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Worte zur Woche, Freitagstipps und # 874

15. Mai 2026

Hallo Brückentag, wer freut sich nicht über diese Zeit im Jahr. Nun ja, wenn man wie ich nur noch Dienstags arbeitet, ist das jetzt nicht unbedingt so relevant. Aber für alle, die heute frei haben und sich ein langes Wochenende gönnen können, freut es mich sehr.

Wusstet ihr übrigens, dass Christi Himmelfahrt auch in der Schweiz , in Österreich sowie in Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grönland, Haiti, Indonesien, Island, Kolumbien, Liechtenstein, Luxemburg, Madagaskar, Namibia, den Niederlanden, Norwegen und Schweden ein Feiertag ist?  Mir war das in dem Ausmaß nicht bekannt. Man kann also nicht wie an einigen anderen deutschen Feiertagen zum Shoppen oder Fritten essen nach Holland fahren kann.

Nicht zu verwechseln mit Mariä Himmelfahrt (15. August), welches nur in bestimmten Regionen (z.B. Saarland, Teile Bayerns) ein Feiertag ist. Bayern hat ja bekannterweise mehr Feiertage als jedes andere Bundesland. Immer eine Extrawurst.

Und dieser eigentlich christliche Feiertag ist ja irgendwann auch (wie eigentlich??) zum sogenannten Vatertag mutiert. Natürlich kann man an diesem Tag Väter ehren. Aber dieses gesellschaftlich akzeptierte Eskalieren mit viel Alkohol am „Vatertag” habe ich noch nie verstanden. Zumal ich mal behaupten möchte, dass zumindest ein Teil der Männer, die sich da unterwegs austoben, keine Väter sind.

Freitagsfüller Muttertag

Wo ist eigentlich der Sommer? Vorgestern hätte ich fast den Kamin angemacht, weil ich so gefroren habe und die Heizung schon länger ausgeschaltet hatte. Als Vorboten des Sommers sind die Mücken, diese kleinen Drecksviecher, aber schon da. Auf meiner Terrasse jedenfalls. Durch Socken und T-Shirt haben sie mich schon gepiekst, und dann immer gleich dreifach. Die Pest, da ich trotz Bite Away und Cortisonsalbe neuerdings allergisch reagiere und es Tage dauert, bis die Stiche abklingen.

Ich habe auch wieder Brot gebacken und dieses Mal mit ins Büro genommen. Nach einer Kostprobe war man dort der Meinung, ich sollte eine kleine Sauerteig Manufaktur eröffnen. Ein schönes Kompliment!

Persönliche Highlights der Woche: meine Kinder haben mir am Muttertag den wunderschönen Blumenstrauß oben und eine Karte mit so schönen und berührenden Worten geschickt. Das entschädigt etwas dafür, dass ich sie leider so selten sehe.

Und auf dem Flohmarkt habe ich einen sensationellen Fund gemacht: die Originalausgabe einer Tageszeitung aus Missouri vom 16. April 1912. Dem Tag nach dem Untergang der Titanic. Ich weiß noch nicht, was ich damit machen werde, habe mich aber sehr gefreut, 28 Seiten Geschichte in dieser Form zu finden. Und vielleicht schaue ich den Film nochmal.

Freitagstipps Titanic Newspaper

Der Vorteil beim aktuellen Schietwetter ist ja, dass ich keinerlei Drang spüre, das Haus zu verlassen. So habe ich viel Zeit am Basteltisch verbracht, neue Artist Trading Cards gewerkelt und für unsere Tauschgruppe verschickt. Und einige Ideen für die nächsten Workshops umgesetzt. Für mich gibt es einfach keine bessere Ablenkung von Problemen, dem Weltschmerz und den Nachrichten, als mit Farbe und Papier zu werkeln.

Und sonst so?

Am Samstag ist das ESC Finale. Wahrscheinlich hätte ich das garnicht so auf dem Schirm gehabt, wenn ich nicht diese Pressemitteilung gelesen hätte: “Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger nennt queere Sichtbarkeit beim ESC ‘Klamauk’. Wir nennen seine Meinung: einfach nur peinlich! Dieser Mann, der schon mehrfach durch seine queerfeindlichen Aussagen aufgefallen ist, versucht hier wieder mal, queere Existenz als ‘unnötig’ oder ‘Spaß’ abzutun. Dabei ist queere Repräsentation, gerade bei einem so großen Event wie dem ESC, kein Klamauk, sondern lebensnotwendig! Sie gibt vielen Menschen Hoffnung und zeigt, dass Vielfalt gefeiert wird.”

Früher habe ich mit Freund*innen den ESC zelebriert, entweder im privaten Kreis oder mit Public Viewing in der Nachbarschaft. Das waren aber auch Zeiten, in denen man irgendwie für Deutschland mitgefiebert hat. Die Zeiten sind zumindest in meinem Umfeld vorbei, schade irgendwie. Ich werde die Show aber trotzdem nebenbei gucken.

Was mir noch so durch den Kopf ging: Vielleicht liegt die größte Schwäche der Demokratie nicht in ihren Institutionen, sondern im Menschen selbst. Demokratie setzt voraus, dass Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich zu informieren, nachzudenken und Widersprüche auszuhalten. Doch genau das ist anstrengend. Der Mensch sucht oft nach Einfachheit, nach klaren Antworten und nach Gefühlen, die stärker sind als komplizierte Fakten.

Früher wirkte Politik auf viele Menschen (auch auf mich) langweilig. Man wählte Parteien oft aus Gewohnheit oder Tradition, ohne sich intensiv mit Programmen zu beschäftigen. Gleichzeitig entstand eine Medienwelt, die immer stärker von Aufmerksamkeit lebt. Schlagzeilen wurden wichtiger als Inhalte, Empörung schneller als Verständnis. Viele Menschen lesen heute nur noch Überschriften, kurze Ausschnitte oder einfache Botschaften. Demokratiefeinde haben erkannt, dass man Menschen nicht unbedingt mit guten Argumenten gewinnt, sondern oft mit starken Gefühlen.

Angst, Wut und Empörung verbreiten sich schneller als differenziertes Denken. Rechte Bewegungen nutzen das besonders geschickt: einfache Feindbilder, einfache Lösungen, einfache Sprache. Nicht weil die Wirklichkeit einfach wäre, sondern weil einfache Antworten beruhigend wirken. Vielleicht zeigt sich darin ein Widerspruch der Demokratie: Sie gibt jedem Menschen eine Stimme, auch dann, wenn dieser Mensch wenig informiert ist oder nur emotional reagiert.

Demokratie vertraut darauf, dass Freiheit am Ende zu Vernunft führt. Aber dieses Vertrauen ist zerbrechlich. Denn Freiheit bedeutet auch die Freiheit zur Oberflächlichkeit, zur Manipulation und zur Verführung durch einfache Wahrheiten.

Gerade deshalb braucht Demokratie mehr als nur Wahlen. Sie braucht Bildung, Geduld, Medienkompetenz und Menschen, die bereit sind, mehr zu lesen als nur die Schlagzeile.

Ein negatives Beispiel ist gerade Großbritannien, nach den Kommunalwahlen Anfang der Woche spitzt sich die Krise um Premierminister Starmer immer weiter zu. Wer oder was steckt dahinter? Eventuell Christopher Harborne – jener in Thailand ansässige Milliardär, der sowohl den Trump Klon Nigel Farage als auch dessen Partei Reform finanziert. Dem Vernehmen nach hat er insgesamt rund 19 Millionen Pfund an die beiden gespendet. Was verlangt er dafür im Gegenzug? Er hat der immer stärker werden ultra rechten Reform Partei 22 Millionen Pfund und Farage weitere 5 Millionen Pfund gespendet, außerdem bereits zuvor Geld an die Tories, darunter auch an den ehjemaligen Premier Johnson. Ihm gehört ein Rüstungsunternehmen, das von Regierungsaufträgen im Wert von 80 Millionen Pfund profitiert hat. MAGA Playbook, jedenfalls lassen sich die Ähnlichkeiten nicht übersehen.

Allerdings lässt sich ein gravierender Unterschied zu Deutschland erkennen: in unseren östlichen Bundesländern erstarkt die AfD, obwohl der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der dortigen der Bevölkerung gering ist.

In London – wo die Menschen tatsächlich Tag für Tag Seite an Seite mit Einwanderern leben – hat Reform mit dem Wahlprogramm gegen Migration eine absolute Klatsche kassiert. Je näher die Menschen an echten multikulturellen Gemeinschaften dran sind, desto weniger lassen sie sich auf die rassistische Propaganda von Reform ein. Diese Partei gedeiht nur dort, wo sie Menschen belügen und deren Köpfe vergiften kann – Menschen, die gar nicht mit der Realität der Einwanderung leben. In Norfolk und Cornwall gibt es so gut wie keine Einwanderung, und doch sind es die engstirnigsten und rassistischsten Grafschaften im Vereinigten Königreich. Sobald man in einer kulturell vielfältigen Gegend lebt, erkennt man schnell, dass wir im Grunde alle gleich sind. Mit denselben Träumen, denselben Zielen, denselben Bedürfnissen. Es ist die Unwissenheit, die den Rassismus schürt. Und die rechten, von Milliardären finanzierten Medien.

Der derzeitige Erfolg von Reform UK, der AfD, und die Wahl von Trump in den USA übrigens auch, sind erschreckende Zeichen einer enormen Bildungskrise, in der die westliche Welt steckt. Man könnte von einer Selbstermächtigung des Stammtisches sprechen, bei der von einem imaginierten Vorgestern geträumt wird und individuelle Meinungen und Ressentiments mit rationalen Argumenten und Fakten verwechselt werden.

Ich habe auch manchmal den Eindruck, kaum jemand denkt über die eigene Nasenspitze und den eigenen Vor- oder Nachteil hinaus. Mieter sagen: Eigentümer beuten uns aus. Eigentümer sagen: Mieter sind wie lästige Zecken, die man nie wieder los wird. Arme sagen: wir können nicht mehr, die Reichen sollen ein wenig abgeben. Reiche sagen: mehr Wirtschaft und mehr insgesamt zu mir bitte. Und ganz schlimm: ich fühle mich benachteiligt, also sorge ich durch meine Stimme, dafür, dass es jemand anderem noch schlechter gehen wird. Wer denkt an ALLE?? Was ist mit Minderheiten ohne Stimme?

Komplexe Probleme werden auf einfache Feindbilder reduziert und plötzlich halten sich wieder Leute für „kritische Denker”, während sie exakt auf dieselben emotionalen Muster aufspringen wie schon die Generationen vor ihnen. Dinge wirken schon wieder viel zu normal, die niemals normal sein dürfen

Die Politik entzweit uns alle schon genug. Ich weiss auch, dass das anstrengend ist. Aber ich bin überzeugt davon, dass gerade andere Zeiten anbrechen. Da ist sehr viel Wut und Hinterfragen. Jetzt müssen wir hoffnungsvoll bleiben. Trotzdem auf die Strasse, mit Fakten gegenhalten, sachlich diskutieren, Briefe schreiben, an die Öffentlichkeit. Ich weiss, das ist so anstrengend. Aber aufgeben?

Bitte nicht.

Freitagstipps Mai Erdbeeren

Ach ja, der Sommer fiel ja dieses Jahr auf den vergangenen Sonntag, ich habe mir im Bauernladen die ersten Erdbeeren geholt und sie waren köstlich. Mit Milch, wie sie meine Mutter immer für mich als Kind gemacht hat.

Good News!

Letzten Freitag habe ich viele meiner Gedanken zu KI mit euch geteilt. Das hier finde ich richtig sinnvoll:  KI könnte Tausende Labortiere retten Forschende aus Frankfurt und Marburg haben eine KI entwickelt, die Tierversuche deutlich reduzieren könnte. Die Anwendung simuliert Versuchsdaten so präzise, dass künftig wohl 30 bis 50 Prozent weniger Labormäuse für Medikamententests nötig wären.

Ich gehe gerne in Museen, bin auch sonst an sehr Kunst interessiert und mein Spotify Abo für Musik und Podcasts nutze ich täglich. Das Erfreuliche: Regelmäßige Kulturangebote können den Alterungsprozess verlangsamen. Kunst lässt uns langsamer altern. Eine Studie aus London zeigt: Wer regelmäßig liest, Musik hört oder Museen besucht, altert messbar langsamer – besonders im Zusammenspiel mit Bewegung und sozialen Kontakten. Da habe ich ja noch Hoffnung.

 

Freitagstipps

 

1.  Bei Magnum fällt mir  ________.

2.  _________ spektakulär.

3.  Ich verstehe nicht  ___________ .

4.  __________ zeitlos.

5.  Das Gefühl von  __________ .

6.  _________ wie für mich gemacht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

 

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Auf Apple TV habe ich die Mini Serie “Widow’s Bay” angefangen, die wird gerade schwer gehyped. Und bis jetzt finde ich sie hervorragend. Es sind erst drei Folgen online, die nächsten kommen wöchentlich. Widow’s Bay vermengt beängstigende Horrormomente mit fantastischer Comedy, ist dabei aber weniger Satire als Drama. Wenn Bürgermeister Loftis (perfekt besetzt durch Matthew Rhys) versucht, seiner abgehängten Stadt etwas ins Moderne zu bringen, sich die Einwohner aber vor allem fürchten, weiß man manchmal nicht, ob man schreien oder lachen soll. Irgendwie fühle ich mich an “Der Weiße Hai” und Stephen King-Romane erinnert, und dann kommt aber wieder eine Situationskomik ohnegleichen ins Spiel. Ich freue mich schon auf die nächsten Folgen.

