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Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 865

13. März 2026

Willkommen auf dem Blog! Fast ist Wochenende und das bedeutet, dass ich meinen Gedankensalat sortiere, euch den Freitagsfüller zum Verlinken poste und natürlich meine Freitagstipps.

Ich musste in den letzten Tagen öfter, während ich meinen Kaffee genüsslich unter strahlend blauem Himmel in der warmen Sonne geschlürft habe, an das Gedicht “Er ist’s” von Eduard Mörike denken:

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Es war gestern Abend um 18.30 noch fast hell, der Horizont färbte sich leicht rosa und ich dachte: wie kann man diese Gleichzeitigkeit der Ereignisse aushalten? Nachdem man den ganzen Tag mit Horror Nachrichten konfrontiert wurde?

Freitagstipps März

Gestern mittag hatten wir Probelalarm in Nordrhein-Westfalen, als ich im Büro war. Jedes Mal, wenn diese Alarmglocke auf dem Handy losgeht, bekomme ich kurz ein richtig beklemmendes Gefühl. Für einen Moment bleibt alles stehen und man denkt: Was wäre eigentlich, wenn es kein Test wäre? Und manchmal frage ich mich, ob dieser Gedanke vielleicht gar nicht so weit weg ist, wie man gerne glauben möchte.

Kurz danach war ich bei IKEA und habe mich geärgert, dass es keine Gurken zu den Hot Dogs gab. Engpass. Hängt das irgendwie zusammen mit den Fracht-Transportproblemen, die wahrscheinlich auf uns zukommen? Bin ich eigentlich bekloppt, dachte ich eine Minute später.

Einen Blogbeitrag über den letzten Workshop habe ich bereits Anfang der Woche geschrieben.

Meine beste Freundin, die Anfang letzten Jahres ein paar Hundert Kilometer weit weggezogen ist, habe ich auch endlich mal wieder gesehen. Und wir haben festgestellt, dass echte Freundschaften auch über Entfernungen und längere Pausen bestehen können. Ohne Vorwürfe, ohne Aufrechnen (wer hat sich wie oft gemeldet) und mit Verständnis, Empathie und sich selbst nicht immer so wichtig nehmen.

Endlich gab es auch mal wieder einen Kinoabend mit meinen Freundinnen. Tradition seit Jahren. Gesehen haben wir “Ein fast perfekter Antrag” mit einer phantastischen Iris Berben und einem amüsanten Heiner Lauterbach. Schöne RomCom zum Abschalten. Irgendwann bei unserem anschließenden gemeinsamen Essen fiel der Satz: “Können wir auch mal über etwas Erfreuliches sprechen?” Tja, erstmal Schweigen. Es ist nicht einfach gerade.

Zur Feier des Frühlings und in einem Anfall von Gönn Dir habe ich mir neue Sneaker geleistet. Frauen und Schuhe, auch so ein Thema. Wobei ich aus Gründen der Bequemlichkeit inzwischen kaum noch etwas anderes trage als Sneaker. Meine neuen heißen XT Whisper. Alleine wegen des Namens musste ich die schon haben.

Und ich freue mich so sehr auf das Wochenende! Eine Restaurant Premiere, meine Freundin ist zu Besuch und wir werden lachen bis der Arzt kommt.

Und sonst so?

Es gibt Momente, die extrem hart sind. Zum Beispiel zu erkennen, dass das Versprechen der Nachkriegszeit brüchig geworden ist: allen Menschen ein gutes Leben auf diesem Planeten ermöglichen zu wollen und dafür immer die besten Lösungen zu suchen.

Gefühlt drehen wir das Rad ja gerade zurück. Nur ein paar der Dinge die Habeck vorausgesagt hat (und dafür ausgelacht wurde):

Abhängigkeit von Autokratien bei Gas und Öl werden zu einem Problem werden. VW und co. werden mit ihrer Luxusstrategie scheitern. Wir werden nicht dogmatisch an der Schuldenbremse festhalten können. Russland könnte die Ukraine überfallen. Ein weiter so treibt Deutschland in die Rezession. Zudem hatte er zu all diesen Problemen auch Lösungsansätze (für die er ebenfalls ausgelacht wurde). Jetzt haben wir Merz.

Und habt ihr das Thema Wahlen in Baden-Württemberg verfolgt? Die CDU verliert nach dieser Wahl jedes Maß. Ihr Demokratieverständnis tendiert gegen null. Sie tun so, als hätten sie ein Geburtsrecht auf den Wahlsieg. Oder anders ausgedrückt: Alte weiße Männer sehen ihre Macht bröckeln und strapazieren ihre Schäufelchen beim Umsichschlagen mehr, als ihnen guttut. Zum Fremdschämen peinlich.

Die CDU hat da wohl nicht nur die Wahl verloren, sondern auch jeglichen Anstand (wenn sie den je hatte). Hier ist die MAGAisierung der Konservativen zu sehen: keine Selbstkritik, keine Fehleranalyse, keine Demut – nur immer noch aggressiver, schriller und überdrehter auftreten. Fürchterlich. Was mich am meisten dabei aufregt: Plötzlich soll die Frau schuld sein, die es sichtbar gemacht hat. Und auch noch eine Grüne.

Das ist ein politischer Klassiker. Einer, der so alt ist wie Macht selbst. Ein Mann sagt etwas Problematisches, es wird öffentlich, Menschen reagieren – und am Ende richtet sich die Wut gegen die Person, die es ausgesprochen hat.

Am Ende bleibt eine simple Wahrheit: Nicht Zoe Mayer hat diese Worte gesagt. Sie hat nur dafür gesorgt, dass wir sie hören.

Ich fasse zusammen: Verlieren die Grünen eine Wahl, sind die Grünen schuld. Gewinnen die Grünen eine Wahl, sind die Grünen schuld, dass die CDU sie verloren hat.

Im Nachhinein muss man wahrscheinlich festhalten, dass es Angela Merkels größte und zugleich am meisten unterschätzte Leistung war, Friedrich Merz so lange zu verhindern und kaltzustellen.

In Deutschland glauben nicht wenige Menschen Angela Merkel hätte linke Politik gemacht und das zeigt eigentlich ganz gut, wie weit rechts diese Gesellschaft mittlerweile aufgestellt wurde.

Freitagstipps März Tulpen

Good News!

Da sich eine neue Energiekrise abzeichnet, ist das erfreulich: In Deutschland gibt es mehr Ladesäulen für Elektroautos. 2025 ist die Zahl der öffentlichen Ladepunkte um 13 Prozent auf fast 200.000 Stellen gestiegen. Es gibt also immer mehr Möglichkeiten, sein Auto aufzuladen – ein Punkt, der viele Unentschlossene vom E-Auto überzeugen könnte. Bei mir scheitert es noch am Kleingeld, mein Auto muss im nächsten Monat zum TÜV und ich brauche neue Sommerreifen. Irgendwas ist ja immer.

Ob beim Reisen oder Paketabholen: Den Ausweis vorzuzeigen gehört zum Alltag. Für Transmenschen kann das unangenehm sein. Das höchste europäische Gericht stärkt nun endlich ihre Rechte. Der Europäische Gerichtshof hat beschlossen, dass EU-Länder die Ausweise von Transpersonen anpassen müssen.

 

Freitagstipps

 

1.   Heute ist   __________ .

2.  _______ Blüten .

3.  Schade, dass _______.

4.   _______ wenn ich einen schnellen Snack möchte.

5.   Attraktiv _____________ .

6.   ________ kann ich immer wieder lachen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe auf You Tube eine Dokumentation über die Designikone Victoria MacKenzie-Childs gesehen. Eine sehr außergewöhnliche Persönlichkeit. Sie ist am 4. März verstorben, ich sah das auf Social Media und stieß so auf das You Tube Video. Ihre Stimme, ihre Ausstrahlung, ich war fasziniert. 

1983 gründeten Victoria und Richard MacKenzie-Childs ihr Unternehmen mit selbstgestalteter Keramik auf einer Milchfarm in Aurora, New York, und schufen ein globales Imperium, bekannt für sein „Courtly Check“-Muster und seine verspielte Ästhetik. Nach einer aggressiven Expansion geriet das Unternehmen jedoch in Millionenhöhe in Schulden, sie gerieten an den falschen Investor und verloren durch Privatinsolvenz ihr 42 Hektar großes Anwesen und die Rechte an „MacKenzie-Childs“. In einem trotzigen zweiten Akt kauften sie die Yankee Ferry, die letzte erhaltene Fähre von Ellis Island, und bauten sie zu einer schwimmenden Villa und einem Atelier um, wo sie bis zu Victorias letzten Tagen lebten und Kunst schufen.

Ansonsten habe ich die wöchentlichen neuen Episoden der Serien, die ich gerade verschlinge, gesehen:

Heated Rivalry. OMG, das Ende der fünften Folge! So dicht mit einem Feuerwerk berührender Momente, dass am Ende der magische Satz “I’m coming to the cottage” einen Ausblick gibt auf das angeblich fulminante Finale der ersten Serienstaffel. Heute Abend. Ich finde die Serie so gut gemacht und so den Nerv der Zeit treffend. Wer hätte gedacht, dass eine Serie über schwule Eishockey-Stars Frauen so begeistern kann. Es ist einfach eine so schöne Love Story.

The Pitt. Sensationell. Noah Wyle’s Medical Drama ist kein ER Reboot, aber es ist genau so gut. Keine medizinische Serie hat mich so gefesselt wie Emergency Room seit 1994 (die Serie ist übrigens seit neustem mit allen 15 Staffeln frei verfügbar bei XX). The Pitt ist ein radikales Konzept – irgendwo zwischen “24” und “ER” und erzählt von einer einzigen, fünfzehnstündigen Schicht in der Notaufnahme des fiktiven Pittsburgh Trauma Medical Centers. Fünfzehn Episoden in fünfzehn Stunden, von Schichtbeginn um 8 Uhr morgens bis Schichtende um 23 Uhr.Das Paradoxe: «The Pitt» hinterlässt zwar kein gutes Gefühl. Aber genau darum begeistert mich die Serie. Es gibt nicht immer ein Happy End, hinter dem ich mich bequem verstecken könnte. Stattdessen zwingt sie mich, diese eine Schicht mitzugehen – Schritt für Schritt, Stunde für Stunde und mit allem, was passiert, in Echtzeit.

Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette. Der 90er Hype hat nicht nur mich voll erfasst un d löst gerade einen weltweiten Hype aus. Leider liegen nur noch drei Folgen vor mir. Wenn man nicht das traurige Ende schon wüsste. Der Soundtrack der Serie läuft immer noch rauf und runter, ich hatte ihn euch bereits letzte Woche verlinkt.

Freitagstipps zum Lesen

Hobby Meteroritenforscher waren aufgeregt, weil am vergangenen Sonntag ein Meteorit in der Nähe von Koblenz eingeschlagen hat. Im Dunkeln werden dann die Meteoritenteilchen gesammelt. Inzwischen sind offiziell insgesamt elf Gesteinsteile gefunden worden. Ich glaube, ich würde mich zu Tode erschrecken, wenn in meinem Garten ein Tennisball großer Stein vom Himmel fallen würde.

Zehn Modetrends, um die Sie heuer nicht herumkommen werden. Aha. Mindestens bei der Hälfte würde ich sagen, nein danke. Oder noch mehr. Eigentlich gefällt mir nur einer. Return of the Poloshirt.

Freitagstipps zum Hören

Außer meinen Nachrichten Podcasts (und auch die kann ich momentan nur sehr dosiert verkraften) habe ich eine Recherche der SZ angefangen zu hören, bzw den ersten von drei Teilen gehört. Ich hoffe ja immer noch, dass die Epstein Files Trump und einige Andere zu Fall bringen werden. In drei Podcast Folgen “Epsteins Opfer” wird versucht, dieses System aus Gewalt und Abhängigkeiten zu entwirren. Die Journalist*innen wollen wissen, wer dieser Mann war, wer seine Opfer waren und wieso so viele berühmte und wohlhabende Menschen in den Epstein-Files stehen.

Leicht wehmütig habe ich dann noch das erste Interview des Jahres mit unserer früheren Bundeskanzlerin gehört. Musste sein. Journalistin Jagoda Marinic, die ich auch gerne im ApoFika Podcast höre, hat Angela Merkel im ARD Hauptstadt Studio getroffen. Angela Merkel – Wer ist das Volk?

Es war so beruhigend, ihre klugen und besonnenen Äußerungen zu hören. Ihr Zitat: “Freiheit kann es nicht nur für den Einzelnen geben, sondern Freiheit muss für alle gelten” sagt alles. Leider sagte sie aber auch zum Schluss, dass sie definitiv nicht Bundespräsidentin wird. Ich verstehe, dass sie sich den Druck und Stress nicht mehr antun möchte. Aber was für ein Verlust für unsere Demokratie und unser Land. Ich hoffe trotzdem, dass man ab und zu noch etwas von ihr hören wird.

Das waren meine Freitagstipps und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein entspanntes und sonniges Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 863

27. Februar 2026

Heute kommen die Freitagstipps und der Freitagsfüller aus Berlin. Ich bin über das Wochenende hier bei meinen Kindern und diese Stadt fasziniert mich immer wieder.

Außerdem ist das Wetter frühlingshaft und sofort haben alle Leute bessere Laune. Geht’s euch auch so? Ich habe mich heute mittag in der Stadt in meinem Wintermantel (morgens und abends ist es immer noch frisch) halb weggeschwitzt und mir das erste Eis des Jahres gegönnt. Joghurt Orange, bei Rausch am Gendarmenmarkt. Köstlich und so erfrischend!

Die ebenfalls köstlichen Rausch Balsamico Pralinen (Stück 2,50) habe ich mir ausnahmsweise verkniffen. Aber ich bin noch bis Sonntag hier und weiß nicht, ob ich den Vorsatz durchhalten kann.

Freitagstipps Berlin Februar

Und gestern hatten wir ein phantastisches Konzert Erlebnis in der Berliner Philharmonie. Regelmäßige Leser des Blogs erinnern sich vielleicht, dass ich Mitte Juli letzten Jahres total euphorisch vom Anna Lapwood Konzert im Kölner Dom berichtet habe. Kurz danach entdeckte ich den Termin für die Berliner Philharmonie im Februar und habe direkt Karten gekauft. Vorgestern war es endlich soweit und ein unglaublich schönes Erlebnis mit Magie und Gänsehaut Feeling.

Kleine Story am Rande: Eigentlich war Foto- und Videoverbot, wie bei den meisten Konzerten in klassischen Häusern. Es gab während des Konzertes aber einen Moment, als uns Anna bat, die Lampen an den Handys anzumachen. Bei “Cornfield Chase” aus dem Film Interstellar. Die Atmosphäre war einfach magisch. Und jeder hat den Moment anscheinend genutzt und  “heimlich” gefilmt. Jedenfalls gab es jede Menge solcher Videos auf Instagram, die Anna Lapwood am nächsten Tag auf ihrem Account repostet hat. Ich finde es sehr amüsant. Man denkt ja immer, der Deutsche an sich ist so regelkonform. Anscheinend sind wir alle auch nur Menschen.

Und sonst so?

Kaum ein Thema sorgt derzeit für so viel schlechte Stimmung wie die Politik und die deutsche Wirtschaft. Schlagzeilen über Abstieg, Stillstand und verlorene Wettbewerbsfähigkeit sind allgegenwärtig – und hinterlassen schnell das Gefühl: Es geht nur noch bergab. Und wir sind alle faul und deswegen Schuld dran. Ich kann es nicht mehr hören.

Wir müssen die verschlafenen, durch Sparmaßnahmen geprägten Merkel-Jahre aufholen und in die Infrastruktur investieren.  Ich habe neulich gelesen, dass das deutsche Wirtschaftsmodell auf drei Säulen stand: Schutz von den USA, billiges Gas aus Russland und China als Exportmarkt. Alle drei dieser Säulen sind jetzt zusammengebrochen. Die Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft seit Jahren einen Kurswechsel brauchte, waren lange da, aber die politische Führung und die Industriellen zogen es vor, den Kopf in den Sand zu stecken und jeden Versuch zu torpedieren, das Land und seine Wirtschaft zu modernisieren. Jetzt tun sie so, als ob das Problem der Sozialstaat und faule Angestellte wären, anstatt ihre eigenen Fehler.

Deutschland scheint langsamer zu werden, aber das passiert in ganz Europa.

Die Welt hat sich verändert, und das erfordert ein Re-Set, was Zeit braucht, besonders in einem Land, das Veränderungen hasst.  Davon abgesehen, vieles davon ist Medienrummel. Deutsche suhlen sich gerne darin, wie schrecklich alles ist und wie das Land den Bach runtergeht. Wenn man der Presse glauben darf, ist das BIP auf mittelalterliches Niveau eingebrochen, und das Land ist nur eine Steuererklärung von der Insolvenz entfernt.

Ich glaube, es ist nicht ganz so schlimm, wie die Medien und Politiker im Dauerwahlkampf uns vermitteln, wir schaffen das.

Freitagstipps Berlin

Noch was Amüsantes, was mir gestern begegnet ist, deutsche Sprache ist einfach kompliziert:

  1. Sprich ruhig lauter.
  2. Deine Hose ist ganz schön hässlich.
  3. Das ist einfach kompliziert.
  4. Komm, geh einfach.
  5. Das ist ja voll leer hier.
  6. Das ist einfach richtig falsch.
  7. Wir müssen uns langsam beeilen.

