Besuch dieses Ortes des Gedenkens der Geschichte lohnt sich in jedem Fall, auch wenn man keine persönlichen Beweggründe wie ich hat.

Arlington Nationalfriedhof

Wir hatten am Tag unseres Besuches leider nicht viel Zeit, da wir um 15.00 Uhr in Pennsylvania einen festen Termin und abends in Pittsburgh ein Hotelzimmer reserviert hatten.

Was wollten wir in der Wildnis von Pennsylvania?

Mein kluges jüngstes Kind hatte Spaß am Kunstunterricht, und in dem entsprechenden Schuljahr ging es um Architektur. Frank Lloyd Wright und sein weltbekanntes Modellhaus Fallingwater wurde im Unterricht behandelt. Benjamin entdeckte, dass es zufällig passgenau an unserer Reiseroute lag, zwischen Washington und Pittsburgh.

Bildungsurlaub!

Mitten in den menschenleeren Allegheny Mountains.

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Fallingwater ist ein Meisterwerk der organischen Architektur und seit 1964 als Museum zugänglich. Frank Lloyd Wright baute es 1935 als Wochenend-Domizil für eine Industrieellenfamilie aus Pittsburgh, die Kaufmanns.

Fallingwater

Ich hätte sofort einziehen können! Das Haus ist direkt über und in den Wasserfall gebaut, das Plätschern und Rauschen ist allgegenwärtig überall im Haus.

Eine Führung durch das Innere muss man vorher online buchen, in einem engen Zeitfenster, das hatte ich schon von Deutschland aus gemacht. Während der ca. einstündigen Führung durfte man im Haus leider keine Fotos machen, so schade! Aber ich habe diesen Link mit Bildern aus dem Inneren, das ist wirklich sehenswert!

Das Haus ist im Originalzustand eingerichtet, schlicht und klassisch, ein Traum. Und jetzt genau total en vogue, die Bilder könnten aus einem aktuellen Wohndesign-Magazin stammen.

Ein Wort, das unser Guide ständig verwendete war: cantilever. Nie vorher gehört, aber es dämmerte uns nach einer Weile, das musste Ausleger oder Freiträger heißen. Denn das ist das Prinzip oder vielmehr die Bauweise dieses Hauses, es schwebt über dem Wasser und alles ist horizontal geschichtet. Faszinierend, sich vorzustellen wie damals die Kaufmanns hier ihre Gäste am Wochenende empfangen haben.

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Unbedingte Empfehlung, solltet ihr jemals in Pennsylvania sein!

Es versteht sich von selber, dass der Sohn nach unserer Rückkehr im Kunstunterricht damit glänzte, nicht mal sein Lehrer hatte das Bauwerk in Natura gesehen.

Reisen bildet ganz enorm, sag ich immer.

Abends, im 80 km von Fallingwater entfernten Pittsburgh, fuhren wir noch auf einen Berg am Rand der Stadt. Mit der Duquesne Incline, einer sehr steilen Standseilbahn, von der aus man einen tollen Blick über das ansonsten nicht weiter erwähnenswerte Pittsburgh hat;-).

View from Duquesne Incline in Pittsburgh

Und dann kam Ohio. Unschwer zu erkennen, am Seitenstreifen für die Amish-Kutschen, die sind an den Hauptstraßen eingezeichnet und man erkennt sie auch am Pferdedung, der da überall liegt.

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Ich war total fasziniert von den kurzen Momenten, in denen wir Amishen begegneten. Die Frauen mit den Hauben, in Kutschen oder auf Fahrrädern. Die Männer mit den Bärten und Strohhüten. Strengblickend.

Es muss aber auch nervig sein, immer diese blöden Touristen, die meinen man merkt nicht, dass sie einen fotografieren!

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Wir fuhren durch Berlin, Walnut Creek und Sugarcreek. Alles sauber und ordentlich.

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Zum Thema Shopping, in Ohio haben wir ausgiebig in Vintage Stores, Thrift Shops, Goodwill und Antique Malls gestöbert, ein Paradies für Sammler und Jäger!

Und klar, das hier musste auch sein, ich kaufe in jedem Urlaub seit ich denken kann, weihnachtlichen Baumschmuck als Souvenir.

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Dann waren wir endlich da, im kleinen beschaulichen Städtchen Westerville, etwas ausserhalb der Hauptstadt Columbus, OH.