Call me crazy, aber den Rest der Zeit bin ich ins “24” Universum abgetaucht. Alter Verwalter, ich hatte vergessen, wie unfassbar spannend Jack Bauer immer wieder die Welt gerettet hat. Da ich irgendwie vage in Erinnerung hatte, dass Kiefer Sutherland in Staffel 9 immer noch der Superheld ist, weiß ich auch dieses Mal beim Gucken, dass er jede tödliche Situation in jeder Staffel überlebt. Irgendwie beruhigend. Als die Serie 2003 zum ersten Mal im Fernsehen lief, haben wir jede Woche auf die nächste Folge hingefiebert, ich habe das noch gut in Erinnerung, weil das besondere Format damals neu war, die Serie aufwändig produziert war und mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde.

Jetzt kann man auf Prime 9 Staffeln mit je 24 Episoden durchsuchten. Ich liebe ja so lange Serien mit mehreren Staffeln, da kann man gut abtauchen. Was ich ganz erstaunlich finde: in der Serie finden sich – sie lief insgesamt von 2001 bis 2014 – erstaunlich viele Parallelen zur heutigen US Politik. Korrupte oder dumme Präsidenten mit kriegsgeilen Beratern, machtbesessene Vizepräsidenten, Milliardäre, die sich mit üblen Gestalten verbünden, es geht um politische Skandale und persönliche Dramen. Mir vermittelt diese Art der Unterhaltung das natürlich sehr oberflächliche Gefühl, dass die Guten am Ende immer gewinnen, auch, wenn es nur Fiktion ist. Der Serie, mit der Kiefer Sutherland als Jack Bauer zur Legende wurde, wurde zugeschrieben, das Binge Watching etabliert zu haben. Ich verstehe das durchaus. Man darf natürlich nicht vergessen, dass in diesen Jahren die USA noch stark unter dem Einfluss von den Anschlägen vom 11. September stand und es hauptsächlich um Abwehr von Terroranschlägen ging. Eine 2024 geplante Neuauflage als Film wurde leider nicht realisiert.

Freitagstipps zum Lesen

Zum Thema ESC habe ich einen interessanten Bericht gelesen. Der jüdische Schoa-Überlebende Walter Andreas Schwarz vertrat Deutschland 1956 beim ersten Grand Prix Eurovision in Lugano. Seine Biografie prallte auf ein Publikum, das die Vergangenheit hinter sich lassen wollte. Die Leichtigkeit der Anderen.

Mehrere Hantavirus-Infektionen auf einem kleinen Kreuzfahrtschiff haben weltweit Besorgnis ausgelöst – und Erinnerungen an die Coronapandemie geweckt. Alle Schwurbler sind schon wieder in Alarmbereitschaft, aber natürlich besteht nicht wirklich Grund zur Besorgnis. Was das Hantavirus von der Coronapandemie unterscheidet.

Skandal um Schokolade! Das ist aber auch eine ganz fiese Masche. Darf Milka die Schokoladentafel ohne Hinweis schrumpfen?

Freitagstipps zum Hören

Gehört habe ich mal wieder eine Folge des Podcasts “Busenfreundin”. In der Folge Uwe und die Deutschlandflagge wird es persönlich, politisch und erstaunlich hoffnungsvoll. Ricarda Hofman spricht mit dem Arzt und Influencer Aljosha Muttardi über sein neues Buch „Gut wird’s hier nicht mehr, aber besser” und darüber, wie man in einer Welt voller Überforderung trotzdem nicht komplett zynisch wird und versucht, in dieser Welt klarzukommen. Es geht um Weltschmerz, Hass im Netz, internalisierte Queerfeindlichkeit und das sogenannte Overton-Fenster: Warum rechte Aussagen plötzlich gesellschaftsfähig wirken. Außerdem geht’s um Social Media, Privilegien, Genderdebatten und einen verlorenen Koffer bei der Deutschen Bahn. Ich habe beim Hören ständig mit dem Kopf genickt. So gut, so ehrlich und authentisch! Ich liebe Ricarda ja auch schon lange für ihre gnadenlos gute Comedy auf Instagram.

Der zweite Podcast, den ich gehört habe und euch auch sehr empfehlen kann, ist die Hotel Matze Folge mit dem Neurobiologen Dr. Gerald Hüther “Warum sind wir alle so unruhig”. Wertvoller Input und tiefgehender Stoff fürs Herz und Kopf! Besonders die Themen Erwartungshaltung, Konditionierung, Leistungsdruck und wie wichtig es ist, sich mit den eigenen Lebenseinstellungen und Verhaltensweisen auseinanderzusetzen, fand ich unglaublich spannend.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Habt ein wunderbares langes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Artist Trading Cards Karten Mixed Media Projects

Neue Artist Trading Cards für den Tauschzirkel, mit Flügeln und Lindy’s Magicals

13. Mai 2026

Als Thema des zweiten Quartals für unseren Artist Trading Cards Tauschzirkel hatte ich “Flügel” gewählt. Ein Thema, das sich sehr vielseitig umsetzen lässt. Sowohl bildlich als auch metaphorisch. Ich hatte so viele Ideen, bin dann aber bei einer eher pragmatischen und einfach umzusetzenden Variante gelandet.

Ich liebe dieses kleine kreative Format immer noch sehr. Auch, weil man sich mit relativ wenig Materialeinsatz oder auch nur Resten sehr kreativ ausleben kann. Wobei ATCs für mich persönlich nicht bedeutet, einen gekauften Sticker auf ein auf  2 ½ x 3 ½ Zoll zugeschnittenes Kärtchen zu kleben. Der Name Artist Trading Cards beinhaltet das eigentlich auch nicht. Artist = Künstler*in. Wobei ich mir nicht anmaße, mich als Künstlerin zu bezeichnen, aber ein wenig mehr darf man sich schon kreativ betätigen. In unseren zwei Tauschgruppen sehe ich wirklich lauter wunderbare kleine Mini-Kunstwerke, das freut mich sehr und ich bin froh, dass wir schon im dritten Jahr einmal im Quartal ATCs tauschen. Im ersten Quartal 2026 war unser Thema übrigens “Zahlen”,  im verlinkten Beitrag und wenn ihr rechts in der Seitenleiste die Kategorie Artist Trading Cards anklickt, könnt ihr viele Anregungen auch durch die Karten meiner Tauschpartnerinnen finden.

Artist Trading Cards Thema “Flügel”

So, jetzt aber zu meinen Karten für das zweite Quartal. Käfer mit Flügeln. Ausgerechnet. Ich hatte auch Stempel mit Engelsflügeln in der Hand, Flügel von Flugzeugen im Sinn (die heißen aber eigentlich Tragflächen) und so Zitate wie “Spread your wings and fly” usw.

Ich mag im echten Leben eigentlich keine Insekten, Käfer schon mal gar nicht. Aber da ich diese kleinen Stanzformen schon mal – allerdings ganz anders  – verarbeitet hatte und ich sie in ihrer unrealistischen Darstellung süß finde, mussten sie nochmal ran.         Mixed Media Artist Trading Cards Flügel

Ich hatte für Workshops beim Crop Am Rhein 2026 schon einiges an Material bestellt. Unter anderem die neuen Magicals von Lindy’s. Diese mit Wasser reagierenden Farbpulver sind in Kooperation mit dem Hersteller 49 & Market entstanden. Ich kann behaupten, dass 49 & Market zu meinen absoluten Lieblings-Brands gehört. Wenn ich überhaupt noch klassisches Scrapbooking Material bestelle oder kaufe, ist es in den letzten Jahren vorwiegend von diesem Hersteller gewesen.

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Freitagstipps, meine Gedanken zur Woche und # 873

8. Mai 2026

Hello hello, wieder eine Woche geschafft, willkommen zu meinen speziellen Freitagstipps und sonstigem Schriftwerk. Und der 873 Ausgabe des Freitagsfüllers. Fast 17 Jahre Satzfragmente hier auf dem Blog.

Vorgestern habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr bei komplett offenem Fenster geschlafen und das sanfte Geräusch des Regens genossen. Die Natur braucht es, und ich habe noch keine Lust, Anfang Mai jeden Abend mit dem Gartenschlauch auf meiner Terrasse zu hantieren. Überhaupt, der Geruch von Regen (außer von Oktober bis März) ist für mich etwas Besonderes.

Neulich las ich, dass der spezielle erdige Duft, wenn Regen auf trockenen Boden trifft, sich Petrichor nennt. Der Name, 1964 von zwei australischen Wissenschaftlern geprägt, klingt nach antikem Götterblut – und ist es gewissermaßen: péträ, der Stein, und ichör, das Blut der Götter. In Indien wird Petrichor durch Dampfdestillation von Lehm gewonnen und als Duft getragen. Der Westen hat dafür keine Tradition. Nur ein Glücksgefühl, für das man ab und zu gern nass wird.

Freitagstipps Mai Garten

Da meine Woche bis auf einen Kinoabend und Frühstück mit meinen Freundinnen und viel Zeit am Basteltisch eher ereignislos und ruhig war, gibt’s heute nicht viel zu berichten und ein wenig mehr Gedankensalat.

Ich setze mich aktuell viel mit dem Thema KI auseinander. Mehr dazu auch weiter unten in den Freitagstipps. Einerseits ist sie da, und es entwickelt sich in einer Dynamik, die rasant ist. Zu sagen: ich nutze das nicht, so wie ich in der Boomer Blase manchmal höre oder lese, ist natürlich Quatsch. KI ist längst Teil unseres Lebens, ob wir wollen oder nicht. Aber zumindest zurzeit finde ich es wichtig, sich damit auseinanderzusetzen und möglichst umfassend zu informieren. Was mir Sorgen macht ist auch die Umweltbelastung durch KI.

Kl verbraucht viel Rechenleistung und Strom, und die gigantischen Rechenzentren brauchen viel Wasser für die Kühlung. Dieses Wasser wird oft Flüssen entnommen und aufgeheizt zurückgeführt, was bewirkt, dass diese Flüsse überhitzen und umkippen. Die Server stehen selten in Deutschland und werden selten mit grünem Strom betrieben.

Kl benötigt sehr viel Rechenleistung von Servern, diese kostet viel Strom und der Mehrverbrauch dieses Stromes ist das Problem. Denn die Server stehen selten in Deutschland und werden seltener mit grünem Storm betrieben. Und die Herstellung der Hardware für die Server hat einen hohen Rohstoffverbrauch wie Kohle, seltene Erden, Metalle, deren Abbau und Verarbeitung auch nicht umweltfreundlich ist. In den USA werden inzwischen eigens für den Betrieb von Kl Rechenzentren Atomkraftwerke gebaut. Und so weiter …

Kl Suche erzeugt unglaublich viel Traffic bei den Webseiten. Wo man früher vielleicht die ersten 3 – 5 Ergebnisse auf Google gelesen hat, steuert eine Kl Suche 100 – 200 Webseiten an, um das Ergebnis zusammenzufassen. Das erzeugt damit mehr Stromverbrauch bei den betroffenen Webseiten. Künstliche Intelligenz transformiert aber auch viele Branchen. Dies eröffnet neue Wachstumschancen für Unternehmen und interessante Investitionsmöglichkeiten für Anleger. Im medizinischen Bereich werden wir alle von Fortschritten auch für unsere Gesundheit sehr profitieren.

Aber in erster Linie geht es bei der rasanten Entwicklung gerade natürlich um Geld und Macht, was sonst. Die Milliardäre am Drücker – etwa bei Google, Microsoft, Amazon, Meta, Tesla oder NVIDIA. Diese Tech-Giganten gehören zweifellos zu den treibenden Kräften bei der Entwicklung und Kommerzialisierung von KI.

Ich persönlich versuche, mein Gehirn soweit wie möglich noch selbst zu nutzen, schreibe Texte wie diesen ohne KI und spiele auch nicht mit irgendwelchen Bildchen rum. Das ist vielleicht old school und für mein Business nicht unbedingt professionell, was die Optik angeht. Aber ich versuche meinen mini kleinen Beitrag zu leisten, KI nicht für etwas zu nutzen, wofür es Alternativen gibt. ChatGPT nutze ich ab und zu, beschäftige mich aber gerade auch als Alternative mit Claude AI. Das ist eine fortschrittliche KI-Plattform des US-Unternehmens Anthropic, gegründet von ehemaligen OpenAI-Mitarbeitenden, die sich auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und ethische KI konzentriert.

Ich sehe folgenden Unterschied und das ist für mich ausschlaggebend:

Anthropic ist momentan die einzige KI-Schmiede, die sich Trump nicht bedingungslos unterordnen will. Das Pentagon verlangte von KI-Unternehmen, Sicherheitsleitplanken aus ihren Modellen zu entfernen, um ein breiteres Spektrum militärischer Anwendungen zu ermöglichen. Anthropic lehnte die Forderungen aus dem Pentagon ab.Das Unternehmen befürchtete, dass seine KI-Technologie für die inländische Massenüberwachung oder vollautonome Waffen eingesetzt werden könnte. US-Präsident Donald Trump ordnete daraufhin an, Bundesbehörden sollten die Nutzung von Anthropic-Diensten möglichst sofort beenden, und beschimpfte die Firma als »linke Spinner«.