Good News!

Potsdam führt ab Juli 2026 eine Verpackungssteuer für alle Betriebe mit To-go-Angebot ein: 50 Cent pro Einwegbecher oder -schale, 20 Cent pro Besteckteil. Die Stadt will so Müll vermeiden und Mehrweg stärken. Vorbild ist Tübingen, das die Abgabe bereits erhebt. Potsdam plant eine Verpackungssteuer, und ich finde das gut.

Beispiele aus Großbritannien zeigen, dass Limonaden auch mit weniger Zucker auskommen können. Eine Zuckersteuer könnte auch hierzulande dazu beitragen, den Zuckergehalt zu senken und langfristig die Gesundheit verbessern. Bringt eine Zuckerstauer wirklich etwas?

Psychedelika als Hoffnungsträger? Eine kleine, randomisierte Pilotstudie mit 34 Teilnehmenden deutet darauf hin, dass eine einmalige intravenöse DMT-Gabe, mit psychologischer Begleitung, depressive Symptome rasch lindern kann – teils schon nach einer Woche. Die Wirkung hielt in einigen Fällen mehrere Wochen an.

 

Freitagstipps

 

1.   Mein Frühstück heute   __________ .

2.  _______ weil ich das endlich ________ .

3. Der blaue Himmel  __________.

4.   _______ einfach online..

5.   Großes Glück für ________ .

6.   ________ unzufrieden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Habt ihr schon einmal von Gösta Engzell (1897-1997) gehört? Ich nicht, bis ich auf Netflix vergangene Woche “Die schwedische Verbindung” gesehen habe. Der Film erzählt die eher unbekannte wahre Heldengeschichte von Gösta Engzell. Einem Beamten, der während des Zweiten Weltkriegs als Leiter der Rechtsabteilung im schwedischen Außenministerium arbeitete und durch geschickte juristische Manöver zehntausenden Juden das Leben rettete. Offiziell war Schweden im Krieg neutral, Dänemark und Norwegen waren von den Deutschen besetzt.

Die wahre Geschichte hinter „Die schwedische Verbindung” ist deshalb so bemerkenswert, weil sie zeigt: Widerstand muss nicht laut sein. Er kann auch in Formularen, in juristischen Formulierungen und in der Entscheidung liegen, eine Vorschrift menschlich auszulegen. Ich fand den Film absolut sehenswert. Leider habe ich wie so oft nur den Original Trailer zum Verlinken gefunden, natürlich gibt’s auf Netflix auch die deutsche Synchronisation.

Und ebenfalls auf Netflix habe ich die Doku „Reality-Check: Inside Americas Next Topmodel“ gesehen. Hui hui, es muss ja damals ein Albtraum für die Kandidatinnen gewesen sein. Schonungslos wird das jetzt aufgedeckt.

Die Show lebte von Extremen: Für Fotoshootings trugen Kandidatinnen Unterhosen aus rohem Tierfleisch, posierten als Mordopfer, Drogensüchtige oder Obdachlose – mit echten Obdachlosen als Statisten. Der Gipfel war ein Shooting, bei dem sie die Hautfarbe tauschten!

«Das war meine Art, der Welt zu zeigen, dass braune und schwarze Haut schön ist», sagt Tyra heute. Indem sie weisse Haut schwarz anmalt und schwarze Haut weiss? Man kann sich beim Zuschauen gar nicht oft genug die Hand ins Gesicht klatschen!

Es ist hart, eine schlimme Szene nach der anderen zu sehen – auch für die ehemaligen Kandidatinnen. Man sieht ihnen an, wie sie noch immer mit den Erfahrungen von damals zu kämpfen haben. Und auch das ehemalige TopModel und “Erfinderin” der Serie, Tyra Banks und ihre damaligen Juroren sehen ein, dass nicht alles richtig gelaufen ist. Doch so richtig Verantwortung übernehmen möchten jetzt weder sie noch die ehemalige Senderchefin oder der Produzent. Egal womit sie in der Doku konfrontiert werden, sie haben stets drei Ausreden parat. Erstens: Die Modebranche an sich sei schuld. Zweitens: Das war eine andere Zeit. Drittens: Die Zuschauer wollten das so.

Ein paar Zahlen: 24 Staffeln lang lief die Mutter aller Model-Castingshows im US-Fernsehen, von 2003 bis 2018 mit über 300 Episoden. In ihrer Hochphase schalteten bei einzelnen Folgen rund neun Millionen Menschen ein – für eine Castingshow ein absoluter Ausnahmezustand.

Und: «America’s Next Top Model» war ein globales Franchise. Unter dem schlichten Titel «Top Model» entstanden über 50 internationale Ableger in mehr als 40 Ländern, von Brasilien bis Vietnam, für einige Zeit auch in der Schweiz. Besonders erfolgreich: Heidi Klums Version in Deutschland, die derzeit ihre 21. Staffel filmt. Weltweit wurden damit hunderte Staffeln produziert, tausende Kandidatinnen gecastet, bewertet, aussortiert, neu erfunden.

Ich halte inzwischen fast alle Reality Formate, die in erster Linie auf Machtmissbrauch und Erniedrigung abzielen, für unmoralisch und problematisch. Aber ich bin auch definitiv nicht die Zielgruppe, die Formate gewinnen trotzdem weiter an Popularität. Traurig.

Freitagstipps zum Lesen

Das inzwischen weltweit bekannte Foto vom schwitzenden Randy Andy im Auto haben Aktivisten sogar kurzzeitig im Louvre aufgehängt. Wie hat der Fotograf das sensationelle Bild geschossen? Die Fotogötter waren auf meiner Seite

Ich gebe zu, dass ich auch erst drauf reingefallen bin. Ein scheinbar harmloses Bild aus einem Wiener Kaffeehaus zeigt, wie leicht wir im Netz glauben, selbst zu prüfen – während unser Blick längst gesteuert wird. Nicht die KI täuscht dich – deine Aufmerksamkeit wird gelenkt. Super Spannende Analyse.

Undv deswegen hat Bill Kaulitz rosa Sessel in seinem neuen Designerhaus in L.A.! Von Puderrosa bis Rostrot: Diese 5 Interior-Farbtrends dominieren 2026. 

Freitagstipps zum Hören

Auf meiner Autofahrt nach Berlin habe ich zwei Podcasts gehört, die ich euch heute sehr empfehlen kann. Journalist Paul Ronzheimer gehört eigentlich nicht zu meinen Favoriten, weil er (warum eigentlich?) u.a. für die Bild Zeitung arbeitet. Aber da mir der Podcast von einer Bekannten empfohlen wurde, habe ich ihn ausnahmsweise mal wieder gehört. Denn er hatte einen echten Experten zu Gast im Interview.

Vier Jahre nach Kriegsbeginn ringt Deutschland weiter um seinen Kurs gegenüber Russland. Politiker und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter erzählt, warum er den Angriff früh kommen sah, wie russische Einflussnahme in Berlin wirkte – und wie ihn über Jahre eine Frau ansprach, die später als Spionin enttarnt wurde. “Als mich Putins Spionin ansprach”. Er kritisiert zudem die zögerliche Waffenhilfe und das Ausbleiben der Taurus-Vorbereitung.

Der zweite Podcast hat mich mindestens genauso, wenn nicht noch stärker, gepackt. Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. In kürzester Zeit besetzt die russische Armee Gebiete im Süden und Osten des Landes und es beginnt die systematische Überwachung und Indoktrinierung der lokalen Bevölkerung. Korrespondentin Rebeca Barth aus dem ARD-Studio Kiew erzählt, wie die ukrainischen Familie Melnyk vor der Russifizierung floh. 2022 werden Eltern und zwei Kinder von der russischen Invasion überrascht. In der plötzlich besetzten Zone kämpft die Familie ums Überleben und versucht, der russischen Propaganda und Einflussnahme in Schule und Alltag zu entkommen.

Das waren meine Freitagstipps und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes frühlingshaftes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 859

30. Januar 2026

Heute ist der 58. Januar. Jedenfalls fühlt es sich gerade so an.

Draußen ist es grau, vereinzelte Schneeschauer kommen runter und ich sehne mich nach Sonne und blauem Himmel. Wahrscheinlich geht es vielen von euch ähnlich, oder?

Die Tage gleiten ineinander über, ich schlafe zuwenig, trinke eventuell zuviel Kaffee und hätte ich nicht meine Fotobibliothek, wüsste ich garnicht, was ich die ganze Woche über gemacht habe. Büro, Buchhaltung, Steuern, alles so richtige Spaßprogramme.

Und soll ich euch etwas besonders Peinliches verraten? Ich hatte bereits eine Mahnung vom Finanzamt wegen der Steuer. Also habe ich für die Steuer 2024 alles rausgesucht, sortiert und vorbereitet. Da ich jedes Jahr meine Ablage bis März vorbildlich mache, mich dann auf dieser außerordentlichen Leistung ausruhe und in Folge den Rest des Jahres garnicht mehr ablege, dauerte das etwas.

Stolz sitze ich da also mit meinem prall gefüllten sortierten Ordner. Öffne meine Exel Tabelle von der letzten Steuererklärung zum überschreiben und traue meinen Augen nicht. Schaue dann nochmal genauer auf den Brief vom Finanzamt und erstarre. 2023 steht da. Uuuups. In meiner Erinnerung hatte ich die abgegeben. In der Realität anscheinend nur bis zum Punkt Ordner sortieren und die Tabelle halb ausfüllen. Ich sag ja, Zahlen sind nicht mein Ding, Exel auch nicht, und es gibt immer irgendwelche kreativen oder andere Ablenkungen, die mich von diesen lästigen Aufgaben abhalten. Aber jetzt bin ich im Flow und werde ’23 und ’24 zack zack fertig machen, nützt ja alles nix.

Ich könnte theoretisch ’25 ja auch direkt hinterher schieben, aber wir wollen es ja mal nicht übertreiben.

Meine Tulpen machen mir auch nach einer Woche noch Freude, das waren gut investierte 20€.

Freitagstipps Tulpen

Am Sonntag habe ich aus Gründen Soulfood gebraucht, dringend. Nix im Schrank. Spontan mir fielen noch einige in Alufolie gehüllte Bälle im Tiefkühlschrank ein. Die schlummerten da seit dem letzten Sommer und ich habe sie steinhart gefroren auf’s Blech gelegt und in den Ofen geschoben.

Freitagstipps Kekse

Zwanzig Minuten später roch es wunderbar in meiner Küche und ich konnte die dicken warmen und im Kern weichen New York Style Chocolate Chip Cookies nach Rezept von Maja genießen. Für die nächsten Tage auch noch, denn mehr als einen von diesen göttlich leckeren Dingern schafft man nicht auf einmal. Ich war wirklich überrascht, wie gut das geklappt hat, denn in weiser Voraussicht hatte ich damals im Sommer die Hälfte vom Teig geformt und eingefroren. Und ich habe ohne Vorheizen die Schneeball großen Teiglinge in den Ofen geschoben, Heißluft bei 160 Grad. Maja macht sie übrigens in der Heißluftfritteuse.

Ich habe den nächsten Workshop im Februar vorbereitet und unsere Artist Trading Cards Tauschgruppe für 2026 neu organisiert. Und war endlich mal wieder im Kino, mehr dazu in den Freitagstipps.

Und ich habe was Interessantes entdeckt! Traue nicht blind der Ki, in diesem Fall der Gemini KI von Google. Die neuerdings oben als erstes angezeigt wird, wenn man etwas googelt. Folgendes: Auf Instagram bekam ich neulich Werbung angezeigt, als Alternative zu Kollagen Pulver. Das ich seit einiger Zeit morgens in meinen Kaffee rühre und ich bilde mir ein, es geht mir, bzw meinen Gelenken, damit etwas besser. Also, mir wurde ein Produkt in Kapselform angezeigt, das angeblich besser oder wirkungsvoller sein soll. Mit Gotu Kola Komplex oder so ähnlich. Hörte sich interessant an, und ich gab den Begriff zur Recherche bei Google ein. Und bekam direkt als erstes eine ausführliche Beschreibung im positiven Sinne von Gemini angezeigt, also von der KI. Fast hätte ich das Produkt schon bestellt, scrollte aber noch weiter nach unten um weitere Quellen zu sehen. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Ärzteblatt und so weiter. Absolut wirkungslos stand da, es können Nebenwirkungen auftreten, kann zu Überdosierung führen und so weiter. Also Finger weg vom Indischen Wassernabel. Ich vermute, die KI hatte ganz viel Informationen aus der Werbung für das Produkt gezogen und nicht aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

KI, ChatGpT und so weiter hat viele Vorteile, aber blind glauben sollte man da nix, finde ich. Kurz mal ein oder zwei weitere Quellen checken kostet nicht viel Zeit und schafft mehr Sicherheit, dass die Informationen auch stimmen.

Und sonst so?

Was mich in den ersten Stunden nach den furchtbaren Geschehnissen in Minneapolis mit am meisten aufgeregt hat: Die Berichterstattung unserer deutschen Mainstream Medien.

Wer aus Angst vor Haltung verharmlost, beschönigt oder ungeprüft Narrative einer Regierung übernimmt, die sich zunehmend außerhalb rechtsstaatlicher Grenzen bewegt, wird seinem Auftrag nicht gerecht. Eine freie Presse muss kritisch bleiben, Macht benennen und einordnen und zwar gerade dann, wenn es unbequem ist. Wenn die einen sagen, es regnet, und die anderen sagen, es regnet nicht, dann ist es nicht Aufgabe des Journalismus, beide Seiten zu zitieren. Seine Aufgabe ist es, aus dem Fenster zu schauen und nachzusehen, ob es regnet.

Neutralität darf nicht mit Wegsehen verwechselt werden.

Warum reagieren deutsche Medien nicht mit einer Sprachagenda auf sich verändernde gesellschaftliche Grundsätze?

Es heißt nicht: Radfahrer erliegt nach Kollision mit Auto seinen Verletzungen

Oder: Frau stirbt nach Ehestreit

Oder: US Demonstrant nach Schusswechsel mit ICE getötet

Sprache bedeutet Wahrnehmung und in Deutschland gibt es immer noch den medialen Täterschutz, der die Opfer entwürdigt und dazu beiträgt, dass Morde verharmlost werden und der das Rechtsempfinden rückständig macht.

Ich habe zur Verarbeitung und Erinnerung –  im schlimmsten Fall an diesen eventuellen Kippunkt der Demokratie in den USA -dann etwas in meinem Art Journal gewerkelt.

Freitagstipps Art Journal

Und wenn man ehrlich ist, geht es da drüben in Minnesota gerade ja gar nicht um Immigration. Der rote (republikanisch regierte) Staat Texas hat 2,1 Millionen undokumentierte Einwanderer, Florida hat 1,6 Millionen undokumentierte Einwanderer, Minnesota, ein blauer (demokratisch regierter) Staat hat gerade mal 130.000. Also ging es von Anfang an nicht nur um Immigration, sondern zum Teil auch um politische Vergeltung. Weil der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, Trumps Gegner in der letzten Wahl war.

Und dann war da hierzulande noch diese unsägliche Teilzeit Diskussion. Alles ok bei euch, CDU? Ihr sollte dringend aufhören, diejenigen, die den Wohlstand dieses Landes erarbeiten, kostenlos die Zukunft (Kinder) großziehen, Verwandte pflegen, sich ehrenamtlich um die Ärmsten kümmern, da ihr versagt und zusätzlich noch eure Diäten finanzieren, non-stop zu beschimpfen.

Und endlich anfangen auf die Wissenschaft und Expert*innen zuhören. Arbeitnehmer*innen-Rechte sind keine Almosen. Wir sind das Volk. Ihr unsere Angestellten.

Teilzeit betrifft in der Mehrheit ja Frauen. Wenn es so oder so nicht genügend Stellen gibt, d.h. also durch einen eventuellen Vollzeitzwang mehr Arbeitslose geschaffen werden, hat man ja wieder mehr Arbeitslose, also genug „faule” Menschen, um dieses Gruppe wieder als Sündenbock darzustellen.

Da frage ich mich, ob das so eine verkappte, konservative Frauen-zurück-an-den-Herd Kampagne ist, ganz im Stile von Project 2025. Ich mein, CDUlinge waren ja nicht umsonst unlängst in den USA, um sich von den ultra Rechten dort beraten zu lassen.

Good News!

Die Mutter meiner Freundin ist vor kurzem an einem Glioblastom verstorben, es war eine unsagbar traurige Zeit. Glioblastome kapern das Nervensystem auf eine zuvor unbekannte Weise – für diese Entdeckung erhält der Neurologe Varun Venkataramani den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstädter-Nachwuchspreis 2026. Seine Forschung könnte dabei helfen, neue Behandlungen zu entwickeln. Das gibt Hoffnung.

 

Freitagstipps

1.    Ich gebe ungerne zu, dass ich   _________ .

2.    _________ uralt, aber sehr bequem.

3.   Mein Impulskauf beim Einkaufen ____________ .

4.    ________aufgeben, aber ich will es eigentlich nicht.

