Unterhaltsames

Oldie but Goldie

15. Oktober 2008

INES: Ich weiss nicht ob es mit meinem Unfall zu tun hat, aber in letzter Zeit beschleicht mich eine sehr merkwürdige Sentimentalität. Zum Einen ist das beim Scrapbooking "Back to the roots", zurück zu Fotos, Text und Cardstock, weg von überladenen, nichtssagenden Plünnesseiten (anderes Wort für Kitsch).

Zum Anderen wird mir ganz wehmütig um's Herz wenn ich an die guten alten Produkte denke, die, die es heute leider Gottes nicht mehr gibt. Besonders jammerig werde ich bei unzähligen 7Gypsies Produkten, bei Autumn Leaves und Making Memories.

Kopfschüttelnd beobachte ich die ständig neuen Kollektionen von Basic Grey (Tapetenersatz?), die Farborgien von Prima (sollen wir die Blumen eigentlich verscrappen oder sammeln) und Fancy Pants, Glitzer und Kitsch, generell Papiere die nur gemacht wurden, um eine Blume auszuschneiden und sie dann in die Tonne zu schmeißen. Blumenembellishments die mittlerweile so gigantische Ausmaße haben, dass man sie getrost in Ascot beim Pferderennen an den Hut stecken kann. Hallo, wo sind wir denn heute? Was ist Scrapbooking denn noch?

Layouts mit Fotos auf denen nur noch Fussabdrücke zu sehen sind, Layouts mit Portraits und selbstbeweihräuchernden Aussagen, Schichten um Schichten. Früher habe ich gerne in der Gallerie von 2Peas gestöbert, aber mittlerweile ist mir das völlig abhanden gekommen. Ich kann diese überladenen Produktvermarktungs-Designteamwannabe-Layouts nicht mehr sehen. Nennen wir es Kunst, Mixed Media oder Selbstverwirklichung, aber bitte nicht Scrapbooking.

Das Schlimme ist, man wird davon angesteckt. Ich stehe vor meinem fertigen Layout und denke, es sieht so leer aus. Nein Ines, es ist nicht leer, es ist perfekt, so wie es ist. Deine Kinder lieben ist, dein Mann schmunzelt (er schmunzelt immer darüber, was auch immer das bedeutet). Liebes Ines-Ich, schmeiße nichts mehr auf dein Layout, du magst es in 4 Wochen sonst nicht mehr anschauen.

Um so mehr genieße ich den Workshop von Cathy Zielske "Design your Life", der für mich auch etwas wie "Back to the Roots" ist. Schlichte Layouts , mit einer Geschichte. Wo sind die klassischen Scrapbooker, die Allison Kimballs, Rachel Ludwigs, Joy Bohons usw. Meine Heros zu Beginn meines Scrapbookerdaseins? Haben sie die Schlacht um Produktvermarktung aufgeben lassen, sich zurück gezogen ins stille Kämmerlein? Einzig Ali hält noch die Fahnen hoch und bei Cathy kommt es mir wie ein letztes Aufbäumen vor.

Werde ich alt Leute? Immerhin ist mein 40. nur noch ein halbes Jahr entfernt. Midlife Crisis a la Ines? 

Wie dem auch sei. Ich muss das bunte Zeug ja nicht kaufen. Immerhin gibt es noch Alternativen und meine guten alten Produkte (wie gut dass ich gehamstert habe) wollen auch zum Einsatz kommen. So fürchte ich denn, das ihr in Zukunft von mir sterbenslangweilige Layouts seht, mit Fotos und einer Geschichte, aber ansonsten nicht wesentlich mehr.

BARBARA: Natürlich spricht Ines mir aus der Seele, sonst wären wir nicht so ein perfektes Team *lol*. Obwohl mein Stil eher verspielt ist und ich großer Basic Grey Fan bin, es wird alles zuviel. Zu viel neues Zeugs bei den Herstellern, zuviel Zeugs auf den Layouts.

