Eine Frage: kann es sein, dass es unsichtbare und geräuschlose Mücken gibt? So mutierte vielleicht, mit Tarnkappe? Ich habe immer neue Stiche, und sehe und höre die Viecher nicht. Weder draußen noch im Haus. Es bleibt ein Rätsel. Und nervt. Und warum stechen die mich an Stellen, wo ich alleine mit meinem Bite Away* kaum ohne große Verrenkungen drankomme? Ohne diesen Hitzestift (absoluter Game Changer!) und anschließende Cortison Salbe schwellen die Dinger bei mir oft zu unförmigen Beulen. Entweder reagiere ich inzwischen allergisch oder die Viecher haben irgendwelche Chemie im Rüssel. Früher war das nicht so schlimm. Klimawandel? Natürlich ist das kein echtes Problem, aber es nervt trotzdem.
Während ich das hier gerade im Bett liegend die Freitagstipps in mein MacBook tippe, surrt wieder mein kleiner Freund der Mini-Ventilator* neben mir. Auch so ein Game Changer bei dieser Hitze. Fast geräuschlos begleitet mich die frische Brise auch in der Küche oder an der Gartenliege oder am Basteltisch. Meine Töchter haben ihn mir bestellt und das war die beste Idee ever.

Gestern morgen hat es ungefähr 5 Minuten lang geregnet. Einfach so. Ich konnte dieses ungewohnte Geräusch erst gar nicht einordnen und bin tatsächlich raus, um es unter dem Sonnenschirm zu genießen und diese besondere Luft einzuatmen.
Meine Woche ist ansonsten so dahin geplätschert. Im Büro haben wir mal wieder festgestellt, wie abhängig wir inzwischen von der IT sind. Nachdem mein Arbeitgeber vor drei Wochen Opfer eines Hacker Angriffs geworden ist, läuft immer noch nicht alles wieder. Eine Spezialfirma für Cyber-Sicherheit hat erstmal die dringendsten Sicherheitslücken geschlossen, aber das war das kleinste Problem. In dieser Woche mussten zusätzlich alle Rechner in unsere Landesgeschäftsstelle gebracht und von unserer IT Abteilung komplett neu aufgesetzt werden. Ich arbeite bei einem Wohlfahrtsverband bei dem die finanziellen Mittel sind sowieso immer knapp sind, und die durch solche Angriffe verursachte zusätzliche Kostenbelastung ist einfach schlimm.
Was treibt Hacker an, in fremde Systeme einzudringen, Daten zu stehlen oder sogar ganze Netzwerke lahmzulegen? Cyberkriminalität ist eine ernste und wachsende Bedrohung für Unternehmen und Privatpersonen. Und gehört leider inzwischen zu unserem Alltag.
Auf jeden Fall sind die Büros jetzt schön sortiert und aufgeräumt, wenn man sich ohne Technik irgendwie die Zeit vertreiben muss.


Ich habe an einem etwas kühleren Tag endlich wieder Brot gebacken und am Sonntag mit meinem Sohn auf meiner frisch gesaugten Terrasse gefrühstückt. Kleine Freuden, kleine Momente der Dankbarkeit in dieser Welt, die gefühlt brennt.
Ja, tatsächlich habe ich mir endlich günstig bei Kleinanzeigen einen Laubsauger gekauft, seit Jahren liebäugel ich damit. Durch die aktuelle Trockenheit sind jeden Tag mehr Blätter und sonstwas auf meiner Terrasse, der Besen reicht nicht mehr. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es so befriedigend sein kann, unter der Hecke zu saugen. Und die immer noch vom Tannenbaum festsitzenden Nadeln zwischen den Pflastersteinen endlich verschwinden zu sehen. Herrlich, so eine frisch gesaugte Terrasse.
Ich habe viel in meinem Art Journal gespielt, Workshops geplant und habe meinen regelmäßigen Laufrhythmus wieder gefunden. Gibt es was schöneres aus Sommerabende am Wasser?