5.    Wenn ich heute frei hätte,  ________   .

6.    Meine  Kramsschublade ________ .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe die interessante Doku “German Guilt” in der ZDF Mediathek gesehen. Thilo Mischke forschte mit Katja Riemann und Ronja von Rönne nach, was ihre Ahnen in der NS-Zeit taten. Sie befragetn Angehörige, sichteten Archive und stellten Fragen über Täterschaft, Opferrolle und das Schweigen vieler Nachkriegsgenerationen. Und sie zeigen, wie jeder von uns selbst nachforschen kann, zum Beispiel im Bundesarchiv. Ich verfolge das Thema weiter, mich interessiert Geschichte, und die meiner eigenen Familie erst recht. Zeitzeugen gibt es bald keine mehr, in meiner Familie auch nicht. Umso wichtiger finde ich, dass wir durch persönliche Geschichten und eine –  wenn auch indirekte – persönliche Betroffenheit diese Vergangenheit weiter sichtbar machen.

Mehr oder weniger durchgebingt habe ich die Serie “All her Fault”. Erst dachte ich: ach, wieder so eine Geschichte, wo ein Kindermädchen das Kind reicher Familie entführt. Aber die Verfilmung der Romanvorlage der irischen Autorin Andrea Mara ist wesentlich mehr. Acht Folgen ver- und entwirrt, ein Netz aus Schockmomenten, Plot-Twists und wechselnden Verdächtigen. In den letzten beiden Episoden wird dann so viel aufgelöst, dass man kaum noch mitkommt (und dann wie ich nicht aufhören kann und sich die halbe Nacht um die Ohren schlägt) . Solide, unterhaltsame Thrillerserie, läuft neu auf HBO Max.

Und ich war endlich mal wieder mit meiner Freundin im Kino. Mein Ziel ist es jedes Jahr, möglichst alle für den Oscar nominierten Filme zu sehen. Und gestern Abend habe ich seit längerem im Kino wieder ein paar Tränen vergossen.  “Hamnet” ist gleich für acht Oscars nominiert und hat bereits den Golden Globe 2026 für den besten Film erhalten. Die Romanverfilmung erzählt die Geschichte von William Shakespeare und seiner Frau Agnes, ihrer Liebesgeschichte, ihrer drei Kinder und dem Verlust, den sie schließlich verkraften mussten. Im Lauf des Films steigert sich langsam die Intensität der Darstellung auf eine emotionale Wucht, die ich lange nicht im Kino erlebt habe. Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind einfach überragend. Ganz große Empfehlung!

Freitagstipps zum Lesen

Weltweit gibt es noch hunderte unkontaktierte indigene Völker, das war mir so nicht bewusst und der Begriff unkontaktiert war mir in dem Zusammenhang neu neu. Sie stehen vor der realen Gefahr des Aussterbens.

Die Influenza hat Hochsaison und Covid ist auch immer noch da. Also sind Vorsichtsnahmen besonders wichtig. Was denkt ihr, Händewaschen besser mit warmem oder kaltem Wasser? Die Antwort hat mich etwas überrascht.

Am 5. Dezember 2026 sollen Bill und Tom Kaulitz die Neuauflage von Wetten, dass moderieren. Die Entscheidung polarisiert, aber das ZDF verfolgt offenbar eine besondere Strategie damit.

Freitagstipps zum Hören

Im Podcast The Daily Beast gab es wieder ein super interessantes Interview. Dieses Mal mit Mary Trump, der Nichte von DT. Die schonungslos über die Jugend mit Onkel Donald, den tyrannischen soziopathischen gemeinsamen Großvater und überhaupt viele haarsträubende Dinge erzählt. Kein Wunder, dass der irre Größenwahnsinnige die Welt auf den Kopf stellt, bei der Vorgeschichte. In “Real Reason My Uncle Trump Became a Monster”.argumentiert Mary Trump, dass der Instinkt ihres Onkels schon immer darin bestanden habe, Verantwortung zu leugnen, Opfer anzugreifen und Gewalt zu eskalieren, anstatt sie einzudämmen – und dass sich dieses Muster verschärfe, da sein kognitiver Verfall, seine Wutausbrüche in den sozialen Medien und seine Realitätsferne immer schwerer zu verbergen seien.

Ich höre meine Podcasts grundsätzlich über die Apple Podcast App, aber ihr könnt die meisten auch auf Spotify hören, oder frei verfügbaren Plattformen. Ich verlinke euch meistens das, was mir Google als erstes anzeigt.

Was mich etwas überrascht hat: im aktuellen Alles muss raus Podcast hat Thilo Mischke Thomas Hayo zu Gast. Den ich nur als etwas hohlen Modefuzzi bei Germanys Next Top Model in Erinnerung hatte. Er lebt seit Jahren in den USA und berichtet im Podcast durchaus angenehm und gut informiert aus erster Hand, wie es sich anfühlt, jetzt dort zu sein. “Minneapolis – Wie fühlt sich Amerika gerade an?”  Wie geht es seinem Umfeld, wie nimmt er die Stimmung im Land wahr?

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Zwischen den Jahren, Freitagstipps und # 855

2. Januar 2026

And just like that …

Geht’s nur mir so oder waren die Feiertage dieses Jahr einfach… da? Keine große Feierstimmung, kein Jahreswechselgefühl. Plötzlich 2026, ohne Übergang, ohne Dramaturgie. Hab ich was verpasst oder war das kollektiv einfach nichts?

Komisches Gefühl. Als wäre ein ganzer Monat geschluckt worden. So ungefähr fühlt es sich für mich an. Als hätte 2025 noch irgendwas zu erledigen. Aber dafür ist’s jetzt auch zu spät.

Diese seltsamen Tage zwischen den Jahren waren geprägt von Abschieden, Leere und gleichzeitig Ruhe. Erst war ich noch komplett im Mama Modus. Betten abgezogen, Handtücher gewaschen, Reste sortiert, Reste gegessen und so weiter. Chaos auf dem Basteltisch angerichtet und mein Dezembertagebuch zur Hälfte fertig gemacht.

Dann habe ich einen Tag komplett im Schlafanzug verbracht. Und NICHTS getan. Kurz vor Mitternacht bin ich dann raus, habe mit den Nachbarn eine Stunde auf der Straße gefeiert und gedacht: werden diese Böller immer lauter?

Man halt die Menschen für zu beschränkt, vegane Schnitzel von echtem Fleisch zu unterscheiden (steht ja nicht gut lesbar auf der Packung) aber Sprengstoff und Pyrotechnik in alkoholisierter Privathand traut man uns uneingeschränkt zu. So sehr ich Feuerwerk mag, so richtiges am Himmel, aber diese Ausmaße, und dass Raketen und Böller als Waffen verwendet werden, es darf nicht so weitergehen.Ich habe in den letzten Tagen drei Petitionen für Böllerverbote unterschrieben.

Ind ich  habe wie in jedem Jahr um Mitternacht mit meinen Kindern gefacetimed, das war schön.

In diesen turbulenten Zeiten wäre es naheliegend, sich zurückzuziehen, den Kopf in den Sand zu stecken. Pushnachrichten von der ukrainischen Front, der nächsten Jahrhundert-Überschwemmung oder dem nächsten Regierungs-Zoff setzen uns zu.

Aber ich glaube fest daran: Ohnmacht ist keine Option, Hoffnung zu stiften und füreinander da zu sein ist unsere Aufgabe.

Ich wünsche uns allen für 2026 Zuversicht und einen empathischen Blick füreinander.

Ihr wisst ja, Dankbarkeit steigert das psychische Wohlbefinden, reduziert Stress und Angst und lenkt den Fokus auf das Positive im Hier und Jetzt. Das ist auf jeden Fall erstrebenswert. Heute bin ich dankbar für schöne Weihnachtsfeiertage mit der Familie (auch wenn jemand gefehlt hat ) für ein paar ruhige Tage und für meinen leckeren Kaffee. Und ihr?

Freitagstipps Neujahr

Und sonst so?

Was uns auch aus privaten Gründen in den letzten Tagen beschäftigt hat: Einer der größten Coups der deutschen Kriminalgeschichte. Wie in einem Hollywood Film.

Einbrecher haben sich in den Tresorraum einer Gelsenkirchener Bank gebohrt und eine Millionensumme aus Schließfächern erbeutet. Die Täter haben mehr als 3.000 Kundenschließfächer leer geräumt, die Geld, Schmuck und Gold enthielten. Meine 90 jährige Tante hatte bis vor kurzem dort ein Schließfach mit ihren kompletten Ersparnissen. Zum Glück hatten wir es vor zwei Monaten zu einer anderen Bank ein paar hundert Metzer weiter umgelagert, was für ein Zufall! Reiner Zufall, weil die neue Bank etwas näher an ihrem Zuhause ist. Sonst wäre ein Großteil weg. Wie (so wird gemunkelt) das Bargeld vieler Gelsenkirchener Döner Buden Besitzer. Tja. Soviel zum Thema: “nur Bares ist Wahres”, oder “keine Kartenzahlung”.

Es gab Tumulte vor der Bank. Interessant, was da alles noch ans Tageslicht kommen wird.

Von Gelsenkirchen zum Rest der Welt:

Sehr positive Presse und schöne Bilder gab es für die Amtseinführung des neuen Bürgermeisters von New York City. Erinnert ihr euch an die Wahl und den ersten Aufschrei in der Art von: “Ich kann nicht glauben, dass New York City einen Muslim zum Bürgermeister gewählt hat. ”

In der Realität hat gestern Generalstaatsanwältin Laetitia James, eine schwarze US-amerikanische Christin, einem ugandischen amerikanischen Muslim südasiatischer Herkunft den Amtseid abgenommen, während seine syrisch-amerikanische Frau die Koran hält, auf den er schwört. Und alles während sie auf den Stufen einer U-Bahnstation vor dem Amtssitz des Bürgermeisters stehen – mehr New York geht nicht.

Die EU Flagge beim Silverster-Feuerwerk in London war ein wunderbares Zeichen. Europa ist stärker als wir uns selbst zugestehen. Europa wächst Immer wieder und weiter zusammen. Weil es das wahrscheinlich beste und wichtigste Bündnis in der Geschichte der Menschheit ist. Und weil Europa das Zeug dazu hat, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Good News!

Seit September 2024 läuft in Neuseeland eine Phase-2-Studie, um die Sicherheit und Wirksamkeit einer hormonfreien Antibabypille für Männer zu testen. Hormonfreie Pille für den Mann wird klinisch getestetIn Tierversuchen hat sich das Medikament YCT-529 bereits als wirksam erwiesen. Es könnte dabei helfen, die Verhütung in Zukunft gerechter zu verteilen. Das wird auch Zeit.

Der französische Turnverband hat die Bodysuit-Pflicht für Frauen im Turnen abgeschafft. Turnerinnen in Frankreich dürfen bei Wettbewerben jetzt Shorts tragen Künftig dürfen die Turnerinnen bei Wettkämpfen bis zu 10 cm lange Shorts über ihren Trikots tragen. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Diskussionen um die enge und knappe Bekleidung von Turnerinnen gegeben.

 

Freitagstipps

1.  In diesem Jahr ___________.

2.  ___________ ich schaffe das.

3.  Es könnte sein, ___________.

4.  ___________ übrigens _________ .

5.  Moment, warte mal,  ___________ .

6.   ___________ wird mir von 2025 in Erinnerung bleiben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Beste Unterhaltung: Kurz nach Weihnachten habe ich den dritten ( und meiner Meinung nach besten) Teil der Knives Out Filmreihe gesehen. “Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery” Wie schon in “Knives Out” und “Glass Onion” gilt auch hier: Nichts ist so, wie es scheint.

Jede dieser Figuren bringt eigene Geheimnisse, Motive und persönliche Konflikte mit. Das Spiel mit dem klassischen “Whodunit”-Format lebt von diesen komplexen, mehrdeutigen Charakteren, die mit brillanten internationalen Schauspielern besetzt sind und sowohl dramatisch als auch subtil überzeugen. Glenn Close spielt phänomenal. Das Ende ist nochmal ein Schocker!

Was ich besonders cool finde: Über das Privatleben von Privatdetektiv Benoit Blanc – im Film phantastisch gespielt von Daniel Craig –  war vor allem im ersten Film kaum etwas bekannt. Er agierte fast ausschließlich im beruflichen Kontext, stets elegant, aber distanziert. Erst in “Glass Onion” (2022) wurde ein kleiner, aber aufsehen erregender Einblick gewährt. In einer kurzen Szene sieht man Blanc während des Lockdowns zu Hause in der Badewanne, begleitet von einem Gastauftritt von Hugh Grant als seinem Lebenspartner Philip. Durch diese subtile, aber bedeutende Enthüllung wurde Blanc zu einer der wenigen offen queeren Hauptfiguren modernen Mainstream-Krimi.

Freitagstipps Neujahr

Krasser Gegensatz: Der Dokumentarfilm „Hannah Arendt. Denken ist gefährlich” in der ARD Mediathek. Die Doku folgt dem Leben Arendts und lässt sie dabei ausgiebig selbst zu Wort kommen – in Essays, Briefen und Büchern. Alte Wegbegleiter:innen erinnern sich aus dem Off an das überwältigende Charisma von Arendt. Ihre Warnungen vor autoritären Tendenzen in der amerikanischen Politik, die sie in ihren letzten Lebensjahren nicht müde wurde zu wiederholen, zeugen angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen in den USA von einer unheimlichen Klarsicht.

Ich finde, diese Doku sollte Pflichtprogramm in jeder Schule werden!

Den kompletten Neujahrstag habe ich dann  – wie bereits oben erwähnt – im Schlafi vor der Glotze verbracht, herrlich! Es musste sein, denn der neue Harlan Coben Thriller auf Netflix ist definitiv kein second screen watch. Also nichts, wenn man dabei am Handy oder wie ich am Laptop klimpert. Ich musste mich etwas konzentrierter durch die Handlungsstränge bewegen.  „Such mich nicht“– mit diesen Worten verschwindet Paige Greene spurlos und hinterlässt eine klaffende Lücke im Leben ihres Vaters. Für Simon Greene bricht damit die Fassade seiner perfekten Welt aus Karriere, Eigenheim und Familienglück schlagartig zusammen. Trotz der Getrieben von der Hoffnung, sein Kind doch noch zurückzuholen, taucht Simon tief in eine finstere Unterwelt ab. Auf seinem gefährlichen Weg stößt er jedoch auf Abgründe und Wahrheiten, die weit über das Verschwinden seiner Tochter hinausgehen und seine gesamte Familie endgültig zu vernichten drohen.

Es war faszinierend wie sich die vielen kleine Puzzleteile langsam zu einem großen Ganzen entwickelten, dabei gab es immer einen roten Faden. Des Rätsels Lösung am Ende hat mich auch nochmal umgehauen.

Freitagstipps zum Lesen

Einiges traf ein, anderes (leider) nicht. Wie man sich in den 90ern das Jahr 2025 vorstellte. Auf jeden Fall interessant, es jetzt nachzulesen.

Hängt euer Handy auch (wie meins) nachts am Ladekabel? Ist das ok oder schädlich? Drei Mythen im Faktencheck. Spoiler: ich bleib dabei.

Freitagstipps zum Hören

Fast alle Podcasts, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre, brachten Zusammenfassungen des Jahres 2025. Ich habe tatsächlich und bewusst keinen einzigen davon gehört. Ich muss mir die überwiegend schlechten Nachrichten und Entwicklungen nicht noch einmal geben.

Statt dessen habe ich in Erinnerungen an unseren phantastischen Familien-Trip nach Paris geschwelgt und die von meiner Tochter extra für diesen Anlass erstellte Playlist Babs in Paris 2025 rauf und runter gehört.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und euch allen wünsche ich nochmal ein grandioses 2026!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 853

19. Dezember 2025

Da bin ich wieder wie gewohnt mit den Freitagstipps und dem Gedankensalat, nachdem ich am vergangenen Freitag überraschend von meinen Kindern anlässlich meines runden Geburtstages nach Paris entführt wurde.

Was für eine Überraschung, ich kann es immer noch nicht fassen, dass sie seit dem Sommer heimlich diese vier Tage mit vollem Überraschungsprogramm geplant hatten und ich NICHTS davon gemerkt habe. Erst als wir frühmorgens auf dem Bahnsteig in Köln standen und der Eurostar nach Paris einfuhr, machte es klick. Die Tage alleine mit allen vier Kindern waren tatsächlich die erste gemeinsame Reise seit 15 Jahren, irgendeiner fehlte immer während der letzten Jahre.

Freitagstipps Paris 2025

Paris hat mich übrigens sehr überrascht. Ich war schon oft dort, aber immer im Sommer oder Frühling oder Herbst. Noch nie zur Adventszeit. Und ich muss sagen, es steht London in puncto Weihnachtszauber um nichts nach. Außerdem spielte sich das Leben während des dritten Adventswochenendes weitgehend draußen ab. Die unzähligen Brasserien, Restaurants und Cafes hatten alle draußen vollbesetzte Tische, Urlaubsstimmung pur.