Gestern fand ich bei der Sichtung meiner ausgedruckten Fotos einige schöne Exemplare in 20×30 cm, Produkte einer Rabattaktion.  Ich habe länger keine richtig großen Fotos verscrappt und brauchte einen Kick, eine Inspiration. Das Web? Aktuelle Zeitschriften? Gallerien? Blogs? Design Team Seiten?

Alles Fehlanzeige, Fotos, schwarz-weiss und teilweise nicht größer als Briefmarken, Portraits ohne Ende, you are my trallala…., schmalzigetriefende Titel und kein Journaling, keine Geschichten, so wie man das eben in letzter Zeit leider immer mehr in Zeitschriften und im Internet findet.

Dann holte ich die Klassiker aus meinem Bücherregal, 2-3 Jahre alte Bücher von Ali Edwards und Karen Russell, große Fotos auf jedem zweiten Layout, Anregungen ohne Ende, ich hätte sofort losscrappen können wenn ich da nicht schon zu müde gewesen wäre.

Dabei geht es doch eigentlich um die Fotos beim Scrapbooking, dachte ich jedenfalls. Das war doch mal die Kunst, mit Fotos und Journaling Geschichten zu erzählen, das Leben festzuhalten für einen selbst und eventuell auch die Nachwelt.

Wir müssen uns nicht wundern wenn Scrapbooking in der Mutti-Bastelecke landet, mehr als Basteln findet man auf so manchem Layout nicht. Schön anzusehen, sicherlich als Papierkunst zu bezeichnen, aber mit Scrapbooking im eigentlichen ursprünglichen Sinne, da hat es meiner Meinung nach nicht viel zu tun.

Ich frage mich auch was man mit diesen dicken Blumen-Layouts, mit diesen Tausend-Schichten-Layouts mit hochgebogenen Elementen dann anfängt. Oder mit Layouts wo alles an den Seiten über den Rand gescrappt ist, die passen doch in keine Hülle und damit auch in kein Album, oder ?

Ich bin vielleicht auch zu alt, ich bin ja sogar sehr alt im Vergleich zu Ines, aber immer noch aufgeschlossen neuen Dingen gegenüber. Was so manches aber soll in der letzten Zeit ist fragwürdig. Gerade kommt mir der Vergleich mit der internmationalen Krise am Finanzmarkt in den Kopf. Immer mehr die ein Stück vom Kuchen haben wollen, gierige Hersteller, bunter, schriller, das fast gleiche Produkt zum dritten Mal beim dritten Hersteller. Und das alte, bewährte gerät ins Abseits. Design Teams die immer neue Produkte pushen, immer teurere Produkte von denen nur Fitzelchen und Stückchen verwendet werden, ich kann da nur den Kopf schütteln.

Ich bin genau wie wir alle anfällig für diese Reizüberflutung an neuen Sachen, vieles Schöne ist dabei, ohne Frage. Seitdem ich aber finanziell einen anderen Rahmen als früher habe, betrachte ich die Dinge vielschichtiger.

Wie heute erinnere ich mich an die erste All About Me Challenge in einem Forum, eine Sensation, sich selbst zu verscrappen und nicht nur die Oma und die Kinder. Ganz wunderbar, wichtig und sinnvoll.

Inzwischen sehe ich auf jedem zweiten Layout Selbstportraits und Selbstbeweihräucherung, weltweit wohlgemerkt. Ob das der Sinn der Sache war ?

Ali Edwards letzte Aktion hat mir wieder ins Gedächtnis gerufen wie schön es sein kann unser tägliches Leben festzuhalten, meine Familie wird das in vielen Jahren sehr interessieren. Und das geht am besten mit Fotos und Texten und einigen unterstreichenden Dekorationen.

Meine Jungens würden sich bedanken wenn sie erstmal Berge von Primas zur Seite biegen müssten um ihre Gesichter zu sehen.

Und die Moral von der Geschicht'  liebe Ines, scheint tatsächlich so, als seien wir beide schon zu alt für die schöne, neue, bunte Scrapbookingwelt.