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Otterbein University ist ein „liberal arts college“, eine Universität, die ganzheitliche kulturelle Bildung vermittelt. Als eine der Partneruniversitäten der Universität von Maastricht (an der meine Tochter Kulturwissenschaften, bzw Arts and Culture studiert hat) bietet sie die Möglichkeit für Auslandssemester. Eine hervorragende Sache!

Meine Tochter meinte später, sie habe in den fünf Monaten dort mehr für ihre berufliche Zukunft gelernt als in drei Jahren sehr theoretischem und vergleichsweise trockenen Studium in Maastricht.

Lavinia hatte zusätzlich das Glück, in der College-Tennismannschaft spielen zu können, kostenloses knallhartes Training dreimal die Woche. Erfreulicherweise musste sie für das Semester nur die vergleichsweise günstigen Studiengebühren der Maastrichter Uni zahlen, ein Bruchteil von dem, was die amerikanischen Studenten dort zahlen (Grundgebühr 32.000 US$ pro Jahr ++++). Trotzdem ist so ein Auslandssemester eine teure Angelegenheit, zum Glück gibt es dafür Auslands-BaföG und Studienkredite.

Aber jeder Cent ist gut angelegt, zumindest bei meiner Tochter war es so. Otterbein hat für amerikanische Verhältnisse einen kleinen und überschaubaren Campus.

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Hier probte im Stadion der Football Mannschaft Otterbein Cardinals gerade die Marching Band, die hat bekanntlich jedes College. Es ist eine Ehre, dort mitspielen zu dürfen. Und der Drill bei den Performances ist fast militärisch genau, ich bewundere diese jungen Leute.

 

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Wir schauten uns am nächsten Tag auch die Ohio State University an, in der Hauptstadt Columbus. Ein wesentlich größerer Campus, und der Eingang in das gigantische Stadion der Footballmannschaft lässt sich hier auf dem Foto ansatzweise erkennen. College Football ist ja eine Semi-Profi-Liga in den USA, und die Ohio State Buckeyes spielen ganz vorne mit.

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Selbstverständlich waren Alkohol, Tabakwaren und sonstige ähm… Dinge auf dem Otterbein Campus verboten. Die meisten Studenten sind nicht volljährig, bzw unter 21, und dürfen sowieso noch keinen Alkohol trinken. Über alles wacht strengstens die Campus Polizei.

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Das Tochterkind wohnte in einem winzigen Zimmer auf dem Campus. Mit drei anderen Mädels in einer WG im Studentenwohnheim. Aug11

Das Kind hatte Uni und wenig Zeit für uns, aber ich bin sehr froh, dass ich damals ihr „home away from home“ gesehen habe, ihre Mitstudenten kennengelernt habe.

Die letzten drei Tage verbrachten die Jungens und ich dann im Norden Ohios, in Cleveland, dem Zuhause der weltbekannten Cleveland Indians. Noch so ein unfassbar großes Stadion, dieses Mal für Baseball.

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Und dann war es endlich soweit, das lang ersehnte Ziel vor Augen. Cedar Point liegt eine Stunde westlich von Cleveland, ich habe die Jungens morgens hingebracht und mir dann den Tag mit Shopping vertrieben. An beiden Tagen.

Ja, ihr lest richtig, an einem Tag ist der Park nicht zu schaffen.

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Es gibt nur Achterbahnen. Kein Mickey Mouse und kein Trallala, man hört lautes schrilles Kreischen, schon von weitem.

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Absoluter Wahnsinn.

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Cedar Point Ohio

Ansonsten fanden wir Cleveland irgendwie seltsam. Ausgestorben, wie eine Geisterstadt. Es gibt die Rock’n Roll Hall of Fame, na ja.

Außer, dass ich mit drei Kampfjet-Piloten in schwarzen Flightsuits im Aufzug des Hotels gefahren bin, kann ich mich nicht an viel erinnern. Aber an diese Minute 1000% Testosteron jetzt immer noch, ha ha.

Cleveland Ohio

Meine Geschichte ist doch wieder länger geworden, das war keine Absicht. Kurz fassen geht bei mir manchmal nicht. Und wieder unter knapp 1000 Fotos die passenden suchen, das dauert. Denn wir haben auf dieser Reise so viel Interessantes gesehen und erlebt und erfahren, ich hab euch jetzt nur ein paar der Highlights beschrieben und gezeigt.

Da geht noch was, da kommt noch was, schauen sie wieder vorbei!

Und meine wichtigste Botschaft, wenn ich es mal so nennen darf: Träume können sich erfüllen! Auch wenn sie für ein Kind unerreichbar scheinen, auch wenn sie sich wie Spinnerei anhören.

