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Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 861

13. Februar 2026

Seid ihr auch im Olympiafieber? Ich finde diese Zeit alle paar Jahre großartig. Es gibt immer was zu gucken. Sportliche Menschen, schöne Geschichten, viele Glücksmomente, ein wenig Nationalstolz.

Ich habe die ganze Woche schon die Winterspiele nebenher laufen. Gestern war Skeleton der Männer. Die fahren da mit 120 km/h Kopf voraus die Bahn runter. Absolut crazy. Bei Aerials, also Freestyle Ski, verstehe ich kein Wort der Kommentatoren, fiftynine flip eight forty . Großartig. Und Eistanzen, ein Traum. Die Regeln vom Curling habe ich immer noch nicht verstanden und frage mich, ob diese Wischer zuhause auch so putzen. Die Freude der Sieger zu sehen ist berührend.

Traurig hat mich allerdings gestern der kurzfristige Ausschluss des ukrainischen Rodlers Vladyslav Heraskewytsch gemacht. Auf seinem Helm trägt er Bilder von rund ukrainischen 20 Athlet*innen, die bei russischen Anschlägen ums Leben gekommen sind. Politische Botschaften aber sind den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Olympischer Spiele während eines laufenden Wettbewerbs verboten, sagte das IOC. Gedenken an verstorbene Sportler sind eine politische Botschaft? Ich sehe das anders. Ohne den Helm hätte er starten dürfen. Er blieb dabei und sagte, Haltung ist wichtiger als Medaillen. Respekt. Und zumindest in der Ukraine und in den Medien wird er dafür gefeiert.

Ansonsten arbeite ich an einem Blogbeitrag meines Besuchs der Creativeworld am vergangenen Sonntag. Von der Reizüberflutung und den vielen Schritten musste ich mich Montags erholen. Da ich gefühlt tausend Bilder und Videos gemacht habe, dauert das Sortieren etwas. Zwischendrin habe ich noch unseren neuen Tauschzirkel für Artist Trading Cards organisiert und darüber einen Blogbeitrag geschrieben.

Im Büro fand gestern unser traditionelles Altweiber Frühstück statt. 11.11 Uhr. Karneval ist, wenn Deutschland kollektiv beschließt: Wir machen jetzt 5 Tage lang Dinge, für die wir den Rest des Jahres Leute verurteilen. Alkohol ab 9 Uhr? Tradition. Fremde Menschen küssen? Brauchtum.Verkleidet auf der Arbeit erscheinen? Kultur. Montag nicht kommen? Altweiber-Nachwirkung.

Helau und Alaaf. Ich war zwei Stunden als Banane verkleidet und das war es für mich .

Dann habe ich mit meinem Sohn gefacetimed (ist das ein Wort?). Er ist eine Woche in einer Hütte in der finnischen Wildnis im Urlaub und die Bilder, die er mir schickt, sind einfach traumhaft.

Freitagstipps Finnland

Erkenntnis der Woche:

Mir fällt schon lange auf, dass immer mehr Menschen, wie ich auch,  für den Einkaufswagen einen Chip haben, den man wieder heraus ziehen kann, aber so ziemlich jeder bringt den Wagen schön brav wieder zurück wo er eigentlich hin gehört. Wir sind lernfähig! Längerfristig jedenfalls.

Und noch etwas Erwähnenswertes habe ich gesehen.

Mit Briefmarken könnt ihr Gutes tun, vielleicht wisst ihr das. Mit dem Kauf von Wohlfahrtsmarken für die Briefpost werden soziale Projekte und Einrichtungen der Freien Wohlfahrtspflege unterstützt. Eine Marke aus der diesjährigen Serie ehrt  herausragende Persönlichkeiten von Paritätischen Mitgliedsorganisation. Da ich beim Paritätischen Wohlfahrtsverband arbeite, fiel mir das ins Auge. Eduard Zimmermann (1929 – 2009). Die älteren von euch kennen ihn sicher noch als Ede Zimmermann aus Aktenzeichen XY? Ich habe die als Kind bereits in Schwarz-Weiss gesehen. Was ich allerdings bisher nicht wusste: Der Journalist und Fernsehmoderator war im Jahr 1976 Initiator und Mitbegründer des WEISSEN RING e. V., ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Der WEISSE RING ist Mitgliedsorganisation des Paritätischen Gesamtverband. Heute ist der Verein Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Ich kannte den Mann wirklich nur aus dem Fernsehen und wusste nichts über seine ehrenamtliche Tätigkeit.

Themenwechsel, weil das wirklich lecker ist: Caprese aus dem Ofen. Bei diesem Wetter mache ich mir das gerne, auch, weil es schnell geht. Einfach klassisch Tomaten, Mozarella, Basilikum, Olivenöl und etwas Balsamico in die Auflaufform und bei 180 Grad im Ofen überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Ich gucke nie auf die Uhr, sondern in den Ofen.

Freitagstipps Caprese

Und sonst so?

Das Dschungelcamp ist zu Ende und ich habe keine einzige Minute davon gesehen. Ich bin so stolz auf mich!

Die skandalöse Sache mit dem neuen Dschungelkönig habe ich natürlich trotzdem mitbekommen. Der hat im übrigen seine 20.000€ Strafe an den Hotelmitarbeiter, den er verleumdet hatte und zu der er verurteilt wurde, immer noch nicht gezahlt. Kann er ja jetzt vom Gewinn machen. Na ja, wenn man der Halbbruder des Chefs der Produktionsfirma ist und sich als Opfer inszeniert muss man ja gewinnen. Aber das wirklich traurige: Dieses Format existiert, weil Millionen Zuschauer es einschalten, darüber diskutieren und damit Werbeeinnahmen generieren. Skandale, Eskalationen und kontroverse Kandidaten sind kein „Ausrutscher”, sie sind das Geschäftsmodell, das vom Publikum direkt finanziert wird.

Mein Frust auf unsere Politiker klingt so langsam ab. Ich denk mir mittlerweile halt einfach, warum aufregen? Am Ende irgendwo menschlich was die machen. Können Eigeninteressen konsequenzlos durchbringen. Mein Frust richtet sich mittlerweile auf unsere Medienhäuser. Denn: Habt ihr eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Wofür gibt’s euch eigentlich, was war denn mal die Idee hinter unabhängiger Berichterstattung? Der aktuelle sogenannte “Journalismus” für mich die größte Enttäuschung.

Ich hätte nie gedacht, dass sich der Unterwerfungs-Neusprech so schnell und so umfassend durchsetzen würde. Aber es scheint in hunderten von deutschen Redaktionen tatsächlich niemand zu geben, der weiter nach den journalistischen Sprachstandards des “Mehr Demokratie wagen” Zeitalters berichtet und kommentiert. Sehr traurig.

Und diese ganze Pam Bondi Sache vorgestern hat mich beschäftigt und leider auch immer hoffnungsloser gemacht. Diese widerliche Lügerei, diese Arroganz, diese Selbstgefälligkeit in dem Wissen, dass sie alle in der Regierung unantastbar sind. Die Respektlosigkeit Epsteins Opfern gegenüber, und ihr Geschrei, dass Trump der beste Präsident aller Zeiten sei. Zu 100% die Personifizierung der Korruption. Diese Regierung wird jeden Tag schlimmer, auch wenn man denkt, das geht nicht.

Diese Epstein Geschichte zieht immer weitere Kreise – der britische Premierminister Keir Starmer hat am Montag seinen möglichen Sturz als PM deswegen erstmal überstanden. Wie lange das allerdings halt, ist die große Frage. Wünschen würde ich es dem Land nicht, dass er gehen muss. Denn es ist derzeit einfach noch niemand in Sicht, der das Amt in dieser schwierigen Haushaltslage wirklich besser ausfüllen könnte.

Ach, und noch was, ich will, dass Angela Merkel Bundespräsidentin wird, allein damit Merz vor Wut explodiert.

Ich bin es so leid “what in the actual fuck!?” 100+ Mal am Tag zu sagen.

Good News!

Was für ein starkes Signal aus Portugal: Der Sozialist António José Seguro gewinnt die Präsidentschaft mit fast 67 % – haushoch vor seinem rechtsextremen Herausforderer. Die Menschen haben sich klar entschieden: für Demokratie, für Zusammenhalt, gegen Hass. Das zeigt: Rechtsextreme sind nicht unaufhaltsam. Man kann sie schlagen. Mit Haltung. Mit Mut. Mit Politik für die Menschen.

 

Freitagstipps

 

1.  Genau heute ___________ .

2.   ______________ packt mich das Grausen.

3.  Ich habe es tatsächlich geschafft,  __________  .

4.  ____________  und ich freu mich drauf !

5.  Karneval  ______________ .

6.   _______________ , wenn man das politische Geschehen in unserem Lande betrachtet.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Wie bereits erwähnt hat sich mein Fernsehkonsum vorwiegend bei ARD und ZDF im Olympiastudio abgespielt. Sender, die ich ansonsten selten nutze. Und bei HBO Max gab es parallel auch live Streams.