Open AI (ChatGPT) CEO Sam Altman war liberal, demokratisch und Unterstützer von Joe Biden. Seit November 2024 ist er großer Fan von Trump und regelmäßig im Weißen Haus zu Gast. Wendehals. Mir gefällt das nicht, deswegen werde ich jetzt mehr Claude aus ChatGPT nutzen.

Das Wort Hantavirus möchte ich im Übrigen jetzt nicht täglich lesen bitte.

Und sonst so?

Immer wenn man denkt, es kann nicht absurder werden, kommt einer daher, der keine politischen wertvollen oder wichtigen Inhalte mehr hat. Und der denkt sich dann nach Genderverbot, Werbung für Grillwürste und neue Atomkraftwerke aus, dass Bayern ab kommendem Schuljahr Hymnenpflicht bei Abschussfeiern einführt. Kennt ihr den Text der verpflichtenden Bayernhymne? Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass Bayern eine eigene Hymne hat, aber das ist ja doch irgendwie typisch. Den Text – und das soll keine Beleidigung sein, ich mag Bayern – ist in meinen Augen aber grenzwertig. Mich erinnert das an Zeiten, an diue man lieber nicht erinnert werden möchte.

2. Strophe: Gott mit uns dem Bayernvolke, wenn wir unsrer Väter wert, fest in Eintracht und in Frieden, bauen unsres Glückes Herd, dass mit Deutschlands Bruderstämmen, einig uns ein jeder schau, und den alten Ruhm bewahre, unser Banner weiß und blau

Versteht mich nicht falsch, ich bin Fan unserer deutschen Nationalhymne. Wenn die bei Sportereignissen oder Siegerehrungen gespielt wird, wo jemand für unser Land antritt, finde ich diese Identifikation und die Hymne schon sentimental und passend.

Aber die Bayernhymne ist völlig aufs der Zeit gefallen und spiegelt die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sowie Toleranz und Vielfalt überhaupt nicht wieder. Thema verfehlt, setzen, 6. Erinnert eher ans Königlich-Bayerische Amtsgericht, humorig, aber nicht zukunftsfähig.

Die AfD begrüßt die Hymnenpflicht außerordentlich… Allein das zeigt schon, dass die Maßnahme Unsinn ist. Würde sich die CSU doch den wirklich wichtigen Schulthemen mit ebenso viel Tatendrang widmen.

Nicht mal ein Jahr nach Regierungsantritt steht die Alternative für Dumme bei 27 %, so stark wie noch nie. Gleichzeitig ist der Kanzler so unbeliebt wie nie. Und das, obwohl sich die CDU 500 Milliarden aus der Zukunft geborgt hat, nachdem man der Ampel zuvor 60 Milliarden weggeklagt hat, um sie zu stürzen.

Einfach WOW, ist das unterirdisch!

Leider haben die Medien einen sehr sehr großen Anteil, an dem, was in unseren Land so passiert. Das ist nicht polemisch sondern meine Beobachtung. es geht um den schnellen Click – die Überschrift ist das was hängenbleibt, wen juckt der Text? Und genau DAS ist das Gefährliche. Ja, Medien brauchen Einkommen und Leser aber so klappt das halt nicht –  im Gegenteil. Grad die öffentlichen Medien haben wunderbar mitgeholfen, die AfD in den letzten Jahren großzumachen.

Und dann habe ich so viele Fotos und Videos der diesjährigen MET Gala gesehen.  Und ich fragte mich, was genau passiert da eigentlich? Wir sehen immer die dramatisierten Eingänge – inzwischen kommen viele Damen die breite Treppe nicht mehr alleine hoch wegen der immer skurrileren Outfits – aber was passiert tatsächlich drinnen?

Abendessen? Wie können die Leute überhaupt sitzen, geschweige denn essen? Oder wandeln sie einfach herum wie Kaiser-Pinguine in ihren unmöglichen Outfits? Außerdem, gibt es auch Toilettenpersonal, um den Gästen bei einem eventuellen menschlichen Bedürfnis zu helfen? Oder tragen die Gäste der Gala heimlich Teena Ladies?

Ich habe so viele Fragen.

Freitagstipps Mai Kino

Good News!

EU will KI-Apps für sexualisierte Deepfakes verbieten Künftig sollen KI-Anwendungen verboten werden, die Menschen ohne ihre Zustimmung entkleidet oder pornografisch darstellen. Das geplante Verbot richtet sich nicht nur gegen die Verbreitung solcher Bilder, sondern erstmals auch direkt gegen die Technik dahinter. Betroffene sollen so besser vor digitaler Gewalt geschützt werden.

EU-Parlament stärkt Rechte schwangerer Abgeordneter Das Europaparlament will schwangeren Abgeordneten mehr Teilhabe ermöglichen: Künftig sollen sie ihr Stimmrecht rund um die Geburt vorübergehend übertragen können. Bislang verfiel ihre Stimme bei Abwesenheit. Die Reform gilt als wichtiges Signal für mehr Vereinbarkeit von Familie und Politik.

Brighton plant erstes Frauenfußball-Stadion Europas Der englische Erstligist Brighton & Hove Albion plant als erster in Europa ein Stadion nur für sein Frauenteam. Die neue Arena mit mindestens 10.000 Plätzen soll bis 2030 entstehen – und den Frauenfußball mit eigener Infrastruktur und fester Heimat stärken.

 

Freitagstipps

 

1. Ich lese _________ .

2.  ________ Erdbeeren mit ________ .

3. Am Montag _________.

4.  __________ ein Traum.

5.  Im übrigen steht ________.

6. ________ besonders für mich.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Mai Berlin Guide

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich glaube, “Der Teufel trägt Prada” habe ich im Laufe der letzten 20 Jahre mindestens zehnmal gesehen, und es ist und bleibt einer meiner Lieblingsfilme. Die lange und mit Spannung erwartete Fortsetzung “Der Teufel trägt Prada 2” kam letzte Woche in die Kinos. Nachdem meine Tochter mir schon durchaus positiv davon erzählt hatte, freute ich mich erst recht auf den Kinobesuch am Montag mit meinen Freundinnen. Mein Eindruck: ist eine glänzende und charmante Fortsetzung des beliebten Originals von 2006. Die Charaktere dürfen wachsen und sich verändern. Der Film und besonders Miranda ist bei weitem nicht so bissig wie der Vorgänger, aber das genau fand ich gut. Menschen verändern sich, vielleicht wird man mit dem Alter ruhiger oder empathischer. Das jedenfalls kam bei mir an, ich finde den Film sehr gelungen.

Der neue ZDF-Film “Olivia” über Drag-Ikone Olivia Jones entwickelt sich gerade in den sozialen Netzwerken zu einem Hype. Schon der Trailer zum Film erreichte auf Instagram viele Menschen. Ich habe “Olivia”gestern in der ZDF Mediathek gesehen und hatte mehrmals feuchte Augen. In dem Film geht es um die Lebensgeschichte von Deutschlands berühmtester Dragqueen. “Dieser Film zeigt, dass unsere Freiheiten nicht selbstverständlich sind und verteidigt werden müssen”, sagt Olivia Jones. Der Film zeigt Eltern von queeren Kids, “wie wichtig es ist, hinter ihren Kindern zu stehen. Egal, wie schwer das manchmal fällt. Und was es anrichtet, wenn sie es nicht tun.” Es ist ein Film über Mut in schwierigen Zeiten. Ein Film der zeigt, wie wichtig es ist, seinem Herzen zu folgen, für seine Freiheiten zu kämpfen und sich gegen Hass und Ausgrenzung zu behaupten. Absolut sehenswert, auch mit großartigen Darstellern.

Und dann habe ich noch eine Doku auf Netflix gesehen, die unfassbar gutes und spannendes Storytelling hat. Aufgrund eines schockierenden Online-Videos verbünden sich tierliebende Gerechtigkeitskämpfer im Internet. Ihr Zielobjekt plant jedoch weitere Horrorszenarien. “Don’t f**k with cats” ist spannend und zeigt sowohl die guten Seiten des Internets, wie auch die Abgründe. Ich gebe zu, dass ich die Doku mehr gehört als gesehen habe, da ich dabei an meinem Basteltisch saß. Das war auch gut so, denn die im Film gezeigten Internet-Videos, die letztendlich dazu führten, dass ein Mord aufgeklärt wurde, konnte ich mir nicht ansehen. Trotzdem fand ich die Doku super spannend, und es ist schon interessant, das eine zufällige Gruppe tierlieber Menschen im Internet es geschafft hat, mit Hartnäckigkeit einen Tierquäler zu jagen und einen Mord aufzuklären.

Freitagstipps zum Lesen

Der oben erwähnte Film war schon eine gute Fortsetzung. Diese Liste der besten Fortsetzungen finde ich auch ganz spannend.

Eine sehr smarte Form der Propaganda. Die in Iran ansässige Gruppe „Explosive Media“ erstellt KI-Videos, die US-Präsident Donald Trump als Lego-Männchen zeigen. Was steckt dahinter?

Amerikas Hotels schlagen Alarm. Ja nun, einen Monat vor der WM, läuft wohl nicht gut.

Freitagstipps zum Hören

Ich setze mich, wie oben bereits erwähnt, aktuell wieder viel mit dem Thema KI auseinander. Das ist zum Teil auch bedingt durch mehrere interessante Podcasts, die ich in der vergangenen Woche zu diesem Thema gehört habe. Wie immer verlinke ich euch eine Quelle, ihr könnt die Podcasts aber auf allen gängigen Podcast Apps hören.

Mit „What the Al?!” startet Baby got Business ein neues Podcast-Format rund um künstliche Intelligenz. Host ist Viktoria Rode, die als KI-Expertin mit Marken, Agenturen und Teams arbeitet und genau weiß, wo die größten Hürden liegen.

Im Presseklub wird diskutiert: Wie KI die Welt verändert. Das Thema wird super interessant, super spannend und unter vielen Aspekten aufgedröselt. Wo stehen wir heute, was KI betrifft? In welchen Branchen gehen Jobs verloren, in welchen entstehen neue? Wie vertrauenswürdig sind die Männer im Silicon Valley, die die Technologie entwickeln? Und was bedeutet der rasante Aufstieg der Künstlichen Intelligenz für jeden Einzelnen von uns?

Habt ihr schon mal vom Quanteninternet gehört? Ich kannte den Begriff bisher nicht. In dieser Folge des “Gesellschaft besser machen” Podcasts spricht Moderatorin Muschda Sherzada mit der Informatikerin und Quantenphysikerin Stephanie Wehner über das Quanteninternet – eine Technologie, die abhörsichere Kommunikation ermöglichen und das Internet grundlegend verändern könnte. Wehner ist Direktorin der European Quantum Internet Alliance und wurde 2025 für ihre wegweisende Forschung mit dem Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft ausgezeichnet. Die Technik bietet große Chancen für Europa.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Gestern war Falttag, heute ist Brotbacktag. Und ansonsten habe ich keine besonderen Pläne. Ach ja, morgen verlose ich was Schönes auf Instagram, schaut doch mal auf meinem Kanal (ich finde das Wort immer noch komisch, aber so sagt man das anscheinend jetzt) vorbei! Ein kleiner Tipp ist in diesem Beitrag, den ihr hoffentlich bis hierhin durchgehalten habt, versteckt. Und eventuell hat es auch hiermit zu tun.

Habt ein schönes entspanntes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Meine ganz persönlichen Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 872

1. Mai 2026

Mehr zufällig habe ich in den vergangenen Tagen entdeckt, dass dieser Blog im Sommer sein 20jähriges Jubiläum feiern wird. Feiern werde natürlich ich, mit euch, der Blog ist ja eher ein …. ja was eigentlich?

Gedanklich war ich in den letzten Tagen eigentlich auch mehr in London, da ich sehr lange mit einem neuen Reisebericht mit Tipps für London beschäftigt war. Gedanken und Ideen sortieren, Fotos suchen, Recherche für die Verlinkungen und dann alles in eine übersichtliche Form bringen. Das dauert. Und zum Schluss sind im Kopf schon wieder so viele neue Ideen, die erstmal nicht mehr reinpassen. Längere Beiträge gegen kurze Aufmerksamkeitsspanne der Leser*innen ist ja in diesen Zeiten auch ein nicht zu unterschätzendes Ding, ich vermeide absichtlich das Wort Problem.

Mein Blog, oder allgemein gesehen herkömmliche old school Blogs sind inzwischen vielleicht auch eher Nachschlagewerke, die länger Bestand haben als kurze Social Media Posts. Wenn man die KI mal außen vorlässt. Die zieht sich die Kurzinfos – zum Beispiel bei der Google KI Gemini, die oben bei jeder Google Suche erscheint  – aus Texten und anderen Inhalten im Netz. Texte, die Autoren, Texter und Blogger wie ich geschrieben haben. Ohne, dass diese Menschen einen Cent extra dafür bekommen natürlich.

Anders als Google-CEO Sundar Pichai, der mit einem geschätzten Vermögen von 1,1 Milliarden eher “arm” im Vergleich zu einigen anderen Tech Bros ist. Aber dank Autoren wie mir und natürlich Millionen anderer Menschen, die Inhalte ohne Honorar ins Netz stellen, steigt er zu einem der bestbezahlten CEOs der Welt auf, nachdem Google seine Gesamtvergütung auf 692 Millionen Dollar erhöht hat.

Ist das nicht schön? Weiter darüber nachzudenken macht mich nur sauer, ich lass es lieber.