Wenn man ganz fest daran glaubt, dann erfüllen sie sich, ganz oft jedenfalls!

Alles Liebe

Barbara

Fotografieren New York City Ostküste USA Reisen Scrapbooking Travel Journals USA

Ein Hurricane in Washington und ein Erdbeben in NYC, wir hatten beides in einem Urlaub!

27. April 2015

Charley und Irene, das hört sich an wie ein Hundepärchen, aber das waren die Namen der beiden Hurricanes, die ich bisher live erlebt habe, mittendrin sozusagen, in the eye.

Über Hurricane Charley, der uns im Urlaub 2004 obdachlos machte, habe ich schon zwei Layouts gemacht, hier und hier. Die Geschichte ist überaus spannend, die Fotos dazu sind aber noch auf DVDs und die muss ich erst suchen. Aber die Geschichte kommt, versprochen! Ich bekomme Gänsehaut, wenn ich nur daran denke….

Erst erzähle ich euch von Hurricane Irene.

Oder erst vom Erdbeben?

Immer der Reihe nach am besten.

Im Sommer 2011 war ich mit meinen Söhnen in den USA. Meine älteste Tochter war damals an der Otterbein University in Ohio zum Auslandssemester und wir wollten sie unbedingt besuchen.

Die Reise hatten wir wieder bei America Unlimited gebucht, dem USA-Reiseveranstalter unseres Vertrauens. Meiner Erfahrung nach klappt die Buchung komplett über einen Veranstalter stressfrei und perfekt.

Für längere Rundreisengibt es ja zwei Möglichkeiten:

– man stellt sich alles selber zusammen. Vergleicht tagelang Angebote von Flügen, Autoverleihern, Hotels, Transfers,  Eintrittskarten und wer weis was noch, bucht alles einzeln, hat verschiedene Tickets, muss Sitzplätze reservieren, hat -zig Buchungsnummern und schlimmstenfalls keine Rücktrittsmöglichkeit, usw….

– oder man bucht über einen Veranstalter, der auf das Zielland spezialisiert ist und hat eine einzige Buchungsnummer, einen persönlichen Berater und Ansprechpartner und bekommt vor der Reise ein kleines Heftchen mit Vouchern für alle gebuchten Leistungen.

Ich persönlich habe in den letzten Jahren die zweite Variante für USA-Reisen gewählt. America Unlimited war mir in einem Newsletter durch ein sensationelles Sonderangebot einer Kalifornienreise im Herbst 2010 aufgefallen. Die Reise haben wir damals gebucht, es war fabelhaft.

Deshalb habe ich mich, als wir meine Tochter in Ohio besuchen wollten, wieder bei America Unlimited beraten lassen. Meine jüngere Tochter hatte in dem Sommer Abi gemacht und ich wollte ihr eine Reise nach New York zum Abi schenken. Washington sollte auch drin sein, wir wollten das Grab meiner Tante auf dem Friedhof in Arlington besuchen.

Capitol hill Washington

Meine Söhne arbeiteten neben der Schule und sparten eisern, um auch dabei sein zu können, denn mein Jüngster hatte schon als kleines Kind den Traum, einmal Cedar Point zu besuchen. Da dieser gigantische Rollercoaster-Park auch in Ohio ist, passte das zum Ende unserer Rundreise perfekt.

Wir flogen nach New York, fuhren mit dem Zug nach Washington, übernahmen ab dort unseren Mietwagen und flogen nach insgesamt 10 Tagen von Cleveland, Ohio wieder zurück nach Düsseldorf (via Atlanta und Amsterdam)

Zurück aber endlich zum eigentlichen Titel dieses Postings.

New York City , wir waren am 23.08. um die Mittagszeit in Soho, im Bistro Soho Park (62 Prince Street), da gibt es übrigens die besten belgischen Fritten in NYC.

Statt Nümmerchen für's Essen bekommt man gleich ganze Nummernschilder. Leckere Pommes mit tollen Saucen, Empfehlung!

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Soho Park Restaurant NYC

Das Bild mit dem Essen ist leicht verwackelt. Es war auf einmal irgendwas oder irgendwie komisch, aber wir wussten nicht warum und vergaßen es auch schnell.

Als wir nach draussen auf die Straße kommen sah es so aus:

Virginia Earthquake in NYC

Die Straße war übervoll mit Menschen, sie vor den Gebäuden standen, jeder hatte sein Telefon in der Hand und starrte drauf, oder tippte wie wild drauf rum.