Ich werde zu Paris natürlich in nächster Zeit auch einen Blogpost mit Tipps schreiben. Bis dahin könnt ihr auch viele Eindrücke im Highlight “Paris” auf meinem Instagram Account finden. Wir haben beschlossen, jetzt öfter mal wieder zusammen zu verreisen, denn gemeinsame Zeit ist das kostbarste überhaupt. Und wenn man zusammen so schöne Erlebnisse hat, schafft man wertvolle Erinnerungen für lange Zeit.

Zuhause hatte mich am Montag der Alltag direkt wieder. Obwohl ich tatsächlich erstmal einen Tag brauchte, um runterzukommen, meinem Körper nach tausenden von Schritten und wenig Schlaf kurz Ruhe zu gönnen und alles zu verarbeiten.

Weihnachtsfeier im Büro, nachträgliches Geburtstagsfrühstück mit meinen Freundinnen, Christmas Shopping in der Stadt, ein Kind bereits hier im Hotel Mama und der Förstersohn trudelte auch gestern abend bereits hier ein. “Mama, kannst du Kartoffelsuppe machen? Und hast du schon Baumkuchen gekauft?” Aber natürlich. Einkaufen, Betten beziehen, die Weihnachtsferien für die Kinder mit All Inclusive haben begonnen. Am Wochenende wird das Haus dann komplett voll, der Baum wird aufgestellt und der Weihnachtstrubel startet in den Endspurt. Und selbstverständlich haben die Kinder auch ihre klitzekleinen To Do Listen, von mir erstellt, das läuft bei uns alles recht gut verteilt und entspannt.

Ich freue mich drauf!

Freitagstipps Adventsfrühstück

Meine Weihnachtskarten sind inzwischen auch fast alle verschickt. Den Großteil habe ich geschrieben, während ich mir mit meiner Tochter alle drei Teile der “Sissi” Filme angeschaut habe. Die gehören bei uns einfach seit Jahren zum weihnachtlichen Ritual.

Und sonst so?

Die weitgehende Nachrichten Abstinenz am vergangenen Wochenende hat mir mal ganz gut getan. Aber inzwischen bin ich wieder jeden Tag mindestens einmal mit Kopfschütteln und Faktenchecks beschäftigt.

Habt ihr diese sensationelle “Eye of the Hurricane” Vanity Fair Story mitbekommen? Der renommierte Fotograf Christopher Andersen fotografierte dafür den Inner Circle der Mächtigen im Weissen Haus so, wie er es immer tut. Realistisch, unretuschiert.

Für mich sind die Bilder fotografisches Storytelling in Perfektion. Ein brillantes Beispiel für den Einsatz von Kunst als Mittel des Widerstands und der Macht, das pure Böse anzuprangern.

Das Netz explodierte fast, denn auch Inhalt der Geschichte sorgte schon mächtig für Schlagzeilen. Im Gespräch mit »Vanity Fair« bescheinigte Donald Trumps Stabschefin Susie Wiles ihrem Chef »die Persönlichkeit eines Alkoholikers«, Vizepräsident JD Vance sei »seit einem Jahrzehnt ein Verschwörungstheoretiker« und Elon Musk »ein seltsamer, seltsamer Typ, wie es Genies eben sind« und zudem ein »bekennender Ketaminkonsument«. Genug Stoff, um für jede Menge Aufsehen zu sorgen.

Je mehr man liest, desto mehr staunt man, auch über die Rolle, die sich Wiles selbst mit ihren Berichten zuweist. Trotz ihrer Loyalitätsbekundungen schwingt sich in Vanity Fair ausgerechnet die Stabschefin zur letztinstanzlichen Richterin über den Präsidenten auf. In einem Weißen Haus, das nach ihren Beschreibungen von inkompetenten, bizarren und unzuverlässigen Gestalten bevölkert ist, preist sie sich selbst als einzigen Profi – und unersetzlich.

Warum die stille Trump-Vertraute Wiles plötzlich laut wurde bleibt vorerst ein Rätsel und ich bin gespannt, wie die Sache sich entwickeln wird.

Ansonsten finde ich es es gerade widerlich und bizarr, dass sich der ukrainische Präsident, der Bundeskanzler und andere europäische Regierungschefs erniedrigen lassen müssen, mit zwei US Immobilienfuzzies – für die lediglich wirtschaftliche Interessen relevant sind – über Bedingungen für ein Kriegsende zu verhandeln. Und dem eigentlichen Aggressor ist das auch noch alles komplett egal.

Good News!

Auf Borkum gehörte Gewalt zur Tradition: Frauen wurden auf offener Straße von kostümierten Männern gefangen und mit Kuhhörnern malträtiert. Ein Schutzkonzept soll nun ein friedliches Klaasohm-Fest gewährleisten. Das ist nach großen Protesten im vergangenen Jahr jetzt zum Glück vorbei.

 

Freitagstipps

 

1.  Es gibt Tage, da fühle ich mich  ___________ .

2.   _________ ,wir verstehen uns gut .

3.   Ich finde es unterhaltsam, ___________ .

4.   _________ die Perspektive zu wechseln.

5.   Mandarinen _________ .

6.   _________ Geschenke einpacken.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Thema Weihnachtsfilme. Die Klassiker müssen nicht jedes Jahr sein. Ich habe aber zwei neue auf Amazon Prime gesehen, die durchaus mithalten können “Oh what fun” mit Michelle Pfeiffer als Mutter im kompletten Weihnachtswahn. Als Übermutter Claire Clauster aus Texas für ihre Familie einen besonderen Weihnachtsausflug organisiert, vergisst ihre Familie sie aus Versehen. Als sie ihre Abwesenheit bemerken, ist sie bereits verschwunden. Weihnachten ist in Gefahr, doch Claire hat andere Pläne. Eine Weihnachtskomödie, die gleichzeitig ein Hohelied auf die Mütter als wahre Heldinnen von Weihnachten singen und satirisch übertriebene weibliche Perfektionsansprüche auf die Schippe nehmen will.

Und ein wenig mehr hat mich “This is Christmas” berührt. Ein Hauch von “Tatsächlich Liebe” ist in der Story. Ein junger Mann pendelt täglich im Zug zwischen seinem Heimatörtchen und der Londoner City. Im Abteil trifft er immer wieder dieselben Mitreisenden, doch alle verharren in höflicher Anonymität und kommen nicht miteinander ins Gespräch. In der Vorweihnachtszeit inspiriert ein Vorfall ihn dazu, das ändern zu wollen: Er lädt die anderen Pendler zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier. Eine sympathische Weihnachtskomödie, die mit lebhaft gezeichneten Figurensolide Wohlfühlunterhaltung liefert.

Im Zug zurück von Paris haben wir uns die ersten beiden Folgen der neuen Taylor Swift Doku “The End of an Era” auf Disney + angeschaut.

Die Dokumentation über die erfolgreichste Tour der Welt, Taylor Swifts Eras-Tour, zeigt wortwörtlich das Ende einer Ära. Einer Ära voller Tränen, Leistungsdruck, Verantwortungsgefühl dem eigenen Team und Fans gegenüber – und mit Angst vor Terror.In den ersten Episoden gibt Taylor Swift bereits tiefe Einblicke in die Entstehung des Tour-Konzepts, die aufwendigen Vorbereitungen und die enge Beziehung zu ihrem Team. Zudem ging es auch um die emotionalen Herausforderungen, denen Swift während der Tour begegnete – etwa der vereitelte Terror-Anschlag auf  das Konzert in Wien.

Tänzer, Techniker, LKW-Fahrer, alle, die an der Tour beteiligt waren bekommen zusätzlich zum Gehalt Boni von insgesamt 197 Millionen Dollar, immerhin zehn Prozent der Einnahmen.  Die Doku-Serie zeigt auch, wie Taylor sich die Zeit nimmt, für jeden einen Brief zu schreiben und ihn anschließend mit einem Wachsstempel zu versiegeln.

Und sehe ich das richtig, dass Taylor Swift jetzt wieder gehatet wird, weil sie ihren Mitarbeiter*innen Boni bezahlt hat? Und das jetzt „den anderen A-Listen Promis das Leben schwer macht”, da deren Mitarbeiter*innen „das jetzt auch erwarten”???

Ja du Promi, wenn du Milliarden mit deiner Tour machst, dann bezahlst du eben deine Angestellten dementsprechend??

Freitagstipps zum Lesen

Emojis sind aus Chats heute nicht mehr wegzudenken, jedenfalls bei uns Boomern. Aber wisst ihr, wie es 1982 zu den ersten Emoticons (so hießen die früher) kam? Interessante Geschichte, die erstaunlicherweise etwas mit Physik zu tun hat.

Ihr Todestag jährt sich zum 50. Mal, ihre Werke und klugen Worte sind weltberühmt. Mir war bis zum Lesen dieses Artikels nicht bewusst, dass Aussagen der inzwischen sehr verehrten Schriftstellerin Hanna Arendt zu ihren Lebzeiten durchaus auch umstritten waren. Banalität des Bösen” – was hinter Hannah Arendts bekanntesten Worten steckt

Bei dem Ausdruck schließt sich für mich übrigens der Kreis für mich zur oben ausführlicher erwähnten Vanity Fair Artikel. Denn meinerb Meinung nach hat Christopher Arendsen diese Banalität des Bösen in seinen Bildern perfekt gezeigt.

Freitagstipps zum Hören

Podcast Time! Ich habe zwei neue gehört bzw angefangen. 2021 habe ich den SZ Podcast “Wirecard -1,9 Milliarden Lügen” bereits verschlungen, hört ihn unbedingt, wenn ihr mit diesem Thema noch nicht vertraut seid. Nachdem ich letzte Woche im SZ Nachrichten Podcast “Auf den Punkt” dazu einen kurzen Beitrag gehört hatte, interessiert mich das Thema wieder brennend. Bevor der Finanzdienstleister Wirecard zusammengekracht ist, war Jan Marsalek einer der schillerndsten Figuren in der deutschen Start-Up- und Finanzwelt. Dann ist er im Juni 2020 in Moskau untergetaucht. Und seitdem das bekannt ist, wird spekuliert, ob er dort für den russischen Geheimdienst FSB arbeitet. Die SZ, NDR, WDR und das österreichische Magazin profil haben tausende Chatnachrichten ausgewertet, die eine eindeutige Antwort nahelegen:

Ja. Marsalek hat demnach eine russische Geheimdienstoperation, die in Berlin die deutsche Unterstützung für die Ukraine schwächen sollte, angeleitet. Was verraten die Chats über die russischen Aktionen im hybriden Krieg – und über Marsaleks Rolle?

Ich bleibe dran, denn seit dem 11. Dezember ist auch eine neue vierte Staffel des Original Wirecard Podcasts gestartet, die habe ich gerade angefangen zu hören. Den hybriden Krieg gegen uns bzw Europa hat Russland bereits vor Jahren begonnen, warum wird das von den ganzen Sofapazifisten nicht klarer gesehen?

Und der zweite Podcast, den ich euch empfehle hat ein ganz anderes Thema und ist sehr unterhaltsam, aber nicht weniger spannend. The Bear (die phantastische US Serie um einen Starkoch) für die Ohren sozusagen. “Tulus – die Geschichte eines Restaurants”.

Max Strohe ist ein junger Lehrling in der Küche. Nur mit Mühe schafft er es, die Prüfungen und Demütigungen der harten Ausbildung zu ertragen. Was er auch probiert – immer wieder fliegt er raus. Da beschließt er, nach Berlin zu ziehen. Irgendwo muss es doch einen Ort geben, an den er wirklich hingehört. Er trifft Ilona Scholl, die in einem Restaurant, in dem er anfängt, den Service leitet. Diese Begegnung wird das Leben der beiden für immer verändern. Die ersten beiden Episoden der fünfteiligen Podcast Serie fand ich super gemacht und freue mich auf’s weiterhören.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Und ich erinnere nochmal kurz an den Wunschzettel für Scrapbooker oder Bastler, denn gestern habe ich noch Gutscheine für Workshops versendet. Es gibt Männer, die wirklich wissen, was ihre Frauen sich wünschen 😉

Ich wünsche euch ein schönes viertes Adventswochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 849

14. November 2025

Wie warm ist es bitte für Mitte November? Hier im Rheinland waren es heute 15 Grad. Einerseits freut es mich, dass man sich noch nicht so dick einmummeln muss. Aber normal ist das nicht. Nächste Woche soll es sich allerdings ändern, es wird Zeit für die Winterreifen. Und die Adventszeit und Weihnachten. Ja, ich bin bereits in der richtigen Stimmung!

Am vergangenen Wochenende in Berlin waren wir in der Weihnachtsabteilung vom KaDeWe. Alter! Ein Traum. Ich konnte mich kaum beherrschen und habe “nur” zwei Kleinigkeiten für den Baum gekauft. Wir standen auch kurz vor dem Tisch mit Berlin Ornamenten, aber so richtig umgehauen hat uns da nichts. Der Fernsehturm erinnert eher an eine Rakete oder an den roten Platz in Moskau, oder?

Freitagstipps Berlin Weihnachtsbaumschmuck

Ansonsten war ich wie immer begeistert von Berlin. Diese Stadt ist irgendwie eine einzigartige Mischung aus Geschichte und Moderne, Kultur, Kreativität und multikulturellem Leben, gepaart mit einer Vielzahl an Grünflächen und einem rauen, aber charismatischen Flair. Der starke Kontrast zwischen klassischer Architektur und zeitgenössischem Flair und die Unterschiede in den einzelnen Bezirken und Kiezen sind faszinierend. 

Wir hatten einige Pläne für das Wochenende, die sich aber alle zerschlagen haben. Außer die neue Show im Friedrichstadtpalast, dafür hatten wir schon vor Wochen Tickets gebucht. Ansonsten bin ich gerne spontan und entscheide nach Wetter oder Laune, was man unternehmen könnte. Was lernen wir daraus? Spontan klappt halt manchmal nicht. Wir wollten Schloss Babelsberg besichtigen: geschlossen wegen Renovierung. Die Joop Ausstellung in Potsdam: keine Tickets bzw Zeitslots mehr verfügbar. Der Kartenraum in der StaBi (davon hatte ich euch in den Freitagstipps  vorletzte Woche erzählt): am Wochenende geschlossen. Also sind wir Samstags einfach so planlos in der Stadt rumgebummelt und haben trotzdem viel erlebt und gesehen.

Sonntags wollten wir zu einem großen bekannten Hallenflohmarkt. Als wir nach einer halben Stunde Fahrt dort ankamen, fand statt dessen dort eine Hochzeitsmesse statt. Obwohl der Flohmarkt online angekündigt war. Nun ja, wir sind dann irgendwo anders auf einem Hornbach Parkplatz gelandet und ich habe selten so viele ähm .. seltsame Sachen auf einem Flohmarkt gesehen. Det ist Berlin.

Freitagstipps Blumen Adlon

In der kommenden Woche schaffe ich es sicher, einem Beitrag mit neuen Tipps zu schreiben, denn ich habe einige gesammelt.

Bis dahin bin ich noch extrem beschäftigt mit der Vorbereitung der ausverkauften Adventswerkstatt am Wochenende. Ich freue mich sehr drauf, endlich mal wieder ein volles Haus und die beiden Projekte gefallen meinen Gästen hoffentlich genau so gut wie mir. Die Adventswerkstatt ist für mich in jedem Jahr der schönste Einstieg in die kreative Vorweihnachtszeit und nächste Woche starte ich dann auch durch mit dem Weihnachtskarten-Marathon.

Vorgestern hatte ich dann noch ein Erlebnis der besonderen Art. Ich hörte nachmittags Musik, packte Kits für den Workshop und hatte für mein Abendessen eine Quiche in den Ofen geschoben. Auf einmal zack, Musik aus, Licht aus. Im ganzen Haus. Stromausfall, in unserer Nachbargruppe auf Whatsapp hatten alle das gleiche Problem. Ein Nachbar war gerade beim Einkaufen, der komplette Supermarkt auf einmal dunkel. Meine Nachbarin, die im Home Office arbeitete schrieb mir: schönes Wetter draußen, Lust auf eine Kaffeepause im Hof? Ich so: wie willst du Kaffee kochen? Haha, stimmt.

Während wir dann draußen in der Sonne saßen und quatschten, kam der Strom irgendwann wieder. Ich hatte die Quiche vergessen, die war dann dunkeldunkelbraun.

Eine Stunde später musste ich zur Post, gehe in die Garage und denke: huch, ein schwarzes Loch. Wieder war der Strom weg, ich kam zum Glück mit dem Notfallschalter aus der Tiefgarage und fuhr zur Post in einem anderen Stadtteil. Es wurde langsam draußen dunkel, alle Ampeln und die Straßenbeleuchtung waren aus und alle Häuser ohne Licht.

Vereinzelt sah man Kerzen in Fenstern und aufladbare Lampen. Und Menschen mit Handy-Taschenlampen durch die Dunkelheit irren. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie dunkel es bei einem kompletten Stromausfall ist. Ich schlich mit einer Kerze durchs Haus und dachte, man kann nichts machen. Kein WLan, kein Fernsehen, kein Ofen. Zum Glück hatte ich noch eine volle Powerbank, den mein Handy war bei 10% Akku. Nach drei Stunden kam der Strom dann endlich wieder da, es kam mir vor wie sechs Stunden. Komplett surreal alles. Es war auf jeden Fall eine interessante Erfahrung, sich dieser Abhängigkeit bewusst zu werden.

