Der Crop Am Rhein 2026 ist inzwischen schon wieder ein drei Tage her, aber wie das nach so einem intensiven Wochenende immer ist: Im Kopf bin ich noch mittendrin. Zwischen Papier, Farben, Stempeln, Schablonen und jeder Menge kreativer Energie. Die Kisten sind auch noch nicht alle ausgepackt, haha.
Wie immer habe ich auch in diesem Jahr beim Crop Am Rhein Mixed Media Scrapbooking Workshops gegeben, diese Mischung aus klassischem Scrapbooking und dem herrlich freien Spielen mit Farben, Strukturen und verschiedenen Materialien liebe ich schon lange sehr.
Denn Mixed Media muss weder kompliziert noch perfekt sein. Im Gegenteil: Oft entstehen die schönsten Effekte genau dann, wenn man einfach ausprobiert, Schichten aufbaut, wieder etwas übermalt und sich überraschen lässt, was am Ende daraus wird. Und genau darum ging es auch in meinen Workshops.
Ich weiß gar nicht mehr so genau, wann bei mir beim Scrapbooking immer mehr Farbe ins Spiel gekommen ist. Wahrscheinlich war es ein schleichender Prozess. Erst ein bisschen gestempelt, dann hier und da etwas Strukturpaste, irgendwann kamen Schablonen, Acrylfarben, Sprays, die Gelli Plate und all die anderen wunderbaren Mixed Media Materialien dazu. Und plötzlich war da diese ganz neue Freiheit auf meinen Layouts.
Was ich daran besonders mag: Es gibt eigentlich kein richtig oder falsch. Natürlich kann man Techniken zeigen und ein paar Tricks weitergeben, aber am Ende sieht jedes Projekt anders aus. Und genau das ist für mich auch das Schönste an Workshops.

Ich zeige ein Beispiel und erkläre, wie ich vorgegangen bin – und dann passiert irgendwann dieser wunderbare Moment, in dem jede Teilnehmerin ihr eigenes Ding daraus macht.
Beim Crop am Rhein war das wieder ganz besonders schön zu beobachten. Obwohl wir alle mit den gleichen oder ähnlichen Materialien gearbeitet haben, entstanden ganz unterschiedliche Layouts. Mal eher zurückhaltend, mal mit ordentlich Farbe, mal ganz nah an meinem Beispiel und mal völlig anders.
Und genau so soll es sein.
Denn für mich geht es beim Scrapbooking schon lange nicht mehr darum, möglichst perfekt einem vorgegebenen Beispiel zu folgen. Ich möchte Ideen anstoßen, Techniken zeigen und vielleicht auch ein bisschen Mut machen, einfach loszulegen. Einen Klecks Farbe dahin zu setzen, wo vorher keiner geplant war. Etwas zu übermalen, wenn es einem nicht gefällt. Oder noch eine Schicht draufzupacken, weil irgendwie noch etwas fehlt.
Mixed Media ist dafür einfach perfekt.
Und ja, manchmal sieht es zwischendurch auch so aus, als hätte man es komplett versaut. Kennt ihr, oder? Genau dann hilft meistens nur: weitermachen. Noch eine Schicht, noch ein Stempelabdruck, ein bisschen Farbe, und plötzlich fügt sich alles zusammen.
Diese kleinen Aha-Momente gab es auch in meinen Workshops beim Crop am Rhein reichlich. Und für mich als Workshop-Leiterin ist es jedes Mal mindestens genauso schön zu sehen, was aus meinen ursprünglichen Ideen auf den Tischen der Teilnehmerinnen entsteht.
Aber jetzt zeige ich euch endlich meine drei Projekte und ein wenig drumherum. Während meiner eigenen Workshops bin ich oft so mittendrin, dass kaum Zeit für Action Fotos bleibt. Ich zeige euch natürlich auch mehr vom Crop Am Rhein, das kommt in den nächsten Tagen einem zweiten Blogartikel.
Crop Am Rhein Workshop “Vom Masterboard zum Minibook”
Freitagabends starte ich den Crop Am Rhein immer mit einem kleineren lockeren Mixed Media Workshop für eine kleinere Gruppe, zum Ankommen und Aufwärmen.

Das Thema war dieses Mal: “Vom Masterboard zum Minibook”. Ich arbeite gerne groß, und ein Masterboard als Basis für kleinere Seiten finde ich genial. Wir haben für dieses Projekt einen A 3 Bogen mit einer Collage aus Streifen beklebt. Alte Buchseiten, Landkarten, Tabellen, alte Briefe und Dokumente, all das fand Platz.
Mein kleines Beispiel Minibook habe ich mit sehr alten Fotos von mir gefüllt. Ehrlich gesagt habe ich die Originalfotos kopiert, da sie die Handschrift meiner Mutter auf der Rückseite tragen und ich möchte sie erstmal im Original bewahren.































