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Meine Woche, Freitagstipps und # 887

18. September 2026

Guten Morgen an die Fraktion “ich brauche erst drei Kaffee, bevor ich meinen Namen weiß”. Gestern sind mir beim Schreiben, nachdem ich bis in die Nacht mit den Vorbereitungen für den Crop Am Rhein 2026 beschäftigt war,  tatsächlich die Augen zugefallen, deswegen bin ich heute etwas später dran.

Ich habe in dieser Woche Besuch von meinem Sohn. Eine ganze Woche lang, was ansonsten eher selten vorkommt. Er ist wegen eines Ärzekongresses in der Stadt, und im Hotel Mama gibt es Kost und Logis gratis. Denn es ist so, dass für Fortbildungen dieser Art in den meisten Kliniken kein Geld mehr im Budget vorhanden ist. Wo kämen wir denn hin, wenn Assistenzärzte (oder wie sie neuerdings heißen Ärzte in Weiterbildung) nicht nur Tag und Nacht ackern und ackern, sondern auch eine echte Chance auf Weiterbildung hätten?

Freitagstipps Fries

Wie dem auch sei, ich freue mich natürlich in diesem Fall über den Umstand, es ist immer schön, wenn eins meiner Kinder wieder mal hier ist.

Wir haben die Gelegenheit auch genutzt, endlich ein Thema anzugehen, was schon länger auf meiner “müsste mal unbedingt gemacht werden” Liste steht. Erinnerungen bewahren. Konkret heißt das, alle Fotos und Filme aus der Prä-Smartphone-Ära zu speichern, bevor die Medien nicht mehr lesbar sind. Ich habe meine Kinder von Geburt an gefilmt, mit einer Super-8 Kamera. Die Filme habe ich irgendwann dann auf große Videokassetten überspielt. Und dann, als die Videorecorder langsam verschwanden, auf DVDs überspielt. Inzwischen habe ich kein Laufwerk mehr auf meinem Laptop, und auch derv letzte DVD Player ist aus meinem Haus verschwunden.

Mein Sohn hatte extra ein externes Laufwerk mitgebracht, auch schon älter. Aber mit einigen Umwegen klappte es dann und langsam wandern die Filme und auch die ersten Jahre digitale Fotos von den alten Datenträgern auf den Laptop und in die Cloud. Fast die Hälfte ist geschafft. Und da kommen Schätze zum Vorschein, ich bin entzückt!

Und dann will ich noch eine Kiste mit Negativen und Videokassetten aus der analogen Zeit von Spezialisten digitalisieren lassen. Vor längerer Zeit hatte ich das mit den alten Dias meines Vaters bereits gemacht und das Ergebnis war wirklich klasse, ihr könnt es im Blogbeitrag “Alte Schätzchen – Dias digitalisieren” lesen.

Was noch? Am vergangenen Wochenende habe ich seit längerer Zeit mal wieder einen Shopping-Trip gemacht. Ins Westfield Centro in Oberhausen, um es genauer zu sagen. Das ist hier ganz in der Nähe und es gibt immer wieder etwas Neues. Gekauft habe ich Kerzen und Seife, da ich die Sachen von Bath & Bodyworks liebe, die es bisher nur in den USA gab.

Bei der Gelegenheit war mein Eindruck, dass die Jammerei über die Wirtschaft irgendwie nicht mit der Realität zusammen passte. Es war sehr voll, auch die Parkhäuser, überall lange Schlangen, und die meisten Leute waren mit Tüten beladen. Iced Latte für 7€, die unzähligen und immer neuen Fressbuden belagert, als gäbe es kein morgen. Ich fand das sehr interessant. Auch am Flughafen wundere ich mich immer, wie tausende Menschen unterwegs sind. Schon irgendwie verblüffend, da uns die Medien und gewisse Kräfte ja spiegeln, unser Land ginge den Bach runter. Vielleicht sind das ja aber auch nur Momentaufnahmen, und ich bin zu Unrecht positiv überrascht.

Am Wochenende wird der Schrank umgeräumt, das Wetter macht es leider nötig.

Meine Kleidung ist im Prinzip in 3 Kategorien eingeteilt:

  • Sommer
  • Winter
  • falls ich abnehme

Und: “Zu gut für den Altkleidercontainer, taugt noch zum mit Farbe matschen”

Und als ich – lange überfällig – meinen Gefrierschrank abgetaut habe, tauchte folgende Frage auf: Warum gibt es Licht im Kühlschrank aber nicht im Gefrierfach???

Mein Sohn: weil das Gefrierfach ein rechtsfreier Raum ist. Da liegen Erbsen von 2019, eine undefinierbare Tupperdose und drei einzelne Fischstäbchen.

Niemand will Licht auf diese Zustände werfen.

Und sonst so?

Ziemlich erstaunliche Woche bisher, findet ihr nicht?