Dann habe ich (nachts läuft ja kein Olympia) noch eine Serie gesehen. Die habe ich hauptsächlich wegen des Hauptdarstellers angefangen. Sam Heughan, bekannt aus Outlander. Der Trailer sah gut aus, auch das Thema hörte sich gut an. The Couple next door – Paare mit Geheimnissen. Das Paar Evie und Pete ist in eine gehobenere Nachbarschaft gezogen, wo sich hinter vorgezogenen Gardinen neugierige Blicke verbergen. Das Paar freundet sich mit ihren Nachbarn an, dem Verkehrspolizisten Danny (Sam Heughan) und der glamourösen Yoga-Lehrerin Becka. Es entwickelt sich zwar irgendwie eine halbwegs spannende Geschichte, aber ich bin nur drangeblieben, weil ich dachte es wird besser. Wurde es leider nicht, im Gegenteil.  Schade um die guten Schauspieler, die hier echt verheizt wurden. Und dass die Serie, die in Sussex in England spielen soll, in einem vollig unpassenden Hollywood Vorstadt Set Up gedreht wurde, sieht ein Blinder mit Krückstock.

Angefangen habe ich gestern Unfamiliar ,eine deutsche Spionage-Thriller-Fernsehserie, deren erste Staffel am 5. Februar 2026 bei Netflix veröffentlicht wurde. Die Kritiken sind super. Thema: Das ehemalige Agentenpaar Meret und Simon Schäfer betreibt nach dem Ausscheiden aus dem Bundesnachrichtendienst in Berlin ein geheimes „Safe House“, um Schutzsuchende zu verbergen. Als eine Bedrohung aus ihrer Vergangenheit wieder auftaucht, sehen sie sich mit Auftragskillern, russischen Agenten, dem BND und früheren Verbindungen konfrontiert. In diesem Geflecht aus Verfolgung und Verrat müssen sie nicht nur um ihr Überleben kämpfen, sondern auch die Wahrheit über ihre Beziehung und ihre Familie geheim halten, während ihre Ehe unter dem Druck der Ereignisse zunehmend belastet wird.

Weswegen ich es auch schaue: Es wurde in Berlin gedreht. Berlin, dessen wiedererkennbare coole Ort wieder mal verlässlich abgeklopft werden – kein Hauptstadtfilm ohne Oberbaumbrücke, sagt das Gesetz -, verteidigt seinen Ruf als perfektes Biotop für Agentenfiktion an der Schnittstelle zwischen Ost und West. Die erste Folge war schon gut, definitiv kein second screen Stoff mit Rätseln und Überraschungen.

Freitagstipps zum Lesen

Steffi Graf, die deutsche Tennis Ikone, macht jetzt Werbung für Lidl Sportklamotten. Finde nur ich das seltsam? Braucht sie Geld?

Die Avocado kommt aus der Mode. Erbsen sind das neue Superfood. Interessant!

Und ein wenig Klatsch. Eine geheimnisvolle Zahnärztin aus Belarus war die letzte “Freundin” von Epstein und sollte sein Millionenvermögen erben. Was da immer noch Neues ans Tageslicht kommt ist verblüffend.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe einen neuen Podcast entdeckt. “Absolutely not”. Humorvoll mit aktuellen Themen. Comedian Heather McMahan,  hatte in einer Folge letzte Woche Caitlin Collins zu Gast. Genau, die CNN Ikone, die gerne unbequeme Fragen stellt und von Trump ständig beleidigt wird. Sie gibt Einblicke, wie es in der Air Force One wirklich zugeht und weitere pikante Details aus dem Weißen Haus.

Und ich habe ein neues Hörbuch angefangen. Da es jetzt länger hell ist, laufe ich wieder mehr und ein gutes Hörbuch ist für mich immer ein guter Ansporn. “Wie Risse in der Erde” ist ein Roman von Clare Leslie Hall. Kurz zur Handlung:
Beth und Gabriel verlieben sich als Teenager im Sommer 1955, doch ihre Liebe zerbricht. 1968 kehrt Gabriel in das Dorf zurück und erneut flammen die alten Gefühle auf, und das, obwohl Beth glücklich mit dem Farmer Frank verheiratet ist. Das Ehepaar musste in den letzten Jahren viel ertragen und trotzdem hielten sie zusammen. Als die Affäre ans Licht kommt, nehmen die Dinge einen verhängnisvollen Lauf. Ich war bereits nach der ersten halben Stunde gefesselt, und es ist toll gelesen.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, ob mit Karneval oder ohne! Und ist es nicht schön, im warmen Bett zu liegen und den Regen auf die Dachfenster pladdern zu hören (zumindest kurz vorm Einschlafen, aufs Aufstehen trifft das nicht zu).

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 860

6. Februar 2026

Die Tage werden länger, ich glaube, das brauchen wir jetzt alle, oder?

Ich schwanke täglich zwischen dem Bedürfnis, einfach ein paar Wochen Winterschlaf zu machen und dem, nicht wegzusehen und nicht die Augen zu verschließen, vor dem, was unser Weltbild gerade so umkrempelt. Mein Pensum an Social Media und Doomscrolling fiel leider auch etwas üppiger aus und ich war ein willenloses Opfer der Algorithmen.

Mentale Gesundheit ist zweifelsohne wichtig, aber wegsehen ist keine Option mehr. Fuck it. Ja, genau, ich habe neulich gelesen, dass wir alle ab und zu etwas mehr fluchen sollten. Denn Studien zeigen: Ob beim Sport, im Job oder im Alltag – wer vor oder während einer anstrengenden Aktivität flucht, bekommt einen Leistungsschub.

Fluchen, also schimpfen, aktiviert das Nervensystem und steigert die Herzfrequenz. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff in die Muskeln, die dadurch leistungsfähiger werden. Außerdem versetzt es den Körper in einen Stresszustand, Adrenalin und Endorphine werden ausgeschüttet. Die Folge: wir spüren weniger Schmerzen.

Wieso fluchen wir, wenn wir gestresst sind? Unter Stress fluchen wir mehr, da in diesem Moment der Teil des Gehirns, der für angemessenes Verhalten zuständig ist, weniger aktiv ist – der präfrontale Kortex.

Schimpfen dient auch als Druckventil, um Stress abzubauen – was allerdings keine Entschuldigung sein soll, öfter in der Öffentlichkeit zu fluchen. Wir fluchen schon seit Ewigkeiten. Das älteste bekannte Schimpfwort ist 3.000 Jahre alt: „Du Hund” taucht in der ersten hinduistischen Schrift auf.

Quelle: ZEIT. Spektrum Kompakt. Appearing credible? Swearing helps!” in Psychology, Crime & Law

Mittlerweile verlieren viele Beleidigungen und Schimpfwörter ihre ursprüngliche Bedeutung und werden enttabuisiert. Es ist teilweise sogar so: Wer einer Aussage mit einem Schimpfwort mehr Druck verleiht, wird häufig als glaubwürdiger wahrgenommen und stärkt ein Gefühl von Solidarität.

Also: lasst es raus.

Ich jedenfalls habe kräftig geflucht, als ich diese Woche einen nagelneuen Drucker für meine Bürosachen und Workshops wieder in die Verpackung quetschen und zum Paketshop schleppen musste. Dabei fing es so gut an: ich habe es alleine im ersten Anlauf geschafft, das Ding anzuschließen und ins WLan einzubinden. Drucken allerdings tat er nicht.

Nach Stunden mit irgendeinem Chatbot auf der Hilfeseite des Herstellers und drei umständlichen Telefonaten mit der Hotline stellte sich raus, dass die Einrichtungspatrone defekt war. Und man mir letztendlich sagte, ich müsse den Drucker gegen Erstattung des Kaufpreises zurückschicken. Mir einfach eine Ersatzpatrone zu schicken war nicht vorgesehen. Ihr kennt doch sicher diese Verpackungen mit Styropor und Folien im Karton, es war eine verfluchte Sch***,  das Ding mit Zubehör wieder da rein zu bekommen. Und natürlich funktionierte der Drucker an der Packstation nicht und vor dem Paketshop war kein Parkplatz frei.

First world Problems, braucht kein Mensch.

Freitagstipps Sonnenuntergang

Aber meine Woche hatte auch viele schöne kleine Momente. Flohmarkt am Sonntag mit einigen schönen Schnäppchen. Viel Kreativzeit im neuen Art Journal. Wunderschöne Sonnenuntergänge beim Laufen. Nette Bürotage mit besten Kolleginnen. Geburtstags-Facetime mit meinen Söhnen, die zusammen in Berlin ihren Geburtstag gefeiert haben. Und gestern endlich auch mal wieder ein Treffen mit meinen Kölner Blogger Freundinnen. Leider in kleinerer Runde als geplant, die Grippewelle. Aber schön war es, in Erinnerungen zu schwelgen, über neue Social Media Trends zu fachsimpeln und einfach auch über gefühlt tausend andere Dinge zu quatschen.

Und auf das Wochenende freue ich mich! Morgen startet endlich Heated Rivalry, yay. Und die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Ohne Zeitverschiebung Olympia gucken, herrlich. Ich wette, dass die Eishockey Spiele in diesem Jahr Zuschauer Rekorde haben werden, aus Gründen.

Am Sonntag fahre ich wie in jedem Jahr zur Creativeworld, der weltweit größten Fachmesse in Frankfurt. Da ich schon mehr fach gefragt wurde: ich nehme euch natürlich auf Instagram mit.

Und sonst so?