Als ich jedenfalls bei meiner Bloggerkollegin Anna Berlin Mitte Mom letzte Woche einen wirklich wunderschönen und tiefgründigen Text las, klickte es bei mir und ich schaute extra nochmal in mein Archiv. Ja tatsächlich, dieser Blog ist seit August 2006 am Start. Ich komme dann zu gegebener Zeit wieder auf das Thema zurück, also im Sommer.

So, das vorausgeschickt, denn ich habe für die Freitags-Blogbeiträge selten ein genaues Konzept (außer weiter unten natürlich) und tippe erstmal einfach los.

Freitagstipps Sauerteigbrot

Der Workshop mit der bezaubernden Alina von MABON, mit dem ich am vergangenen Samstag ins Sauerteig Game eingestiegen bin, war übrigens großartig. Viel praktisches Wissen, eine schöne gemütliche Atmosphäre in einer tollen Gruppe und mein allererster gelungener Teig haben meine Motivation sehr gesteigert. Mein erstes selbstgebackenes Sauerteigbrot ist zwar noch nicht so aufgegangen wie im Bilderbuch, aber es war köstlich und ist bereits verspeist. Den mitgebrachten Starter habe ich gestern neu gefüttert und heute rühre ich, und falte meine Coil Folds und warte und backe. Was man am Feiertag so macht. Wenn ihr in der Nähe von Düsseldorf wohnt, kann ich euch die Workshops und das Brot von Alina unbedingt empfehlen!

Dann war ich noch für meine Arbeit in Düsseldorf bei einer Konferenz für Stadtteil – oder wie es jetzt heißt Quartiers-Entwicklung. “Stadtgesellschaft gemeinsam gestalten – Perspektiven für ein generationenübergreifendes Miteinander”. Ein spannendes und so wichtiges Thema.

Auto durch den TÜV bringen und neue Reifen drauf stand auch noch auf meinem Programm. Und ich habe meinen Backofen saubergemacht. Heute und am Wochenende bin ich noch etwas planlos, mal schauen, ob ich mal die verwilderte Terrasse in Angriff nehme und mir in der Stadt vielleicht den ersten FroYo der Saison gönne. Ganz entspannt. Die Zeiten von Mai Wanderungen mit Bollerwagen und Bierfässern sind für mich schon lange vorbei.

Freitagstipps erster Mai

Und sonst so?

Hope, Timmi, oder wie auch immer der Wal von den “Rettern” genannt wird, wurde (Stand von gestern) nach Dänemark geschleppt. Die Dänen sagen, sie werden den Wal einfach in Ruhe lassen, wenn er vor der Nordspitze Dänemarks stranden sollte. Der Medienrummel hört dann hoffentlich auf.

Hätte ich mal gedacht, dass ich den König von England und den Papst für die vernünftigsten weißen alten Männer halten würde? Wahrscheinlich nicht. Aber zurzeit ist alles und nichts möglich. Mehr dazu weiter unten in den Freitagstipps.

Und immer wieder begegnet mir auf Social Media die Frage: Was zum Teufel hat Trump tatsächlich getan, damit so viele Menschen, die keine Milliardäre sind, ihn so sehr verehren? Er ist unhöflich, so dumm, so gruselig und seltsam, und hat sich mit so vielen Idioten umgeben, die ständig in ihren Jobs Mist bauen. Er beschimpft ständig jeden, den er nicht mag, und dreht sich dann um und weint über jeden, der über ihn einen Witz macht (ich sehe da aktuell übrigens Parallelen). Warum sind so viele Menschen so hoffnungslos diesem Mann verfallen? Was zum Teufel verpasse ich hier?

Wahrscheinlich ist es ziemlich einfach. Seine MAGA-Anhänger sagen “Er ist genau wie wir” Deshalb mögen sie ihn. Er sagt, was er will, macht, was er will, befolgt keine Regeln und hat überhaupt keine moralischen Werte. Er senkt die Maßstäbe für alle, was es ihnen ermöglicht, widerlicher zu sein, als es sonst sozial akzeptabel wäre. Für die Armen bedeutet das, ungehobelt zu sein wie er. Für die Reichen bedeutet es, von den Armen zu stehlen, wie er es tut.

Inzwischen befürchte ich wirklich das Schlimmste für die fast nicht mehr vorhandene Demokratie in den USA und vor allen Dingen für zukünftige Wahlen. Da die Republikaner wissen, dass sie wirklich demokratische Wahlen nie mehr gewinnen können, arbeiten sie mit Hochdruck daran, bereits vor den Midterms im November, die Wahlkreise massiv zu ihren Gunsten zu manipulieren. Der Oberste Gerichtshof der USA hat den Voting Rights Act von 1965 gestern endgültig ausgehöhlt – er ist das Schlüsselgesetz der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Als Präsident Lyndon B. Johnson ihn 1965 unterzeichnete, beendete er eine hundertjährige Diskriminierung, mit der die Südstaaten schwarze Menschen vom Wählen abhielten. Die meisten schwarzen Abgeordneten in Washington, die seit den späten Sechzigerjahren ins Parlament gewählt wurden, verdanken ihren Sitz diesem Gesetz. Dieses Prinzip hat der Supreme Court gestern de facto gekippt. Wer beweisen will, dass eine Wahlkarte Schwarze benachteiligen soll, muss nun belegen, dass die Karte aus rassistischen Motiven gezogen wurde – und nicht etwa, um eine Partei zu bevorzugen, was erlaubt ist. Das ist eine kaum überwindbare Hürde.

Eine Gruppe MAGAs hatte die Klage eingereicht, wegen angeblicher Diskriminierung weißer (!) Menschen. In Bundesstaaten wie Louisiana leben viele schwarze Wählerinnen und Wähler konzentriert in bestimmten Gegenden. Wenn amtierende Politiker die Wahlkreise so zuschneiden, dass diese Wähler auf viele weiße Mehrheitswahlkreise verteilt werden, haben ihre Stimmen kaum noch Wirkung und die Demokraten könnten 19 ihrer bisherigen Sitze verlieren. Es ist einfach furchtbar.

Freitagstipps erster Mai

Was mich auch nachdenklich gemacht hat: Seit 2019 begleitet eine große Längsschnittstudie so sogenannte Otterstudie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und der DAK-Gesundheit junge Menschen durch ihren Alltag. Unter anderem stellte sich heraus, dass 33 (!) Prozent der Jugendlichen sich von einem Chatbot besser verstanden fühlen als von einem echten Menschen. Diese bittere Erkenntnis zeigt einmal mehr, wie fremd wir uns geworden sind. wie ungesehen und unverstanden sich bereits die Jüngsten unserer Gesellschaft fühlen.

Es ist ein Spiegel. Einer, der unnachgiebig zeigt, wie selten echte Aufmerksamkeit geworden ist. Wie Gespräche verkürzt werden, wie Zuhören an Relevanz verliert, wie schnell Urteile fallen, bevor jemand wirklich ausgesprochen hat und wie krank, gestresst und ignorant unsere Gesellschaft vielleicht wirklich ist.

Mich macht das traurig und gleichzeitig bin ich froh, dass wenigstens die Kl die Sorgen und Nöte der Ungesehenen und Ungehörten (jeden Alters) versteht und Unterstützung bietet.

Und unser aller Bundeskanzler Merz sagt im SPIEGEL-Interview ernsthaft:”Überhaupt stört mich diese Inflation von Krawallsprache.” Ja, genau: Das sagt der Pascha-Stadtbild-linksgrüne-Spinner-Kanzler, der alle als faul und bequem beschimpft.

Kannst. Du. Dir. Nicht. Ausdenken.

Freitagstipps Mai

Good News!

Eine Gruppe junger Menschen hat eine Internetseite gebaut und entwickelt gerade dazu eine passende App für das Mini-Ehrenamt. Mit Volunteam wird soziales Engagement einfacher. Kurze Einsätze. Echter Einblick. Neue Wege ins Ehrenamt. Ich als alte und sehr überzeugte Ehrenamtlerin finde das richtig gut.

Das Europäisches Parlament fordert mit großer Mehrheit ein EU-weit einheitliches Sexualstrafrecht nach dem Prinzip „Nur Ja heißt Ja“. Vergewaltigung soll klar über fehlende Zustimmung definiert werden, um Opfer besser zu schützen. Nun muss die EU-Kommission innerhalb von drei Monaten reagieren. Und fast der gleiche Antrag wurde letzte Woche im Bundestag mit den Stimmen von CDU und AfD abgelehnt. Hoffentlich setzt die EU sich durch.

Osnabrück ist dem internationalen „Rainbow Cities“-Netzwerk beigetreten und will damit queere Menschen künftig stärker unterstützen. Durch den Austausch mit anderen Städten sollen bestehende Angebote ausgebaut, neue Projekte angestoßen und die Sichtbarkeit sowie Sicherheit der Community verbessert werden.

Freitagstipps

 

1.  Ab sofort ________.

2.  _________ explodiert.

3.  Nächste Woche ___________.

4.  ________ Vergissmeinnicht.

5.  Zuerst __________ und dann ___________.

6.  _______ wenn ich morgens die Augen aufmache.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Außer den aktuellen wöchentlichen Folgen von Outlander (die finale Staffel ist leider bald zuende) und The Testaments (es bleibt erstmal spannend) habe ich mich die Woche auf Netflix durch Designated Survivor gebingt.

Ich hatte vor Jahren damit mal angefangen und bin nie bis zum Ende gekommen. Was für eine gute Serie! Der Inhalt: Wohnungsbauminister Tom Kirkman, großartig gespielt von Kiefer Sutherland, wird nach einem Anschlag auf das Kapitol während der State of the Union Rede, bei der die regierenden Politiker getötet werden, als letztes noch lebendes Kabinettmitglied automatisch zum US-Präsidenten.

Er muss sich fortan mit der Instandsetzung des politischen Systems in den Vereinigten Staaten auseinandersetzen sowie gegen in- und externe Putschversuche ankämpfen. Außerdem wird versucht, wegen der Umstände seiner Amtsübernahme seine Legitimation zu untergraben. In der Serie spitzt sich die Feindschaft der politischen Lager bis zum Äußersten zu und lässt wahr werden, was früher nur hysterische Wahlkampfrhetorik gewesen ist, nämlich dass Amerika gegen sich selbst putsche. Die Serie endete 2019. Wer hätte damals gedacht, wie es jetzt in der Realität aussieht? Designated Survivor ist eine spannende Serie mit vielen überraschenden Wendungen, es lohnt sich, sie anzuschauen.

Weil ich den Besuch von König Charles (es ist immer noch etwas weird, das zu schreiben) in den USA durchaus positiv wahrgenommen habe, starte ich jetzt vielleicht nochmal mit The Crown. Ich brauche gerade comfort binge.

Freitagstipps zum Lesen

Die NASA hat eine Website erstellt, die Namen bzw Buchstaben in Landschaften abbilden kann. Ihr könnt bei NASA Landsat Scienceeuren Namen eingeben und bekommt die Buchstaben in Satellitenaufnahmen angezeigt. Wenn ihr dann mit dem Mauszeiger über die Bilder fahrt, wird angezeigt, wo diese Landschaft, die den Buchstaben abbildet, sich befindet. Lustige Sache! Könnt ihr meinen Namen hier erkennen? Ungefähr?

Freitagstipps Nasa Landsat

Wusstet ihr, dass man mit gebrauchte Teebeuteln im Garten düngenkann? Kleinere Flächen oder in Töpfen jedenfalls? Ich werde das mal versuchen, kann ja nicht schaden.

Kreuze, Zahlen oder Buchstaben: Immer wieder entdecken Menschen Markierungen an ihren Klingelschildern. Woher kommen diese – und was könnten sie bedeuten? Stichwort Paketboten, interessant.

Die deutschen Goldreserven haben einen Wert von heute knapp 440 Milliarden Euro. Ein führender Ökonom hat jetzt dazu einen brisanten Vorschlag gemacht. Ich wüsste da auch was mit anzufangen.

Freitagstipps zum Hören

Ich quäle mich etwas durch mein aktuelles Hörbuch. Kennt ihr das, wenn man etwas gekauft hat, was man eigentlich nicht so mag, aber bezahlt ist bezahlt. Bestellt wird aufgegessen. Ich glaube, ich muss mich davon jetzt freimachen.

Aber ich habe eine richtig gute Podcast Empfehlung für euch. Annette Dittert habe ich schon als Korrespondentin der ZEIT immer sehr geschätzt. Ihr Expertenwissen zur Politik in Großbritannien und ihre lockere Art es zu vermitteln finde ich super. Dafür habe ich mir sogar Paul Ronzheimer angetan, den ich für seine Tätigkeit für Springer sonst meide. Sie war gestern zu Gast in seinem Podcast mit dem Thema: Im Epstein Schatten – König Charles auf Trump Mission. Sehr hörenswert!

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche ich euch ein wunderbares langes Wochenende, macht was Schönes draus!

Alles Liebe

Barbara

Allgemeines London Persönliches Reisen Städtereisen Unterhaltsames

London Tipps, Sightseeing, meine Highlights der letzten London Trips und hilfreiches Alltagswissen

29. April 2026

Es wird mal wieder Zeit für einige neue London Tipps! London gehört zu den faszinierendsten Städten der Welt, für uns ist sie sogar die faszinierendste.