Seltsam, dachten wir. Da keiner von uns dreien damals ein Smartphone hatte, wir also vor Zeiten von Free Wi Fi, Facebook und Twitter unterwegs waren, hatten wir keine Ahnung, was los war ( jetzt, vier Jahre später, erscheint mir unsere damalige Situation in dem Zusammenhang seltsam unwirklich, ha, ha).

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Als wir in ein Geschäft wollen, erklärt uns der Türsteher etwas von Evakuierung und Erdbeben.

Hallo??

Es hatte, so erfahren wir etwas später, in Richmont, Virginia  ein Erdbeben der Stärke 5,8 gegeben, die Auswirkungen waren bis New York City zu spüren. Kurz danach brach für eine Stunde das komplette Telefonnetz zusammen, zum Glück war uns das damals egal, siehe oben.

Es gab keine Toten oder Verletzten, aber größere bauliche Schäden durch das Beben, leider konnten wir deshalb einige Tage später nicht auf das Washington Monument fahren, es war gesperrt. Von da oben soll die Sicht außerordentlich sein. Durch das Erdbeben hatte das höchste Stein-Monument der Welt Schäden bekommen, kurz darauf gab Hurricane Irene der Spitze den Rest und das Monument wurde erst drei Jahre später nach gründlicher Reparatur wieder geöffnet.

Nun ja, ich hoffe, ich komme noch mal nach Washington, es steht auf meiner Bucket List!

Washington Monument

Also, das Erdbeben hatten wir ja ohne größere Auswirkungen überstanden.

In den Medien war der sich nähernde Hurricane Irene die größere Bedrohung, er war zwar für den sogenannten Landfall, das ist der Moment, wenn der Sturm auf Land trifft, nur mit Kategorie I eingestuft, aber wir waren mit dem Procedere vertraut, Charley, den wir sieben Jahre vorher erlebten, hatte die Kategorie 4.

Ein wenig unwirklich kam uns das schon vor, schon wieder wir, im Hurricane?

Für den Tag, es war der 27. August, hatten wir eine Fahrt nach Mount Vernon (George Washingtons Amtssitz), südlich von Washington geplant, vorher wollten wir in die Outlet Mall Potomac Mills.

Im Shopping Center ist es ziemlich leer, wir fallen in einen kurzfristigen Konsumrausch, Abercrombie und Hollister und VANS und Timberland im Outlet, fast geschenkt, fast…

Antonius bringt zwischendurch kurz einige Tüten ins Auto, das steht draussen, und fliegt mitsamt den Tüten fast weg, berichtet er. Drinnen im Einkaufscenter merkt man nichts.

Nachmittags beschliessen wir, besser nicht nach Mount Vernon zu fahren, nachdem wir überall in der Mall die Fernseher mit den Sturmwarnungen sehen.

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Auf dem Weg zum Auto werden wir in zwei Minuten bis auf die Unterwäsche nass und durchgepustet.

Die Straßen in die Stadt sind alle als Evakuierungsroute eingerichtet, das bedeutet, es gibt nur eine Fahrspur in Richtung Küste, alle anderen fünf Spuren sind stadteinwärts beschildert. Sicherheit hat höchste Priorität, diese ganzen Maßnahmen funktionieren perfekt in den USA.

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Alles ist geschlossen, was ist mit Abendessen? Wir finden gegenüber von unserem Hotel glücklicherweise einen geöffneten, aber gespenstisch leeren  McDonalds, der ganze Parkplatz steht allerdings unter Wasser.

Kleiner Insider am Rande, Antonius amüsiert sich, bei der Bestellung der Chicken Nuggets wird er gefragt: ten or twenty? Bei uns in Deutschland fragt man: sechs oder neun? Tja, was sagt man dazu….

Total von Wind und Regen zerzaust nehmen wir das Essen mit ins Zimmer. Wenn ich das Bild jetzt so sehe denke ich: when the going gets tough, the tough go shopping 😉

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Draussen stürmt es weiter, wir haben die ganze Nacht den Fernseher laufen. Es wurde live auf allen Kanälen berichtet.

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Am nächsten Morgen war alles überstanden. Der Himmel ist wieder blau, als wir aus der Stadt in Richtung Arlington fahren, sieht man nur leichtere Schäden.

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Der Sturm hat nicht ganz so schlimm gewütet wie befürchtet, aber es kommen trotzdem insgesamt 10 Menschen dadurch ums Leben.