Und sonst so?

Der Podcaster und ehemaliger Trump Berater Steve Bannon sprach vor einigen Tagen aus, was sonst niemand sagt: „Wenn wir die Zwischenwahlen und die Wahlen 2028 verlieren, werden einige von uns im Gefängnis landen, mich eingeschlossen.“ Zu schön, um wahr zu sein.

Nach gut sechs Wochen geht der sogenannte Shutdown in den USA zu Ende. Trauriger Rekord. Vor wenigen Stunden hat das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus den Weg endgültig frei gemacht und Donald Trump hat den Übergangshaushalt unterschrieben, der geht allerdings nur bis Januar. Zuvor schon hatten einige Demokraten im Senat ihren Widerstand aufgegeben und dem US-Präsidenten damit diesen unerwarteten Sieg beschert. Alle Demokraten, die umgekippt sind, stehen 2026 nicht zur Wiederwahl an, ein Schelm, der Böses dabei denkt. Es ging um Steuergutschriften für Krankenkassenbeiträge für mehr als 20 Millionen Menschen, die Ende des Jahres auslaufen. Die Demokraten wollten diese Zuschüsse verlängern. Die Republikaner stellten sich dagegen, weshalb nun vielen Versicherten eine Verdoppelung der monatlichen Beiträge droht.

Und durch die Vereidigung der vor 50 Tagen neu gewählten demokratischen Abgeordneten Adelita Grijalva (ihre Vereidigung wurde vom republikanischen Sprecher so lange blockiert) kam endlich Bewegung in die Sache, die wie ein Damokles Schwert seit Monaten über Trump und seinen Kumpeln schwebt. Durch die Unterschrift dieser Abgeordneten konnte gestern die Herausgabe bzw Veröffentlichung der sogenannten Epstein Files angestoßen werden.

Epstein, Epstein alles muss versteckt been….oder so ähnlich, naja. Jedenfalls kommt nun wieder Bewegung in die Nummer und ganz klar,Trump steckt bis über beide völlig unversehrten Ohren mit drin, wie überraschend, nicht.
Dass er sich dafür jemals vor Gericht für verantworten muss halte ich mittlerweile für genauso unwahrscheinlich wie dass er darüber politisch zu Fall gebracht wird, ich hoffe ich täusche mich bei beidem. Er hat sich jedenfalls seit 24 Stunden nicht zu Wort gemeldet und beantwortet keine Fragen, ungewöhnlich für ihn. Was in den letzten Stunden bereits an Epstein-Mails ans Tageslicht gekommen ist, versetzt das Weiße Haus anscheinend in Panik. Es bleibt spannend.

Und in den letzten 24 Stunden von der Merz CDU:
CDU-Wirtschaftsministerin Katharina Reiche fordert, den Kündigungsschutz weitgehend abzuschaffen und den Angestellten ab dem ersten Krankentag den Lohn zu kürzen. Der CDU-Drogenbeauftragte Hendrik Streeck schlägt indes vor, besonders alten und kranken Menschen medizinische Hilfe zu verwehren, um “Verschwendung” zu stoppen und die Krankenkassen zu entlasten.

Da ich grundsätzlich keine Talkshows mehr schaue, kann ich mich nur über einige Zitate aus Sendungen der letzten Tage wundern, da muss es ja wieder gruselige Aussagen gegeben haben. Und Figuren wie Sarah Wagenknecht oder Richard David Precht behaupten in jeder Talkshow, man könne nichts mehr sagen – während sie genau das tun: alles sagen.

Erinnerungen an die Ampel: Die eine leitet Versammlungen der Vereinten Nationen. Ein anderer arbeitet an Universitäten in Kopenhagen und Berkeley. Und wieder ein anderer (CL) verkauft neuerdings Gebrauchtwagen. Offensichtlich sagt die Anschlussverwendung schon etwas über die Qualität der betreffenden Ex-Regierenden aus.

Deutschland hat meiner Meinung nach auch schon lange ein massives Bildungsproblem. Seit Jahrzehnten wird viel zu wenig für die Bildung getan und das Ergebnis müssen wir jetzt ausbaden. An allen Ecken und Enden werden Tatsachen geleugnet, ob es um Impfungen, Klimawandel, Geschichte oder welches Fachgebiet auch immer geht. Volltrottel glauben nach dem Konsum von ein paar Stunden Videos von anderen Volltrotteln alles besser zu wissen, als die Menschen, die sich seit Jahren und Jahrzehnten beruflich mit einem Thema befassen.

Freitagstipps Berlin

Good News!

Wer regelmäßig mehrere Sprachen spricht, bleibt geistig länger fit – das zeigt eine europaweite Studie mit mehr als 80.000 Teilnehmenden. Mehrsprachigkeit trainiert laut Forschenden die Aufmerksamkeits- und Kontrollmechanismen im Gehirn und schützt so vor beschleunigtem Altern. Ich lese immer schon Bücher und Texte in Englisch und spreche es fast ausschließlich, wenn ich bei meiner Familie in England bin. Also werde ich mindestens 100. Oder bleibe zumindest fit im Kopf.

Schnecken sind bekanntermaßen nicht meine Freunde. Aber sie können anscheinend doch nützlich sein. Ein Forschungsteam aus der Schweiz und Irland hat in einer Meeresschnecke eine Substanz mit krebshemmender Wirkung entdeckt. Der Stoff könnte langfristig neue Therapien gegen aggressive Lymphome ermöglichen – ein Hoffnungsschimmer in der Krebsforschung.

 

Freitagstipps

1.  In einer Zeit von  ___________ .

2.   _________ mit Enttäuschungen .

3.  Wenn man  ___________ .

4.   _________ Adventskalender .

5.   Ich finde ja,  _________ .

6.   _________ in der Badewanne.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Als ich bei meiner Tochter in Berlin war, haben wir uns die neue düstere Science-Fiction-Neuinterpretation “Frankenstein” auf Netflix angesehen. Jacob Elordi ist in der Rolle des Monsters kaum zu erkennen, eine grandiose Leistung des Maskenbildners. Mit Frankenstein hat Netflix letzte Woche einen seiner größten Filme des Jahres veröffentlicht. 120 Millionen US-Dollar hat die Verfilmung des gleichnamigen Romans aus der Feder von Mary Shelley verschlungen. Für Regisseur Guillermo del Toro war es ein Passionsprojekt, seit fast zwei Jahrzehnten arbeitete er an einer Verfilmung. Trotz seines Blockbuster-Charakters stellt “Frankenstein” am Ende ganz ungeschmückte, wesentliche Fragen – darüber, was es bedeutet, menschlich zu sein, und wie existenziell es ist, geliebt zu werden. Es ist normalerweise nicht mein Film Genre, aber die Ausstattung, die grandiosen Kostüme und die Leistung der Schauspieler hat mich dann doch bis zum Schluss gefesselt.

Ansonsten schaue ich auch seit Wochen “The Americans” und bin inzwischen bei der vierten Staffel. Die Serie lief ursprünglich von 2013 – 2018 und wurde von einem realen Paar, Elena Vavilova und Andrey Bezrukov, inspiriert , die als russische Undercover-Spione in den Vereinigten Staaten arbeiteten. Keri Russell und Matthew Rhys (die sich während der Dreharbeiten ineinander verliebten und tatsächlich heirateten) spielen in der Serie verdeckte sowjetische Spione im Amerika der späten 80er Jahre – einer Zeit, die vom kalten Krieg geprägt ist. Ich finde es faszinierend, wie sie durch ihre “Verkleidungen” immer wieder andere Typen darstellen.

Es gibt viele sehenswerte Serien zum Thema Umsturz einer Regierung, Homeland etwa oder Designated Survivor. “The Americans” kann da ohne weiteres mithalten und die Spannung baut sich immer weiter auf. Joe Weisberg, der sich The Americans ausgedacht hat, war vorher zehn Jahre lang Offizier bei der CIA. Bisher verlieren in der Story eigentlich alle, die in den Kalten Krieg verwickelt werden und sich zunehmend unsicher sind, auf der für sie passenden Seite zu kämpfen. Aber Gehirnwäsche hat leider schon immer funktioniert. Ich mag es, wenn Serien viele Staffeln haben und man da so richtig eintauchen kann. Und sich nicht immer wieder was Neues suchen muss.

Freitagstipps zum Lesen

Ich liebe flache Witze. Aus der Vorliebe für Witze kann man ableiten, wie komplex unser Denken ist. Willibald Ruch hat seine Doktorarbeit über Witze geschrieben. Nach der Lektüre stelle ich fest, das ich Typ Nonsens Witze bin.

Ganz anderes Thema.Und erschreckend. Vize-Miss-Germany und Weltmeisterin im Kickboxen Hanna Hansen ist inzwischen Salafistin. Und die 41-Jährige versucht, über Soziale Medien vor allem junge Mädchen zu radikalisieren – das zeigen jetzt Recherchen von Spiegel TV. Der Verfassungsschutz schätzt sie als gefährliche Influencerin ein.

Oben in den Freitagstipps zum Gucken bin ich bereits auf  den Film eingegangen. Mary Shelley, die Erfinderin von Frankenstein und Autorin des gleichnamigen Romans war übrigens erst 18 Jahre alt, als sie das berühmte Werk schrieb. Sie hatte bis dahin bereits ein ungewöhnlich bewegtes Leben. Im Jahr 1818 wird der Roman veröffentlicht, zunächst anonym, dass Frauen Bücher schrieben, galt damals als kaum möglich. Mary Shelley: Die Frau, die ein Monster erschuf” wer war sie wirklich?

Freitagstipps zum Hören

Ich habe auf meiner langen Autofahrt nach Berlin und zurück ein neues Hörbuch angefangen.Und interessanterweise hat es zufällig den gleichen Titel wie der super spannende Grisham*, den ich zuvor gehört hatte. Ich speichere mir immer mal interessante Titel auf meiner Merkliste bei Audible, und “Die Erbin” von Claire Winter* stand da als nächstes drauf. Eine Geschichte über Liebe, Macht und einen Mord, der in die dunkle Vergangenheit einer großen deutschen Industriellenfamilie führt. Die Handlung spielt auf zwei Zeitebenen zwischen 1929 und 1957, die sich immer weiter annähern. Erbin Cosima Liefenstein erfährt immer mehr über ihre Industriellen-Familie und ihre politischen Machenschaften zu Zeiten des Nationalsozialismus. Leichte Unterhaltung mit gut recherchiertem historischen Hintergrund, bis jetzt (bin ungefähr in der Mitte) finde ich es gut.

Und einen einzigen Podcast habe ich (nur) gehört. Anne Will spricht mit der Journalistin Melanie Amann. Die hat den Oktober in den USA verbracht und erzählt im Detail, wie schwierig es dieses Mal für sie war, als kritische Journalistin ein USA Visum zu bekommen. Wow, es geht also los, soviel zum Thema Meinungsfreiheit. Ich bin gespannt, wie kritischer und faktenbasierter Journalismus sich in Europa entwickeln wird, wenn Journalisten in Zukunft solche Repressalien erwarten könnten.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 848

7. November 2025

Neue Woche, neue Freitagstipps und ich frage mich wie so oft: wo ist die Woche hin?

Nun gut, das vergangene Wochenende und der Anfang der Woche waren bei mir noch von den Auswirkungen des Virus geprägt. Diese Schlappheit und sich zu nichts aufraffen können nervte mich fast noch mehr als die Erkältungssymptome. Aber vernünftig, wie ich (meistens) bin, habe ich auf mein Bauchgefühl gehört und mir Ruhe gegönnt.

Und habe mich hemmungslos dem Online Shopping hingegeben. Seit man die Bezahlfunktion auf dem Handy hat, braucht man sich ja nicht mal mehr zum nervigen Holen der Kreditkarte aus dem Bett zu rollen, haha. Die ersten Weihnachtsgeschenke sind also schon hier und trotz meines festen Vorsatzes, in diesem Jahr keine neue Deko zu kaufen, bin ich eventuell ein klein wenig vom Vorsatz abgewichen. Die weihnachtliche Kollektion von ZARA Home war einfach zu verführerisch. Für unseren Weihnachtsbaum, der ja sozusagen ein Baum der Erinnerungen ist, habe ich unter anderem dort diese süßen kleinen Baumschmuck-Rahmen gefunden und mit Bildern der Hochzeiten meiner Kinder gefüllt. Die Hochzeit meiner großen Tochter war ja bereits im vergangenen Jahr, aber versucht mal ein Stück Baumschmuck als Erinnerung an eine Hochzeit zu finden, das nicht unfassbar kitschig und glitzerig ist. Aber so ist es doch gut.

Freitagstipps Baumschmuck

Da ich alle Termine abgesagt hatte konnte ich in den vergangenen Tagen auch in Ruhe tausend Kleinigkeiten für die ausverkaufte Adventswerkstatt komplett vorbereiten. So entspannt war ich lange nicht vor einem großen Workshop.

Als ich dann am Dienstag wieder im Büro war merkte ich, dass mein Kopf immer noch nicht zu 100% funktionierte. Ich hatte das Gefühl, irgendwie neben mir zu stehen. Das Virus verursacht eben doch nicht nur eine Erkältung, sondern wer weiß was noch in unserem Körper und Kopf. Ich hoffe, dass irgendwann mal Langzeitstudien hierzu bessere Erkenntnisse liefern und uns alle dazu bringen, nicht wissentlich und leichtfertig ansteckend durch die Gegend zu laufen.

Inzwischen bin ich aber wieder komplett fit und freue mich auf die nächsten Wochen. Der kleine Reset hat mir jedenfalls eine große Schlafreserve gebracht.

Wenn ihr das hier lest, bin ich auf dem Weg nach Berlin. Ein Wochenende mit meinen Kindern, das Wetter soll gut sein und heute Abend gehe ich mit meiner Tochter in die neue Show im Friedrichstadt Palast. Darauf freuen wir uns seit Wochen. Besonders auch auf die Pause. Absolut perfekter Service! Man kann vorab einen Tisch, Getränke und Essen buchen und bekommt eine Tischnummer. Wenn wir zur Pause aus dem Saal kommen, wird eiskalter prickelnder Prosecco und heiß-scharfe Berliner Currywurst bereitstehen.

Für ein paar Instagram Stories werde ich sicher Zeit finden, also folgt mir gerne in Berlin, wenn ihr mögt. Ich werde bestimmt auch neue Tipps sammeln und meine Insider Tipps für Berlin hier auf dem Blog ergänzen können. Und die Tipps für Essen und Trinken in Berlin ganz sicher, wir haben einiges vor. Ich habe mir einige neue Tipps aus Social Media abgespeichert. Oder war das für London? Da bin ich in zwei Wochen. Manchmal komme ich durcheinander mit dieser Weltenbummlerei zu meinen Kindern.

Und sonst so?

So langsam geht der Shutdown in den USA an die Substanz. Nun trifft es wohl auch die Lebensmittelhilfen, auch, wenn zwei Bundesrichter versuchen, die Trump-Regierung zu zwingen, die Hilfen, die gerade jetzt viele nötig haben und die nicht mehr bezahlt werden, auszuzahlen. Aber Trump ignoriert ja inzwischen Gerichte, und kommt damit durch. Der US-Verkehrsminister hat inzwischen die teilweise Sperrung des US-Luftraums angekündigt. An den Flughäfen des Landes drohen laut zuständigem Minister schon bald chaotische Verhältnisse. Airlines spendeten zuletzt Essen an unbezahltes Bodenpersonal.

Umso erfreulicher war es (in dem letzten Monaten fürchtete man sich ja schon, morgens wieder neue Absurditäten und Horror News zu lesen) gestern morgen mit der besten Nachricht seit sehr langer Zeit wachzuwerden:

Erst die Niederlande, jetzt die USA – es gibt doch Hoffnung auf dieser Welt.

In New York wurde der Bürgermeister gewählt, diese Wahlen gelten als richtungsweisend in den USA. Zohran Mamdani ist 34 und Moslem, er ist das absolute Gegenteil zu Trump und sein Sieg kommt einem politischen Umsturz nahe. Das, und die große und laute Freude in der Stadt, die niemals schläft, macht mich gerade einfach nur glücklich. Vor einem Jahr lag Mamdani bei wenigen Prozent, sein Sieg galt als unmöglich. Man ignorierte ihn, lachte über ihn und bekämpfte ihn als kommunistischen Islamisten. Mit dem Fokus auf bezahlbares Wohnen, soziale Gerechtigkeit und eine vielfältige Stadt hat Zohran Mamdani gewonnen. Bei uns derzeit unvorstellbar, in New York gelebte Realität. Ein Sieg, der zeigt: Veränderung beginnt dort, wo man an das Unmögliche glaubt.

Es ist das erste echte Barometer für die politische Stimmung in den USA seit dem Amtsantritt von Donald Trump. Die demokratischen Kandidaten haben auch andere Wahlen, die zeitgleich stattfanden, haushoch gewonnen. Es ist spannend zu sehen, wie radikale Politik fast immer eine Gegenbewegung erzeugt. Nicht, weil Menschen plötzlich „extrem” werden, sondern weil radikale Ungleichheit irgendwann radikale soziale Antworten provoziert. Vielleicht ist die echte Mitte ja dort, wo Menschen wieder wichtiger sind als Märkte….