Morgen kommt meine Tochter aus Berlin für ein paar Tage. Eigentlich wollte ich zu ihr fahren, aber sie meinte: “Mama, bei dir im Garten ist es viel schöner als in der heißen Stadt, ich komme lieber zu dir”. Auch gut. Der Förstersohn kommt Anfang der Woche auch vorbei. Colaschwein und selbstgemachte Limonade wurden gewünscht. Und was die Kids sich wünschen …
Der Blick auf ein gutes Leben verändert sich irgendwann. Plötzlich ist ein klarer Kopf wertvoller als eine durchgemachte Nacht oder ein volles Wochenende.
Bewegung wird zur Therapie. Natur wird zum Reset. Gesundheit wird nicht mehr als selbstverständlich gesehen, sondern als das größte Geschenk überhaupt.
Vielleicht werden wir nicht langweiliger. Vielleicht werden wir nur ehrlicher darin, was uns wirklich guttut.
Und sonst so?
Die Nachrichten machen mich wütend. Und zunehmend müde.
Jens Spahn findet Leihmutterschaft schlimm – sobald nicht er selbst, sondern andere diese Dienstleistung in Anspruch nehmen. Aber das ist nicht mal das Krasseste an dieser Geschichte. Viel krasser ist die Selbstverständlichkeit, mit der Jens Spahn zur Schau stellt, dass die Regeln, die er mitgestaltet, für ihn nicht gelten. Was lässt man Spahn noch alles durchgehen? Der trumpt sich durch sein Amt und fühlt sich offenbar immer unantastbarer.
Interessant sind auch die Parallelen bei der Realitätsverweigerung zwischen Trump und Merz. Bei Trump kann man das inzwischen einer vermuteten Demenz zuordnen, bei Merz ist das sicherlich keine Demenz, also muss es Kalkül sein. Der zieht das jetzt die eine Amtszeit durch, weil das (und nur das!) auf seiner persönlichen Agenda stand. Alles andere ist für ihn unbedeutend, es geht ihm nicht ums Land, schon gar nicht um Zustimmungswerte oder die Bürger und auch nicht um das, was nach ihm geschieht.
Und diese jüngsten “Reformen” die größte moralische Bankrotterklärung unserer Politik: Wenn Spitzenpolitiker mit fast 40.000 € Monats-Einkommen darüber philosophieren, ob 25 € mehr für arme Kinder „unverhältnismäßig” sind. Wer in solchen Dimensionen lebt, hat jeden Bezug zur Realität an der Basis verloren. Fur die einen ist es das Wechselgeld beim Mittagessen, für eine alleinerziehende Mutter entscheidet es über neue Winterschuhe fürs Kind. Wer bei den Schwächsten spart, spart an unserer Zukunft.
Ich finde das Argument „Die AfD muss erstmal an die Macht kommen. Bisher haben sie ja noch nie regiert, so kann sie sich mal beweisen” auch immer wieder sehr fragwürdig in Anbetracht der Tatsache, dass wir gerade einen Kanzler und mehrere Minister haben, die vorher auch noch nie regiert haben und uns täglich beweisen, dass es Gründe gibt, warum sie noch nie etwas regiert haben.
Uns geht’s kacke, die Nachrichten sind zu viel, die aktuelle Politik macht Angst. Aber bitte macht nicht den Fehler, euch nur in euch selbst zurückzuziehen, um eure mentale Gesundheit zu schützen und einfach alles von außen zu kappen. Wir müssen es für die kommenden Jahre schaffen, eine Balance aus Rückzug und Konfrontation mit dem Geschehen zu finden, denn ansonsten lassen wir genau die im Stich, die unsere Solidarität am meisten brauchen. Und uns auch.
Thema Sport:
Ich habe mich ehrlich gefreut, dass Jannik Sinner das diesjährigen Grand Slam Turnier in Wimbledon gewonnen hat. Alexander Zverev ist für mich kein deutscher Held. Zwei Ex-Partnerinnen haben ihm vor Jahren körperliche Übergriffe vorgeworfen, der Tennisprofi wurde nie verurteilt, da ein Verfahren mit einem Vergleich endete und das zweite eingestellt wurde. . Als ein Reporter ihn auf das Thema ansprach, hat der 29-Jährige das Interview abgebrochen. Es bleibt etwas ungutes hängen.