Während ich diesen Post schreibe, schaue ich immer wieder in mein Smashbook, ich wüsste diese Details sicher nicht so genau, wenn wir nicht auch viele Fotos gemacht hätten, auf die ich jetzt zurückgreifen kann. Damals hatte ich noch keine mobilen Fotodrucker und habe nur Text und Schnipsel von Papieren im Smashbook. Aber die Geschichten habe ich jeden Tag aufgeschrieben.

Genau hier.

Smashbook ohne Fotos

Das ganze Smashbook dieses Urlaubs könnt ihr im Originalbeitrag von 2011 sehen, es war damals mein erstes Smashbook, ich liebe es!

Da ich das ganze Wochenende mit Aufräumen und Sortieren verbracht habe, ist fast kreative Ordnung entstanden, endlich finde ich wieder, was ich suche. Ich habe dann für ein Layout Fotos auf der Festplatte gesucht.

Und was passiert? Ich schreibe wieder.

Jetzt habe ich noch mehr Fernweh als vorher, durch die Fotos und Smashbooks.

Und da Bloggen für mich auch Teilen bedeutet, freue ich mich sehr, dass ich meine Urlaubsgeschichten auf diesem Wege nicht nur selber noch mal erlebe, sondern sie auch mit euch teilen auf diesem Blog, der ja auch ein wenig Tagebuch ist, kann.

Ich freue mich so sehr über eure Kommentare und Likes und Fragen zum Thema Reisen. Was wäre ein Scrapbooker ohne Reisefotos? Und Smashbooks sind Scrapbooks in Urform.

Passt ja alles irgendwie zusammen, oder?

Alles Liebe

Barbara

Fotografie New England Ostküste USA Reisen USA

Neuengland – Die Wasserfälle der Flume Gorge im Franconia Notch State Park

25. April 2015

Da ich so großes Fernweh habe stöbere ich gerade gerne in meinen Urlaubsfotos, und schreibe deshalb auch gerade lieber über Reisen und Fotos, das befriedigt das Fernweh wenigstens etwas.

Heute nehme ich euch mit nach Neuengland. In die Flume Gorge.

Wasserfälle finde ich immer sehr beeindruckend. Deshalb suche ich danach, wenn ich eine Reiseroute plane.

So war das auch, als wir im Spätsommer 2011 Neuengland besuchten. Da der Indian Summer noch nicht in Sicht war, wollten wir nicht eine der klassischen Neu-England Routen fahren, sondern mehr Sommerfeeling an der Küste bis runter nach New York erleben. Mit Cape Cod, Newport und Long Island auf dem Weg nach New York.

Unsere Reise begann in Boston, von dort aus habe wir einige Tagesausflüge unternommen. Da wir "nur" 4 Übernachtungen in Boston hatten, war der Plan, soviel wie möglich in diese Tage reinzupacken.

Wie kann man Extremshoppen und Natur mit Wasserfällen vereinbaren?

Super geht das, in New Hampshire.

Im US-Bundesstaat New Hampshire gibt es keine Sales Tax, also keine Mehrwertsteuer, deshalb lohnt es sich auf jeden Fall, von Boston aus einen Abstecher dorthin zu machen.

Aber erstmal Natur pur.

Knapp zwei Stunden nördlich von Boston liegt, eingebettet in den White Mountain National Forest, der Franconia Notch State Park, einer der kleineren Naturparks Neu-Englands. Nix los auf der Straße, bis auf ein paar Fasane.

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Hier ist ein wenig die Zeit stehengeblieben. Das Wetter ist warm, 24 Grad, leichter Nieselregen, der sich aber gut aushalten lässt.

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Canterbury NH Country Store

Im Dorfladen, der auch das örtliche Post Office ist, gibt es Angelwürmer und Eis, was braucht man mehr;-)

Weil wir das Schild für ein Shaker Village, eine Art Museumsdorf, entdeckt haben, machen wir einen spontanen Abstecher nach Canterbury. Meine Tochter hat gerade für die Uni eine Präsentation über das Shaker Design gehalten, auch deshalb interessiert das Thema uns. 

IMG_9684 FranconiaEin paar Meilen weiter sind wir am Eingang der Schlucht. In State Parks (das sind die kleinen Geschwister der National Parks) wird versucht, die Instandhaltung und Fürsorge des Parks durch Unkostenbeiträge zu finanzieren, ich finde das durchaus angemessen, hier beträgt der Eintritt 13 $. Dafür hat man gut befestigte Wege, sanitäre Anlagen und interessante Informationen.