•••• BARBARA&INES

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29 Comments

  • Reply Tina 15. Oktober 2008 at 8:55

    Hmm, also ich glaube, das hat nichts mit dem Alter zu tun. Ich bin „erst“ 26, aber ich teile Eure Meinung.
    Klar bin ich auch anfällig für vieles. Ich stehe auch total auf Farben. Je bunter desto besser. Aber trotzdem ist mein Scrapstil sehr einfach. Bei mir ist eigentlich nie irgendwas überladen und ich arbeite auch nie mit vielen „Schichten“. Manchmal komme ich mir dabei komisch vor (besonders wenn ich sehe, wieviel Kram andere auf einem einzigen Layout verwenden) und dann frage ich mich: mach ich’s eigentlich richtig?
    Obwohl ja eigentlich klar sein dürfte, daß es im Scrapbooking kein richtig oder falsch gibt…
    Ich weiß nicht… ich kaufe natürlich auch sehr viel und ich finde sehr vieles sehr schön. Aber Trends sind mir relativ egal. Ich kaufe nur, was mir gefällt und ich verwende auch alte Materialien immer noch gerne. Ich hoffe, ich habe noch viele weitere Scrapbookingjahre vor mir und noch viele, viele Fotos (+ Geschichten) zu verscrappen. In meinem Stil… wie es mir gefällt… auch wenn andere es „langweilig“ finden mögen…
    „Keep it simple“ scheint auf mich zuzutreffen. 🙂

  • Reply Renate 15. Oktober 2008 at 10:12

    Mir schwant schon seit einiger Zeit, daß die mir abhanden gekommene Scraplust auch daran liegen kann, daß ich mich von den Layouts anderer viel zu sehr beeinflussen lasse und mir mit meinen simplen LOs und Geschichten „altbacken“ vorkomme und Trends hinterherhechle, die nicht meine sind. Warum eigentlich ? Scrappe ich für euch und euren Beifall oder für mich und meine Familie ? Was hat mich zum Scrapbooking gebracht: die geniale Verbindung Foto und Geschichte! Also: mehr Selbstbewußtsein und back to the(my)roots! Und „Danke“ für euren Denkanstoß!

  • Reply Kathrin 15. Oktober 2008 at 10:17

    Hey ist das Gedankenübertragung? 😉 Gerade die letzten Tage spielte ich mit dem Gedanken, genau zu dem Thema mal eine Mail an euch zu schreiben, wie ihr das seht.
    In letzter Zeit habe ich auch den Eindruck dass es irgendwie „schick“ ist, möglichst viel auf ein Layout draufzutun, am besten so dass man die Fotos gar nicht mehr sieht. Ich dachte immer, die Embellishments sollen das Foto unterstützen, ihm einen Rahmen geben. Stattdessen wird das Foto meist nur noch davon erschlagen.
    Genauso der Trend zum „Freestyle“. Wem es gefällt. Aber ich sehe irgendwie keinen Sinn darin, möglichst viel Farbe zu verschmieren, dann noch irgendwelche zweckentfremdeten Haushaltsdinge draufzupappen und das ganze dann in den einschlägigen Foren bejubeln zu lassen.
    Es war sehr schön eure Meinungen dazu zu lesen und ihr habt meine uneingeschränkte Zustimmung.
    Liebe Grüße
    Kathrin

  • Reply Maren Thunert 15. Oktober 2008 at 11:05

    Irgendwo zwischen Kommerz und der ursprünglichen Philosophie des Scrapbookings liegt wohl die Wahrheit. Und was jeder daraus macht,- das nennt man dann wohl Stil. *zwinker*

  • Reply Anja 15. Oktober 2008 at 11:34

    Mir ist es egal wie andere scrappen – ob da Riesenblumen auf vollgestopften Layouts sitzen und Bilder verdecken oder 5 Schichte PP übereinander kleben. Ich für mich scrappe wie ich möchte und jeder andere soll das auch tun! Leben und leben lassen – aufregen tu ich mich über wichtigere Dinge…

  • Reply dani 15. Oktober 2008 at 11:47

    Tosender Applaus und volle Zustimmung 🙂 ich habe zum Thema – naja fast – auch grad gebloggt!

  • Reply Jenni Pauli 15. Oktober 2008 at 12:33

    scrapbooking ist aber auch Gefühlssache…
    Mal ist mir nach schlicht, und mal möchte ich eine Prinzessin sein!!Ich mag rosa, ich bin so froh, das ich endlich mal rosa verarbeiten kann!Und dann wiederum bin ich begeistert, wenn ich ein Layout sehe wo nur das Foto wirkt, und erst später sieht man das Drumherum.
    Ich mische gerne und das sieht man deutlich an den Sachen die ich fertige.Und meist immer aus der Stimmung heraus ensteht dann gerade das, was in meinem Kopf angesagt ist!
    Also, Ihr beiden, seid schlicht, seid verspielt und seid so wie immer!!
    Ich liebe Euren Mix!!

  • Reply Jeani 15. Oktober 2008 at 12:52

    „Um so mehr genieße ich den Workshop von Cathy Zielske „Design your Life““
    Jo, ich auch.
    Denn genau das draufgeklatsche geht mir im Moment derart auf den Zeiger, dass ich weder in Gallerien stöbere, noch wie früher dieses Bloghopping betreibe. Ich warte sehnsüchtig auf den Tag wo mein SB-Kit-Abo ausläuft (das Zeug kriegt man nie im Leben verbraucht) und die CK habe ich auch abbestellt. Sie gefällt mir einfach nicht mehr. Bücher? Ja, die kaufe ich noch – Bücher von Ali, Cathy und noch wenige andere lese ich weiterhin.
    Ich erinnere mich noch gut an ein Layout, welches von mir mit dem Zusatz „Zu viel Geschriebenes“ veröffentlicht wurde. Ok, dann behalte ich meine Geschichten halt für mich. Für mich sind sie aber von unschätzbaren Wert und ohne Geschichte gibt es kein Layout von mir.

  • Reply Elke 15. Oktober 2008 at 14:51

    Wie sehr ihr mir aus der Seele schreibt. Layouts auf denen ich das Foto erst suchen muß gefallen mir nur in Ausnahmefällen.
    Jeder muß für sich selbst wissen wie er sein Layout gestaltet.
    Schade nur das schlichte Layouts nicht mehr so gut ankommen.
    Aber wenn man manchmal ganz genau hinschaut, dann findet man sehr viele wunderschöne Schätze.
    Nur vielleicht nicht gerade bei den Amis.

  • Reply Elke 15. Oktober 2008 at 14:52

    Wie sehr ihr mir aus der Seele schreibt. Layouts auf denen ich das Foto erst suchen muß gefallen mir nur in Ausnahmefällen.
    Jeder muß für sich selbst wissen wie er sein Layout gestaltet.
    Schade nur das schlichte Layouts nicht mehr so gut ankommen.
    Aber wenn man manchmal ganz genau hinschaut, dann findet man sehr viele wunderschöne Schätze.
    Nur vielleicht nicht gerade bei den Amis.

  • Reply Janosch 15. Oktober 2008 at 15:23

    Soll doch jeder machen was er mag. Ich kann Euch verstehen, aber hattet ihr nicht mal vor Monaten einen Beitrag zum SCrappen aus Ehre???
    Nicht alle, aber viele dieser Frauen scrappen nur deswegen. Denn wenn Layouts in Kisten landen, find ich das auch sehr schade und unütz… Allerdings einen kleinen Hang zum Kitsch hab ich manchmal auch muss ich gestehen

  • Reply Anja 15. Oktober 2008 at 15:32

    Ich kann mit sehr sehr vielen Layouts, die ich so überall sehe, schon lange nichts mehr anfangen. Zwar sind sie manchmal schön anzuschauen, aber eben nur oberflächlich. Papierkunst – ja, das trifft es dann, aber mir ist das zu wenig, wenn es ums Scrapbooking geht. Meine Layouts sind auch eher schlicht. Ich will Erinnerungen festhalten. Dazu brauche ich meist mehrere Fotos und einige Worte. Romane müssen es ja auch nicht sein, aber kurz und knapp in einigen Sätzen etwas erzählen, das ist wertvoll!
    Ach, und glaubt mir jemand, dass ich noch niemals selber Blümchen gekauft habe? Die einzigen, die ich besitze, sind aus diversen Swapps und inzwischen schon einige Jahre alt.

  • Reply sonja 15. Oktober 2008 at 17:41

    Zitat: „So fürchte ich denn, das ihr in Zukunft von mir sterbenslangweilige Layouts seht, mit Fotos und einer Geschichte, aber ansonsten nicht wesentlich mehr.“
    Da freue ich mich schon jetzt drauf.

  • Reply Nadine 15. Oktober 2008 at 17:51

    Ich glaube nicht, dass Ihr zu alt seid, ich würde eher sagen, Ihr seid alt genug, Euren Stil durchzuziehen und nicht jeden Trend mitmachen zu müssen. Das ist in Modefragen sicher ähnlich. Oder bei Büchern, Leibgerichten etc. In all dem Artikelwust finden sich immer noch und immer wieder tolle, nutzbare Objekte, man muss nur den Blick dafür haben bzw. entwickeln 🙂

  • Reply Ute L. 15. Oktober 2008 at 18:38

    Ich bin da etwas gespalten, zum Einen denke ich auch das es viel zu viele Materialien gibt.
    Aber die meisten Artikel kommen eben aus Amerika und da ist der Markt ja auch viel größer (think Big) und das die Amerikaner ein ganz anderes Konsumverhalten an den Tag legen wie wir brauch ich Euch nicht zu sagen. Muß ich ein Zimmer haben, das bei uns getrost als Laden durchgehen würde?!
    Aber wenn jetzt z.B. BG nur eine Kollektion im Jahr raus bringen würde, währen sie ruckzuck weg vom Fenster. Schaut Euch mal um wie viele Scrapbookartikel es für Halloween gibt. Muß das sein? Brauch ich das?
    Andererseits bin ich froh, wenn ich in meinen Lieblingsshop komme und es gibt neue Artikel ob die dann immer so top aktuell und modern sind das interessiert mich nicht, Hauptsache es gefällt mir! Und da kommen wir wieder zu der Sache mit dem Blog ich bin doch froh, das ich zur Zeit keinen habe, weil ich nur und ausschließlich nur für mich und meine Familie scrappe. Sicher bin ich auch froh, wenn ich netten Zuspruch erhalte, aber darum scrappe ich ja nicht! Ich will Milenas Kindheit festhalten und unser Leben!
    Ich bin froh das Ihr uns Eure LO’s zeigt, da ich auch viel über Techniken… von Euch gelernt habe! Ob überladen oder schlicht und einfach das ist mir wurscht, das ist Geschmacksache!
    Und da bin ich froh das wir nicht alle den gleichen haben und der hat nichts mit dem Alter zu tun!

  • Reply Anica 15. Oktober 2008 at 19:48

    Leben und leben lassen. Wie andere scrappen ist mir egal, ich schau mir sehr gerne schlichte Sachen an, ich mag das Klare sehr gern,auch wenn ich selber nicht so scrappe,ich schau mir gern eine Vielfalt an verschiedenen Stilen an, das macht es ja auch interessant. Mir gefällt für mich selber eben was anderes. Aber man kann auch auf einen Layout mit meheren Papierschichten eine Geschichte erzählen, samt Journaling, das schließt sich ja nicht aus*find* Ihr habt Recht,die Geschichte hinter einem Foto und das Foto selbst ist auch für mich das Wichtigste, aber ob ich die nun auf einem klaren, schlichten Layout unter bringe oder auf einem verspielten,vielschichtigen, das ist Geschmackssache jedes Einzelnen und eigentlich völlig egal, Hauptsache ist doch es gibt sie.
    Liebe Grüße

  • Reply Toujours-Moi 15. Oktober 2008 at 22:38

    Ich bin ein „Me. Myself and I“ Scrapper. Ich stehe dazu. Ich habe keine Kinder und ich mag nicht nur meine Katze dokumentieren. Ist das dann kein Scrappen mehr?
    Ich möchte meinem Inneren Platz geben. Ich möchte Schlimmes, Belastendes, Trauriges, Sehnsuchtsvolles zum Leben erwecken. Die dunkle Seite des Seins heller werden lassen.
    Scrappen ist nicht nur Dokumentieren. Scrappen kann auch Therapie sein. Und das ist okay. In bunt, in schwarz. In überladen, in schlicht. In ganz neuen Sache oder in urlaten.
    Im Trend oder völlig dagegen: Ich scrappe!

  • Reply Karin 16. Oktober 2008 at 5:25

    Schwieriges Thema. Ich denke, da muss jeder selber wissen, was er will. Man darf es halt nur nicht aus den Augen verlieren. Ich bewundere ja immer diese 1-Fotot-LO mit tiefschürfenden Gedanken über einen selber, oder eine andere Person. Manche berühren mich sehr. Selber, hab ich sowas aber noch nie gemacht. Mir macht es mehr Spaß, über unseren letzten Ausflug, oder eine Begebenheit aus unserem Leben (und sei’s der neue tolle Gartentisch *g) zu scrappen. Und da ich meistens mehr als 1 Foto habe, finde ich erst gar nicht so viel Platz für Embellishments etc. Bewundern tu ich das bei anderen immer, aber mir selber sind die Geschichten/die Erinnerungen und die Fotos am Wichtigstens.
    Ich denke, ich werde das auch so beibehalten. Und ich bin auch fast schon stolz darauf, dass ich zu Hause keine große PP-Auswahl habe, und mich bis heute mit diesen ganzen Herstellerfirmen und den neuesten Papierlinien schwer tue. Besonders nervt mich eigentlich immer die Zeit um dieses großen Scrapmessen, wo man auf jedem Blog nur noch Bilder der neuen Linien gezeigt bekommt! Schrecklich!
    Ich will LOs mit vielen Fotos, Geschichten, und coolen Ideen für passende Embellishments sehen.
    Von daher freu ich mich auf deine neuen „langweiligen“ LOs
    LG
    Karin

  • Reply katta 16. Oktober 2008 at 11:31

    Oha. Das ist ja ein Thema auf dem ich stundenlang draufrumkauen könnte 😉 Ich finde viele simple Layouts sehr schön . ABer auch sehr viele „Vielschichtigen“. Es muß halt grad zum Foto und der Geschichte die ich festhalten möchte passen. Ich mag keine LO’s wo einfach gedankenlos Papier und Foto draufgepappt wurden.Ich möchte schon sehen ob sich da jemand Gedanken gemacht hat über Bildaufbau oder Journaling oder Farben. Welches Papier paßt zum Bild? Ist das Papier irgendwie „behandelt“ worden ? Etc. Kleinigkeiten lassen sich auch auf „simplen“ Layouts entdecken. Meinen Stil würde ich nach längerem nachdenken als irgendwie dazwischen definieren 🙂 Ich mag es üppig aber irgendwie wird es immer simpler *g* Und aus dem Überangebot aus Papier habe ich so meine 3 bis 4 Lieblingsfirmen und suche mir dort Einzelpapiere aus, die zu mir passen. Ich habe bisher nur 2x ein Collectionpack gekauft. Und bei dem ersten habe ich soviel weggelegt weil es nicht zu mir paßt. Das Einzige was ich nicht genug haben kann sind Stickles . Ein Hauch Glimmer ist bei mir immer zu finden….

  • Reply Renate 16. Oktober 2008 at 12:49

    Ich muss mich noch mal melden: ich lese aus den Gedanken von Ines und Barbara, daß sie uns vor Augen führen wollten, wie leicht man sich von den Materialschlachten der Hersteller, die in immer kürzeren Abständen neue Kollektionen auf den Markt werfen, zum Kauf verführen (das muß ich haben !)und sich von den Designteams (deren einzige Funktion es ist, eben diese Kollektionen auf möglichst vielen blogs und Foren vorzustellen und damit Marktanteile zu sichern )beeindrucken läßt. Wer kann sich davon schon wirklich frei machen? Wir sind alle, ohne es überhaupt , zu merken, täglich Opfer der Werbung. Wenn man uns lange genug irgendetwas vor die Nase hält, finden wir es irgendwann gut und schön.Egal um was es geht, daß Ziel ist immer, möglichst viel zu verkaufen und alles, was gerade „in“ ist, möglichst schnell wieder alt und überholt aussehen zu lassen. Soweit ich die beiden kenne, glaube ich nicht, daß sie uns alle zu Einheitsscrappern machen wollen. Lediglich ein bißchen sensibilisieren, denn:
    der Kopf ist zum Denken da und rund, damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können ;-))))

  • Reply Bianca 16. Oktober 2008 at 13:44

    Wie man an den vielen Kommentaren sehen kann, habt ihr das Thema voll getroffen!
    Ich selbst mag meine Layouts auch lieber einfach als zu überladen…
    Ich brauche nicht all den Schnick Schnack der es in der Scrapbook Industrie angeboten wird. Aber anscheinend ist die Nachfrage ja vorhanden, auch mich lasse mich manchmal zu oft von neuen Dingen verleiten.
    Aber ist das in unserer heutigen Welt nicht (leider) schon normal: es gibt alles im Überfluss, ob Mode, Deko, Süsses für den Weihnachtstisch und, und, und…und da macht auch keiner Halt bei unserem Hobby!(Bei den Herstellern geht es Halt um Umsatz und viel Kohle)
    Ich denke, man muss einfach den nötigen Abstand bewahren und „sein“ Ding durchziehen, sich selbst treu bleiben, dann klappt das schon!
    Jeder so wie er mag und manche brauchen eben eine große Auswahl…
    Bianca!

  • Reply Irene 16. Oktober 2008 at 14:49

    Ich persönlich mochte diese überladenen, schrillen Seiten noch nie. Oftmals habe ich das Gefühl von „Kinderschmierereien“ (sorry wenn ich jemandem zu Nahe trete). Wenn da lle möglichen Sticker, Blumen Knöpfe etc. draufgeklatscht werden. Je bunter desto besser.
    Die selbsternannten richtigen scrapper haben ja den Stil von Creative Memories immer belächelt. Das wäre ja kein „richtiges“ scrappen. Dabei hat CM die richtige Philosophie: die Erinnerungen für die Nachwelt festhalten. Und dabei durchaus ein bißchen basteln.
    Ich frage mich wie die ganzen Seiten wohl in 20-30 Jahren aussehen mögen? Ob da noch die embellis an ihrem Platze sind? Ob die Fotos noch so in 1a Zustand sind?
    Ich mach eh das was ich für richtig halte. Und dazu gehört z.B meine Fotoalben nicht im web zu zeigen. Das sind meine ganz persönlichen Erinnerungen und die bleiben hier im Haus bei meiner Familie.

  • Reply Petra 16. Oktober 2008 at 19:20

    Gibt es ein „richtiges“ oder „falsches“ scrappen? Meinetwegen kann jeder genau so scrappen wie er es für richtig hält. Und alles ist eine Geschmackssache. Ich mag es nur überhaupt nicht wenn von „dahinklatschen“ und „Selbstbeweihräucherung“ geredet wird.
    Endlich bekommen wir hier in Deutschalnd auch eine größere Auswahl an Scrapmaterial! Ist das nicht klasse? Und wenn jemand der Meinung ist ihm wird es zuviel – dann kann doch ein jeder für sich entscheiden was und wieviel er kauft und auf ein Layout „klatscht“……Leben und leben lassen…nicht mehrund nicht weniger!
    LG
    Petra

  • Reply Sija 17. Oktober 2008 at 13:13

    Fur die Liebhaber(innen) der einfachen Scrapweise mit Foto im Vordergrund Hinweis auf den Blog von Ingunn Markewicz, auf dem ich sehr gerne vorbeischaue. Wahrscheinlich fur die meisten keine neue Entdeckung, aber ich finde, dass er hier nicht fehlen soll (als Gegengewicht zum Prima-Blog 😉
    http://www.feastsonscraps.com/

  • Reply Bianka 17. Oktober 2008 at 16:02

    Wie sehr Ihr mir doch aus dem Herzen sprecht! Danke für diesen wichtigen Beitrag!

  • Reply Steffi 17. Oktober 2008 at 18:19

    Hey, Ihr zwei.
    Hmh, ich denke, es ist vor allem „Das Zeigen“, was die Layouts so zugeklatscht macht. Weil es eben fremde Leute sind, die das Layout sehen, und was interessiert die schon die Geschichte dahinter? Also muss das Layout anders was hermachen, muss noch bunter sein als das, was gestern von XY gezeigt wurde und noch schriller, als das von all den anderen, die auch ihr Layout zeigen.
    Grüßi
    Steffi

  • Reply Anja 17. Oktober 2008 at 21:35

    und auch ich bin der meinung,
    und ob nun jünger oder älter spielt meiner meinung nach keine rolle.
    ich bin inzwischen 36 jahre alt .aber
    das sehr viele layouts zu überladen sind..und sie mir auch nicht gefallen ist meine meinung.
    der sinn war und sollte eigendlich immer noch sein , das das wichtigste die fotos sind.
    scheinbar geraten diese in vergessenheit.
    das finde ich schade.
    wenn ich ein foto von meiner tochter verscrappe , dürfen auch schon mal ein paar primas mehr drauf sein …Aber das wichtigste sollte sie sein und die geschichte die es zu diesem bild gibt.
    ich mache meine layouts so wie sie mir gefallen…mir sollen sie gefallen .
    und wenn es eben nicht die neusten papiere sind,, tzz was solls.auch diese papiere sind noch schön.natürlich gefallen mir auch sooo einige von den neuen , aber zu grell mag ich auch nicht.
    und nur gut, das die geschmäcker verschieden sind.
    das beste beispiel bin ich , ich habe scrapbooking durch creative memories vor 3 jahren kennengelernt, wie warscheinlich noch so einige mädels.
    und da war es auch immer das wichtigste das es um die fotos und der geschichte dazu ging.
    und da geht es auch heute noch darum, auch wenn inzwischen auch die papiere einen schönen schritt nach vorne gemacht haben , im gegensatz wie es vor 3 jahren war , als ich es kennenlernte.
    und jeder muß eben selbst wissen was er macht und wie es ihm gefällt.
    man muß ja nicht alles mitmachen.
    aber so scheint es fast …wie in der mode ..immer alles mitmachen.
    ich nicht .
    ich finde gut, das ihr sowas mal schreibt und mal zum nachdenken anregt , was dann jeder draus macht , bleibt jedem selbst überlassen.
    und wem eben die schlichteren layouts nicht gefallen …dann ist es eben so.

  • Reply Anke 20. Oktober 2008 at 11:14

    An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön für den Scrapworkshop (Scrap your Travel & Vacation with Debbie Hodge), den ich bei Euch gewonnen habe. Denn dort liegt wirklich der Schwerpunkt auf den Fotos und dem Journaling, was mir persönlich beim Scrappen am wichtigsten ist.

  • Reply Susanne 4. November 2008 at 14:37

    Oh ja, auch mich begeister in Cathy’s Kurs, dass eigentlich die Grundlagen alleine schon für ein schönes LO ausreichen. Alles andere ist dann persönlicher Geschmack.
    Zugegeben finde ich auch vollgeladene LOs, mit Acrylfarbe beschmiert etc. toll. Aber jeder sollte sich Fragen weshalb er persönlich scrappt: Erinnerungen festhalten, als kreatives Oulet oder …..
    und dies dann so umsetzten, wie es ihm gefällt, und nicht weil es der Trend so will.

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