Wenn ich bei meiner Familie in London bin, bewege ich mich naturgemäß oft etwas abseits der Touristenpfade. Besonders in der Woche vor Ostern ist mir aufgefallen, wie es sich besonders zu Ferienzeiten an manchen Orten knubbelt und ich bin froh, wenn ich das irgendwie umgehen oder vermeiden kann. Orte wie Camden oder Notting Hill meide ich inzwischen wirklich, weil ich sie total überbewertet und over hyped finde. Genau wie die von den Menschenmengen genervten Bewohner, die in diesen durch Influencer und Touristen geplagten Gegenden wohnen. Durch meine Kinder lerne ich natürlich auch Ecken und versteckte Schönheiten von London kennen, die man als Tourist nicht kennt oder leicht übersieht.

London Tipps Scrapimpulse Blog Regent Street

London Tipps: die besten Aussichten von oben

Horizon 22

Die neuste und höchste kostenlose Aussichtsplattform in London ist das Horizon 22. Horizon 22 befindet sich in 254 Metern Höhe und liegt im 58. Stockwerk des Wolkenkratzers 22 Bishopsgate. Die Plattform bietet einen spektakulären 300-Grad-Blick, der sogar höher liegt als die Aussichtsplattform des bekannten Gebäudes “The Shard”.

Der einstündige Besuch ist kostenlos, das finde ich bei den Preisen in London besonders reizvoll. Wir waren kurz nach der Eröffnung 2022 schon mal oben und standen komplett in den Wolken. Nichts gesehen außer Wolken. Deswegen habe ich mich gefreut, als meine Tochter jetzt in der Woche vor Ostern Karten erwischt hatte und das Wetter gut war. Ja, Horizon 22 ist kostenlos, aber man benötigt trotzdem Tickets. Die werden jeweils für 14 Tage vorher auf der Website des Horizon 22 freigeschaltet und man kann eine Uhrzeit buchen. Schnell sollte man dabei auch sein, denn die Tickets sind meist schnell weg. Das Ausblick aus den riesigen bodentiefen Fenstern ist wirklich grandios!

London Tipps Scrapimpulse Blog Horizon 22

London Tipps Scrapimpulse Blog Horizon 22

London Tipps Scrapimpulse Blog Horizon 22

London Tipps Scrapimpulse Blog Horizon 22

Sky Garden

Der Sky Garden in London, gelegen im 35. bis 37. Stockwerk des als „Walkie Talkie“ bekannten Hochhauses (20 Fenchurch Street), befindet sich auf einer Höhe von ca. 160 Metern. Der  Besuch des Sky Garden ist ebenfalls kostenlos. Ihr benötigt genau wie bei Horizon 22 einen vorher online gebuchten Time Slot, also eine Uhrzeit. Auch hier sind die Tickets immer schnell weg, also schaut 14 Tage vor eurem Aufenthalt in London auf die Website des Sky Garden.

London Tipps Scrapimpulse Blog Sky Garden

Dort oben wandelt man in einer Art urbanem Dschungel oder Gewächshaus. Es gibt auch ein Cafe und Restaurant oben. Wenn ihr aber flexibel seid, gibt es vor Ort auch täglich Resttickets, mit denen man manchmal spontan auf die Aussichtsplattform kommt.

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Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 871

24. April 2026

Die Forschung bestätigt: Hobbys, die uns aktiv einbinden und Freude machen, beruhigen unser Nervensystem. Sie erfordern Konzentration und Achtsamkeit – und geben unserem Gehirn so eine Pause vom Sorgen- und Grübelmodus.

Genau so sehe ich das auch, zumindest für mich. Die Workshops am vergangenen Wochenende waren eine entspannte kreative Auszeit, für mich und meine Gäste.

In den Tagen danach bin ich meist mit Aufräumen und dem Reinigen der Werkzeuge beschäftigt. Und mit neuen kreativen Ideen, die durch die intensiven persönlichen Austausch und in einer Art Flow wieder daraus entstehen.

Außerdem bin ich inzwischen intensiv in die Planung des diesjährigen Events Crop Am Rhein eingestiegen. Das grobe Konzept steht, und einen Teil des Materials habe ich spontan auch bereits bestellt.

Da ich in dieser Woche Urlaub hatte, konnte ich auch alles entspannt angehen und um das richtig zu genießen, habe ich an meiner Resilienz gearbeitet. Das Zauberwort, um sich nicht von den Nachrichten runterziehen zu lassen. Für meine Resilienz ist Selbstfürsorge auch ein wichtiger Punkt. Tagsüber mal ein Nickerchen machen, wenn mir danach ist, weil ich wieder die halbe Nacht nicht schlafen konnte. Eine ganze Packung Schwarzwälder Kirsch Eis verputzen, Scheiss auf die Bikinifigur. Resilienztraining umfasst aber nicht nur Techniken wie Achtsamkeit, positives Denken, Zielsetzung, sondern auch den Aufbau sozialer Netzwerke, um die Anpassungsfähigkeit zu erhöhen.

Freitagstipps Resilienz

Wenn ich momentan die Kapazitäten habe, pflege ich meine Freundschaften bewusst und stärke mein Nachbarschaftsnetz – etwa indem ich mir Zeit nehme, mit den Menschen zu sprechen, aktiv zuhöre und mich ihnen anvertraue. Es scheint wenig, doch macht es einen großen Unterschied. Solche Netzwerke im Freundeskreis und der Nachbarschaft sind die eigentliche Infrastruktur der Resilienz. Sie fangen uns auf, wenn individuelle Strategien nicht mehr reichen – und geben Menschen mit weniger Ressourcen trotzdem Zugang zu Unterstützung.

Das ist der Kern kollektiver Resilienz: Individuelle Widerstandskraft nützt wenig, wenn um uns herum alles zerfällt. Aber wenn wir gemeinsam handlungsfähig bleiben, wird Resilienz zur gesellschaftlichen Fähigkeit – und genau die brauchen wir in der Polykrise, finde ich.

Auf eine besondere Art der Entspannung freue ich mich am Wochenende: morgen nehme ich mit meiner Freundin an einem Sauerteig-Workshop teil. Late to the game, aber ich will das jetzt richtig lernen. Veranstaltet wird das Ganze regelmäßig von Alina Werner. Sie hat erst kürzlich in Düsseldorf ihr kleines Start Up Mabon gegründet, und das Brot, das ich bereits bei ihr gekauft habe, schmeckte göttlich. Wenn ich das selbst nur annähernd so hinbekomme, bin ich glücklich.

Wahrscheinlich vergesse ich nach ein paar Tagen schon, meinen Starter zu füttern. Und welchen Namen gebe ich dem? Es bleibt spannend.

Und sonst so?

Wir hatten ja schon viele, auch problematische Bundeskanzler. Aber hatten wir jemals vorher einen Kanzler, der sein eigenes Volk gehasst, verachtet und verhöhnt hat? Wir sind also zu bequem geworden? Ich platze fast vor Wut, wenn ich das lese. Meine Kinder arbeiten sich fast in den Burn Out, ich arbeite noch, obwohl ich schon lange in Rente bin. Ich engagiere mich schon seit Jahrzehnten ehrenamtlich. Bequem geht anders! Warum fühle ich mich überhaupt von diesen verächtlichen Aussagen angesprochen?

Resilienz. Die fehlt mir manchmal. Wobei Resilienz ja nicht bedeutet, keine negativen Gefühle zu haben. Sondern dass man einen Weg findet, aus ihnen wieder herauszukommen.

Meinte Albert Einstein die aktuelle Bundesregierung mit, als er sagte: “Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.”?

Manchmal denke ich: “Bitte wach auf, wach auf, wach auf!” Ich muss in einem dümmstmöglichen Paralleluniversum gelandet sein und ich will wieder zurück in eine Zeit in der Wissenschaft nicht angezweifelt wird, außer von ECHTEN anderen Wissenschaftlern, in eine Zeit in der es Anstand gab und rechte Parteien moralisch kritisiert und verboten wurden, in der gegen Atomkraft demonstriert wurde und jeder gewusst hat, dass seine Kinder mal den Preis zahlen würden.

Man sollte sich immer wieder bewusst machen, dass wir die endlosen Kürzungs-und Spardebatten nur deshalb führen, weil sich die Union beharrlich weigert, die Reichsten im Land gerechter zu besteuern.

Und in den USA regiert weiter der Wahnsinn. Drei von vier Frauen aus Trumps Kabinett sind inzwischen schon rausgeflogen, und werden durch Männer ersetzt. Nur die “Bildungsministerin” , die vorher Geschäftsführerin einer Wrestling Wettkampf Organisation war, ist noch da. Nun ja, da herrscht definitiv Fachkräftemangel. Der Kriegsminister und der FBI-Direktor haben laut Berichten ein ernsthaftes Alkoholproblem. Trumps Stabschefin und engste Beraterin Suzie Wiles war übrigens 2020 Wahlkampfberaterin von Israels Regierungschef Netanjahu, habe ich gestern gelesen. Das erklärt auch so einiges.

Ich habe inzwischen den Eindruck, es gibt in den USA drei verschiedene Gruppen von Republikanern. Da sind die Überzeugten, die wirklich glauben, dass dies der richtige Weg ist – die Heritage Foundation, also christlich-nationalistische Typen. Dann gibt es eine zweite Gruppe, die sich wahrscheinlich bedroht fühlt – sei es durch Leichen im Keller oder durch die Sorge um ihre Sicherheit oder die ihrer Familien. Und schließlich gibt es noch die Gruppe, die wahrscheinlich mit Insiderhandel ein Vermögen verdient und das nicht aufgeben will.

Bis zu den Zwischenwahlen im November wird es wahrscheinlich immer weiter eskalieren. Sogar im MAGA-Lager wird die Frage lauter: Ist der Präsident noch zurechnungsfähig? Trump aber denkt nicht daran, einen Gang zurückzuschalten. Von außen wirkt es, als hätte Amerika die Zündschnur angezündet und sei dann weggegangen, während alle anderen um die Bombe herumstehen und sich fragen, wer den Draht durchschneiden soll.

Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass sämtliche Krisen dieser Welt auf beleidigte Männer zurückzuführen sind.

Freitagstipps Stiefmütterchen

Good News!

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz will etwa 600 menschliche Schädel aus der Kolonialzeit an westafrikanische Länder zurückgeben. Die Herkunft der Schädel ist gemeinsam mit Forschenden aus Togo und Kamerun untersucht worden. Wobei ich mich frage, was diese Schädel überhaupt in Deutschland zu suchen hatten. Das Thema beschäftigt mich auch, seit ich im Humbold Forum in Berlin kürzlich eine Ausstellung zum Thema Kolonialismus gesehen habe. Wir Deutschen haben uns schon lange vor dem Dritten Reich nicht mit Ruhm bekleckert, wenn man das so sagen darf.

Die Vienna Club Commission will mit der App „SafeNow“ für mehr Sicherheit in Clubs und Bars sorgen. Wer Übergriffe oder Diskriminierung erlebt, kann so diskret und schnell Awareness-Teams alarmieren, die helfen. Im Wiener Westgürtel wird die App nun getestet. Ich hoffe, dass die App gut funktioniert und auch in Deutschland verfügbar sein wird.

In Deutschland liegen bis zu 4,2 Milliarden Euro auf nachrichtenlosen Konten – also auf Konten, zu denen sich keine Berechtigten mehr melden. Hierzulande verbleibt dieses Geld bei den Banken, in anderen Ländern fließt es in die Allgemeinheit zurück. Nun zeigt eine Umfrage: Die Mehrheit in Deutschland ist dafür, das Geld für gesellschaftliche Projekte zu nutzen. Dafür bin ich definitiv auch!

 

Freitagstipps

 

1.   Was ist    _________ .

2.    ________  beim Zahnarzt .

3.  Es könnte sein, _________ .

4.    _________ und es klappt ________.

5.  Meine letzte Autofahrt   ________   .

6.    ________ Erdbeeren.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Wieder einmal bin ich in einer Art Serienloch. Kennt ihr das, wenn man so richtig begeistert ist und sich jede Woche auf eine neue Folge freut? Die zweite Staffel von “The Pitt”ist mit einem sensationellen Finale zu Ende gegangen, ich bin auf Entzug und werde Dr. Robby vermissen. Die zweite Staffel entwickelte den Blick für die Dynamik des Personals weiter und legt ein stärkeres Gewicht auf die psychologischen Belastungen und die Art und Weise, wie wiederkehrende Herausforderungen im Gesundheitssystem persönliche Grenzen ausloten. Zum Glück wird die dritte Staffel bereits gedreht.

Serien rund um religiöse Personen oder Gemeinschaften sind aktuell im Trend. Und faszinieren mich, weil ich immer denke: wie kann so etwas möglich sein?

Dies beweist nun erneut ein Chartstürmer auf Netflix. Der Sechsteiler “Unchosen”spielt in Großbritannien und liefert einen packenden Mix aus Psychothriller und Charakterdrama. Wie bei einem richtig guten Harlan-Coben-Roman gibt es hier jede Menge Wendungen – man kann (bzw ich musste) das in einem Rutsch durchbingen. Unchosen gehört zu diesen Serien, gleichzeitig verstören und fesseln. Und ich dachte wieder mal: wäre das alles auch in Deutschland möglich? Und wie funktioniert diese Sekten-Gehirnwäsche?