Schottland, Wales und Nordirland, die sich nach einer Zukunft jenseits des Vereinigten Königreichs sehnen – nach Unabhängigkeit, Souveränität und vielleicht irgendwann auch wieder nach einem Platz in der europäischen Familie. Und jetzt Kanada, das als „assoziiertes Mitglied” in die EU eingeladen wurde, während Australien offenbar auch schon voll dahintersteht.

Nach all den Jahren, in denen wir zugesehen haben, wie Grenzen härter wurden, Mauern hochgezogen und Menschen sich immer weiter in Nationalismus zurückgezogen haben, fühlt es sich irgendwie hoffnungsvoll an, das Gegenteil zu sehen: Länder, die sich für Zusammenarbeit statt Isolation entscheiden, für Verbindung statt Abschottung und für eine Zukunft, die nach vorne schaut statt ständig zurück.

Freitagstipps Kaffeebecher

Und auch ist bemerkenswert: Europa überlegt, einen Europäischen Sicherheitsrat zu bilden, der die EU, das Vereinigte Königreich, Kanada, Norwegen und die Ukraine einschließt.

Aber die Realität holt uns schnell wieder ein, Tanken ist ja gerade der blanke Horror, und kein Ende in Sicht. Wir wissen alle, für wen Katherina Reiche Politik macht. Sie hat inzwischen nicht mal mehr den Anstand, es halbwegs zu verbergen. Mir fällt kein Grund ein, warum die Mineralölkonzerne hier im bei uns mit Samthandschuhen angepackt werden – es wäre absurd zu glauben, die würden das Land verlassen, wie es bei Milliardär*innen angenommen wird, würde man sie höher besteuern…

Ich finde inzwischen jede Meldung aus Berlin erschreckend. Kein Überdenken der Reformen, nur wie schaffen wir es an der Regierung zu bleiben. Es geht um meine Zukunft, die Zukunft meiner Kindes, um soziale Gerechtigkeit, um das Überleben mit dieser Gesundheitsreform. Von den ganzen Wahldesastern mal ganz abgesehen. Wohltuend dagegen unser neuer Fußball-Bundestrainer, ich war schon immer Fan von Kloppo.

Jürgen Klopp trägt auf einer Pressekonferenz diese besondere Kappe und sagt: “Ich möchte uns die Fahne zurückholen. Ich möchte Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen. Positiver Patriotismus – gerne!”

Die Kappe trägt die Aufschrift “Einer von 83 Millionen” – vom DFB eigens angefertigt und nicht käuflich. Die Botschaft: Nicht nur der Bundestrainer, jeder in Deutschland ist Teil des Teams.

Was mich noch beschäftigt hat, obwohl ich inzwischen Nachrichten aus den USA überwiegend vermeide: die sich abzeichnende Zerstörung des Kennedy Center in NYC. Das große dicke orangefarbene Baby kann es nicht ertragen, wenn man ihm sagt: “Nein”, also plant er einfach das ganze Ding plattzumachen. Es wird wieder ein dunkler Tag in der amerikanischen Geschichte sein, wenn ein Denkmal für einen getöteten Präsidenten abgerissen wird, weil ein dementer narzisstischer Soziopath einen Wutanfall hatte.

Der Bürgermeister von NYC, Zohran Mamdani, hat als einer seiner ersten Amtshandlungen in New York 100.000 Schlaglöcher reparieren lassen. Nun könnte man natürlich sagen, dass das nun wirklich nicht das größte Problem der Stadt wäre. Aber dahinter steht eine Strategie: Mamdani will zuerst Dinge angehen, die sich im Alltag der Menschen bemerkbar machen. Er will ein Demokratieerlebnis schaffen, das für die Menschen funktioniert. Das ihnen zeigt, dass ihre demokratische Wahl durchaus einen Unterschied machen kann. Vielleicht sollte sich unsere Regierung daran ein Beispiel nehmen.

Das Wochenende wird politisch ja auch wieder spannend. Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer aktuellen Umfrage knapp vor der AfD. Auch in Berlin wird gewählt. Ich habe Hoffnung.

Good News!

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Suizide in der EU langsam gesunken. Ein Grund dafür könnte sein, dass die EU ihre Präventionsmaßnahmen verstärkt hat. Es gibt jedoch große regionale Unterschiede und Männer sind stärker betroffen. EU: Zahl der Suizide sinkt langsam.

Das Ozonloch über der Antarktis war 2025 ungewöhnlich klein. Die WMO führt die Erholung auf das Verbot schädlicher FCKW von 1987 zurück. Seit den 2000er Jahren wächst die Ozonschicht wieder und könnte sich in wenigen Jahrzehnten vollständig erholen. Die Ozonschicht erholt sich langsam.

