Browsing Tag

Freitagsfüller

Allgemein Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Meine Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 866

20. März 2026

Happy Wochenende! Fast jedenfalls.

Das vergangene Wochenende war bei mir erlebnisreich. Meine Freundin war länger zu Besuch, wir haben köstlich in einem Edel-Restaurant in Düsseldorf  (ganz große Empfehlung!) gegessen und fast ein ganzes Jahr Gespräche nachgeholt. Echte Freundschaften überstehen auch Entfernungen und längere Pausen.

Freitagstipps Ashley's Düsseldorf

Ich habe dabei eine interessante Beobachtung gemacht, über die wir auch intensiv diskutiert haben. Meine Freundin nutzt ChatGPT wirklich sehr intensiv. Sie spricht mit dem Chatbot in der Pro Version (23€ pro Monat) wie mit einem Berater, oder manchmal auch wie mit einem Kumpel, der viel Ahnung hat. Über fast alles. Bei zwei technischen Problemen mit meinem Drucker und einer Lampe, die am Wochenende auftraten, war der Typ extrem hilfreich. Auch beim Formulieren von allem möglichen. Bei Vertragsprüfungen und -vergleichen. Ich war einerseits sehr überrascht, aber auch leicht begeistert. Und gleichzeitig zwiegespalten. Es gibt Menschen, die einen Chatbot wie eine Therapie nutzen. Wenn es hilft, warum nicht. Aber. Das große Aber. Ich bin noch nicht ganz fein damit. Aber ich beschäftige mich inzwischen intensiv mit dem Thema.

Bisher habe ich den ChatGPT nur ab und zu am Rechner online für Hilfe bei Texten verwendet. Meine Kinder nutzen ihn natürlich auch intensiv im Job und teilweise privat. KI ist einfach rasend schnell in unser aller Leben gerutscht und bringt extreme, zum Teil positive, aber zum Teil auch beängstigende Veränderungen mit. Und wer sagt: ich will das nicht, oder fast schon dumm ich nutze es nicht, ist in meinen Augen einfach naiv.

Ansonsten war meine Woche ziemlich kreativ, ich habe viel Zeit mit Farbe an den Fingern verbracht und Neues ausprobiert. Die Artist Trading Cards aus dem ersten Quartal unserer Tauschrunde sind auch endlich sortiert und versendet. Und einen Blogbeitrag dazu habe ich auch bereits dazu geschrieben, das Thema war Zahlen und die Sesamstraße.

Ich war viel draußen im Garten. Rumgeschnibbelt, sauber gemacht, oder einfach nur in der Sonne gesessen. Vor meinem Küchenfenster ist bereits Ostern, zurzeit gibt es ja überall bei den Discountern super günstig alle möglichen Frühlingsblüher.

Freitagstipps Narzissen

Bei meinem ehrenamtlichen Dienst im Seniorencafe habe ich wieder tiefe Dankbarkeit verspürt, dass ich noch fit und gesund bin. Die Anwesenden unterhielten sich über ihre Herzschrittmacher, Aortenaneurysmen und Stützstrümpfe. Und hatten trotzdem gute Laune.

Am Wochenende kommt mein Doktorsohn zu Besuch, meine Vollkorn-Waffeln draußen im Garten sind ein Programmpunkt, den er sich gewünscht hat. Das Rezept hätte ich eigentlich auch unten in die Freitagstipps zum Lesen packen können.

Mein Learning der Woche:

Wisst ihr, welche Menschen mir unheimlich sind in ihrer Selbstbeherrschung? Die machen eine Toffifee Packung auf, essen EIN Stück, und legen sie wieder weg. Bei mir überlebt die Packung keine 3 Minuten.

Und sonst so?

Ich erinnere mich dran, wie mir Nachrichten in Ampel-Zeiten viel weniger Angst gemacht haben. Weil ich wusste, dass da einigermaßen kompetente Politiker oben sitzen, die uns schon durch solche Krisen führen werden. Und an Zeiten, in denen Obama im Weißen Haus saß. Charismatisch, menschlich und kompetend, wenn man es mit den Jahren danach vergleicht. Seufz.

Jetzt denke ich ständig „scheiße, was wird die CDU jetzt wieder für einen Mist machen daraus?” Nicht gut. Gar nicht gut. Ein wenig richtungsweisend sind hoffentlich die Wahlen in Rheinland-Pfalz und die OB Wahlen in München am kommenden Wochenende.

Und mal ganz unter uns: Politiker vermitteln in ihren Reden irgendwie oft unterschwellig, dass die Bürger ja zu anspruchsvoll seien. Real wollen die meisten aber einfach nur in Frieden leben, irgendeinen Job haben, der zumindest keine Qual darstellt und vom Gehalt so gut leben können, dass man nach Abzug der Fixkosten im Supermarkt nicht auf jeden Euro gucken muss. Das ist eigentlich auch schon alles Wo sind das hohe Ansprüche?!

Wir Deutschen blicken in der Mehrheit fassungslos auf Trump und sein republikanisches Personal. Jetzt eskaliert bei uns die CDU. Jedem sollte auffallen, dass das Skript das gleiche ist. Wer nicht weiß, was „Heritage Foundation” bedeutet, sollte sich dringend darüber informieren. Es bestehen ungute Verbindungen von Spahn, Klöckner, Dobrindt usw. zur Foundation. Es ist die geplante Agenda der CDU, diesen ultra liberitären, rechtskonservativen MAGA Stil mit allen Mitteln auch hier durchzusetzen.

Und jede Ablenkung ist recht, um von der eigenen Unfähigkeit oder Skandalen und Korruption in den eigenen Reihen abzulenken. Auch das scheinen Politiker hierzulande von der Vorlage der US-Regierung (wenn man sie überhaupt noch so nennen kann) zu übernehmen. Um Schlimmeres zu verhindern, bleiben uns nur die Wahlen. Die gibt es ja bei uns zum Glück noch in demokratischer Form.

Wir können wirklich dankbar sein, dass wir in Deutschland so einfach Zugang zu Wahlen haben. Es ist für uns selbstverständlich, der Staat kümmert sich. Und wir füllen unsere Briefwahlen aus oder gehen an einem Sonntag wählen.

Das sollten wir uns bei allem Genörgel über unser Land immer wieder vor Augen führen!

In den USA hingegen wird der Bevölkerung das Wählen weiter erschwert. Es fängt schon damit an, dass man sich aktiv als Wähler registrieren lassen muss. Das dauert. Man muss seine Identität nachweisen. Das versuchen die Republikaner gerade mit einem neuen Gesetz, dem sogenannten SAVE Act (kurz für Safeguard American Voter Eligibility Act), zu erschweren. Der Gesetzentwurf verlangt, dass jeder Wähler bei der Registrierung seine Staatsbürgerschaft mit offiziellen Dokumenten wie Pass oder Geburtsurkunde nachweist. Gewählt wird übrigens immer an einem Dienstag, also müssen die meisten dafür extra Urlaub nehmen.

Außerdem muss man wissen: In den USA gibt es keinen Personalausweis. In der Praxis wird meist der Führerschein als Identitätsnachweis verwendet. Anders als in Deutschland existiert in den USA weder eine Ausweis- noch eine Meldepflicht.

Ausweisdokumente sind in den USA teuer, für Menschen mit geringem Einkommen ein Hindernis. Jeder zehnte Amerikaner hat keinen Zugang zu einem Reisepass oder einer Geburtsurkunde. Besonders problematisch wäre eine Änderung etwa für verheiratete Frauen, deren Geburtsurkunden noch ihren Mädchennamen enthalten. Auch aus finanziellen Gründen oder mangels Mobilität hat geschätzt knapp jeder fünfte US-Bürger über 65 keinen Foto-Ausweis, bei Schwarzen ist es sogar jeder Vierte. Bei Latinos und Geringverdienern liege die Rate bei über 15 Prozent. 

Ihr erkennt das Muster: Frauen, armen Menschen und Minderheiten soll das Wählen besonders erschwert werden.

Trump wiederholt seine Behauptung vom Wahlbetrug seit Jahren, und dass die Demokraten eine Verschwörung betreiben würden, um undokumentierte Einwanderer zur Stimmabgabe zu bewegen und so die Stimmanteile ihrer Partei zu erhöhen. Dafür gibt es jedoch keinerlei Nachweis.

Also kurz gesagt: es wird ein Problem geschaffen. Um behaupten zu können, man habe ein Problem gelöst.

Ähnlich verhält es sich mit dem aktuellen Krieg in Nahost. Es gab nachweislich keine akute Bedrohung. Trotzdem haben Trump und Netanjahu ihre Allmachtsphantasien ausgelebt. Und jetzt?

In seinem Überlebenskampf ist das iranische Regime offenbar dazu entschlossen, die Region mit in den Abgrund zu reißen und die Welt in eine Rezession zu stürzen. Zugleich deutet nichts darauf hin, dass die USA und Israel an Friedensgesprächen interessiert wären. Von Tag zu Tag nehmen die Hemmungen in diesem Krieg ab. Er mutiert zu einem selbstzerstörerischen Energiekrieg.

Good News!

Forschende haben erstmals aus PET-Plastik ein Medikament gegen Parkinson hergestellt. Mithilfe von Bakterien wird der Kunststoff in den Wirkstoff L-DOPA umgewandelt – ein Ansatz, der Müll in wertvolle Ressourcen verwandeln und gleichzeitig nachhaltiger produzieren könnte.

Ich bin schon so oft im Dunkeln fast über die Dinger gestolpert. Feste Parkzonen statt freies Abstellen: Berlin ordnet das Abstellen von E-Rollern neu. Bis 2035 sollen schrittweise etwa 3.000 Abstellplätze entstehen, an denen Nutzer:innen die Fahrzeuge abholen und zurückgeben können. Das befreit Gehwege von Stolperfallen. Da frage ich mich, warum es NEUN Jahre dauert, bis das realisiert sein wird? Vielleicht, weil in Berlin gerade die CDU regiert?

 

Freitagstipps

 

1.   Meine Osterdeko   __________ .

2.  _______ auf keinen Fall ________ .

3.  Wo ist _______.

4.   _______ reizt mich nicht.

5.  Wir können _____________ .

6.   ________ in die andere Richtung.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich war bzw bin immer noch im Outlander Tunnel. Nachdem in der vergangenen Woche die achte und leider finale Staffel erschienen ist, musste ich sie einfach bei Apple TV kaufen. Es kann noch länger dauern, bis die Staffel frei verfügbar ist, so lange kann ich nicht warten. Letztendlich kostet es auch nicht mehr als zweimal Kino oder früher eine DVD, ist dann immer meine Ausrede.

Jedenfalls nervt dieses “eine neue Folge pro Woche” mich aber auch. Also warte ich noch ein paar Tage, bis mehrere Folgen verfügbar sind und binge mich derweilen durch die alten Folgen, die bei Netflix verfügbar sind. Um wieder richtig reinzukommen. Schließlich ist die Serie vor 12 Jahren gestartet und vieles hatte ich bereits vergessen.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich viele Jahre vorher die Bücher von Diana Gabaldon verschlungen habe. Mit dem Kochlöffel in der Hand, weil ich nicht eine Sekunde davon loskam.

Was habe ich noch gesehen? Endlich wieder eine spannende britische Polizeithriller-Serie. Die sechsteilige Miniserie Protection in der ARD Mediathek steigerte sichlangsam aber sicher. Protagonistin Liz (cool, mal eine ältere Polizistin) gerät als Beteiligte in einer Zeugenschutzabteilung in eine Korruption und Verschwörung des Geheimdienstes. Die Gegenspielerinnen kommen aus den eigenen Reihen, Gegenspieler aus der organisierten Kriminalität. Ihre Familie und eine Affäre mit einem Kollegen spielen eine wesentliche Rolle für den Fall. Der Plot ist spannend, das Drehbuch straff ohne große Längen. Und wie so oft bei britischen Serien sind die Darsteller keine plastisch aufpolierten Hollywood Schönheiten. Bei der Hauptdarstellerin war ich kurz irritiert, woher kenne ich Siobhan Finneran? Ach ja, das war die böse Kammerzofe O`Brian bei Downton Abbey.

Und eine krasse Doku habe ich noch auf Netflix gesehen. Dokufilmer Louis Theroux besucht Influencer der sogenannten “Manosphere”. Ich glaube, dass die Doku sich ohne weiteres auch auf Deutschland übertragen lassen würde. Die Szene, die Frauenverachtung, Reichtumsfantasien und männliche Verletzungen zu einem lukrativen Geschäftsmodell verbindet, gibt es auch hier, besonders auf TikTok mit Millionen Followern. Diese Typen inszenieren sich hypermaskulin, wirken dabei aber erstaunlich kindlich und naiv. Was sie verkaufen und womit sie viel Geld verdienen, ist ein Lifestyle aus Empörung und Selbstvermarktung. Gruselig, so viel Hass auf Frauen, und gleichzeitig als eine Art Zuhälter mit Frauen Geld verdienen.

Freitagstipps zum Lesen

Von George Orwell bis Jane Austen: Diese Literaturklassiker wirken heute erschreckend aktuell. Da gehe ich zu 100% mit! Kassandra habe ich allerdings bisher nicht gelesen. Ich fand es bei “Report der Magd” schon faszinierend, wie Autorin Margaret Atwood ihre Beobachtungen über die letzten 20 Jahre in diese Dystopie einfließen ließ. Und ich spätestens bei der Serienverfilmung dachte: hui, das erscheint nicht so unrealistisch.

Will man das wissen? Nein. Kann man so tun, als wäre es nicht Realität? Nein. Ukraine testet humanoide KI-Kampfroboter – es gibt Risiken. Denke ich oft, wir leben inzwischen in einem Science Fiktion Film? Ja.

Künstlich generierte Songs erobern Spotify. Künstler und KI-Plattformen streiten vor Gericht um die Einnahmen. Und Hörer fragen sich, was echt ist – wie bei Sienna Rose. KI ist überall.

Kennt ihr das auch? Man kann es nichtmal begründen, aber manchmal ist es so. 3 Gründe, warum wir manche Menschen instinktiv blöd finden.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe mal wieder den Podcast  “Psychohacks – Leichter durchs Leben” gehört. Zwei Folgen. Haben wir es wieder schlecht heute?  Ja, ja ja, es wird zuviel genörgelt. Und “Zwei Seiten der Medaille”. Sehr interessant.

Kennt ihr Joseph William Morgan? Er schreibt und performt aktuelle Hits als Klassik Version. So schön! All the things she said zum Beispiel, der Hit aus 2002, der durch Heated Rivalry momentan wieder total angesagt ist. Diese Spotify Playlist von Joseph William Morgan lief bei mir in den letzten Tagen rauf und runter.

Das waren meine Freitagstipps und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes und sonniges Wochenende, lasst es euch gut gehen!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 865

13. März 2026

Willkommen auf dem Blog! Fast ist Wochenende und das bedeutet, dass ich meinen Gedankensalat sortiere, euch den Freitagsfüller zum Verlinken poste und natürlich meine Freitagstipps.

Ich musste in den letzten Tagen öfter, während ich meinen Kaffee genüsslich unter strahlend blauem Himmel in der warmen Sonne geschlürft habe, an das Gedicht “Er ist’s” von Eduard Mörike denken:

Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
– Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Es war gestern Abend um 18.30 noch fast hell, der Horizont färbte sich leicht rosa und ich dachte: wie kann man diese Gleichzeitigkeit der Ereignisse aushalten? Nachdem man den ganzen Tag mit Horror Nachrichten konfrontiert wurde?

Freitagstipps März

Gestern mittag hatten wir Probelalarm in Nordrhein-Westfalen, als ich im Büro war. Jedes Mal, wenn diese Alarmglocke auf dem Handy losgeht, bekomme ich kurz ein richtig beklemmendes Gefühl. Für einen Moment bleibt alles stehen und man denkt: Was wäre eigentlich, wenn es kein Test wäre? Und manchmal frage ich mich, ob dieser Gedanke vielleicht gar nicht so weit weg ist, wie man gerne glauben möchte.

Kurz danach war ich bei IKEA und habe mich geärgert, dass es keine Gurken zu den Hot Dogs gab. Engpass. Hängt das irgendwie zusammen mit den Fracht-Transportproblemen, die wahrscheinlich auf uns zukommen? Bin ich eigentlich bekloppt, dachte ich eine Minute später.

Einen Blogbeitrag über den letzten Workshop habe ich bereits Anfang der Woche geschrieben.

Meine beste Freundin, die Anfang letzten Jahres ein paar Hundert Kilometer weit weggezogen ist, habe ich auch endlich mal wieder gesehen. Und wir haben festgestellt, dass echte Freundschaften auch über Entfernungen und längere Pausen bestehen können. Ohne Vorwürfe, ohne Aufrechnen (wer hat sich wie oft gemeldet) und mit Verständnis, Empathie und sich selbst nicht immer so wichtig nehmen.

Endlich gab es auch mal wieder einen Kinoabend mit meinen Freundinnen. Tradition seit Jahren. Gesehen haben wir “Ein fast perfekter Antrag” mit einer phantastischen Iris Berben und einem amüsanten Heiner Lauterbach. Schöne RomCom zum Abschalten. Irgendwann bei unserem anschließenden gemeinsamen Essen fiel der Satz: “Können wir auch mal über etwas Erfreuliches sprechen?” Tja, erstmal Schweigen. Es ist nicht einfach gerade.

Zur Feier des Frühlings und in einem Anfall von Gönn Dir habe ich mir neue Sneaker geleistet. Frauen und Schuhe, auch so ein Thema. Wobei ich aus Gründen der Bequemlichkeit inzwischen kaum noch etwas anderes trage als Sneaker. Meine neuen heißen XT Whisper. Alleine wegen des Namens musste ich die schon haben.

Und ich freue mich so sehr auf das Wochenende! Eine Restaurant Premiere, meine Freundin ist zu Besuch und wir werden lachen bis der Arzt kommt.

Und sonst so?