Den Film “Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße”wollte ich mir ursprünglich im Kino anschauen, habe es aber Ende letzten Jahres verpasst. Jetzt ist die Romanverfilmung bei Apple TV und HBO Max im Stream verfügbar und erzählt die Geschichte vom kurz vor der Pleite stehenden Berliner Videothekenbesitzer Micha Hartung, der ungewollt zum gesamtdeutschen Helden wird: Als ihn zum 30. Jahrestag des Mauerfalls ein Journalist zum Drahtzieher der größten Massenflucht der DDR stilisiert, steht sein Leben plötzlich Kopf. Als Hochstapler wider Willen verstrickt sich Micha in einem Gestrüpp aus Halbwahrheiten und handfesten Lügen. Eine sanfte, augenzwinkernde Satire, die mich in kleinen Teilen an Schtonk! erinnerte.

Und kennt ihr das, wenn einem dann automatisch nach Ende einer Serie oder eines Films was Neues vorgeschlagen wird oder anläuft? So geriet ich zufällig in “Nebenan”, einen Film von und mit Daniel Brühl aus 2021. Schauspieler Daniel aus der schönen, neuen Erfolgswelt trifft in einer Berliner Eckkneipe den namenlosen, in die Jahre gekommenen Bruno aus Ostdeutschland, dessen Leben nicht wie im Bilderbuch verlaufen ist. Seine Figur entwickelt sich von schmeichelhaft über rätselhaft bis hin zu bösartig-bedrohlich. Der Fremde kennt nicht nur alle Filme von Daniel, er hat auch tiefe Einblicke in Daniels Privatleben. Es entwickelt sich in einer Art Kammerspiel ein ironisch bis zynisches Wortduell. Es geht um Gentrifizierung, soziale Ungerechtigkeit, Versagensängste und Aufrichtigkeit. Durchaus interessant.

Freitagstipps zum Lesen

Die Arzneimittelausgaben haben sich für die gesetzlichen Krankenkassen in den letzten 15 Jahren mehr als verdoppelt und stiegen 2024 auf fast 60 Milliarden Euro. Kostentreiber sind vor allem die patentgeschützten Medikamente wie Keytruda. Dieses Medikament erhöht inzwischen die Überlebensrate bei Brustkrebs gewaltig. Aber warum ist das so teuer? Angesichts des Milliardendefizits der gesetzlichen Krankenversicherung laufen wir Gefahr, dass wir in eine Situation kommen, wo bestimmte Versichertengruppen, also reiche Menschen, Dinge bekommen können und andere nicht mehr.

Wie ticken die Menschen, die Trump weiterhin gottgleich verehren? Ja, das ist und bleibt mir ein Rätsel. Wie kann es sein, dass es bisher praktisch keinen Fehltritt gegeben hat, den Trumps Fundi-Fans ihm nicht verziehen hätten? Eher noch verstärkt sich dadurch die gesellschaftliche Polarisierung in ein Pro- und Anti-Trump-Lager.

Durch Streaming hat sich einiges verändert, und ich war besonders von Platz 1 überrascht: Das sind die bestbezahlten Schauspieler und Schauspielerinnen der Welt.

Freitagstipps zum Hören

Ich empfehle euch (wieder mal) eine Folge von O.K. America. In der gestrigen Folge sehr interessanten Folge ging es in einer Art Deep Dive um die Midterm-Strategie der Demokraten. Und um Parallelen zur deutschen Politik.

Die sozialdemokratischen oder in den USA eben die demokratischen Politiker*innen galten als die Vertreter von Sozialpolitik, Arbeitnehmerschaft, und der  Migranten. Und plötzlich sind da die Rechtspopulisten, die mit großen Versprechen und vor allem Erzählungen und Gefühl argumentieren und dafür sorgen, dass die Demokraten oder in Deutschland die Sozialdemokraten oder die Grünen plötzlich das Image haben, Elitenpartei zu sein. Und da wieder rauszukommen, ist eine enorm schwierige Aufgabe, weil die Gegenseite diese Erzählung hat.

Aber das hat Trump sehr geschickt gedreht, indem er sagt, wir sind jetzt die Partei, auch für die Einfachen, unabhängig davon, dass seine Politik das eigentlich nicht aussagt. Seht ihr die Parallelen zur AfD?

Ansonsten höre ich zwischendurch mein aktuelles Hörbuch weiter. Ich dachte ursprünglich, “Alles gut?”* sei eine simple »Enemies to Lovers« Geschichte, aber das täuschte gewaltig.  Tatsächlich führen Jess und Josh, die aus unterschiedlichen Welten kommen,  auch hochkritische (sprich rassistische und misogyne) Gespräche. Der Roman scheint zudem eine komplexe Erzählung über die US-amerikanische Gesellschaft, über Klassenunterschiede, White Privilege, Rassismus und noch vieles mehr. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir Jess und Josh wirklich sympathisch sind, da ich erst ein Drittel durch habe. Vielleicht soll dieses Buch aber auch bewusst unbequem sein und uns dazu auffordern, selbst nachzudenken?

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche ich euch ein entspanntes sonniges Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Crop Am Rhein Event Mixed Media Projects Scrapbooking Unterhaltsames Workshops

Save the Date: Crop Am Rhein 2026

21. April 2026

Es gibt grandiose Neuigkeiten zum Crop Am Rhein 2026!

Ich hatte ja direkt im Anschluss des Crop Am Rhein 2025 noch vor meiner Abreise bereits beim Hotel Haus Oberwinter das passende Wochenende für den nächsten Crop Am Rhein reserviert.

Der CAR 2026 findet am 26. und 27. September 2026 statt.

Dieses Event ist immer wieder mein persönliches Workshop-Highlight des Jahres. Wenn auch das arbeitsintensivste, aber der Spaß überwiegt bei weitem und es ist immer wieder ein phantastisches und glückliches Erlebnis.

Crop Am Rhein 2026

Ich werde dann zum 18. Mal mit meinem voll beladenen Auto den Berg hoch zum Hotel Haus Oberwinter fahren und der Rest der Welt bleibt unten. Dann geht es nur um Spaß miteinander haben, Freundinnen treffen, neue Freundschaften knüpfen, kreativ sein, und tolle Workshops genießen.

Ich habe just for fun gerade mal ChatGPT gefragt, was der Crop Am Rhein ist, und die Antwort:


„Crop am Rhein“ (oft CAR genannt) ist ein mehrtägiges Kreativ-Event rund um Scrapbooking, Papierkunst und Basteln, das regelmäßig in Oberwinter am Rhein stattfindet. ✂️🎨

🧵 Was genau passiert beim „Crop am Rhein“?

Beim Event treffen sich kreative Menschen (meist über ein Wochenende), um gemeinsam zu basteln, neue Techniken zu lernen und sich auszutauschen. Typisch sind:

  • ✂️ Workshops (z. B. Scrapbooking, Mixed Media, Mini-Books)
  • 🎨 Neue Kreativ-Techniken ausprobieren
  • 🛍️ Material & Tools vor Ort kaufen
  • 👩‍🎨 Gast-Designer & Trainer aus Deutschland & international
  • Gemeinsames Basteln auch abends in entspannter Atmosphäre

Das Event wird seit vielen Jahren organisiert und bringt Teilnehmer aus ganz Deutschland und teilweise aus dem Ausland zusammen.

Ende ChatGPT.


Interessant sind diese ganzen Emojis, die KI scheint das passend zu finden. Allerdings entspricht der Künstler Typ vor dem Wort Gast-Designer nun so garnicht der Realität, haha! Weiter unten seht ihr, was ich meine.

So, jetzt bin ich selbst aber wieder dran. Mit einem spontanen Bild vom letzten Crop Am Rhein.

Crop Am Rhein

In die detaillierte Planung der Workshops werde ich in den nächsten Wochen einsteigen, wenn sich zeigt, welche aktuellen Neuigkeiten es auf dem Markt gibt und welche überhaupt rechtzeitig den Weg nach Europa finden. Das Thema bleibt spannend.

Und wir haben wieder eine phantastische und überaus sympathische Referentin für die Workshops am Samstag dabei. Einige kennen sie bereits von früheren CAR Events. Inzwischen ist sie Head of Marketing bei Pinkfresh Studios und ich freue mich wirklich ganz besonders auf Kathleen Schmelz und ihre frischen und verspielten Designs! Wenn ihr auf Kathleens Instagram Account stöbert, wisst ihr sofort, was ich meine.

Kathleen Schmelz Crop Am Rhrein 2026

So, jetzt aber zu konkreten Daten und Fakten zum Crop Am Rhein 2026.

Wann und wo?

Ort: Hotel Haus Oberwinter in Remagen-Oberwinter am Rhein
Datum: Samstag, 26. September bis Sonntag, 27. September 2026

Das Hotel liegt traumhaft schön mit Blick über den Rhein und bietet den perfekten Rahmen für ein rundum gelungenes Kreativwochenende.

Was euch erwartet:

  • 4 (oder 5) inspirierende Workshops mit neuen Techniken und kreativen Projekten

  • Kreativmarkt mit exklusiven Produkten und Angeboten

  • Gemeinsames Croppen, Lachen und kreative Energie pur

  • Zeit für Austausch mit Gleichgesinnten und ganz viel Spaß!

Am Samstag finden die Workshops mit Kathleen statt, am Sonntag meine Workshops. Und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gibt es auch einen kleinen zusätzlichen Workshop am Freitagabend. So viel sei bereits gesagt: Es wird wieder abwechslungsreich, hochwertig und absolut besonders.

Wenn ihr euch noch näher informieren möchtet, was der Crop Am Rhein überhaupt ist und wie das Event in den letzten 17 Jahren gestaltet war, könnt ihr gerne im Crop Am Rhein Archiv jede Menge dazu nachlesen.

Ich warte noch darauf, dass das Hotel mir die neuen Buchungsunterlagen zuschickt und dann kann die offizielle Anmeldung starten. Haltet Ausschau nach dem Newsletter zum CAR 2026 in euren Postfächern!

Und wenn ihr meinen Newsletter noch nicht erhaltet, könnt ihr ihn hier abonnieren.

Bis bald!

Barbara

Fotodruck Gel Press Druck Scrapbooking Layout Tools und Werkzeuge Workshops

Gelli Plate Foto-Transfers, mit eigenen Fotos! Workshop Inspiration und Tipps

20. April 2026

Das Thema Gelli Plate Foto-Transfers oder Magazin Transfers beschäftigt und reizt mich schon lange. Ich habe damit bereits in  meinen Workshops experimentiert und habe viele Magazine ausprobiert. Alles gut, alles schön für Collagen, Art Journals und mehr. Die künstlerische Technik macht Spaß und die Ergebnisse sind immer wieder spannend. Foto-Transfers auf der Gelli Plate ist eine kreative Drucktechnik, bei der man ein Bild (z. B. aus Zeitschriften oder Laserdrucken) auf eine Gel-Druckplatte überträgt. Das Ergebnis wirkt oft malerisch, leicht vintage und einzigartig.

Aber im Herzen bin und bleibe ich Scrapbooker und Geschichtenerzähler mit meinen eigenen Fotos. Und nicht mit Köpfen von Models aus der Vogue.

Wie also verbindet man diese Leidenschaften?

Gelli Plate Foto-Transfer Scrapbooking Layout

Mit Gelli Plate Foto-Transfers mit eigenen Fotos. Über meine ersten Erfahrungen und Experimente hatte ich euch bereits vor einigen Wochen im Blogbeitrag zu Gelli Plate Foto-Transfers berichtet.

Für dieses Scrapbooking Layout habe ich ein Foto vom Berliner Dom, das ich am Ostersamstag gemacht hatte, als Foto-Transfer auf die Seite eines alten Ledger Journals gedruckt. Beim Besuch im Museum Store des Humbold Forums hatte ich Washi Tape mit Zeichnungen des Berliner Doms gekauft. Das kam hier direkt zum Einsatz. Das Pink im Tape inspirierte die restliche Deko des Layouts mit ein paar Schnipseln, Briefmarken (natürlich!!) und einem Titel mit dem Word Punch Board*. Dafür habe ich den restlichen Streifen der Journalseite, die ich in der Höhe gekürzt hatte, verwendet.

Gelli Plate Foto-Transfer Scrapbooking Layout Details

Gelli Plate Foto-Transfer Scrapbooking Layout Details

Gelli Plate Foto-Transfer Scrapbooking Layout Details

Die Resonanz und das positive Feedback – auch auf Social Media – haben mich natürlich sehr motiviert, meine Ideen und Erfahrungen in Workshops weiter zu vermitteln.

Nach einigen Tagen Tüftelei, Überlegungen und dem Versuch, meine vielen kreativen Ideen zu komprimieren und workshoptauglich zu machen, haben am vergangenen Wochenende meine ersten beiden Workshops zum Thema Gelli Plate Foto-Transfers stattgefunden.

Das große Interesse hat mich sehr gefreut und ich bin meinen Gästen wirklich dankbar, dass sie sich auf dieses neue Thema eingelassen haben!

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Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 870

17. April 2026

Drei halbfertige Blogbeiträge im Editor und das Leben lässt mir nicht die Zeit, daran zu arbeiten. Also lest ihr hier wie jeden Freitag erstmal mein Gedankensalat mit den Freitagstipps und der Rest kommt in der nächsten Tagen.

Vorgestern wurde ich vom Lärm des Rasenmähers geweckt, aber auch vom Geruch frisch gemähten Grases. Ein Hauch von Sommer, ein Hauch von “das Schlimmste ist vorbei”. Am Montag kommen die Winterreifen runter. Leider reißen notwendige neue Sommerreifen auch ein Loch in meine Haushaltskasse, aber was sein muss. TÜV ist auch fällig, ich bin schon drei Wochen drüber. Aber was will man machen, wenn die Werkstatt so ausgebucht ist.