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Die Flume Gorge (dt. Schlucht) liegt in einem Waldgebiet mit riesigen Granitbrocken, die sehen aus, als hätte sie jemand einfach vom Himmel geworfen, vor tausenden von Jahren.

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Es rauscht erst leise, es riecht feucht und unglaublich frisch und gut nach Wald. Der Trail ist in ca. 1,5 Stunden gut zu gehen.

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Die moosbewachsenen Granitfelsen der 1808 entdeckten Gorge erinnern ein wenig an die Schluchten in den Bergen Österreichs, die ihr vielleicht als Klamm kennt. 

Flume Gorge

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Die Wände der Schlucht sind an den schmaleren Stellen bis zu 30 Meter hoch. Je näher man den Wasserfällen kommt, desto lauter wird das Rauschen.

Flume Gorge New Hampshire

Zwischendurch wird auf besonders schöne Aussichtspunkte, dieser hier liegt über einem Wasserbecken, aufmerksam gemacht.

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Es gibt kleinere Höhlen und Tunnel, durch die man krabbeln oder kriechen kann, das ist besonders für Kinder interessant. Und eine kleinere Covered Bridge, für die Neuengland so bekannt ist.

Covered Bridge New Hampshire

An diesem Tag begegnen uns nur wenige Menschen, es ist sehr ruhig da oben, angenehm ruhig.

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Und dann gibt es endlich auch eine Brücke zum Durchfahren, das wollte ich immer schon machen, man kennt es ja eigentlich nur aus Filmen.

 

Zurück nach Boston fahren wir auf dem Kancamagus Highway, von vielen als eine der schönsten Indian Summer Scenic Routes beschrieben. Da weder Indian Summer ist, noch eine Weitsicht, bedingt durch den Nebel, halten wir immer wieder an Wasserfällen und Flüssen an.

Kancamagus Highway NH 

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Auf der Rückfahrt halten wir am späten Nachmittag noch in Salem, um in der Mall at Rockingham Park einzukaufen .

Nach der geballten Ladung Natur erstmal eine Portion ordentliches Junk Food, Auntie Annies Pretzel, warm und weich, yummy.

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Shop 'til you drop, damals ist der Dollar-Wechselkurs sehr günstig für uns und wie gesagt, in New Hampshire zahlt man keine zusätzlichen Steuern. Und irgendwo ist immer Sale.

Während die Kids bei Abercrombie, Hollister und Co. stöbern, versuche ich bei Anthopologie, das eventuelle Übergewicht meines Koffers im Auge zu behalten.

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Wo gibt es das schon, eine eigene Umkleidekabine für mich bei Eddie Bauer, persönlicher kann Service kaum sein, gefällt mir!

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Wir brauchen immer viel Platz im Auto, es soll auch während der längeren Fahrten bequem sein. Deshalb miete ich in den USA immer einen kleineren SUV, bei Road Trips das einzig Wahre und kaum teurer als ein "normaler" PKW.

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Als wir abends im Hotel in Boston ankommen (wir haben damals im Doubletree Boston Bayside gewohnt), reicht die Energie nicht mal mehr für den Griff zur Fernbedienung.

So viel Natur und soviel Shopping an einem Tag in New Hampshire, das macht ganz schön müde ( und glücklich).

Von Boston aus haben wir in Tagesausflügen Cape Ann in Massachusetts und Rockport in Maine besucht, und natürlich Harvard. Das zeige ich euch gerne noch. Über einen der Höhepunkte ziemlich am Ende dieser Reise, die Fahrt über Long Island, gab es bereits einen Bericht.

Ich rechne noch mal gerade, wir waren in Massachusetts, Maine, New Hampshire, Rhode Island, Connecticut und New York. Das sind sechs Bundesstaaten.

Zur klassischen Neuengland Route im Indian Summer würde noch Vermont gehören, das steht definitiv noch auf meiner Bucket List!

So, genug geschwärmt für heute, ich wünsche euch ein schönes Wochenende, es soll ja noch mal eher zum drinnen Kuscheln geeignet sein, wenn man dem Wetterbericht glauben kann.

Alles Liebe

Barbara

New York City Ostküste USA Reisen USA

a day in the Hamptons, und wie es dazu kam

9. April 2015

Bücher wie Scott F. Fitzgerald's "Der große Gatsby" und Nelson De Mille's "The Gold Coast" weckten vor Jahren schon meine Neugierde auf die Hamptons, Sommerspielplatz und Mekka der Superreichen von Manhattan. 

Seit ich das erste Mal im Film "Something's Gotta Give" Bilder von der Küste der Hamptons gesehen habe, wollte ich irgendwann definitiv dort hin.

"The Hamptons" nennt man den nordöstlichen Teil von Long Island, am bekanntesten sind wohl die Orte Sag Harbour, Montauk, East Hampton und Southampton.

Und als mir dann in Gossip Girl und Revenge immer wieder Bilder von den Hamptons (und den Häusern!) begegneten, fing ich an, konkret zu recherchieren. Und fiel fast vom Hocker, als ich die Preise der Unterkünfte dort sah, im Sommer wohlgemerkt.

Fast unbezahlbar, jedenfalls für Normalverbraucher. Außer, man nächtigt in einem 6-Bett-Zimmer oder einer Bretterbude, das macht man aber in meinem Alter nicht gerne.

Also hieß es: Hamptons for a day.

Wahr wurde der Traum dann im Sommer 2012. In Kombination mit einer Neu-England Reise (die wir übrigens über den Veranstalter America Unlimited gebucht hatten).

Wir starteten in Boston, verbrachten einige Tage in New Hampshire und Maine, und fuhren dann über Cape Cod nach Newport, RI. Zu diesem Teil der Reise schreibe ich demnächst noch einen eigenen Blogpost.

Ursprünglich wollten wir weiter an der Küste Connecticuts entlang nach New York City fahren.

Aber da war ja noch der Plan, einmal die Hamptons zu erleben. Mein Sohn wollte auch so gerne an die Ostspitze von Long Island, nach Montauk. Die Lösung: Fähre fahren statt Straße.

Von New London, CT. fährt die Cross Sound Ferry über den Long Island Sound nach Orient Point, NY., einem kleinen Hafenort an der als North Fork bezeichneten Seite der Insel. Soweit hatte ich bei den Reisevorbereitungen zuhause (Google Maps sei Dank) schon recherchiert.

Mein Plan sah eigentlich die Fähre (sie fährt stündlich) um 8 Uhr morgens vor. Da wir aber abends vorher  im malerischen Hafen von Newport so lange rumgedröselt hatten, schafften wir es nicht früh genug aus den Betten unseres Hotels. Um 07.10 ging es los. Tank leer, das auch noch, an der Tanke gab es Dunkin Donuts, da wurde das Frühstück on the go direkt mit erledigt.

Um 08.25 waren wir an der Fähre in New London. Ich wurde leicht nervös, als ich die lange Schlange von Autos vor uns sah, denn wir hatten einen langen Tag und viele Meilen vor uns und deshalb einen recht engen Zeitplan.

Unsere Fahrt nach New York fiel genau auf den 11. September, die Sicherheitsvorkehrungen mit sprengstoffsuchenden Hunden und Homeland Security waren gründlicher als an anderen Tagen. Interessant, das zu beobachten.

Bis mir einfiel, dass wir noch keine Tickets hatten. Mein Sohn sprintete los zum Ticketschalter, ich verfiel in leichte Panik, was wiederum augenrollende genervte Kinder zur Folge hatte. Aber wir schafften es rechtzeitig auf's Schiff.

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Direkt nach uns fuhr dann noch ein Haus auf die Fähre, das sieht man auch nicht alle Tage.

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Es war eine angenehme Fahrt von 1.50 Std. bei Traumwetter. 

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Dann ging es ein Stück mit der North Ferry nach Shelter Island.

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Shelter Island Ferry

Und mit South Ferry das letzte Stück in Richtung Sag Harbor.

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Es begegneten uns auf der Fahrt durch kleine Orte und viel Wald nur wenige Autos, dafür aber ein paar Rehe.

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Bis nach Montauk an der Ostspitze der Insel wäre es leider an diesem Tag zu weit gewesen, denn wir mussten bis spätestens abends um 7 das Auto in Manhattan abgeben.

Wenn Wahlkampf in den USA ist, stellt übrigens jeder in seinem Vorgarten dementsprechende Schilder auf, und macht kein Geheimnis aus seiner politischen Gesinnung.

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An diesem Tag war die Hauptsaison gerade vorbei, traditionsgemäß geht in der ersten Woche im September in den USA die Schule wieder los, und so war es ruhig in Southampton auf der Main Street.

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Da es der erste richtig warme Tag unserer Reise war, wollten wir auch wenigstens einmal in den Atlantik springen und etwas am Stand entlang laufen.

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Genau das taten wir dann am East Hampton Main Beach, dort sind diese Fotos entstanden.