Freitagstipps Sonnenaufgang

Und hierzulande? Unser Außenminister hatte vergangene Woche bei einem Besuch in Syrien gesagt, er könne sich nicht vorstellen, dass Geflüchtete rasch in das von dem jahrelangen Bürgerkrieg verwüstete Land zurückkehren können. Er hatte inmitten der Zerstörung Empathie gezeigt. In der CDU, die die Welt seit einer Weile fast ausschließlich durch die Linse der Asylzahlen betrachtet, reichte das schon, um eine Meuterei auszulösen. Seit Tagen sind Wadephuls Parteifreunde darum bemüht, die Aussage des Ministers zu relativieren. Zuletzt hat Merz am Montag bekräftigt, Abschiebungen nach Syrien könnten schon jetzt beginnen. Es spitzt sich weiter zu, inzwischen wird unter der Hand der Rücktritt des zu empathischen Ministers diskutiert und Spahn (würg*) soll sich angeblich bereits für den Posten ins Gespräch gebracht haben.

Ausgerechnet Masken Jens warf Wadephul offenbar indirekt vor, das Erscheinungsbild der Koalition zu beschädigen. Jener Spahn, der es im Sommer nicht vermocht hatte, die Mehrheit dieser regierenden Koalition für eine Richterinnenwahl zu organisieren. Die Demontage des Außenministers hat inzwischen ein solches Ausmaß angenommen, dass sich der Bundespräsident genötigt sah, ihm beizuspringen. Wenn jemand vor den Trümmern eines Kriegs stehe und sein Erschrecken äußere, sagte Frank-Walter Steinmeier dem Deutschlandfunk, dann könne man diesem Erschrecken auch mal eine Weile Raum lassen.

Während ausländische Arzte, auch aus Syrien, unser auf der Intensivstation liegendes Gesundheitssystem am Leben erhalten, schwadronieren Teile der CDU über Abschiebungen nach Syrien. Die Union will augenscheinlich den Herztod des Gesundheitssystems.

Gute Neuigkeiten!

Gewinnerin der Woche ist für mich Karoline Preisler. Die FDP-Politikerin und Aktivistin hat sich seit dem Terrorangriff der Hamas gegen Israel vom 7. Oktober 2023 immer wieder israelfeindlichen Demonstrationen entgegengestellt, zwei bis drei Kundgebungen besuchte sie mitunter pro Woche. Sie hielt dabei ein Schild in der Hand mit Slogans wie »Believe Israeli Women« oder »Until the last Hostage«. An diesem Mittwoch verleiht ihr der Zentralrat der Juden in Berlin den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage.

Ich finde Berlin eigentlich recht grün für eine Großstadt. Aber es wird noch besser. Die Stadt will bis 2040 ihre Straßen deutlich grüner machen: Ein neues Baumgesetz sieht vor, die Zahl der Stadtbäume von aktuell rund 440.000 auf eine Million zu erhöhen – angestoßen von der Bürgerinitiative „BaumEntscheid“. Die zusätzlichen Bäume sollen die Stadt kühlen, Luft filtern und Hitzeviertel entlasten. Berlin entscheidet sich für 1 Million Bäume bis 2040

 

Freitagstipps

1.  Ich könnte mal wieder ___________ .

2.  __________ drunter.

3.  Bloß nicht _____________ .

4.  _________ Weihnachtsmarkt.

5.  An meiner Tür  _________ .

6. ___________ Fingerspitzen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Seit ich weiß, dass wir in den Friedrichstadtpalast gehen, habe ich mir in der ZDF-Mediathek die wirklich gute deutsche Produktion “Der Palast” angesehen. Die erste Staffel erzählt die Geschichte von Zwillingsschwestern, die 1988 getrennt werden und sich 1989 zufällig im Friedrichstadtpalast wiederentdecken. Die zweite Staffel, die 2025 gestartet ist, thematisiert die Zeit nach der Wiedervereinigung und den Kampf des Ensembles um die Zukunft des Theaters. 

Und mein persönliches Highlight waren die ersten drei (von acht) bereits verfügbaren Folgen der neuen Apple+ Produktion “Down Cemetary Road” . Die Verfilmung des Romans von Mick Herron zeigt, wie man Spannung erzeugt, ohne zu viel zu verraten. Der Schriftsteller hat auch „Slow Horses“ erfunden, die von Apple in mittlerweile fünf Staffeln verfilmte Kultreihe. Es ist bisher in “Down Cemetary Road” ein großer Spaß, Emma Thompson als Zoë Boehm beim sarkastischen Frotzeln, Abkanzeln und Kaugummikauen zu folgen. Sie hat die Coolness einfach weg.

Und reingeschaut habe ich in die von Disney+ groß angekündigte Serie “All’s Fair”. Was passiert, wenn man zehn Oscar-, 24 Golden-Globe- und 25 Emmy-Nominierungen in Form einiger der besten Schauspieler*innen Hollywoods in ein einziges Projekt gießt? Eigentlich kann da doch nichts schiefgehen, oder? Doch. Kim Kardashians schauspielerische Unfähigkeit ist nicht das größte Problem von “All’s Fair”. Was diese Serie wirklich unerträglich macht, ist das schlechte Skript. Ganze 70 Millionen US-Dollar soll das Projekt verschluckt haben. Wofür? Kritik aus The Times: “Die Serie hält sich für eine feministische Fabel über temperamentvolle Anwältinnen, die sich an grausamen reichen Männern rächen – ist in Wahrheit aber ein billiges und widerwärtiges Denkmal genau jener Gier, Eitelkeit und Habsucht, die sie angeblich anprangert.”

Ich guck das jedenfalls nicht weiter.

Freitagstipps zum Lesen

Jonathan Bailey, der Bridgerton Star und offen gay lebende Schauspieler wurde vom renommierten People Magazine zum Sexiest Man Alive 2025 gekürt. Yes!! Hätte ich auch weiter oben unter Gute Nachrichten schreiben können.

Weihnachtsmarkt? Wintermarkt? Um diese und andere Definitionen gibt es immer wieder Diskussionen. Von rechten Hetzern in den Medien auch gerne genutzt, um die vermeindliche Islamisierung des Abendlandes zu prophezeien. Dabei ist es so einfach: Weihnachtsmarkt ist vorwiegend in der Adventszeit und ein Wintermarkt kann auch länger bis ins neue Jahr dauern. Und tatsächlich haben einige Märkte bereits geöffnet!

Laut Vermögen Magazin  soll Heidi Klum im Jahr 2025 unfassbare 150 Millionen Euro (!) schwer sein. Wow, diese Summe hätten selbst eingefleischte Fans wohl nicht erwartet. Ihr Gatte ist kommt übrigens nur auf schlappe 20 Millionen.

Als ich gelesen habe, dass Apple die WLAN Synchronisierung zwischen Watch und iPhone deaktiviert, musste ich den Artikel erstmal gründlicher lesen, um die Nachricht zu verstehen. Ich glaube, in meinem Alltag wird es die Funktionen, für die ich meine Geräte nutze, nicht wesentlich beeinträchtigen, aber ich gebe zu, dass mir diese immer komplexere Technik manchmal verständnismäßig über den Kopf wächst.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe natürlich meine üblichen Nachrichten Podcasts gehört. Unter anderem rätseln Christiane Amanpour und ihr Ex darüber, ob Trump wohl plant, in Kanada einzumarschieren. Gruseliger Gedanke.

Und nach längerer Zeit habe ich mal wieder den sehr unterhaltsamen MHD Podcast meiner Bloggerkollegin Maja und ihrem Kollegen Sascha gehört. Sie glauben, ein britischer Akzent macht alles besser – besonders, wenn er von frisch gekürten Sexiest-Men-Alive kommt. Sie sprechen über Jonathan Bailey, Sir David Beckham und warum britischer Charme einfach funktioniert. Außerdem: Plätzchen im November, Instagram-Rezepte zum Abspeichern und Vergessen, Blog vs. Creator-Dasein und wie es sich anfühlt, wenn KI die Einkaufsliste falsch schreibt.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes sonniges Herbst-Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 843

3. Oktober 2025

Die Kisten, die ich am vergangenen Wochenende mit zum Crop Am Rhein geschleppt hatte, stehen hier größtenteils noch unausgepackt herum. Halbleer und unsortiert. Das ist echt kein Spaß jedes Mal nach meinen Workshops und ich schiebe es meistens vor mir her, alles wieder an Ort und Stelle zu räumen. Aber heute am Feiertag habe ich Zeit dafür. Abends bin ich allerdings noch zu einer Familienfeier eingeladen, vielleicht muss ich mich dafür auch vorher ausruhen. Das ist ein Vorteil, wenn man alleine wohnt. Es stört kein Schwein niemanden , wenn irgendwo Kisten rumstehen.

Einen kreativen Beitrag zum CAR habe ich bereits geschrieben, über meinen Mixed Media Workshop am Freitagabend. Nächste Woche gibt es dann noch Ausführlicheres zum Event.

Ich brauchte auch am Anfang der Woche einen Tag, um mich von diesem wunderbaren, aber auch für mich arbeitsintensiven Wochenende Crop Am Rhein zu erholen und habe erstmal 12 Stunden geschlafen. Das ist mir auch länger nicht passiert.

Apropos schlafen: ich in ja immer bestrebt, alles verstehen zu wollen. Aber was ich niemals verstehen werde, sind Menschen, die nachts mit geschlossenen Fenstern schlafen. Bei mir ist es immer mindestens angekippt, egal wie kalt es draußen ist oder wie sehr das Schlafzimmer dadurch auskühlt. Es ist einfach so angenehm, mit diesem Geruch nach kühler Nachtluft einzuschlafen, vergraben unter der warmen Bettdecke und dann bei frischer Morgenluft wieder aufzuwachen. Besonders jetzt im Herbst, die Hitze ist vorbei und die Luft noch nicht eiskalt. Und wie ist das bei euch?

Freitagstipps Oktober

Anfang der Woche war ich dann mit einer Freundin in der Stadt verabredet. Wir hatten uns mehr als 10 Jahre nicht gesehen. Hatten viele Jahre keinen Kontakt. Durch unsere Kinder, die früher zusammen im Kindergarten waren, dann auch länger getrennte Wege gingen und jetzt wieder enge Freundinnen sind, haben wir uns wieder gefunden. Es hat so gut getan und mir gezeigt, dass echte Freundschaft auch Krisen überstehen kann und eine gute gemeinsame Vergangenheit für immer verbindet. Echte Freundschaft muss man pflegen, das habe ich wieder mal erkannt und sie ist kein Selbstläufer.

Und apropos Freundschaft: als ich am Mittwoch wieder ehrenamtlich im Seniorencafe mit meinem selbstgebackenen Kuchen im Einsatz war, unterhielt ich mich mit zwei bezaubernden alten Damen. Die sich bis vor kurzem, jede alleine lebend und für sich einsam und alleine gefühlt hatten. Dann lernten sie sich vor einigen Wochen zufällig im Seniorencafe kennen und sind seitdem fast unzertrennlich. Beide um die 90. Freundschaft kennt kein Alter!

Morgen kommt mein Doktorsohn zu einer kurzen Stippvisite. Ich schaffe es vor November nicht mehr nach Berlin, aber so können wir wenigstens ein paar Stunden zusammen verbringen. Und dann ist das Wochenende auch schon wieder rum.

Und sonst so?

Was seit Trumps Amtsantritt in den USA geschieht, ist einfach nur gruselig. Aber es war vorhersehbar. Es ist der Versuch der Errichtung einer Diktatur. Das führende Köpfe der CDU, die das nicht benennen und aufs Schärfste kritisieren, sollte uns wirklich aufhorchen lassen. Die Dinge müssen benannt werden, als das was sie sind. Und nicht hinter verharmlosenden Begriffen versteckt werden.

Und dann schwappt auch der sogenannte Trump Effekt hier rüber. Seine Befürworter fühlen sich durch ihn und sein Verhalten ermutigt, sich daneben zu benehmen. Er macht das ja schließlich auch und ist Präsident der USA. Also hassen sie nicht mehr daheim still in ihrem Kämmerchen, sondern fühlen sich frei, ihre fiese Fratze nach außen zu kehren. Und ich habe das Gefühl, ein bisschen passiert das hier auch schon, je mehr Stimmen die AfD bekommt. Und ich hasse diese Entwicklung.

Zumindest am vergangenen Sonntag gab es einen Lichtblick, da die AfD sämtliche Stichwahlen hier in NRW verloren hat. Wenn es ganz konkret wird und es um die eigene Stadt bzw Bürgermeister*innen geht, wählen die Leute dann anscheinend doch vernünftig. Wahrscheinlich ist das nicht so abstrakt und entfernt wie “die da oben” in Berlin.

Aber ich glaube, viele Menschen verstehen noch nicht ganz, was sich da in den USA gerade zusammenbraut und was das global für verheerende Auswirkungen haben wird.

Trump schwimmt zurzeit auf einer solchen Erfolgswelle, das ist schon beängstigend. Der YouTube-Konzern Alphabet zahlte ihm kürzlich 24,5 Millionen Dollar, um Rechtsstreit mit ihm beizulegen. Das YouTube-Konto von Donald Trump wurde nach dem Sturm auf das US-Kapitol 2021 gesperrt. Er sprach von verfassungswidriger Zensur und klagte. Das endete jetzt einer millionenschwere Einigung. Seine Enkelin verkauft Shirts mit ihren Initialen für 130 Dollar das Stück vor dem Hintergrund des Weißen Hauses. Seine ganze Familie ist seit Amtsantritt um etliche Milliarden reicher geworden. Sein Schwiegersohn will sich den Gaza Streifen als neues Dubai unter den Nagel reißen. Und dafür will Trump den Friedensnobelpreis. So ein Drehbuch kann sich niemand ausdenken.

In seiner peinlichen Rede vor den Generälen und Admirälen sagte er wörtlich: Das Militär müsse den „Feind im Inneren” bekämpfen. Wir müssen verstehen, was hier passiert: Die extreme Rechte bereitet den Putsch vor. Sehr gelegen kommt ihnen auch der seit vorgestern geltende “Shutdown”, eine Art Haushaltssperre für Staatsausgaben.

Der Kernpunkt sind die Gesundheits- und Sozialausgaben. Die Demokraten wollen, dass Subventionen aus dem Affordable Care Act (Obama Care) verlängert werden, die ärmere Haushalte dabei unterstützten, die hohen Versicherungsprämien für die Gesundheitsversicherung zu bezahlen. Die Republikaner dagegen fordern Haushaltsdisziplin. Sie sagen, der Staat ist ohnehin schon zu groß und aufgebläht.

Dahinter steht auch ein institutioneller Machtkampf: Wer hat das letzte Wort über die Verwendung von Haushaltsmitteln – der Kongress oder die Exekutive? Also Trump?

Es wird zum Durchhaltewettbewerb. Entscheidend ist, wem es gelingt, das bessere Narrativ in der Öffentlichkeit zu platzieren. Es hängt davon ab, wem die Bevölkerung die Schuld zuschreibt, wenn der Shutdown für die Menschen spürbar wird. Werden die Demokraten als Blockierer gesehen – oder die Republikaner, die mit ihren Kürzungen viele Menschen treffen? Die Demokraten riskieren viel, weil sie ihre Zustimmung zu den von den Republikanern geplanten Kürzungen verweigern. Wenn sie am Ende nachgeben, haben sie an allen Fronten verloren.

Spürbar wird der Stillstand, wenn Renten oder Sozialleistungen ausbleiben, Anträge nicht bearbeitet werden oder der Flugverkehr ins Stocken gerät. Essenzielle Dienste wie die Flugsicherheit werden aufrechterhalten, aber das Personal wird nicht bezahlt. Beim letzten Shutdown meldeten sich viele Fluglotsen krank, es kam zu massiven Verzögerungen.

Auch ein Grund, gerade nicht unbedingt in die USA zu reisen.

Freitagstipps Herbst Kastanien

Good News!

Es gibt Gründe, am Zustand der Welt zu verzweifeln. Umso wichtiger ist es wahrzunehmen, dass überall auf der Welt massiv und erfolgreich daran gearbeitet wird, Solidarität, Gerechtigkeit, Demokratie, Umwelt und Menschenrechte zu stärken. Sichtbar eird das durch die “alternativen Nobelpreise”, die Right Livelihood Awards 2025 , die gerade verliehen wurden.

Und ein sehr positives Beispiel für den Einsatz von KI:In der Leitstelle Bayreuth-Kulmbach sorgt ein KI-gestütztes Übersetzungssystem bei Notrufen für schnellere Hilfe. ASGARD erkennt 400 Sprachen und erleichtert so die Kommunikation mit Anrufenden, die eine Fremdsprache sprechen. Das System senkt den Stresspegel, spart Zeit und macht die Leitstelle zum Vorreiter in Bayern.

 

Freitagstipps

1.  Mein Verlangen nach ______________ .

2. _________ Wedges.

3. Den letzten Brief _________.

4.  ________ auf der Rückseite.