Es gibt Momente, die extrem hart sind. Zum Beispiel zu erkennen, dass das Versprechen der Nachkriegszeit brüchig geworden ist: allen Menschen ein gutes Leben auf diesem Planeten ermöglichen zu wollen und dafür immer die besten Lösungen zu suchen.

Gefühlt drehen wir das Rad ja gerade zurück. Nur ein paar der Dinge die Habeck vorausgesagt hat (und dafür ausgelacht wurde):

Abhängigkeit von Autokratien bei Gas und Öl werden zu einem Problem werden. VW und co. werden mit ihrer Luxusstrategie scheitern. Wir werden nicht dogmatisch an der Schuldenbremse festhalten können. Russland könnte die Ukraine überfallen. Ein weiter so treibt Deutschland in die Rezession. Zudem hatte er zu all diesen Problemen auch Lösungsansätze (für die er ebenfalls ausgelacht wurde). Jetzt haben wir Merz.

Und habt ihr das Thema Wahlen in Baden-Württemberg verfolgt? Die CDU verliert nach dieser Wahl jedes Maß. Ihr Demokratieverständnis tendiert gegen null. Sie tun so, als hätten sie ein Geburtsrecht auf den Wahlsieg. Oder anders ausgedrückt: Alte weiße Männer sehen ihre Macht bröckeln und strapazieren ihre Schäufelchen beim Umsichschlagen mehr, als ihnen guttut. Zum Fremdschämen peinlich.

Die CDU hat da wohl nicht nur die Wahl verloren, sondern auch jeglichen Anstand (wenn sie den je hatte). Hier ist die MAGAisierung der Konservativen zu sehen: keine Selbstkritik, keine Fehleranalyse, keine Demut – nur immer noch aggressiver, schriller und überdrehter auftreten. Fürchterlich. Was mich am meisten dabei aufregt: Plötzlich soll die Frau schuld sein, die es sichtbar gemacht hat. Und auch noch eine Grüne.

Das ist ein politischer Klassiker. Einer, der so alt ist wie Macht selbst. Ein Mann sagt etwas Problematisches, es wird öffentlich, Menschen reagieren – und am Ende richtet sich die Wut gegen die Person, die es ausgesprochen hat.

Am Ende bleibt eine simple Wahrheit: Nicht Zoe Mayer hat diese Worte gesagt. Sie hat nur dafür gesorgt, dass wir sie hören.

Ich fasse zusammen: Verlieren die Grünen eine Wahl, sind die Grünen schuld. Gewinnen die Grünen eine Wahl, sind die Grünen schuld, dass die CDU sie verloren hat.

Im Nachhinein muss man wahrscheinlich festhalten, dass es Angela Merkels größte und zugleich am meisten unterschätzte Leistung war, Friedrich Merz so lange zu verhindern und kaltzustellen.

In Deutschland glauben nicht wenige Menschen Angela Merkel hätte linke Politik gemacht und das zeigt eigentlich ganz gut, wie weit rechts diese Gesellschaft mittlerweile aufgestellt wurde.

Freitagstipps März Tulpen

Good News!

Da sich eine neue Energiekrise abzeichnet, ist das erfreulich: In Deutschland gibt es mehr Ladesäulen für Elektroautos. 2025 ist die Zahl der öffentlichen Ladepunkte um 13 Prozent auf fast 200.000 Stellen gestiegen. Es gibt also immer mehr Möglichkeiten, sein Auto aufzuladen – ein Punkt, der viele Unentschlossene vom E-Auto überzeugen könnte. Bei mir scheitert es noch am Kleingeld, mein Auto muss im nächsten Monat zum TÜV und ich brauche neue Sommerreifen. Irgendwas ist ja immer.

Ob beim Reisen oder Paketabholen: Den Ausweis vorzuzeigen gehört zum Alltag. Für Transmenschen kann das unangenehm sein. Das höchste europäische Gericht stärkt nun endlich ihre Rechte. Der Europäische Gerichtshof hat beschlossen, dass EU-Länder die Ausweise von Transpersonen anpassen müssen.

 

Freitagstipps

 

1.   Heute ist   __________ .

2.  _______ Blüten .

3.  Schade, dass _______.

4.   _______ wenn ich einen schnellen Snack möchte.

5.   Attraktiv _____________ .

6.   ________ kann ich immer wieder lachen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe auf You Tube eine Dokumentation über die Designikone Victoria MacKenzie-Childs gesehen. Eine sehr außergewöhnliche Persönlichkeit. Sie ist am 4. März verstorben, ich sah das auf Social Media und stieß so auf das You Tube Video. Ihre Stimme, ihre Ausstrahlung, ich war fasziniert. 

1983 gründeten Victoria und Richard MacKenzie-Childs ihr Unternehmen mit selbstgestalteter Keramik auf einer Milchfarm in Aurora, New York, und schufen ein globales Imperium, bekannt für sein „Courtly Check“-Muster und seine verspielte Ästhetik. Nach einer aggressiven Expansion geriet das Unternehmen jedoch in Millionenhöhe in Schulden, sie gerieten an den falschen Investor und verloren durch Privatinsolvenz ihr 42 Hektar großes Anwesen und die Rechte an „MacKenzie-Childs“. In einem trotzigen zweiten Akt kauften sie die Yankee Ferry, die letzte erhaltene Fähre von Ellis Island, und bauten sie zu einer schwimmenden Villa und einem Atelier um, wo sie bis zu Victorias letzten Tagen lebten und Kunst schufen.

Ansonsten habe ich die wöchentlichen neuen Episoden der Serien, die ich gerade verschlinge, gesehen:

Heated Rivalry. OMG, das Ende der fünften Folge! So dicht mit einem Feuerwerk berührender Momente, dass am Ende der magische Satz “I’m coming to the cottage” einen Ausblick gibt auf das angeblich fulminante Finale der ersten Serienstaffel. Heute Abend. Ich finde die Serie so gut gemacht und so den Nerv der Zeit treffend. Wer hätte gedacht, dass eine Serie über schwule Eishockey-Stars Frauen so begeistern kann. Es ist einfach eine so schöne Love Story.

The Pitt. Sensationell. Noah Wyle’s Medical Drama ist kein ER Reboot, aber es ist genau so gut. Keine medizinische Serie hat mich so gefesselt wie Emergency Room seit 1994 (die Serie ist übrigens seit neustem mit allen 15 Staffeln frei verfügbar bei Netflix). The Pitt ist ein radikales Konzept – irgendwo zwischen “24” und “ER” und erzählt von einer einzigen, fünfzehnstündigen Schicht in der Notaufnahme des fiktiven Pittsburgh Trauma Medical Centers. Fünfzehn Episoden in fünfzehn Stunden, von Schichtbeginn um 8 Uhr morgens bis Schichtende um 23 Uhr.Das Paradoxe: «The Pitt» hinterlässt zwar kein gutes Gefühl. Aber genau darum begeistert mich die Serie. Es gibt nicht immer ein Happy End, hinter dem ich mich bequem verstecken könnte. Stattdessen zwingt sie mich, diese eine Schicht mitzugehen – Schritt für Schritt, Stunde für Stunde und mit allem, was passiert, in Echtzeit.

Love Story: John F. Kennedy Jr. & Carolyn Bessette. Der 90er Hype hat nicht nur mich voll erfasst un d löst gerade einen weltweiten Hype aus. Leider liegen nur noch drei Folgen vor mir. Wenn man nicht das traurige Ende schon wüsste. Der Soundtrack der Serie läuft immer noch rauf und runter, ich hatte ihn euch bereits letzte Woche verlinkt.

Freitagstipps zum Lesen

Hobby Meteroritenforscher waren aufgeregt, weil am vergangenen Sonntag ein Meteorit in der Nähe von Koblenz eingeschlagen hat. Im Dunkeln werden dann die Meteoritenteilchen gesammelt. Inzwischen sind offiziell insgesamt elf Gesteinsteile gefunden worden. Ich glaube, ich würde mich zu Tode erschrecken, wenn in meinem Garten ein Tennisball großer Stein vom Himmel fallen würde.

Zehn Modetrends, um die Sie heuer nicht herumkommen werden. Aha. Mindestens bei der Hälfte würde ich sagen, nein danke. Oder noch mehr. Eigentlich gefällt mir nur einer. Return of the Poloshirt.

Freitagstipps zum Hören

Außer meinen Nachrichten Podcasts (und auch die kann ich momentan nur sehr dosiert verkraften) habe ich eine Recherche der SZ angefangen zu hören, bzw den ersten von drei Teilen gehört. Ich hoffe ja immer noch, dass die Epstein Files Trump und einige Andere zu Fall bringen werden. In drei Podcast Folgen “Epsteins Opfer” wird versucht, dieses System aus Gewalt und Abhängigkeiten zu entwirren. Die Journalist*innen wollen wissen, wer dieser Mann war, wer seine Opfer waren und wieso so viele berühmte und wohlhabende Menschen in den Epstein-Files stehen.

Leicht wehmütig habe ich dann noch das erste Interview des Jahres mit unserer früheren Bundeskanzlerin gehört. Musste sein. Journalistin Jagoda Marinic, die ich auch gerne im ApoFika Podcast höre, hat Angela Merkel im ARD Hauptstadt Studio getroffen. Angela Merkel – Wer ist das Volk?

Es war so beruhigend, ihre klugen und besonnenen Äußerungen zu hören. Ihr Zitat: “Freiheit kann es nicht nur für den Einzelnen geben, sondern Freiheit muss für alle gelten” sagt alles. Leider sagte sie aber auch zum Schluss, dass sie definitiv nicht Bundespräsidentin wird. Ich verstehe, dass sie sich den Druck und Stress nicht mehr antun möchte. Aber was für ein Verlust für unsere Demokratie und unser Land. Ich hoffe trotzdem, dass man ab und zu noch etwas von ihr hören wird.

Das waren meine Freitagstipps und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein entspanntes und sonniges Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 863

27. Februar 2026

Heute kommen die Freitagstipps und der Freitagsfüller aus Berlin. Ich bin über das Wochenende hier bei meinen Kindern und diese Stadt fasziniert mich immer wieder.

Außerdem ist das Wetter frühlingshaft und sofort haben alle Leute bessere Laune. Geht’s euch auch so? Ich habe mich heute mittag in der Stadt in meinem Wintermantel (morgens und abends ist es immer noch frisch) halb weggeschwitzt und mir das erste Eis des Jahres gegönnt. Joghurt Orange, bei Rausch am Gendarmenmarkt. Köstlich und so erfrischend!

Die ebenfalls köstlichen Rausch Balsamico Pralinen (Stück 2,50) habe ich mir ausnahmsweise verkniffen. Aber ich bin noch bis Sonntag hier und weiß nicht, ob ich den Vorsatz durchhalten kann.

Freitagstipps Berlin Februar

Und gestern hatten wir ein phantastisches Konzert Erlebnis in der Berliner Philharmonie. Regelmäßige Leser des Blogs erinnern sich vielleicht, dass ich Mitte Juli letzten Jahres total euphorisch vom Anna Lapwood Konzert im Kölner Dom berichtet habe. Kurz danach entdeckte ich den Termin für die Berliner Philharmonie im Februar und habe direkt Karten gekauft. Vorgestern war es endlich soweit und ein unglaublich schönes Erlebnis mit Magie und Gänsehaut Feeling.

Kleine Story am Rande: Eigentlich war Foto- und Videoverbot, wie bei den meisten Konzerten in klassischen Häusern. Es gab während des Konzertes aber einen Moment, als uns Anna bat, die Lampen an den Handys anzumachen. Bei “Cornfield Chase” aus dem Film Interstellar. Die Atmosphäre war einfach magisch. Und jeder hat den Moment anscheinend genutzt und  “heimlich” gefilmt. Jedenfalls gab es jede Menge solcher Videos auf Instagram, die Anna Lapwood am nächsten Tag auf ihrem Account repostet hat. Ich finde es sehr amüsant. Man denkt ja immer, der Deutsche an sich ist so regelkonform. Anscheinend sind wir alle auch nur Menschen.

Und sonst so?

Kaum ein Thema sorgt derzeit für so viel schlechte Stimmung wie die Politik und die deutsche Wirtschaft. Schlagzeilen über Abstieg, Stillstand und verlorene Wettbewerbsfähigkeit sind allgegenwärtig – und hinterlassen schnell das Gefühl: Es geht nur noch bergab. Und wir sind alle faul und deswegen Schuld dran. Ich kann es nicht mehr hören.

Wir müssen die verschlafenen, durch Sparmaßnahmen geprägten Merkel-Jahre aufholen und in die Infrastruktur investieren.  Ich habe neulich gelesen, dass das deutsche Wirtschaftsmodell auf drei Säulen stand: Schutz von den USA, billiges Gas aus Russland und China als Exportmarkt. Alle drei dieser Säulen sind jetzt zusammengebrochen. Die Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft seit Jahren einen Kurswechsel brauchte, waren lange da, aber die politische Führung und die Industriellen zogen es vor, den Kopf in den Sand zu stecken und jeden Versuch zu torpedieren, das Land und seine Wirtschaft zu modernisieren. Jetzt tun sie so, als ob das Problem der Sozialstaat und faule Angestellte wären, anstatt ihre eigenen Fehler.

Deutschland scheint langsamer zu werden, aber das passiert in ganz Europa.

Die Welt hat sich verändert, und das erfordert ein Re-Set, was Zeit braucht, besonders in einem Land, das Veränderungen hasst.  Davon abgesehen, vieles davon ist Medienrummel. Deutsche suhlen sich gerne darin, wie schrecklich alles ist und wie das Land den Bach runtergeht. Wenn man der Presse glauben darf, ist das BIP auf mittelalterliches Niveau eingebrochen, und das Land ist nur eine Steuererklärung von der Insolvenz entfernt.

Ich glaube, es ist nicht ganz so schlimm, wie die Medien und Politiker im Dauerwahlkampf uns vermitteln, wir schaffen das.

Freitagstipps Berlin

Noch was Amüsantes, was mir gestern begegnet ist, deutsche Sprache ist einfach kompliziert:

  1. Sprich ruhig lauter.
  2. Deine Hose ist ganz schön hässlich.
  3. Das ist einfach kompliziert.
  4. Komm, geh einfach.
  5. Das ist ja voll leer hier.
  6. Das ist einfach richtig falsch.
  7. Wir müssen uns langsam beeilen.

Good News!

Potsdam führt ab Juli 2026 eine Verpackungssteuer für alle Betriebe mit To-go-Angebot ein: 50 Cent pro Einwegbecher oder -schale, 20 Cent pro Besteckteil. Die Stadt will so Müll vermeiden und Mehrweg stärken. Vorbild ist Tübingen, das die Abgabe bereits erhebt. Potsdam plant eine Verpackungssteuer, und ich finde das gut.

Beispiele aus Großbritannien zeigen, dass Limonaden auch mit weniger Zucker auskommen können. Eine Zuckersteuer könnte auch hierzulande dazu beitragen, den Zuckergehalt zu senken und langfristig die Gesundheit verbessern. Bringt eine Zuckerstauer wirklich etwas?

Psychedelika als Hoffnungsträger? Eine kleine, randomisierte Pilotstudie mit 34 Teilnehmenden deutet darauf hin, dass eine einmalige intravenöse DMT-Gabe, mit psychologischer Begleitung, depressive Symptome rasch lindern kann – teils schon nach einer Woche. Die Wirkung hielt in einigen Fällen mehrere Wochen an.

 

Freitagstipps

 

1.   Mein Frühstück heute   __________ .

2.  _______ weil ich das endlich ________ .

3. Der blaue Himmel  __________.

4.   _______ einfach online..

5.   Großes Glück für ________ .

6.   ________ unzufrieden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Habt ihr schon einmal von Gösta Engzell (1897-1997) gehört? Ich nicht, bis ich auf Netflix vergangene Woche “Die schwedische Verbindung” gesehen habe. Der Film erzählt die eher unbekannte wahre Heldengeschichte von Gösta Engzell. Einem Beamten, der während des Zweiten Weltkriegs als Leiter der Rechtsabteilung im schwedischen Außenministerium arbeitete und durch geschickte juristische Manöver zehntausenden Juden das Leben rettete. Offiziell war Schweden im Krieg neutral, Dänemark und Norwegen waren von den Deutschen besetzt.

Die wahre Geschichte hinter „Die schwedische Verbindung” ist deshalb so bemerkenswert, weil sie zeigt: Widerstand muss nicht laut sein. Er kann auch in Formularen, in juristischen Formulierungen und in der Entscheidung liegen, eine Vorschrift menschlich auszulegen. Ich fand den Film absolut sehenswert. Leider habe ich wie so oft nur den Original Trailer zum Verlinken gefunden, natürlich gibt’s auf Netflix auch die deutsche Synchronisation.

Und ebenfalls auf Netflix habe ich die Doku „Reality-Check: Inside Americas Next Topmodel“ gesehen. Hui hui, es muss ja damals ein Albtraum für die Kandidatinnen gewesen sein. Schonungslos wird das jetzt aufgedeckt.

Die Show lebte von Extremen: Für Fotoshootings trugen Kandidatinnen Unterhosen aus rohem Tierfleisch, posierten als Mordopfer, Drogensüchtige oder Obdachlose – mit echten Obdachlosen als Statisten. Der Gipfel war ein Shooting, bei dem sie die Hautfarbe tauschten!

«Das war meine Art, der Welt zu zeigen, dass braune und schwarze Haut schön ist», sagt Tyra heute. Indem sie weisse Haut schwarz anmalt und schwarze Haut weiss? Man kann sich beim Zuschauen gar nicht oft genug die Hand ins Gesicht klatschen!

Es ist hart, eine schlimme Szene nach der anderen zu sehen – auch für die ehemaligen Kandidatinnen. Man sieht ihnen an, wie sie noch immer mit den Erfahrungen von damals zu kämpfen haben. Und auch das ehemalige TopModel und “Erfinderin” der Serie, Tyra Banks und ihre damaligen Juroren sehen ein, dass nicht alles richtig gelaufen ist. Doch so richtig Verantwortung übernehmen möchten jetzt weder sie noch die ehemalige Senderchefin oder der Produzent. Egal womit sie in der Doku konfrontiert werden, sie haben stets drei Ausreden parat. Erstens: Die Modebranche an sich sei schuld. Zweitens: Das war eine andere Zeit. Drittens: Die Zuschauer wollten das so.

Ein paar Zahlen: 24 Staffeln lang lief die Mutter aller Model-Castingshows im US-Fernsehen, von 2003 bis 2018 mit über 300 Episoden. In ihrer Hochphase schalteten bei einzelnen Folgen rund neun Millionen Menschen ein – für eine Castingshow ein absoluter Ausnahmezustand.

Und: «America’s Next Top Model» war ein globales Franchise. Unter dem schlichten Titel «Top Model» entstanden über 50 internationale Ableger in mehr als 40 Ländern, von Brasilien bis Vietnam, für einige Zeit auch in der Schweiz. Besonders erfolgreich: Heidi Klums Version in Deutschland, die derzeit ihre 21. Staffel filmt. Weltweit wurden damit hunderte Staffeln produziert, tausende Kandidatinnen gecastet, bewertet, aussortiert, neu erfunden.

Ich halte inzwischen fast alle Reality Formate, die in erster Linie auf Machtmissbrauch und Erniedrigung abzielen, für unmoralisch und problematisch. Aber ich bin auch definitiv nicht die Zielgruppe, die Formate gewinnen trotzdem weiter an Popularität. Traurig.

Freitagstipps zum Lesen

Das inzwischen weltweit bekannte Foto vom schwitzenden Randy Andy im Auto haben Aktivisten sogar kurzzeitig im Louvre aufgehängt. Wie hat der Fotograf das sensationelle Bild geschossen? Die Fotogötter waren auf meiner Seite

Ich gebe zu, dass ich auch erst drauf reingefallen bin. Ein scheinbar harmloses Bild aus einem Wiener Kaffeehaus zeigt, wie leicht wir im Netz glauben, selbst zu prüfen – während unser Blick längst gesteuert wird. Nicht die KI täuscht dich – deine Aufmerksamkeit wird gelenkt. Super Spannende Analyse.

Undv deswegen hat Bill Kaulitz rosa Sessel in seinem neuen Designerhaus in L.A.! Von Puderrosa bis Rostrot: Diese 5 Interior-Farbtrends dominieren 2026. 

Freitagstipps zum Hören

Auf meiner Autofahrt nach Berlin habe ich zwei Podcasts gehört, die ich euch heute sehr empfehlen kann. Journalist Paul Ronzheimer gehört eigentlich nicht zu meinen Favoriten, weil er (warum eigentlich?) u.a. für die Bild Zeitung arbeitet. Aber da mir der Podcast von einer Bekannten empfohlen wurde, habe ich ihn ausnahmsweise mal wieder gehört. Denn er hatte einen echten Experten zu Gast im Interview.

Vier Jahre nach Kriegsbeginn ringt Deutschland weiter um seinen Kurs gegenüber Russland. Politiker und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter erzählt, warum er den Angriff früh kommen sah, wie russische Einflussnahme in Berlin wirkte – und wie ihn über Jahre eine Frau ansprach, die später als Spionin enttarnt wurde. “Als mich Putins Spionin ansprach”. Er kritisiert zudem die zögerliche Waffenhilfe und das Ausbleiben der Taurus-Vorbereitung.

Der zweite Podcast hat mich mindestens genauso, wenn nicht noch stärker, gepackt. Am 24. Februar 2022 überfällt Russland die Ukraine. In kürzester Zeit besetzt die russische Armee Gebiete im Süden und Osten des Landes und es beginnt die systematische Überwachung und Indoktrinierung der lokalen Bevölkerung. Korrespondentin Rebeca Barth aus dem ARD-Studio Kiew erzählt, wie die ukrainischen Familie Melnyk vor der Russifizierung floh. 2022 werden Eltern und zwei Kinder von der russischen Invasion überrascht. In der plötzlich besetzten Zone kämpft die Familie ums Überleben und versucht, der russischen Propaganda und Einflussnahme in Schule und Alltag zu entkommen.

Das waren meine Freitagstipps und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes frühlingshaftes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 862

20. Februar 2026

Wenn die Olympischen Spiele vorbei sind, falle ich wahrscheinlich erstmal in ein Loch. Oder wieder in den Winterschlaf. Ich habe wirklich fast ganztags nebenbei den Fernseher laufen, oder habe unterwegs anderweitig versucht, etwas mitzubekommen. So viele berührende Momente, so viele Höchstleistungen, so viel Gänsehaut. Ich kann mir annähernd vorstellen, dass Olympische Spiele wahrscheinlich das absolute Highlight im Leben von Leistungssportlern sind, ein Lebensziel, und ein Gefühl von Gemeinschaft, das über Landesgrenzen und Nationalitäten hinaus verbindet.

Ansonsten überlege ich täglich, ob ich den Kamin anmachen soll. Dann wird es wieder wärmer draußen, und ich habe keine Lust, den Kamin dann wieder sauber zu machen. Dann schneit es wieder mal und ich denke: du könntest ja mal den Kamin anmachen. So gehts täglich hin und her. Als neulich mal für drei Stunden der Himmel blau war, habe ich mein Gesicht in die Sonne gehalten, meinen Kaffee draußen getrunken und dann war alles kurz gut.

Ich brauche Frühling. Dringend.

Freitagstipps Februar

Endlich habe ich auch geschafft, den ausführlichen Bericht über meinen Besuch der Creativeworld zu Ende zu schreiben. Ich habe einen Schwung neuer Artist Trading Cards gewerkelt und dabei an die Sesamstraße in den 80ern gedacht. Dazu demnächst mehr.

Am Wochenende finden die ersten Workshops des neuen Jahres bei mir zuhause statt und ich habe dafür ein besonders schönes neues Projekt entwickelt und vorbereitet. Heute muss ich noch ein paar Kleinigkeiten dafür vorbereiten und zack, dann ist die Woche schon wieder vorbei.

Gestern Abend war ich mit einer Freundin verabredet, in einer Pizzeria im Nachbarort. Wir hatten einen schönen Abend, haben viel gelacht und uns auch sonst gut und unbeschwert unterhalten.Als wir zahlen wollten, setzte sich die Kellnerin kurz an unseren Tisch. Wir kamen ins Gespräch, sie stammt aus der Ukraine. Und auf einmal war tiefbedrücktes Schweigen am Tisch. Sie erzählte vom Leben ihrer Verwandten, die kurz vor der Frontlinie in der Nähe von Saporischschja leben. Wenn man das überhaupt leben nennen kann. Ohne Strom, ohne Wasser, bei 1 Grad in der Wohnung. Netze zum Schutz vor den russischen Drohnen sind in den Straßen gespannt. Das Geräusch der Drohnen ist allgegenwärtig. Terror, purer Terror. Aber aufgeben ist keine Option, sagte sie.

Momente wie dieser berühren, zeigen, wie fragil die Illusion von Frieden und Sicherheit ist. Und wie unendlich dankbar wir sein können, hier in Deutschland geboren zu sein und leben zu dürfen.

Und sonst so?

Andrew, der Drecksack, wurde gestern verhaftet. An seinem Geburtstag. Gut so. Der Grund der Festnahme ist Amtsmissbrauch und es geht um seine Zeit als britischer Sondergesandter. Neue Unterlagen aus den Epstein-Akten deuten darauf hin, dass er möglicherweise vertrauliche Infos weitergegeben hat. Hoffentlich kommt da noch mehr ans Licht. Nachdem ich vor einigen Wochen die Biografie der beiden Ex-Royals Sarah und Andrew, “Entitled, The Rise and Fall of the House of York”* gehört habe, war ich wirklich entsetzt, was für ein Bild von diesen geldgierigen und skrupellosen Menschen da – nach zehnjähriger ausführlicher Recherche des Autors – gezeichnet wird.

Ein Mitglied der Königsfamilie. In Handschellen. Bill Gates sagte umgehend alle Termine in Indien ab. „Terminänderungen.“ Na klar. Die neuen Epstein-Akten sind veröffentlicht. Überall tauchen Namen auf. Und nun sitzt der erste „Unantastbare“ in Haft. Wenn er erst einmal auspackt, ist der Dominoeffekt hoffentlich nicht mehr aufzuhalten. Die Frage ist nicht, ob weitere Verhaftungen folgen. Sondern: Wer ist der Nächste?

Die USA promoten ein “Freedom”-Portal zur Rettung angeblich unterdrückter Meinungsfreiheit in den EU. Eine reine PR Nummer, einzig und allein um den Eindruck zu erzeugen, in Europa würde den Menschen wichtiger Content im Internet vorenthalten. Neurechte Narrative halt. Die USA liegen auf dem Pressefreiheitsindex auf Platz 57: Hinter Gabun, Sierra Leone oder Liberia. Auf den ersten 18 Plätzen ausnahmslos EU Staaten.

Man kommt aus dem „bitte nicht” kaum noch raus. Friedrich Merz strebt eine zweite Amtszeit nach der für 2029 geplanten Bundestagswahl an. „Ich habe schon noch vor, das eine längere Zeit zu machen”, sagte der 70-Jährige beim Politischen Aschermittwoch in Trier und verwies darauf, dass sein Vater im Januar 102 geworden sei. Die Vorstellung, dass er mehrere Amtszeiten absolviert, vielleicht sogar an der Seite von Rechtsextremen, ist gruselig.

Hate to say I told you so: Friedrich Merz und seine Union haben keinen Plan, wie man besser regieren könnte, als die Ampel es tat – und hatten auch nie wirklich einen. Sie haben die Ampel-Koalition mutwillig zerstört mit Negativkampagnen, falschen Versprechungen und destruktiver Opposition, nur um an die Macht zu kommen, und machen jetzt nahezu alles deutlich schlechter trotz besserer Gesamtsituation.

Freitagstipps Februa

Good News!

Heute endlich gute Nachrichten für alle Kaffee-Liebhaber*innen unter euch: Kaffee kann helfen, Demenz vorzubeugen. Juhu! Während ich diese Zeilen schreibe, genieße ich meine dritte Tasse Kaffee umso mehr. Für koffeinhaltigen Tee gilt übrigens dasselbe. Hoch die Tassen! Eine große Langzeitstudie mit mehr als 130.000 Teilnehmenden zeigt: Wer regelmäßig Kaffee oder Tee mit Koffein trinkt, hat ein deutlich geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Entscheidend ist offenbar das Koffein, entkoffeinierter Kaffee zeigt keinen Effekt.

Millionen unverkaufter Kleidungsstücke landen jedes Jahr in der EU im Müll. Damit soll Schluss sein: Große Modefirmen dürfen ihre Ware künftig nicht mehr vernichten. Die EU will so Umwelt und Klima schützen und nachhaltigere Geschäftsmodelle fördern.

Lange hieß es bei Krebs: Schonung statt Bewegung. Heute zeigt die Forschung, dass gezielter Sport Krebspatient*innen helfen kann. Muskeln spielen dabei eine zentrale Rolle für Immunsystem und Prävention. Sport gegen Krebs.

 

Freitagstipps

 

1.  Momentan verhindert  _________ .

2.  __________ gegen kalte Füße.

3.  Am liebsten wäre ich  _____________.

4.  ________ , muss das denn sein?

5.  Wenn ich morgen Geburtstag hätte,   _________.

6.  _________ , für diese Kleinigkeit bin ich dankbar.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Abgesehen vom Olympiaprogramm habe ich komplett verzückt Love Story geschaut. Jedenfalls die ersten drei Folgen der sehr gehypten neunteiligen Miniserie, die bereits verfügbar sind. Die Serie erzählt die wahre Liebesgeschichte von JFK Jr. und Carolyn Bessette, von ihrer stürmischen Romanze in den 90ern bis zum tödlichen Flugzeugabsturz 1999.

Die Beziehung von John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette war der Stoff, aus dem Klatschpresse-Träume sind: Kennedy wuchs als Sohn von US-Präsident John F. Kennedy in der Öffentlichkeit heran. Als sein ermordeter Vater an seinem dritten Geburtstag beerdigt wurde, ging das Bild des salutierenden Dreijährigen um die Welt und in die Geschichte ein. Die Kennedys waren und sind in den USA eine sagenumwobene Familie – fast Adel, wenn es denn die Monarchie in den Vereinigten Staaten gäbe. Dementsprechend wuchs John F. Kennedy Jr. vor den Augen der Öffentlichkeit zum extrem gutaussehenden und beliebten Junggesellen und Medienstar heran.

Seit ihrem tragischen Tod ranken Legenden und Gerüchte um John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette-Kennedy.

Die Serie hat Style, Fashion, Celebrities, jede Menge 9Oes Vibes. Und eine große Liebesgeschichte gepaart mit einer Art Kennedy-Familienportrait. Alleine wegen der NYC Vibes der 90er haben mich bereits die ersten Minuten gecatcht.

Und die finde ich sehr gelungene Besetzung! Paul Anthony Kelly spielt John F. Kennedy Jr. und ist fast so schön wie das Original, Sarah Pidgeon ist Carolyn Bessette fast wie aus dem Gesicht geschnitten. In Nebenrollen sind Grace Gummer (Tochter von Meryl Streep) als Caroline Kennedy und Naomi Watts als legendäre Jackie Kennedy Onassis zu sehen. Die nächste Folge wird heute Abend ausgestrahlt, ich freue mich drauf. Läuft auf Disney+.

Angefangen habe ich das historische Drama “Die Bleikinder” auf Netflix. Die polnische Serie basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt die Geschichte von einer Frau, die sich von einem zutiefst autoritären System nicht unterkriegen ließ. Eine junge Kinderärztin stellte in den 70er-Jahren fest, dass viele Kinder, die in der Nähe des Industriequartiers in Katowice leben, an Bleivergiftung erkrankten. Ihre Promotion zum Thema wurde verhindert, die Studien verschwanden in den Schubladen der Behörden. Das kommunistische System wollte sich schliesslich als Industriegrösse in Europa behaupten – ein Skandal kam da alles andere als gelegen.

Also hinderten sie die Ärztin so lange an ihrer Arbeit, bis ihre Dissertation vollständig verschwand. Sie opferte ihre Karriere, um das Leiden dieser jungen Opfer aufzudecken. Die heldenhafte Ärztin Jolanta Wadowska-Król gab es wirklich. Fsaszinierende Geschichte. Und die Serie sieht auch von der Optik so aus, als wäre man im Polen der 70er Jahre. Frau zu sein war damals auch kein Zuckerschlecken, wirklich nicht.

Freitagstipps zum Lesen

Trump und seine MAGA Bewegung zeigen klare Merkmale einer Sekte. Sehr gute Analyse!

Das ungewöhnlichste Hotel der Welt befindet sich in Nordwales 419 Meter unter der Erde. Die Ausstattung ist funktional, die Atmosphäre einzigartig. Für alle, die keine Lust mehr auf All-inklusive-Hotels und überfüllte Strände haben, aber vielleicht genau das Richtige!

Sachen gibts. Kennt ihr schon den Whimsy Trend? Ist ein neues Statussymbol und soll helfen bei Online-Fatigue.

Freitagstipps zum Hören

Das System Epstein, die Epstein-Klasse, oder: Warum sagte niemand etwas? Weil das System funktionierte. Weil Zugehörigkeit Status versprach. Weil Geheimnisse zusammenschweißen. Weil Euphemismen moralische Distanz erzeugen. Weil Macht beeindruckt. Und vor allem: weil viele etwas zu verlieren hatten – Geld, Zugang, Prestige. Das Schweigen war kein Versehen. Das war Thema beim aktuellen bei OK, America? Podcast. Den habe ich gestern gehört. Wie immer eine super interessante Einordnung. Und wer da alles (außer Trump und Andrew)  in den Akten aufgezählt wird! Michael Jackson, Bill Gates, Clinton sowieso, Karie Couric (ehemalige CNN Star Moderatorin), Woody Allen, der saudiarabische Kronprinz, Harvey Weinstein (auch so ein alter Grapscher), Richard Branson (Virgin Altlantic Airlines), Alec Baldwin usw usw. Alle im Dunstkreis Epsteins.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Allgemein Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 861

13. Februar 2026

Seid ihr auch im Olympiafieber? Ich finde diese Zeit alle paar Jahre großartig. Es gibt immer was zu gucken. Sportliche Menschen, schöne Geschichten, viele Glücksmomente, ein wenig Nationalstolz.

Ich habe die ganze Woche schon die Winterspiele nebenher laufen. Gestern war Skeleton der Männer. Die fahren da mit 120 km/h Kopf voraus die Bahn runter. Absolut crazy. Bei Aerials, also Freestyle Ski, verstehe ich kein Wort der Kommentatoren, fiftynine flip eight forty . Großartig. Und Eistanzen, ein Traum. Die Regeln vom Curling habe ich immer noch nicht verstanden und frage mich, ob diese Wischer zuhause auch so putzen. Die Freude der Sieger zu sehen ist berührend.

Traurig hat mich allerdings gestern der kurzfristige Ausschluss des ukrainischen Rodlers Vladyslav Heraskewytsch gemacht. Auf seinem Helm trägt er Bilder von rund ukrainischen 20 Athlet*innen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Politische Botschaften aber sind den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Olympischer Spiele während eines laufenden Wettbewerbs verboten, sagte das IOC. Gedenken an verstorbene Sportler sind eine politische Botschaft? Ich sehe das anders. Ohne den Helm hätte er starten dürfen. Er blieb dabei und sagte, Haltung ist wichtiger als Medaillen. Respekt. Und zumindest in der Ukraine und in den Medien wird er dafür gefeiert.

Ansonsten arbeite ich an einem Blogbeitrag meines Besuchs der Creativeworld am vergangenen Sonntag. Von der Reizüberflutung und den vielen Schritten musste ich mich Montags erholen. Da ich gefühlt tausend Bilder und Videos gemacht habe, dauert das Sortieren etwas. Zwischendrin habe ich noch unseren neuen Tauschzirkel für Artist Trading Cards organisiert und darüber einen Blogbeitrag geschrieben.

Im Büro fand gestern unser traditionelles Altweiber Frühstück statt. 11.11 Uhr. Karneval ist, wenn Deutschland kollektiv beschließt: Wir machen jetzt 5 Tage lang Dinge, für die wir den Rest des Jahres Leute verurteilen. Alkohol ab 9 Uhr? Tradition. Fremde Menschen küssen? Brauchtum.Verkleidet auf der Arbeit erscheinen? Kultur. Montag nicht kommen? Altweiber-Nachwirkung.

Helau und Alaaf. Ich war zwei Stunden als Banane verkleidet und das war es für mich .

Dann habe ich mit meinem Sohn gefacetimed (ist das ein Wort?). Er ist eine Woche in einer Hütte in der finnischen Wildnis im Urlaub und die Bilder, die er mir schickt, sind einfach traumhaft.

Freitagstipps Finnland

Erkenntnis der Woche:

Mir fällt schon lange auf, dass immer mehr Menschen, wie ich auch,  für den Einkaufswagen einen Chip haben, den man wieder heraus ziehen kann, aber so ziemlich jeder bringt den Wagen schön brav wieder zurück wo er eigentlich hin gehört. Wir sind lernfähig! Längerfristig jedenfalls.

Und noch etwas Erwähnenswertes habe ich gesehen.

Mit Briefmarken könnt ihr Gutes tun, vielleicht wisst ihr das. Mit dem Kauf von Wohlfahrtsmarken für die Briefpost werden soziale Projekte und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege unterstützt. Eine Marke aus der diesjährigen Serie ehrt  herausragende Persönlichkeiten von Paritätischen Mitgliedsorganisation. Da ich beim Paritätischen Wohlfahrtsverband arbeite, fiel mir das ins Auge. Eduard Zimmermann (1929 – 2009). Die älteren von euch kennen ihn sicher noch als Ede Zimmermann aus Aktenzeichen XY? Ich habe die als Kind bereits in Schwarz-Weiss gesehen. Was ich allerdings bisher nicht wusste: Der Journalist und Fernsehmoderator war im Jahr 1976 Initiator und Mitbegründer des WEISSEN RING e. V., ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Der WEISSE RING ist Mitgliedsorganisation des Paritätischen Gesamtverband. Heute ist der Verein Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Ich kannte den Mann wirklich nur aus dem Fernsehen und wusste nichts über seine ehrenamtliche Tätigkeit.

Themenwechsel, weil das wirklich lecker ist: Caprese aus dem Ofen. Bei diesem Wetter mache ich mir das gerne, auch, weil es schnell geht. Einfach klassisch Tomaten, Mozarella, Basilikum, Olivenöl und etwas Balsamico in die Auflaufform und bei 180 Grad im Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Ich gucke nie auf die Uhr, sondern in den Ofen.

Freitagstipps Caprese

Und sonst so?

Das Dschungelcamp ist zu Ende und ich habe keine einzige Minute davon gesehen. Ich bin so stolz auf mich!

Die skandalöse Sache mit dem neuen Dschungelkönig habe ich natürlich trotzdem mitbekommen. Der hat im übrigen seine 20.000€ Strafe an den Hotelmitarbeiter, den er verleumdet hatte und zu der er verurteilt wurde, immer noch nicht gezahlt. Kann er ja jetzt vom Gewinn machen. Na ja, wenn man der Halbbruder des Chefs der Produktionsfirma ist und sich als Opfer inszeniert muss man ja gewinnen. Aber das wirklich traurige: Dieses Format existiert, weil Millionen Zuschauer es einschalten, darüber diskutieren und damit Werbeeinnahmen generieren. Skandale, Eskalationen und kontroverse Kandidaten sind kein „Ausrutscher”, sie sind das Geschäftsmodell, das vom Publikum direkt finanziert wird.

Mein Frust auf unsere Politiker klingt so langsam ab. Ich denk mir mittlerweile halt einfach, warum aufregen? Am Ende irgendwo menschlich was die machen. Können Eigeninteressen konsequenzlos durchbringen. Mein Frust richtet sich mittlerweile auf unsere Medienhäuser. Denn: Habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Wofür gibt’s euch eigentlich, was war denn mal die Idee hinter unabhängiger Berichterstattung? Der aktuelle sogenannte “Journalismus” für mich die größte Enttäuschung.

Ich hätte nie gedacht, dass sich der Unterwerfungs-Neusprech so schnell und so umfassend durchsetzen würde. Aber es scheint in hunderten von deutschen Redaktionen tatsächlich niemand zu geben, der weiter nach den journalistischen Sprachstandards des “Mehr Demokratie wagen” Zeitalters berichtet und kommentiert. Sehr traurig.

Und diese ganze Pam Bondi Sache vorgestern hat mich beschäftigt und leider auch immer hoffnungsloser gemacht. Diese widerliche Lügerei, diese Arroganz, diese Selbstgefälligkeit in dem Wissen, dass sie alle in der Regierung unantastbar sind. Die Respektlosigkeit Epsteins Opfern gegenüber, und ihr Geschrei, dass Trump der beste Präsident aller Zeiten sei. Zu 100% die Personifizierung der Korruption. Diese Regierung wird jeden Tag schlimmer, auch wenn man denkt, das geht nicht.

Diese Epstein Geschichte zieht immer weitere Kreise – der britische Premierminister Keir Starmer hat am Montag seinen möglichen Sturz als PM deswegen erstmal überstanden. Wie lange das allerdings halt, ist die große Frage. Wünschen würde ich es dem Land nicht, dass er gehen muss. Denn es ist derzeit einfach noch niemand in Sicht, der das Amt in dieser schwierigen Haushaltslage wirklich besser ausfüllen könnte.

Ach, und noch was, ich will, dass Angela Merkel Bundespräsidentin wird, allein damit Merz vor Wut explodiert.

Ich bin es so leid “what in the actual fuck!?” 100+ Mal am Tag zu sagen.

Good News!

Was für ein starkes Signal aus Portugal: Der Sozialist António José Seguro gewinnt die Präsidentschaft mit fast 67 % – haushoch vor seinem rechtsextremen Herausforderer. Die Menschen haben sich klar entschieden: für Demokratie, für Zusammenhalt, gegen Hass. Das zeigt: Rechtsextreme sind nicht unaufhaltsam. Man kann sie schlagen. Mit Haltung. Mit Mut. Mit Politik für die Menschen.

 

Freitagstipps

 

1.  Genau heute ___________ .

2.   ______________ packt mich das Grausen.

3.  Ich habe es tatsächlich geschafft,  __________  .

4.  ____________  und ich freu mich drauf !

5.  Karneval  ______________ .

6.   _______________ , wenn man das politische Geschehen in unserem Lande betrachtet.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Wie bereits erwähnt hat sich mein Fernsehkonsum vorwiegend bei ARD und ZDF im Olympiastudio abgespielt. Sender, die ich ansonsten selten nutze. Und bei HBO Max gab es parallel auch live Streams.

Dann habe ich (nachts läuft ja kein Olympia) noch eine Serie gesehen. Die habe ich hauptsächlich wegen des Hauptdarstellers angefangen. Sam Heughan, bekannt aus Outlander. Der Trailer sah gut aus, auch das Thema hörte sich gut an. The Couple next door – Paare mit Geheimnissen. Das Paar Evie und Pete ist in eine gehobenere Nachbarschaft gezogen, wo sich hinter vorgezogenen Gardinen neugierige Blicke verbergen. Das Paar freundet sich mit ihren Nachbarn an, dem Verkehrspolizisten Danny (Sam Heughan) und der glamourösen Yoga-Lehrerin Becka. Es entwickelt sich zwar irgendwie eine halbwegs spannende Geschichte, aber ich bin nur drangeblieben, weil ich dachte es wird besser. Wurde es leider nicht, im Gegenteil.  Schade um die guten Schauspieler, die hier echt verheizt wurden. Und dass die Serie, die in Sussex in England spielen soll, in einem vollig unpassenden Hollywood Vorstadt Set Up gedreht wurde, sieht ein Blinder mit Krückstock.

Angefangen habe ich gestern Unfamiliar ,eine deutsche Spionage-Thriller-Fernsehserie, deren erste Staffel am 5. Februar 2026 bei Netflix veröffentlicht wurde. Die Kritiken sind super. Thema: Das ehemalige Agentenpaar Meret und Simon Schäfer betreibt nach dem Ausscheiden aus dem Bundesnachrichtendienst in Berlin ein geheimes „Safe House“, um Schutzsuchende zu verbergen. Als eine Bedrohung aus ihrer Vergangenheit wieder auftaucht, sehen sie sich mit Auftragskillern, russischen Agenten, dem BND und früheren Verbindungen konfrontiert. In diesem Geflecht aus Verfolgung und Verrat müssen sie nicht nur um ihr Überleben kämpfen, sondern auch die Wahrheit über ihre Beziehung und ihre Familie geheim halten, während ihre Ehe unter dem Druck der Ereignisse zunehmend belastet wird.

Weswegen ich es auch schaue: Es wurde in Berlin gedreht. Berlin, dessen wiedererkennbare coole Ort wieder mal verlässlich abgeklopft werden – kein Hauptstadtfilm ohne Oberbaumbrücke, sagt das Gesetz -, verteidigt seinen Ruf als perfektes Biotop für Agentenfiktion an der Schnittstelle zwischen Ost und West. Die erste Folge war schon gut, definitiv kein second screen Stoff mit Rätseln und Überraschungen.

Freitagstipps zum Lesen

Steffi Graf, die deutsche Tennis Ikone, macht jetzt Werbung für Lidl Sportklamotten. Finde nur ich das seltsam? Braucht sie Geld?

Die Avocado kommt aus der Mode. Erbsen sind das neue Superfood. Interessant!

Und ein wenig Klatsch. Eine geheimnisvolle Zahnärztin aus Belarus war die letzte “Freundin” von Epstein und sollte sein Millionenvermögen erben. Was da immer noch Neues ans Tageslicht kommt ist verblüffend.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe einen neuen Podcast entdeckt. “Absolutely not”. Humorvoll mit aktuellen Themen. Comedian Heather McMahan,  hatte in einer Folge letzte Woche Caitlin Collins zu Gast. Genau, die CNN Ikone, die gerne unbequeme Fragen stellt und von Trump ständig beleidigt wird. Sie gibt Einblicke, wie es in der Air Force One wirklich zugeht und weitere pikante Details aus dem Weißen Haus.

Und ich habe ein neues Hörbuch angefangen. Da es jetzt länger hell ist, laufe ich wieder mehr und ein gutes Hörbuch ist für mich immer ein guter Ansporn. “Wie Risse in der Erde” ist ein Roman von Clare Leslie Hall. Kurz zur Handlung:
Beth und Gabriel verlieben sich als Teenager im Sommer 1955, doch ihre Liebe zerbricht. 1968 kehrt Gabriel in das Dorf zurück und erneut flammen die alten Gefühle auf, und das, obwohl Beth glücklich mit dem Farmer Frank verheiratet ist. Das Ehepaar musste in den letzten Jahren viel ertragen und trotzdem hielten sie zusammen. Als die Affäre ans Licht kommt, nehmen die Dinge einen verhängnisvollen Lauf. Ich war bereits nach der ersten halben Stunde gefesselt, und es ist toll gelesen.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, ob mit Karneval oder ohne! Und ist es nicht schön, im warmen Bett zu liegen und den Regen auf die Dachfenster pladdern zu hören (zumindest kurz vorm Einschlafen, aufs Aufstehen trifft das nicht zu).

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 860

6. Februar 2026

Die Tage werden länger, ich glaube, das brauchen wir jetzt alle, oder?

Ich schwanke täglich zwischen dem Bedürfnis, einfach ein paar Wochen Winterschlaf zu machen und dem, nicht wegzusehen und nicht die Augen zu verschließen, vor dem, was unser Weltbild gerade so umkrempelt. Mein Pensum an Social Media und Doomscrolling fiel leider auch etwas üppiger aus und ich war ein willenloses Opfer der Algorithmen.

Mentale Gesundheit ist zweifelsohne wichtig, aber wegsehen ist keine Option mehr. Fuck it. Ja, genau, ich habe neulich gelesen, dass wir alle ab und zu etwas mehr fluchen sollten. Denn Studien zeigen: Ob beim Sport, im Job oder im Alltag – wer vor oder während einer anstrengenden Aktivität flucht, bekommt einen Leistungsschub.

Fluchen, also schimpfen, aktiviert das Nervensystem und steigert die Herzfrequenz. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff in die Muskeln, die dadurch leistungsfähiger werden. Außerdem versetzt es den Körper in einen Stresszustand, Adrenalin und Endorphine werden ausgeschüttet. Die Folge: wir spüren weniger Schmerzen.

Wieso fluchen wir, wenn wir gestresst sind? Unter Stress fluchen wir mehr, da in diesem Moment der Teil des Gehirns, der für angemessenes Verhalten zuständig ist, weniger aktiv ist – der präfrontale Kortex.

Schimpfen dient auch als Druckventil, um Stress abzubauen – was allerdings keine Entschuldigung sein soll, öfter in der Öffentlichkeit zu fluchen. Wir fluchen schon seit Ewigkeiten. Das älteste bekannte Schimpfwort ist 3.000 Jahre alt: „Du Hund” taucht in der ersten hinduistischen Schrift auf.

Quelle: ZEIT. Spektrum Kompakt. Appearing credible? Swearing helps!” in Psychology, Crime & Law

Mittlerweile verlieren viele Beleidigungen und Schimpfwörter ihre ursprüngliche Bedeutung und werden enttabuisiert. Es ist teilweise sogar so: Wer einer Aussage mit einem Schimpfwort mehr Druck verleiht, wird häufig als glaubwürdiger wahrgenommen und stärkt ein Gefühl von Solidarität.

Also: lasst es raus.

Ich jedenfalls habe kräftig geflucht, als ich diese Woche einen nagelneuen Drucker für meine Bürosachen und Workshops wieder in die Verpackung quetschen und zum Paketshop schleppen musste. Dabei fing es so gut an: ich habe es alleine im ersten Anlauf geschafft, das Ding anzuschließen und ins WLan einzubinden. Drucken allerdings tat er nicht.

Nach Stunden mit irgendeinem Chatbot auf der Hilfeseite des Herstellers und drei umständlichen Telefonaten mit der Hotline stellte sich raus, dass die Einrichtungspatrone defekt war. Und man mir letztendlich sagte, ich müsse den Drucker gegen Erstattung des Kaufpreises zurückschicken. Mir einfach eine Ersatzpatrone zu schicken war nicht vorgesehen. Ihr kennt doch sicher diese Verpackungen mit Styropor und Folien im Karton, es war eine verfluchte Sch***,  das Ding mit Zubehör wieder da rein zu bekommen. Und natürlich funktionierte der Drucker an der Packstation nicht und vor dem Paketshop war kein Parkplatz frei.

First world Problems, braucht kein Mensch.

Freitagstipps Sonnenuntergang

Aber meine Woche hatte auch viele schöne kleine Momente. Flohmarkt am Sonntag mit einigen schönen Schnäppchen. Viel Kreativzeit im neuen Art Journal. Wunderschöne Sonnenuntergänge beim Laufen. Nette Bürotage mit besten Kolleginnen. Geburtstags-Facetime mit meinen Söhnen, die zusammen in Berlin ihren Geburtstag gefeiert haben. Und gestern endlich auch mal wieder ein Treffen mit meinen Kölner Blogger Freundinnen. Leider in kleinerer Runde als geplant, die Grippewelle. Aber schön war es, in Erinnerungen zu schwelgen, über neue Social Media Trends zu fachsimpeln und einfach auch über gefühlt tausend andere Dinge zu quatschen.

Und auf das Wochenende freue ich mich! Morgen startet endlich Heated Rivalry, yay. Und die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Ohne Zeitverschiebung Olympia gucken, herrlich. Ich wette, dass die Eishockey Spiele in diesem Jahr Zuschauer Rekorde haben werden, aus Gründen.

Am Sonntag fahre ich wie in jedem Jahr zur Creativeworld, der weltweit größten Fachmesse in Frankfurt. Da ich schon mehr fach gefragt wurde: ich nehme euch natürlich auf Instagram mit.

Und sonst so?

Man hat den Eindruck, sie erschießen in den USA Leute, um von den Epstein Files abzulenken, veröffentlichen dann doch lieber die Epstein Files, um von den Morden abzulenken, verhaften darauf einen Reporter, um wieder von den Epstein Files abzulenken, und wenn das nicht klappt, scheißt sich halt der Präsident (angeblich) vor laufenden Kameras in die Hose.

Es ist ein Kreislauf der Ablenkung – aber wenn der Kreis sich schließt und überall nur noch Dinge sind, die keiner sehen soll, dann wird es vielleicht wirklich schlimm.

Das amerikanische Justizministerium hält angeblich den Rest der Akten zurück, um die Opfer Epsteins zu schützen. Das ist mal wieder gelogen. Mittlerweile sind die Namen fast aller Opfer öffentlich bekannt, weil das DOJ sie einfach mal veröffentlicht hat. Was sie aber sehr konsequent zensieren sind die Namen der Täter. Vor allem natürlich Donald Trump, über den etliche Dokumente wieder gelöscht worden sind. Der US Regierung sind offiziell Täter wichtiger, als Opfer.

Wie kann es sein, dass die Epstein Files nicht das eine Thema sind, das den ganzen Tag in den Nachrichten ist?

Der Inhalt dieser Dokumente ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Und trotzdem tun wir so, als wäre das ein Nebenthema. Es wird Zeit Sondersendungen, Talkshows und Brennpunkte zu dem Thema zu machen

Ich entscheide mich, nicht wegzusehen. Weil Schweigen Frauen noch nie geschützt hat. Die Epstein-Files haben nichts „aufgedeckt”, was neu wäre. Sie zeigen nur, wie tief Wegsehen, Decken und Relativieren in Machtstrukturen verankert sind.

Das ist absolut nichts mehr wo wir schweigen oder in die Akzeptanz gehen dürfen. Wenn wir das tun und dieser Wahnsinn versickert… ist uns allen echt nicht mehr zu helfen. Bill Gates! Bill Gates? Echt jetzt? Als ich die erste Epstein Doku geschaut habe (vor Jahren), war mir nicht mal annähernd dieses widerwärtige Ausmaß bewusst. Männer, die solche Dinge tun, regieren Länder!!!! Sitzen in Machtpositionen an denen kaum jemand rütteln kann. Wir dürfen nicht schweigen dazu.

Und wie viele Menschen dabei ihre moralische Verantwortung abgegeben haben. Was geht vor in den Hunderten von FBI Mitarbeitern, die diese Akten gesichtet und die Namen der Täter geschwärzt haben, die der Opfer jedoch nicht? Können die sich noch im Spiegel anschauen? Warum gibt es keine Whistleblower, die wirklich auspacken? FBI-Whistleblower bestätigten zwar, dass im vergangenen März 1000 von ihnen für eine Woche in einem Gebäude eingesperrt waren, um an der Schwärzung von Trumps Namen aus den Epstein-Akten zu arbeiten. 1 Million Stunden in Überstunden 24-48-Stunden-Schichten. Sie hatten Excel-Tabellen, die protokollierten, wie oft sein Name auftauchte. PowerPoint-Präsentationen Schulungsvideos zum Finden und Redigieren von Trumps Namen und zur Redaktion.

Und erinnern wir uns, es brauchte nur EINE Frau, die damals behauptete, sie hätte Clinton einmal unter dem Schreibtisch …. ihr wisst schon.  Und wie viele Frauen Trump der “sexuellen Beziehungen” beschuldigt haben und nichts wird unternommen? WTF? Wobei er ja bereits in zweiter Instanz verurteilt wurde,  83 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen, weil er die frühere Kolumnistin Carroll jahrelang verleumdete. Zuvor war er bereits des sexuellen Missbrauchs an ihr schuldig gesprochen worden. Gezahlt hat er davon bisher angeblich keinen Cent.

Und wenn ich raten müsste: Auch das jetzt wird an diesem Ekelpaket und seinen räudigen Mittätern abprallen. Irgendwie werden sich die Täter da wieder rauslügen und rauswinden. Eher zündet der Irre die Welt an, bevor er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Zitat Micky Beisenherz: Die Epstein-Files haben das Potenzial, die USA untergehen zu lassen wie Pompeji. Stattdessen dienen sie als Beleg für eine fortschreitende (mediale) Verkommenheitstoleranz. Bitter.

Anderes Thema:  ausgerechnet die Washington Post, für die Bob Woodward zusammen mit Carl Bernstein damals als Reporter die Hintergründe der Watergate-Affäre aufgedeckt haben, ist von Milliardär Bezos aufgekauft worden. Er hat auf einen Schlag 300 Journalisten entlassen und bringt das Blatt jetzt auf rechten Kurs. Aber diese Art von Zeitungen brauchen ja eigentlich auch keine Menschen oder Reporter mehr, da sie ihre Informationen direkt vom Weißen Haus und der Regierung erhalten. So viel effizienter, haha.

Gestern hat Mango Mussolini noch bekannt gegeben, dass er das dringend benötigte Budget von einigen Milliarden Dollar für Infrastruktur erst freigibt, wenn Penn Station (der Hauptbahnhof in Manhattan) und der Flughafen von Washington (der nach dem ehemaligen Außenminister Dulles benannt ist) in Zukunft nach ihm benannt werden. Ich sag nur Kennedy Center. Das schließt er jetzt, weil da niemand mehr auftreten will.

Eine gute Nachricht: Am 26.02. und am 27.02. werden erst Bill und danach Hillary Clinton vor dem Kongress zu Epstein aussagen. Sie wollen das live im Fernsehen tun. Popcorn raus. Das könnte für die Regierung nach hinten losgehen, denn die Beiden haben nichts zu verlieren und Hillary ist rhetorisch den meisten Männern weit überlegen.

Good News!

Im Berufungsverfahren um das Abtreibungsverbot am Klinikum Lippstadt hat der Chefarzt Joachim Volz einen Teilerfolg erzielt. Rund 550 Menschen trotzen den eisigen Temperaturen, um ihre Unterstützung am Donnerstag in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm demonstrieren. Gut, dass Prof. Volz nun zumindest in seiner Privatpraxis medizinisch indizierte Abtreibungen durchführen darf. In der Klinik bleibt es ihm jedoch verboten. Das zeigt den gesetzlichen Reformbedarf: Religiöses Selbstbestimmungsrecht darf nicht über der Gesundheit und der Versorgung von Frauen stehen.

 

Freitagstipps

1.  Gib mir  ___________.

2.  _________ sichtbar.

3.  Nächste Woche ist Valentinstag und ___________.

4.   ________ mit Zufriedenheitsgarantie.

5.   Ich freu mich schon auf ___________ .

6.   ____________ auf keinen Fall verpassen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Schneeglöckchen

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Mehr oder weniger zufällig bin ich bei HBO Max auf die True Crime Mini Serie Love & Deathgestoßen. Und dachte: wie anders Serien damals waren. Retro Feeling. Die Outfits der 80er, gruselig. Die Häuser, einfach alles. Bis ich mal gecheckt habe, dass die Serie 2023 gedreht wurde! Der Inhalt kam mir dann auch irgendwie bekannt vor, da es den Fall ja wirklich gegeben hat. In Wylie, Texas, wird die Vorstadt-Hausfrau Candy Montgomery in den 1980er Jahren beschuldigt, ihre Nachbarin Betty Gore ermordet zu haben, nachdem sie eine Affäre mit Gores Ehemann Allan hatte. Ich habe dann sozusagen nebenbei als second screen das Ganze weitergeschaut, aber mehr so wie bei einem Autounfall, wo man nicht wegsehen kann. Und weil ich vergessen hatte, wie es ausgegangen ist. Was aber wirklich faszinierend zu sehen war ist wie authentisch die Macher diesen 80er Vibe geschafft haben. Bis hin zu kleinsten Details.

2023 feierte die britische Thriller-Serie “Hijack” mit der Echtzeit-Erzählung einer Flugzeugentführung internationale Erfolge. Nun läuft die zweite Staffel bei Apple TV, sie wurde in Berlin gedreht, mit teilweise deutschen Schauspielern. Ich habe die erste sehr spannende Staffel deswegen erst im Lauf der Woche nochmal geschaut, solide Produktion mit viel Nervenkitzel, wenn ihr sie noch nicht kennt.

Die ersten Folgen der neuen Staffel sind  jetzt online, dieses Mal wird eine Berliner U-Bahn entführt. Und ich dachte schnell: Moment, da stimmt was nicht, also einige Details. Weil ich Berlin ja nun auch ein wenig kenne. Das ist auch der Berliner Presse bereits aufgefallen. Mein Eindruck bisher: diese zweite Staffel erhält Abzüge in der B-Note, die neuen Folgen können meiner Meinung nach nicht mit der gelungenen ersten Staffel mithalten. Aber ich schaue weiter, denn es ist trotzdem super spannend und gut gefilmt.

Heute Abend werde ich mir dann die erste Folge von “Heated Rivalry”gönnen. Keine Serie ist derzeit ein solches Phänomen und annähernd so präsent: sechs Folgen, produziert von einem kleinen kanadischen Sender, gemacht von Newcomer Jacob Tierney, basierend auf leicht verdaulichen Romanen von Rachel Reid. Die Story: Eishockey-Profis und Rivalen Shane Hollander und der Russe Ilya Rozanov, fangen eine Affäre an und verlieben sich dann. Beide Hauptdarsteller hatten bis zu den Dreharbeiten zu “Heated Rivalry” als Kellner gejobbt. Wenige Tage nach dem Staffelfinale in den USA präsentierten sie bereits einen Hauptpreis bei den Golden Globes und wurden zu olympischen Fackelträgern ernannt. Und in der Serie geht es quasi darum, wie sie ihre Beziehung jahrelang geheimhalten müssen und sich immer nur sehen können, wenn sie ein Spiel in der gleichen Stadt haben.

Die Serie hat auch Einfluss auf das “echte” Leben: Mit Jesse Kortuem hat sich ein erster Eishockeyprofi als schwul geoutet. Hauptdarsteller Hudson Williams und Connor Storrie sind Dauergäste am roten Teppich. Und New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdami riet beim jüngsten Schneesturm: Man solle doch bitte zu Hause bleiben und die Buchvorlage lesen.

Das Besondere an der Serie ist nicht das Was („gay romance” ist nicht neu), sondern das Wie: Wie die Geschichte von Shane und Ilya aufgebaut wird, ist auffallend anders. Schicht für Schicht wird hier die Grundlage für eine Beziehung auf Augenhöhe geschaffen. Shane und Ilya lassen toxische Männlichkeitsvorstellungen zurück und lernen über Gefühle zu reden. Wahrscheinlich trägt das zum Erfolg der Serie bei, besonders bei Frauen.

Freitagstipps zum Lesen

Über die wahren Kosten von ChatGPT und KI im allgemeinen wird meiner Meinung nach nicht ausreichend informiert. Oder wissenschaftliche Informationen werden gezielt unterdrückt, damit die Milliardäre dahinter zu Billionären werden. Wie auch immer, das hier solltet ihr wissen:Warum diese Aktivisten Chat Bot Fragen manuell beantworten. Bedenklich.

Über Dopamin und die Folgen eines Mangels liest man aktuell viel, hier zum Beispiel: 5 Warnsignale für Dopamin Mangel und was du dagegen tun kannst. Ich merke in dieser dunklen Jahreszeit häufig, dass mir Bewegung fehlt und ich mir ohne Probleme eine Tafel Milka XL reinziehen kann. Und es mir damit nicht wirklich besser geht. Also mehr Nüsse, Avocado und dreimal die Woche laufen statt einmal. Das ist der Plan.

Freitagstipps zum Hören

Im aktuellen O.K. America Podcast von gestern, “Hello again, Epstein Files” ,gibt es noch gute Einordnungen und interessante Details zur Recherche der Epstein Files.

Schweigen in Gegenwart anderer Menschen halte ich nicht gut aus, ich bin kommunikativ und es darf auch gerne mal Smalltalk sein. Aber ab und zu trifft man Menschen, da ist das zäh wie Kaugummi. Eine Freundin machte mich neulich auf den Fast & Curious Podcast aufmerksam, den Business-Podcast mit Lea-Sophie Cramer und Verena Pausder. Die beiden Gründerinnen sprechen über Unternehmertum, Aktuelles aus der Gründerszene, Investments, Wirtschaftstrends…und übers Leben. Und ich bin jetzt großer Fan. Besonders nach dieser Folge: Wie stellt man gute Fragen? Smalltalk ist cool, wenn man ihn richtig nutzt, und es gibt konkrete Gesprächs-Hacks.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 859

30. Januar 2026

Heute ist der 58. Januar. Jedenfalls fühlt es sich gerade so an.

Draußen ist es grau, vereinzelte Schneeschauer kommen runter und ich sehne mich nach Sonne und blauem Himmel. Wahrscheinlich geht es vielen von euch ähnlich, oder?

Die Tage gleiten ineinander über, ich schlafe zuwenig, trinke eventuell zuviel Kaffee und hätte ich nicht meine Fotobibliothek, wüsste ich garnicht, was ich die ganze Woche über gemacht habe. Büro, Buchhaltung, Steuern, alles so richtige Spaßprogramme.

Und soll ich euch etwas besonders Peinliches verraten? Ich hatte bereits eine Mahnung vom Finanzamt wegen der Steuer. Also habe ich für die Steuer 2024 alles rausgesucht, sortiert und vorbereitet. Da ich jedes Jahr meine Ablage bis März vorbildlich mache, mich dann auf dieser außerordentlichen Leistung ausruhe und in Folge den Rest des Jahres garnicht mehr ablege, dauerte das etwas.

Stolz sitze ich da also mit meinem prall gefüllten sortierten Ordner. Öffne meine Exel Tabelle von der letzten Steuererklärung zum überschreiben und traue meinen Augen nicht. Schaue dann nochmal genauer auf den Brief vom Finanzamt und erstarre. 2023 steht da. Uuuups. In meiner Erinnerung hatte ich die abgegeben. In der Realität anscheinend nur bis zum Punkt Ordner sortieren und die Tabelle halb ausfüllen. Ich sag ja, Zahlen sind nicht mein Ding, Exel auch nicht, und es gibt immer irgendwelche kreativen oder andere Ablenkungen, die mich von diesen lästigen Aufgaben abhalten. Aber jetzt bin ich im Flow und werde ’23 und ’24 zack zack fertig machen, nützt ja alles nix.

Ich könnte theoretisch ’25 ja auch direkt hinterher schieben, aber wir wollen es ja mal nicht übertreiben.

Meine Tulpen machen mir auch nach einer Woche noch Freude, das waren gut investierte 20€.

Freitagstipps Tulpen

Am Sonntag habe ich aus Gründen Soulfood gebraucht, dringend. Nix im Schrank. Spontan mir fielen noch einige in Alufolie gehüllte Bälle im Tiefkühlschrank ein. Die schlummerten da seit dem letzten Sommer und ich habe sie steinhart gefroren auf’s Blech gelegt und in den Ofen geschoben.

Freitagstipps Kekse

Zwanzig Minuten später roch es wunderbar in meiner Küche und ich konnte die dicken warmen und im Kern weichen New York Style Chocolate Chip Cookies nach Rezept von Maja genießen. Für die nächsten Tage auch noch, denn mehr als einen von diesen göttlich leckeren Dingern schafft man nicht auf einmal. Ich war wirklich überrascht, wie gut das geklappt hat, denn in weiser Voraussicht hatte ich damals im Sommer die Hälfte vom Teig geformt und eingefroren. Und ich habe ohne Vorheizen die Schneeball großen Teiglinge in den Ofen geschoben, Heißluft bei 160 Grad. Maja macht sie übrigens in der Heißluftfritteuse.

Ich habe den nächsten Workshop im Februar vorbereitet und unsere Artist Trading Cards Tauschgruppe für 2026 neu organisiert. Und war endlich mal wieder im Kino, mehr dazu in den Freitagstipps.

Und ich habe was Interessantes entdeckt! Traue nicht blind der Ki, in diesem Fall der Gemini KI von Google. Die neuerdings oben als erstes angezeigt wird, wenn man etwas googelt. Folgendes: Auf Instagram bekam ich neulich Werbung angezeigt, als Alternative zu Kollagen Pulver. Das ich seit einiger Zeit morgens in meinen Kaffee rühre und ich bilde mir ein, es geht mir, bzw meinen Gelenken, damit etwas besser. Also, mir wurde ein Produkt in Kapselform angezeigt, das angeblich besser oder wirkungsvoller sein soll. Mit Gotu Kola Komplex oder so ähnlich. Hörte sich interessant an, und ich gab den Begriff zur Recherche bei Google ein. Und bekam direkt als erstes eine ausführliche Beschreibung im positiven Sinne von Gemini angezeigt, also von der KI. Fast hätte ich das Produkt schon bestellt, scrollte aber noch weiter nach unten um weitere Quellen zu sehen. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Ärzteblatt und so weiter. Absolut wirkungslos stand da, es können Nebenwirkungen auftreten, kann zu Überdosierung führen und so weiter. Also Finger weg vom Indischen Wassernabel. Ich vermute, die KI hatte ganz viel Informationen aus der Werbung für das Produkt gezogen und nicht aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

KI, ChatGpT und so weiter hat viele Vorteile, aber blind glauben sollte man da nix, finde ich. Kurz mal ein oder zwei weitere Quellen checken kostet nicht viel Zeit und schafft mehr Sicherheit, dass die Informationen auch stimmen.

Und sonst so?

Was mich in den ersten Stunden nach den furchtbaren Geschehnissen in Minneapolis mit am meisten aufgeregt hat: Die Berichterstattung unserer deutschen Mainstream Medien.

Wer aus Angst vor Haltung verharmlost, beschönigt oder ungeprüft Narrative einer Regierung übernimmt, die sich zunehmend außerhalb rechtsstaatlicher Grenzen bewegt, wird seinem Auftrag nicht gerecht. Eine freie Presse muss kritisch bleiben, Macht benennen und einordnen und zwar gerade dann, wenn es unbequem ist. Wenn die einen sagen, es regnet, und die anderen sagen, es regnet nicht, dann ist es nicht Aufgabe des Journalismus, beide Seiten zu zitieren. Seine Aufgabe ist es, aus dem Fenster zu schauen und nachzusehen, ob es regnet.

Neutralität darf nicht mit Wegsehen verwechselt werden.

Warum reagieren deutsche Medien nicht mit einer Sprachagenda auf sich verändernde gesellschaftliche Grundsätze?

Es heißt nicht: Radfahrer erliegt nach Kollision mit Auto seinen Verletzungen

Oder: Frau stirbt nach Ehestreit

Oder: US Demonstrant nach Schusswechsel mit ICE getötet

Sprache bedeutet Wahrnehmung und in Deutschland gibt es immer noch den medialen Täterschutz, der die Opfer entwürdigt und dazu beiträgt, dass Morde verharmlost werden und der das Rechtsempfinden rückständig macht.

Ich habe zur Verarbeitung und Erinnerung –  im schlimmsten Fall an diesen eventuellen Kippunkt der Demokratie in den USA -dann etwas in meinem Art Journal gewerkelt.

Freitagstipps Art Journal

Und wenn man ehrlich ist, geht es da drüben in Minnesota gerade ja gar nicht um Immigration. Der rote (republikanisch regierte) Staat Texas hat 2,1 Millionen undokumentierte Einwanderer, Florida hat 1,6 Millionen undokumentierte Einwanderer, Minnesota, ein blauer (demokratisch regierter) Staat hat gerade mal 130.000. Also ging es von Anfang an nicht nur um Immigration, sondern zum Teil auch um politische Vergeltung. Weil der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, Trumps Gegner in der letzten Wahl war.

Und dann war da hierzulande noch diese unsägliche Teilzeit Diskussion. Alles ok bei euch, CDU? Ihr sollte dringend aufhören, diejenigen, die den Wohlstand dieses Landes erarbeiten, kostenlos die Zukunft (Kinder) großziehen, Verwandte pflegen, sich ehrenamtlich um die Ärmsten kümmern, da ihr versagt und zusätzlich noch eure Diäten finanzieren, non-stop zu beschimpfen.

Und endlich anfangen auf die Wissenschaft und Expert*innen zuhören. Arbeitnehmer*innen-Rechte sind keine Almosen. Wir sind das Volk. Ihr unsere Angestellten.

Teilzeit betrifft in der Mehrheit ja Frauen. Wenn es so oder so nicht genügend Stellen gibt, d.h. also durch einen eventuellen Vollzeitzwang mehr Arbeitslose geschaffen werden, hat man ja wieder mehr Arbeitslose, also genug „faule” Menschen, um dieses Gruppe wieder als Sündenbock darzustellen.

Da frage ich mich, ob das so eine verkappte, konservative Frauen-zurück-an-den-Herd Kampagne ist, ganz im Stile von Project 2025. Ich mein, CDUlinge waren ja nicht umsonst unlängst in den USA, um sich von den ultra Rechten dort beraten zu lassen.

Good News!

Die Mutter meiner Freundin ist vor kurzem an einem Glioblastom verstorben, es war eine unsagbar traurige Zeit. Glioblastome kapern das Nervensystem auf eine zuvor unbekannte Weise – für diese Entdeckung erhält der Neurologe Varun Venkataramani den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstädter-Nachwuchspreis 2026. Seine Forschung könnte dabei helfen, neue Behandlungen zu entwickeln. Das gibt Hoffnung.

 

Freitagstipps

1.    Ich gebe ungerne zu, dass ich   _________ .

2.    _________ uralt, aber sehr bequem.

3.   Mein Impulskauf beim Einkaufen ____________ .

4.    ________aufgeben, aber ich will es eigentlich nicht.

5.    Wenn ich heute frei hätte,  ________   .

6.    Meine  Kramsschublade ________ .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe die interessante Doku “German Guilt” in der ZDF Mediathek gesehen. Thilo Mischke forschte mit Katja Riemann und Ronja von Rönne nach, was ihre Ahnen in der NS-Zeit taten. Sie befragetn Angehörige, sichteten Archive und stellten Fragen über Täterschaft, Opferrolle und das Schweigen vieler Nachkriegsgenerationen. Und sie zeigen, wie jeder von uns selbst nachforschen kann, zum Beispiel im Bundesarchiv. Ich verfolge das Thema weiter, mich interessiert Geschichte, und die meiner eigenen Familie erst recht. Zeitzeugen gibt es bald keine mehr, in meiner Familie auch nicht. Umso wichtiger finde ich, dass wir durch persönliche Geschichten und eine –  wenn auch indirekte – persönliche Betroffenheit diese Vergangenheit weiter sichtbar machen.

Mehr oder weniger durchgebingt habe ich die Serie “All her Fault”. Erst dachte ich: ach, wieder so eine Geschichte, wo ein Kindermädchen das Kind reicher Familie entführt. Aber die Verfilmung der Romanvorlage der irischen Autorin Andrea Mara ist wesentlich mehr. Acht Folgen ver- und entwirrt, ein Netz aus Schockmomenten, Plot-Twists und wechselnden Verdächtigen. In den letzten beiden Episoden wird dann so viel aufgelöst, dass man kaum noch mitkommt (und dann wie ich nicht aufhören kann und sich die halbe Nacht um die Ohren schlägt) . Solide, unterhaltsame Thrillerserie, läuft neu auf HBO Max.

Und ich war endlich mal wieder mit meiner Freundin im Kino. Mein Ziel ist es jedes Jahr, möglichst alle für den Oscar nominierten Filme zu sehen. Und gestern Abend habe ich seit längerem im Kino wieder ein paar Tränen vergossen.  “Hamnet” ist gleich für acht Oscars nominiert und hat bereits den Golden Globe 2026 für den besten Film erhalten. Die Romanverfilmung erzählt die Geschichte von William Shakespeare und seiner Frau Agnes, ihrer Liebesgeschichte, ihrer drei Kinder und dem Verlust, den sie schließlich verkraften mussten. Im Lauf des Films steigert sich langsam die Intensität der Darstellung auf eine emotionale Wucht, die ich lange nicht im Kino erlebt habe. Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind einfach überragend. Ganz große Empfehlung!

Freitagstipps zum Lesen

Weltweit gibt es noch hunderte unkontaktierte indigene Völker, das war mir so nicht bewusst und der Begriff unkontaktiert war mir in dem Zusammenhang neu neu. Sie stehen vor der realen Gefahr des Aussterbens.

Die Influenza hat Hochsaison und Covid ist auch immer noch da. Also sind Vorsichtsnahmen besonders wichtig. Was denkt ihr, Händewaschen besser mit warmem oder kaltem Wasser? Die Antwort hat mich etwas überrascht.

Am 5. Dezember 2026 sollen Bill und Tom Kaulitz die Neuauflage von Wetten, dass moderieren. Die Entscheidung polarisiert, aber das ZDF verfolgt offenbar eine besondere Strategie damit.

Freitagstipps zum Hören

Im Podcast The Daily Beast gab es wieder ein super interessantes Interview. Dieses Mal mit Mary Trump, der Nichte von DT. Die schonungslos über die Jugend mit Onkel Donald, den tyrannischen soziopathischen gemeinsamen Großvater und überhaupt viele haarsträubende Dinge erzählt. Kein Wunder, dass der irre Größenwahnsinnige die Welt auf den Kopf stellt, bei der Vorgeschichte. In “Real Reason My Uncle Trump Became a Monster”.argumentiert Mary Trump, dass der Instinkt ihres Onkels schon immer darin bestanden habe, Verantwortung zu leugnen, Opfer anzugreifen und Gewalt zu eskalieren, anstatt sie einzudämmen – und dass sich dieses Muster verschärfe, da sein kognitiver Verfall, seine Wutausbrüche in den sozialen Medien und seine Realitätsferne immer schwerer zu verbergen seien.

Ich höre meine Podcasts grundsätzlich über die Apple Podcast App, aber ihr könnt die meisten auch auf Spotify hören, oder frei verfügbaren Plattformen. Ich verlinke euch meistens das, was mir Google als erstes anzeigt.

Was mich etwas überrascht hat: im aktuellen Alles muss raus Podcast hat Thilo Mischke Thomas Hayo zu Gast. Den ich nur als etwas hohlen Modefuzzi bei Germanys Next Top Model in Erinnerung hatte. Er lebt seit Jahren in den USA und berichtet im Podcast durchaus angenehm und gut informiert aus erster Hand, wie es sich anfühlt, jetzt dort zu sein. “Minneapolis – Wie fühlt sich Amerika gerade an?”  Wie geht es seinem Umfeld, wie nimmt er die Stimmung im Land wahr?

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedankensalat, Freitagstipps und # 858

23. Januar 2026

Habt ihr in den letzten Tagen diesen 2016 Trend auf Instagram mitbekommen? User posten Bilder aus 2016, das ist zehn Jahre her. Wie sehr sich mein Leben seit 2016 verändert hat! Und unser aller Leben insgesamt. Ich habe viele Bilder mit Lexie, meinem Seelenhund, aus dem Jahr in meiner Mediathek gefunden. Ich war viel in Bayern, da in dem Jahr drei meiner Kinder dort gelebt bzw studiert haben. Ich war auf sehr sehr vielen Blogger-Events. Ich war mit meinen Kindern zum Skifahren in Südtirol und mit meinem jüngsten Sohn in Paris, da ich bei einer Verlosung Tickets für die Reise mit dem Thalys gewonnen hatte. Ich war gefühlt wöchentlich zu Treffen und Basteln mit meinen Scrapbooking Freundinnen unterwegs. Ich habe intensiv Project Lifge gemacht. Das letzte Kind ist hier zuhause ausgezogen. Die Freitagstipps gab es damals auch noch nicht hier, aber den Freitagsfüller schon.

Ich hab nicht viel Herzschmerz, wenn ich zurückschaue, ich liebe das Leben in jeder Phase. Aber so ein bewusster Rückblick, der durch meine Foto Dokumentation und den einfachen Zugriff darauf durch die technischen Möglichkeiten der Cloud möglich ist, berührt einfach und erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Freitagstipps 2016 Throwback

Ansonsten war meine Woche eher ruhig. Am vergangenen Wochenende haben wir endlich den Weihnachtsbaum im Haus abgebaut und bis alle Spuren beseitigt waren, hat es gedauert. Ich bin mir sicher, dass ich auch im August in irgendeiner versteckten Ecke noch vereinzelte  Tannennadeln finden werde. Peu á peu räume ich die Weihnachtsdeko weg und lasse mir Zeit damit. Ich habe mein Dezembertagebuch fertiggestellt und den Bastelbereich auch entweihnachtet. Da ist mir jetzt nach frischen Farben und die Planung für die nächsten Workshops läuft.

Ich war mit meinen Freundinnen im Theater und wir haben (wieder mal) festgestellt, dass wir sowas zu selten machen. Und ich habe meine Buchhaltung für die Steuererklärung gemacht. Raus aus dem Karton, sortiert, gelocht, abgeheftet, recherchiert, ergänzt, Belege gesucht. Ich hasse es. Aber es muss sein. Jetzt schiebe ich gerade den nächsten Schritt mit Exel und Elster vor mir her, vielleicht klappt es am Wochenende. Vielleicht auch nicht.

Ha, und ich bin jetzt Mitglied der Sauerteig-Sekte. Ja, besser spät als nie endlich mal diese Erfahrung machen! Im April besuche ich endlich mit meiner Freundin einen Brotback-Sauerteig-Workshop, der oft ausgebucht ist und freue mich drauf. Das Brot, das Alina einmal pro Woche auf Vorbestellung in ihrer kleinen Backstube in Düsseldorf backt, habe ich gestern zum ersten Mal abgeholt und direkt mit Butter und grobem Salz gegessen, einfach köstlich! Wenn ich das jemals so hinbekommen sollte, wäre das ein Traum.

Gestern habe ich mir auf dem Markt auch die ersten frischen Tulpen geleistet. Ein teurer Luxus, aber so einen Frischekick brauchte ich jetzt mal im unendlichen Januar.

Und sonst so?

Ich finde die Kaulitz Brüder sehr unterhaltsam. Dabei interessiere ich mich weniger für ihre Musik, aber ihr Podcast ist einer der erfolgreichsten in Deutschland. Ich höre ihn ab und zu und bin mir sicher, dass die beiden eine tolle Sendung abliefern werden. Wetten dass…. ?

Und gibt es 2026 überhaupt noch Leute, die das Dschungelcamp gucken? Mich wundert es wirklich, dass diese Sendung noch immer existiert.

Und dann möchte ich hier einen ganz wunderbaren Text meiner Freundin Andrea hier in den Freitagstipps zitieren. Ich hätte nicht besser formulieren können, was ich denke.

Früher war alles anders. Wir waren anders. Ich bin halt so.

Diese Sätze kommen immer dann, wenn man keine Lust mehr hat, genauer hinzuschauen. Wenn es bequemer ist, die eigene Sicht zur Norm zu erklären, statt sich zu fragen, warum sich Dinge überhaupt verändert haben. Ja, früher war vieles anders. Aber nicht, weil Menschen per se besser, belastbarer oder fleißiger waren. Sondern weil die Rahmenbedingungen andere waren. Planbarer.

Überschaubarer. Weniger Dauerkrise, weniger Tempo, weniger ständige Verfügbarkeit. Das wird in diesen Vergleichen konsequent ausgeblendet – und genau das macht sie so unerquicklich. Was mich müde macht: dass wir so tun, als hätte das alles nichts miteinander zu tun. Die Erschöpfung, die vielen Erkrankungen, die Frauen in unserem Alter, die seit Jahrzehnten funktionieren. Kinder großgezogen, gearbeitet, organisiert, vermittelt, gehalten. Immer noch die extra Meile, immer noch der Anspruch, allem gerecht zu werden. Und der Preis dafür wird gern verdrängt.

Die jüngere Generation sieht das. Die sehen uns. Und dann wundern wir uns ernsthaft, dass sie sagt: So will ich nicht leben. Das ist keine Faulheit. Das ist Beobachtung. Und ehrlich gesagt eine ziemlich nachvollziehbare Reaktion.

Was mich wirklich nervt, ist nicht Veränderung.

Veränderung ist normal. Was mich ärgert, ist dieses ständige Bewerten statt Verstehen. Dieses Moralisieren statt Zuhören. Dieses „Wir haben es besser gemacht”, ohne einmal zu fragen, was das alles mit uns gemacht hat.

Man kann nicht ständig sagen „Ich bin halt so, ich muss mich nicht verändern” und gleichzeitig erwarten, dass sich Gesellschaft, Arbeit, Miteinander irgendwie weiterentwickeln. Wir gehen doch sonst auch mit der Zeit. Wir nutzen Technik, fahren Auto, leben anders als unsere Eltern und Großeltern, wir passen uns an – solange es uns in den Kram passt. Aber sobald es unbequem wird, wird Stillstand plötzlich zur Haltung erklärt.

Nein. Das ist keine Haltung. Das ist Verweigerung.

Wenn wir nicht anfangen, wirklich zuzuhören, wirklich zu verstehen, warum Dinge heute so sind, dann bleiben wir genau da hängen: im Gegeneinander, im Bewerten, im Besserwissen.

Dieser Text hat mich dermaßen abgeholt, dass ich ihn gerne mit euch hier teilen wollte.

Und wisst ihr, was mich inzwischen echt belastet? Ich kann nie mehr so auf die USA blicken, wie vor Trump. Sie haben es sich binnen kurzer Zeit mit fast der gesamten freien Welt verscherzt. Nach seinem Auftritt in Davos ist bei mir das Level an absoluten Irrsinn überschritten.  Island und Grönland verwechselt, die NATO nennt ihn Daddy … ich musste wegschalten. Wenn Geisteskranke regieren dürfen…

Vor den Wahlen in Amerika schrieb und sagte ich, dass ich mir Sorgen mache, wenn Trump gewählt wird. Viele in meinem Umfeld hier antworteten: „Was interessiert dich das? Amerika ist so weit weg, das betrifft uns doch nicht.” Es war klar, dass es uns, und auch den Rest der Welt betreffen wird. Hoffe, das hat nun jeder gemerkt.

Gleiches gilt für Merz. Da dachten auch so viele „betrifft mich nicht, ich bin kein Ausländer und habe einen Job”. Merkt ihr’s? Es geht an eure Krankenversorgung, ans Arbeitsrecht und an die Grundrechte.

Was geht mir dieser unfähige Mensch auf den S**!

Erst im 2. Anlauf gewählt worden, gibt Ideen anderer als seine aus und will Menschen krank zur Arbeit schicken. Hat bisher nichts, aber auch gar nichts geleistet, deckt Lügner und Betrüger, zeigt eine unfassbare Arroganz gegenüber Anderern und versagt in einer Tour auf politischen Parkett. Furchtbarer Mensch.

Dabei werden die Reichen der Welt immer reicher. Laut Oxfam ist in Deutschland die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, und zwar um ein Drittel auf nun 172. Damit habe Deutschland die viertmeisten Milliardäre weltweit. Ihr Gesamtvermögen habe inflationsbereinigt ebenfalls um rund 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar zugenommen.

Irgendwie stimmt da doch was nicht im Land.

Freitagstipps Tulpen

Good News!

MacKenzie Scott, Ex-Frau von Jeff Bezos und eine der reichsten Frauen der Welt, hat 45 Mio. US-Dollar an das Trevor Project gespendet. Die größte Einzelspende in der Geschichte der Organisation, die suizidgefährdete queere Jugendliche unterstützt. Während unter Trump Fördermittel für Suizidprävention gestrichen wurden und dem Trevor Project rund 25 Mio. Dollar weggebrochen sind.

Deutschlands Stromversorgung könnte auch ohne klassische Grundlastkraftwerke wie Kohle, Gas oder Atom sicher funktionieren, wie eine neue Studie zeigt. Entscheidend sind der weitere Ausbau von Wind- und Solarenergie, große Speicher sowie ein flexibler Stromverbrauch. Die Kritik der Altparteien und das ständige Grünen Bashing ist vor diesem Hintergrund umso unverständlicher.

Pflegebedürftige in Brandenburg können Nachbarschaftshilfe nun über die Pflegekasse abrechnen. Für Unterstützung im Alltag wie Einkaufen, Haushalt oder Fahrten zu medizinischen Einrichtungen stehen bis zu 131 Euro im Monat zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um eine Ergänzung zur professionellen Pflege und ich finde, das ist eine gute SAche.

 

Freitagstipps

 

1.  Zurzeit bin ich süchtig nach __________ .

2.  __________ intensiv.

3.  Mit nur einem Klick __________.

4    _________ ist mir zu kompliziert.

5.  Es muss doch nicht sein, ________ .

6.   _________ Tulpen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Momentan habe ich wieder das Gefühl, in das Zeitalter von analogem Fernsehen zurückversetzt zu sein. Diverse Serien, die ich schaue sind so neu, dass die Streaming Anbieter nur wöchentlich neue Folgen senden. Ehrlich gesagt nervt mich das, oder ich bin einfach nicht mehr dran gewöhnt, immer eine Woche warten zu müssen und mich jedesmal neu in einen Handlungsstrang reinzufinden.

Aktuell geht es mir so bei der phantastisch guten zweiten Staffel von “The Pitt”, darüber hatte ich bereits letzte Woche ausführlich geschrieben.

Dann ist auf Amazon Prime endlich nach fast zehn Jahren die von der BBC produzierte zweite Staffel von The Night Manager mit Marvel-Star Tom Hiddleston gestartet. Tom Hiddleston als Spion und Hugh Laurie als Schurke – das war in der ersten Staffel ein extrem die Zuschauernerven kitzelndes Duell zweier starker Stars in einem glaubwürdigen Setting. Die ersten beiden Folgen, die ich bereits gesehen habe (insgesamt gibt es sechs Folgen) sind superb inszeniert, die Kamera versteht sich auf Spy-Game-Glamour ebenso wie auf Psychogramm. Olivia Colman ist auch wieder dabei.

Und auf Apple TV gibt es eine Fortsetzung bzw die dritte Staffel der israelischen Serie Teheran. Was als Spionagefiktion begann, wirkt plötzlich hochaktuell. In der neuen Staffel zeigt sich: Die politische Realität ist beunruhigend schneller als jedes Drehbuch.In Staffel drei geht es nun auch wieder um das iranische Atomprogramm, das von Israel als Gefahr für seine nationale Sicherheit und Bedrohung seiner Existenz gesehen wird. Ich erinnere kurz an den Anfang der Serie in Staffel 1:

Eine Mossad-Agentin auf Undercover-Mission mitten im Iran, um dort einen Angriff der israelischen Luftwaffe auf eine Atomanlage vorzubereiten – das schien 2020 zum Start der ersten Staffel schier unglaublich. Das dachten sich wohl auch die Macher der Serie: Tatsächlich scheitert das Vorhaben des Mossad und die Spionin Tamar Rabinyan muss in Teheran untertauchen. In Israel und später weltweit wurde die Serie mit dieser aus damaliger Sicht aberwitzigen Story zum Quotenrenner. Entsprechend ging es in einer zweiten Staffel weiter: Tamars neue Mission ist es, den Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarde zu töten.Eigentlich wollten die Macher von »Teheran« in der neuen dritten Staffel die Eskalationsspirale weiter anheizen. Doch manchmal übertrifft die Realität sogar die Fiktion. Die Dreharbeiten zur neuen Staffel waren im Sommer 2023 im Kasten, da überschlugen sich im Nahen Osten die Ereignisse regelrecht. Ich finde die Serie super spannend! Witzigerweise spielt auch hier Hugh Laurie eine Hauptrolle, genau wie bei The Night Manager. Das macht es für mich manchmal etwas verwirrend und ich muss die jeweils neuen Folgen beider Serien mit leichtem Abstand schauen.

Komplett am letzten Wochenende konnte ich aber mal wieder etwas richtig Spannendes durchbingen. Die schwedische Miniserie Hostage , verfügbar auf Magenta TV, hat alles, was ich für spannende und gute Unterhaltung brauche. Die Serie ist ist ein Spin-off der schwedischen Serie Stockholm Requiem, die ich bereits sehr spannend fand. Die Handlung dreht sich um die Entführung eines Passagierflugzeugs, das per Fernsteuerung gekapert wird, wobei das Team um Kriminologin Fredrika Bergman und SÄPO-Beamtin Eden Lundell gegen die Zeit kämpfen muss, um die Maschine zu retten und die Entführer zu entlarven.

Freitagstipps zum Lesen

Bekommt ihr auch oft Panik, wennn der Akkustand beim Handy oder Laptop niedrig ist? Ich tendiere vielleicht zu oft und zu häufig zum Ladekabel, ist das schädlich für den Akku?

Was für eine spannende Persönlichkeit, die ich bisher noch nicht kannte und interessanter Lesestoff:  Hans-Jürgen Massaquoi: Schwarze Kindheit unterm Hakenkreuz

Der neuste Promi Skandal: Brooklyn Beckham erhebt schwere Vorwürfe gegen David und Victoria Beckham und erklärt öffentlich, warum er keinen Kontakt mehr will. Nun ja, ob das nicht nur ein PR Stunt sein könnte?

Freitagstipps zum Hören

Im Podcast The Daily Beast habe ich ein super interessantes Interview mit der demokratischen Abgeordneten Jasmine Crockett gehört. Was zumindest mir die immer wieder auftauchende Frage: WARUM MACHT KEINER WAS DAGEGEN? beantwortete.

Auf die Frage, warum der Kongress Trump nicht reguliert sagt sie, dass die Abgeordneten beider Parteien inzwischen Angst haben, auch um ihre Familien, Angst ihre Posten zu verlieren und teilweise Angst um ihr Leben. Trump baut eine Art Mafia auf, die bei Widerspruch der Abgeordneten direkt mit Schikanen loslegt. Die meisten Abgeordneten tragen inzwischen durchgehend schusssichere Westen. Justizministerin B(l)ondie setzt auch keine vom Senat verabschiedeten Gesetze mehr um, wenn sie Trump nicht passen. Und bricht damit das Gesetz, aber niemand kann etwas dagegen unternehmen.

Und kurz und knapp zusammengefasst zum gleichen Thema gibt es eine Analyse der Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook (die halte ich persönlich für extrem kompetent) im SZ Podcast “Auf den Punkt”: Ein Jahr Trump, Demokratieabbau nach Plan. Schon etwas erschreckend, was eigentlich dahinter steckt.

Den “Zwischen den Zeilen” Podcast mit Bettina Böttinger gibt es auch als Video Format, das habe ich gerade beim Recherchieren erst festgestellt und habe ihn euch deshalb so verlinkt. Ich selbst höre Podcast ja beim Laufen, Autofahren oder wenn ich putze oder sowas. Bettins Böttinger hatte kürzlich HaPe Kerkeling zu Gast, ich habe die Folge sehr genossen.Er spricht über die Rückkehr seines Kult-Charakters Horst “Schätzelein” Schlämmer, über gutes Timing, die Grenze zwischen Spaß und Spott – und darüber, was Wokeness mit Anstand zu tun hat.Es geht um Humor, Herkunft und Haltung. Um eine Kindheit zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, um Europa und um die Frage, warum man sich manchmal lieber vom Applaus entfernt, anstatt sich selbst zu verlieren. Sehr unterhaltsam und auch etwas tiefgründig.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes und auch erholsames Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 857

16. Januar 2026

Gestern habe ich kurz über die Anfänge dieses Blogs nachgedacht, oder auch über die Zeit im Allgemeinen damals, als ich 2006 diesen Blog gestartet habe. Fast zwanzig Jahre ist das her. Damals haben wir fast täglich gebloggt. Manchmal nur ein paar Sätze, mit einem oder zwei kleinen nicht sehr professionellen Foto. Fast täglich, das muss man sich mal vorstellen. Heute bin ich froh, wenn ich zwei Beiträge pro Woche schaffe. Und es gab Millionen Blogs da draußen, die inzwischen von Social Media Plattformen ziemlich verdrängt worden sind. Ich war 2020 mal auf Platz 21 der erfolgreichsten Bloggerinnen in Deutschlandund als ich gerade ältere Artikel recherchiert habe, tauchte mein Blog sogar in einer Liste der Nominierungen zum Grimme Online Award 2011 auf. Wie ist das denn passiert? Das sah ich tatsächlich gestern zum ersten Mal.

Nun ja, das ist alles lange her und die Welt der Kommunikation verändert sich schneller als ein Wimpernschlag. Ob Social Media dabei Fluch oder Segen ist, sei dahingestellt.

Aber zurück in die Gegenwart.

Den Freitagsfüller gibt es immer noch, aus meinen anfänglichen sporadischen Dienstagstipps wurden die regelmäßigen Freitagstipps und ansonsten dreht sich hier viel um Kreativität und mein Leben. Das wird auch so bleiben.

Freitagstipps Weihnachtsbaumschmuck Berliner

Mein Baum steht noch. So langsam schwächelt er allerdings und morgen kommt er endgültig weg. Da ich das große Ding wegen der Höhe nicht alleine abbauen kann, muss ich immer auf Hilfe warten. Bisher haben meine Söhne sich die Aufgabe geteilt, der Förstersohn ist für den Aufbau zuständig, und der Doktorsohn für den Abbau. Seit mein Jüngster allerdings nach Berlin gezogen ist und im Januar jedes Wochenende Dienst hat, klappt diese traditionelle Verteilung allerdings nicht mehr und andere Lösungen müssen her. Wir zersägen den Baum zum Schluss immer, so dass wenigstens der Stamm noch als Brennholz Verwendung findet.

Im Übrigen empfinde ich dieses gewaltsame “Entweihnachten” auf Social Media mehr traurig als frisch.

Wir zelebrieren den langsamen Aufbau seit November. Das Funkeln. Die Anstrengung. Die Magie. Aber wir überstürzen das Auflösen. Die Wahrheit ist, dass es Wochen dauerte, die weihnachtliche Stimmung zu schaffen. Es braucht auch Zeit, um sich davon zu verabschieden.

Das Haus muss wieder neutral werden. Der Körper braucht Ruhe. Das Herz braucht Ruhe. Es ist nicht falsch, wenn sich der Januar sich langsam anfühlt. Diese Langsamkeit ist Teil des Rituals. Das ist kein Rückstand. Das ist eine sanfte Landung im neuen Jahr.

Zum Glück brauchte ich keine Kerzen zu suchen, als wir Anfang der Woche erneut einen dreistündigen Stromausfall im Stedtviertel hatten. Da die Weihnachtsdeko noch draußen ist.  Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Prepper und schaffe mir für solche Fälle eine Stirnlampe an.

Mein Basteltisch sieht wild aus, da ich noch an den letzten Seiten des Dezembertagebuchs 2025 arbeite, bevor die weihnachtlichen Bastelsachen wieder für die nächsten zehn Monate wieder ganz hinten im Schrank verschwinden.

Heute jährt sich wieder der Todestag meines Mannes. Inzwischen kann ich damit besser umgehen, aber eine tiefe kurze Traurigkeit bleibt, wenn ich am Grab stehe und symbolisch eine Kerze anmache.

Freitagstipps Eiszapfen

Und sonst so?

Was war das denn bitte für eine Woche? Die gestern damit ihren Höhepunkt fand, dass aus einer der wichtigsten Auszeichnungen der Geschichte eine Lachnummer wurde. Die venezolanische Oppositionsführerin María Machado hat Trump ihre Friedensnobelpreis-Medaille übergeben. Trotzdem bleibt er selbsternannter König von Venezuela und sagt, sie kann keine Regierung bilden. Kann man sich alles nicht ausdenken.

Wer glaubt, dass MAGA bzw die US-Regierung, wenn man sie überhaupt noch so nennen kann, noch durch “checks and balances” oder die Zwischenwahlen im November aufzuhalten ist, hat allerspätestens 2020 den Plot nicht erkannt. Und die Zusammensetzung und Entscheidungen des Supreme Court weggeblinzelt.

Sie wollen das Kriegsrecht berufen, um die Zwischenwahlen auszusetzen und weiter von den Epstein Akten abzulenken. Das ist leicht zu sehen. Ist es aber nicht ironisch, dass die größten Unruhen und Tausende von den ICE-Schlägern ausgerechnet im Bundesstaat von Governeur Tim Walz auftauchen? Der als Vize von Kamala Harris gegen Trump kandidiert hat?

Außerdem arbeitet sich Trump immer noch an den Clintons ab, die in dieser Woche zu den Epstein Files aussagen bzw vom Kongress gegrillt und wahrscheinlich gedemütigt werden sollten. Da die Epstein Files (gegen eine Anordnung der Gerichte, die dieses bereits zum 19. Dezember angeordnet hatten!) erst zu 1% veröffentlicht wurden, haben sie die weitere Aussage abgelehnt, auch, da sie bereits eine schriftliche Stellungnahme abgegeben hatten. Bill Clinton wurde direkt wegen Missachtung verurteilt. Jetzt hat das Paar folgende Stellungnahme veröffentlicht:„Jeder Mensch muss entscheiden, wann er genug gesehen oder hatte und bereit ist, für dieses Land, seine Prinzipien und seine Menschen zu kämpfen, unabhängig von den Folgen. Für uns ist es jetzt soweit.” Übersetzt: Schnauze voll, lieber riskieren wir Gefängnis als weiter zuzusehen wie unser Land vor die Hunde geht.

Auch Deutschland ist weit jenseits von 5 vor 12, wobei mich insbesondere die Rolle der Medien beunruhigt.

Ich habe ein Digital Abo der Zeit, denn ich halte es mittlerweile für eine demokratische Pflicht, sofern es die Finanzen zulassen, ein seriöses Medium zu abonnieren und Qualitätsjournalismus zu unterstützen. Im allgemeinen höre und sehe ich auch die Nachrichtenportale der ÖR, aber die sind in der letzten Zeit eher auf einem seltsam konservativen und selektiven Pfad, der Böses ahnen lässt. Die Pressefreiheit ist doch nicht dafür eingeführt worden, dass man mit Lügen und Hetzkampagnen Politiker in Bedrängnis bringt, die sagen, dass man im Journalismus nicht mit Lügen und Hetzkampagnen arbeiten soll.

Ich hoffe, dass Daniel Günther in seiner Funktion als Ministerpräsident genügend Rückhalt in seinem Bundesland hat, um nicht unter die Räder der aktuellen Schmutzkampagne in den Springer Medien zu kommen.

Wir haben gesehen, dass das bei Habeck gemacht wurde. Wir wissen, dass Kevin Kühnert und Ricarda Lang unter medialem Druck Führungsämter nieder gelegt haben. Dass Brosius-Gersdorf vor der Wahl zurückzog. Und so weiter. Dieses Land ist inzwischen meiner Meinung nach so durch die rechte und von Überreichen finanzierte Presse verseucht, dass wir komplett lost sind, wenn noch mehr Menschen aufgeben.

Unser Außenminister traf in Washington seinen US-Kollegen. Nach dem Treffen weicht er Fragen zu den Annexionsplänen der USA gegenüber Grönland aus. Stattdessen betont er gemeinsame „demokratische Werte” und sieht in der US-Regierung „sehr viel Vernunft”. Merz eiert zum Grönland Thema auch nur rum und sucht derweilen in Indien nach gutem Brot oder so. Es ist kaum auszuhalten mit unseren Politikern, die gerade auch keine gute Figur abgeben.

Good News!

Die Zahl der Organspender erreicht den Höchststandseit über zehn Jahren. Gute Sache! Ich habe meinen Ausweis immer im Portemonaie.

Österreich schafft die Steuer auf Periodenprodukte ab. Und für Verhütungsmittel. Tampons, Binden und Kondome werden günstiger. Wusstet ihr, dass eine Frau 17.000 Tampons oder Binden im Laufe ihres Lebens braucht?

Sehr spannend: eine neue KI, die im Schlaf das Risiko für 130 Krankheiten abschätzen kann. Man flucht ja gerne auch mal über Ki und vergisst, dass sie besonders im medizinischen Bereich ist sie inzwischen fast unersetzlich.

 

Freitagstipps

 

1.    Das Dschungelcamp   _________ .

2.    _________ beim Friseur.

3.   Wie kann es sein ____________ .

4.    ________ ist leer.

5.   Vielleicht hätte ich  ________   .

6.    ________ gute Nachrichten.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Was habe ich in den vergangenen Tagen gesehen? His & Hers.  Kurzweilig,  spannend und das Ende eine echte Überraschung! Die Geschichte spielt in Atlanta. Anna, eine ehemalige Nachrichtensprecherin, lebt allein, nachdem sie sich aus ihrem Berufs- und Privatleben zurückgezogen hat . Als sie von einem Mord in Dahlonega, der kleinen Stadt in Georgia, in der sie aufgewachsen ist, erfährt, rüttelt sie der Fall auf und bringt sie zurück ins Berufsleben. Die sechsteilige Netflix-Miniserie basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der britischen Autorin Alice Feeney. Sie hat zwar einige logische Löcher, aber die Romanautorin ist dafür bekannt, Geschichten zu erzählen, in denen nie klar ist, wer lügt – das macht die Serie unterhaltsam und man bleibt dran.

Und dann habe ich mich gefreut, als letzte Woche eine Fortsetzung der deutschen Ku’damm Serie rauskam. Spoiler: Zu früh. Bei der ersten Staffel „Ku’damm 56“ konnte man noch von einem Meilenstein sprechen. Es gelang, Zeitgeschichte der Fünfzigerjahre nicht nur inhaltlich, sondern auch ästhetisch-fiktional glaubwürdig zu machen. Die Tanzschule Galant am Kurfürstendamm in Westberlin war Zentrum des Geschehens. Der Ort, an dem Tradition, Sitte und Anstand ebenso wie der Trend gepflegt wurden. Matriarchin Cate­rina Schöllack (gnadenlos gut gespielt von Claudia Michelsen) meinte, Fassade, Haltung und Dünnsein gingen auch in den Nachfolge-Mehrteilern „Ku’damm 59“ und „Ku’damm 63“ über alles. Dass sie dabei alles verdrängte, was nicht zum Wiederaufbauwillen passte, machte die Figur aus. Ich fand damals diese erste Staffel richtig gut, die zweite auch noch. Schon bei der dritten zog es sich etwas. Und bei “Kudamm 77” bin ich mittendrin ausgestiegen. Extrem irritierend fand ich den misslungenen Einfall, die Geschichte der Familie Schöllack mithilfe eines Film-im-Film-Konzepts gleichzeitig auf eine Metaebene zu heben. Es wird immer wirrer, ein verschollener Bruder, Rassismus pur, Themen, Nebenhandlungen werden angerissen, mitgeschleppt und fallen gelassen. Das einzige, was ich persönlich wirklich spannend fand waren die Klamotten und das Styling, besonders Makeup und Frisuren. Sind wir wirklich damals so rumgelaufen? Gruselig.

Und am Dienstag konnte ich endlich mit etwas starten, auf das ich schon lange warte. Der neue Streaming Dienst HBO Max startete endlich in Deutschland. Ich habe verschiedene andere Dienste gekündigt und sofort ein HBO Max Basic Abo für 5,99€ abgeschlossen. Die Werbung nervte dann doch und ich habe das Abo am nächsten Tag auf 10,99€ umgestellt. Das ist immer noch weniger als ein Kinoticket und der Sender hat wirklich eine tolle Auswahl.

Und HBO Max bringt endlich die hochgelobte und gerade frisch mit dem Golden Globe ausgezeichnete Serie “The Pitt” mit ER-Veteran Noah Wyle nach Deutschland. Sie erinnert an eine Zeit, als TV-Ärzte noch aufrechte Helden des Alltags sein durften und schildert in Echtzeit den stressigen Alltag des Pittsburgh Trauma Medical Center, einer Notaufnahme. Was „The Pitt“ (abgeleitet von Pittsburgh, heißt aber übersetzt auch “das Loch”) – hyperrealistisch gedreht – zeigt, sind die handfesten Auswirkungen großer Krisen: Covid, Gesundheitssystem, Männlichkeit (Incels), Waffenbesitz, Opioide, das marode US-Gesundheitssystem – alle gesellschaftlichen Probleme kommen letztendlich in der Notaufnahme an.

Ich habe bisher die Hälfte der ersten Staffel gesehen und bin begeistert, da ich immer schon großer Fan der Serie “ER” war und Noah Wyle in einer Art eine Weiterentwicklung seiner damaligen Figur Dr. Carter verkörpert. Die zweite Staffel läuft gerade in den USA und wird mehr oder weniger parallel auch hier ausgestrahlt. Die dritte Staffel wird bereits gedreht. Ich als alter Serien Junkie bin begeistert!

Freitagstipps zum Lesen

Im britischen Ogmore-by-Sea wurden Ende letzten Jahres verblüffend gut erhalte Hunderte schwarzer Lederstiefel angespült. Sie stammen wohl nicht aus diesem Jahrhundert. Was ist das Geheimnis?

Geschichten wie diese finde ich immer wieder gleichermaßen erstaunlich wie nachvollziehbar: Romance Scam: Wie drei Frauen dem gleichen Liebesbetrüger zum Opfer fielen.

Überhaupt wird es leider nicht weniger mit den Betrugsversuchen, darauf müssen wir uns leider einstellen und versuchen, uns zu schützen. Hier sind einige Tipps, denn es kann jeden treffen: Auf diese hinterhältigen Betrugsversuche müssen wir uns im Jahr 2026 einstellen.

Freitagstipps zum Hören

Neu entdeckt habe ich den täglichen “Table Today” Podcast mit den Chefredakteuren Helene Brubowski und Michael Bröcker. Und gehört habe ich als erstes die Folge “Zerbricht die NATO an Grönland, Herr Habeck?”. Ich habe seine klugen Analysen vermisst. Sehr hörenswert!

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 856

9. Januar 2026

Der Winter ist da, welche Überraschung im Januar. Ich finde es schön, bin aber auch in der privilegierten Lage, meine Termine selbst zu gestalten, nur für mich selbst sorgen zu müssen und nur einen Arbeitstag pro Woche außer Haus zu müssen. So habe ich den Schneefall der letzten Tage genossen, bin durch den frischen Schnee gestapft und habe – was gefühlt nur alle zehn Jahre vorkommt – dabei eine kuschelige Kaschmirmütze getragen.

Gestern Abend habe ich leicht amüsiert betrachtet, wie zwei meiner Nachbarn versuchten, mit ihren Autos die kleine Steigung, die von unseren Parkplätzen zu Straße führt, zu bewältigen. Keine Chance. Ich versuche es garnicht erst. Zum Glück habe ich vor einigen Tagen einen größeren Einkauf gemacht und kann zur Not auch zu Fuß zum Lidl gehen, zur Post und zur DHL Packstation. Was will man mehr, ich habe Glück.

So konnte ich auch die letzten Tage gemütlich telefonieren, viel Zeit an meinem Basteltisch verbringen, mein Dezembertagebuch weiter zu gestalten und dabei Serien bingen. Und Schlaf nachholen, der im Dezember irgendwie zu kurz kam.

Freitagstipps Schnee

Und dann hat mich noch Folgendes bewegt.

Es würde mich mal interessieren, wieso so viele Menschen unfähig sind, gestellte Fragen zu beantworten? Oder ihren Senf für sich zu behalten?

Beispiel: jemand fragt im Internet, ob jemand Erfahrungen mit einer bestimmten Knetmaschine hat.

Als Antwort kommt: bei einer Pizza nutze ich Stretch and Fold! Ein anderer: ich nutze dafür den Handmixer, das geht genauso gut. Und in solchen Momenten denke ich, sind wir hier in der Grundschule? Frage in der Klassenarbeit: “Welche Farbe hat ein Bär?” Und dann kommt die Antwort: “Ich mag Hamster lieber”.

Das ist schön, war aber nicht die Frage ?! Wieso wird das Thema gewechselt? Was soll das?

Wenn mir das jemand erklären kann, wäre ich wirklich dankbar.

Ich glaube, dass viele eine Frage als Steilvorlage nutzen, um endlich ihr Wissen zu irgendeinem Thema an die Menschheit zu bringen. Mir gehen diese Menschen echt auf die Nerven. Oder die Leute lesen nur ein Wort und den Rest nicht.

Ich habe ein Wort in diesem Text verstanden und schreibe jetzt was dazu, weil ich’s kann. So in etwa stelle ich mir das vor.

Die Uni Hamburg fand erschreckende Zahlen. Rund 40 Prozent der Deutschen sind nicht in der Lage, Texte zu verstehen, deren sprachliche Komplexität über das Grundschulniveau hinausgeht. Anders ausgedrückt: Die kleine Raupe Nimmersatt verstehen diese Menschen – bei Harry Potter hakt es hingegen schon.

Oder es wird gefragt: “was schenkt ihr denn euren erwachsenen Kindern so?” Antwort: “Teure richtig gute Mikrofasertücher und einen bestimmten High End Messerschleifer”.

Erster Kommentar: “Mikrofasertücher sind schädlich für die Umwelt”. Zweiter Kommentar: ” Ein Wetzstahl tut es auch”.

Warum?? Was hat das mit der Frage zu tun? Sorry, ich musste das jetzt einfach mal loswerden, weil mich dieses immer von sich selbst auf andere schließen oder zu meinen, man muss jeden belehren einfach nervt.

So, zurück zu Erfreulicherem. Heute wollen wir eigentlich unseren Hofbaum abbauen. Mal gucken, ob das Wetter es zulässt, ich wäre nicht traurig, wenn er noch eine Weile bleibt und ich diesen Anblick aus meinem Küchenfenster noch ein wenig genießen kann..

Freitagstipps Weihnachtsbaum im Schnee

Und sonst so?

Ich habe den Kalten Krieg, Perestroika/Glasnost und den Mauerfall erlebt. Meine Jugend war geprägt von saurem Regen, Tschernobyl und Waldsterben. Und noch ein paar Dingen mehr.

Es gab eine Zeit, da hätte man denken können, dass wir das überwunden haben.

Aber… wir haben nichts gelernt! Aktuell denke ich ständig: Was zum **** macht ihr alten Säcke da? Und warum applaudieren so viele?

Es ist nicht normal, dass ein Präsident andere Länder als „Dreckslöcher” bezeichnet. Es ist nicht normal, dass er sich über Menschen mit Behinderungen lustig macht, Journalistinnen und Journalisten zu „Feinden des Volkes” erklärt oder einen verbundenen Staatschef wie Wolodymyr Selenskyj aus dem Oval Office wirft.

Das sind keine Randbemerkungen, sondern Angriffe auf Würde, Respekt und die Grundlagen demokratischer Kultur.

Gefährlich wird es, wenn einer der mächtigsten Männer der Welt die Regeln verlässt, auf denen das Miteinander demokratischer Staaten beruht – und noch gefährlicher, wenn wir beginnen, solche Grenzüberschreitungen hinzunehmen.

„Da wundert einen gar nichts mehr” darf keine Haltung sein.

Das Jahr, das neun Tage alt ist, wird entscheidend sein. Wie weit kann Donald Trump gehen? Werden die Zwischenwahlen seine Macht begrenzen – oder wird er versuchen, ihren Ausgang zu unterlaufen? Erste Risse sind sichtbar: einzelne Abweichler bei Abstimmungen, Wahlergebnisse, die zeigen, dass sich frühere Unterstützer abwenden. Viel wird auch von den Demokraten abhängen – von ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer Fähigkeit, Mehrheiten zu gewinnen.

Eine Gewissheit bleibt: Es ist nicht normal, wenn ein US-amerikanischer Präsident Länder verachtet und überfällt, um sich selbst und seine Kumpel zu bereichern. Menschen und andere Staatsoberhäupter verspottet, unabhängige Medien bedroht und diplomatische Grundregeln missachtet. Trump und seine Weltsicht haben erst dann gewonnen, wenn wir diese Verrohung als neue Normalität akzeptieren.

Ich bin weiterhin überzeugt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika, die in diesem Jahr ihren 250. Geburtstag feiern, mehr sind als Donald Trump. Aber auch, dass die aktuellen Geschehnisse dort weltweite Auswirkungen haben und ein Vorbild für rechte Kräfte auch in unserem Land sind.

Lasst uns wachsam bleiben. Aber auch optimistisch. Wir werden viel positive Energie brauchen und gegenseitige Unterstützung, um uns nicht abzuwenden – und denen nicht das Feld zu überlassen, die sich eine Normalität wünschen, die auf der Missachtung von Menschenwürde statt auf Respekt basiert.

Vor zwei Tagen zeigte sich das autoritäre Drehbuch wieder sehr deutlich.

Der tödliche Schuss eines ICE-Agenten auf  die dreifache Mutter Renee Nicole Good in Minneapolis wird zur Heldengeschichte der Sicherheitskräfte umerzählt, die Schuld der staatlichen Gewalt wird einer toten Frau zugeschoben. Der Fall dient als Bühne, um Migration, Protest und „linke Feinde” zu dämonisieren. Die US-Regierung nutzt den Schock des Ereignisses, um Angst zu schüren, ICE zu legitimieren und ihre extreme Migrationsagenda durchzusetzen. CIA und FBI sind bereits voll auf MAGA Kurs, im übrigen waren die noch nie neutral, siehe auch weiter unten eine entsprechende Doku Empfehlung in den Freitagstipps.

Ein klassisches Muster autoritärer Propaganda. Googelt mal “Reichstagsbrandverordnung”. Meiner Meinung nach zeigt das die Steilvorlage.

“Wir leben in einer Welt, die von Stärke regiert wird, von Gewalt regiert wird, von Macht regiert wird”, sagt Trumps Berater Stephen Miller. Internationale Regeln, Recht oder Moral spielen keine Rolle mehr. Nach Venezuela also Grönland? Donald Trumps America-First-Imperialismus muss uns allen und besonders unseren Politikern in der EU ein extremes Warnsignal sein.

Good News!

Eine neu entwickelte Zahnpasta aus Deutschland bekämpft Parodontitis gezielter als bisherige Produkte. Sie hemmt selektiv den Haupterreger der Zahnfleischentzündung, ohne die gesunde Mundflora zu schädigen. Entwickelt wurde der Wirkstoff von Forschenden des Fraunhofer-Instituts; die Zahnpasta ist seit Kurzem auf dem Markt.

Manchmal vergessen wir, dass Selbstverständlichkeiten einst umstritten waren. Die Gurtpflicht ist so ein Fall. Als sie vor 50 Jahren eingeführt wurde, löste sie heftige Debatten aus. Heute schnallt sich die große Mehrheit ganz selbstverständlich an – und halbiert damit das Risiko, bei einem Autounfall zu sterben. Geht das jetzt bitte auch mit einem Tempolimit?

 

Freitagstipps

 

1.  Vielen Dank an  __________ .

2.  __________ nicht gewachsen.

3.  Es ist so langweilig  __________.

4    _________ zum ersten Mal.

5.  Kann mir bitte jemand ________ .

6.   _________ genau so ________ .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe die  Netflix-Doku „Cover-Up“ geschaut. Sie erzählt die wahre Geschichte von unmenschlichen Kriegsverbrechen, brisanten Politskandalen und geheimen Verschwörungen: Kompromisslos und investigativ deckte der US-Journalist Seymour Hersh unbequeme Wahrheiten auf. Selbst die mächtigsten Regime der Welt bleiben davon nicht verschont.Seymour Hersh könnte diese Frage ohne Weiteres beantworten. Für seine Enthüllungen rund um das Massaker von My Lai während des Vietnamkrieges erlangte der US-Journalist in den 1970er-Jahren weltweit Anerkennung. Die Folter in Abu-Ghraib deckte er im Lauf seiner beispiellosen Karriere ebenso auf wie neue Erkenntnisse zum Watergate-Skandal und die Inlandsspionage der CIA.Hershs akribisch recherchierte Reportagen prägen den investigativen Journalismus seit Jahrzehnten. Der Mann hinter den Schlagzeilen blieb dabei lange im Hintergrund. Mit der Netflix-Doku „Cover-Up“ rückt Seymour Hersh nun stärker in den öffentlichen Fokus.

Der Grisham Triller The Rainmaker wurde bereits 1997 als Film produziert, ich konnte mich entfernt dran erinnern. Jetzt gibt es eine an den Roman angelehnte neue Verfilmung als 10teilige Serie. Kann man so nebenbei wegschauen, eine second screen Serie (mein neues Lieblingswort) sozusagen. Wobei es zum Schluss wirklich spannend wurde.

Im Mittelpunkt des Justizdramas steht der frisch gebackene Junganwalt Rudy Baylor, der seine Karriere gleich mal mit einem großen Flop startet. Schon am ersten Tag verliert er seine Stelle bei einer renommierten Großkanzlei, in der auch seine Freundin als Juristin tätig ist.

Aus Mangel an Alternativen nimmt Baylor einen Job in der Straßenkanzlei der taffen Bruiser Stone an. Gleich der erste Fall beim neuen Arbeitgeber entpuppt sich als ganz große Nummer. Baylor, Stone und der recht amüsante Rechtsanwaltsgehilfe Shifflet kommen brisanten Verschwörungen auf die Schliche, die mit dem toten Sohn ihrer Klientin zusammenhängen. Gute Unterhaltung, läuft auf Magenta.

Und dann habe ich angefangen, Homeland zu bingen. Zum zweiten Mal, als die Serie 2011 rauskam habe ich sie schon einmal gesehen. Wenn ihr sie noch nicht kennt: Homeland ist eine hochkarätige Serie, die sich lohnt anzusehen, wenn man intelligente Thriller mit psychologischem Tiefgang und politischem Bezug mag.Die erste Staffel gewann sechs Emmy Awards, darunter die beste Dramaserie, und sowohl die erste als auch die zweite gewannen den Golden Globe.

Und aktuell sind die “Homeland” behandelten Themen wie Fake News, innenpolitische Spannungen, rücksichtsloses außenpolitisches Vorgehen, Verschwörungen und Rassismus sowie unfähige US-Präsidenten jetzt erst recht.

Freitagstipps zum Lesen

Habt ihr euch auch mal die Frage gestellt, ob euer Handy mithört? Ich hatte zugegebenermaßen schon öfter das diffuse Gefühl. Wie sicher ist mein Smartphone? Urbane Mythen um Spionagesoftware halten sich hartnäckig, zu Recht?

In der Finantwelt passiert anscheinend gerade eine kleine Revolution – und niemand bekommt es so richtig mit. The Great Wealth Transfer: Haben Frauen bald mehr Geld als Männer? Dabei geht es nach Schätzungen der Expert*innen allein in Europa um 3,5 Billionen Euro, die in den kommenden fünf Jahren von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Und das Beste: Die großen Gewinnerinnen beim GWT werden Frauen sein.

Dazu passend: Die ehemalige Ballerina Luana Lopes Lara ist die jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt. Die Karriere der ehemaligen Ballerina Luana Lopes Lara wirkt wie eine Filmvorlage. Keine Frau vor ihr schaffte es, in so jungen Jahren aus eigenen Mitteln derart viel Geld zu verdienen. Wow!

Freitagstipps zum Hören

Einer meiner liebsten Podcasts ist der Daily Beast Podcast, er ist genauso spannend, mitreißend und unterhaltsam wie die Nachrichten, die er behandelt. Jede Woche beleuchten Journalistin Joanna Coles und wechselnde Gäste die aktuellsten Themen aus Politik, Popkultur und allem, was dazwischen liegt. In der Episode vom 1. Januar hatte Joanna den Journalisten Andrew Lownie zum wiederholten Mal zu Gast. Dieser recherchiert seit vielen Jahren über die Skandale um Prince Andrew, der scheint ja wirklich ein echter Drecksack zu sein. Und der Palast vertuschte immer schön alles, schließlich war er der Lieblingssohn der Queen. Ich war nach der Folge so interessiert und gleichzeitig fasziniert, dass ich mir direkt das im vergangenen Sommer neu erschienene Buch von Andrew Lownie gekauft habe. Als Hörbuch. Hui hui hui, ich bin zwar noch im ersten Drittel, aber “Entitled: The Rise and Fall of The House of York”* ist hochinteressant und spannend. Eine royale Biografie haben der Epstein Freund und seine Ex Sarah Ferguson jedenfalls nicht, im Gegenteil.

‘The most devastating royal biography ever written’ schreibt die Daily Mail. ‘Dagegen ist die Biografie “Spare” von Prinz Harry positiv zurückhaltend’ schreibt die Sunday Times. Bisher gibt’s die Biografie leider nur in Englisch, aber es hört sich einfach und gut weg.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und euch allen wünsche ich ein nicht zu stürmisches Wochenende!

Barbara