Der Verein „Freunde alter Menschen“ vermittelt in Frankfurt Freundschaften zwischen jüngeren und älteren Menschen. 110 Besuchspaare hat er bereits zusammengebracht. Sie treffen sich zum Reden, für Ausflüge oder gemeinsame Unternehmungen. So entstehen neue Kontakte über Generationen hinweg. Verein in Frankfurt a.M. bringt Jung und Alt zusammen

Freitagstipps Olivenbaum

Freitagstipps

 

1. Gute Nachrichten ______________ .

2.  ________ ist definitiv nicht der richtige Platz für _________ .

3. Kürben ist  _________ .

4. _________ könnte besser sein.

5. Das Zimmer _________  .

6. __________ Herbstblumen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Auf Netflix habe ich Famous Last Words mit Gloria Steinem geschaut. Aufgezeichnet vor einem guten Jahr. Ausgestrahlt nach ihrem Tod. So eine intelligente, warmherzige und weise Frau. Der Interviewer ist ihrer Art nicht gewachsen, aber man lernt so viel und fühlt sich angenommen. Jeder Beitrag, den wir als Frauen leisten, ist wichtig.

Und noch was Nettes nebenbei: Ella McCay , eine Tragikkomödie auf Disney. Die 34-jährige Ella McCay bekommt die Möglichkeit, Gouverneurin ihres Bundesstaates zu werden. Doch gleich zu Beginn ihrer Karriere wird sie von einem Reporter wegen Missbrauch von Staatseigentum erpresst. Am Tag ihrer Vereidigung bringt Ella das Fass jedoch zum Uberlaufen, als sie ihren Ehemann Ryan in ihrer Dankesrede vergisst. Dieser beginnt daraufhin ein intrigantes Spiel hinter Ellas Rücken, das ihre gesamte politische Karriere ins Wanken bringt.

Und da die vierte Staffel von “The Diplomat” (Diplomatische Beziehungen) am 15. Oktober auf Netflix startet, und auch weil Allison Janney gerade einen Emmy für ihre Rolle in der Serie erhalten hat, schaue ich diese grandiose Serie jetzt nochmal. Ein temporeicher, bissiger Politthriller, in der internationale Politik als faszinierendes und unberechenbares Beziehungsdrama dargestellt wird, das auf übertriebene Hollywood-Klischees weitgehend verzichtet.

Freitagstipps zum Lesen

Wo kann man in der Stadt kostenlos Obst pflücken? Auf der gemeinschaftlichen Plattform „Falling Fruit“ sind Sträucher, Bäume und andere essbare Pflanzen verzeichnet. Die Karte wird von der Community gepflegt und zeigt auch andere Orte, an denen es kostenloses Essen gibt. Diese Karte zeigt, wo ihr kostenlos Obst pflücken könnt

Ab Januar 2027 können Menschen in Deutschland ihren Personalausweis freiwillig auf dem Smartphone nutzen. Die neue App „d-you“ soll zunächst etwa beim Eröffnen eines Bankkontos, bei Vertragsabschlüssen oder als Altersnachweis funktionieren. Personalausweis kommt aufs Smartphone.

In Dresden wird erstmals weltweit ein Airbus A330 mit künstlicher Haifischhaut ausgestattet. Eine hauchdünne Folie mit mikroskopisch kleinen Rillen soll den Luftwiderstand verringern und damit Treibstoffverbrauch und CO2-Ausstoß senken. Künstliche Haifischhaut soll Flugzeuge sparsamer machen

Freitagstipps zum Hören

Zu Gast bei Bettina Böttinger im „Zwischen den Zeilen“ Podcast war Torge Oelrich, besser bekannt als Freshtorge, den ich bisher nur von seinen legändären Auftritten als Helga und Marianne kannte. Er war eigentlich mal Erzieher und ich fand den Podcast sehr unterhaltsam.

Ansonsten habe ich aufgegeben, “Yesteryear”* zu lesen und höre es jetzt weiter, Hörbücher passen einfach besser in meine Abläufe und meinen Alltag. Es ist unglaublich fesselnd und unterhaltsam, und ich habe noch sieben Stunden Hörvergnügen vor mir.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt. Herzlichen Dank auch nochmal an dieser Stelle, dass ihr mit soviel Verständnis und schönen Feedback darauf reagiert habe, dass die Freitagstipps und der Freitagsfüller in der vergangenen Woche aus bestimmten Gründen ausgefallen sind.

Der richtige Weg im Leben ist vielleicht, viel öfter dankbar zu sein für all die kleinen, alltäglichen und manchmal völlig random Dinge, die wir uns gönnen oder einfach leisten können. Wir nehmen so vieles als selbstverständlich hin, dabei ist es das überhaupt nicht. Morgens gesund aufzuwachen, klar im Kopf zu sein, in Ruhe in den Tag starten zu können, etwas zu essen und zu trinken zu haben und einfach diesen einen Moment zu erleben, in dem es einem gerade gut geht.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

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1 Comment

  • Reply Mascha 18. September 2026 at 11:34

    Doch noch ein Lückentext, freu 🙂
    Ganz fix ausgefüllt und wieder ans Tagewerk gehn.
    Liebe Grüsze
    Mascha

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