5. Kennt jemand _________.

6. _________ einkaufen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Sehr gefeiert wird zurzeit die neue Netflix Serie “House of Guinnes”. Zu recht, finde ich. Die historisch angelehnte Serie dreht sich um die irische Brauereifamilie. Vier Erben, eine dysfunktionale Familie im Geldadel – die Konstellation erinnert an die HBO-Erfolgsserie „Succession“.  Die historische Serie ist allerdings mit einer Sphäre von Coolness zu umgeben, mit Hilfe von ästhetisierender Zeitlupe, mit moderner Punkmusik und mit Figuren, die jede für sich ihre eigene Form von Stärke entwickeln. Allerdings finde ich die Mode der Zeit eher entstellend für die Herren. Wenn man die männlichen Hauptdarsteller aber privat ohne Kostüm und Maske sieht, holla die Waldfee. Auf Tiktok gibt’s übrigens jede Menge Videos zu der Badeszene in der dritten Episode. Mehr verrate ich nicht 😉

Aber was zur Hölle hat der Tontechniker getrunken? Entweder versteht man kein Wort, oder die halbe Nachbarschaft wird unterhalten.

Und was habe ich noch gesehen? Wieder creepy crazy shit. “Wayward Unberechenbar”. Die kanadische Mystery-Thriller-Miniserie, die von Mae Martin für Netflix produziert wurde, spiegelt sehr deutlich, wie es in US-amerikanischen “Umerziehungslagern” (ich bezeichne die bereits eher als Haftanstalten) zugeht. Mae Martin, die sich als non binär bezeichnet spielt auch die Hauptrolle, mich hat das anfangs etwas irritiert und etwas vom Thema abgelenkt. Toni Colette spielt hingegen ihre Rolle grandios. Die Geschichte um das „Therapieschul“-Internat Tall Pines Academy basiert auf realen Ereignissen, die in der sogenannten „Troubled Teen“-Industrie ihren Ursprung haben. Diese milliardenschwere Branche, die angeblich Jugendlichen mit Problemen helfen soll, birgt erschreckende Geheimnisse. Was ist wahr, was Fiktion? Und warum ist „Wayward“ so erschreckend realistisch? Das Ende fand ich unbefriedigend. Vielleicht zielte das auf eine zweite Staffel ab.

Jetzt habe ich auch endlich mal Slow Horses angefangen. Meine Kinder sind schon lange begeistert davon und die Serie hat einige Auszeichnungen erhalten. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll und werde berichten. Der kürzlich vom britischen König geadelte Gary Oldman spielt den Schmierlappen Jackson Lamb jedenfalls so gut, dass ich am liebsten mit einer Flasche Shampoo in den Fernseher springen möchte. Es gibt fünf Staffeln, yay!

Freitagstipps zum Lesen

Mein Förstersohn arbeitet ja zurzeit bei den Bayrischen Staatsforsten als Berater für Europa Politik. Und nein, er ist kein Politiker, und der Wald sollte auch kein Politikum sein. Es braucht europaweit einen intensiven Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – und ein weiteres Einsickern der Erkenntnis, dass der Wald, auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht völlig unterbewertet ist. Die Anpassung an den Klimawandel könne man nur gemeinschaftlich lösen, meint auch der österreichische Rundfunk.

Und apropos Wald: wisst ihr, wie man sich bei einer Begegnung mit einem Wildschwein richtig verhält? Auf jeden Fall riecht man sie bereits vorher, es riecht nämlich stark nach Maggi, wenn sie in der Nähe sind. Kein Witz, das stimmt!

Duscht ihr lieber abends oder morgens? Wenn man die von den Expert*innen genannten Argumente abwägt, scheint Duschen am Abend mehr Vorteile zu haben. Ich persönlich dusche eher im Sommer, ab Herbst bin ich Typ Badewanne. Abends.

Freitagstipps zum Hören

Anne Will hatte in ihrem Podcast Frauke Brosius-Gersdorf zu Gast. Was für eine kluge Frau. Wird der Rechtsstaat zur Kampfzone? 

Wenn ihr wie ich auch interessiert an neuen Trends im und um das Internet interessiert seid, empfehle ich euch die neuste Ausgabe von Haken dran, das Social Media Update. Es geht  um Roblox, Jugendschutz bei Meta, Antisemitismus bei X, Social Media-Verbote, die Union, Apple, die EU, KI-Inhalte bei Spotify, die ARD-ZDF-Medienstudie, um das Essen von Pudding mit Gabeln. Spannende Themen!

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Habt ein schönes langes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Allgemein

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 842

26. September 2025

Der Sommer hat sich leise verabschiedet – die Abende werden kürzer, die Luft frischer, das Licht goldener und bei mir zuhause ist es wieder ein bisschen gemütlicher geworden.  Jetzt ist die perfekte Zeit, Kerzen anzuzünden, es sich mit einer warmen Decke bequem zu machen und den Herbst willkommen zu heißen. Meinen ersten Kaffee am Morgen trinke ich aber immer noch am liebsten draußen, auch, wenn ich mir jetzt schon ein Fleece über den Pyjama ziehen muss.

Freitagstipps Herbst

Und heute geht’s endlich los! Mein kreatives Highlight des Jahres, der Crop Am Rhein 2025.

Immer wieder ein Abenteuer, was die umfangreichen Vorbereitungen angeht. Zudem ich zwar little Miss Perfect bin, sehr großen Wert auf Details lege, aber gleichzeitig so weit von Exel Tabellen und To Do Apps entfernt wie der Jupiter vom Mars.

Soll heißen: viele vollgekritzelte Seiten in meinem Notizbuch – ja, ich verwende immer noch klassisch meinen Moleskine Planer* und der für das neue Jahr ist schon bestellt. Und Post Its dazu. Und gefühlt tausend Gedanken nebenbei im Kopf. Das alles zu ordnen, zu sortieren und einzupacken ist immer wieder spannend, wenn ich für Workshops verreise.

Mein Auto ist vollgeladen mit Kisten und Taschen und ich freue mich schon sehr auf das Gefühl, wenn ich am Nachmittag den Berg zum Hotel in Oberwinter hochfahre. Zum 17. Mal! Es ist immer ein ganz besonderes Gefühl, diese Vorfreude.

Ansonsten waren die vergangenen Tage von Packen und der damit verbundenen Chaosbeseitigung geprägt. Und ich war nach längerer Pause gleich zweimal im Kino. In einem kleinen Programmkino in Düsseldorf gab es eine besondere Vorführung des Klassikers “Sound of Music”, der vor 60 Jahren zum ersten Mal in die Kinos kam. Diese Story und die Musik sind echt was für’s Herz, und in einem richtigen Kino ist es doch nochmal etwas anderes als zuhause vor dem Fernseher. Wir schauen ihn öfter mal zu Weihnachten und die Lieder habe ich danach immer noch stundenlang im Ohr.

Und ich habe den ganzen Sommer über alle Staffeln und beide Filme von Downton Abbey nochmal durchgeschaut. Zur Einstimmung auf den letzten Film, der jetzt gerade in den Kinos läuft. Diesen Film habe ich vorgestern mit meinen Freundinnen gesehen – er hat die Familiengeschichte schön abgerundet, wenn er meiner Meinung nach auch nicht ganz an die Vorgänger herankommt.

Ich bin einfach mega müde von dieser Welt und ich weiß, viele von euch auch. (Was sehr nachvollziehbar ist).

Während in Gaza, im Sudan und in Teilen des Kongo Menschen systematisch ausgelöscht werden, gehen Hunderttausende in den USA zu einer Gedenkfeier für Charlie Kirk, einen Rechtsextremen, der sein Leben darauf aufgebaut hat, puren Hass zu verbreiten und sie feiern ihn wie einen Märtyrer, mit Merch und allem drum und dran. Fakten zählen nicht mehr, Diskurs ist egal. Es geht nur um Macht und Machterhalt, und das funktioniert am besten mit Feindbildern, Angst und Hass.

Keine Ahnung ob wir da rauskommen … aktuell sehe ich nicht wie, weder mit Fakten, noch mit Ruhe noch mit Verständnis, erreicht man Menschen in einer sektenartigen Blase.

Stecken so viele von uns den Kopf in den Sand, weil wir uns ja irgendwie „eingerichtet” haben … weil sooo schlecht geht es uns ja gar nicht … warum also nach links und rechts schauen? Haben wir denn immer noch nicht verstanden, dass alles miteinander verbunden ist und wenn das eine kippt, dann das andere nachzieht? Dass wir indirekt von allem, was passiert, bereits betroffen sind?

Und sonst so?

Die Nachrichten haben sich in den letzten Tagen ja wieder überschlagen. Aber eins fand ich sehr erfreulich: Nach dem durch Erpressung von Trump verursachten Absetzen der Show von Late Night Talker Jimmy Kimmel kündigten viele Tausende ihre Disney Abos gekündigt und der Kurs des Unternehmens an der Börse sank innerhalb weniger Tage rapide.  Zwei Tage später verkündete Disney die Rückkehr von Jimmy Kimmel und seiner Show. Wenngleich einige Lokalsender sich weiter dem Druck von Trump beugen und die Sendung nicht ausstrahlen zeigt das doch: Jede*r Einzelne kann etwas tun, alle können etwas beitragen, und oft sind es vermeintliche Kleinigkeiten, die in Summe etwas Entscheidendes bewirken.

Ich habe selten etwas so bizarres gesehen wie die Ausschnitte aus der Trauerfeier für den rechtsextremen Charlie Kirk. Die Redner kamen mir alle vor wie Gotteskrieger, und der Witwe habe ich ihre Trauer keine Sekunde abgenommen. Die Trauerfeier wurde  inszeniert als eine Mischung aus evangelikalem Gottesdienst, christlichem Popkonzert und politischer Kundgebung. Es geht um Rache und um Krieg, Donald Trump wirkt im Kontrast zu den restlichen Redner*innen beinahe schon gemäßigt – denn die eifrigen Gläubigen der Bewegung brauchen ihn fast nicht mehr. Die Berichterstattung aus den USA wird immer beängstigender. Die Kommentare dazu in den sozialen Medien auch. Die Rede von Trumps rechter Hand Stephen Miller erinnerte an Goebbels. Eine Trauerfeier wird zur Propaganda Show, die Absichten, eine religiöse Diktatur zu schaffen werden inzwischen offen gezeigt.

Was Spahn sich dazu in der Miosga Talkshow – in weiten Teilen unwidersprochen – zusammenschwurbelte, war erschreckend. Und es zeigt, wie gefährlich der in der Union einflussreiche Spahn ist, wie weit der moralische Verfall von Teilen der Union in Richtung der verrotteten US republikanischen Partei bereits fortgeschritten ist.

Ich habe mich selbst so so oft gefragt, wie sich das vor und ab 1933 alles entwickeln konnte und es so grausam geworden ist und Millionen Menschen zugesehen und gegröhlt haben und ihre Arme gen Himmel gestreckt haben. Ich bekomme Gänsehaut, eine Kloß im Hals und hätte nie gedacht, selbst in diesem Alptraum zu sein, dabei jemals zuzusehen. Es ist erschreckend und macht mir wirklich Angst, das muss ich zugeben. Das erschütternde aber ist, dass hier wieder Religion benutzt wird, um alles zu rechtfertigen.

Eine wirklich sehr amüsante Ablenkung und fast schon ein Rabbit Hole war für mich die Entdeckung der Website Every Noise at Once. Ich habe mich da bestimmt eine halbe Stunde durchgeklickt, wie genial ist das denn bitte? Jedes Musikgenre der Welt, was es da alles zu entdecken gibt! Jedenfalls bin ich jetzt Fan von Hip Hop aus der Mongolei. Auf das Genre “neue deutsche harte” zu klicken, kann ich hingegen nicht empfehlen. Unter anderem gibt’s da Musik der (deutschen!) Band Jesus on Ecstasy. Nope.

Und ich habe es endlich mal wieder geschafft, einen Beitrag zu einem kreativen Thema zu schreiben. Denn eigentlich ist das ja das Thema des Blogs hier. Die Lage der Welt und die Freitagstipps haben in der letzten Zeit irgendwie hier mehr Raum eingenommen als früher.

Freitagstipps Crop Am Rhein Workshop

Ich habe mir übrigens fest vorgenommen, in den nächsten zwei Tagen die Nachrichten komplett zu ignorieren und mich beim CAR nur mit schönen Dingen zu beschäftigen. Die Chancen stehen gut.

Good News!

Die Stadt Hildesheim stellt mehrere grüne Ampellichter mit gleichgeschlechtlichen Pärchen auf. Mit diesen sieht ein örtlicher Politiker (man kann sich denken, welcher Partei er angehören mag) sowohl die Straßenverkehrsordnung als auch das Selbstbestimmungsgesetz verletzt. Die Richter weisen die Klage mit deutlichen Worten ab. Gut so! Erstaunlich, mit was Gerichte sich beschäftigen müssen.

Die Oxford Street in London wurde für einen Tag nur für Fußgänger*innen geöffnet. Täglich sind hier rund eine halbe Million Menschen unterwegs, ich meide die Straße wenn es geht. Der Bürgermeister plant, ab Januar 2026 einen Kilometer der Einkaufsstraße dauerhaft für Lieferfahrzeuge, Taxis und Busse zu sperren. Pkw dürfen die Straße schon jetzt nur zu Randzeiten queren. Sehr gute Idee nach dem Beispiel Paris.

 

Freitagstipps

1.  Sehen wir eigentlich ______________ .

2.  __________ braun.

3. Socken _______________ .

4. _________ alle Zeit der Welt .

5. Wenn man trotz _________  .

6.  __________ in einem Beutel.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Und wieder schaue ich eine Serie, wo ich jede Woche auf eine neue Folge warten muss. Die vierte Staffel von “The Morning Show” ist auf Apple TV+ angelaufen, zwei Episoden sind bereits online. Die ersten drei Staffeln fand ich super.

Die erste Staffel, die 2019 gesendet wurde, erschien angetrieben von der gesellschaftlichen Energie damals aktueller #MeToo-Debatten, aber auch von der pointierten Feindseligkeit ihrer beiden Hauptfiguren. Alex Levy, mit unterkühlter Selbstkontrolle gespielt von Jennifer Aniston, traf auf Bradley Jackson, der Reese Witherspoon etwas Wut und Außenseitertum verlieh.

Die Serie gefiel dem Publikum und auch ihrer eigenen Branche, sie wurde mit zahlreichen Emmy- und Golden-Globe-Nominierungen sowie einigen Preisen belohnt. Die zweite Staffel drehte sich 2021 sehr aktuell um die Corona-Pandemie, die dritte Staffel erschien 2023, geprägt von den technologischen und finanziellen Umbrüchen der Medienbranche. Jetzt bin ich gespannt, ob Staffel vier die aktuelle Problematik aufgreifen wird. Wir alle durchleben gerade einen Feldversuch, den manche Disruption nennen und andere als Polarisierung beschreiben, den einige als Entwicklung in Richtung einer Post-truth-Gesellschaft sehen und wieder andere als Gelegenheit für ein gutes Geschäft. Imperien zerfallen, auch medial – es sind gefährliche Zeiten.

In den letzten beiden Nächten habe ich “Der Milliardärsbunker” durchgesuchtet, die spanische Serie von den Machern von “Haus des Geldes” ist zurzeit die Nummer 1 auf Netflix.

Inhaltlich wirkt die Serie allerdings etwas überfrachtet. Drama, Liebesgeschichte, Familienfehde, Mediensatire – alles ist dabei, doch restlos überzeugen kann die Mixtur nicht. Was dem Erfolg keinen Abbruch tun muss, denn einmal angefangen, bleibt man dran. So funktioniert originär für Streaming produziertes Fernsehen schließlich.

Einige Milliardärsfamilien flüchten in der fiktionalen Serie aus Angst vor einem drohenden Atomkrieg in eine unterirdische Luxusanlage. 50 Millionen Euro pro Familie haben sie gezahlt für die Wohnberechtigung in der seltsamen Immobilie. Geopolitische Spannungen, die Superreichen und die Konflikte, die in einer von der Außenwelt abgeschirmten Welt zwischen den Bewohnern entstehen – da kommt einiges zusammen.

Das Timing für die Ausstrahlung könnte kaum besser sein, tatsächlich bauen sich Tech-Milliardäre wie Mark Zuckerberg schon längst Bunker oder besonders gut gesicherte, abgeschiedene Zufluchtsorte, zum Beispiel in Neuseeland. Solange die Flucht zum Mars mit einer Rakete von Elon Musk noch nicht möglich ist, braucht es halt Alternativen auf der Erde, die das eigene Überleben garantieren.

Und als crazy shit könnte man bezeichnen, was ich am letzten Wochenende gesehen habe. “Black Rabbit” mit einer hochkarätigen Besetzung von Jude Lay und Jason Bateman. Anfangs dachte ich , es ähnelt The Bear. Ein erfolgreicher Restaurantbesitzer in New York nimmt seinen unberechenbaren Bruder wieder auf. Doch die gemeinsame Vergangenheit holt beide ein und bringt das mühsam aufgebaute Leben in Gefahr. Intrigen und Eskalationen lassen den Absturz näher rücken.

Einige Episoden ziehen sich in die Länge und verwässern die anfängliche Spannung. Letztendlich ist Black Rabbit ein attraktiver Thriller mit glänzender Verpackung und solider Schauspielerei, der mich aber oft stöhnen ließ: “oh nein, nicht schon wieder”.  Trotzdem konnte ich nicht aufhören zu gucken, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht.

