Heute ist Freitag, der 11. September 2026. Und ich schreibe wie an jedem Freitag einen Beitrag. Aber heute ist es nicht der übliche Freitagsblog, ich empfinde zuviel Respekt vor diesem Tag und mache mir seit Tagen so viele Gedanken dazu, dass mir heute Freitagstipps und Freitagsfüller einfach zu banal erscheinen. Zu alltäglich. Mein Kopf ist zu voll mit anderen Gedanken, an denen ich euch trotzdem gerne teilhaben lassen möchte. Vielleicht muss ich es mir auch einfach von der Seele schreiben.
In den vergangenen Tagen habe ich einige neue und sehr bewegende Dokumentationen zum 25. Jahrestag dieses Tages, der die Welt für immer veränderte, gesehen. Podcasts gehört, Presseartikel gelesen. Und viele Beiträge auf Social Media von Menschen, die sich wie ich mit Erinnerungen, Trauer und Gedanken dazu beschäftigen. Meine Empfehlungen könnt ihr weiter unten lesen.
Ist das alles noch relevant 25 Jahre später? Ich würde sagen unbedingt, denn meiner Meinung nach sind die Ereignisse von 9/11 ein Grund oder der Ursprung für die gespaltene Gesellschaft, die wir heute erleben.
Ich musste mir besonders in diesem Jahr jede neue Dokumentation über den 11. September ansehen. Bei manchen Szenen bekomme ich beklemmende Gefühle, einen Kloß im Hals oder feuchte Augen. Aber trotzdem halte ich es für wichtig, nicht wegzusehen und niemals zu vergessen.
Fünf Jahre nach der unvorstellbaren Tragödie am 11. September 2001 habe ich damals zum ersten Mal meine ganz persönlichen Gedanken auf einem Scrapbooking Layout festgehalten.



Ich bin dankbar, dass ich dieses Layout mit dem Text damals gemacht habe, als meiner Erinnerung noch ganz frisch war. Allerdings glaube ich auch, dass niemand, der diesen Tag erlebt hat, ihn je vergessen wird. Wo er war, wir er davon erfahren hat. Wie er sich gefühlt hat.
Peter Klöppel hat live auf RTL 7 Stunden durchmoderiert. Was da über die Bildschirme lief, war der wahr gewordene Horrorfilm. Ab dem Tag war die Welt eine andere.
Ich glaube, es ist nicht einfach, die Emotionen und Zusammenhänge zu verstehen, wenn man sie an diesem Tag nicht selbst miterlebt hat. Umso wichtiger finde ich das “Never Forget”. Zeitzeugen, die berichten. Geschichtliche Zusammenhänge.
Es gab tatsächlich ein Amerika vor und ein Amerika nach dem 11. September. Dieser Tag hat alles verändert. Der Patriotismus in der Zeit danach war sichtbar. Die Amerikaner rückten zusammen, überall waren Flaggen zu sehen, und unzählige junge Männer und Frauen meldeten sich aufgrund der Ereignisse vom 11. September freiwillig zum Dienst.
Aber gleichzeitig begann die Achse des Bösen. Der Kampf gegen den Terror. Die Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen.
Ich bin in meinem Leben so oft in New York City gewesen, dass ich irgendwann aufgehört habe zu zählen. Diese Stadt wird immer einen besonderen Platz in meinem Leben haben. Vielleicht berühren mich die Bilder und die Tragödie, die die ganze Welt damals live am Bildschirm verfolgen konnte, auch deswegen so besonders tief.


