Man hat den Eindruck, sie erschießen in den USA Leute, um von den Epstein Files abzulenken, veröffentlichen dann doch lieber die Epstein Files, um von den Morden abzulenken, verhaften darauf einen Reporter, um wieder von den Epstein Files abzulenken, und wenn das nicht klappt, scheißt sich halt der Präsident (angeblich) vor laufenden Kameras in die Hose.

Es ist ein Kreislauf der Ablenkung – aber wenn der Kreis sich schließt und überall nur noch Dinge sind, die keiner sehen soll, dann wird es vielleicht wirklich schlimm.

Das amerikanische Justizministerium hält angeblich den Rest der Akten zurück, um die Opfer Epsteins zu schützen. Das ist mal wieder gelogen. Mittlerweile sind die Namen fast aller Opfer öffentlich bekannt, weil das DOJ sie einfach mal veröffentlicht hat. Was sie aber sehr konsequent zensieren sind die Namen der Täter. Vor allem natürlich Donald Trump, über den etliche Dokumente wieder gelöscht worden sind. Der US Regierung sind offiziell Täter wichtiger, als Opfer.

Wie kann es sein, dass die Epstein Files nicht das eine Thema sind, das den ganzen Tag in den Nachrichten ist?

Der Inhalt dieser Dokumente ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Und trotzdem tun wir so, als wäre das ein Nebenthema. Es wird Zeit Sondersendungen, Talkshows und Brennpunkte zu dem Thema zu machen

Ich entscheide mich, nicht wegzusehen. Weil Schweigen Frauen noch nie geschützt hat. Die Epstein-Files haben nichts „aufgedeckt”, was neu wäre. Sie zeigen nur, wie tief Wegsehen, Decken und Relativieren in Machtstrukturen verankert sind.

Das ist absolut nichts mehr wo wir schweigen oder in die Akzeptanz gehen dürfen. Wenn wir das tun und dieser Wahnsinn versickert… ist uns allen echt nicht mehr zu helfen. Bill Gates! Bill Gates? Echt jetzt? Als ich die erste Epstein Doku geschaut habe (vor Jahren), war mir nicht mal annähernd dieses widerwärtige Ausmaß bewusst. Männer, die solche Dinge tun, regieren Länder!!!! Sitzen in Machtpositionen an denen kaum jemand rütteln kann. Wir dürfen nicht schweigen dazu.

Und wie viele Menschen dabei ihre moralische Verantwortung abgegeben haben. Was geht vor in den Hunderten von FBI Mitarbeitern, die diese Akten gesichtet und die Namen der Täter geschwärzt haben, die der Opfer jedoch nicht? Können die sich noch im Spiegel anschauen? Warum gibt es keine Whistleblower, die wirklich auspacken? FBI-Whistleblower bestätigten zwar, dass im vergangenen März 1000 von ihnen für eine Woche in einem Gebäude eingesperrt waren, um an der Schwärzung von Trumps Namen aus den Epstein-Akten zu arbeiten. 1 Million Stunden in Überstunden 24-48-Stunden-Schichten. Sie hatten Excel-Tabellen, die protokollierten, wie oft sein Name auftauchte. PowerPoint-Präsentationen Schulungsvideos zum Finden und Redigieren von Trumps Namen und zur Redaktion.

Und erinnern wir uns, es brauchte nur EINE Frau, die damals behauptete, sie hätte Clinton einmal unter dem Schreibtisch …. ihr wisst schon.  Und wie viele Frauen Trump der “sexuellen Beziehungen” beschuldigt haben und nichts wird unternommen? WTF? Wobei er ja bereits in zweiter Instanz verurteilt wurde,  83 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen, weil er die frühere Kolumnistin Carroll jahrelang verleumdete. Zuvor war er bereits des sexuellen Missbrauchs an ihr schuldig gesprochen worden. Gezahlt hat er davon bisher angeblich keinen Cent.

Und wenn ich raten müsste: Auch das jetzt wird an diesem Ekelpaket und seinen räudigen Mittätern abprallen. Irgendwie werden sich die Täter da wieder rauslügen und rauswinden. Eher zündet der Irre die Welt an, bevor er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Zitat Micky Beisenherz: Die Epstein-Files haben das Potenzial, die USA untergehen zu lassen wie Pompeji. Stattdessen dienen sie als Beleg für eine fortschreitende (mediale) Verkommenheitstoleranz. Bitter.

Anderes Thema:  ausgerechnet die Washington Post, für die Bob Woodward zusammen mit Carl Bernstein damals als Reporter die Hintergründe der Watergate-Affäre aufgedeckt haben, ist von Milliardär Bezos aufgekauft worden. Er hat auf einen Schlag 300 Journalisten entlassen und bringt das Blatt jetzt auf rechten Kurs. Aber diese Art von Zeitungen brauchen ja eigentlich auch keine Menschen oder Reporter mehr, da sie ihre Informationen direkt vom Weißen Haus und der Regierung erhalten. So viel effizienter, haha.

Gestern hat Mango Mussolini noch bekannt gegeben, dass er das dringend benötigte Budget von einigen Milliarden Dollar für Infrastruktur erst freigibt, wenn Penn Station (der Hauptbahnhof in Manhattan) und der Flughafen von Washington (der nach dem ehemaligen Außenminister Dulles benannt ist) in Zukunft nach ihm benannt werden. Ich sag nur Kennedy Center. Das schließt er jetzt, weil da niemand mehr auftreten will.

Eine gute Nachricht: Am 26.02. und am 27.02. werden erst Bill und danach Hillary Clinton vor dem Kongress zu Epstein aussagen. Sie wollen das live im Fernsehen tun. Popcorn raus. Das könnte für die Regierung nach hinten losgehen, denn die Beiden haben nichts zu verlieren und Hillary ist rhetorisch den meisten Männern weit überlegen.

Good News!

Im Berufungsverfahren um das Abtreibungsverbot am Klinikum Lippstadt hat der Chefarzt Joachim Volz einen Teilerfolg erzielt. Rund 550 Menschen trotzen den eisigen Temperaturen, um ihre Unterstützung am Donnerstag in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm demonstrieren. Gut, dass Prof. Volz nun zumindest in seiner Privatpraxis medizinisch indizierte Abtreibungen durchführen darf. In der Klinik bleibt es ihm jedoch verboten. Das zeigt den gesetzlichen Reformbedarf: Religiöses Selbstbestimmungsrecht darf nicht über der Gesundheit und der Versorgung von Frauen stehen.

 

Freitagstipps

1.  Gib mir  ___________.

2.  _________ sichtbar.

3.  Nächste Woche ist Valentinstag und ___________.

4.   ________ mit Zufriedenheitsgarantie.

5.   Ich freu mich schon auf ___________ .

6.   ____________ auf keinen Fall verpassen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

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Freitagstipps Schneeglöckchen

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Mehr oder weniger zufällig bin ich bei HBO Max auf die True Crime Mini Serie Love & Deathgestoßen. Und dachte: wie anders Serien damals waren. Retro Feeling. Die Outfits der 80er, gruselig. Die Häuser, einfach alles. Bis ich mal gecheckt habe, dass die Serie 2023 gedreht wurde! Der Inhalt kam mir dann auch irgendwie bekannt vor, da es den Fall ja wirklich gegeben hat. In Wylie, Texas, wird die Vorstadt-Hausfrau Candy Montgomery in den 1980er Jahren beschuldigt, ihre Nachbarin Betty Gore ermordet zu haben, nachdem sie eine Affäre mit Gores Ehemann Allan hatte. Ich habe dann sozusagen nebenbei als second screen das Ganze weitergeschaut, aber mehr so wie bei einem Autounfall, wo man nicht wegsehen kann. Und weil ich vergessen hatte, wie es ausgegangen ist. Was aber wirklich faszinierend zu sehen war ist wie authentisch die Macher diesen 80er Vibe geschafft haben. Bis hin zu kleinsten Details.

2023 feierte die britische Thriller-Serie “Hijack” mit der Echtzeit-Erzählung einer Flugzeugentführung internationale Erfolge. Nun läuft die zweite Staffel bei Apple TV, sie wurde in Berlin gedreht, mit teilweise deutschen Schauspielern. Ich habe die erste sehr spannende Staffel deswegen erst im Lauf der Woche nochmal geschaut, solide Produktion mit viel Nervenkitzel, wenn ihr sie noch nicht kennt.

Die ersten Folgen der neuen Staffel sind  jetzt online, dieses Mal wird eine Berliner U-Bahn entführt. Und ich dachte schnell: Moment, da stimmt was nicht, also einige Details. Weil ich Berlin ja nun auch ein wenig kenne. Das ist auch der Berliner Presse bereits aufgefallen. Mein Eindruck bisher: diese zweite Staffel erhält Abzüge in der B-Note, die neuen Folgen können meiner Meinung nach nicht mit der gelungenen ersten Staffel mithalten. Aber ich schaue weiter, denn es ist trotzdem super spannend und gut gefilmt.

