Vorab das hier: ich hatte versehentlich diesen Art Journal Beitrag gestern bereits veröffentlicht, als er noch im Entwurf war. Ein falscher Klick spät am Abend und zack, passiert. Aber jetzt ist er vollständig und ich freue mich über euren Besuch hier!
Ein altes Kassenbuch als Art Journal war schon lange mein Traum. Überhaupt mag ich es ja sehr, mit alten Papieren und in alten Büchern zu malen und matschen, zu kleben und Collagen zu machen und alles auch manchmal mit einemHauch von Scrapbooking zu verbinden.
Und alte Kassenbücher oder Journals (Ledger ist der englische Ausdruck) haben einen ganz besonderen Reiz. Durch Spalten und Linien, durch alte schöne Schrift und Zahlenreihen. Sogenannte Ledger Paper – also Papier mit Linien und Spalten – gab es schon vor 15 + Jahren, als ich mit Scrapbooking angefangen habe. Damals von Making Memories, 7 Gypsies, Basic Grey und weiteren Herstellern aus vergangenen Zeiten. Aber auch in aktuellen Papierserien von 49 & Market oder Heidi Swapp finden sich immer wieder Ledger Papier.
Ich schweife ab, zurück zu alten Ledger Journals. Ich suche uns sammle seit Jahren solche Exemplare auf Flohmärkten oder bei Kleinanzeigen. Ein besonders schönes Exemplar habe ich vor einiger Zeit in England gefunden. Ein Kunstwerk. Dessen Seiten ich bisher nur ehrfürchtig umgeblättert habe, es ist schon ein kleiner Schatz.


Ich werde sicher Seiten aus diesem Journal verwenden, für Junk Journals, Workshops und für Collagen. Aber ich könnte in diesem sehr alten schönen Buch insgesamt nicht so hemmungslos herumschmaddern, wie in meinen anderen Art Journals.
Umso mehr habe ich mich gefreut, als Dina Wakley für die Firma Ranger im letzten Sommer das MEdia Ledger Journal auf den Markt brachte. Als großes Art Journal habe ich schon einige der Journals von Ranger verwendet, das von Dylusions* hat zum Beispiel auch mit leeren Spalten vorgedruckte Seiten.
Ich habe vor Jahren in Holland mal einen Workshop bei Dina Wakley gemacht und bin seitdem Fan ihrer lockeren Art Journal Spielereien. Ihre Media Journals bestehen aus einzigartigen Papieren. Ihr erstes Journal, das ich komplett gefüllt habe, ist eine Mischung aus Kraftpapier, Jute, Mixed Media Papier und Aquarellpapier.

Und dies ist das neue MEdia Ledger Journal von Dina Wakley, ich war total begeistert, als ich von der Veröffentlichung hörte. Sobald es im letzten Sommer angekündigt wurde, versuchte ich es zu bestellen, aber es war bereits überall ausverkauft. Kurz nach Weihnachten war es endlich wieder lieferbar und ich konnte es kaum abwarten, darin zu arbeiten.

Dieses Ledger Journal basiert auf einem alten Kassenbuch, das Dina Wakley gekauft hatte und ist die originalgetreue Reproduktion eines Kassenbuchs aus einem Eisenwarenladen der 1920er Jahre. Ich mag den grauen Vintage-Einband. Doch die wahre Schönheit des Buches offenbart sich erst, wenn man es aufschlägt und hineinschaut.

Es ist auf relativ dickem Papier gedruckt, und was ich an diesem Ledger Journal besonders mag, ist, dass die Seiten nicht einheitlich sind, also genau wie in einem echten Kassenbuch. Die Seiten sind voller Handschrift, mit Notizen am Rand und Stellen, an denen Daten abgeschnitten wurden.