Freitagstipps zum Lesen

Instinktiv esse ich am liebsten griechischen Joghurt, er schmeckt mir einfach am besten. Und er ist einfach auch gesund. Griechischer Joghurt wird traditionell häufig in der mediterranen Ernährung verwendet. Welche gesundheitlichen Aspekte bringt das mit sich? Und wie lässt sich eine gute Variante in Deutschland finden?

Die Wiesn, wie das Oktoberfest in München genannt wird, ist in vollem Gange. Was ich davon auf Tiktok oder Instagram sehe bestätigt mir, dass ich nichts verpasse. Auch meine Kinder, die zum Teil länger in Bayern gelebt haben (oder noch leben) sind aus dem Alter raus. Wenngleich sie während ihrer Studienzeit auch gerne mittendrin waren. Wie ist es, dort als Bedienung zu arbeiten? Ein interessanter Einblick.

Kennt ihr die sieben schönsten Burgen in Rheinland-Pfalz? Ich habe ja schon gefühlt Burg Eltz auf dem Plan, aber die anderen sind fast genau so imposant.

Freitagstipps zum Hören

Neu entdeckt habe ich den  Kompressor Podcast vom Deutschlandfunk. Was ist gerade in der Popkultur los? Ob Serienhype, der nächste Tiktok-Trend oder die vertrackte Debatte: Im Kompressor werden die wichtigsten Themen aus der Popkultur sortiert. Zum Beispiel Misery Porn, der Begriff war mir ganz neu.

Zum Thema Charlie Kirk und was sein Tod und die daraus entstehende Eskalation der Gewalt fand ich diese Ausgabe von Heute Journal- Der Podcast richtig gut. Helene Reiner und Dunja Hayali sprechen darüber mit dem ZDF-USA-Korrespondenten Elmar Theveßen. Gestern habe ich gelesen, dass die Republikaner einen Feiertag und die Prägung einer Geldmünze zu Ehren von Kirk beabsichtigen. Ähnlich wie für Martin Luther King. Wie krank ist das bitte.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes und entspanntes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 834

18. Juli 2025

Mein absolutes Highlight der Woche war der Kölner Dom. Und die Orgel. Und Anna Lapwood.

Ich folge ihr seit drei Jahren auf Tiktok und Instagram. Zufällig entdeckte ich ein Video von ihr, dass ich mir damals sofort bei You Tube gespeichert habe. Dort könnt ihr auch nachlesen, wie dieses Konzert mit der Elektro Pop Band Bonobo einfach zufällig zustande kam und so ihre Weltkarriere auch auf Social Media begann.

Anna Lapwood ist Großbritanniens bekannteste Organistin – und inzwischen auch Social-Media-Star. Auf TikTok hat sie mehr als 1,3 Millionen Follower, bei Instagram sind es eine Million. Ihre Orgel-Reels gehen viral, sie erreicht Millionen junger Menschen. Das will sie auch. Sie ist überzeugt davon, dass ein erster Kontakt über die sozialen Medien wichtig ist, damit die jungen Leute irgendwann in Konzerte gehen, auch, um klassische Musik zu hören – dazu gehören aber auch Kompositionen für Filmmusik, die sie für die Orgel umschreibt.

Nicht ohne Grund wird Anna Lapwood gern als die “Taylor Swift der klassischen Musik” bezeichnet. Sie hat schon im Buckingham-Palast gespielt und bei den BBC Proms, im Herbst 2023 hat sie mit “Luna” ihre zweite Solo-CD herausgebracht. Sie erhielt als erste Frau am Magdalen College in Oxford ein Orgelstipendium und wurde 2016, mit gerade einmal 21 Jahren, Musikdirektorin am Pembroke College in Cambridge. So jung ist auf eine solche Stelle noch nie jemand berufen worden. Seither engagiert sie sich in der Frauenförderung. Sie hat einen Frauenchor gegründet und bemüht sich, Mädchen für das Orgelspiel zu begeistern.

Mein Traum ist, sie einmal in der Royal Albert Hall zu erleben, das ist sozusagen ihre Heimat. Die Tickets sind leider sehr teuer und immer superschnell ausverkauft. Irgendwann klappt es aber sicher.

Anna Lapwood und ich im Kölner Dom

Zufällig entdeckte ich letzte Woche, dass sie am Dienstag ein kostenloses Konzert im Kölner Dom spielt. Meine Freundin und ich schmissen uns rechtzeitig in die Bahn nach Köln, eigentlich sind das 25 Minuten Fahrt. Eine Stunde Verspätung, Mist. Wir rannten aus dem Kölner Hauptbahnhof die Stufen hoch zum Dom, reihten uns zwei Stunden vor Konzertbeginn in die Schlange auf der Domplatte ein und sahen mit Erstaunen, wie die Schlange immer länger und länger wurde.

Kölner Dom Freitagstipps

Dieses Konzert in Köln war außergewöhnlich in jeder Hinsicht.

Aus Kanada, England und ganz Europa waren laut Presse Menschen nach Köln gereist. Eine Stunde vor Konzertbeginn postete Anna dann auf ihrem Instagram Account, dass sie kurzfristig zwei Konzerte hintereinander geben würde, um möglichst viele Menschen teilhaben zu lassen. In der Schlange warteten viele junge Frauen und Mädchen, das fand ich erstaunlich. Orgel hat ja mehr so ein konservatives Image, und ist eher eine Männerdomäne. Umso schöner finde ich, dass Anna so viele junge Menschen erreicht.

Die Türen des Doms öffneten sich, und wir durften rein. Ich habe noch nie eine so volle Kirche erlebt. Es wurden 1500 zusätzliche Stühle aufgestellt. Jeder Zentimeter Boden war belegt, 4000 Leute saßen, standen und lagen teilweise, aber sehr entspannt. Die euphorische Stimmung war sensationell, Anna wurde gefeiert wie bei einem Popkonzert.

Das Programm musste sie natürlich verkürzen, durch Applauslautstärke konnte das Publikum mitbestimmen. Die Klassik fiel dabei raus, die Filmmusik war Favorit.

Anna hatte in einem Video von Proben am Vortag gesagt, dass sie noch nie eine so laute Orgel gespielt hätte. Und ich sage euch, der Sound war einfach unglaublich. Der Anstieg der Lautstärke, wie immer mehr Orgelpfeifen dazu kamen, ich hatte von Anfang bis Ende Gänsehaut. Dieses gewaltige Instrument, beherrscht von einer so zierlichen quirligen Person, der Klang in diesem großen Dom kam von allen Seiten und war komplett berauschend.

Anna Lapwood Kölner Dom

copyright Anna Lapwood Instagram

Sie hat alle meine Favoriten gespielt. Ich kann mich nicht für eins entscheiden, alles traumhaft schön, sei es nun die Musik von Hans Zimmer Chevaliers De Sangreal (aus dem Film “The Da Vinci Code”), Cornfield Chase aus “Interstellar”, ihre persönliche neue Partitur von “Pirates of the Caribian” die sie kürzlich für die Orgel geschrieben hat, oder ihr Arrangement von  Ludovico Einaudi: »Experience«

Als Zugabe hat sie dann noch Test Drive gespielt, auch so ein Stück, das total unter die Haut geht.

Freitagstipps Anna Lapwood Orgelkonzert Programm Kölner Dom

Wir verließen den Dom danach total geflasht durch die linken und rechten Seitentüren, die sonst nie geöffnet werden (außer beim Papstbesuch). So konnten an der Südseite durch die großen Haupttüren die nächsten 4000 Leute reingelassen werden.

Ich habe kaum Fotos geschafft, aber viel mitgefilmt und beim Hochladen bei Instagram hatte ich sofort wieder Gänsehaut. Ihr könnt meine Eindrücke vom Konzert in meinen Hightlights bei Instagram sehen. Ansonsten auch in Tausenden von Videos auf Tiktok und Instagram. Es sind anscheinend 5000 Wartende nicht mehr reingekommen, die Organisatoren waren vollkommen überfordert mit dem Ansturm. Umso dankbarer waren wir, dass wir diese einmalige Erfahrung machen durften.

Anna Lapwood Kölner Dom Freitagstipps

Und was soll ich sagen: gestern mittag entdeckte ich bei Instagram, dass sie Ende Februar in Berlin in der Philharmonie spielt. Schnell meine Tochter gefragt, zack, noch drei Karten erwischt und eine Stunde später war alles ausverkauft.

Deutschland im Orgel Hype, wer hätte das gedacht.

Am vergangenen Wochenende hatte ich ein wenig Mutter-Sohn-Zeit mit dem Doktorsohn. Praktisch, so ein Arzt in der Familie. Meine momentanen Arztbesuche wegen Knie und Fuß kann ich immer gut mit ihm besprechen und er erklärt mir immer noch zusätzlich etwas. Zum Beispiel, dass mein teures Collagen Glow überhaupt nichts bringen kann. Wissenschaftlich gesehen. Na ja, man muss nicht immer auf meine Kinder hören. Vielleicht ist es auch ein Placebo Effekt.

Ausgerechnet an dem Wochenende stach mich auch wieder eine dieser Pest Mücken und der Stich saß genau an der Stelle am Knie, wo ich gerade Eigenblut gegen Arthrose gespritzt bekomme. Er sagte gleich: das wird nix, die nächste Injektion, wenn der Stich sich wie so oft in letzter Zeit entzündet. Genau so war es dann, auch eine Woche nach dem Stich gestern sagte der Orthopäde: Nope, das geht nicht. Müssen wir noch eine Woche warten, better safe than sorry. Hallo ihr blöden Mücken, ihr habt meinen ganzen Körper, mussten es ausgerechnet diese fünf Zentimeter sein? Anti-Brumm ist inzwischen mein bester Freund geworden.

Und sonst so?

Schon spannend, niemand spricht mehr über Jens Spahn und seine Maskenaffäre, dafür wird lieber eine intelligente, integere Frau dem Pöbel zum Frass vorgeworfen.

Der jungen Generation wird oft vorgeworfen, sie sei uninformiert.

Generation Tiktok eben. Okay. Wenn sich jetzt etliche Abgeordnete der CDU aber offensichtlich der Generation Nius zugehörig fühlen, sich von Lüge und Hetze treiben lassen und es nicht schaffen, sich anderweitig zu informieren, haben wir hier ein noch viel größeres Problem. Von jemandem, der im Bundestag sitzt und über 12.000 Euro im Monat verdient, erwarte ich eine gewisse Lese- und Medienkompetenz.

Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mich diese Causa bewegt und verängstigt. Die Macht und das Geschick rechter Medien … unfassbar. Die Manipulierbarkeit unserer Gesellschaft und PolitikerInnen ebenso. Bitte seid wachsam (und glaubt nicht alles, was ihr auf Social Media lest).

Ich habe mir zum ersten Mal seit langer Zeit Herrn Lanz angetan, aber ich bereue es nicht, weil ich so beeindruckt von der Souveränität und offenbaren Kompetenz von Frau Brosius-Gersdorf bin. Kaum zu glauben, wie sie das steht – und wie klar sie auch versteht und artikuliert, dass es längst nicht mehr nur um sie, sondern um das Bestehen gegen Kampagnen geht.Es wäre schön, wenn all unsere Verfassungsrichter*innen diese Stärke hätten.

Der Fall zeigt, wie leicht politische Karrieren heute durch Kampagnen beschädigt werden können. Wie sehr wissenschaftliche Expertise zur Projektionsfläche ideologischer Kämpfe wird. Und wie stark der Druck auf unabhängige Institutionen gewachsen ist. Das ist kein Streit um eine Personalie – das ist ein Warnsignal für unsere Demokratie.

Wenn man sich anschaut was Trump mit Hilfe des obersten Gerichts macht, weiß man warum die CDU und AFD eine kluge und liberale Frau ablehnen.

Und diese dauernden Parallelen zu den USA machen mir auch wirklich Sorgen, weil ein sehr ähnliches Szenario sich auch gerade dort abspielt. Die Republikaner haben gegen massiven Widerstand der Demokraten und 900 unabhängiger Experten der Justiz den persönlichen Anwalt von Trump als Bundesrichter auf Lebenszeit und eine Moderatorin des Hetz-Senders Fox News als Staatsanwältin durchgedrückt. Rein ideologisch motiviert und durch Angst vor Donalds Rache getrieben. Völlig ungeeignete Personen für Ämter, die die Zukunft des Landes bestimmen, in eine ungute Richtung.

Good News!

Großbritannien: Schulen klären über Misogynie auf Das wird auch Zeit, denn wir entfernen und scheinbar immer weiter von Gleichberechtigung.

Und ist das eine gute Nachricht? Ich bin mir da noch nicht so sicher: KI-Roboter führt erste Gallenblasen-OP ohne menschliche Hilfe durch

Nach Messen bleibt oft viel Material übrig. Das Unternehmen Trash Galore holt diesen Messeabfall ab und gibt ihn an diejenigen weiter, die ihn benötigen, beispielsweise an Festivals oder gemeinnützige Projekte. Meine Tochter hatte diese Zusammenarbeit gerade für ein großes Messe-Projekt ihrer Agentur auf der OMR in Hamburg. Zweites Leben für Messemüll.

 

Freitagstipps

 

1.  Heute wird ___________ .

2.  ___________  Spinat mit _____________.

3. Ich hatte gute Vorsätze, aber ___________ .

4.  __________ den schönsten Sonnenuntergang.

5.  Zum Frühstück  __________ .

6.  _________ geärgert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Gelesen auf Threads: Netflix schlägt mir ein Film vor. Schau die Vorschau. Sehe Matthias Schweighöfer. Kündige Netflix. Brenne die Wohnung ab. Lebe fortan im Wald. Haha, meine Gedanken, nachdem ich Brick gesehen habe. Wann ist der Schweighöfer so alt und ernst geworden? Absoluter Schrott, dieser Film. Schade. Das ist natürlich nur meine Meinung.

Ich ertrage keinen Schrott und keinen Horror gerade. Deswegen binge ich gerade wieder Downton Abbey, da im September der neue und leider auch letzte Film erscheint, Downton Abbey: Das große Finale.

Dann habe ich im Magazin Titel, Thesen, Temperamente einen kurzen Beitrag gesehen, der erschreckend zeigt, wie hinter KI  ein System globaler Ungleichheit und Ausbeutung liegt. Das dem Kolonialismus ähnelt. Klickarbeiter*innen in Afrika die “ttt” während einer investigativen Recherche traf, berichten davon.

Da ich bald erstmal mit Downton Abbey durch bin, werde ich am Wochenende die neue Staffel “The Gilded Age” weiterschauen. Tolle Schauspielerinnen, schöne Kostüme und was zum Abschalten vom Weltschmerz.

Freitagstipps zum Lesen

Hättet ihr das gemerkt? Wie raffiniert wir manchmal getäuscht werden? „Skimpflation“: Liste zeigt 40 Mogelpackungen im Supermarkt.  Die meisten der beschriebenen Produkte nutze ich persönlich nicht, aber es zeigt die Raffinesse der Hersteller. Alnatura Gummibärchen haben mich geschockt.Und die Teebeutel.

Eine Autobahn unter Denkmalschutz, 70 Kilometer, von den Nazis geplant, nie in Betrieb gegangen und jetzt teilweise als Wanderstrecke nutzbar. Was es alles gibt, ich kannte die Strecke 46: Deutschlands längste Autobahn-Ruine bisher nicht

Die Lionesses stehen seit gestern gegen die Italienerinnen im Halbfinale der Fußball EM der Frauen in der Schweiz. Deutschland und Frankreich kämpfen am Samstag um den Halbfinal-Einzug ist. In dem Zusammenhang las ich, dass  übergriffiges Verhalten gegenüber Frauen im Fußball kein Einzelfall ist, im Gegenteil. Sexuelle Belästigung ist für viele Spielerinnen der Alltag. Es ist ein strukturelles und gesellschaftliches Problem, das sich durch die sozialen Netzwerke verschärft hat – und zum Thema in der deutschen Nationalmannschaft der Frauen geworden ist. Männer. Nicht alle, aber immer sind es Männer.

Freitagstipps zum Hören

Ich wusste nicht, was eine Ostmulle ist. Tradwife kannte ich. Aber längst ist klar, dass auch die Neue Rechte gezielt auf solche weiblichen Influencerinnen setzt. Ich fand den Podcast des Süddeutschen Rundfunks dazu sehr interessant, und auch erschreckend.  Tradwives und Ostmullen-Tiktok und die Neue Rechte. 

Den „Feel the News – Was Deutschland bewegt“ Podcast von Jule Lobo und Sascha Lobo höre ich nicht oft, er ist mir zu einseitig und Sascha Lobo finde ich inzwischen abgehoben. Das Thema ihrer aktuellen Ausgabe interessierte mich aber so sehr, dass ich mir die Folge angehört habe. Die Reichen und ihre Welt. Der Fall der Familie Block. Ja, die Steakhaus Blocks. Zwei entführte Kinder, eine Silvesternacht, sechs maskierte Männer – und mittendrin Christina Block und Gerhard Delling. Was wie ein Drehbuch klingt, ist ein realer Fall, der aktuell die Gerichte und Medien beschäftigt.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.

Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende! Der Sommer könnte übrigens jetzt wiederkommen, finde ich.

Alles Liebe

Barbara