Und die Fußball WM habe ich ja weitestgehend ignoriert, aber Spanien muss am Sonntag gewinnen. Nicht weil England gegen Argentinien verloren hat, sondern weil es eine Freude sein wird, Trump dabei zuzusehen, wie er die Trophäen an ein Land verleiht, das den Mut hatte, sich gegen ihn auf der Weltbühne zu stellen.
Good News!
Kindergeld ohne Antrag. Familien sollen Kindergeld künftig automatisch erhalten, ohne einen Antrag bei der Familienkasse stellen zu müssen. Die Umstellung beginnt schrittweise ab März 2027. Ziel ist es, Bürokratie abzubauen und die Leistung schneller und einfacher auszuzahlen. Dadurch sollen jährlich rund 300.000 Erstanträge entfallen.
Auch, wenn es gerade nicht so präsent in den Medien ist: Deutschland erlebt einen Start-up-Boom. Im ersten Halbjahr 2026 entstanden so viele junge Unternehmen wie nie zuvor. Besonders Künstliche Intelligenz treibt die Gründungen voran. Berlin bleibt Spitzenreiter, während Hamburg das stärkste Wachstum verzeichnet und München überholt.
In Heidelberg und Worms lotst eine neue Open-Source-App Menschen über möglichst schattige Wege durch die Stadt. Sie berechnet anhand von Wetter-, Sonnen- und Geländedaten Routen mit möglichst wenig Hitzestress und kann Kommunen zeigen, wo Bäume und andere Schattenspender fehlen.

1. Gestern war es hier _______ Grad.
2. Zur Abkühlung __________ .
3. Wenn so warm ist _____________ .
4. Mein Schlafplatz ___________ .
5. Der beste Durstlöscher __________ .
6. _________ mein Lieblingssnack___________ .
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !
Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!
Meine Freitagstipps für euch
Freitagstipps zum Gucken
Ich schaue gerade auf Disney + die fünfte Staffel von “The Bear”, nachdem ich die vierte Staffel zur Einstimmung nochmal geschaut hatte. Eine der besten Serien der letzten Jahre. Mit einem phantastischen Soundtrack und extrem intensiven Bildern und Schauspielern.
Seit fünf Staffeln versucht Carmy gemeinsam mit Familie und Freund*innen aus dem ehemaligen Sandwich-Laden seines verstorbenen Bruders ein erfolgreiches Fine-Dining-Restaurant zu machen. Und obwohl das Team über die Jahre einige Erfolge vorzuweisen weiß, befindet es sich in einem ständigen Überlebenskampf.
Dass es dabei ständig an seine Grenzen kommt, liegt daran, dass es aus einem Haufen kaputter Leute besteht. Sie haben Traumata, durchlaufen existenzielle Krisen, kämpfen mit Liebeskummer und verstecken ihre Emotionen hinter Schreianfällen. Oder um es mit den Worten der Köchin Jessica zu sagen:„Alle, die hier arbeiten, haben eine Persönlichkeitsstörung.”
Doch gerade diese komplexen Figuren, diese Antiheld*innen und ihre noch komplexeren Beziehungen zueinander zeichnen die Serie aus. Sie sind es, die einen am Bildschirm halten, denn die Geschichte besteht letztlich aus Wiederholungen.
Wann immer sie im Restaurant einen Erfolg vorzuweisen haben, bahnt sich der nächste Rückschlag an. An Geld fehlt es eigentlich immer und das ist nur das Grundrauschen, auf dem sich ein Problem nach dem anderen aufbaut. Doch diese Redundanzen tun der Serie, die mit zahlreichen Golden Globes und Emmys ausgezeichnet wurde, keinen Abbruch. Denn neben dem herausragenden Cast brilliert sie durch Erzähltechniken und Bilder.
Absolute Empfehlung!
Und dann habe ich noch “Ride or Die” auf Prime so nebenbei gesehen. Man stelle sich vor, die beste Freundin und Vertraute ist eine Auftragsmörderin – und man wusste, vielleicht ja zum Glück, bislang davon nichts.
Denn dass diese Wahrheit herauskommt, bedeutet: Ein Auftrag der Killerin ist schiefgelaufen und sie muss fliehen. Dummerweise muss die Freundin mit, denn auch sie bekommt Probleme mit diesen Kriminellen. Die Action-Komödie bietet die vom Genre erwartbaren Stunts, Situationskomik und “Ted Lasso” Star Hannah Waddingham darf obendrein einen sonst männertypischen Bond-Moment haben – also verführen und sich hinterher cool mit einem Sprung vom Balkon auf und davon machen. Freundin Debbie ist ebenso gut besetzt durch Oscar- und Golden-Globe-Preisträgerin Octavia Spencer („The Help”).
Die beiden Hauptdarstellerinnen harmonieren miteinander, was „Ride or Die” zu einer guten, kurzweiligen, aber insgesamt wenig anspruchsvollen Reihe zum Binge-Watching macht, einem Serienmarathon, wenn man mal vom Alltag abschalten und sich berieseln lassen möchte.
Durch den Tipp einer Freundin bin ich endlich auch mal wieder bei arte tv gelandet.
Von der Weltmetropole in die Diktatur, kaum eine andere Stadt war 1933 so modern wie Berlin. Ein Jahr später ist nichts mehr davon übrig. Wo vorher Künstler*innen und Musiker*innen die Szene prägten, begann mit der Wahl Adolf Hitlers im Januar 1933 die systematische Zerstörung von Vielfalt und Freiheit. Zeitzeug*innen haben die Machtübernahme der NSDAP in Berlin in Texten, Fotos und Filmen festgehalten. Der 180-minütige, zweiteilige Film “Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt” ist wie ein Tagebuch aufgebaut. Bedrohlich nähert man sich den berühmten-berüchtigten Daten dieses Jahres: der Machtübertragung am 30. Januar, dem Reichstagsbrand am 27. Februar, dem Ermächtigungsgesetz am 24. März. Auf diese Weise wird noch einmal deutlich, wie rasend schnell sich die Diktatur etablierte. Eine brilliant gemachte Dokumentation, die durch exzellentes Bildmaterial und Tondokumente eine ungewöhnliche erzählerische Dichte bekommt. Es entsteht damit eine beklemmende Warnung an uns alle, wie schnell demokratische Rechte in kleinen Schritten abgeschafft werden können.
Freitagstipps zum Lesen
Eine neue Dokumentation über Frauen um deutschen Unterhaltungsfernsehen sorgt für Aufsehen. Esther Schweins erinnert sich an unangenehme Szene mit Thomas Gottschalk. Männer. Immer schon und immer wieder.
Welche Altstadt in Europa ist die schönste? Eine neue Rangliste des Reiseanbieters Tourlane liefert überraschende Antworten. Und auf die Nummer 1 wäre ich wirklich nicht gekommen.
Freitagstipps zum Hören
Mein letztes Hörbuch “Blaues Wunder”* von Anne Freytag war ein Mix aus Beziehungsdrama, Krimi und feministischer Kampfansage. Eine schonungslose Analyse ökonomischer Abhängigkeiten und patriarchaler Strukturen und es zeigt, wie schwer es ist, sich aus diesen Abhängigkeiten zu befreien. Ich habe es fast in einem Rutsch durchgehört und das Ende … hui! Ein ideales Urlaubsbuch.
Das neues Audible Guthaben war noch nicht da und mehr zufällig entdeckte ich, dass es ja im Spotify Abo auch Hörbücher gibt. Also habe ich “Häftling” von Freya McFadden angefangen und bin fast durch. Die Autorin schafft es perfekt, ständig Zweifel zu säen und den Leser in bestimmte Richtungen zu lenken. Ich hatte während des Hörens so viele Theorien und irgendwann war jeder verdächtig. Genau macht das Buch für mich spannend, weil man ständig denkt, man hätte endlich alles verstanden und kurz darauf wird wieder alles auf den Kopf gestellt. Bis jetzt fühle ich mich gut unterhalten, wenn auch nicht zu anspruchsvoll.
Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. Das bedeutet mir wirklich viel.
Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!
Genießt euer Wochenende, der Sommer ist offiziell schon halb voebei!
Alles Liebe





























