20 Jahre Scrap-Impulse.
Ich schreibe diesen Satz und finde ihn immer noch ein bisschen unglaublich.
Im August 2006 habe ich angefangen zu bloggen, der erste Beitrag ging online.. Einfach so. Aus Begeisterung für Scrapbooking, für Papier, Fotos und all die wunderbaren Dinge, die damals für uns teilweise noch ganz neu waren. Ich wollte, damals noch zusammen mit meiner Freundin Ines, zeigen, was wir machten, Ideen teilen, andere inspirieren und uns mit Menschen austauschen, die genauso verrückt nach Papier, Stempeln, Buchstabenstickern und schönen Dingen waren wie wir.
Dass ich das zwanzig Jahre, 68.391 Kommentare und 2.822 Beiträge später immer noch tun würde, hätte ich damals never ever gedacht.

Wir hatten in jeder Jahreszeit einen neuen Header, dafür habe ich unzählige Fotos geschossen und sogar mal ein Scrapbooking-Layout zum Thema gemacht. Das jetzt auch schon fast 20 Jahre alt ist. Dazu fast unkenntlich, denn Fotos auf Blogs waren früher gefühlt winzig im Vergleich zu heute und in grottiger Qualität. Das Originalfoto ist leider auf einer CD und ich habe kein Laufwerk mehr um es hochzuladen. Auch ein Beispiel dafür, was sich in 20 Jahren verändert hat.

Und wenn ich heute durch die alten Beiträge scrolle, ist Scrap-Impulse inzwischen viel mehr als ein Kreativblog. Es ist ein ziemlich großes Stück meines Lebens geworden.
Damals, als Blogs noch Blogs waren
2006 war die Welt des Internets überschaubarer. Instagram gab es nicht. Pinterest gab es nicht. Keine Stories, keine Reels und niemand sprach von Content, Reichweite oder Algorithmen.
Wir hatten Blogs.
Und Blogs waren damals tatsächlich Orte, die man besuchte.
Man hatte seine Blogroll und klickte sich von Blog zu Blog. Man schaute morgens oder abends nach, ob es irgendwo einen neuen Beitrag gab. Man hinterließ Kommentare, bekam Antworten, kam wieder und kannte irgendwann viele Namen.
Wir selbst bloggten auf Typepad, einer der vielen Plattformen, die damals am Markt waren. Es war alles langsamer als heute. Und vielleicht war es gerade deshalb oft persönlicher.

Scrapbooking war damals in Deutschland noch relativ neu und wir saugten alles auf, was wir dazu finden konnten. Neue Materialien, neue Techniken, neue Ideen. Wir zeigten unsere Layouts, Minialben und später immer mehr Mixed Media, tauschten Tipps aus und inspirierten uns gegenseitig.