Freitagstipps April

Was ist mir noch von der Woche in Erinnerung? Ich habe viel Zeit am Basteltisch mit Rumprobieren und Vorbereitungen verbracht, weil morgen und übermorgen Workshops bei mir stattfinden und ich sicher gehen wollte, dass eine neue Technik auch für meine Gäste perfekt funktioniert und sie mit tollen Ergebnissen nach Hause gehen können. Wir werden mit den eigenen Fotos meiner Gäste drucken, nachdem das mit meinen eigenen Fotos schon so gut funktioniert hat. Die beiden Workshops waren schnell ausgebucht und ich hatte so viele Anfragen zu diesem Thema, dass ich einen ähnlichen Workshop sicher in Kürze nochmal anbieten werde. Geplant habe ich die nächsten Workshops eigentlich am 30. und 31. Mai. Meine Newsletter Abonnenten erfahren es als Erste. Meinen Newsletter könnt ihr gerne über das Kontaktformular abbonnieren.

Am Mittwoch war ich wieder dran, ehrenamtlich im Seniorencafe bei uns im Ort die Bewohner mit Kaffee und Kuchen zu verwöhnen. Da ich es verpeilt hatte, rechtzeitig einen Kuchen zu backen oder dafür einzukaufen, habe ich schnell den Teig für meine bewährten gelingsicheren Buttermilchwaffeln zusammengerührt, mein bewährtes Super Waffeleisen*, rote Grütze und den gefüllten Sahnespender* eingepackt und meine Omis waren entzückt. Es roch im ganzen Haus, sie kamen alle schon mit erhobener Nase mit ihren Rollatoren reingeschlufft und freiuten sich. Manchmal sind spontane einfache Lösungen einfach die besten. Das Gute an den Buttermilchwaffeln ist auch, dass man sie am nächsten Tag super im Toaster aufbacken kann – sie schmecken dann knusprig und wie frisch gebacken. Leider blieben dieses Mal keine übrig, sie sind zu gut angekommen.

Freitagstipps Buttermilchwaffeln

Und sonst so?

Ich hatte in der vergangenen Woche wirklich heftige Entzugserscheinungen, weil der positive und so verbindende Weltraum und NASA Content auf Social Media wieder von den absurdesten Nachrichten verdrängt wurde.

Ich habe kürzlich den Beitrag einer MAGA-Influencerin gelesen, die schreibt, dass sie Katholikin sei und dass der Papst sie als solche nicht repräsentiere. Der Papst. Repräsentiert. Keine Katholiken. Ja, so habe ich auch geguckt. Das Ausmaß an aggressiver Dummheit, das aus den USA zu uns herüberschwappt, hat ein ähnlich bedrohliches Maß angenommen wie die Klimakrise.

CNN hat etwas unfassbar schockierendes aufgedeckt. Es gibt eine Website namens Motherless, die allein im Februar 62 Millionen Besucher verzeichnete. Auf dieser Seite zeigen sich Männer gegenseitig, wie sie ihre Ehefrauen und Partnerinnen unter Drogen setzen, sie im bewusstlosen Zustand vergewaltigen, die Taten filmen und die Videos teilen. Sie nennen es „Schlaf-Content“. Ein französischer Abgeordneter nannte es beim Namen: eine Online-Vergewaltigungsakademie. Horror, der pure Horror. Ich hoffe, wirklich, dass die EU langsam aufwacht und solche Seiten stärker reguliert werden. In den USA wird ja eher weniger reguliert. Außer, man sagt was gegen Trump. Verbreitet werden entsprechende Links zu dieser Dreckseite auch auf Telegram. Diese Plattform ist für mich sowieso – spätestens seit der Corona Zeit – die Wurzel allen Übels.

Ich habe übrigens inzwischen fast ein bisschen Mitleid mit Fritze Merz. Er hat sein Leben lang auf diesen Job gewartet und jetzt mag ihn niemand. Das muss schlimm sein für einen alten weißen Mann.

Diese Regierung ist leider wirklich unfassbar unfähig. Und ja, ich weiß, die Zeiten sind schwierig. Das waren sie aber unter der Ampel-Regierung auch. Ich würde vielleicht milder urteilen, wenn Merz und Co. damals nicht so machtgeil und erbarmungslos eingedroschen hätten auf die Regierung.

Und trotzdem wünsche ich mir, dass die aktuelle Regierung gelingt. Denn was nachkommt, wird womöglich noch weit schlimmer sein.

Good News!

Die Spritpreise bestimmen die Nachrichten. Ein Tempolimit würde jährlich bis zu 9,5 Milliarden Euro einsparen. Außerdem: Griechenland schränkt Übergewinne von Mineralölkonzernen ein. Litauen macht den ÖPNV kostenlos. Pakistans Großstädte auch. Die Philippinen ermöglichen eine Viertagewoche für Behörden und Homeoffice. Lösungsansätze gibt es viele! Nur erstmal leider nicht bei uns.

Schlechtes Handynetz muss man nicht länger hinnehmen. Eine neue Regelung der Bundesnetzagentur stärkt das Minderungsrecht und erlaubt, die Netzqualität per App verbindlich zu prüfen. Wer deutliche Defizite nachweist, kann einfacher gegen Mobilfunkanbieter vorgehen und ggf. weniger zahlen oder den Vertrag vorzeitig beenden. Der Staat stärkt das Minderungsrecht.

Gastro-Trainings helfen Menschen, die obdachlos waren In der Kantine des Arbeitsministeriums in Düsseldorf arbeiten zweimal pro Woche Menschen, die früher obdachlos waren. Sie sind Teil des Sozialprojekts „Housing First“ und erhalten so Einblicke in die Arbeitswelt. Die Kantine läuft auf Spendenbasis – wie viel gezahlt wird, entscheidet jede:r selbst. Eine tolle Sache. Das Projekt Housing First habe ich übrigens eine Zeitlang begleitet, da mein früherer Chef beim Paritätischen das Projekt in Düsseldorf angestoßen und durchgesetzt hat. Schön zu sehen, dass es weiter läuft.

 

Freitagstipps

 

1.   Wann darf ich   _________ .

2.    ________  sorgfältig .

3.  Informationen, die _________ .

4.    _________ eingeladen.

5.   Drei Dinge auf meinem Tisch:  ________   .

6.    ________ Spargel.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps April

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Endlich ist die Verfilmung von Margaret Atwoods Nachfolgeroman von 2019 zu sehen. “The Testaments“ knüpft nahtlos an die Welt von „The Handmaid’s Tale“ an – und steckt dabei voller versteckter Details, die echte Fans sofort erkennen. Von bekannten Stimmen bis hin zu subtilen Story-Hinweisen: Schon in den ersten Episoden verstecken sich zahlreiche Easter Eggs. Bereits die ersten Sekunden von „The Testaments“ setzen den Ton: Im Hintergrund hört man„Radio Free America“ – ein geheimes Sprachrohr des Widerstands. Diese Radiostation war in „The Handmaid’s Tale“ ein Hoffnungsschimmer für die Unterdrückten in Gilead. Besonders spannend ist die Besetzung der Stimme: Diesmal spricht Stephen Colbert den Moderator. Das ist kein Zufall, sondern eine bewusste Hommage an Oprah Winfrey, die diese Rolle in der Originalserie übernommen hatte.

Und dann wäre da noch June Osborne. Noch bevor man sie sieht, hört man sie – ein subtiler, aber emotionaler Moment. Ihr Cameo-Auftritt in den ersten Episoden wurde geheim gehalten und sorgt für einen starken Wiedererkennungswert.Eine der spannendsten Verbindungen zur Originalserie ist die Figur Agnes MacKenzie. Wenn du „The Handmaid’s Tale“ gesehen hast, weißt du: Agnes ist in Wahrheit Hannah, die Tochter von June und Luke.

Die Geschichte von Gilead ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Und genau das macht „The Testaments“ so fesselnd. Ich bin aktuell bei Folge 4. Und muss jeden Mittwoch auf eine neue Folge warten.

Nachdem ich das Buch Prima Facie gehört hatte – ich habe es euch schon letzte Woche empfohlen – habe ich mit Interesse (nochmal, ich stellte beim Gucken fest, dass ich sie schon vor drei Jahren geschaut habe ) die sechsteilige Mini Serie “Anatomy of a Scandal ” auf Netflix gesehen. So gut! Das Thema ist ähnlich, und das britische Justizsystem scheint mir kompliziert. Im Buch war die Hauptfigur ein “Barrister”. Bis ich mal den Unterschied zwischen Barrister, Solicitor, Counseler und Lawyer rausgefunden hatte! Bei uns scheint es einfacher zu sein, es gibt Anwalt und Staatsanwalt. Fertig. Bei uns werden auch nicht diese unvorteilhaften Perücken getragen, nun ja. Die Briten sind halt anders.

Die Serie basiert auf dem Bestseller-Roman „Anatomy of a Scandal” der britischen Autorin Sarah Vaughan, die viele Jahre als Journalistin und politische Korrespondentin arbeitete und lebt von ihrem Wechselspiel aus Gerichtssaaldrama und psychologischem Kammerspiel. Jede Episode beleuchtet den Fall aus neuen Perspektiven und stellt die Glaubwürdigkeit der Figuren immer wieder infrage. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel der drei zentralen Figuren: Sienna Miller als Ehefrau zwischen Loyalität und Zweifel, Michelle Dockery(Downton Abbey) als entschlossene Staatsanwältin und Rupert Friend als Politiker, dessen Charme und Selbstsicherheit zunehmend Risse bekommen. Was mir auffiel: die Texte sind ganz schlecht übersetzt. Staatsanwältin heißt es in der deutschen Synchronisation falsch übersetzt. Queen’s Counsel oder Kronanwältin muss es heißen. Und sie sagt im Original: “I’ll be ready”. Übersetzt mit “ich beeile mich”. Ganz andere Nuance. Aber ich bin da pingelig und schaue überwiegend im Originalton, wenn ich nicht allzu müde bin oder second screen watching (übersetzt: gleichzeitig am Handy daddeln) mache.

Und ich war mal wieder im Kino. “The History Of Sound” spielt in den 20er Jahren und ist eine Liebesgeschichte im Flüsterton, mit wunderschönen Bildern, die mit ihren sanften Brauntönen an Gemälde erinnern. Josh O’Connor und Paul Mescal gehören zu den besten Schauspielern ihrer Generation und spielen ohne große Emotionen, aber mit unglaublicher Tiefe. Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern in Zeiten, in denen Homosexualität noch geächtet war, eine epische Erzählung von unterdrückten Emotionen, in denen keiner der Männer das auszuleben wagt, was er wirklich empfindet. Die alten Folk-Balladen, die beide im Film sammeln, aufnehmen und singen unterstreichen das auf sehr berührende Art und Weise. Das Ende des Films, mehrere Jahrzehnte später, ist sehr melancholisch mit großer emotionaler Kraft und im Kino konnte man eine Stecknadel fallen hören. Ganz große Empfehlung!

Freitagstipps zum Lesen

Hättet ihr gedacht, dass ausgerechnet in Heilbronn das Realeinkommen pro Kopf am höchsten ist? Sagt die Statistik. Der Ort sagt mir jetzt irgendwie nicht wirklich was. FRüher war es Starnberg, das kann ich mir schon eher vorstellen.

Was ist los auf Usedom? Die Hotel Krise trotz vieler Touristen ist traurig und schwer zu verstehen.

Neues iPhone? Alle paar Jahre muss das ja mal sein. Euer altes Handy könnt ihr an eine wohltätige Organisation spenden, hier gibt es einige Tipps dazu.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe mir, nachdem ich am vergangenen Samstag beim Josh Groban Konzert fast geschmolzen bin, zuhause sofort die Setlist seiner Konzerte auf der Welttournee runtergeladen. Es sind zwar nicht alle Songs drauf, die er beim Konzert in Düsseldorf gesungen hat drauf, aber fast. Musik zum Runterkommen, Abschalten und seine Stimme ist immer noch unverkennbar.

Und wegen der absurdesten Nachrichten die ganze Woche habe ich keinen einzigen Podcast gehört, nur Musik. Muss auch mal sein. Aber ein neues Hörbuch ist schon in bereit meiner Bibliothek, ich brauche jetzt mal eine schöne Schmonzette.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche ich euch ein entspanntes schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 869

10. April 2026

Erstaunlich, wie blauer Himmel und warme Luft die Welt gleich nicht mehr ganz so düster aussehen lassen. Fühlt ihr das auch? Ich habe neulich auf Social Media einen Witz gelesen. Je älter man wird, desto mehr schaut man auf die Wetter App, so in der Art jedenfalls. Da ist auch was dran, ich stelle diese Sache jedenfalls bei mir fest.

Mein Oster-Wochenende in Berlin war zwar trocken, aber es war kalt und extrem windig. Als ich Montagabend nach vier Tagen Abwesenheit wieder zuhause war dachte ich: huch, was ist denn hier passiert? Es hat inzwischen irgendwie puff gemacht und es sah aus, als würde ich in meinem Garten eine Art grünen Dschungel sehen. Die Natur ist explodiert, und ich feiere es.

Ich bemerkte es wahrscheinlich deshalb so extrem, da morgens bei meiner Abfahrt in Berlin noch alles kahl und grau war. Weil mir das vorher noch nie so krass aufgefallen war, sprach ich mit meinem Sohn darüber. Ja Mama, bei dir in Düsseldorf ist ozeanisches Klima. In Berlin ist kontinentales Klima. Vielleicht habe ich das auch mal irgendwann in der Schule gelernt, aber vergessen, dass wir in Deutschland tatsächlich auch unterschiedliche Klimazonen haben.

Berlin Humbold Forum Dachterrasse

Jedenfalls freue ich mich, dass es bei mir alles schon leicht nach Sommeranfang riecht, gestern waren es 20 Grad und ich habe im T-Shirt in der Sonne gesessen und einen Großteil der Freitagstipps draußen getippt. Mir geht’s so gut dabei.

Apropos Berlin, da werde ich ja immer nach Tipps gefragt. Ich entdecke ständig Neues in dieser Stadt, auch durch meine Kinder. Meine Freundin Andrea schreibt gerade einen brandheißen neuen Berlin Travel Guide und hat mich gebeten, dafür einen klitzekleinen Gastbeitrag zu schreiben. Das hat mich natürlich sehr gefreut, denn ihre Travel Guides sind immer ratzfatz ausverkauft und absolute Knaller. Ich halte euch dazu auf dem laufenden!

Bis dahin findet ihr auch hier bei mir auf dem Blog einiges an Berlin Tipps, die ich auch bald wieder ergänzen werde. Denn jedes Mal, wenn ich dort bin, entdecke ich neue Highlights.

Jetzt freue ich mich auf ein paar ruhige Tage und ein Wochenende zuhause. Ich gehe am Samstag mit meiner Freundin auf das Josh Groban Konzert hier in Düsseldorf. Nostalgie pur für uns, denn wir haben vor vielen Jahren seine Musik rauf und runter gehört, als die CD in den USA rauskam und ich meine Freundin dort besuchte.

In der Nacht werde ich mir auch definitiv den Wecker stellen!

Denn zwei Dinge haben mir in den letzten Tagen den Glauben an die Menschheit zurück gegeben. Der Papst und die Crew der Artemis 2. Und ein schwebendes Nutella Glas.

Eines der anspruchsvollsten Manöver des Fluges von Artemis 2 ist die Wasserung der Landekapsel Orion, die am Samstag für etwa 2.07 Uhr morgens deutscher Zeit im Pazifik vor der Küste von San Diego vorgesehen ist.  Wer erinnert sich nicht an diese dramatischen Minuten im Film Apollo 13? Denn wenn die Orion-Kapsel mit rund 40.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre eintritt, wird der Hitzeschild Temperaturen von fast 3.000 Grad Celsius aushalten müssen. Ein Plasmavorhang aus ionisierter Luft umhüllt das Raumschiff und unterbricht für mehrere Minuten jeglichen Funkkontakt. Die Crew ist in dieser Zeit auf sich allein gestellt. Während der finalen Phase der Artemis-2-Mission gibt es keinen Plan B, keine Notfalllösung und keine Möglichkeit zur Flucht.

Die etwa 13-minütige Landephase absolviert der Autopilot. Nach der Wasserung muss die Crew die Kapsel sichern, bevor sie die Luke öffnen kann. Sobald das Umfeld der Kapsel sicher ist, können die Bergungskräfte per Schiff näher kommen und die Astronauten nach und nach aus der Kapsel holen.

Die Planung sieht vor, dass Astronautin Christina Koch und ihre Kollegen Victor Glover, Jeremy Hansen und Reid Wiseman dann innerhalb von zwei Stunden per Hubschrauber zum Bergungsschiff USS John P. Murtha geflogen werden. Dort sind erste medizinische Untersuchungen der Crew und eine Pressekonferenz vorgesehen, bevor sie per Flugzeug zum Johnson Space Center der Nasa in Houston weiterfliegen.

Ich habe mir extra die NASA App auf’s Handy geladen, darüber lässt sich alles gut verfolgen. Es gibt auch bei You Tube einen Live Stream der NASA, der Samstag vormittag startet.

Außerdem bin ich noch damit beschäftigt, den neuen Workshop für den 18. und 19. April vorzubereiten. Das wird eine Premiere, an der ich lange getüftelt habe. Eigene Fotos auf der Gelli Plate drucken, das können meine Gäste dann im Workshop ausprobieren. Es ist zurzeit noch jeweils ein Platz für jeden Termin frei, schickt mir bei Interesse gerne eine Nachricht.

Und sonst so?

Worüber ich sehr gelacht habe: Auf Google Maps wurden in den letzten Tagen in einer Art Protestaktion von findigen Usern zahlreiche CDU-Geschäftsstellen in ganz Deutschland in „Eierhaus“ umbenannt. Entfernte Anspielungen auf die fehlenden Eier unseres Bundesmerzes sind eventuell beabsichtigt. Warum kann jeder Mensch einfach Standorte umbenennen kann, fragt ihr euch? Wenn man nicht Inhaber dieser Standorte ist, das hatte die CDU bei den meisten ihrer Standorte bisher versäumt (oder aus Unwissenheit oder Faulheit verpennt). Also haben jetzt einige arme Praktikanten mit dem Erstellen aller Locations als Unternehmensstandorte bei Google Business beschäftigt. Einzeln. Viel Spaß.

Über die Nacht, in der Anfang der Woche die ganze Welt den Atem anhielt, möchte ich gar nicht mehr nachdenken. Auf der anderen Seite der Welt sitzt ein dementer, orangener Psychopath vorm roten Knopf und droht über Social Media damit, ganze Zivilisationen auszulöschen. Ich traue ihm inzwischen alles zu, jetzt wo auch der letzte Rest Verstand aus dem Schädel gehüpft ist, was in den letzten Monaten mehr als deutlich wurde.

Und unser Bundeskanzler hat sich dann mit seiner Aussage, Trumps Zivilisationsauslöschungsphantasterei sei nur Rhetorik gewesen, endgültig aus dem Kreis vernüftig agierender Politiker verabschiedet. Disruptiv ist in diesen Zeiten eigentlich nur das Verhalten von Merz, Reiche & Co., die ganz gezielt an ihrem Volk vorbei regieren und eine verbale Nebelgranate nach der anderen zünden, um zu verschleiern, wem sie da gerade die Taschen füllen.

Und erstaunlich, wie jetzt alle wollen, dass Benzin, die Mieten und Lebensmittel günstiger werden sollen, aber rechts wählen. Der Staat soll regeln. Dieses Anliegen ist so links, wie es nur sein kann. Das bekommt man sicher nicht mit der CDU oder gar der AfD. Merz hat kurzfristigen Entlastungen für die Bürger*innen eine Absage erteilt, weil er „nicht in den Markt eingreifen will”. „Man werde die Entwicklungen in den NÄCHSTEN MONATEN weiter beobachten” und dann ggf. reagieren. Erinnert ihr euch zu Zeiten der Ampel an das 9 Euro Ticket? Oder die Entlastungszahlungen, die wir damals bei der Energiekrise erhalten haben? Seufz.

Berlin Landwehrkanal

Good News!

Ich hoffe, dass Orban in Ungarn die Wahlen am Sonntag verliert. Vance war zum Wahlkampf da, das könnte schon ein gutes Vorzeichen sein. Was der anfasst …

Die EU startet eine weitere Runde der Initiative „DiscoverEU“. Mit dem kostenlosen Travel-Pass können mehr als 40.000 junge Menschen einen Monat lang kostenlos mit dem Zug durch Europa reisen. 18-jährige Europäer:innen können sich noch bis zum 22. April bei der EU-Kommission bewerben Gratis durch Europa: EU verschenkt Travel-Pässe an 40.000 junge Menschen.

In den vergangenen Wochen wurde zurecht viel über sexualisierte digitale Gewalt berichtet, Gesetzesentwürfe wurden angekündigt – und nun gibt es aus den Niederlanden eines der ersten Urteile dieser Art: Die KI Grok darf keine sexualisierten Bilder von Personen mehr generieren. Ein Meilenstein. Niederländisches Gericht verbietet von Grok generierte Nacktbilder.

 

Freitagstipps

 

1.   Meine letzte Fahrt mit der Bahn   _________ .

2.    ________  , jedenfalls nicht in der nächsten Zeit.

3.  Meine letzte Fahrt mit dem Auto _________ .

4.    _________ reizt mich nicht.

5.   Mein letzter Flug  ________   .

6.    ________ gönne ich mir sonntags gerne.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Mit meiner Tochter zusammen habe ich während meines Wochenendes in Berlin eine Doku auf Netflix gesehen, bei der uns wieder mal bewusst wurde, wie “bekloppt” vieles in den USA ist. Und damit meine ich auch Menschen da drüben. Und wieder mal bin ich froh, in Deutschland zu leben. “The Perfect Neighbor:- Ein Gesetz und seine Folgen”.

Wow, was für eine krasse Doku. Eine kleine Meinungsverschiedenheit zwischen Nachbarn in Florida nimmt eine tödliche Wendung. Authentische Aufnahmen von Polizeikameras und Interviews beleuchten die Folgen des umstrittenen “Stand Your Ground”-Gesetzes des Bundesstaats. Die Doku auf Netflix war als bester Dokumentarfilm für den Oscar nominiert. Amerika abseits des Tourismus.

Und irgendwie ging es zuhause direkt weiter mit einer Doku, bei der ich mich ständig fragte, WIE SO ETWAS MÖGLICH SEIN KANN? Religion mal wieder als Wurzel allen Übels. Und eine Justiz, die gefühlt ewig braucht, um Beweise zu sammeln. Eine abgeschottete Glaubensgemeinschaft, ein charismatischer Anführer – und junge Mädchen, die ihm schutzlos ausgeliefert waren: Die vierteilige Netflix-Dokumentation „Vertrau mir: Der falsche Prophet“ (gibt es natürlich auch in deutscher Sprache) rollt einen der erschütterndsten Fälle religiösen Machtmissbrauchs der vergangenen Jahre auf. Im Mittelpunkt steht Samuel Bateman, ein selbsternannter „Prophet“, der eine radikale Abspaltung der FLDS-Sekte (Mormonen) anführte – mit dramatischen Folgen für zahlreiche Minderjährige. Aufgedeckt wurde das alkles durch das große Engagement der Sektenaussteigerin Christine Katas und ihres Ehemanns Tolga. Das Paar dokumentierte undercover über Monate hinweg das Geschehen in Short Creek. Laut Berichten wurden entscheidende Hinweise und Aufnahmen schließlich an Ermittlungsbehörden weitergeleitet.

Eine halbe Nacht um die Ohren geschlagen habe ich mir auch mit der Romanverfilmung von  “Sharp Objects”. Ich konnte nicht aufhören, es gab immer wieder neue Windungen und Drehungen. Die Journalistin Camille Preaker – grandios gespielt von Amy Adams – kehrt in ihre Heimat zurück, um das Verschwinden zweier Mädchen zu recherchieren. Sie wird schon bald von traumatischen Kindheitserinnerungen gequält, woraufhin sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen muss. Es entsteht ein Mosaik aus Schuld, Schmerz und Abhängigkeit, das sich erst in den finalen Minuten vollständig offenbart. Läuft als achtteilige Mini Serie auf HBO Max.

Am Wochenende (es soll regnen) muss ich mal was humorvolles und leichtes zur Abwechslung laufen lassen, damit mein “vorgeschlagen für dich” Algorithmus sich ein bisschen weg von dem Schocker Genre bewegt. Ach ne, „The Testaments: Die Zeuginnen“ ist ja gerade endlich neu bei Disney+ erschienen. Darin wird die Geschichte von „The Handmaid’s Tale – Der Report der Magd“ weitererzählt. Ein Alptraum in Pastell. Welcome to Gilead oder welcome to reality? Ich werde berichten.

Freitagstipps zum Lesen

Kennt ihr die Reaktanztheorie? Worauf es ankommt, wenn du anderen wirklich helfen möchtest. Das hört sich irgendwie einleuchtend an.

Wusstet ihr, dass nur drei Menschen auf der Welt ohne Reisepass reisen dürfen? Mir war das neu.

Wie wird denn das Wetter im Sommer (da sind wir wieder beim Anfang des Beitrags, haha). Einige Fachleute halten ein historisch starkes Ereignis für möglich und sehen Potenzial für das stärkste ‘El Niño’-Ereignis seit 140 Jahren. Hoffen wir mal, dass sie sich irren.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe in der vergangenen Woche auf meinen längeren Autofahrten – und eine halbe Nacht, weil es so spannend war – ein neues Hörbuch in einem Rutsch durchgehört.

Nicht nur als Frau sollte man Prima Facie*  von Suzie Miller, die lange selbst als Strafverteidigerin gearbeitet hat, gelesen bzw gehört haben! Spannend, juristisch aufschlussreich und man fühlt mit der Protagonisten sehr mit. Die Sprache des Romans ist einfach bildgewaltig und tiefsinnig schön – auch wenn das Thema ernüchternd hart ist. Außerdem gibt es interessante Einblicke in das sehr konservative britische Justizsystem

Im Deutschlandfunk habe ich eine sehr gute Podcastreihe entdeckt, warum eigentlich jetzt erst? Amerika verstehen. Von George Washington bis Trump: Der deutsch-amerikanische Historiker Volker Depkat erklärt, wie die USA ticken und räumt mit transatlantischen Irrtümern auf. Er blickt mit uns in die Geschichte, damit wir die turbulente US-Politik verstehen.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche ich euch ein entspanntes schönes Wochenende! Und Godspeed Artemis 2 und Orion!

Alles Liebe

Barbara