Heute Abend werde ich mir dann die erste Folge von “Heated Rivalry”gönnen. Keine Serie ist derzeit ein solches Phänomen und annähernd so präsent: sechs Folgen, produziert von einem kleinen kanadischen Sender, gemacht von Newcomer Jacob Tierney, basierend auf leicht verdaulichen Romanen von Rachel Reid. Die Story: Eishockey-Profis und Rivalen Shane Hollander und der Russe Ilya Rozanov, fangen eine Affäre an und verlieben sich dann. Beide Hauptdarsteller hatten bis zu den Dreharbeiten zu “Heated Rivalry” als Kellner gejobbt. Wenige Tage nach dem Staffelfinale in den USA präsentierten sie bereits einen Hauptpreis bei den Golden Globes und wurden zu olympischen Fackelträgern ernannt. Und in der Serie geht es quasi darum, wie sie ihre Beziehung jahrelang geheimhalten müssen und sich immer nur sehen können, wenn sie ein Spiel in der gleichen Stadt haben.

Die Serie hat auch Einfluss auf das “echte” Leben: Mit Jesse Kortuem hat sich ein erster Eishockeyprofi als schwul geoutet. Hauptdarsteller Hudson Williams und Connor Storrie sind Dauergäste am roten Teppich. Und New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdami riet beim jüngsten Schneesturm: Man solle doch bitte zu Hause bleiben und die Buchvorlage lesen.

Das Besondere an der Serie ist nicht das Was („gay romance” ist nicht neu), sondern das Wie: Wie die Geschichte von Shane und Ilya aufgebaut wird, ist auffallend anders. Schicht für Schicht wird hier die Grundlage für eine Beziehung auf Augenhöhe geschaffen. Shane und Ilya lassen toxische Männlichkeitsvorstellungen zurück und lernen über Gefühle zu reden. Wahrscheinlich trägt das zum Erfolg der Serie bei, besonders bei Frauen.

Freitagstipps zum Lesen

Über die wahren Kosten von ChatGPT und KI im allgemeinen wird meiner Meinung nach nicht ausreichend informiert. Oder wissenschaftliche Informationen werden gezielt unterdrückt, damit die Milliardäre dahinter zu Billionären werden. Wie auch immer, das hier solltet ihr wissen:Warum diese Aktivisten Chat Bot Fragen manuell beantworten. Bedenklich.

Über Dopamin und die Folgen eines Mangels liest man aktuell viel, hier zum Beispiel: 5 Warnsignale für Dopamin Mangel und was du dagegen tun kannst. Ich merke in dieser dunklen Jahreszeit häufig, dass mir Bewegung fehlt und ich mir ohne Probleme eine Tafel Milka XL reinziehen kann. Und es mir damit nicht wirklich besser geht. Also mehr Nüsse, Avocado und dreimal die Woche laufen statt einmal. Das ist der Plan.

Freitagstipps zum Hören

Im aktuellen O.K. America Podcast von gestern, “Hello again, Epstein Files” ,gibt es noch gute Einordnungen und interessante Details zur Recherche der Epstein Files.

Schweigen in Gegenwart anderer Menschen halte ich nicht gut aus, ich bin kommunikativ und es darf auch gerne mal Smalltalk sein. Aber ab und zu trifft man Menschen, da ist das zäh wie Kaugummi. Eine Freundin machte mich neulich auf den Fast & Curious Podcast aufmerksam, den Business-Podcast mit Lea-Sophie Cramer und Verena Pausder. Die beiden Gründerinnen sprechen über Unternehmertum, Aktuelles aus der Gründerszene, Investments, Wirtschaftstrends…und übers Leben. Und ich bin jetzt großer Fan. Besonders nach dieser Folge: Wie stellt man gute Fragen? Smalltalk ist cool, wenn man ihn richtig nutzt, und es gibt konkrete Gesprächs-Hacks.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedankensalat, Freitagstipps und # 858

23. Januar 2026

Habt ihr in den letzten Tagen diesen 2016 Trend auf Instagram mitbekommen? User posten Bilder aus 2016, das ist zehn Jahre her. Wie sehr sich mein Leben seit 2016 verändert hat! Und unser aller Leben insgesamt. Ich habe viele Bilder mit Lexie, meinem Seelenhund, aus dem Jahr in meiner Mediathek gefunden. Ich war viel in Bayern, da in dem Jahr drei meiner Kinder dort gelebt bzw studiert haben. Ich war auf sehr sehr vielen Blogger-Events. Ich war mit meinen Kindern zum Skifahren in Südtirol und mit meinem jüngsten Sohn in Paris, da ich bei einer Verlosung Tickets für die Reise mit dem Thalys gewonnen hatte. Ich war gefühlt wöchentlich zu Treffen und Basteln mit meinen Scrapbooking Freundinnen unterwegs. Ich habe intensiv Project Lifge gemacht. Das letzte Kind ist hier zuhause ausgezogen. Die Freitagstipps gab es damals auch noch nicht hier, aber den Freitagsfüller schon.

Ich hab nicht viel Herzschmerz, wenn ich zurückschaue, ich liebe das Leben in jeder Phase. Aber so ein bewusster Rückblick, der durch meine Foto Dokumentation und den einfachen Zugriff darauf durch die technischen Möglichkeiten der Cloud möglich ist, berührt einfach und erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Freitagstipps 2016 Throwback

Ansonsten war meine Woche eher ruhig. Am vergangenen Wochenende haben wir endlich den Weihnachtsbaum im Haus abgebaut und bis alle Spuren beseitigt waren, hat es gedauert. Ich bin mir sicher, dass ich auch im August in irgendeiner versteckten Ecke noch vereinzelte  Tannennadeln finden werde. Peu á peu räume ich die Weihnachtsdeko weg und lasse mir Zeit damit. Ich habe mein Dezembertagebuch fertiggestellt und den Bastelbereich auch entweihnachtet. Da ist mir jetzt nach frischen Farben und die Planung für die nächsten Workshops läuft.

Ich war mit meinen Freundinnen im Theater und wir haben (wieder mal) festgestellt, dass wir sowas zu selten machen. Und ich habe meine Buchhaltung für die Steuererklärung gemacht. Raus aus dem Karton, sortiert, gelocht, abgeheftet, recherchiert, ergänzt, Belege gesucht. Ich hasse es. Aber es muss sein. Jetzt schiebe ich gerade den nächsten Schritt mit Exel und Elster vor mir her, vielleicht klappt es am Wochenende. Vielleicht auch nicht.

Ha, und ich bin jetzt Mitglied der Sauerteig-Sekte. Ja, besser spät als nie endlich mal diese Erfahrung machen! Im April besuche ich endlich mit meiner Freundin einen Brotback-Sauerteig-Workshop, der oft ausgebucht ist und freue mich drauf. Das Brot, das Alina einmal pro Woche auf Vorbestellung in ihrer kleinen Backstube in Düsseldorf backt, habe ich gestern zum ersten Mal abgeholt und direkt mit Butter und grobem Salz gegessen, einfach köstlich! Wenn ich das jemals so hinbekommen sollte, wäre das ein Traum.

Gestern habe ich mir auf dem Markt auch die ersten frischen Tulpen geleistet. Ein teurer Luxus, aber so einen Frischekick brauchte ich jetzt mal im unendlichen Januar.

Und sonst so?

Ich finde die Kaulitz Brüder sehr unterhaltsam. Dabei interessiere ich mich weniger für ihre Musik, aber ihr Podcast ist einer der erfolgreichsten in Deutschland. Ich höre ihn ab und zu und bin mir sicher, dass die beiden eine tolle Sendung abliefern werden. Wetten dass…. ?

Und gibt es 2026 überhaupt noch Leute, die das Dschungelcamp gucken? Mich wundert es wirklich, dass diese Sendung noch immer existiert.

Und dann möchte ich hier einen ganz wunderbaren Text meiner Freundin Andrea hier in den Freitagstipps zitieren. Ich hätte nicht besser formulieren können, was ich denke.

Früher war alles anders. Wir waren anders. Ich bin halt so.

Diese Sätze kommen immer dann, wenn man keine Lust mehr hat, genauer hinzuschauen. Wenn es bequemer ist, die eigene Sicht zur Norm zu erklären, statt sich zu fragen, warum sich Dinge überhaupt verändert haben. Ja, früher war vieles anders. Aber nicht, weil Menschen per se besser, belastbarer oder fleißiger waren. Sondern weil die Rahmenbedingungen andere waren. Planbarer.

Überschaubarer. Weniger Dauerkrise, weniger Tempo, weniger ständige Verfügbarkeit. Das wird in diesen Vergleichen konsequent ausgeblendet – und genau das macht sie so unerquicklich. Was mich müde macht: dass wir so tun, als hätte das alles nichts miteinander zu tun. Die Erschöpfung, die vielen Erkrankungen, die Frauen in unserem Alter, die seit Jahrzehnten funktionieren. Kinder großgezogen, gearbeitet, organisiert, vermittelt, gehalten. Immer noch die extra Meile, immer noch der Anspruch, allem gerecht zu werden. Und der Preis dafür wird gern verdrängt.

Die jüngere Generation sieht das. Die sehen uns. Und dann wundern wir uns ernsthaft, dass sie sagt: So will ich nicht leben. Das ist keine Faulheit. Das ist Beobachtung. Und ehrlich gesagt eine ziemlich nachvollziehbare Reaktion.

Was mich wirklich nervt, ist nicht Veränderung.

Veränderung ist normal. Was mich ärgert, ist dieses ständige Bewerten statt Verstehen. Dieses Moralisieren statt Zuhören. Dieses „Wir haben es besser gemacht”, ohne einmal zu fragen, was das alles mit uns gemacht hat.

