Scrapbooking

Urlaubsbilder

15. Februar 2011

Wer kennt das nicht, man kommt aus dem Urlaub und der Rechner stöhnt unter der Last von hunderten digitaler Bilder. Was macht man mit der Bilderflut ?

Das klassische Urlaubs-Fotoalbum vielleicht ? Eine Möglichkeit.

Als Dia-Show am PC-Bildschirm betrachten ? Das ist nichts für mich, aber natürlich Geschmackssache.

Als Dia-Show mit der Verwandschaft am Flachbildfernseher anschauen ? Das schon eher, aber erstmal muss man bearbeiten und löschen wenn man niemanden mit 50 mal die Aussicht von oben langweilen möchte.

Oder eines dieser digitalen Fotobücher ? Auch das ist eine gute Sache, und inzwischen gibt es bei vielen Anbietern auch für Ungeübte einfache Vorlagen, Digi-Scrapper und Könner machen Kunstwerke daraus.

Verscrappen ? Sicher nicht im Sinne von : ich verscrappe den ganzen Urlaub, es sei denn man hat Jahre Zeit dafür.

Ich denke an diesem Thema kann ich mein Verständnis von Scrapbooking und meinen Ansatz ganz gut erläutern. Mein Ding sind Mini Books und Layouts, und in dieser Kombination werde ich auch die Highlights unseres letzten Urlaubs verscrappen.

Mini Books geordnet nach Städten oder bestimmten Orten oder Ereignissen oder Urlaubsthemen, ich hätte da ganz viele Ideen. Und Layouts, das ist bei mir eher eine Art Geschichten aus dem Urlaub, Gedanken, Fotos die "zu mir sprechen"

Klingt das verständlich ?

Wenn ich ein Foto anklicke, meistens habe ich alle Fotos in Picasa geöffnet, dann sprechen einige Fotos sofort, und die drucke ich und mache ein Layout oder eine Sammlung für's Mini draus.

Wenn es Sonderangebote von Fotoanbietern wie Snapfish ect. gibt lasse ich auch schon mal einen dicken Packen ausdrucken, aber oft passiert es mir, dass ich dann doch ein anderes Format für's Layout brauche, ich könnte nie ohne Fotodrucker scrappen.

Ich suche zum ausgedruckten Foto passendes Material und los gehts. So war das hier, kein klassisches Urlaubslayout, und leider spiegelt die Aufnahme etwas, aber die Zunge meiner Tochter kann man glaube ich doch ganz gut erkennen 😉 :

Layouts 001

Die Basis ist Kraft Cardstock, dieses Papier und Blumen von Sassafras, sowie viele ausgestanzte Kreise aus Papierresten und kleine Dekoperlen von Hero Arts, die selbstklebenden Buchstaben sind von American Crafts.

Layouts 003

Einige der Kreise habe ich mit selbstklebenden Schaumplättchen aufgeklebt, das verleiht dem Ganzen etwas mehr Dimension.

Und hier ist noch ein Layout mit Urlaubsbildern. Eigentlich suche ich immer Papiere farblich zu den Fotos aus, d.h.ich greife eine oder mehrere Farben aus den Fotos bei meiner Materialauswahl auf, hier war es mehr das Muster des Papiers.

Ich mag die "Wander" Collection von Basic Grey für Reisethemen ganz besonders, dieses Papier war wie gemacht für die Bilder, es greift perfekt die wellenförmigen Strukturen aus den Fotos auf :

Layouts 004

Diese "Windmühlen-Anordnung" von Fotos und Journaling eignet sich immer gut, wenn man hochkantige und querformatige Fotos kombinieren möchte. Das Papier für das Journaling ist von Pink Paislee

Layouts 006

Auch die ausgestanzten Bordüren (Fiskars Upper Crest) greifen die Wellenform aus den Fotos nochmal auf, genauso wie die Farbe der Bordüren(Kraft CS) zu den Bergen in den Bildern passt.

Die Buchstabensticker von Sassafras(beige) und Jenni Bowlin (blau) runden alles ab.

Wenn ihr genau schaut seht ihr, dass ich meine Fotos an den Rändern abgeschmirgelt habe und auf schwarzen Cardstock mit einem ganz minimal sichtbaren Rand geklebt habe, im Fachjargon nennt man diese Technik "matten" ( mätten gesprochen;-) )

So heben sich die Fotos vom gemusterten Untergrund deutlicher ab und stehen im Mittelpunktes des Layouts.

Ein kleiner Stern und ein kleiner Zeiger aus Metall und Sticker sind ergänzende dimensionale Akzente.

In der nächsten Zeit gibt es sicher mehr Urlaubsfotos zu sehen, ich verarbeite sie aber nicht chronologisch sondern je nach Lust und Laune. Und der Alltag mit neuen Fotos geht auch weiter …

 •••• •BARBARA

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6 Comments

  • Reply Heike 15. Februar 2011 at 8:06

    Kennst du den Film „Zabriskie Point“ von Michelangelo Antonioni aus dem Jahr 1970? Kommt einem heute ziemlich anachronistisch vor.
    Als ich in Kalifornien war, habe ich es versäumt dort hinzufahren. Steht aber noch auf der Liste der Orte, die ich besuchen will.
    LG
    Heike

  • Reply Michaela 15. Februar 2011 at 14:27

    DANKE!!!
    Dafür, daß was erklärt wird, ohne englische Fachausdrücke. Mittlerweile kenne ich zwar den ein oder anderen, aber nicht alle.
    Tolle Erklärungen auch zur Papierwahl und warum Du die Fotos so angeordnet hast.
    Nicht zu vergessen, daß die Layouts natürlich wieder sehr schön sind.
    LG.
    Michaela

  • Reply yvo 15. Februar 2011 at 18:37

    ich muß immernoch schmunzeln, das Bild von dir und deiner Tochter…
    so ist das Leben ;O)
    LG
    Yvo

  • Reply Sabine 15. Februar 2011 at 20:19

    So eine prima Erklärung hätte ich mir in meiner Anfangszeit gewünscht. Gut wie Du die wichtigen Aspekte auf den Punkt bringst. Ich bin schon auf eine Fortsetzung gespannt.

  • Reply Janette 16. Februar 2011 at 14:30

    Danke Barbara, dass du dir die Zeit nimmst einen Artikel wie diesen zu schreiben. Mir geht es so wie vielen anderen; ich komme mit den ganzen tollen neuen englischen Wörtern manchmal nicht klar. Ständig gibt es neue Produkte und man ist völlig überflutet von Eindrücken. Da kommt das eigentliche Scrappen manchmal viel zu kurz. KISS – keep it simple stupid… und die Kreativität hat wieder Luft zum Atmen.
    Bin gespannt auf deine nächsten Artikel.
    Liebe Grüße,
    Janette

  • Reply Annette 16. Februar 2011 at 17:07

    Sehr schoene LO’s am Besten gefaellt mir das ‚Bitch‘ LO !!! Gewagter Titel ( wuerde ich mich nich trauen ) !
    LG Annette

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