East Hampton Beach

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Mein Sohn hatte im Jahr zuvor den Film "Eternal Sunshine of the spotless mind" gesehen. Ja, wir sind so verrückt und suchen unsere Reiseziele manchmal auch nach Movie Locations aus, darüber hab ich euch schon im Bericht über North Carolina erzählt.

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Jedenfalls wollte er dieses Haus aus dem Film unbedingt sehen, allerdings wussten wir nicht genau, wo genau an dem kilometerlangen Strandabschnitt es sich befand. Ich gab nach einer Stunde Laufzeit auf, der Sohn hielt 4 Meilen (eine Strecke) durch und wurde belohnt, das ist es:

House from movie Eternal sunshine of the spotless mind

 An diesem Strandabschnitt gibt es übrigens noch ein anderes bekanntes Film-Haus, das aus "Something Borrowed". So ist das eben, in etlichen Filmen, die in NYC spielen, fahren die Leute mal eben am Wochenende in die Hamptons.

Wir hatten kein Problem, unser Auto direkt an den Strandzugängen abzustellen, in der Hochsaison sieht das sicher anders aus. Alle Strände sind öffentlich, am East Hampton Main Beach gibt es z.B. auch Duschen und Umkleiden.  DSC02814

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Die Weite der Strände und die unglaublichen Villen und Traumhäuser machen Strandspaziergänge zu einem Vergnügen der Extra-Klasse.

Gestern übrigens, das nur so am Rande, da sagte Zac Efron in einem Film ("That Awkward Moment"), den ich nebenher laufen hatte: "der besondere Charme von New York ist der, dass es voll von Dingen ist, die man nicht haben kann".

Tja. da ist was dran, jeder der schon einmal diese unglaubliche Stadt besucht hat, wird das bestätigen können. Das Gleiche gilt sicher auch für die Hamptons.

Aber es ist eben so, dass es auch ganz viele Dinge gibt, die man haben kann, und sei es auch nur für einen Tag.

Zurück zu unserem Tag auf Long Island.

Am späten Nachmittag machten wir uns auf zum letzten Stück der Fahrt, immer die Uhr im Blick, da wir das Auto pünktlich abgeben mussten. Es waren noch knapp zwei Stunden bis Manhattan zu fahren.

Der erste Moment, wenn die Skyline in Sicht kommt, nimmt mir jedesmal den Atem.

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Ich hatte mächtig Bammel, in Manhattan selber zu fahren, denn die Taxen, Fahrradfahrer und weitere Verkehrsteilnehmer kennen keine Gnade.

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Am Ende war es nicht so schlimm wie befürchtet, die Fahrt auf dem Long Island Expressway ist easy, ich musste auch nur nach dem Queens-Midtown Tunnel direkt in Manhattan ein paar Blocks bis zum Hotel fahren. Natürlich hab ich direkt auf dem Fahrradstreifen geparkt, was lautes Geschrei von Doorman Hector nach sich zog.

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Einige Straßenblocks weiter war dann die Rückgabestation vom Autovermieter Alamo, noch mal Augen zu und durch.

Aber das Ganze hat sich sowas von gelohnt!

Natürlich würde ich gerne länger mal Urlaub machen auf Long Island, und ich möchte Montauk, die wilde felsige Ostspitze der Insel unbedingt noch sehen.

Wenn ich das nächste Mal in NYC bin, schaffe ich es vielleicht. Mit der Long Island Rail Road ist man in knapp drei Stunden in East Hampton. Schneller geht es im Sommer mit dem Express Cannonball, da hab ich gerade eine amüsante Geschichte über die Tickets der Reichen dazu gelesen.

Im Winter ist Long Island menschenleer und sicher auch reizvoll, weil es eben nicht nur die Insel der Upper East Siders ist, sondern auch eine grandios schöne Landschaft bietet.

Die Gegend hat eine sehr entfernte Ähnlichkeit mit der deutschen Insel der Reichen und Schönen, sagt man. Kann ich jetzt nicht selber beurteilen, da ich es nach Sylt noch nicht geschafft habe.

Aber ich war in den Hamptons, wenn auch nur für einen langen wunderbaren Tag. 

Wisst ihr übrigens, warum ich mich an viele Einzelheiten so gut erinnere?

Weil ich alles ganz genau aufgeschrieben habe, in meinem Smashbook von diesem Urlaub, sehr praktisch, da habe ich jetzt mal schnell nachgesehen, wie das mit der Fähre genau war.

Bis bald, ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara