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Gedankensalat, Freitagstipps und # 883

14. August 2026

Da bin ich wieder, und bald auch schon wieder weg. Urlaubssaison halt.

Und ich liebe den Sommer. Punkt.

Ja, ich bin privilegiert

  • da ich einen Garten habe, den ich den ganzen Tag nutzen kann.
  • da ich nicht im Dachgeschoss schwitzen muss.
  • da ich gerade nicht arbeiten muss und auch sonst keine Termine habe.

Und nein,

  • es ist mir absolut nicht egal, dass dieses Wetter schon so viele Hitzetote gefordert hat und es überall brennt.
  • Ich wünsche mir trotzdem dringend Regen für die Natur.
  • Ich bin mir des Klimawandels sehr wohl bewusst und tue viel, um nicht weiter dazu beizutragen.

Ich denke, diese Gleichzeitigkeit von Bewusstsein für die Probleme und dem trotzdem-genießen des “schönen Wetters” ist für viele von uns schwer nachvollziehbar.

Freitagstipps Hortensien

Obwohl, in London fand ich die Hitze schon sehr grenzwertig. In einer Großstadt, die inzwischen fast wie eine Wüste aussieht, ohne einen Windhauch und bei meiner Tochter in ihrem alten viktorianischen Haus ohne Klimaanlage und Durchzug habe ich manchmal heimlich gestöhnt. Oder in der U-Bahn, wo gefühlt Sauna-Temperaturen herrschten.

Trotzdem waren es wieder fünf wunderbare Tage. London ist einfach fantastisch. Zufällig war eine meiner Bloggerfreundinnen aus Köln gleichzeitig da, und so konnte ich die Zeit, in der meine Tochter arbeiten musste, wunderbar mit Selmin verbringen und neue Wege in der Stadt erkunden. Mehr dazu weiter unten in den Freitagstipps!

Freitagstipps London

Und ich werde selbstverständlich einige Erlebnisse und neue Tipps in einem Blogbeitrag für alle, die es interessiert, zusammenschreiben.

Habt ihr am Mittwoch die Sonnenfinsternis gesehen? Ich hatte es natürlich verpeilt, mir rechtzeitig eine Schutzbrille zu besorgen, schon zwei Tage vorher war alles ausverkauft. Ich erinnere mich noch sehr gut an die totale Sonnenfinsternis 1999. Meine Kinder waren noch klein, ich war zu der Zeit Vorsitzende einer Elterninitiative und deswegen im Kindergarten. Mittags wurde es zappenduster, unheimlich ruhig und wir klebten an den Fenstern, da die Kinder nicht raus sollten.

Vorgestern fand ich es nicht ganz so spektakulär, da es ja nur eine partielle Eclipse war. Ich beobachtete das Spektakel in einer Gruppe mit meinen Nachbarn (die mir netterweise eine Brille liehen) hier bei uns oberhalb des Neandertals.

Es war am Ende gar nicht die Sonnenfinsternis allein, die das Ganze so besonders gemacht hat. Es waren die Menschen. Dieser gemeinsame Moment, auf der ganzen Welt und auch in den Medien. Dieser komplette Enthusiasmus für etwas, das einfach gerade am Himmel passiert. Ein Moment der Hoffnung und Einigkeit, einfach schön. Es wirkte auf dem Höhepunkt kurz so, als hätte die Natur einen Sepia Filter über alles gelegt.

Freitagstipps Sonnenfinsternis

Ab Montag bin ich dann für ein paar Tage an der Nordsee. Auf Borkum, um genau zu sein, bei angenehmen 20 Grad. Ich hatte seit Wochen weder eine lange Hose, noch lange Ärmel oder gar eine Jacke (!) an. Der Gedanke, das alles einzupacken ist jetzt gerade nicht so prickelnd, aber ich freue mich trotzdem sehr drauf. In kühler Luft schlafen zu können, viel Zeit mit meiner Familie zu verbringen, am Strand entlang zu laufen und Regen und Wind im Gesicht zu spüren. In Cafes heißen Latte statt Iced Coffee zu trinken und einfach nur zu chillen. In London oder Berlin schaffe ich das nie, also nur chillen, FOMO lässt grüßen. Deswegen ist die ruhige Nordseeinsel jetzt ein schöner Kontrast.

Im Übrigen habe ich heute bei 34 Grad eine komplette Packung Schwarzwälder Kirsch Eiscreme verspeist, 475 g. Alleine. Die eine Hälfte nachmittags und den Rest abends.

Und sonst so?

Was mir immer häufiger auffällt, wenn ich im Ausland war: Veränderung wird hier erstaunlich oft nicht als Chance verstanden, sondern als Bedrohung. Besonders bei Digitalisierung und Verwaltung sieht man, wie sehr an bestehenden Strukturen festgehalten wird, selbst wenn sie längst nicht mehr zeitgemäß sind. Man lebt von alten Erfolgen, aber das bringt uns nicht weiter. Es fehlt der Tatendrang. Sicherheit ist wertvoll, keine Frage, aber wenn sie dazu führt, dass Veränderungsdruck und Verantwortungsgefühl verloren gehen, wird sie zum Stillstand. Das finde ich besonders schade, weil dieses Land unglaublich viel Wissen, Kompetenz und Potenzial hätte. Es fehlt nicht an den Möglichkeiten, sondern oft am Mut und am Willen, sie wirklich zu nutzen.

Andererseits: So berechtigt Kritik an unseren eigenen Versäumnissen auch ist: Der dauerhafte Blick durch die rosarote Brille aufs Ausland verzerrt die Realität gewaltig. Deutschland hat echte Probleme, aber dieses permanente Schlechtreden übersieht völlig die Stabilitäten und Standards, um die uns genau andere Länder oft beneiden.

Nun ja, wer konservative Politik wählt, bekommt ein konserviertes Land. Der Deutsche und seine panische Angst vor Veränderungen und Fortschritt lässt es halt nicht zu. Und nicht zu vergessen, dass hier Springer, Nius und Co. sehr viel Geld mit dieser Angst verdienen.

Ich vermisse Merkel und Obama. Wir wussten damals gar nicht, wie gut wir es hatten. Ja, die beiden waren auch nicht perfekt, aber tausendmal besser als das, was wir momentan ertragen müssen.

Good News!

Tschechien will Handys bis zur neunten Klasse weitgehend aus dem Schulalltag verbannen. Die Regierung hofft auf mehr Konzentration, weniger Ablenkung und mehr direkten Austausch unter Schüler:innen. Gut 80 Prozent der Bevölkerung unterstützen die Pläne. Tschechien will handyfreie Schulen. Mein Bruder ist übrigens gerade in diesem Land unterwegs und schwärmte mir von Karlsbad und Marienbad vor. Ich glaube, ich muss da mal hin.

Apropos Tourismus: Florenz verschätft Regeln gegen Massentourismus. In neun weiteren Vierteln dürfen keine neuen Wohnungen mehr als kurzfristige Ferienunterkünfte angeboten werden. Damit will die Stadt verhindern, dass der Übertourismus Bewohner*innen aus ihren Vierteln verdrängt und die Mieten steigen. Für bestehende Ferienwohnungen ist künftig eine befristete Genehmigung nötig. Und in Barcelona werden ab 2027 überhaupt keine Air BnBs mehr genehmigt. Ich kann die Einheimischen verstehen.

Was ist daran so schwer zu verstehen? Gesellschaften, die füreinander sorgen, sind zufriedener.  Gesellschaften sind im Durchschnitt glücklicher, wenn sie fair, inklusiv und hilfsbereit sind. Zu diesem Ergebnis kam eine polnische Forscherin, die Daten von 97.000 Menschen aus 66 Ländern ausgewertet hat. Zu den zentralen Einflussfaktoren gehören unter anderem gleiche Rechte, gesellschaftliche Offenheit und gute soziale Beziehungen.

 

Freitagstipps

 

1. Dieser Sommer ______________ .

2.  __________ ein Ventilator.

3. Zur Abkühlung _________ .

4. _________ Eiskaffee.

5. Wie wird _________  .

6. __________ noch zu früh.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps London

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Spannend, irgendwie leicht schräg und mit immer neuen Wendungen,  die neue zehnteilige Apple TV Serie “Maximum Pleasure Guaranteed” hat mich sehr gut unterhalten. Bei Paula läuft es zuletzt gar nicht. Ihre Scheidung ist gerade durch, sie kämpft mit ihrem Ex um Zeit mit der gemeinsamen Tochter und auch im Job als Faktencheckerin bei einer Zeitschrift läuft es nur mäßig. Ihre einzige Abwechslung – und zudem Entspannungsmöglichkeit – ist ein Cam-Boy, für dessen Zeit sie bezahlen muss. Als ihr sexy Toyboy jedoch mitten in einem Call überfallen wird, beginnt das Chaos. Weil sie nicht auf die Hilfe der Polizei vertraut, beginnt sie selbst zu ermitteln und wird dabei in ein Dilemma zwischen Internetkriminalität und blutigem Mordfall hineingezogen… und die Story entwickelt sich. Paula ging mir allerdings ab und zu auf die Nerven. Ich bin vielleicht zu sehr Overthinker und logisch denkend für solche Frauenfiguren, die für meine Begriffe oft irrational handeln. Aber es ist halt unterhaltsame Fiktion, und keine Doku.

Freitagstipps zum Lesen

Substack ist eine relativ neue Platform, die ähnlich wie Blogs funktioniert. Warum man nicht gleich klassisch bloggt hat sich mir noch nicht ganz erschlossen, aber inzwischen veröffentlichen dort viele Creator längere Texte, die sich nicht auf Social Media unterbringen lassen. Meine Bloggerfreundin Selmin hat dort gerade einen schönen Beitrag über ihren Solo Trip nach London vergangene Woche veröffentlicht. Wir haben die Stadt wie oben bereits erwähnt, zwei Tage zusammen entdeckt.

Steht der neue James Bond fest? Dieser Schauspieler soll es laut Insider werden. Na ja, so hot finde ich den jetzt nicht, aber es steht ja noch nicht ganz fest.

Habt ihr schon mal mit Feigenblättern gekocht? Ich nicht. Dieses Sommeraroma landet viel zu selten in der Küche Die Blätter sollen nach Sommer schmecken und nach Kokos, Vanille und Mandeln riechen. Ich klau morgen mal welche bei meinen Nachbarn und schnuppere dran.

Freitagstipps zum Hören

“Kein demokratisch regiertes Land wird die weitere rasante Entwicklung der KI Giganten zulassen”. Das ist ein Zitat aus dem Podcast “KI ist ein hochgradig ideologisch aufgeladener Diskurs” mit Philosoph Rainer Mühlhoff. Puhh, ich muss sagen, dass mich das sehr beunruhigt. Das Ziel der Tech-Giganten aus dem Silicon Valley ist ein libertärer Staat ohne jede Regulierung, wo nur Kapitalismus ohne jegliche Prinzipien von Gleichheit und Gleichberechtigung regiert. Wegsehen bringt nichts, Panik auch nicht. Das ist vielleicht die Realität, der wir uns stellen müssen, im Kampf für Demokratie. Jeder einzelne von uns.

Während meiner Reisezeiten habe ich ein neues Hörbuch auf Spotify gehört. Im Spotify Abo sind erstaunlich viele gute Hörbücher enthalten, das habe ich erst kürzlich festgestellt und werde mein Audible Abo deswegen erstmal pausieren. Im Thriller “Sie kann dich hören” (Originaltitel: The Housemaid’s Secret) von Freida McFadden hat die Protagonistin Millie Calloway einen neuen Job. Um sich ihr Studium zu finanzieren, hilft sie einem reichen Paar aus Manhattan im Haushalt. Ihr Arbeitgeber Douglas Garrick wirkt nett, und zum Glück stellt er ihr nicht zu viele Fragen zu ihrer Vergangenheit. Doch warum darf Millie nicht mit seiner Frau Wendy sprechen? Was bedeuten das Weinen, das sie aus dem verschlossenen Zimmer hört, und die Blutflecke auf Wendys Kleidung? Ist Douglas in Wahrheit nicht der fürsorgliche Ehemann, der er vorgibt zu sein? Millie weiß nur eins: Sie muss Wendy helfen. Auch wenn sie damit riskiert, dass ihr dunkelstes Geheimnis doch noch ans Licht kommt. Spannend, mit sehr starkem Plot Twist am Ende!

Und noch einen Podcast möchte ich euch empfehlen. Zum ersten Mal habe ich mit bewusst ein Interview mit einem AfD Kandidaten angehört, aus Interesse, und um nicht nur in meiner links-grünen Bubble unterwegs zu sein.

Was passiert mit Demokratie, wenn Kompromisse nicht mehr als notwendiger Teil politischer Aushandlung verstanden werden? Konsens abgelehnt wird? Keine Kompromisse zum Wohle ALLER mehr versucht werden?

Thilo Mischke trifft Matthias Lieschke, Unternehmer, Kommunalpolitiker und AfD-Mitglied. Zunächst geht es um die Themen, mit denen Lieschke vor Ort Wahlkampf macht: Mittelstand, Bürokratie, fehlende Auszubildende, Handwerk und die Frage, was Politik in den Dörfern konkret verändern kann. Das geht noch ok in den ersten zehn Minuten vom Interview. Dann entgleist es, wird so undefiniert wie immer, wenn man Menschen aus dieser Partei konkrete Fragen stellt.

Ich verstehe den Ansatz überhaupt nicht mehr. Irgendwann muss man als Journalist doch auch merken, wo die Grenzen sind und man aufhören sollte denen nur noch Fläche und Reichweite für den Algorithmus zu bieten. Was genau will man denn vor so einer Wahl mit denen besprechen? Und dann ausgerechnet mit Lieschke? Niemand holt irgendwen von deren Wählern mit einem rationalen Ansatz zurück.

Radikale sind für Rationalität einfach nicht mehr zugänglich. Was ist also das Ziel, wenn das Ergebnis vorher klar ist? Vielleicht verstehe ich es auch einfach nicht. Der Podcast hat mich in meiner Meinung bestätigt. Anfangs dachte ich, so schlimm ist es nicht. Und dann kam das dicke Ende.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt.

Ich möchte euch gerne auch noch auf die Anmeldung für das Kreativ-Event Crop Am Rhein Ende September aufmerksam machen, noch sind einige wenige Plätze frei.

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 882

31. Juli 2026

Sommer 2026. Die Versteppung hat unseren Garten erreicht, der Rasen ist knusprig. Drei Tropfen Regen gestern haben auch nichts daran geändert. Ich versuche meine Pflanzen in Töpfen auf der Terrasse mit der Gießkanne und Wasser aus dem Pool beim überleben zu helfen. Mein ständiger Begleiter ist aktuell wieder dieses praktische Kühlhandtuch*, ich hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert.

Ansonsten wurschtel ich so vor mich hin, viel mit Farbe an den Fingern und bin froh, wenn mich die beschäftigten Hände mal von meinem heftigen Gedankenkarussell ablenken.

Freitagstipps Hortensien

Der Schock sitzt immer noch tief. Am vergangenen Samstag hatte mir meine Tochter im Lauf des Tages schöne bunte Bilder und Videos vom CSD in Berlin geschickt. Sie war dort mit ihrem Bruder und Freunden unterwegs. Als ich gegen 22.00 Uhr die erste Meldung des grauenhaften Anschlags auf Social Media sah, versuchte ich sofort, meine Tochter zu erreichen. Die saß zu der Zeit zum Glück schon mit meinem Sohn zuhause auf ihrer Terrasse, sie wohnt ungefähr 10 Fußminuten vom Ort des Anschlags entfernt. Beide wunderten sich zwar über den massiven Einsatz von Hubschraubern und Sirenen, aber erst durch mein dringendes “Alles ok bei euch?” per Whattsapp wurden sie auf die Nachrichten aufmerksam.

Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich war, als ich sie am Telefon hatte und erfuhr, sie schon eine Stunde vor dem grauenhaften Anschlag nach Hause gegangen waren.

Noch während viele der Opfer in Lebensgefahr schwebten, wurde die Sache politisch ausgeschlachtet und Wahlkampf gemacht. Ekelhaft, einfach so widerlich ist das.

Rechte Politiker (und damit meine ich auch Teile der CDU), die sonst gegen alles Queere hetzen und Transgender „ausrotten” wollen und sich jetzt mit einmal als Schützer der Vielfalt aufspielen, sind ganz widerwärtige Würstchen. Rechtsextreme und Islamisten hassen Vielfalt. Sie sind zwei Seiten einer Medaille.

Gerade solche Ereignisse erinnern uns daran, wie wichtig Sichtbarkeit, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sind. Sie zeigen, warum wir Demonstrationen wie den CSD und die anschließenden Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen brauchen: als Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz und dafür, dass jeder Mensch ohne Angst und Ausgrenzung leben und feiern können sollte.

Am Mittwoch hatte ich eine schöne Ablenkung: ich habe einen Kreativ-Workshop für Kinder in der Stadtbibliothek Neuss gegeben. Dazu gibt es bald einen Blogbeitrag, denn es war wirklich großartig!

Freitagstipps Kreativ Workshop

Was noch? Ich war beim Optiker für eine Kontrolluntersuchung und sagt mal bitte, warum oder wann sind Brillengläser soviel teurer geworden? Ich fasse es nicht. Aber was muss das muss.

Ich habe einen Blogbeitrag zum Crop Am Rhein 2026 geschrieben, mit neuen Infos und allen Details zur Anmeldung.

Heute bin ich wieder mit meiner 90jährigen Tante unterwegs und Samstag verbringe ich den Nachmittag mit einer alte Freundin. Und nächste Woche geht’s nach London. Das Leben könnte schlechter sein und ich dachte am Anfang des Beitrags: was schreibe ich überhaupt, mein Leben ist langweilig.

Noch was zum Lachen (kommt ja inzwischen selten genug vor): Neulich auf der Autobahn fiel mir beim vorbeifahren an einem „Achtung Wildwechsel”- Schild wieder ein, dass ich als Kind geglaubt habe, dass da nachts dann voll der Reh-Traffic abgeht, die also in Herden die ganze Nacht die Straßen überqueren. Mein Förstersohn hat sehr gelacht, als ich ihm das erzählt hab.

Was habt ihr als Kind so für komische Vorstellungen von Dingen gehabt, die eigentlich total unspektakulär sind?

Und sonst so?

Ich weiß noch genau, dass ich als Kind Angst vor Krieg hatte. “Der Russe” war eine Angstfigur, der kalte Krieg allgegenwärtig. Was mich damals getröstet hat, war der Gedanke, dass die Menschheit aus der Vergangenheit gelernt hat und so etwas nie wieder passieren würde. Ja ich weiß, das war kindisch naiv. Auch heute mache ich mir Sorgen um die Weltlage. Doch heute mit der bitteren Gewissheit, dass viele nichts aus der Geschichte gelernt haben. Im Gegenteil: Die Machtgier und Skrupellosigkeit nehmen zu, genau wie die Naturkatastrophen.

Es ist nicht so, dass mich das rund um die Uhr beschäftigt oder ständig meine Stimmung runterzieht. Ich bin ein positiv denkender Mensch, voller Dankbarkeit und Wertschätzung dafür, wie gut es mir geht. Doch manchmal fühle ich mich einfach hilflos. Ich weiß, dass ich die Welt nicht allein verändern kann. Aber ich sehe auch in meinem Umfeld, welche Gedankengänge vorherrschen. Ich spüre immer öfter Menschenfeindlichkeit. Diese Entwicklung der Menschheit macht mich stellenweise einfach traurig.

Dann hat nun noch unser aller Merz ein Personalkarussell in Gang gesetzt, das außer Kontrolle zu geraten scheint. Nein, diesem Neuanfang wohnt kein Zauber inne. Nicht mal eine Spur Glanz. Stattdessen wächst sich die Kabinettsumbildung zu einem Konflikt aus, den momentan keiner wirklich gebrauchen kann und sein Job ist in Gefahr. Mehr dazu und pikante Details gibt’s auch in den Freitagstipps.

Es stellt sich immer mehr heraus, dass der internationale Topmanager Merz mit all seinen inhaltlichen Qualitäten und seiner Führungsstärke nie existiert hat. Er war ein herbeifantasierter Wunschtraum all jener, die trotz ihrer CDU-Nähe oder gar CDU-Mitgliedschaft Angela Merkel doof fanden und sich den knallharten Wirtschaftsmann herbeisehnten, der wiederkehrt, um Rache an allem zu üben, wofür Dr. Merkel stand.

Dabei wurde komplett vergessen, dass der junge Fritz nicht ohne Grund scheiterte. Vor allen Dingen an sich selbst. Und dass behauptete Kompetenz und ein Gnadenjob bei einer nationalen Zwischenholding eines internationalen Investmentkonzerns allenfalls einen überbezahlten Lobbyisten ausmachten, aber weder fachliche Kompetenz noch politisches Gespür oder gar Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung ersetzen konnten.

Einige Dinge, die die Koalition macht, sind gut. Aber vieles kommt nicht richtig bei den Bürgerinnen und Bürgern an, weil unzureichend kommuniziert wird. Führung ist Kommunikation. Und wer nicht anschlussfähig erklärt, was warum passiert, überlässt die Deutung anderen. Gute Kommunikation schafft Vertrauen, schlechte schafft Unsicherheit und Widerstand. Warum lasst man sich da nicht von Profis helfen? Es könnte so viel einfacher sein.

Der bis zum Anschlag im Hintern von Trump steckende geldgeile FIFA Präsident Infantino will die zukünftigen Fußball-Weltmeisterschaften an den noch geldgeileren Schwiegersohn von Trump verkaufen. Das wird hoffentlich nix, denn die europäischen Verbände haben sofort mit Boykott gedroht. Kann man sich alles nicht ausdenken.

Good News!

Das wurde auch Zeit:  Instagram geht gegen heimliche Aufnahmen vor. Instagram geht stärker gegen heimliche Aufnahmen und belästigende Videos vor. Wer Menschen ohne ihr Wissen filmt und die Aufnahmen veröffentlicht, muss künftig mit der Löschung der Inhalte oder einer Kontosperrung rechnen.

Das finde ich richtig gut, denn es bleibt ja erstmal sehr warm: Hitze in Rom: Kulturstätten bieten kostenlose Abkühlung Rom reagiert auf die Hitzewelle: Kinos, Bibliotheken und Kulturstätten öffnen kostenlos ihre klimatisierten Räume. Die Initiative soll den Menschen Abkühlung verschaffen und zugleich den Zugang zu Kultur erleichtern.

 

Freitagstipps

 

1. Jetzt kann ______________ .

2.  __________ unmöglich.

3. Es macht Spaß _________ .

4. _________ wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich, _________  .

6. __________ ,das war es  wert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Steine

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Meine Empfehlung: Am vergangenen Wochenende habe ich die neue vom ZDF und anderen europäischen rechtlich öffentlichen Sendern produzierte Serie „Kabul – Flucht aus der Hölle” geschaut. Der Sechsteiler ist sehr aufwändig und hochwertig produziert und zeigt ein eindrückliches, größtenteils beklemmendes Drama, das grundsätzlich basiert auf den realen Ereignissen in Afghanistan im Jahr 2021. Der Rückzug der NATO Truppen zählt zu den blamabelsten Kapiteln der europäischen und US-amerikanischen Geschichte. Nur noch selten kommt zur Sprache, dass das Desaster auf einen der berüchtigten »Deals« des damaligen und heutigen US-Präsidenten Donald Trump zurückgeht. Im Februar 2020 unterzeichneten Vertreter Trumps und der Taliban einen Vertrag, demzufolge sich die US-Truppen und deren Verbündete bis zum 1. Mai 2021 aus Afghanistan zurückziehen würden.

Man hätte mehr als ein Jahr Zeit gehabt, einen geordneten Abzug vorzubereiten. Dennoch kam es im August 2021 am Flughafen von Kabul zu dramatischen Szenen und tödlichen Tragödien.

Die Stärke der Serie sind die Passagen über die Verzweiflung der von Tod und Verhaftung bedrohten afghanischen Ausreisewilligen und die Ohnmacht der hilfswilligen Botschaftsmitarbeiter und Ordnungskräfte, nicht zuletzt angesichts einer zähen, realitätsfernen und auch zynischen Bürokratie in den jeweiligen Heimatländern. Ein Skandal, der noch immer kein Ende gefunden hat. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung finden sich die Zeilen: “Wir werden freiwillige Bundesaufnahmeprogramme so weit wie möglich beenden (zum Beispiel Afghanistan) und keine neuen Programme auflegen.”

Zur Entspannung habe ich dann so nebenbei “The Forsytes” in der ZDF-Mediathek geschaut. Während ich arbeite oder am Basteltisch sitze, geht sowas Leichtes gut. Es ist eine schöne Neuverfilmung des britischen Klassikers. Liebe und Machtkämpfe in der Bankiersfamilie Forsyte im viktorianischen London, die erste Staffel läuft jetzt in der ZDF Mediathek, und endet mit einem Cliffhanger. Aber eine zweite Staffel ist schon in Produktion.

Und dann, ich hatte schon drauf gewartet, erschien bei Netflix endlich die mit vielen Vorschussloorberen ausgezeichnete Verfilmung „The Bombing of Pan Am 103″. Die Serie basiert auf wahren Begebenheiten: Am 21. Dezember 1988 detonierte an Bord des Fluges Pan Am 103 auf dem Weg von Heathrow zum JFK eine Bombe, ich kann mich noch gut an die Nachrichten erinnern. Das Flugzeug stürzte über dem kleinen schottischen Örtchen Lockerbie ab – 270 Menschen kamen ums Leben, darunter 190 Amerikaner und 43 Briten. Es war die schlimmste Terrorattacke auf britischem Boden und der erste große Angriff auf US-Zivilisten.

Die sechsteilige Miniserie beleuchtet die Untersuchung des Absturzes auf beiden Seiten des Atlantiks sowie die verheerenden Folgen für die kleine Stadt und die Familien der Opfer. Von der anfänglichen Spurensuche in Schottland über Ermittlungen in den USA und Malta bis hin zum Prozess im Camp Zeist im Jahr 2000 – und schließlich bis zur jüngsten Anklage Ende 2022 – erzählt die Dramaserie die wahre Geschichte der Zusammenarbeit zwischen der schottischen Polizei und den US-Strafverfolgungsbehörden sowie den Kampf der Hinterbliebenen um Gerechtigkeit. Es tauchen etliche bekannte Schauspieler*innen in der sehr gut gemachten Serie auf. Ich konnte dabei häufig mein “woher kenne ich die / den nochmal …” Spiel spielen. Einzig irritiert hat mich der Ermittler mit der Playmobil Frisur, wenn ihr die Serie schaut werdet ihr sofort wissen, wen ich meine.

Freitagstipps zum Lesen

Den Podcast von Kommunikations-Trainerin Nicole Staudinger hatte ich euch schon öfter empfohlen, heute ist es mal ein Text von ihrem Blog: Meinung vs. Haltung. Man kann daraus viel mitnehmen.

Wie schmecken eigentlich Mispeln? Habt ihr die schon mal probiert? Und wo bekommt man sie überhaupt?

Und das hier wolltet ihr auch immer schon wissen, seid ehrlich : Was verdient eigentlich ein Kampfpilot bei der Bundeswehr? Ich bewundere diese Pilotinnen und Piloten übrigens sehr, ob Bundeswehr, Navy oder NATO.

Freitagstipps zum Hören

In der Sondersendung des Podcasts Machtwechsel wird die Kabinettsumbildung des Kanzlers auseinandergenommen. Dazu gibt es jede Menge Infos aus den Hinterzimmern der Politik und Insiderwissen. Wirklich sehr aufschlussreich, ich wusste bis dato nicht mal, dass es ein extra  Ministerium für Bürokratie-Abbau gibt und da natürlich auch eine neue Ministzerin, das ist doch irgendwie auch absurd.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt.

Habt ein schönes und sonniges Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 881

24. Juli 2026

EDIT: gestern abend war ich beim Schreiben so müde, dass ich versehentlich den Freitagsfüller der letzten Woche gepostet habe, danke an alle, die mich heute darauf hingewiesen haben! Ich habe jetzt den “Fehler” korrigiert.

Es gibt Wochen, in denen alles gleichzeitig passiert. Termine, Verpflichtungen, Nachrichten, To-do-Listen – manchmal scheint die Welt nur noch aus Geschwindigkeit zu bestehen. Oder aus schlechten Nachrichten und Problemen. Gerade in solchen Momenten merke ich immer wieder, was für mich wirklich zählt: meine Familie.

Manchmal braucht es gar kein großes Ereignis, um sich bewusst zu machen, was im Leben wirklich wichtig ist. Es reicht ein gemeinsames Abendessen, ein herzliches Lachen oder ein kurzer Anruf mit den Menschen, die einem am nächsten stehen. Genau solche Momente haben mich in dieser Woche wieder daran erinnert, warum meine Familie für mich das Wertvollste ist.

Früher habe ich oft gedacht, dass besondere Erinnerungen nur bei großen Ereignissen entstehen. Heute weiß ich, dass es genau die kleinen Augenblicke sind, die unser Herz füllen. Ein gemeinsames Frühstück am Wochenende, ein spontanes Gespräch im Garten, gemeinsames Kochen, ein Eis in der Stadt essen (bester FroYo der Welt!)  oder einfach nur zusammen auf dem Sofa sitzen. Diese scheinbar unspektakulären Momente sind es, die das Leben reich machen.

Freitagstipps FroYo

Je älter ich werde, desto mehr wird mir bewusst, dass Zeit unser kostbarstes Gut ist. Wir können vieles nachholen, manches neu kaufen oder ersetzen. Aber gemeinsame Zeit lässt sich nicht speichern und auch nicht zurückholen. Vielleicht versuche ich deshalb immer öfter, den Moment bewusst wahrzunehmen und einfach da zu sein. Ich glaube, wir vergessen im Alltag viel zu oft, wie selbstverständlich wir die Menschen nehmen, die uns am nächsten stehen. Erst wenn uns bewusst wird, dass nichts im Leben garantiert ist, erkennen wir, wie kostbar jeder gemeinsame Tag eigentlich ist.

Ich wünsche mir, dass wir alle hin und wieder einen Moment innehalten. Dass wir den Menschen, die uns wichtig sind, unsere Zeit schenken und ihnen zeigen, wie viel sie uns bedeuten. Denn am Ende sind es genau diese Beziehungen, die bleiben. Sie tragen uns durch gute Zeiten und durch schwierige Tage.

Meine Familie ist für mich kein Selbstverständnis. Sie ist ein Geschenk. Und genau dafür bin ich von Herzen dankbar. Das gilt in gewissem Maße natürlich auch für gute Freunde.

Was ist für euch der Ort oder die Menschen, bei denen ihr euch wirklich zuhause fühlt? Vielleicht nehmt ihr euch in dieser Woche bewusst Zeit für genau diese Menschen. Ich bin sicher, sie werden sich darüber genauso freuen wie ihr selbst.

Wir haben eine spektakuläre Drohnenshow in Düsseldorf gesehen und zwei Tage unser heißgeliebtes Colaschwein gegessen. Und zuviel von diesen leider sehr geilen Datteln gesnackt.

Freitagstipps Drohnenshow Düsseldorf

Freitagstipps Colaschwein

Freitagstipps Datteln

Und noch eine Erkenntnis der letzten Zeit: Wir reden oft über Nachhaltigkeit – bei Kleidung, Ernährung oder Konsum. Vielleicht sollten wir auch lernen, nachhaltiger mit unseren Worten umzugehen. Nicht jede Beobachtung muss ausgesprochen werden. Und nicht jede Meinung macht das Leben eines anderen besser.

Und sonst so?

Der Mann, der gesagt hat, Menschen mit psychischen Erkrankungen (inkl. Trauma, Depressionen, Angsstörungen) sollen in einem Register erfasst werden, wird jetzt angeblich Gesundheitsminister?

Ein Gesundheitsminister ohne erkennbare gesundheitspolitische Erfahrung, aber mit viel Lust auf Kürzungen, „Eigenverantwortung” und wirtschaftliche Effizienz. Carsten Linnemann beweist damit einmal mehr: In Deutschland braucht man für fast jeden Beruf eine Qualifikation. Nur um über die Gesundheit von mehr als 80 Millionen Menschen zu entscheiden, offenbar nicht.

Wir halten weiterhin fest: Jens Spahn ist weiterhin MdB, erhält weiterhin Diäten, erhält weiterhin Pensionen und ist weiterhin in diversen Ausschüssen, jettet mehrfach in die USA zum erzrechtsradikalen faschistoiden Peter Thiel, der ebenfalls zwei Kinder über Leihmutterschaft hat.

Hendrik Streeck, der Typ der das Gesundheitswesen radikal sozialdarwinistisch ökonomisieren will ist seit April Vater eines Kindes, das aus USA/Idaho stammt, was er nicht kommentieren möchte. Zweierlei Maß im Orkus der CDU. Schlimmer geht alsi immer bei unserer aktuellen Regierung.

Politiker in den USA haben gerade einen Billionen schweren zusätzlichen Etat für das Pentagon (Verteidigungsministerium)  bewilligt. Wie war noch das Wahlversprechen ? Alle Kriege stoppen und kleine neuen Kriege starten? My ass.

Good News!

Frankreich führt Altersgrenze für Social Media ein Frankreich führt als erstes EU-Land eine Altersgrenze für soziale Netzwerke ein. Kinder unter 15 Jahren sollen künftig besser vor den Risiken sozialer Medien geschützt werden. Plattformen müssen dafür wirksame Alterskontrollen einführen. Ich finde das sehr gut, bezweifle leider jedoch, ob es sich in der Praxis umsetzen lässt.

Erfolg im Kampf gegen Cyberkriminalität Ermittler*innen aus Deutschland und den USA haben einen der weltweit größten Phishing-Dienste zerschlagen. Mehr als 200 Server wurden abgeschaltet. Damit sollen Hunderttausende Menschen besser vor Datendiebstahl und Online-Betrug geschützt werden. Ich wurde selbst im vergangen Jahr Opfer eines Betruges und finde es ungeheuer wichtig, dass aufgeklärt, ermittelt und dagegen vorgegangen wird.

Paris kühlt sich unterirdisch Unter den Straßen von Paris kühlt ein 120 Kilometer langes Fernkältenetz bereits rund 900 Gebäude – darunter Krankenhäuser, Museen und den Louvre. Das System verbraucht weniger Strom als klassische Klimaanlagen und soll in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut werden.

 

Freitagstipps

 

1.  Ich möchte  ____________ .

2.    _______ plötzlich.

3.   Wenn mein Leben eine Fernsehserie wäre, hätte sie den Titel  _________  .

4.     _______ unfassbar.

5.    Die Rumpelecke/schublade in meinem Haus_________.

6.     ________ da muss ich durch.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Meine Tochter ist zurzeit wieder hooked on Game of Thrones. Also musste ich zwangsläufig einige Folgen mitschauen, als sie ein paar Tage hier bei mir war. Ich habe mich bemüht, in diese unfassbar komplexe Geschichte (meine Tochter ist gerade in Staffel drei unterwegs) einzusteigen. Aber bisher ist es mir trotz ausführlichen Erklärungen meiner Tochter zu den Figuren nicht gelungen. Vielleicht muss ich es einfach mal von Anfang an schauen. Oder auch nicht.

Gestern ging die dritte Staffel der Netflix-Serie “Kaulitz & Kaulitz” mit acht Folgen über die Zwillingsbrüder Bill und Tom online. Drei Folgen habe ich mir gestern abend schon angesehen.

Natürlich besteht „Kaulitz & Kaulitz” auch diesmal streckenweise wieder aus Kaulitz vs. Kaulitz. Aber jeder Bruderzwist ist nur von kurzer Dauer und wird dann wieder auf einer Reise in ein pittoreskes Irgendwo gelöst. Von einer dramaturgischen Struktur zu sprechen, wäre folglich falsch. Aber das ist ja auch nicht die Idee. Der Erfolg des Formats dürfte vor allem darin bestehen, dass die Serie für ein paar Folgen recht effektiv dabei hilft zu verdrängen, dass die Gegenwart sich zu einem mäßig angenehmen Aufenthaltsort entwickelt hat.

Und ich war mit meinem Sohn im Kino. Der neue Christopher Nolan Film “Odyssee” hat uns durch seine dichte Atmosphäre und die spannende Inszenierung der berühmten Reise des Odysseus sehr gut unterhalten. Besonders die schauspielerischen Leistungen wirken sehr glaubwürdig und emotional. Die Lautstärke ist allerdings teilweise extrem. Ich habe mir bei einigen Szenen, die besonders viel Gemetzel zeigten, die Augen zugehalten, und manchmal auch die Ohren. Trotzdem hat der Film uns bis zum epischen Finale gefesselt.

Freitagstipps zum Lesen

„Porsche und Rolex sind weg“: Jetzt soll es Steuersündern an den Kragen gehen.Beim Zoll soll ein neues „Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität“ entstehen. Damit will die Bundesregierung Steuerbetrug bekämpfen. Das wurde auch Zeit!

Habt ihr das schon mal gehört? Die Kinder sowjetischer Soldaten, die ihren Vater meistens nicht kennen und bei ihrer deutschen Mutter aufgewachsen sind, nennen sich “Distelblüten”. Ihr Schicksal ist inzwischen ein globales geworden. Meine Güte, was für eine Geschichte!

Freitagstipps zum Hören

Ich habe tatsächlich nur einen einzigen Podcast gehört, und der war ziemlich interessant. Im Netz ist was los, Hate und einfach jeden persönlichen Frust in irgendwelchen Kommentaren abladen nimmt leider immer weiter zu. Hate gehört für viele Creator inzwischen zum Alltag, aber man kann und sollte sich dagegen wehren. Alina Friedrichs spricht im neuen “What the social” Podcast sehr offen über Bodyshaming, Kinderbilder im Netz und ihren Umgang mit Hass im Netz, der auch schon mal vor Gericht enden kann.

Uups, Korrektur, ich sollte öfter in mein Archiv schauen. Beim abendlichen Wässern im Garten höre ich neuerdings auch Podcast, so ist es nicht so langweilig und die Pflanzen und Bäume danken es mir und leben noch. Ich habe auch noch eine neue Folge aus der Plothouse True Story Serie,  “Der Mütter Marathon” gehört. Was für eine bizarre Geschichte! Und bekloppte Männer gab es immer schon. Überhaupt sind die Plothouse Podcasts immer wieder spannend, Geschichten über das Leben, den Tod und alles dazwischen. Mal tragisch, mal komisch, mal laut, mal leise. Eines haben all diese Geschichten aber gemeinsam: Sie sind wirklich passiert!

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 880

17. Juli 2026

Eine Frage: kann es sein, dass es unsichtbare und geräuschlose Mücken gibt? So mutierte vielleicht, mit Tarnkappe? Ich habe immer neue Stiche, und sehe und höre die Viecher nicht. Weder draußen noch im Haus. Es bleibt ein Rätsel. Und nervt. Und warum stechen die mich an Stellen, wo ich alleine mit meinem Bite Away* kaum ohne große Verrenkungen drankomme? Ohne diesen Hitzestift (absoluter Game Changer!) und anschließende Cortison Salbe schwellen die Dinger bei mir oft zu unförmigen Beulen. Entweder reagiere ich inzwischen allergisch oder die Viecher haben irgendwelche Chemie im Rüssel. Früher war das nicht so schlimm. Klimawandel? Natürlich ist das kein echtes Problem, aber es nervt trotzdem.

Während ich das hier gerade im Bett liegend die Freitagstipps in mein MacBook tippe, surrt wieder mein kleiner Freund der Mini-Ventilator* neben mir. Auch so ein Game Changer bei dieser Hitze. Fast geräuschlos begleitet mich die frische Brise auch in der Küche oder an der Gartenliege oder am Basteltisch. Meine Töchter haben ihn mir bestellt und das war die beste Idee ever.

Freitagstipps Regen

Gestern morgen hat es ungefähr 5 Minuten lang geregnet. Einfach so. Ich konnte dieses ungewohnte Geräusch erst gar nicht einordnen und bin tatsächlich raus, um es unter dem Sonnenschirm zu genießen und diese besondere Luft einzuatmen.

Meine Woche ist ansonsten so dahin geplätschert. Im Büro haben wir mal wieder festgestellt, wie abhängig wir inzwischen von der IT sind. Nachdem mein Arbeitgeber vor drei Wochen Opfer eines Hacker Angriffs geworden ist, läuft immer noch nicht alles wieder. Eine Spezialfirma für Cyber-Sicherheit hat erstmal die dringendsten Sicherheitslücken geschlossen, aber das war das kleinste Problem. In dieser Woche mussten zusätzlich alle Rechner in unsere Landesgeschäftsstelle gebracht und von unserer IT Abteilung komplett neu aufgesetzt werden. Ich arbeite bei einem Wohlfahrtsverband bei dem die finanziellen Mittel sind sowieso immer knapp sind, und die durch solche Angriffe verursachte zusätzliche Kostenbelastung ist einfach schlimm.

Was treibt Hacker an, in fremde Systeme einzudringen, Daten zu stehlen oder sogar ganze Netzwerke lahmzulegen?  Cyberkriminalität ist eine ernste und wachsende Bedrohung für Unternehmen und Privatpersonen. Und gehört leider inzwischen zu unserem Alltag.

Auf jeden Fall sind die Büros jetzt schön sortiert und aufgeräumt, wenn man sich ohne Technik irgendwie die Zeit vertreiben muss.

Freitagstipps Sauerteig

Freitagstipps Frühstück

Ich habe an einem etwas kühleren Tag endlich wieder Brot gebacken und am Sonntag mit meinem Sohn auf meiner frisch gesaugten Terrasse gefrühstückt. Kleine Freuden, kleine Momente der Dankbarkeit in dieser Welt, die gefühlt brennt.

Ja, tatsächlich habe ich mir endlich günstig bei Kleinanzeigen einen Laubsauger gekauft, seit Jahren liebäugel ich damit. Durch die aktuelle Trockenheit sind jeden Tag mehr Blätter und sonstwas auf meiner Terrasse, der Besen reicht nicht mehr. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es so befriedigend sein kann, unter der Hecke zu saugen. Und die immer noch vom Tannenbaum festsitzenden Nadeln zwischen den Pflastersteinen endlich verschwinden zu sehen. Herrlich, so eine frisch gesaugte Terrasse.

Ich habe viel in meinem Art Journal gespielt, Workshops geplant und habe meinen regelmäßigen Laufrhythmus wieder gefunden. Gibt es was schöneres aus Sommerabende am Wasser?

Freitagstipps Unterbacher See

Morgen kommt meine Tochter aus Berlin für ein paar Tage. Eigentlich wollte ich zu ihr fahren, aber sie meinte: “Mama, bei dir im Garten ist es viel schöner als in der heißen Stadt, ich komme lieber zu dir”. Auch gut. Der Förstersohn kommt Anfang der Woche auch vorbei. Colaschwein und selbstgemachte Limonade wurden gewünscht. Und was die Kids sich wünschen …

Der Blick auf ein gutes Leben verändert sich irgendwann. Plötzlich ist ein klarer Kopf wertvoller als eine durchgemachte Nacht oder ein volles Wochenende.

Bewegung wird zur Therapie. Natur wird zum Reset. Gesundheit wird nicht mehr als selbstverständlich gesehen, sondern als das größte Geschenk überhaupt.

Vielleicht werden wir nicht langweiliger. Vielleicht werden wir nur ehrlicher darin, was uns wirklich guttut.

Und sonst so?

Die Nachrichten machen mich wütend. Und zunehmend müde.

Jens Spahn findet Leihmutterschaft schlimm – sobald nicht er selbst, sondern andere diese Dienstleistung in Anspruch nehmen. Aber das ist nicht mal das Krasseste an dieser Geschichte. Viel krasser ist die Selbstverständlichkeit, mit der Jens Spahn zur Schau stellt, dass die Regeln, die er mitgestaltet, für ihn nicht gelten. Was lässt man Spahn noch alles durchgehen? Der trumpt sich durch sein Amt und fühlt sich offenbar immer unantastbarer.

Interessant sind auch die Parallelen bei der Realitätsverweigerung zwischen Trump und Merz. Bei Trump kann man das inzwischen einer vermuteten Demenz zuordnen, bei Merz ist das sicherlich keine Demenz, also muss es Kalkül sein. Der zieht das jetzt die eine Amtszeit durch, weil das (und nur das!) auf seiner persönlichen Agenda stand. Alles andere ist für ihn unbedeutend, es geht ihm nicht ums Land, schon gar nicht um Zustimmungswerte oder die Bürger und auch nicht um das, was nach ihm geschieht.

Und diese jüngsten “Reformen” die größte moralische Bankrotterklärung unserer Politik: Wenn Spitzenpolitiker mit fast 40.000 € Monats-Einkommen darüber philosophieren, ob 25 € mehr für arme Kinder „unverhältnismäßig” sind. Wer in solchen Dimensionen lebt, hat jeden Bezug zur Realität an der Basis verloren. Fur die einen ist es das Wechselgeld beim Mittagessen, für eine alleinerziehende Mutter entscheidet es über neue Winterschuhe fürs Kind. Wer bei den Schwächsten spart, spart an unserer Zukunft.

Ich finde das Argument „Die AfD muss erstmal an die Macht kommen. Bisher haben sie ja noch nie regiert, so kann sie sich mal beweisen” auch immer wieder sehr fragwürdig in Anbetracht der Tatsache, dass wir gerade einen Kanzler und mehrere Minister haben, die vorher auch noch nie regiert haben und uns täglich beweisen, dass es Gründe gibt, warum sie noch nie etwas regiert haben.

Uns geht’s kacke, die Nachrichten sind zu viel, die aktuelle Politik macht Angst. Aber bitte macht nicht den Fehler, euch nur in euch selbst zurückzuziehen, um eure mentale Gesundheit zu schützen und einfach alles von außen zu kappen. Wir müssen es für die kommenden Jahre schaffen, eine Balance aus Rückzug und Konfrontation mit dem Geschehen zu finden, denn ansonsten lassen wir genau die im Stich, die unsere Solidarität am meisten brauchen. Und uns auch.

Thema Sport:

Ich habe mich ehrlich gefreut, dass Jannik Sinner das diesjährigen Grand Slam Turnier in Wimbledon gewonnen hat. Alexander Zverev ist für mich kein deutscher Held. Zwei Ex-Partnerinnen haben ihm vor Jahren körperliche Übergriffe vorgeworfen, der Tennisprofi wurde nie verurteilt, da ein Verfahren mit einem Vergleich endete und das zweite eingestellt wurde. . Als ein Reporter ihn auf das Thema ansprach, hat der 29-Jährige das Interview abgebrochen. Es bleibt etwas ungutes hängen.

Und die Fußball WM habe ich ja weitestgehend ignoriert, aber Spanien muss am Sonntag gewinnen. Nicht weil England gegen Argentinien verloren hat, sondern weil es eine Freude sein wird, Trump dabei zuzusehen, wie er die Trophäen an ein Land verleiht, das den Mut hatte, sich gegen ihn auf der Weltbühne zu stellen.

Good News!

Kindergeld ohne Antrag. Familien sollen Kindergeld künftig automatisch erhalten, ohne einen Antrag bei der Familienkasse stellen zu müssen. Die Umstellung beginnt schrittweise ab März 2027. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen und die Leistung schneller und einfacher auszuzahlen. Dadurch sollen jährlich rund 300.000 Erstanträge entfallen.

Auch, wenn es gerade nicht so präsent in den Medien ist: Deutschland erlebt einen Start-up-Boom. Im ersten Halbjahr 2026 entstanden so viele junge Unternehmen wie nie zuvor. Besonders Künstliche Intelligenz treibt die Gründungen voran. Berlin bleibt Spitzenreiter, während Hamburg das stärkste Wachstum verzeichnet und München überholt.

In Heidelberg und Worms lotst eine neue Open-Source-App Menschen über möglichst schattige Wege durch die Stadt. Sie berechnet anhand von Wetter-, Sonnen- und Geländedaten Routen mit möglichst wenig Hitzestress und kann Kommunen zeigen, wo Bäume und andere Schattenspender fehlen.

 

Freitagstipps

 

1.  Gestern war es hier  _______ Grad.

2.  Zur Abkühlung __________ .

3.  Wenn so warm ist  _____________ .

4.  Mein Schlafplatz ___________ .

5.  Der beste Durstlöscher __________ .

6.   _________ mein Lieblingssnack___________  .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich schaue gerade auf Disney + die fünfte Staffel von “The Bear”, nachdem ich die vierte Staffel zur Einstimmung nochmal geschaut hatte. Eine der besten Serien der letzten Jahre. Mit einem phantastischen Soundtrack und extrem intensiven Bildern und Schauspielern.

Seit fünf Staffeln versucht Carmy gemeinsam mit Familie und Freund*innen aus dem ehemaligen Sandwich-Laden seines verstorbenen Bruders ein erfolgreiches Fine-Dining-Restaurant zu machen. Und obwohl das Team über die Jahre einige Erfolge vorzuweisen weiß, befindet es sich in einem ständigen Überlebenskampf.

Dass es dabei ständig an seine Grenzen kommt, liegt daran, dass es aus einem Haufen kaputter Leute besteht. Sie haben Traumata, durchlaufen existenzielle Krisen, kämpfen mit Liebeskummer und verstecken ihre Emotionen hinter Schreianfällen. Oder um es mit den Worten der Köchin Jessica  zu sagen:„Alle, die hier arbeiten, haben eine Persönlichkeitsstörung.”

Doch gerade diese komplexen Figuren, diese Antiheld*innen und ihre noch komplexeren Beziehungen zueinander zeichnen die Serie aus. Sie sind es, die einen am Bildschirm halten, denn die Geschichte besteht letztlich aus Wiederholungen.

Wann immer sie im Restaurant einen Erfolg vorzuweisen haben, bahnt sich der nächste Rückschlag an. An Geld fehlt es eigentlich immer und das ist nur das Grundrauschen, auf dem sich ein Problem nach dem anderen aufbaut. Doch diese Redundanzen tun der Serie, die mit zahlreichen Golden Globes und Emmys ausgezeichnet wurde, keinen Abbruch. Denn neben dem herausragenden Cast brilliert sie durch Erzähltechniken und Bilder.

Absolute Empfehlung!

Und dann habe ich noch “Ride or Die” auf Prime so nebenbei gesehen. Man stelle sich vor, die beste Freundin und Vertraute ist eine Auftragsmörderin – und man wusste, vielleicht ja zum Glück, bislang davon nichts.

Denn dass diese Wahrheit herauskommt, bedeutet: Ein Auftrag der Killerin ist schiefgelaufen und sie muss fliehen. Dummerweise muss die Freundin mit, denn auch sie bekommt Probleme mit diesen Kriminellen. Die Action-Komödie bietet die vom Genre erwartbaren Stunts, Situationskomik und “Ted Lasso” Star Hannah Waddingham darf obendrein einen sonst männertypischen Bond-Moment haben – also verführen und sich hinterher cool mit einem Sprung vom Balkon auf und davon machen. Freundin Debbie ist ebenso gut besetzt durch Oscar- und Golden-Globe-Preisträgerin Octavia Spencer („The Help”).

Die beiden Hauptdarstellerinnen harmonieren miteinander, was „Ride or Die” zu einer guten, kurzweiligen, aber insgesamt wenig anspruchsvollen Reihe zum Binge-Watching macht, einem Serienmarathon, wenn man mal vom Alltag abschalten und sich berieseln lassen möchte.

Durch den Tipp einer Freundin bin ich endlich auch mal wieder bei arte tv gelandet.

Von der Weltmetropole in die Diktatur, kaum eine andere Stadt war 1933 so modern wie Berlin. Ein Jahr später ist nichts mehr davon übrig. Wo vorher Künstler*innen und Musiker*innen die Szene prägten, begann mit der Wahl Adolf Hitlers im Januar 1933 die systematische Zerstörung von Vielfalt und Freiheit. Zeitzeug*innen haben die Machtübernahme der NSDAP in Berlin in Texten, Fotos und Filmen festgehalten. Der 180-minütige, zweiteilige Film “Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt”  ist wie ein Tagebuch aufgebaut. Bedrohlich nähert man sich den berühmten-berüchtigten Daten dieses Jahres: der Machtübertragung am 30. Januar, dem Reichstagsbrand am 27. Februar, dem Ermächtigungsgesetz am 24. März. Auf diese Weise wird noch einmal deutlich, wie rasend schnell sich die Diktatur etablierte. Eine brilliant gemachte Dokumentation, die durch exzellentes Bildmaterial und Tondokumente eine ungewöhnliche erzählerische Dichte bekommt. Es entsteht damit eine beklemmende Warnung an uns alle, wie schnell demokratische Rechte in kleinen Schritten abgeschafft werden können.

Freitagstipps zum Lesen

Eine neue Dokumentation über Frauen um deutschen Unterhaltungsfernsehen sorgt für Aufsehen. Esther Schweins erinnert sich an unangenehme Szene mit Thomas Gottschalk. Männer. Immer schon und immer wieder.

Welche Altstadt in Europa ist die schönste? Eine neue Rangliste des Reiseanbieters Tourlane liefert überraschende Antworten. Und auf die Nummer 1 wäre ich wirklich nicht gekommen.

Freitagstipps zum Hören

Mein letztes Hörbuch “Blaues Wunder”* von Anne Freytag war ein Mix aus Beziehungsdrama, Krimi und feministischer Kampfansage. Eine schonungslose Analyse ökonomischer Abhängigkeiten und patriarchaler Strukturen und es zeigt, wie schwer es ist, sich aus diesen Abhängigkeiten zu befreien. Ich habe es fast in einem Rutsch durchgehört und das Ende … hui! Ein ideales Urlaubsbuch.

Das neues Audible Guthaben war noch nicht da und mehr zufällig entdeckte ich, dass es ja im Spotify Abo auch Hörbücher gibt. Also habe ich “Häftling” von Freya McFadden angefangen und bin fast durch. Die Autorin schafft es perfekt, ständig Zweifel zu säen und den Leser in bestimmte Richtungen zu lenken. Ich hatte während des Hörens so viele Theorien und irgendwann war jeder verdächtig. Genau macht das Buch für mich spannend, weil man ständig denkt, man hätte endlich alles verstanden und kurz darauf wird wieder alles auf den Kopf gestellt. Bis jetzt fühle ich mich gut unterhalten, wenn auch nicht zu anspruchsvoll.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Genießt euer Wochenende, der Sommer ist offiziell schon halb voebei!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 879

10. Juli 2026

Und da bin ich wieder, mit meinen Freitagstipps, meinem gemischten Gedankensalat und dem Freitagsfüller. Und es fühlt sich gut an. In den letzten beiden Wochen fehlte mir einfach der Drive, die Motivation, und in meinem Kopf und Leben war zuviel los. So ist es einfach manchmal .

Ich danke euch in jedem Fall für die teils besorgten Nachfragen, es hat mir gut getan zu merken, dass der eine oder andere doch Freitags etwas vermisst hat.

Also versuche ich jetzt einfach mal wieder in den Flow zu kommen, denn zugegebenermaßen hat mir mein freitäglicher Beitrag oder der Blog insgesamt auch gefehlt.

Wie schön ist bitte Regensburg? Überhaupt ist mir bei meinem Besuch beim Förstersohn mal wieder aufgefallen, dass Bayern landschaftlich wirklich so schön ist. Und aufgeräumt irgendwie, zumindest wenn ich es mit meiner Heimat NRW vergleiche. Nicht falsch verstehen, hier gibt es auch schöne Ecken. Aber Bayern ist mit Zwiebeltürmchen und roten Geranien einfach so idyllisch schön zum Anschauen. Und die Brauhäuser und Biergärten! Ich bin so gerne dort und immer wieder erstaunt, wie groß Bayern ist. Und wie wunderschön und vielseitig die Natur und die Kultur ist, die ich durch meinen Sohn dort immer wieder neu kennenlerne.

Freitagstipps Befreiungshalle Kelheim

Nachdem ich bei meinem letzten Besuch in Regensburg schon die Walhalla bestaunt hatte, besuchten wir dieses mal einen weiteren politischen Monumentalbau des 19. Jahrhunderts, die Befreiungshalle in Kelheim. König Ludwig I. (der auch verantwortlich für die Walhalla ist) ließ die Gedenkstätte für die siegreichen Schlachten gegen Napoleon in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815 und als Mahnmal für die Einheit Deutschlands errichten. Der gigantische Bau liegt am Eingang des Naturschutzgebietes Weltenburger Enge und bietet, wenn man wie wir die 150 Stufen bis fast unters Dach hochgekraxelt ist,  den schönsten Ausblick auf die Stadt sowie das Donau- und Altmühltal.

Freitagstipps Befreiungshalle Kelheim

Nach einem spontanen Besuch in der Notaufnahme der Uni-Klinik Regensburg (ich hatte zum ersten Mal im Leben einen gutartigen Lagerungsschwindel, sehr unangenehm) revidierte ich alle Horrorvisionen, die man landläufig von Notaufnahmen am Samstagabend hat. Die Uni-Klinik liegt landschaftlich sehr schön oben auf einem Berg, ich kam sofort dran, die Ärzte waren super nett und haben sich Zeit genommen. Nach einer Stunde ging es mir schon viel besser und wir konnten den Rest des Abends im Biergarten verbringen.

Es war der Beginn der Hitzewelle und als ich wieder zuhause war, vegetierte ich einige Tage möglichst bewegungslos zwischen Gartenliege in den morgendlichen Schattenstunden und Sofa hin und her. Und war damit beschäftigt, jede Nacht in der Hoffnung auf minimale Luftzüge alle Fenster aufzureißen und früh morgens wieder alles zuzumachen. Und ich kuschelte tatsächlich mit Kühl-Akkus im Bett. Ich liebe den Sommer und mag es auch warm, aber das war grenzwertig.

Freitagstipps Zitronenlimo selbermachen

Hier kommt noch eine Empfehlung für die nächsten heißen Tage. Selbstgemachte Zitronenlimo. Die zischt und ist sowas von lecker!

Rezept:
4 große Bio-Zitronen
250 g Zucker
500 ml Wasser

Drei Zitronen heiß abwaschen und mit einem Sparschäler die Schale dünn abschneiden
Die Schalen mit Zucker und Wasser 5 Minuten sprudelnd kochen
Abkühlen lassen,  mit dem Saft aller Zitronen mischen und in eine Flasche füllen
Im Kühlschrank aufbewahren. Ich mische den Sirup dann jeweils ca. 1:3 mit Mineralwasser und Eiswürfeln

Als die Hitze im Laufe der Woche etwas abklang, traf ich mich noch mit meinen Mallorca Mädels (so nenne ich sie immer noch) in Köln. Es war der letzte Tag, an dem man im Kölner Dom noch keinen Eintritt zahlen musste, das wollten wir ausnutzen. Leider waren wir etwas zu spät, es war schon für ein Orgelkonzert geschlossen. Wir haben im Funkhaus sehr gut gegessen und ununterbrochen geredet. Wie das so ist, wenn man sich nicht so häufig sieht.

Freitagstipps Funkhaus Köln

Und wir haben festgestellt, dass Köln zwar schon irgendwie schön, aber auch sehr von Touristen überlaufen und dreckig ist. Beim nächsten Mal treffen wir uns wieder in Düsseldorf, haha.

Freitagstipps Köln

An diesem Wochenende kommt mein Doktorsohn kurz zu einer Stippvisite vorbei und diverse Urlaubspläne sind auch konkret geworden. Life is good.

Und sonst so?

Mir hat die Hitzewelle vor zwei Wochen nicht nur körperlich zu schaffen gemacht, sondern ich war auch entsetzt, welche Diskussionen dadurch ausgelöst wurden. Ich glaube, was ich so merkwürdig finde, ist die Weigerung, Deutschland als ein heißes Land anzuerkennen. Während Länder wie Italien, Frankreich oder Spanien ein Selbstverständnis davon haben, dass Hitze ein Problem ist, mit dem man umgehen muss, wird es in Deutschland ignoriert.

Die politische Ebene von Hitzewellen wurde dabei eindeutig: Sie trifft nur diejenigen, die sich nicht mit Privatchauffeuren von einem klimatisierten Ort zum nächsten fahren lassen können, sondern die stickige S-Bahn nutzen müssen.

Sie trifft und tötet die Armen, die Kranken, die Behinderten, Kinder und Schwangere. Diejenigen, die sich kein Eigenheim mit Klimatisierung leisten können, die ohne Auto und die in der günstigen Dachgeschosswohnung. Und was ist der Reflex von vielen wieder einmal? Nach unten treten.

Da stellt sich der Umweltminister vor die Kamera und sagt allen ernstes, dass die Regierung nicht zuständig sei, Schulen, Pflegeheime und Krankenhäuser mit Klimaanlagen zu versorgen. Das sei Aufgabe der Kommunen und Länder! Dann noch: Opferframing vom feinsten: An die Eigenverantwortung zu appellieren und sagen, die Leute sollen einfach mehr trinken.

Was passiert eigentlich, wenn Karl Lauterbach vor Hitze warnt? Ich bin tief in die Abgründe der Kommentare unter einem seiner Beiträge angeschaut. Es ging um eine ziemlich einfache Botschaft: Extreme Hitze kann tödlich sein, besonders für Alte, Kranke, Babys und Menschen, die sich kaum schützen können. Der Auslöser war dabei nicht mal eine steile These.

Lauterbach hatte schlicht eine Wettervorhersage geteilt – eine Karte mit den prognostizierten Höchstwerten für die entsprechende Woche (Frankreich bis 45°C, Berlin um die 38°C) – und dazu geschrieben, er finde es bestürzend, dass sich manche darüber lustig machen. Eine Temperaturprognose. Mehr nicht. Und trotzdem explodiert die Kommentarspalte.

Was darunter passiert, ist ein Lehrstück darüber, wie soziale Medien heute funktionieren. Das eigentliche Thema verschwindet sofort. Es geht um Hitze, gestritten wird über Masken, Impfung und Corona. Einer der größten Diskussionsstränge dreht sich darum, ob es 2020 eine Maskenpflicht im Freien gab. Mit der Hitzewarnung hat das ungefähr so viel zu tun wie ein Aluhut mit Arbeitsschutz. Aus Widerspruch wird Verachtung. „Sind Sie auf den Kopf gefallen?” „Halts Maul.” „Du Pfeife.” „Bist du blöde?” „Selten dämlich.” „Sie scheinen an Alzheimer erkrankt zu sein.” „Jede Gehirnzelle weggeboostert.” „Dir scheint die Hitze das Hirn verschmort zu haben.”

Es wird persönlich. Und entmenschlichend. Dazu NS-Vergleiche. In beide Richtungen. Weil offenbar kein Kommentarstrang mehr ohne 1933 auskommt. Und am Ende kippt es ins Bedrohliche: „Es wird Zeit, dass man gegen diese Subjekte vorgeht.” Ein Satz, den andere Nutzer selbst als möglichen Aufruf zu einer Straftat einordneten.

Über all dem: tausende Lach-Smileys unter einem Beitrag, der von sterbenden Menschen handelt. Das Bittere daran: Diese Härte kommt nicht nur aus einer Richtung. Beide Lager beschimpfen sich auf demselben Niveau. Niemand überzeugt niemanden. Es geht nicht mehr ums Argument. Es geht ums Draufhauen. Und genau das belohnen soziale Medien.

Ein sachlicher Hinweis bekommt drei Likes. Eine fiese Beleidigung bekommt dreißig Antworten und wird nach oben gespült. Empörung ist die Währung, und wir alle zahlen mit. Man muss Karl Lauterbach nicht mögen. Man muss seinen Beitrag nicht teilen. Aber man kann sich fragen, ob das noch ein Gespräch über den Beitrag ist, oder schon betreutes Ausrasten mit Like-Funktion.

Tja… und wir erleben es gerade auf kommunaler, Landes- und Bundesebene was es bedeutet, ideologische Politik zu machen.

Und nein, es sind nicht die verteufelten Grünen, die das maßgeblich prägen. Es sind CDU und CSU, die an der Realität völlig unökologisch und unökonomisch (und in Zügen durchaus undemokratisch) vorbei regieren, nur im Sinn ihrer Ideologie.

Gut zu beobachten auch in Großbritannien im Zusammenhang mit dem Rücktritt des Premierministers in der vergangenen Woche. Auf dem Papier und in der Realität hat sich alles unter Sir Keir Starmer, der vor knapp zwei Jahren mit großer Mehrheit gewählt wurde,  verbessert. Aber die Realität, dass viele Menschen in sozialen Medien leben, ist eine Plattform, die stark von weit verbreiteten, unmoderierten, gefälschten rechtsradikalen Nachrichten und Medien bestimmt wird, die von Faschisten und Milliardären geschaffen, kuratiert und in einigen Fällen in deren Besitz genommen wurden.

Kleine Erinnerung, dass Robert Habecks schlechtester Beliebtheitswert bei 33% lag und Katharina Reiche nach etwas über einem Jahr bei 15% liegt. Wer ist hier der/die schlechteste Wirtschaftsminister*in aller Zeiten?

Good News!

In Deutschland will eine kostenlose App gegen Einsamkeit Menschen über ihre Streaming-Vorlieben miteinander verbinden. Vor diesem Hintergrund ist mit “KinoLemon” eine gemeinnützige Plattform gestartet, die Menschen über gemeinsame Interessen zusammenbringen möchte. Statt auf Fotos oder endloses Scrollen setzt das Angebot auf den individuellen YouTube-Geschmack: User:innen geben an, welche Kanäle sie regelmäßig verfolgen, und können anschließend Menschen aus ihrer Stadt entdecken, mit denen sie diese Interessen teilen.

Ich bin anscheinend wie Honig für Mücken und häufig zerstochen, mein Bite Away* ist mein bester Freund, ich könnte nicht ohne das Ding und habe immer einen in der Handtasche und einen auf meinem Nachttisch.. Forschende haben jetzt ein natürliches und günstiges Mittel gegen Mücken entdeckt. Es enthält Katzenminze und wirkt laut Tests in Uganda ähnlich gut wie chemische Mückenschutzmittel. Minze als Mückenmittel.

Das wird wieder einige gegen Regulierungen durch die EU aufbringen, aberes scheint mir plausibel und notwendig: EU will Mikroplastikfilter in Waschmaschinen vorschreiben: wie sie funktionieren

 

Freitagstipps

 

1.  Wenn ich richtig schwitze __________ .

2.    ________ zu schön .

3.   Ich könnte eigentlich mal wieder _________ .

4.    _________ untergehen.

5.    Im Keller  ________  .

6.    ________ gemeinsam erleben .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Hier ist ein wirklich guter Filmtipp, ich hatte ihn im Winter im Kino verpasst, und er läuft jetzt auf Prime. Der Film “The Change” erzählt auf familiärer Ebene davon, was passiert, wenn autoritäres Denken in der Mitte der Gesellschaft ankommt. Eine beunruhigende Mischung aus Politik und Familiendynamik – und leider brandaktuell. Läuft auf Amazon Prime.

Was ich noch gesehen habe: die Mini-Serie “Nur für dein Leben”. Leichte Unterhaltung, spannend, typisch Harlan Coben, ein Plot Twist nach dem nächsten und es ist nichts, wie es scheint. Läuft auf Netflix.

Und richtig schön fand ich auf Netflix den Film Voicemails for Isabelle. Erinnert etwas an den legändären Film Emails für dich mit Tom Hanks und Meg Ryan.

Die Fußball WM geht mir ja dieses Mal am A**** vorbei, aber dass die USA, trotz der plumpen Mauschelei von Trump, raus sind, und die Norweger und Belgier Publikumslieblinge sind habe ich zumindest mitbekommen.  Aber Wimbledon schaue ich, die Finals sind ja jetzt am Wochenende. Passend dazu habe ich mir die brandneue Doku “Chris & Martina: The final set” auf Netflix angeschaut.

Fast zwei Jahrzehnte lang prägten Martina Navratilova und Chris Evert das Damentennis. Ihre von gegensätzlichen Spielstilen, Persönlichkeiten und Weltanschauungen geprägte Rivalität trieb beide zu historischen Höchstleistungen und faszinierte ein weltweites Publikum. Jahre nach ihrem letzten Match stellte das Leben sie vor eine Herausforderung, der sich keine von beiden auf dem Platz stellen konnte: zeitgleiche Krebsdiagnosen.

Mit Archivaufnahmen, persönlichen Interviews und exklusiven Einblicken in Behandlung und Genesung beleuchtet die Doku, wie zwei Ausnahmeathletinnen mit Sterblichkeit, Identität und Widerstandskraft umgehen. Der Film erzählt, wie aus der größten Rivalität der Sportgeschichte eine tiefe Verbundenheit wurde.

Ganz ganz große Empfehlung, auch wenn ihr keine Tennisfans seid.

Freitagstipps zum Lesen

Man könnte ihn auch Teflon Jens nennen. Erhielt Spahn bei Thiel privaten Preisnachlass? Auch diese Meldung (wenn sie stimmt) wird ihm wahrscheinlich nichts anhaben können. Presseanfragen zum Thema werden nicht beantwortet, ein Schelm, der …

Ach guck, teuer ist nicht unbedingt besser. ÖKO-TEST enthüllt: Diese Mineralwasser sind stark verunreinigt – Wasser für 19 Cent überzeugt.

Sommerurlaub. Und der größte Badestrand Europas liegt wo? In Deutschland.

Apropos Urlaub, meine Bloggerkollegin Nadind ist seit 15 Jahren Reisebloggerin und hat neulich einen interessanten Rückblick auf ihrem Blog: Meine Learnings und was ich heute anders machen würde. Stöbert auch gerne mal auf ihrem Blog, es sind so viele phantastische teils auch ungewöhnliche Reisetipps dabei.

Es ist schon irgendwie traurig. Und wirft irgendwie neue Fragen auf. Jahrzehntelang ist “Green Boots” eine stumme Mahnung für Bergsteigerinnen und Bergsteiger am Mount Everest. Jetzt steht fest, wer der Mann ist, der dort mit neongrünen Stiefeln im Eis liegt. Bis zum Herbst soll sein Körper geborgen werden – ein riskantes Unterfangen. Am Mount Everest liegen etwa 200 Leichen, weil ihre Bergung entweder zu schwierig oder zu teuer ist.

Freitagstipps zum Hören

Wer das Trump-Projekt und die Zukunft der USA (vielleicht auch der Welt) verstehen will, muss auch Peter Thiel verstehen – der sechsteilige Deutschlandfunk Podcast “Die Peter Thiel Story”  hat mich von der ersten bis zur letzten Minute gefesselt.

Ich habe den Podcast in einem Rutsch durchgehört, sehr spannend, und gleichzeitig nicht gerade beruhigend. Gibts auf allen bekannten Podcast Kanälen. Was ich besonders erschreckend finde: die Motivation des Multi-Milliardärs, der die ganze Welt mit allen Mitteln nachhaltig verändern will, ist hauptsächlich Steuern zu vermeiden. Und länger leben. Absolut gruselig und so gefährlich.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Habt ein schönes Sommer- Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Blogging Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 877

12. Juni 2026

Das Wetter ist kaputt, oder? Gestern hatte ich einige Videos von Neuschnee in den Bergen in meinem Feed auf Social Media und als ich kurz vor Mitternacht mit meinem Auto mit 80 auf der rechten Spur im prasselnden Regen und mit Sitzheizung über die Autobahn von Köln nach Hause schlich, dachte ich: was kommt jetzt, Winterreifen? Mitte Juni? Aber nun ja, im Bauernkalender heißen diese Tage Schafskälte. 10 Grad nachts, das hatten wir auch an Weihnachten. Aber hey, nächste Woche Sonntag zeigt meine Wetter App 37 Grad an. Verrückt.

Apropos gestern Abend. Endlich gab es wieder ein paar Stunden wunderbare Zeit mit meinen Kölner Blogger Freundinnen. Wir haben uns bei Ricarda getroffen, gequatscht, gegessen und ein paar wundervolle Stunden verbracht.  Blogklüngel, die Beschreibung der Gruppe pssst immer noch so gut und wir kennen uns zum Großteil seit den BLOGST Anfängen 2012, mehr als 14 Jahre. Das war noch vor Instagram! Und wir haben alle wie wild getwittert. Sophie meinte gestern scherzhaft, wir sind wie Dinosaurier. Maja, Bine und ich sind zurzeit die Einzigen aus der kleinen Gruppe, die noch aktiv bloggen. Blogs werden immer wieder totgesagt, 3 Sekunden Aufmerksamkeitsspanne und so weiter. Aber seit kurzem wird Substack sehr gehyped, das ist sozusagen eine erweiterte neue Platform für Texte, Videos usw. Und erinnert sehr an klassische Blogs. Und lässt hoffen, dass Menschen doch noch längere Texte und nicht nur schnelle TikTok und Reels konsumieren. Wir alle sind uns immer wieder einig, dass wir die “alten Zeiten” vermissen, das Netzwerken, die Verbindungen und die Lust auf Neues. Aber wir haben auch immer wieder Ideen wie: man könnte …. man sollte … mal sehen. Keiner hat Fotos gemacht, bis auf ein Selfie, haha, wie Zeiten sich ändern.

Freitagstipps Blogstklüngel

Vor fast 10 Jahren ist mein Zähler bereits über die Grenze von VIER MILLIONEN Klicks auf diesen Bloggesprungen, ich kann mich noch gut an das Gefühl von Freude und Dankbarkeit erinnern. Seitdem schaue ich kaum noch in meine Statistik, ich habe keinen direkten Vergleich zu dieser Zahl, weil die Tools sich geändert haben seit ich meinen Blog vor einigen Jahren auf eine neue Hosting Platform umziehen musste. Ich liebe meinen Blog. Immer noch. Er ist eine Art Tagebuch. Er ist wie (oder trotz) Social Media eine Art Fenster in eine Welt weit ausserhalb meines täglichen Lebens. Ich schreibe und blogge aus dem Herzen.

Bloggen bedeutet für mich immer noch teilen, Facetten meines Lebens, meiner kreativen Spielereien, meiner Ideen. Und das wird auch noch bleiben, mein Blog Baby wird im August 20 Jahre alt. Und trotz der rückgängigen Besucherzahlen hier weiß ich jeden Menschen, der hier meinen Gedankensalat, meine Freitagstipps und meine kreativen Beiträge liest, von ganzem Herzen zu schätzen. DANKE!

Freitagstipps Schloss Lembeck

Auch am vergangenen Wochenende gab es für mich auch eine Art Trip in die Vergangenheit. In meiner alten Heimat im Münsterland kamen beim Besuch von Schloss Lembeck mit meiner Tochter und meiner Tante viele Erinnerungen hoch. An meine Kindheit dort, meine Teenie Zeit und meine Hochzeit. Ist das altersbedingt, dass man manchmal etwas sentimental nach hinten schaut? Oder weil die Zukunft gefühlt nicht so rosig aussieht?

Ansonsten habe ich in den letzten Tagen gefroren, meine Schränke ausgemistet und gefühlt einen Berg Sellpy Tüten gepackt. Fertig bin ich damit noch nicht.

Kennt ihr das, eure Sachen hängen sauber und gebügelt im Schrank. Ihr nehmt sie raus, beschließt dass sie verkauft werden können und beim zusammenfalten für die Sellpy Tüte erscheint auf einmal mysteriös ein kleiner Fleck, die Sachen sind doch irgendwie knüddelich usw. Ich hatte dieses Erlebnis so oft und dachte teilweise, kommen Flecken nach dem Waschen irgendwie heimlich wieder? Oder bin ich eine Pottsau und hänge fleckige Sachen in den Schrank? Jedenfalls habe ich viel durchgewaschen und gebügelt. Und wieviele Halstücher und Schals braucht ein Mensch? Von 60 auf 10 reduziert. Fühlt sich gut an.

Morgen kommt wieder ein Kind zur kurzen Stippvisite in’s Hotel Mama und hat sich traditionell Kartoffelsuppe gewünscht. Im Juni. Passt wenigstens zum Wetter.

Für das andere Kind hatte ich Madeleines gebacken. So schnell gebacken wie verspeist, die fluffigen kleinen Dinger.

Freitagstipps Madeleines

Ich verwende dafür immer dieses Rezept und diese Madeleines Backform*. Sie schmecken übrigens auch nach einigen Tagen gut, haben mit meine Kolleginnen im Büro bestätigt.

Und sonst so?

Ich war doch recht erschrocken über die Welle von Hass und Hetze, die nach den immer noch andauernden rechtsextremen Ausschreitungen in Belfast durchs Netz gerollt ist.

Offenkundig sympathisieren nicht wenige mit Selbstjustiz und Mob-Gewalt gegen Minderheiten (auch Frauen und Kinder). Das Verbrechen des aus dem Sudan stammenden Täters (der nach bisherigen Erkenntnissen einen legalen Status hat) ist verachtenswert, aber dies wird der Rechtsstaat regeln. Pogromartige Gewalt gegen Minderheiten ist inakzeptabel – und dass diese von Leuten wie Elon Musk angestachelt wird, ist es auch.

Die gestern gestartete Fußball WM der Männer geht mir übrigens am A**** vorbei, ich boykottiere das, nur mal so nebenbei gesagt. Aus Gründen.

Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Die USA richten eines der größten Sportereignisse der Welt mit aus, das Land wird 250 Jahre alt und der Papst kommt nebenbei auch noch aus diesem Land. Und Trump schafft es trotz dieser Gemengelage, dass keiner mehr Lust auf irgendwas hat. Das muss man auch erstmal nachmachen.

Es ist gerade schwer in Mode, auch unser Land schlecht zu reden, und diesem Trend können sich die Regierungsparteien selbstverständlich nicht verweigern. Während Merz die Ursachen für den allgemeinen Niedergang in der Bevölkerung verortet, die seiner Ansicht nach zu wenig arbeitet und zu oft krank ist, neigen seine Koalitionspartner von der SPD eher zur traditionellen Selbstzerfleischung. Es nervt nur noch.

Pflegekräfte arbeiten unter widrigsten Bedingungen. Patienten können nicht mehr behandelt werden. Behinderte bekommen Leistungen gekürzt. Pflegende Angehörige erwerben keine Rentenpunkte mehr. Rentner leben von Sozialhilfe. Wir müssen sparen. Sparen. Sparen. Im System ist kein Geld mehr. Aber Heyho, Musk ist endlich Billionär. (Mehr dazu weiter unten in der Rubrik Freitagstipps zum Hören)

Und trotzdem: Wenn uns die Fähigkeit zur Differenzierung wegbricht und wir nur noch in „echt” und „feindlich” unterteilen, bricht das Fundament weg. Diese Erkenntnis macht mich zutiefst traurig. Wo finden wir die Kraft, dieser bewussten Spaltung wieder echte, komplexe Zwischentöne entgegenzusetzen? Wie man spaltet wissen wir jetzt, aber wie man eine Gesellschaft wieder zusammenführt bleibt noch im Verborgenen.

Good News!

Ein US-amerikanischer Arzt, der sich im Kongo mit Ebola infiziert hatte, ist nach gut zwei Wochen Behandlung in der Berliner Charité geheilt entlassen worden. Sein Zustand war zwischenzeitlich lebensbedrohlich. Der Patient wurde mit dem experimentellen Antikörper-Präparat MBP134 sowie dem antiviralen Mittel Remdesivir behandelt. MBP134 ist noch nicht zugelassen – weltweit wurden bisher erst sechs gesunde Menschen damit getestet.

Die Ärzte beobachteten eine rasche Stabilisierung des Patienten. Das Team betonte jedoch: ‘Wir wissen nicht, was passiert wäre, wenn diese Medikamente nicht verabreicht worden wären (Präventions-Paradoxon). Eine sichere Aussage zur Wirksamkeit sei daher nicht möglich. Auch die Frau und die vier Kinder des Arztes kamen in die Charité und erhielten das Präparat vorsorglich. Sie zeigten keine Symptome und befanden sich in einem getrennten Bereich der Station in Quarantäne.

Charité-Virologe Christian Drosten (ja, genau der) hatte maßgeblich an der Entwicklung eines passenden PCR-Tests für den aktuellen Ebola-Stamm mitgewirkt. Die Tests wurden Laboren weltweit zur Verfügung gestellt.

Mehr als 25.000 Menschen tragen ein Organspende-Tattoo Ein kleines Tattoo setzt ein großes Zeichen: Mehr als 25.000 Menschen in Deutschland tragen inzwischen das „Opt.Ink“-Tattoo, das ihre Bereitschaft zur Organspende zeigt. Die Initiative will das Thema sichtbarer machen und Menschen dazu anregen, über Organspende zu sprechen und eine bewusste Entscheidung zu treffen. Ich hatte vor dem Lesen des Artikels noch nie davon gehört und finde das super.

 

Freitagstipps

1.  Vorübergehend ist ________.

2.  _________ vom Grill.

3.  Ich könnte mal wieder ___________ .

4.  ________ , egal wie müde ich bin.

5. Mein Rezept  __________ ist besonders _________ .

6.  _______ trotzdem.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Schloss Lembeck

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Leise Hoffnung keimte in mir auf, nachdem ich in der ARD Mediathek den Beitrag “Die Brexit-Erben: Uns reicht’s!” gesehen hatte. Die Generation, die damals bei dem Austritts-Referendum noch nicht stimmberechtigt war, lehnt sich auf. Ist doch noch nicht alles verloren?

Auf Apple TV habe ich “Unconditional” gesehen. Spannende Story, in Israel produziert.Ein Mutter-Tochter-Urlaub in Fernost nimmt eine verheerende Wendung, als Tochter Gali in Russland wegen Drogenbesitzes verhaftet wird . Ihre Mutter Orna weigert sich, die Anklage zu akzeptieren, und mobilisiert daheim in Israel mit TV‑Auftritten und über Social Media die Massen. Doch je verzweifelter sie um Galis Freiheit kämpft, desto drängender wird die Frage: Wie gut kennt sie ihr Kind eigentlich wirklich? Was hat sie mit dem Geheimdienst zu tun? Warum wurde sie aus der Armee geworfen? Was machen die vielen fremden Pässe in ihrem Gepäck? Komplex und vielschichtig erzählt, mit perfekten Spannungsbögen. Ach wenn mich die Hauptfigur öfter wegen ihrer Naivität genervt hat. Aber so ist das als Mutter, man kämpft um sein Kind, egal was es getan hat oder wie die Umstände sind.

Falls jemand ein Gegenprogramm zur WM braucht: Auf Netflix gibt es seit einer Woche endlich alle 15 Staffeln von Emergency Room zu sehen. Ich nutze diese Chance um die legendäre Krankenhausserie, die insgesamt 23 Emmy Awards gewann, wieder einmal zu bingen. Für mich war, ist und bleibt es die beste Serie aller Zeiten in diesem Genre. Sie wurde, das habe ich gerade erst gesehen,  zu Zeiten der Erstausstrahlung sogar im Deutschen Ärzteblatt erwähnt.

Freitagstipps zum Lesen

Ich konnte es kaum glauben. Über was überhaupt Studien angefertigt werden, und was diese Studie aussagt :Studie zeigt: Geklaute Pommes schmecken tatsächlich besser!

Und noch eine Studie.Was wir damals liebevoll belächelt haben, sieht die Forschung heute als ein erstaunlich wirksames Mittel gegen die Beiläufigkeit des Alltags. Laut einer Harvard-Studie hilft ein kleiner Trick, um im Alltag zufriedener zu sein.

Und aller guten Dinge sind drei. Inwiefern sind Menschen bereit, für die Gemeinschaft auf private Vorteile zu verzichten? Ein weltweites Experiment untersucht diese Frage. Das Ergebnis zeigt: Echte Kooperationsbereitschaft unterscheidet sich stark von der Erwartung an die Mitmenschen. Besonders in Deutschland ist das ausgeprägt. Eine Studie der Uni Bonn. Die wichtigste Erkenntnis aus der Studie ist jedoch diese: “Wir könnten, wenn wir weniger pessimistisch und damit realistischer wären, in einer besseren Welt leben.” Viele Menschen erliegen demzufolge einer kognitiven Selbsttäuschung, indem sie die anderen zu negativ einschätzen: “Dadurch schwächen wir uns selber.”

Freitagstipps zum Hören

Ich beschäftige mich zurzeit viel mit dem Thema KI. Dadurch wird mir in meinem Algorithmus noch mehr dazu angezeigt. Ein sehr komplexes Thema, das uns alle betrifft. Auch, wenn wir es nicht wollen, KI überrollt uns einfach und ich habe den Eindruck es gilt jetzt, das Schlimmste zu verhindern. Unglaublich aufschlussreich, interessant, spannend und auch erschreckend finde ich den aktuellen Deutschlandfunk Podcast dazu. “Die Open AI Story” beleuchtet die Entstehung und Verwandlung des ehemals gemeinnützigen und idealistischen Tech Giganten. Wann sind Sam Altman, Elon Musk & Co. falsch abgebogen? Wie gruselig und verstörend sind KI Geliebte? Und warum ist das alles so gefährlich? 5 von 6 Folgen des Podcasts sind bisher verfügbar, ich warte mit Spannung auf die letzte Folge und habe beim Hören bisher oft innerlich oder auch laut WTF gesagt. Ganz große Empfehlung!

Und ich habe ein neues Hörbuch angefangen. Mich interessiert Geschichte, mich interessiert Politik, und das Leben von Menschen dazu. Es war nur logisch, dass ich mir direkt nach dem Erscheinen das neue Buch der ehemaligen – und in meinen Augen der letzten bewundernswerten und authentischen – First Lady Jill Biden als Hörbuch gekauft habe. In View from the East Wing: A Memoir”* beschreibt sie ihre Zeit im Weissen Haus, ihre nicht sehr erfreulichen Begegnungen mit Frau Trump, die Krisen in den Präsidentschaften ihres Mannes und was es bedeutet, die wichtigste Frau in Amerika zu sein. Sie liest das Hörbuch selbst, es ist bisher angenehm zu hören und wenn ich es zuende gehört habe, gibt es hier ein Feedback und es ist bis dahin hoffentlich auch in deutscher Sprache verfügbar.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Habt ein schönes und hoffentlich nicht zu regnerisches Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 876

5. Juni 2026

Am vergangenen Freitag konnte ich für fast zwei Tage nicht nicht auf meinen Server zugreifen und deswegen gab es ausnahmsweise keine Freitagstipps und keinen Beitrag hier. Da ich selbst nicht viel Fachkenntnis in diesem Bereich habe, bin ich in solchen Fällen immer auf technischen Support angewiesen, und der steht nicht rund um die Uhr zur Verfügung.

Aber heute geht’s wie gewohnt weiter und alle technischen Schwierigkeiten sind hoffentlich behoben. Meine Tochter ist seit gestern hier und ich genieße ein wenig Mutter-Tochter Zeit mit ihr. Aber wie das immer so ist, wenn meine Kinder in ihrer alten Heimat sind, steht auch Zeit mit alten Freundinnen an, das ist klar.

Heute besuchen wir aber erstmal meine Tante und freuen und auf die Landpartie im Schloss Lembeck. Das ist wiederum meine alte Heimat, und ich habe dort geheiratet. Deswegen ist ein Besuch dort für mich auch immer mit Kindheitserinnerungen und Nostalgie verbunden. Die sogenannte Landpartie auf Schloss Lembeck habe ich allerdings noch nie besucht, es gibt laut Webseite über 150 Ausstellende, feine Kulinarik, kreative Impulse und ein liebevoll gestaltetes Rahmenprogramm. Wir sind gespannt. Hoffentlich regnet es nicht. Von sommerlicher Hitze in der vergangenen Woche sind wir ja (leider) wieder in das typisch deutsche unbeständige Wetter gerutscht.

Am vergangenen Wochenende hatte ich wieder Gäste zu Workshops hier bei mir zuhause. Gestern erst habe ich die letzten Spuren beseitigt, es ist immer ein wenig Aufwand, bis alle Möbel wieder am richtigen Ort stehen, die letzten Farbspritzer vom Boden gekratzt sind, das Werkzeug gesäubert und alles wieder weggeräumt ist. Es waren wieder zwei wunderbar unterhaltsame und kreative Workshops, darüber habe ich auch bereits ausführlich berichtet.

Isle of Skye Trail

Ansonsten plätschern meine Tage gerade so dahin. Vergangene Woche habe ich virtuell meine Söhne ein wenig auf dem Skye Trail begleitet. Sie haben diesen knapp 130 Kilometer langen Trail auf der schottischen Isle of Skye mit Zelt und Rucksack in sieben Tagen zu Fuß bewältigt und ab und zu konnten sie mir ein kurzes Lebenszeichen und Fotos schicken. Per Satellit konnte ich ungefähr sehen, wo sie sind und war immer froh darüber. Mama bleibt man eben immer, auch, wenn sie schon erwachsen sind.

Update zum Sauerteig Game: Ich habe festgestellt, dass in der vergangenen Woche mein Brotteig bei der Wärme abging wie Schmitz Katze, ist klar. Jetzt ist es wieder kühler geworden und es dauert länger, bis der Starter peakt und der Teig richtig aufgeht. Man lernt nie aus.

Zwischendurch hatte ich so viel Discard, also Reste vom Sauerteig-Starter, dass ich davon zum ersten Mal Cracker gebacken habe. Beste Resteverwertung!

Freitagstipps Discard Cracker

Und sonst so?

Worüber ich mir Gedanken gemacht habe und was immer wichtiger in unserer komplexen Realität: Ambivalenzfähigkeit. Es bezeichnet die psychologische Fähigkeit, widersprüchliche Gefühle, Gedanken oder Wünsche gleichzeitig zu akzeptieren und auszuhalten. Das Leben ist selten rein schwarz oder weiß.

Ambivalenzfähigkeit erlaubt es, Situationen und Menschen (auch sich selbst) differenziert und realistisch zu betrachten und auszuhalten (Toleranz). Geht die uns verloren? Oder die Ambiguitätstoleranz, sie beschreibt eher die Fähigkeit, äußere Mehrdeutigkeiten, Unsicherheiten und Widersprüche im Alltag oder in der Gesellschaft zu akzeptieren. Halten wir noch aus, dass etwas unklar oder nicht eindeutig ist?

87% der Deutschen sind mit ihrem Leben zufrieden oder sehr zufrieden. (Quelle:Statista.com). Der Eindruck, den die sozialen Medien hinterlassen ist nicht annähernd repräsentativ. Ich verstehe nicht, weshalb so viele Menschen in Deutschland unzufrieden, statt dankbar sind. Wieso sind wir ein Volk der Jammerlappen?

Und ich habe nicht das Gefühl, dass die, die am meisten jammern und unzufrieden sind, im Begriff sind, wirklich etwas besseres zu wählen. Sie streben auch nicht nach Entwicklung, sondern nach einem Staat, wo die Last der Eigenverantwortung nicht auf ihnen liegt. Wie in der DDR.

Ich bin etwas nachrichtenmüde. Ein Irrsinn jagt den nächsten, vieles überfliege ich nur. Und man glaubt es kaum, Berufe, die man ab 70 nicht mehr ausüben darf: Berufspilot, Notar, Richter, Beamter, Schiedsrichter, Kassenarzt UND: gewerblicher LKW-Fahrer: „Ab 70 ist das gewerbliche Fahren oft nur noch mit erheblichem bürokratischem Aufwand und Ausnahmegenehmigungen möglich”, entnimmt man dem Internet. Berufe, den man mit 70 und weit über 70 noch locker ausüben darf: Staatschef und oberster Militärbefehlshaber eines möglicherweise sogar atomar bewaffneten Landes sein. Bundeskanzler.

Ich glaube auch inzwischen, dass Trump nicht die Krankheit ist. Er ist die Erlaubnis. Die eigentliche Krankheit ist eine politische Kultur, die jahrzehntelang Millionen von Menschen beigebracht hat, dass Grausamkeit Stärke bedeutet, Unwissenheit Authentizität, Reichtum Weisheit und Verantwortlichkeit Verfolgung bedeutet. Deshalb wird das “Problem” nicht behoben, wenn ein Mann entfernt wird. Die Milliarden und Mechanismen, die ihn produziert haben, sind immer noch in Betrieb. Es lief vor ihm her. Es wird ihm nachlaufen.Bis die Amerikaner es abbauen – nicht nur dagegen stimmen – ändert sich wahrscheinlich grundlegend nichts. Es ist deprimierend.

Und hierzulande: Ende 2024 hat die FDP aus blanker Eitelkeit und Wut über die eigene Unfähigkeit eine Koalition gesprengt und damit eine Kettenreaktion ausgelöst: einen historisch unbeliebten Kanzler, einen Sozialstaat unter Dauerbeschuss und eine AfD bei 28 Prozent. Und während die Republik schwankt, wählt sich diese Partei einen egomanen Berufspolemiker zur Spitze, der seit Jahrzehnten als Talkshow-Quertreiber durch das Land tingelt. Fazit: Wer alles zertrümmert, zertrümmert irgendwann auch sich selbst. Auch deprimierend.

Freitagstipps Juni

Good News!

Frankreich hat den „Code Noir“ offiziell abgeschafft – ein Gesetz aus der Kolonialzeit, das versklavte Menschen als Eigentum behandelte. Zwar galt es seit langem nicht mehr, wurde aber jetzt erst offiziell abgeschafft. Viele sehen die Entscheidung als wichtiges Signal im Umgang mit dem Erbe von Kolonialismus. Die Frage nach Reparationszahlungen bleibt.

Die Deutsche Bahn startet im Sommer eine Rabattaktion für junge Fahrgäste: Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren bekommen die Jugend-BahnCard 25 kostenlos. Damit gibt es ein Jahr lang 25 Prozent Rabatt auf Fernverkehrstickets. Deutsche Bahn verschenkt BahnCard 25 für junge Fahrgäste

Immer mehr Schulen in Deutschland unterrichten das Fach „Glück“. Dort lernen Kinder und Jugendliche, über Gefühle zu sprechen, Konflikte zu lösen und auf ihre mentale Gesundheit zu achten. Hintergrund ist, dass psychische Belastungen bei jungen Menschen seit Jahren zunehmen. Glück als Schulfach.

 

Freitagstipps

1.  Meine Bikinifigur _________ .

2.    ________ anrufen.

3.  Wollte ich nicht _________ ?

4.   __________  unterwegs.

5.  Die Modesünde des Sommers  ___________ .

6.   _________ Mückenstiche.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

 

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich bin durch mit der ersten Staffel von “The Testaments”. Und was war das für ein Ende! Cliffhanger vom feinsten, ich bin gespannt, wie es in der zweiten Staffel weitergehen wird. Besonders cool fand ich den Cameo Auftritt der Autorin der Bücher, Margaret Atwood in einer Szene mit Aunt Lydia.

Und je mehr ich über Aunt Lydia nachdenke, desto schwieriger finde ich es, sie nur zu hassen. Nicht weil ihre Taten okay wären — ganz im Gegenteil. Aber weil die Figur zeigt, wie Menschen in extremen Systemen anfangen zu glauben, Kontrolle wäre Fürsorge und Härte wäre Schutz. Vielleicht macht genau das The Handmaid’s Tale und The Terstaments so beklemmend: Die Parallelen zur echten Welt fühlen sich manchmal viel zu real an.

Was ich noch gesehen habe: Die True Crime Doku “Girl in the Picture” auf Netflix. 10/10, was Plottwists angeht. Was für eine Geschichte mit unzähligen Schocks und Wendungen. Sie beginnt in Oklahoma City im April 1990: Eine junge Frau wird mit einer schweren Kopfverletzung am Straßenrand gefunden und stirbt später im Krankenhaus. Sie hinterlässt einen zweijährigen Sohn. Die Geschichte entfaltet ihre emotionale Wucht erst dann, wenn man Zuschauer selbst beginnt, Fragen nach der wahren Identität der Toten zu stellen. Und am Ende ist man fassungslos über das Ausmaß der Ungeheuerlichkeit.

Ganz was anderes und teilweise nicht leicht auszuhalten:“The Testament of Ann Lee”. Trotzdem fand ich den Film absolut faszinierend. Er zeigt die außergewöhnliche und wahre Geschichte von Ann Lee, der Gründerin der Glaubensgemeinschaft der Shaker, die die Gleichberechtigung der Geschlechter und soziale Gleichheit predigte und von ihren Anhängern verehrt wurde. Unfassbar eindrucksvoll fand ich die Schauspielerin Amanda Seyfried in der Rolle. Der Film fängt Ekstase und Seelenqual ihres Strebens nach einer Utopie. Ich kannte die wunderbar schlichten Möbel und Dosen, die das Shaker Handwrrk repräsentieren. Ich war sogar auf einem Neu-England Road Trip in einem Shaker Laden. Aber ich wusste ehrlich gesagt so gut wie nichts über die Hintergründe dieser Sekte oder Glaubensgemeinschaft.

“The Testament of Ann Lee” orientiert sich stark an den historischen Vorgaben, nimmt sich aber dann doch auch die Freiheit zu interpretieren, warum Ann Lee so geworden ist, wie sie wurde. Nachdem Ann Lee vier Kinder vor dem ersten Geburtstag verloren hatte, findet sie Erlösung im Zölibat: Körperliche Entsagung sei der Schlüssel zum Glück, zur Nähe zu Gott. Die fleischliche Sünde habe die Katastrophe verursacht, den Tod ihrer vier Kinder beschert. Deswegen gibt es heute nur noch zwei lebende Mitglieder der Shaker Gemeinschaft.

Freitagstipps zum Lesen

Was wir über das Sommerwetter in diesem Jahr schon wissen – und was nicht. Experten erwarten mehr Hitzetage – doch genaue Prognosen bleiben schwierig.

Habt ihr eine Smartwatch? Ich liebe ja meine Apple Watch. Aber kennt ihr auch Smart Rings? Ich bin da skeptisch, eventuell zu recht. Der Minimalismus eines Rings hat seinen Preis. Denn wer seine Gesundheitsziele nicht nur beobachten, sondern aktiv steuern möchte – etwa beim Sport, im Stressmanagement oder bei Auffälligkeiten im Herzrhythmus – braucht mehr als nur gelegentliche Messwerte. Genau hier spielen Smartwatches ihre Stärken aus. Die Wahrheit über Wearables: Wo Ringe scheitern und Uhren glänzen.

Frederik Pavlik hat in ausgezeichneten Restaurants gearbeitet. Jetzt serviert er im Keller der Hamburger Kunsthochschule Mittagessen. Er tut das gerne. Vom Sterne Koch zum Mensa Chef.

Freitagstipps zum Hören

Ich höre oft den Zwischen den Zeilen Podcast mit Bettina Böttinger. Sie hatte kürzlich Dietmar Bär zu Gast, den Mann, der seit knapp 30 Jahren als Freddy Schenk am Sonntagabend im „Tatort” die Jagd auf Mörder eröffnet. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um den Zustand unserer Gesellschaft, die schwindende Empathie in der Politik und den grassierenden Frust im Netz geht. Außerdem spricht er über einen schockierenden Moment in den Slums von Manila, der sein Leben für immer veränderte und die Geburtsstunde seines bis heute erfolgreichen Kinderschutz-Vereins war. Ich finde es ja immer interessant, wenn Schauspieler auf eine Rolle festgelegt sind und der Mensch dahinter der Rolle irgendwie etwas ähnlich ist, oder auch ganz anders.

Mit meinem aktuellen Hörbuch bin ich jetzt endlich durch. Und ich muss sagen, es hatte Längen zwischendurch. Der Roman “Alles gut” ist keine klassische Liebesgeschichte. Der Roman handelt zwar von der komplizierten Liebe zwischen Jess und Josh, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Doch ist er zudem eine komplexe Erzählung über die US-amerikanische Gesellschaft: Über Klassenunterschiede, White Privilege, Rassismus und noch vieles mehr. In ihrem Debütroman setzt sich Autorin Cecilia Rabess nicht nur oberflächlich mit dringenden Problemen und Streitthemen unserer Gesellschaft auseinander, sondern geht tief rein in die innere Zerrissenheit und Unsicherheit der jungen, schwarzen Jess, die sozial eher in der weißen Mittel- bis Oberschicht verkehrt, aufgrund ihres Jobs und ihrer Freunde/ihres Freundes. Die Zeitspanne der Erzählung reicht von der Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten bis hin zur Wahl Donald Trumps zum Selbigen, was in vielen Gesichtspunkten (kulturell, historisch, gesellschaftlich) eine ereignis- und konfliktreiche Zeit für alle darstellt. Was dieses Buch aber beindruckend herausarbeitet, ist wie viel tiefergehend und anspruchsvoll all diese Ereignisse und Konflikte für eine junge, aufstrebende aber eben schwarze Frau in den USA sein muss. Protagonistin Jess ging mir zwischendurch aber auch regelrecht auf die Nerven. Was für eine Zicke. Sie ist aggressiv, reizbar, leicht toxisch und ungerecht. Autorin Cecilia Rabess hat als Data Scientist bei Google gearbeitet und war Associate bei Goldman Sachs (wie Jess). Vielleicht ist also auch etwas autobiografisches im Buch?

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Habt ein schönes und hoffentlich langes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 875

22. Mai 2026

Und schon wieder ein langes Wochenende vor der Tür, sagte ich schon, dass ich den Mai mit diesen Feiertagen mag?  Ich gönne diese Wochen zum Durchatmen jedem, der einen “normalen” 9-5 Job hat. Und ein riesiges Dankeschön an alle, die an Feiertagen im Einsatz sind. Ob in Krankenhäusern, der Pflege, bei der Feuerwehr, der Polizei, im ÖPNV oder in Supermärkten und Bäckereien – sie halten unsere Gesellschaft am Laufen und sorgen dafür, dass wir anderen in Ruhe unsere freien Tage genießen können.

Ich freue mich auf eine Familienfeier am Pfingstsonntag, ansonsten werde ich einfach das schöne Wetter genießen.

Am Dienstag dachte ich noch kurz, es ist Oktober. Ich war mit meiner Freundin Andrea in der Stadt zum Shopping verabredet und hatte eigentlich anschließend einen Sundowner am Rhein für uns geplant. Von einer Minute auf die andere änderte sich das Wetter, während wir durch die Düsseldorfer Altstadt liefen. Wir flüchteten zum Essen in ein Restaurant, dort waren aber drei Schulklassen damit beschäftigt, sich gegenseitig an Lautstärke zu überbieten. Also weiter. Es blieb uns im Regen nichts anderes übrig, als uns in die Kasematten zu flüchten, die meine Freundin später als Ballermann von Düsseldorf bezeichnete. Wir hatten trotzdem eine gute Zeit, bis es durch die Zeltdächer reinregnete und wir bei gefühlten 9 Grad komplett durchgefroren mit unseren Einkaufstüten aus Papier zum Auto sprinten mussten. Mitte Mai in Deutschland.

Freitagstipps Düsseldorf

Aber jetzt sind wir glaube ich durch mit dem Wetter, ab jetzt ist Sommer!

Ich bin auch nach wie vor begeistert im Sauerteig Game. Inzwischen traue ich mich, leicht vom Grundrezept abzuweichen, aus der Not geboren eigentlich. Im Workshop wurde uns besonders proteinhaltiges Weizenmehl empfohlen, das hatte ich bestellt. Der DHL Mann hat sich aber kurzfristig entschieden, am für die Lieferung geplanten Tag das bestellte Mehl zu einer Packstation statt zu mir zu liefern. Da stand ich mit meinem Starter im Peak dumm da. Also habe ich meinen Rest Weizenmehl mit Dinkel-Vollkornmehl aufgefüllt und was soll ich sagen: das Brot ist super und würzig geworden.

 Sauerteigbrot

Für den Workshop am nächsten Wochenende habe ich auch bereits alles vorbereitet, es sind wieder viele neue Beispiele entstanden, die ich euch dann auch hier auf dem Blog zeige. Und der Startschuss für mein Lieblings-Event ist gefallen, ich konnte endlich die Anmeldung für den Crop Am Rhein 2026 starten.

Und sonst so?

Manchmal hab ich so einen Anfall von „krass in was für einer Zeit wir leben”. Klar läuft sehr viel sehr schief gerade und trotzdem sind alltäglichen Kleinigkeiten so irre für mich manchmal. Sei es Streaming und Musik wann und wo ich, mehr oder weniger, will. Google Maps! Ein Handy, dass im Prinzip alles kann was man so braucht diesbezüglich. Und diese ganze Instantmessenger-Apps und Verbindungen, die dadurch entstehen.

Das angesehene Magazin “US News and World Report” (da hat ganz früher meine Tante als Journalistin gearbeitet) hat ein großes Ranking der besten Länder der Welt veröffentlicht – zum Leben und Besuchen. Bewertet wurden zahlreiche Faktoren wie öffentliche Strukturen, Gesundheitswesen, Infrastruktur, Sicherheit, Aufstiegschancen, Umweltschutz etc.. 100 Länder wurden bewertet. Deutschland landet auf Rang 4. Deutschlands ist dabei das größte Land in den Top 10 der Studie.

Aber ne, hier ist ja alles am Ar***, wir leben nur noch in einer Krise, alles geht den Bach runter und “die da oben” fahren alles vor die Wand. Ich bin es so satt, wie unser Land schlecht geredet wird. Aus offensichtlichen Gründen. Ich kann es nicht mehr hören. Und es zeigt sich: Es ist faktisch falsch. Die Politik und die Medien wollen uns aber etwas anderes verkaufen.

Deutschland kurz vor dem Kollaps? Komisch. Dieses Land meldete 2025 über 62.000 Patente an. Fast 40 % der heimlichen Weltmarktführer sitzen in Deutschland. Nicht im Silicon Valley. Nicht in China. Deutschland baut: Maschinen. Laser. Medizintechnik. Industriesoftware. Automatisierung. Genau die Technologien, ohne die moderne Wirtschaft gar nicht funktioniert. Und trotzdem klingt die politische Debatte oft, als sei Deutschland ein hoffnungsloser Sanierungsfall.

Ich habe in diesem Zusammenhang auch einen Kommentar auf Social Media gelesen, den ich sehr nachvollziehbar fand: Es sollte keine Milliardäre geben. Weil ab einem bestimmten Punkt Reichtum keine Belohnung für Leistung mehr ist. Es ist akkumulierte Macht. Über Medien. Über Politik. Über Demokratie. Kein Mensch braucht eine Milliarde. Kein Mensch verdient eine Milliarde. Eine Milliarde entsteht immer auf Kosten von anderen. Wir lassen abartige Vermögenskonzentration zu und wundern uns dann warum Demokratien weltweit gerade erodieren. Milliardäre brauchen keine Demokratie.

Noch ein Thema, was mir diese Woche öfter begegnet ist, entweder weil es immer präsenter wird, oder mein Algorithmus mich beeinflusst hat. Innerhalb der MAGA-Bewegung und auch der rechten Szene in Deutschland hat sich die sogenannte »Masculinism«-Bewegung etabliert, eine radikale Gegenbewegung zu Feminismus und Gleichberechtigung. Und diese Bewegung nimmt immer größere Ausmaße an.

 Eine wie ich finde besorgniserregende Variante schwappt jetzt gerade aus den USA zu uns rüber. Männer entdecken Looksmaxxing gerade erst, wahrend Frauen das System längst perfektioniert haben. Der einzige Unterschied ist, dass es bei Frauen gesellschaftlich irgendwann als Selfcare, Empowerment oder einfach normale Pflege verkauft wurde, auch weil weiße Feministinnen jahrelang versucht haben, genau das so zu framen. Jetzt bauen sich junge Männer im Grunde dasselbe System auf. Ein Kreislauf aus Druck, Vergleichen und unrealistischen Standards. Und ehrlich, das ist traurig, weil sie am Ende genau wie Frauen in einem Spiel landen, bei dem die meisten nur verlieren können.

Knochen mit dem Hammer zertrümmern, Testosteron-Spritzen seit dem 14. Lebensjahr, Crystal Meth gegen Hunger: Influencer mit Millionen Followern propagieren, dass Aussehen der entscheidende Faktor für Macht und Erfolg ist – um jeden Preis. Ein Trend, der aus der Manosphere stammt – rechten Echokammern, in denen Männer wie Andrew Tate – gegen den Ermittlungen wegen Menschenhandels laufen – oder weiße Nationalisten wie Nick Fuentes die Regeln definieren.

Die Szene teilt Männer in „Chads” (Gutaussehende) und „Subs” (Untermenschen) ein – mit rassistischen und eugenischen Untertönen. Auf TikTok gehen solche Inhalte viral: Gesichtsvermessung, Hierarchien, Pseudowissenschaft. Ich finde das wirklich erschreckend, mehr dazu weiter unten in den Freitagstipps.

Good News!

Wie bereits erwähnt, so schlecht wie es scheint, der Wirtschaft nicht. Und Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit vertragen sich auch. Zum Beispiel: Die Solar- und Windkraft kann die Einnahmen von Städten fast verdoppeln. Sonne und Wind bringen Millionen.

In Berlin-Schöneberg gibt es jetzt eine eigene Grab- und Gedenkstätte für queere Menschen. Der neue Ort soll Raum für Erinnerung schaffen u.a. für Menschen, die Ausgrenzung erlebt haben oder keine Angehörigen hinterlassen. Eingeweiht wurde die Anlage am internationalen Aktionstag gegen Queerfeindlichkeit.

Erinnert ihr euch an den Milka Schokolade Skandal, über den ich letzte Woche in den Freitagstipps berichtet hatte? Gleicher Preis, weniger Inhalt: wegen der versteckten Preiserhöhung einer Milka-Schokoladentafel klagte die Verbraucherzentrale Hamburg. Und hat gewonnen: Laut Landgericht Bremen handelt es sich um eine „relative Mogelpackung und Irreführung des Verbrauchers“. Der Hersteller hätte deutlich auf die geringere Menge hinweisen müssen. Super!

 

Freitagstipps

 

1.   Pfingsten bedeutet für mich   _________ .

2.    ________ nur um der Harmonie willen.

3.   In der Relation _________ .

4.    _________ ist das die Lösung?

5.   Alles ist  ________   .

6.    ________ genau darum geht es.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Düsseldorf

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Nachdem ich mal kurz Jack Bauer und das 24 Universum verlassen hatte, musste ich selbstverständlich die super gehypte Miniserie “Off Campus” sehen. Ich hatte vorher bereits gelesen, dass dies vielleicht die beste Buchverfilmung aller Zeiten sei. Insbesondere im Bereich der Mainstream-Romantik. Ich habe es komplett in einem Rutsch durchgesuchtet. Und – falls das als Beleg für die Qualität taugt – ich habe bereits damit begonnen, es mir ein zweites Mal anzusehen.

Die Kameraführung, die Filmreferenzen, die Übergänge zwischen den Szenen, die Musikauswahl, die Farben, die Kostüme … einfach alles ist perfekt. Ich dachte wirklich, ich wäre aus meiner Fangirl-Phase für Teenie Dramen längst herausgewachsen. Wohl doch nicht. Und das Casting ist absolut makellos. Bei jedem einzelnen Schauspieler hat man das Gefühl, er sei wie geschaffen für seine Rolle. Nicht nur optisch, sondern auch in der Art und Weise, wie sie die Charaktere verkörpern.

Das ist Fernsehen gezielt auf Frauen ausgerichtet, von Frauen gemacht und nach einem Buch adaptiert, das von einer Frau geschrieben wurde. Als hätte endlich die Ära der „guten Jungs” begonnen. Und vielleicht ist das genau der Grund, warum Garrett Graham und Off Campus in letzter Zeit das Internet komplett übernommen hat. So lange war das Thema mehr Romantik um kalte, emotional unerreichbare, ferne Männer herum, deren Liebe man sich verdienen musste. Und jetzt fallen Frauen kollektiv in einen völlig anderen Typ Mann hinein. Männer, die emotional präsent sind, respektvoll gegenüber Grenzen, unterstützend in schwierigen Momenten und die nicht spielen oder ihren Partner das Gefühl geben, dass Zuneigung etwas ist, für das man ständig kämpfen muss. Und der interessanteste Teil ist, dass diese Charaktere immer noch tiefcharismatisch und maskulin sind. Mehr davon bitte! Die zweite Staffel wird zum Glück bereits gedreht.

Während Frauen zu einem neuen Männerbild tendieren, treibt das gekränkte Ego, mangelndes Selbstbewusstsein oder was auch immer die Männerwelt in die komplett andere Richtung. Ich erwähnte es bereits weiter oben.

Auf das Thema bin ich durch unter anderem durch einen TV-Beitrag in der ARD Mediathek aufmerksam geworden. “Looksmaxxing” – gnadenlose Selbstoptimierung. Looksmaxxer – das sind Influencer, die auf TikTok, Instagram und YouTube ihren männlichen Followern die totale Selbstoptimierung predigen.

Und noch etwas aus der ARD Mediathek: Die ARD-Doku „F*CK DEEPFAKES” zeigt, wie kinderleicht es ist, täuschend echte Deepfakes mit frei verfügbaren Tools zu erstellen. Im Film spricht Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes, die sich seit Jahren mit dem Thema Deepfakes und digitaler Gewalt beschäftigt und sich für strengere Gesetze sowie mehr Schutz für Opfer engagiert, mit Expert:innen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. In der Doku trifft sie auch den Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen, der selbst Opfer von Deepfakes im Internet ist.

Und dann hieß es nach acht Staffeln bye bye Jamie Fraser. Eine Ära endet. Die letzten zwei Folgen von “Outlander” waren berührend und in der letzten mit über 60 Minuten Laufzeit gab es etwas mehr Zeit zum Abschiednehmen. Dennoch lohnt es sich, nach dem kurzen Schreck am Ende der Episode, auch bis nach dem Abspann dranzubleiben. Zwar erscheint der Abspann auf den ersten Blick etwas unscheinbar, wer ganz genau hinsieht, versteht aber auch die tiefere Bedeutung. Mehr will ich nicht spoilern.Als “Outlander” vor über zehn Jahren zum allerersten Mal erschien, startete das globale Phänomen in der ersten Folge auch mit einem langjährigen Rätsel, dem plötzlichen Erscheinen von Jamie im 20. Jahrhundert. Wie konnte der Mann aus den 1700er Jahren überhaupt in der Zukunft erscheinen? Auch das wird in der letzten Folge erklärt. Ich habe diese Staffel übrigens  in der Originalversion geschaut, der schottische Dialekt ist einfach so passend!

Freitagstipps zum Lesen

Was für eine interessante Geschlechter-Studie, das Ergebnis überrascht mich nicht. Die Erziehung trägt maßgebend dazu bei, dass Frauen Risiken und Wettstreitereien eher scheuen als Männer: In einem Experiment haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Schülerinnen in reinen Mädchenschulen fernab der Eltern im Durchschnitt ebenso risikobereit sind wie Jungen. Deshalb fühlen sich Männer vielleicht auch immer mehr bedroht im Patriarchat.

Ich sag doch, das Thema begegnet mir gerade wirklich überall, auch in der Glamour: Was ist Looksmaxxing? Das beste Beispiel dafür, dass das Patriarchat auch Männern schadet.

Das Millionen Dollar Business mit der Abschiebung funktioniert zum Glück nicht ganz so wie geplant. Das von Donald Trump eröffnete Abschiebelager “Alligator Alcatraz” in einem Sumpfgebiet in Florida steht nun wohl vor dem Aus. Grund für die Schließung sind offenbar horrende Betriebskosten.

Freitagstipps zum Hören

Die Trump-Regierung forciert nicht nur ein christlich-weiße Familienbild, sondern auch die Macht der Männer. Die misogynen Ideologien sind schon lange nicht mehr in Ecken des Internets ausgelebte Fantasien, sondern werden unterstützt von Kabinettsmitgliedern. Die “Masculinism”-Bewegung ist auch Thema im OK, America? Podcast von gestern gewesen. Schon im Vorwort des von der konservativen Heritage Foundation geschriebenen Project 2025 wird betont, dass die Familie als Herzstück des amerikanischen Lebens wiederherzustellen sei. Nach extrem traditionellem Modell. Die perfekte Vorlage für die AfD bei uns.

The Band Camino habe ich auf TikTok entdeckt, dort finde ich übrigens oft tolle Sounds. Ihr neustes Album “Never Always” passt perfekt zu meiner Off Campus Obsession und ist heute komplett veröffentlicht worden. Die vorab verfügbaren Tracks habe ich in den letzten Tagen rauf und runter gehört.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Und jetzt wünsche ich euch ein wunderschönes und sonniges Pfingstwochenende!

Alles Liebe

Barbara

Allgemein Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Worte zur Woche, Freitagstipps und # 874

15. Mai 2026

Hallo Brückentag, wer freut sich nicht über diese Zeit im Jahr. Nun ja, wenn man wie ich nur noch Dienstags arbeitet, ist das jetzt nicht unbedingt so relevant. Aber für alle, die heute frei haben und sich ein langes Wochenende gönnen können, freut es mich sehr.

Wusstet ihr übrigens, dass Christi Himmelfahrt auch in der Schweiz , in Österreich sowie in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grönland, Haiti, Indonesien, Island, Kolumbien, Liechtenstein, Luxemburg, Madagaskar, Namibia, den Niederlanden, Norwegen und Schweden ein Feiertag ist?  Mir war das in dem Ausmaß nicht bekannt. Man kann also nicht wie an einigen anderen deutschen Feiertagen zum Shoppen oder Fritten essen nach Holland fahren kann.

Nicht zu verwechseln mit Mariä Himmelfahrt (15. August), welches nur in bestimmten Regionen (z.B. Saarland, Teile Bayerns) ein Feiertag ist. Bayern hat ja bekannterweise mehr Feiertage als jedes andere Bundesland. Immer eine Extrawurst.

Und dieser eigentlich christliche Feiertag ist ja irgendwann auch (wie eigentlich??) zum sogenannten Vatertag mutiert. Natürlich kann man an diesem Tag Väter ehren. Aber dieses gesellschaftlich akzeptierte Eskalieren mit viel Alkohol am „Vatertag” habe ich noch nie verstanden. Zumal ich mal behaupten möchte, dass zumindest ein Teil der Männer, die sich da unterwegs austoben, keine Väter sind.

Freitagsfüller Muttertag

Wo ist eigentlich der Sommer? Vorgestern hätte ich fast den Kamin angemacht, weil ich so gefroren habe und die Heizung schon länger ausgeschaltet hatte. Als Vorboten des Sommers sind die Mücken, diese kleinen Drecksviecher, aber schon da. Auf meiner Terrasse jedenfalls. Durch Socken und T-Shirt haben sie mich schon gepiekst, und dann immer gleich dreifach. Die Pest, da ich trotz Bite Away und Cortisonsalbe neuerdings allergisch reagiere und es Tage dauert, bis die Stiche abklingen.

Ich habe auch wieder Brot gebacken und dieses Mal mit ins Büro genommen. Nach einer Kostprobe war man dort der Meinung, ich sollte eine kleine Sauerteig Manufaktur eröffnen. Ein schönes Kompliment!

Persönliche Highlights der Woche: meine Kinder haben mir am Muttertag den wunderschönen Blumenstrauß oben und eine Karte mit so schönen und berührenden Worten geschickt. Das entschädigt etwas dafür, dass ich sie leider so selten sehe.

Und auf dem Flohmarkt habe ich einen sensationellen Fund gemacht: die Originalausgabe einer Tageszeitung aus Missouri vom 16. April 1912. Dem Tag nach dem Untergang der Titanic. Ich weiß noch nicht, was ich damit machen werde, habe mich aber sehr gefreut, 28 Seiten Geschichte in dieser Form zu finden. Und vielleicht schaue ich den Film nochmal.

Freitagstipps Titanic Newspaper

Der Vorteil beim aktuellen Schietwetter ist ja, dass ich keinerlei Drang spüre, das Haus zu verlassen. So habe ich viel Zeit am Basteltisch verbracht, neue Artist Trading Cards gewerkelt und für unsere Tauschgruppe verschickt. Und einige Ideen für die nächsten Workshops umgesetzt. Für mich gibt es einfach keine bessere Ablenkung von Problemen, dem Weltschmerz und den Nachrichten, als mit Farbe und Papier zu werkeln.

Und sonst so?

Am Samstag ist das ESC Finale. Wahrscheinlich hätte ich das garnicht so auf dem Schirm gehabt, wenn ich nicht diese Pressemitteilung gelesen hätte: “Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nennt queere Sichtbarkeit beim ESC ‘Klamauk’. Wir nennen seine Meinung: einfach nur peinlich! Dieser Mann, der schon mehrfach durch seine queerfeindlichen Aussagen aufgefallen ist, versucht hier wieder mal, queere Existenz als ‘unnötig’ oder ‘Spaß’ abzutun. Dabei ist queere Repräsentation, gerade bei einem so großen Event wie dem ESC, kein Klamauk, sondern lebensnotwendig! Sie gibt vielen Menschen Hoffnung und zeigt, dass Vielfalt gefeiert wird.”

Früher habe ich mit Freund*innen den ESC zelebriert, entweder im privaten Kreis oder mit Public Viewing in der Nachbarschaft. Das waren aber auch Zeiten, in denen man irgendwie für Deutschland mitgefiebert hat. Die Zeiten sind zumindest in meinem Umfeld vorbei, schade irgendwie. Ich werde die Show aber trotzdem nebenbei gucken.

Was mir noch so durch den Kopf ging: Vielleicht liegt die größte Schwäche der Demokratie nicht in ihren Institutionen, sondern im Menschen selbst. Demokratie setzt voraus, dass Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich zu informieren, nachzudenken und Widersprüche auszuhalten. Doch genau das ist anstrengend. Der Mensch sucht oft nach Einfachheit, nach klaren Antworten und nach Gefühlen, die stärker sind als komplizierte Fakten.

Früher wirkte Politik auf viele Menschen (auch auf mich) langweilig. Man wählte Parteien oft aus Gewohnheit oder Tradition, ohne sich intensiv mit Programmen zu beschäftigen. Gleichzeitig entstand eine Medienwelt, die immer stärker von Aufmerksamkeit lebt. Schlagzeilen wurden wichtiger als Inhalte, Empörung schneller als Verständnis. Viele Menschen lesen heute nur noch Überschriften, kurze Ausschnitte oder einfache Botschaften. Demokratiefeinde haben erkannt, dass man Menschen nicht unbedingt mit guten Argumenten gewinnt, sondern oft mit starken Gefühlen.

Angst, Wut und Empörung verbreiten sich schneller als differenziertes Denken. Rechte Bewegungen nutzen das besonders geschickt: einfache Feindbilder, einfache Lösungen, einfache Sprache. Nicht weil die Wirklichkeit einfach wäre, sondern weil einfache Antworten beruhigend wirken. Vielleicht zeigt sich darin ein Widerspruch der Demokratie: Sie gibt jedem Menschen eine Stimme, auch dann, wenn dieser Mensch wenig informiert ist oder nur emotional reagiert.

Demokratie vertraut darauf, dass Freiheit am Ende zu Vernunft führt. Aber dieses Vertrauen ist zerbrechlich. Denn Freiheit bedeutet auch die Freiheit zur Oberflächlichkeit, zur Manipulation und zur Verführung durch einfache Wahrheiten.

Gerade deshalb braucht Demokratie mehr als nur Wahlen. Sie braucht Bildung, Geduld, Medienkompetenz und Menschen, die bereit sind, mehr zu lesen als nur die Schlagzeile.

Ein negatives Beispiel ist gerade Großbritannien, nach den Kommunalwahlen Anfang der Woche spitzt sich die Krise um Premierminister Starmer immer weiter zu. Wer oder was steckt dahinter? Eventuell Christopher Harborne – jener in Thailand ansässige Milliardär, der sowohl den Trump Klon Nigel Farage als auch dessen Partei Reform finanziert. Dem Vernehmen nach hat er insgesamt rund 19 Millionen Pfund an die beiden gespendet. Was verlangt er dafür im Gegenzug? Er hat der immer stärker werden ultra rechten Reform Partei 22 Millionen Pfund und Farage weitere 5 Millionen Pfund gespendet, außerdem bereits zuvor Geld an die Tories, darunter auch an den ehjemaligen Premier Johnson. Ihm gehört ein Rüstungsunternehmen, das von Regierungsaufträgen im Wert von 80 Millionen Pfund profitiert hat. MAGA Playbook, jedenfalls lassen sich die Ähnlichkeiten nicht übersehen.

Allerdings lässt sich ein gravierender Unterschied zu Deutschland erkennen: in unseren östlichen Bundesländern erstarkt die AfD, obwohl der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der dortigen der Bevölkerung gering ist.

In London – wo die Menschen tatsächlich Tag für Tag Seite an Seite mit Einwanderern leben – hat Reform mit dem Wahlprogramm gegen Migration eine absolute Klatsche kassiert. Je näher die Menschen an echten multikulturellen Gemeinschaften dran sind, desto weniger lassen sie sich auf die rassistische Propaganda von Reform ein. Diese Partei gedeiht nur dort, wo sie Menschen belügen und deren Köpfe vergiften kann – Menschen, die gar nicht mit der Realität der Einwanderung leben. In Norfolk und Cornwall gibt es so gut wie keine Einwanderung, und doch sind es die engstirnigsten und rassistischsten Grafschaften im Vereinigten Königreich. Sobald man in einer kulturell vielfältigen Gegend lebt, erkennt man schnell, dass wir im Grunde alle gleich sind. Mit denselben Träumen, denselben Zielen, denselben Bedürfnissen. Es ist die Unwissenheit, die den Rassismus schürt. Und die rechten, von Milliardären finanzierten Medien.

Der derzeitige Erfolg von Reform UK, der AfD, und die Wahl von Trump in den USA übrigens auch, sind erschreckende Zeichen einer enormen Bildungskrise, in der die westliche Welt steckt. Man könnte von einer Selbstermächtigung des Stammtisches sprechen, bei der von einem imaginierten Vorgestern geträumt wird und individuelle Meinungen und Ressentiments mit rationalen Argumenten und Fakten verwechselt werden.

Ich habe auch manchmal den Eindruck, kaum jemand denkt über die eigene Nasenspitze und den eigenen Vor- oder Nachteil hinaus. Mieter sagen: Eigentümer beuten uns aus. Eigentümer sagen: Mieter sind wie lästige Zecken, die man nie wieder los wird. Arme sagen: wir können nicht mehr, die Reichen sollen ein wenig abgeben. Reiche sagen: mehr Wirtschaft und mehr insgesamt zu mir bitte. Und ganz schlimm: ich fühle mich benachteiligt, also sorge ich durch meine Stimme, dafür, dass es jemand anderem noch schlechter gehen wird. Wer denkt an ALLE?? Was ist mit Minderheiten ohne Stimme?

Komplexe Probleme werden auf einfache Feindbilder reduziert und plötzlich halten sich wieder Leute für „kritische Denker”, während sie exakt auf dieselben emotionalen Muster aufspringen wie schon die Generationen vor ihnen. Dinge wirken schon wieder viel zu normal, die niemals normal sein dürfen

Die Politik entzweit uns alle schon genug. Ich weiss auch, dass das anstrengend ist. Aber ich bin überzeugt davon, dass gerade andere Zeiten anbrechen. Da ist sehr viel Wut und Hinterfragen. Jetzt müssen wir hoffnungsvoll bleiben. Trotzdem auf die Strasse, mit Fakten gegenhalten, sachlich diskutieren, Briefe schreiben, an die Öffentlichkeit. Ich weiss, das ist so anstrengend. Aber aufgeben?

Bitte nicht.

Freitagstipps Mai Erdbeeren

Ach ja, der Sommer fiel ja dieses Jahr auf den vergangenen Sonntag, ich habe mir im Bauernladen die ersten Erdbeeren geholt und sie waren köstlich. Mit Milch, wie sie meine Mutter immer für mich als Kind gemacht hat.

Good News!

Letzten Freitag habe ich viele meiner Gedanken zu KI mit euch geteilt. Das hier finde ich richtig sinnvoll:  KI könnte Tausende Labortiere retten Forschende aus Frankfurt und Marburg haben eine KI entwickelt, die Tierversuche deutlich reduzieren könnte. Die Anwendung simuliert Versuchsdaten so präzise, dass künftig wohl 30 bis 50 Prozent weniger Labormäuse für Medikamententests nötig wären.

Ich gehe gerne in Museen, bin auch sonst an sehr Kunst interessiert und mein Spotify Abo für Musik und Podcasts nutze ich täglich. Das Erfreuliche: Regelmäßige Kulturangebote können den Alterungsprozess verlangsamen. Kunst lässt uns langsamer altern. Eine Studie aus London zeigt: Wer regelmäßig liest, Musik hört oder Museen besucht, altert messbar langsamer – besonders im Zusammenspiel mit Bewegung und sozialen Kontakten. Da habe ich ja noch Hoffnung.

 

Freitagstipps

 

1.  Bei Magnum fällt mir  ________.

2.  _________ spektakulär.

3.  Ich verstehe nicht  ___________ .

4.  __________ zeitlos.

5.  Das Gefühl von  __________ .

6.  _________ wie für mich gemacht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

 

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Auf Apple TV habe ich die Mini Serie “Widow’s Bay” angefangen, die wird gerade schwer gehyped. Und bis jetzt finde ich sie hervorragend. Es sind erst drei Folgen online, die nächsten kommen wöchentlich. Widow’s Bay vermengt beängstigende Horrormomente mit fantastischer Comedy, ist dabei aber weniger Satire als Drama. Wenn Bürgermeister Loftis (perfekt besetzt durch Matthew Rhys) versucht, seiner abgehängten Stadt etwas ins Moderne zu bringen, sich die Einwohner aber vor allem fürchten, weiß man manchmal nicht, ob man schreien oder lachen soll. Irgendwie fühle ich mich an “Der Weiße Hai” und Stephen King-Romane erinnert, und dann kommt aber wieder eine Situationskomik ohnegleichen ins Spiel. Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen.

Call me crazy, aber den Rest der Zeit bin ich ins “24” Universum abgetaucht. Alter Verwalter, ich hatte vergessen, wie unfassbar spannend Jack Bauer immer wieder die Welt gerettet hat. Da ich irgendwie vage in Erinnerung hatte, dass Kiefer Sutherland in Staffel 9 immer noch der Superheld ist, weiß ich auch dieses Mal beim Gucken, dass er jede tödliche Situation in jeder Staffel überlebt. Irgendwie beruhigend. Als die Serie 2003 zum ersten Mal im Fernsehen lief, haben wir jede Woche auf die nächste Folge hingefiebert, ich habe das noch gut in Erinnerung, weil das besondere Format damals neu war, die Serie aufwändig produziert war und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde.

Jetzt kann man auf Prime 9 Staffeln mit je 24 Episoden durchsuchten. Ich liebe ja so lange Serien mit mehreren Staffeln, da kann man gut abtauchen. Was ich ganz erstaunlich finde: in der Serie finden sich – sie lief insgesamt von 2001 bis 2014 – erstaunlich viele Parallelen zur heutigen US Politik. Korrupte oder dumme Präsidenten mit kriegsgeilen Beratern, machtbesessene Vizepräsidenten, Milliardäre, die sich mit üblen Gestalten verbünden, es geht um politische Skandale und persönliche Dramen. Mir vermittelt diese Art der Unterhaltung das natürlich sehr oberflächliche Gefühl, dass die Guten am Ende immer gewinnen, auch, wenn es nur Fiktion ist. Der Serie, mit der Kiefer Sutherland als Jack Bauer zur Legende wurde, wurde zugeschrieben, das Binge Watching etabliert zu haben. Ich verstehe das durchaus. Man darf natürlich nicht vergessen, dass in diesen Jahren die USA noch stark unter dem Einfluss von den Anschlägen vom 11. September stand und es hauptsächlich um Abwehr von Terroranschlägen ging. Eine 2024 geplante Neuauflage als Film wurde leider nicht realisiert.

Freitagstipps zum Lesen

Zum Thema ESC habe ich einen interessanten Bericht gelesen. Der jüdische Schoa-Überlebende Walter Andreas Schwarz vertrat Deutschland 1956 beim ersten Grand Prix Eurovision in Lugano. Seine Biografie prallte auf ein Publikum, das die Vergangenheit hinter sich lassen wollte. Die Leichtigkeit der Anderen.

Mehrere Hantavirus-Infektionen auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff haben weltweit Besorgnis ausgelöst – und Erinnerungen an die Coronapandemie geweckt. Alle Schwurbler sind schon wieder in Alarmbereitschaft, aber natürlich besteht nicht wirklich Grund zur Besorgnis. Was das Hantavirus von der Coronapandemie unterscheidet.

Skandal um Schokolade! Das ist aber auch eine ganz fiese Masche. Darf Milka die Schokoladentafel ohne Hinweis schrumpfen?

Freitagstipps zum Hören

Gehört habe ich mal wieder eine Folge des Podcasts “Busenfreundin”. In der Folge Uwe und die Deutschlandflagge wird es persönlich, politisch und erstaunlich hoffnungsvoll. Ricarda Hofman spricht mit dem Arzt und Influencer Aljosha Muttardi über sein neues Buch „Gut wird’s hier nicht mehr, aber besser” und darüber, wie man in einer Welt voller Überforderung trotzdem nicht komplett zynisch wird und versucht, in dieser Welt klarzukommen. Es geht um Weltschmerz, Hass im Netz, internalisierte Queerfeindlichkeit und das sogenannte Overton-Fenster: Warum rechte Aussagen plötzlich gesellschaftsfähig wirken. Außerdem geht’s um Social Media, Privilegien, Genderdebatten und einen verlorenen Koffer bei der Deutschen Bahn. Ich habe beim Hören ständig mit dem Kopf genickt. So gut, so ehrlich und authentisch! Ich liebe Ricarda ja auch schon lange für ihre gnadenlos gute Comedy auf Instagram.

Der zweite Podcast, den ich gehört habe und euch auch sehr empfehlen kann, ist die Hotel Matze Folge mit dem Neurobiologen Dr. Gerald Hüther “Warum sind wir alle so unruhig”. Wertvoller Input und tiefgehender Stoff fürs Herz und Kopf! Besonders die Themen Erwartungshaltung, Konditionierung, Leistungsdruck und wie wichtig es ist, sich mit den eigenen Lebenseinstellungen und Verhaltensweisen auseinanderzusetzen, fand ich unglaublich spannend.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Habt ein wunderbares langes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Freitagstipps, meine Gedanken zur Woche und # 873

8. Mai 2026

Hello hello, wieder eine Woche geschafft, willkommen zu meinen speziellen Freitagstipps und sonstigem Schriftwerk. Und der 873 Ausgabe des Freitagsfüllers. Fast 17 Jahre Satzfragmente hier auf dem Blog.

Vorgestern habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr bei komplett offenem Fenster geschlafen und das sanfte Geräusch des Regens genossen. Die Natur braucht es, und ich habe noch keine Lust, Anfang Mai jeden Abend mit dem Gartenschlauch auf meiner Terrasse zu hantieren. Überhaupt, der Geruch von Regen (außer von Oktober bis März) ist für mich etwas Besonderes.

Neulich las ich, dass der spezielle erdige Duft, wenn Regen auf trockenen Boden trifft, sich Petrichor nennt. Der Name, 1964 von zwei australischen Wissenschaftlern geprägt, klingt nach antikem Götterblut – und ist es gewissermaßen: péträ, der Stein, und ichör, das Blut der Götter. In Indien wird Petrichor durch Dampfdestillation von Lehm gewonnen und als Duft getragen. Der Westen hat dafür keine Tradition. Nur ein Glücksgefühl, für das man ab und zu gern nass wird.

Freitagstipps Mai Garten

Da meine Woche bis auf einen Kinoabend und Frühstück mit meinen Freundinnen und viel Zeit am Basteltisch eher ereignislos und ruhig war, gibt’s heute nicht viel zu berichten und ein wenig mehr Gedankensalat.

Ich setze mich aktuell viel mit dem Thema KI auseinander. Mehr dazu auch weiter unten in den Freitagstipps. Einerseits ist sie da, und es entwickelt sich in einer Dynamik, die rasant ist. Zu sagen: ich nutze das nicht, so wie ich in der Boomer Blase manchmal höre oder lese, ist natürlich Quatsch. KI ist längst Teil unseres Lebens, ob wir wollen oder nicht. Aber zumindest zurzeit finde ich es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und möglichst umfassend zu informieren. Was mir Sorgen macht ist auch die Umweltbelastung durch KI.

Kl verbraucht viel Rechenleistung und Strom, und die gigantischen Rechenzentren brauchen viel Wasser für die Kühlung. Dieses Wasser wird oft Flüssen entnommen und aufgeheizt zurückgeführt, was bewirkt, dass diese Flüsse überhitzen und umkippen. Die Server stehen selten in Deutschland und werden selten mit grünem Strom betrieben.

Kl benötigt sehr viel Rechenleistung von Servern, diese kostet viel Strom und der Mehrverbrauch dieses Stromes ist das Problem. Denn die Server stehen selten in Deutschland und werden seltener mit grünem Storm betrieben. Und die Herstellung der Hardware für die Server hat einen hohen Rohstoffverbrauch wie Kohle, seltene Erden, Metalle, deren Abbau und Verarbeitung auch nicht umweltfreundlich ist. In den USA werden inzwischen eigens für den Betrieb von Kl Rechenzentren Atomkraftwerke gebaut. Und so weiter …

Kl Suche erzeugt unglaublich viel Traffic bei den Webseiten. Wo man früher vielleicht die ersten 3 – 5 Ergebnisse auf Google gelesen hat, steuert eine Kl Suche 100 – 200 Webseiten an, um das Ergebnis zusammenzufassen. Das erzeugt damit mehr Stromverbrauch bei den betroffenen Webseiten. Künstliche Intelligenz transformiert aber auch viele Branchen. Dies eröffnet neue Wachstumschancen für Unternehmen und interessante Investitionsmöglichkeiten für Anleger. Im medizinischen Bereich werden wir alle von Fortschritten auch für unsere Gesundheit sehr profitieren.

Aber in erster Linie geht es bei der rasanten Entwicklung gerade natürlich um Geld und Macht, was sonst. Die Milliardäre am Drücker – etwa bei Google, Microsoft, Amazon, Meta, Tesla oder NVIDIA. Diese Tech-Giganten gehören zweifellos zu den treibenden Kräften bei der Entwicklung und Kommerzialisierung von KI.

Ich persönlich versuche, mein Gehirn soweit wie möglich noch selbst zu nutzen, schreibe Texte wie diesen ohne KI und spiele auch nicht mit irgendwelchen Bildchen rum. Das ist vielleicht old school und für mein Business nicht unbedingt professionell, was die Optik angeht. Aber ich versuche meinen mini kleinen Beitrag zu leisten, KI nicht für etwas zu nutzen, wofür es Alternativen gibt. ChatGPT nutze ich ab und zu, beschäftige mich aber gerade auch als Alternative mit Claude AI. Das ist eine fortschrittliche KI-Plattform des US-Unternehmens Anthropic, gegründet von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitenden, die sich auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und ethische KI konzentriert.

Ich sehe folgenden Unterschied und das ist für mich ausschlaggebend:

Anthropic ist momentan die einzige KI-Schmiede, die sich Trump nicht bedingungslos unterordnen will. Das Pentagon verlangte von KI-Unternehmen, Sicherheitsleitplanken aus ihren Modellen zu entfernen, um ein breiteres Spektrum militärischer Anwendungen zu ermöglichen. Anthropic lehnte die Forderungen aus dem Pentagon ab.Das Unternehmen befürchtete, dass seine KI-Technologie für die inländische Massenüberwachung oder vollautonome Waffen eingesetzt werden könnte. US-Präsident Donald Trump ordnete daraufhin an, Bundesbehörden sollten die Nutzung von Anthropic-Diensten möglichst sofort beenden, und beschimpfte die Firma als »linke Spinner«.

Open AI (ChatGPT) CEO Sam Altman war liberal, demokratisch und Unterstützer von Joe Biden. Seit November 2024 ist er großer Fan von Trump und regelmäßig im Weißen Haus zu Gast. Wendehals. Mir gefällt das nicht, deswegen werde ich jetzt mehr Claude aus ChatGPT nutzen.

Das Wort Hantavirus möchte ich im Übrigen jetzt nicht täglich lesen bitte.

Und sonst so?

Immer wenn man denkt, es kann nicht absurder werden, kommt einer daher, der keine politischen wertvollen oder wichtigen Inhalte mehr hat. Und der denkt sich dann nach Genderverbot, Werbung für Grillwürste und neue Atomkraftwerke aus, dass Bayern ab kommendem Schuljahr Hymnenpflicht bei Abschussfeiern einführt. Kennt ihr den Text der verpflichtenden Bayernhymne? Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass Bayern eine eigene Hymne hat, aber das ist ja doch irgendwie typisch. Den Text – und das soll keine Beleidigung sein, ich mag Bayern – ist in meinen Augen aber grenzwertig. Mich erinnert das an Zeiten, an diue man lieber nicht erinnert werden möchte.

2. Strophe: Gott mit uns dem Bayernvolke, wenn wir unsrer Väter wert, fest in Eintracht und in Frieden, bauen unsres Glückes Herd, dass mit Deutschlands Bruderstämmen, einig uns ein jeder schau, und den alten Ruhm bewahre, unser Banner weiß und blau

Versteht mich nicht falsch, ich bin Fan unserer deutschen Nationalhymne. Wenn die bei Sportereignissen oder Siegerehrungen gespielt wird, wo jemand für unser Land antritt, finde ich diese Identifikation und die Hymne schon sentimental und passend.

Aber die Bayernhymne ist völlig aufs der Zeit gefallen und spiegelt die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie Toleranz und Vielfalt überhaupt nicht wieder. Thema verfehlt, setzen, 6. Erinnert eher ans Königlich-Bayerische Amtsgericht, humorig, aber nicht zukunftsfähig.

Die AfD begrüßt die Hymnenpflicht außerordentlich… Allein das zeigt schon, dass die Maßnahme Unsinn ist. Würde sich die CSU doch den wirklich wichtigen Schulthemen mit ebenso viel Tatendrang widmen.

Nicht mal ein Jahr nach Regierungsantritt steht die Alternative für Dumme bei 27 %, so stark wie noch nie. Gleichzeitig ist der Kanzler so unbeliebt wie nie. Und das, obwohl sich die CDU 500 Milliarden aus der Zukunft geborgt hat, nachdem man der Ampel zuvor 60 Milliarden weggeklagt hat, um sie zu stürzen.

Einfach WOW, ist das unterirdisch!

Leider haben die Medien einen sehr sehr großen Anteil, an dem, was in unseren Land so passiert. Das ist nicht polemisch sondern meine Beobachtung. es geht um den schnellen Click – die Überschrift ist das was hängenbleibt, wen juckt der Text? Und genau DAS ist das Gefährliche. Ja, Medien brauchen Einkommen und Leser aber so klappt das halt nicht –  im Gegenteil. Grad die öffentlichen Medien haben wunderbar mitgeholfen, die AfD in den letzten Jahren großzumachen.

Und dann habe ich so viele Fotos und Videos der diesjährigen MET Gala gesehen.  Und ich fragte mich, was genau passiert da eigentlich? Wir sehen immer die dramatisierten Eingänge – inzwischen kommen viele Damen die breite Treppe nicht mehr alleine hoch wegen der immer skurrileren Outfits – aber was passiert tatsächlich drinnen?

Abendessen? Wie können die Leute überhaupt sitzen, geschweige denn essen? Oder wandeln sie einfach herum wie Kaiser-Pinguine in ihren unmöglichen Outfits? Außerdem, gibt es auch Toilettenpersonal, um den Gästen bei einem eventuellen menschlichen Bedürfnis zu helfen? Oder tragen die Gäste der Gala heimlich Teena Ladies?

Ich habe so viele Fragen.

Freitagstipps Mai Kino

Good News!

EU will KI-Apps für sexualisierte Deepfakes verbieten Künftig sollen KI-Anwendungen verboten werden, die Menschen ohne ihre Zustimmung entkleidet oder pornografisch darstellen. Das geplante Verbot richtet sich nicht nur gegen die Verbreitung solcher Bilder, sondern erstmals auch direkt gegen die Technik dahinter. Betroffene sollen so besser vor digitaler Gewalt geschützt werden.

EU-Parlament stärkt Rechte schwangerer Abgeordneter Das Europaparlament will schwangeren Abgeordneten mehr Teilhabe ermöglichen: Künftig sollen sie ihr Stimmrecht rund um die Geburt vorübergehend übertragen können. Bislang verfiel ihre Stimme bei Abwesenheit. Die Reform gilt als wichtiges Signal für mehr Vereinbarkeit von Familie und Politik.

Brighton plant erstes Frauenfußball-Stadion Europas Der englische Erstligist Brighton & Hove Albion plant als erster in Europa ein Stadion nur für sein Frauenteam. Die neue Arena mit mindestens 10.000 Plätzen soll bis 2030 entstehen – und den Frauenfußball mit eigener Infrastruktur und fester Heimat stärken.

 

Freitagstipps

 

1. Ich lese _________ .

2.  ________ Erdbeeren mit ________ .

3. Am Montag _________.

4.  __________ ein Traum.

5.  Im übrigen steht ________.

6. ________ besonders für mich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Mai Berlin Guide

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich glaube, “Der Teufel trägt Prada” habe ich im Laufe der letzten 20 Jahre mindestens zehnmal gesehen, und es ist und bleibt einer meiner Lieblingsfilme. Die lange und mit Spannung erwartete Fortsetzung “Der Teufel trägt Prada 2” kam letzte Woche in die Kinos. Nachdem meine Tochter mir schon durchaus positiv davon erzählt hatte, freute ich mich erst recht auf den Kinobesuch am Montag mit meinen Freundinnen. Mein Eindruck: ist eine glänzende und charmante Fortsetzung des beliebten Originals von 2006. Die Charaktere dürfen wachsen und sich verändern. Der Film und besonders Miranda ist bei weitem nicht so bissig wie der Vorgänger, aber das genau fand ich gut. Menschen verändern sich, vielleicht wird man mit dem Alter ruhiger oder empathischer. Das jedenfalls kam bei mir an, ich finde den Film sehr gelungen.

Der neue ZDF-Film “Olivia” über Drag-Ikone Olivia Jones entwickelt sich gerade in den sozialen Netzwerken zu einem Hype. Schon der Trailer zum Film erreichte auf Instagram viele Menschen. Ich habe “Olivia”gestern in der ZDF Mediathek gesehen und hatte mehrmals feuchte Augen. In dem Film geht es um die Lebensgeschichte von Deutschlands berühmtester Dragqueen. “Dieser Film zeigt, dass unsere Freiheiten nicht selbstverständlich sind und verteidigt werden müssen”, sagt Olivia Jones. Der Film zeigt Eltern von queeren Kids, “wie wichtig es ist, hinter ihren Kindern zu stehen. Egal, wie schwer das manchmal fällt. Und was es anrichtet, wenn sie es nicht tun.” Es ist ein Film über Mut in schwierigen Zeiten. Ein Film der zeigt, wie wichtig es ist, seinem Herzen zu folgen, für seine Freiheiten zu kämpfen und sich gegen Hass und Ausgrenzung zu behaupten. Absolut sehenswert, auch mit großartigen Darstellern.

Und dann habe ich noch eine Doku auf Netflix gesehen, die unfassbar gutes und spannendes Storytelling hat. Aufgrund eines schockierenden Online-Videos verbünden sich tierliebende Gerechtigkeitskämpfer im Internet. Ihr Zielobjekt plant jedoch weitere Horrorszenarien. “Don’t f**k with cats” ist spannend und zeigt sowohl die guten Seiten des Internets, wie auch die Abgründe. Ich gebe zu, dass ich die Doku mehr gehört als gesehen habe, da ich dabei an meinem Basteltisch saß. Das war auch gut so, denn die im Film gezeigten Internet-Videos, die letztendlich dazu führten, dass ein Mord aufgeklärt wurde, konnte ich mir nicht ansehen. Trotzdem fand ich die Doku super spannend, und es ist schon interessant, das eine zufällige Gruppe tierlieber Menschen im Internet es geschafft hat, mit Hartnäckigkeit einen Tierquäler zu jagen und einen Mord aufzuklären.

Freitagstipps zum Lesen

Der oben erwähnte Film war schon eine gute Fortsetzung. Diese Liste der besten Fortsetzungen finde ich auch ganz spannend.

Eine sehr smarte Form der Propaganda. Die in Iran ansässige Gruppe „Explosive Media“ erstellt KI-Videos, die US-Präsident Donald Trump als Lego-Männchen zeigen. Was steckt dahinter?

Amerikas Hotels schlagen Alarm. Ja nun, einen Monat vor der WM, läuft wohl nicht gut.

Freitagstipps zum Hören

Ich setze mich, wie oben bereits erwähnt, aktuell wieder viel mit dem Thema KI auseinander. Das ist zum Teil auch bedingt durch mehrere interessante Podcasts, die ich in der vergangenen Woche zu diesem Thema gehört habe. Wie immer verlinke ich euch eine Quelle, ihr könnt die Podcasts aber auf allen gängigen Podcast Apps hören.

Mit „What the Al?!” startet Baby got Business ein neues Podcast-Format rund um künstliche Intelligenz. Host ist Viktoria Rode, die als KI-Expertin mit Marken, Agenturen und Teams arbeitet und genau weiß, wo die größten Hürden liegen.

Im Presseklub wird diskutiert: Wie KI die Welt verändert. Das Thema wird super interessant, super spannend und unter vielen Aspekten aufgedröselt. Wo stehen wir heute, was KI betrifft? In welchen Branchen gehen Jobs verloren, in welchen entstehen neue? Wie vertrauenswürdig sind die Männer im Silicon Valley, die die Technologie entwickeln? Und was bedeutet der rasante Aufstieg der Künstlichen Intelligenz für jeden Einzelnen von uns?

Habt ihr schon mal vom Quanteninternet gehört? Ich kannte den Begriff bisher nicht. In dieser Folge des “Gesellschaft besser machen” Podcasts spricht Moderatorin Muschda Sherzada mit der Informatikerin und Quantenphysikerin Stephanie Wehner über das Quanteninternet – eine Technologie, die abhörsichere Kommunikation ermöglichen und das Internet grundlegend verändern könnte. Wehner ist Direktorin der European Quantum Internet Alliance und wurde 2025 für ihre wegweisende Forschung mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ausgezeichnet. Die Technik bietet große Chancen für Europa.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Gestern war Falttag, heute ist Brotbacktag. Und ansonsten habe ich keine besonderen Pläne. Ach ja, morgen verlose ich was Schönes auf Instagram, schaut doch mal auf meinem Kanal (ich finde das Wort immer noch komisch, aber so sagt man das anscheinend jetzt) vorbei! Ein kleiner Tipp ist in diesem Beitrag, den ihr hoffentlich bis hierhin durchgehalten habt, versteckt. Und eventuell hat es auch hiermit zu tun.

Habt ein schönes entspanntes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara