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Von Savannah nach Florida

17. September 2013

Seid ihr wieder da? Dann nehme ich euch gerne weiter mit auf unsere Reise durch die Südstaaten!

Savannah, das klingt nach Südstaaten, Vom Winde verweht und nach Geschichte.

Und als wir am Abend unserer Ankunft durch die Innenstadt bummelten, fühlte es sich wieder seltsam unwirklich an, wie in einer Filmkulisse. Ich dachte gleich kommt Brad Pitt als Vampir um die Ecke, oder Forrest Gump.

Der hat nämlich genau hier auf der Bank gesessen, und seine Geschichte erzählt, im gleichnamigen Film:

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Unser Hotel lag im Historic District, für diesen Abend konnte das Auto auf dem Parkplatz bleiben. Es war Sonntagabend, der Abend vor dem Feiertag Labor Day, dementsprechend war auf dem City Market viel los.

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Einige Straßen weiter war es ruhiger, und eine ganz eigenartige Atmosphäre. Abends werden in Savannah diverse Führungen veranstaltet, auch über die Friedhöfe im Historic District. Aber die Gruppen sind leise, fast schon gespenstisch ruhig, die Touristenführer oft in historischen Kostümen. Wir haben leider die Abendführungen verpasst und sind auf eigene Faust durch die Straßen gebummelt. Und bestaunten wunderschöne alte Häuser mit vielen Details, kleine Gassen und schmiedeeiserne Tore, Laternen, das Spanish Moss an den Bäumen, das immer so etwas Verwunschenes hat.

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Auch Rundfahrten mit der Kutsche werden angeboten, der Geruch der Pferde schwebte über den Straßen.

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Einen Besuch wert ist die Savannah Candy Kitchen, man kann eine Original-Bonbonmaschine bei der Arbeit sehen, die Saltwater Taffys fliegen durch die Gegend und werden auf einem herrlich altmodischen Laufband in den Verkaufsraum befördert.

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In der Altstadt von Savannah, dem Historic District, gibt es zwanzig großzügig angelegte Squares, das sind kleine Parks mit Bäumen und Bänken, dieser Stadtteil ist sehr symetrisch aufgebaut, so findet man sich gut zurecht.

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River Walk, auf der rückwärtigen Seite dieser Häuser ist der Savannah Rive und auch eine schöne Flaniermeile mit einem Weihnachtsladen, leider habe ich kein Foto dort gemacht.

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Na ja, und dann gibt es in Savannah noch Paula Deen, eine typische Südstaaten-Self-Made-Millionaire-Persönlichkeit, erfolgreiche TV-Köchin und Restaurantbesitzerin. Sie hat Südstaatenküche mit ihrer Lieblingszutat Butter populär gemacht, und ist, Hey Y'all, dort sehr bekannt. Leider hat sie in letzter Zeit durch negative Presse, die die Nation spaltet, und so typisch amerikanisch ist, Schlagzeilen gemacht. Wir hatten das Thema schon seit einiger Zeit verfolgt und waren gespannt auf Lokalkolorit.

Das hier ist ihr Restaurant auf der Broughton Street, auf der Straße ziehen sich über mehrere Blocks Restaurants und Geschäfte.

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Miss Dean wird zur Zeit für eine viele Jahre zurückliegende Verfehlung (sie hat das N-Wort benutzt) auf sämtlichen You Tube Kanälen parodiert, schwarzer Humor, und running gag während unserer Reise.

Einen Restaurantbesuch haben wir uns geschenkt, aber im Laden musste etwas gekauft werden, auch für den Tannenbaum, und Fotos! Paula ist bei uns irgendwie Kult …

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Wie gesagt, unser zweiter Tag in Savannah war ein Feiertag, und uns war nach Strand. Das Strandparadies vor Savannah ist eigentlich Tybee Island, aber ich befürchtete an diesem Tag Menschenmengen bei dem Traumwetter. Die Alternative ist Jekyll Island, 90 Meilen entfernt von Savannah, aber so what, das war kein Problem.

Und es hat sich gelohnt!

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Jekyll Island gehört zu den Golden Isles, den Barrier Islands vor der Küste Georgias, und wurde um die Jahrhundertwende des vorigen Jahrhunderts von den damals fünf reichsten Familien der Welt als Jagdrevier und Feriendomizil erschlossen. Nach dem 2. Weltkrieg ging die Insel in den Besitz des Staates Georgia über, die Reichen und Schönen vergnügten sich lieber in Europa. Wie oft in den USA üblich wurde aus der Insel ein Naturschutzpark. 

 

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Und was für eine Natur! Diese Fotos entstanden am nördlichen Ende, warum dieses Gebiet den Namen Driftwood Beach trägt ist ersichtlich. Urwald, Treibholz und jede Menge Reptilien und Schildkröten.

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Und ein paar Schritte weiter sah es so aus. Feiertag. Die Großstadt Savannah ist nur eineinhalb Autostunden entfernt. Ist das nicht unglaublich?

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Die KIds fanden das Wasser an dieser Stelle durch viel Seetang nicht so einladend, deshalb fuhren wir später noch an einen Strandabschnitt in der Mitte der Insel, die übrigens durch einen Damm zu erreichen ist.

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Vorher noch kurz ein Abstecher durch den Historic District, die ehemaligen Ferienhäuser der Milliardäre stehen jetzt unter Denkmalschutz und das ehemalige Clubhaus ist ein Hotel, vor dem Herrschaften in weißer Kleidung Crocket spielten. Sehr fein.

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Mein Sohn spielte lieber am Strand auf Einladung einiger sehr netter Amerikaner ein Spiel namens Corn Hole.

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An unseren letzten Abend in Savannah wollten wir noch ein Eis von Leopolds probieren, auch ein Tipp aus Reiseführern. Aber als wir diese Schlange (10 Uhr abends) sahen, nun ja, sparen wir das mal auf für den nächsten Besuch.

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11 Comments

  • Reply Elke 17. September 2013 at 17:35

    Vielen Dank Barbara, es macht wirklich Spaß deine Fotos und deinen Bericht zu lesen. Ich freu mich schon auf den nächsten Teil.
    LG Elke

  • Reply Dina 17. September 2013 at 17:56

    Wieder so ein schöner Bericht! Besonders erfrischend und sympathisch finde ich, dass ihr das typisch amerikanische Essen wie Shakes und Burger auf der Reise so genossen habt. Ja, zuhause essen wir alle bewusster und gesünder, aber auf so einer Reise schmecken doch auch mal ‚ungesunde‘ Sachen wie ausgefallene MilkShakes! Ich würde das auch alles probieren, es gehört einfach dazu! Ich freu mich auf den nächsten Teil des Berichtes!
    Liebe Grüße, Dina

  • Reply Ines 17. September 2013 at 19:43

    Wieder tolle Bilder und ein toller Bericht dazu.
    Freu mich auch auf den letzten Teil!
    Wie gerne würde ich in so einem Bastelsupermarkt mal shoppen gehen :-).
    GLG Ines

  • Reply Sandra 17. September 2013 at 19:52

    Liebe Barbara,
    ich verfolge eure Reise mit großem Interesse. Wir waren ja, wie Du vielleicht noch weißt, selber schon an einigen Orten, die ihr dieses Jahr besucht habt. Vor allem Dein Bericht über Savannah hat mir gerade ein tiefes Seufzen entlockt. Riverfront, der „kleine“ Süssigkeitenladen, die Squares…. Eine wunderschöne Stadt, die von vielen im leider (oder vielleicht zum Glück?) unterschätzt wird und die wir ganz sicher auch noch mal besuchen werden.
    Auf alle Fälle habt ihr euch eine tolle Route ausgesucht!
    Liebe Grüße
    Sandra

  • Reply SCRAP-IMPULSE 17. September 2013 at 21:00

    Oh ja Sandra, ich erinnere mich, dass ihr auch schon dort gewesen seid. Und du hast recht, Savannah ist noch einen Besuch wert!

  • Reply Gabriela D. 18. September 2013 at 8:15

    Liebe Barbara, ich verfolge sehr gespannt deine Reiseberichte. Und das, obwohl ich weder mal dort war, noch in absehbarer Zeit mal dorthin will. Es macht einfach Spaß, deine schönen Fotos zu bestaunen und deine Berichte zu lesen. Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht. Ich glaube, ich habe auf facebook gesehen, dass da noch die Wizarding World of Harry Potter zu erwarten ist. Da würde meine Jüngste auch gerne hin. Und ich freue mich schon darauf, wie du die Reise verscrapt hast. Vielen Dank für deine viele Mühe, das ganze hier noch blog-Leser-freundlich niederzuschreiben. Von mir kriegst du 100 von 10 Punkten! Liebe Grüße, Gaby Duve

  • Reply Ilona 18. September 2013 at 8:34

    Vielen Dank Barbara,
    Es ist soll toll deine Bilder und Berichte zu lesen.
    Liebe Grüße Ilona

  • Reply SCRAP-IMPULSE 18. September 2013 at 12:50

    Danke liebe Gaby! Und du solltest versuchen, deiner Jüngsten den Wunsch zu erfüllen, mein Sohn hatte sich die Wizzarding World von Harry Potter zum Abitur gewünscht, das war unter Anderem der Grund für die Reise;-)

  • Reply Marion 18. September 2013 at 19:54

    Liebe Barbara,
    ich kann Dir gar nicht genug danken – Deine Berichte, Deine LOs – es ist einfach eine solche Bereicherung und Inspiration!
    Ich verfolge auch Deine Reiseberichte sehr aufmerksam und freue mich auf den nächsten Teil…
    Du hast ja die Canon Powershot N mitgehabt… wie zufrieden bist Du nach der Reise? Leider kann man so nicht erkennen, welche Fotos Du mit welcher Kamera gemacht hast… wenn Du irgendwann mal Luft / Lust hast, würde ich mich über eine Antwort diesbezüglich sehr freuen!
    LG, Marion

  • Reply Petra 19. September 2013 at 10:35

    Hallo Barbara ! Mit viel Freude und Wehmut lese ich deinen Reisebericht aus den Südstaaten. Vor längerer Zeit habe ich dort mit meiner Familie gelebt u. wir haben damals ungefähr die gleich Tour gemacht. Kannst du dir vorstellen, dass es vor ca. 20 Jahre keinen einzigen Scrapbook-Laden gab in NC gab ? Michaels gab es schon, aber ohne Scraputensilien !Danke für deinen tollen Bericht. LG.Petra

  • Reply Gerlinde 19. September 2013 at 13:00

    Liebe Barbara! Ich habe mir viel Zeit genommen mir einen Kaffe geholt und jedes Foto und jeden Link genossen. Wir sind ja auch USA Reisende und daher bin ich für Tipps immer zu begeistern. Du hat recht mit der Aussage, dass Amerikaner stets freundlich und hilfsbereit sind und immer positiv- wir sind noch nie *Raunzer* oder negativen Bürgern begegnet.Zum Goodwill muss ich im Herbst unbedingt mal reinschauen, hat mir zuvor gar nichts gesagt.Die Strandabschnitte am Golf von Mexiko ziehen sich bis hinunter nach Marco Island und einer ist schöner, als der andere und auch immer wieder anders. Ich kann es schon wieder nicht erwarten hinzu kommen. Vielen Dank für deine Arbeit und die Mühe uns alles zu zeigen- ich bin wieder dabei!!!LG Gerlinde

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