Der dritte Blogbeitrag in einer Woche, ich kann es selbst kaum glauben! Ich halte es deswegen für erwähnenswert, weil das inzwischen eher selten vorkommt. Bei der Recherche für meinen Beitrag “20 Jahre Scrap-Impulse” wurde mir bewusst, dass ich in den Anfängen dieses Blogs fast täglich (!) gebloggt habe. Überwiegend kurze knackige Beiträge mit ziemlich schrottigen Bildern, mehr gab die Technik anfangs auch nicht her.
Irgendwann entwickelte sich – ähnlich wie bei Instagram – das Design von Blogs immer mehr in Richtung Hochglanzmagazin. Dies hatte zur Folge, dass die Bloggerei wesentlich zeitaufwändiger und professioneller wurde. Alleine das Auswählen, Bearbeiten, Hochladen und Betiteln der Fotos für einen Blogbeitrag dauert zum Beispiel bei meinen Reisebeiträgen oder Workshop-Berichten fast so lange, wie das Schreiben der Texte. Recherche für die Freitagstipps mit allen Verlinkungen dauert.

Qualität vor Quantität wurde im Lauf der Zeit dann mein Motto. Da ich mir keinen Web-Designer oder IT-Spezialisten leisten kann und mein Sohn, der diesen Job für den Blog gemacht hat, in Vollzeit als Arzt in der Klinik seine Facharztausbildung begann, hat sich in den letzten Jahren optisch hier auch nicht viel geändert.
Für mein Theme – so nennt man das Design eines Blogs, gibt es kein technisches Update mehr, irgendwann muss ich mich also damit auseinandersetzen. Übrigens heißt das Theme dieses Blogs “Rosemary’s Child”, ich fand das immer irgendwie so poetisch.
Es gibt gerade neue Überlegungen, da man mit KI inzwischen einiges vereinfachen und optimieren könnte. Am Design versteht sich, den Inhalt gestalte ich nach wie vor komplett selbst und alleine. Wir werden sehen, was sich da entwickelt.
Am Beitrag 20 Jahre Scrap-Impulse habe ich übrigens einen kompletten Tag gesessen. Mit Recherche, dem Raussuchen alter Bilder, die zum Teil auf einem externen Server liegen, auf den ich überhaupt keinen Zugriff mehr habe und mit ganz viel Sortieren und Zusammenfassen. Die relativ neuen Freitagstipps kommen im Blogbeitrag überhaupt noch nicht vor, ist mir erst nach dem Veröffentlichen aufgefallen.
Bei den bisherigen Kommentaren unter dem Beitrag hatte ich manchmal schon vor Freude und Dankbarkeit ein wenig Pippi inne Augen. Wenn ihr den Beitrag noch nicht gelesen habe, klickt euch doch mal rein. Und wenn ihr bis Sonntagabend dort unter dem Beitrag kommentiert, könnt ihr auch etwas gewinnen, das nur noch mal als Hinweis.
Eine sehr interessante Erfahrung habe ich in diesem Zusammenhang noch gemacht. DAS INTERNET VERGISST NIE. Den Spruch kennen wir alle (außer man sucht Mails bei Outlook oder Dokumente auf One Drive, aber das ist wieder ein anderes Thema, haha.)
Meine Tochter hatte mich gebeten, zwei uralte Bilder aus Beiträgen von 2010 vom Blog zu löschen, die in der Google Suche immer unter ihrem Namen auftauchten. Verständlicherweise bin ich dieser Bitte sofort nachgekommen. Vor zwanzig Jahren hat man sich noch nicht so viele Gedanken über Datenschutz und Persönlichkeitsrechte gemacht wie heutzutage.
Ich habe die Bilder aus den entsprechenden Blogbeiträgen gelöscht. Sie tauchen nach wie vor bei Google auf.
Ich habe die kompletten Blogbeiträge gelöscht. Die Bilder sind immer noch da in der Google Suche.
Ich habe das Problem gegoogelt. Gemini gefragt. Komplizierte für mich unverständliche Antwort. Bilder noch da.
Ich habe ChatGPT gefragt. Der Bot schlug mir verschiedene Möglichkeiten vor, führte mich durch einige Prozesse und suchte weiter nach einer Lösung. Ich probiere alles, Bilder noch da. Denn sie liegen auf einem Server, auf den ich nach dem Umzug des Blogs auf eine eigene Plattform anscheinend keinen Zugriff mehr habe.
Ich habe bei Google mit einem extra dafür vorgesehenen Formular beantragt, die Bilder zu löschen, bisher ohne Erfolg.
Es nervt. Stunden habe ich damit verbracht, ohne das Problem gelöst zu haben. Ich werde mir jetzt fachliche Hilfe suchen. Was ich damit nur sagen möchte: was einmal im Netz ist, bleibt im Zweifel auch. Inzwischen ist – im Vergleich zu früher – das Bewusstsein und eine gewisse Sensibilität für das Thema sicher mehr im Fokus. Trotzdem ist und bleibt es problematisch.
Meine Woche hat sich ansonsten viel im Seniorenbereich abgespielt. Ich war wieder ehrenamtlich im Seniorencafe mit Pflaumenkuchen unterwegs. Und habe die Solidarität, das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft der Senioren in der Wohneinrichtung untereinander wie so oft bewundert. Gestern war ich wieder mit meiner 90jährigen Tante unterwegs, unter anderem beim Arzt. In einer Praxis für Geriatrie. Danach verneigte ich mich innerlich voller Hochachtung vor dem Personal, das mit einer Engelsgeduld und Zuwendung und Verständnis agierte. Warum werden alte Menschen manchmal so ungeduldig und krawallig und laut? Vielleicht, weil sie selbst schlecht hören, ich weiß es nicht. Ich möchte so nicht werden.
Morgen bin ich zum 30jährigen Jubiläum des Kindergartens, den ich hier im Ort mal gegründet habe eingeladen, darauf freue ich mich sehr. Frau Haanes fünftes Kind, wurde die Villa Kunterbunt damals während der Bauzeit genannt, haha. Das wird a walk down memory lane. Und am Sonntag bin ich zum Treffen mit einigen Scrap-Mädels verabredet, und unser jährliches Badminton Turnier findet statt. Ich werde keine Langeweile haben.

Und sonst so?