Man kann nicht ständig sagen „Ich bin halt so, ich muss mich nicht verändern” und gleichzeitig erwarten, dass sich Gesellschaft, Arbeit, Miteinander irgendwie weiterentwickeln. Wir gehen doch sonst auch mit der Zeit. Wir nutzen Technik, fahren Auto, leben anders als unsere Eltern und Großeltern, wir passen uns an – solange es uns in den Kram passt. Aber sobald es unbequem wird, wird Stillstand plötzlich zur Haltung erklärt.

Nein. Das ist keine Haltung. Das ist Verweigerung.

Wenn wir nicht anfangen, wirklich zuzuhören, wirklich zu verstehen, warum Dinge heute so sind, dann bleiben wir genau da hängen: im Gegeneinander, im Bewerten, im Besserwissen.

Dieser Text hat mich dermaßen abgeholt, dass ich ihn gerne mit euch hier teilen wollte.

Und wisst ihr, was mich inzwischen echt belastet? Ich kann nie mehr so auf die USA blicken, wie vor Trump. Sie haben es sich binnen kurzer Zeit mit fast der gesamten freien Welt verscherzt. Nach seinem Auftritt in Davos ist bei mir das Level an absoluten Irrsinn überschritten.  Island und Grönland verwechselt, die NATO nennt ihn Daddy … ich musste wegschalten. Wenn Geisteskranke regieren dürfen…

Vor den Wahlen in Amerika schrieb und sagte ich, dass ich mir Sorgen mache, wenn Trump gewählt wird. Viele in meinem Umfeld hier antworteten: „Was interessiert dich das? Amerika ist so weit weg, das betrifft uns doch nicht.” Es war klar, dass es uns, und auch den Rest der Welt betreffen wird. Hoffe, das hat nun jeder gemerkt.

Gleiches gilt für Merz. Da dachten auch so viele „betrifft mich nicht, ich bin kein Ausländer und habe einen Job”. Merkt ihr’s? Es geht an eure Krankenversorgung, ans Arbeitsrecht und an die Grundrechte.

Was geht mir dieser unfähige Mensch auf den S**!

Erst im 2. Anlauf gewählt worden, gibt Ideen anderer als seine aus und will Menschen krank zur Arbeit schicken. Hat bisher nichts, aber auch gar nichts geleistet, deckt Lügner und Betrüger, zeigt eine unfassbare Arroganz gegenüber Anderern und versagt in einer Tour auf politischen Parkett. Furchtbarer Mensch.

Dabei werden die Reichen der Welt immer reicher. Laut Oxfam ist in Deutschland die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, und zwar um ein Drittel auf nun 172. Damit habe Deutschland die viertmeisten Milliardäre weltweit. Ihr Gesamtvermögen habe inflationsbereinigt ebenfalls um rund 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar zugenommen.

Irgendwie stimmt da doch was nicht im Land.

Freitagstipps Tulpen

Good News!

MacKenzie Scott, Ex-Frau von Jeff Bezos und eine der reichsten Frauen der Welt, hat 45 Mio. US-Dollar an das Trevor Project gespendet. Die größte Einzelspende in der Geschichte der Organisation, die suizidgefährdete queere Jugendliche unterstützt. Während unter Trump Fördermittel für Suizidprävention gestrichen wurden und dem Trevor Project rund 25 Mio. Dollar weggebrochen sind.

Deutschlands Stromversorgung könnte auch ohne klassische Grundlastkraftwerke wie Kohle, Gas oder Atom sicher funktionieren, wie eine neue Studie zeigt. Entscheidend sind der weitere Ausbau von Wind- und Solarenergie, große Speicher sowie ein flexibler Stromverbrauch. Die Kritik der Altparteien und das ständige Grünen Bashing ist vor diesem Hintergrund umso unverständlicher.

Pflegebedürftige in Brandenburg können Nachbarschaftshilfe nun über die Pflegekasse abrechnen. Für Unterstützung im Alltag wie Einkaufen, Haushalt oder Fahrten zu medizinischen Einrichtungen stehen bis zu 131 Euro im Monat zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um eine Ergänzung zur professionellen Pflege und ich finde, das ist eine gute SAche.

 

Freitagstipps

 

1.  Zurzeit bin ich süchtig nach __________ .

2.  __________ intensiv.

3.  Mit nur einem Klick __________.

4    _________ ist mir zu kompliziert.

5.  Es muss doch nicht sein, ________ .

6.   _________ Tulpen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Momentan habe ich wieder das Gefühl, in das Zeitalter von analogem Fernsehen zurückversetzt zu sein. Diverse Serien, die ich schaue sind so neu, dass die Streaming Anbieter nur wöchentlich neue Folgen senden. Ehrlich gesagt nervt mich das, oder ich bin einfach nicht mehr dran gewöhnt, immer eine Woche warten zu müssen und mich jedesmal neu in einen Handlungsstrang reinzufinden.

Aktuell geht es mir so bei der phantastisch guten zweiten Staffel von “The Pitt”, darüber hatte ich bereits letzte Woche ausführlich geschrieben.

Dann ist auf Amazon Prime endlich nach fast zehn Jahren die von der BBC produzierte zweite Staffel von The Night Manager mit Marvel-Star Tom Hiddleston gestartet. Tom Hiddleston als Spion und Hugh Laurie als Schurke – das war in der ersten Staffel ein extrem die Zuschauernerven kitzelndes Duell zweier starker Stars in einem glaubwürdigen Setting. Die ersten beiden Folgen, die ich bereits gesehen habe (insgesamt gibt es sechs Folgen) sind superb inszeniert, die Kamera versteht sich auf Spy-Game-Glamour ebenso wie auf Psychogramm. Olivia Colman ist auch wieder dabei.

Und auf Apple TV gibt es eine Fortsetzung bzw die dritte Staffel der israelischen Serie Teheran. Was als Spionagefiktion begann, wirkt plötzlich hochaktuell. In der neuen Staffel zeigt sich: Die politische Realität ist beunruhigend schneller als jedes Drehbuch.In Staffel drei geht es nun auch wieder um das iranische Atomprogramm, das von Israel als Gefahr für seine nationale Sicherheit und Bedrohung seiner Existenz gesehen wird. Ich erinnere kurz an den Anfang der Serie in Staffel 1:

Eine Mossad-Agentin auf Undercover-Mission mitten im Iran, um dort einen Angriff der israelischen Luftwaffe auf eine Atomanlage vorzubereiten – das schien 2020 zum Start der ersten Staffel schier unglaublich. Das dachten sich wohl auch die Macher der Serie: Tatsächlich scheitert das Vorhaben des Mossad und die Spionin Tamar Rabinyan muss in Teheran untertauchen. In Israel und später weltweit wurde die Serie mit dieser aus damaliger Sicht aberwitzigen Story zum Quotenrenner. Entsprechend ging es in einer zweiten Staffel weiter: Tamars neue Mission ist es, den Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarde zu töten.Eigentlich wollten die Macher von »Teheran« in der neuen dritten Staffel die Eskalationsspirale weiter anheizen. Doch manchmal übertrifft die Realität sogar die Fiktion. Die Dreharbeiten zur neuen Staffel waren im Sommer 2023 im Kasten, da überschlugen sich im Nahen Osten die Ereignisse regelrecht. Ich finde die Serie super spannend! Witzigerweise spielt auch hier Hugh Laurie eine Hauptrolle, genau wie bei The Night Manager. Das macht es für mich manchmal etwas verwirrend und ich muss die jeweils neuen Folgen beider Serien mit leichtem Abstand schauen.

Komplett am letzten Wochenende konnte ich aber mal wieder etwas richtig Spannendes durchbingen. Die schwedische Miniserie Hostage , verfügbar auf Magenta TV, hat alles, was ich für spannende und gute Unterhaltung brauche. Die Serie ist ist ein Spin-off der schwedischen Serie Stockholm Requiem, die ich bereits sehr spannend fand. Die Handlung dreht sich um die Entführung eines Passagierflugzeugs, das per Fernsteuerung gekapert wird, wobei das Team um Kriminologin Fredrika Bergman und SÄPO-Beamtin Eden Lundell gegen die Zeit kämpfen muss, um die Maschine zu retten und die Entführer zu entlarven.

Freitagstipps zum Lesen

Bekommt ihr auch oft Panik, wennn der Akkustand beim Handy oder Laptop niedrig ist? Ich tendiere vielleicht zu oft und zu häufig zum Ladekabel, ist das schädlich für den Akku?

Was für eine spannende Persönlichkeit, die ich bisher noch nicht kannte und interessanter Lesestoff:  Hans-Jürgen Massaquoi: Schwarze Kindheit unterm Hakenkreuz

Der neuste Promi Skandal: Brooklyn Beckham erhebt schwere Vorwürfe gegen David und Victoria Beckham und erklärt öffentlich, warum er keinen Kontakt mehr will. Nun ja, ob das nicht nur ein PR Stunt sein könnte?

Freitagstipps zum Hören

Im Podcast The Daily Beast habe ich ein super interessantes Interview mit der demokratischen Abgeordneten Jasmine Crockett gehört. Was zumindest mir die immer wieder auftauchende Frage: WARUM MACHT KEINER WAS DAGEGEN? beantwortete.

Auf die Frage, warum der Kongress Trump nicht reguliert sagt sie, dass die Abgeordneten beider Parteien inzwischen Angst haben, auch um ihre Familien, Angst ihre Posten zu verlieren und teilweise Angst um ihr Leben. Trump baut eine Art Mafia auf, die bei Widerspruch der Abgeordneten direkt mit Schikanen loslegt. Die meisten Abgeordneten tragen inzwischen durchgehend schusssichere Westen. Justizministerin B(l)ondie setzt auch keine vom Senat verabschiedeten Gesetze mehr um, wenn sie Trump nicht passen. Und bricht damit das Gesetz, aber niemand kann etwas dagegen unternehmen.

Und kurz und knapp zusammengefasst zum gleichen Thema gibt es eine Analyse der Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook (die halte ich persönlich für extrem kompetent) im SZ Podcast “Auf den Punkt”: Ein Jahr Trump, Demokratieabbau nach Plan. Schon etwas erschreckend, was eigentlich dahinter steckt.

Den “Zwischen den Zeilen” Podcast mit Bettina Böttinger gibt es auch als Video Format, das habe ich gerade beim Recherchieren erst festgestellt und habe ihn euch deshalb so verlinkt. Ich selbst höre Podcast ja beim Laufen, Autofahren oder wenn ich putze oder sowas. Bettins Böttinger hatte kürzlich HaPe Kerkeling zu Gast, ich habe die Folge sehr genossen.Er spricht über die Rückkehr seines Kult-Charakters Horst “Schätzelein” Schlämmer, über gutes Timing, die Grenze zwischen Spaß und Spott – und darüber, was Wokeness mit Anstand zu tun hat.Es geht um Humor, Herkunft und Haltung. Um eine Kindheit zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, um Europa und um die Frage, warum man sich manchmal lieber vom Applaus entfernt, anstatt sich selbst zu verlieren. Sehr unterhaltsam und auch etwas tiefgründig.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes und auch erholsames Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 857

16. Januar 2026

Gestern habe ich kurz über die Anfänge dieses Blogs nachgedacht, oder auch über die Zeit im Allgemeinen damals, als ich 2006 diesen Blog gestartet habe. Fast zwanzig Jahre ist das her. Damals haben wir fast täglich gebloggt. Manchmal nur ein paar Sätze, mit einem oder zwei kleinen nicht sehr professionellen Foto. Fast täglich, das muss man sich mal vorstellen. Heute bin ich froh, wenn ich zwei Beiträge pro Woche schaffe. Und es gab Millionen Blogs da draußen, die inzwischen von Social Media Plattformen ziemlich verdrängt worden sind. Ich war 2020 mal auf Platz 21 der erfolgreichsten Bloggerinnen in Deutschlandund als ich gerade ältere Artikel recherchiert habe, tauchte mein Blog sogar in einer Liste der Nominierungen zum Grimme Online Award 2011 auf. Wie ist das denn passiert? Das sah ich tatsächlich gestern zum ersten Mal.

Nun ja, das ist alles lange her und die Welt der Kommunikation verändert sich schneller als ein Wimpernschlag. Ob Social Media dabei Fluch oder Segen ist, sei dahingestellt.

Aber zurück in die Gegenwart.

Den Freitagsfüller gibt es immer noch, aus meinen anfänglichen sporadischen Dienstagstipps wurden die regelmäßigen Freitagstipps und ansonsten dreht sich hier viel um Kreativität und mein Leben. Das wird auch so bleiben.

Freitagstipps Weihnachtsbaumschmuck Berliner

Mein Baum steht noch. So langsam schwächelt er allerdings und morgen kommt er endgültig weg. Da ich das große Ding wegen der Höhe nicht alleine abbauen kann, muss ich immer auf Hilfe warten. Bisher haben meine Söhne sich die Aufgabe geteilt, der Förstersohn ist für den Aufbau zuständig, und der Doktorsohn für den Abbau. Seit mein Jüngster allerdings nach Berlin gezogen ist und im Januar jedes Wochenende Dienst hat, klappt diese traditionelle Verteilung allerdings nicht mehr und andere Lösungen müssen her. Wir zersägen den Baum zum Schluss immer, so dass wenigstens der Stamm noch als Brennholz Verwendung findet.

Im Übrigen empfinde ich dieses gewaltsame “Entweihnachten” auf Social Media mehr traurig als frisch.

Wir zelebrieren den langsamen Aufbau seit November. Das Funkeln. Die Anstrengung. Die Magie. Aber wir überstürzen das Auflösen. Die Wahrheit ist, dass es Wochen dauerte, die weihnachtliche Stimmung zu schaffen. Es braucht auch Zeit, um sich davon zu verabschieden.

Das Haus muss wieder neutral werden. Der Körper braucht Ruhe. Das Herz braucht Ruhe. Es ist nicht falsch, wenn sich der Januar sich langsam anfühlt. Diese Langsamkeit ist Teil des Rituals. Das ist kein Rückstand. Das ist eine sanfte Landung im neuen Jahr.

Zum Glück brauchte ich keine Kerzen zu suchen, als wir Anfang der Woche erneut einen dreistündigen Stromausfall im Stedtviertel hatten. Da die Weihnachtsdeko noch draußen ist.  Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Prepper und schaffe mir für solche Fälle eine Stirnlampe an.

Mein Basteltisch sieht wild aus, da ich noch an den letzten Seiten des Dezembertagebuchs 2025 arbeite, bevor die weihnachtlichen Bastelsachen wieder für die nächsten zehn Monate wieder ganz hinten im Schrank verschwinden.

Heute jährt sich wieder der Todestag meines Mannes. Inzwischen kann ich damit besser umgehen, aber eine tiefe kurze Traurigkeit bleibt, wenn ich am Grab stehe und symbolisch eine Kerze anmache.

Freitagstipps Eiszapfen

Und sonst so?

Was war das denn bitte für eine Woche? Die gestern damit ihren Höhepunkt fand, dass aus einer der wichtigsten Auszeichnungen der Geschichte eine Lachnummer wurde. Die venezolanische Oppositionsführerin María Machado hat Trump ihre Friedensnobelpreis-Medaille übergeben. Trotzdem bleibt er selbsternannter König von Venezuela und sagt, sie kann keine Regierung bilden. Kann man sich alles nicht ausdenken.

Wer glaubt, dass MAGA bzw die US-Regierung, wenn man sie überhaupt noch so nennen kann, noch durch “checks and balances” oder die Zwischenwahlen im November aufzuhalten ist, hat allerspätestens 2020 den Plot nicht erkannt. Und die Zusammensetzung und Entscheidungen des Supreme Court weggeblinzelt.

Sie wollen das Kriegsrecht berufen, um die Zwischenwahlen auszusetzen und weiter von den Epstein Akten abzulenken. Das ist leicht zu sehen. Ist es aber nicht ironisch, dass die größten Unruhen und Tausende von den ICE-Schlägern ausgerechnet im Bundesstaat von Governeur Tim Walz auftauchen? Der als Vize von Kamala Harris gegen Trump kandidiert hat?

Außerdem arbeitet sich Trump immer noch an den Clintons ab, die in dieser Woche zu den Epstein Files aussagen bzw vom Kongress gegrillt und wahrscheinlich gedemütigt werden sollten. Da die Epstein Files (gegen eine Anordnung der Gerichte, die dieses bereits zum 19. Dezember angeordnet hatten!) erst zu 1% veröffentlicht wurden, haben sie die weitere Aussage abgelehnt, auch, da sie bereits eine schriftliche Stellungnahme abgegeben hatten. Bill Clinton wurde direkt wegen Missachtung verurteilt. Jetzt hat das Paar folgende Stellungnahme veröffentlicht:„Jeder Mensch muss entscheiden, wann er genug gesehen oder hatte und bereit ist, für dieses Land, seine Prinzipien und seine Menschen zu kämpfen, unabhängig von den Folgen. Für uns ist es jetzt soweit.” Übersetzt: Schnauze voll, lieber riskieren wir Gefängnis als weiter zuzusehen wie unser Land vor die Hunde geht.

Auch Deutschland ist weit jenseits von 5 vor 12, wobei mich insbesondere die Rolle der Medien beunruhigt.

Ich habe ein Digital Abo der Zeit, denn ich halte es mittlerweile für eine demokratische Pflicht, sofern es die Finanzen zulassen, ein seriöses Medium zu abonnieren und Qualitätsjournalismus zu unterstützen. Im allgemeinen höre und sehe ich auch die Nachrichtenportale der ÖR, aber die sind in der letzten Zeit eher auf einem seltsam konservativen und selektiven Pfad, der Böses ahnen lässt. Die Pressefreiheit ist doch nicht dafür eingeführt worden, dass man mit Lügen und Hetzkampagnen Politiker in Bedrängnis bringt, die sagen, dass man im Journalismus nicht mit Lügen und Hetzkampagnen arbeiten soll.

Ich hoffe, dass Daniel Günther in seiner Funktion als Ministerpräsident genügend Rückhalt in seinem Bundesland hat, um nicht unter die Räder der aktuellen Schmutzkampagne in den Springer Medien zu kommen.

Wir haben gesehen, dass das bei Habeck gemacht wurde. Wir wissen, dass Kevin Kühnert und Ricarda Lang unter medialem Druck Führungsämter nieder gelegt haben. Dass Brosius-Gersdorf vor der Wahl zurückzog. Und so weiter. Dieses Land ist inzwischen meiner Meinung nach so durch die rechte und von Überreichen finanzierte Presse verseucht, dass wir komplett lost sind, wenn noch mehr Menschen aufgeben.

Unser Außenminister traf in Washington seinen US-Kollegen. Nach dem Treffen weicht er Fragen zu den Annexionsplänen der USA gegenüber Grönland aus. Stattdessen betont er gemeinsame „demokratische Werte” und sieht in der US-Regierung „sehr viel Vernunft”. Merz eiert zum Grönland Thema auch nur rum und sucht derweilen in Indien nach gutem Brot oder so. Es ist kaum auszuhalten mit unseren Politikern, die gerade auch keine gute Figur abgeben.

Good News!

Die Zahl der Organspender erreicht den Höchststandseit über zehn Jahren. Gute Sache! Ich habe meinen Ausweis immer im Portemonaie.

Österreich schafft die Steuer auf Periodenprodukte ab. Und für Verhütungsmittel. Tampons, Binden und Kondome werden günstiger. Wusstet ihr, dass eine Frau 17.000 Tampons oder Binden im Laufe ihres Lebens braucht?

Sehr spannend: eine neue KI, die im Schlaf das Risiko für 130 Krankheiten abschätzen kann. Man flucht ja gerne auch mal über Ki und vergisst, dass sie besonders im medizinischen Bereich ist sie inzwischen fast unersetzlich.

 

Freitagstipps

 

1.    Das Dschungelcamp   _________ .

2.    _________ beim Friseur.

3.   Wie kann es sein ____________ .

4.    ________ ist leer.

5.   Vielleicht hätte ich  ________   .

6.    ________ gute Nachrichten.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Was habe ich in den vergangenen Tagen gesehen? His & Hers.  Kurzweilig,  spannend und das Ende eine echte Überraschung! Die Geschichte spielt in Atlanta. Anna, eine ehemalige Nachrichtensprecherin, lebt allein, nachdem sie sich aus ihrem Berufs- und Privatleben zurückgezogen hat . Als sie von einem Mord in Dahlonega, der kleinen Stadt in Georgia, in der sie aufgewachsen ist, erfährt, rüttelt sie der Fall auf und bringt sie zurück ins Berufsleben. Die sechsteilige Netflix-Miniserie basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der britischen Autorin Alice Feeney. Sie hat zwar einige logische Löcher, aber die Romanautorin ist dafür bekannt, Geschichten zu erzählen, in denen nie klar ist, wer lügt – das macht die Serie unterhaltsam und man bleibt dran.

Und dann habe ich mich gefreut, als letzte Woche eine Fortsetzung der deutschen Ku’damm Serie rauskam. Spoiler: Zu früh. Bei der ersten Staffel „Ku’damm 56“ konnte man noch von einem Meilenstein sprechen. Es gelang, Zeitgeschichte der Fünfzigerjahre nicht nur inhaltlich, sondern auch ästhetisch-fiktional glaubwürdig zu machen. Die Tanzschule Galant am Kurfürstendamm in Westberlin war Zentrum des Geschehens. Der Ort, an dem Tradition, Sitte und Anstand ebenso wie der Trend gepflegt wurden. Matriarchin Cate­rina Schöllack (gnadenlos gut gespielt von Claudia Michelsen) meinte, Fassade, Haltung und Dünnsein gingen auch in den Nachfolge-Mehrteilern „Ku’damm 59“ und „Ku’damm 63“ über alles. Dass sie dabei alles verdrängte, was nicht zum Wiederaufbauwillen passte, machte die Figur aus. Ich fand damals diese erste Staffel richtig gut, die zweite auch noch. Schon bei der dritten zog es sich etwas. Und bei “Kudamm 77” bin ich mittendrin ausgestiegen. Extrem irritierend fand ich den misslungenen Einfall, die Geschichte der Familie Schöllack mithilfe eines Film-im-Film-Konzepts gleichzeitig auf eine Metaebene zu heben. Es wird immer wirrer, ein verschollener Bruder, Rassismus pur, Themen, Nebenhandlungen werden angerissen, mitgeschleppt und fallen gelassen. Das einzige, was ich persönlich wirklich spannend fand waren die Klamotten und das Styling, besonders Makeup und Frisuren. Sind wir wirklich damals so rumgelaufen? Gruselig.

Und am Dienstag konnte ich endlich mit etwas starten, auf das ich schon lange warte. Der neue Streaming Dienst HBO Max startete endlich in Deutschland. Ich habe verschiedene andere Dienste gekündigt und sofort ein HBO Max Basic Abo für 5,99€ abgeschlossen. Die Werbung nervte dann doch und ich habe das Abo am nächsten Tag auf 10,99€ umgestellt. Das ist immer noch weniger als ein Kinoticket und der Sender hat wirklich eine tolle Auswahl.

Und HBO Max bringt endlich die hochgelobte und gerade frisch mit dem Golden Globe ausgezeichnete Serie “The Pitt” mit ER-Veteran Noah Wyle nach Deutschland. Sie erinnert an eine Zeit, als TV-Ärzte noch aufrechte Helden des Alltags sein durften und schildert in Echtzeit den stressigen Alltag des Pittsburgh Trauma Medical Center, einer Notaufnahme. Was „The Pitt“ (abgeleitet von Pittsburgh, heißt aber übersetzt auch “das Loch”) – hyperrealistisch gedreht – zeigt, sind die handfesten Auswirkungen großer Krisen: Covid, Gesundheitssystem, Männlichkeit (Incels), Waffenbesitz, Opioide, das marode US-Gesundheitssystem – alle gesellschaftlichen Probleme kommen letztendlich in der Notaufnahme an.

Ich habe bisher die Hälfte der ersten Staffel gesehen und bin begeistert, da ich immer schon großer Fan der Serie “ER” war und Noah Wyle in einer Art eine Weiterentwicklung seiner damaligen Figur Dr. Carter verkörpert. Die zweite Staffel läuft gerade in den USA und wird mehr oder weniger parallel auch hier ausgestrahlt. Die dritte Staffel wird bereits gedreht. Ich als alter Serien Junkie bin begeistert!

Freitagstipps zum Lesen

Im britischen Ogmore-by-Sea wurden Ende letzten Jahres verblüffend gut erhalte Hunderte schwarzer Lederstiefel angespült. Sie stammen wohl nicht aus diesem Jahrhundert. Was ist das Geheimnis?

Geschichten wie diese finde ich immer wieder gleichermaßen erstaunlich wie nachvollziehbar: Romance Scam: Wie drei Frauen dem gleichen Liebesbetrüger zum Opfer fielen.

Überhaupt wird es leider nicht weniger mit den Betrugsversuchen, darauf müssen wir uns leider einstellen und versuchen, uns zu schützen. Hier sind einige Tipps, denn es kann jeden treffen: Auf diese hinterhältigen Betrugsversuche müssen wir uns im Jahr 2026 einstellen.

Freitagstipps zum Hören

Neu entdeckt habe ich den täglichen “Table Today” Podcast mit den Chefredakteuren Helene Brubowski und Michael Bröcker. Und gehört habe ich als erstes die Folge “Zerbricht die NATO an Grönland, Herr Habeck?”. Ich habe seine klugen Analysen vermisst. Sehr hörenswert!

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 856

9. Januar 2026

Der Winter ist da, welche Überraschung im Januar. Ich finde es schön, bin aber auch in der privilegierten Lage, meine Termine selbst zu gestalten, nur für mich selbst sorgen zu müssen und nur einen Arbeitstag pro Woche außer Haus zu müssen. So habe ich den Schneefall der letzten Tage genossen, bin durch den frischen Schnee gestapft und habe – was gefühlt nur alle zehn Jahre vorkommt – dabei eine kuschelige Kaschmirmütze getragen.

Gestern Abend habe ich leicht amüsiert betrachtet, wie zwei meiner Nachbarn versuchten, mit ihren Autos die kleine Steigung, die von unseren Parkplätzen zu Straße führt, zu bewältigen. Keine Chance. Ich versuche es garnicht erst. Zum Glück habe ich vor einigen Tagen einen größeren Einkauf gemacht und kann zur Not auch zu Fuß zum Lidl gehen, zur Post und zur DHL Packstation. Was will man mehr, ich habe Glück.

So konnte ich auch die letzten Tage gemütlich telefonieren, viel Zeit an meinem Basteltisch verbringen, mein Dezembertagebuch weiter zu gestalten und dabei Serien bingen. Und Schlaf nachholen, der im Dezember irgendwie zu kurz kam.

Freitagstipps Schnee

Und dann hat mich noch Folgendes bewegt.

Es würde mich mal interessieren, wieso so viele Menschen unfähig sind, gestellte Fragen zu beantworten? Oder ihren Senf für sich zu behalten?

Beispiel: jemand fragt im Internet, ob jemand Erfahrungen mit einer bestimmten Knetmaschine hat.

Als Antwort kommt: bei einer Pizza nutze ich Stretch and Fold! Ein anderer: ich nutze dafür den Handmixer, das geht genauso gut. Und in solchen Momenten denke ich, sind wir hier in der Grundschule? Frage in der Klassenarbeit: “Welche Farbe hat ein Bär?” Und dann kommt die Antwort: “Ich mag Hamster lieber”.

Das ist schön, war aber nicht die Frage ?! Wieso wird das Thema gewechselt? Was soll das?

Wenn mir das jemand erklären kann, wäre ich wirklich dankbar.

Ich glaube, dass viele eine Frage als Steilvorlage nutzen, um endlich ihr Wissen zu irgendeinem Thema an die Menschheit zu bringen. Mir gehen diese Menschen echt auf die Nerven. Oder die Leute lesen nur ein Wort und den Rest nicht.

Ich habe ein Wort in diesem Text verstanden und schreibe jetzt was dazu, weil ich’s kann. So in etwa stelle ich mir das vor.

Die Uni Hamburg fand erschreckende Zahlen. Rund 40 Prozent der Deutschen sind nicht in der Lage, Texte zu verstehen, deren sprachliche Komplexität über das Grundschulniveau hinausgeht. Anders ausgedrückt: Die kleine Raupe Nimmersatt verstehen diese Menschen – bei Harry Potter hakt es hingegen schon.

Oder es wird gefragt: “was schenkt ihr denn euren erwachsenen Kindern so?” Antwort: “Teure richtig gute Mikrofasertücher und einen bestimmten High End Messerschleifer”.

Erster Kommentar: “Mikrofasertücher sind schädlich für die Umwelt”. Zweiter Kommentar: ” Ein Wetzstahl tut es auch”.

Warum?? Was hat das mit der Frage zu tun? Sorry, ich musste das jetzt einfach mal loswerden, weil mich dieses immer von sich selbst auf andere schließen oder zu meinen, man muss jeden belehren einfach nervt.

So, zurück zu Erfreulicherem. Heute wollen wir eigentlich unseren Hofbaum abbauen. Mal gucken, ob das Wetter es zulässt, ich wäre nicht traurig, wenn er noch eine Weile bleibt und ich diesen Anblick aus meinem Küchenfenster noch ein wenig genießen kann..

Freitagstipps Weihnachtsbaum im Schnee

Und sonst so?

Ich habe den Kalten Krieg, Perestroika/Glasnost und den Mauerfall erlebt. Meine Jugend war geprägt von saurem Regen, Tschernobyl und Waldsterben. Und noch ein paar Dingen mehr.

Es gab eine Zeit, da hätte man denken können, dass wir das überwunden haben.

Aber… wir haben nichts gelernt! Aktuell denke ich ständig: Was zum **** macht ihr alten Säcke da? Und warum applaudieren so viele?

Es ist nicht normal, dass ein Präsident andere Länder als „Dreckslöcher” bezeichnet. Es ist nicht normal, dass er sich über Menschen mit Behinderungen lustig macht, Journalistinnen und Journalisten zu „Feinden des Volkes” erklärt oder einen verbundenen Staatschef wie Wolodymyr Selenskyj aus dem Oval Office wirft.

Das sind keine Randbemerkungen, sondern Angriffe auf Würde, Respekt und die Grundlagen demokratischer Kultur.

Gefährlich wird es, wenn einer der mächtigsten Männer der Welt die Regeln verlässt, auf denen das Miteinander demokratischer Staaten beruht – und noch gefährlicher, wenn wir beginnen, solche Grenzüberschreitungen hinzunehmen.

„Da wundert einen gar nichts mehr” darf keine Haltung sein.

Das Jahr, das neun Tage alt ist, wird entscheidend sein. Wie weit kann Donald Trump gehen? Werden die Zwischenwahlen seine Macht begrenzen – oder wird er versuchen, ihren Ausgang zu unterlaufen? Erste Risse sind sichtbar: einzelne Abweichler bei Abstimmungen, Wahlergebnisse, die zeigen, dass sich frühere Unterstützer abwenden. Viel wird auch von den Demokraten abhängen – von ihrer Glaubwürdigkeit und ihrer Fähigkeit, Mehrheiten zu gewinnen.

Eine Gewissheit bleibt: Es ist nicht normal, wenn ein US-amerikanischer Präsident Länder verachtet und überfällt, um sich selbst und seine Kumpel zu bereichern. Menschen und andere Staatsoberhäupter verspottet, unabhängige Medien bedroht und diplomatische Grundregeln missachtet. Trump und seine Weltsicht haben erst dann gewonnen, wenn wir diese Verrohung als neue Normalität akzeptieren.

Ich bin weiterhin überzeugt, dass die Vereinigten Staaten von Amerika, die in diesem Jahr ihren 250. Geburtstag feiern, mehr sind als Donald Trump. Aber auch, dass die aktuellen Geschehnisse dort weltweite Auswirkungen haben und ein Vorbild für rechte Kräfte auch in unserem Land sind.

Lasst uns wachsam bleiben. Aber auch optimistisch. Wir werden viel positive Energie brauchen und gegenseitige Unterstützung, um uns nicht abzuwenden – und denen nicht das Feld zu überlassen, die sich eine Normalität wünschen, die auf der Missachtung von Menschenwürde statt auf Respekt basiert.

Vor zwei Tagen zeigte sich das autoritäre Drehbuch wieder sehr deutlich.

Der tödliche Schuss eines ICE-Agenten auf  die dreifache Mutter Renee Nicole Good in Minneapolis wird zur Heldengeschichte der Sicherheitskräfte umerzählt, die Schuld der staatlichen Gewalt wird einer toten Frau zugeschoben. Der Fall dient als Bühne, um Migration, Protest und „linke Feinde” zu dämonisieren. Die US-Regierung nutzt den Schock des Ereignisses, um Angst zu schüren, ICE zu legitimieren und ihre extreme Migrationsagenda durchzusetzen. CIA und FBI sind bereits voll auf MAGA Kurs, im übrigen waren die noch nie neutral, siehe auch weiter unten eine entsprechende Doku Empfehlung in den Freitagstipps.

Ein klassisches Muster autoritärer Propaganda. Googelt mal “Reichstagsbrandverordnung”. Meiner Meinung nach zeigt das die Steilvorlage.

“Wir leben in einer Welt, die von Stärke regiert wird, von Gewalt regiert wird, von Macht regiert wird”, sagt Trumps Berater Stephen Miller. Internationale Regeln, Recht oder Moral spielen keine Rolle mehr. Nach Venezuela also Grönland? Donald Trumps America-First-Imperialismus muss uns allen und besonders unseren Politikern in der EU ein extremes Warnsignal sein.

Good News!

Eine neu entwickelte Zahnpasta aus Deutschland bekämpft Parodontitis gezielter als bisherige Produkte. Sie hemmt selektiv den Haupterreger der Zahnfleischentzündung, ohne die gesunde Mundflora zu schädigen. Entwickelt wurde der Wirkstoff von Forschenden des Fraunhofer-Instituts; die Zahnpasta ist seit Kurzem auf dem Markt.

Manchmal vergessen wir, dass Selbstverständlichkeiten einst umstritten waren. Die Gurtpflicht ist so ein Fall. Als sie vor 50 Jahren eingeführt wurde, löste sie heftige Debatten aus. Heute schnallt sich die große Mehrheit ganz selbstverständlich an – und halbiert damit das Risiko, bei einem Autounfall zu sterben. Geht das jetzt bitte auch mit einem Tempolimit?

 

Freitagstipps

 

1.  Vielen Dank an  __________ .

2.  __________ nicht gewachsen.

3.  Es ist so langweilig  __________.

4    _________ zum ersten Mal.

5.  Kann mir bitte jemand ________ .

6.   _________ genau so ________ .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe die  Netflix-Doku „Cover-Up“ geschaut. Sie erzählt die wahre Geschichte von unmenschlichen Kriegsverbrechen, brisanten Politskandalen und geheimen Verschwörungen: Kompromisslos und investigativ deckte der US-Journalist Seymour Hersh unbequeme Wahrheiten auf. Selbst die mächtigsten Regime der Welt bleiben davon nicht verschont.Seymour Hersh könnte diese Frage ohne Weiteres beantworten. Für seine Enthüllungen rund um das Massaker von My Lai während des Vietnamkrieges erlangte der US-Journalist in den 1970er-Jahren weltweit Anerkennung. Die Folter in Abu-Ghraib deckte er im Lauf seiner beispiellosen Karriere ebenso auf wie neue Erkenntnisse zum Watergate-Skandal und die Inlandsspionage der CIA.Hershs akribisch recherchierte Reportagen prägen den investigativen Journalismus seit Jahrzehnten. Der Mann hinter den Schlagzeilen blieb dabei lange im Hintergrund. Mit der Netflix-Doku „Cover-Up“ rückt Seymour Hersh nun stärker in den öffentlichen Fokus.

Der Grisham Triller The Rainmaker wurde bereits 1997 als Film produziert, ich konnte mich entfernt dran erinnern. Jetzt gibt es eine an den Roman angelehnte neue Verfilmung als 10teilige Serie. Kann man so nebenbei wegschauen, eine second screen Serie (mein neues Lieblingswort) sozusagen. Wobei es zum Schluss wirklich spannend wurde.

Im Mittelpunkt des Justizdramas steht der frisch gebackene Junganwalt Rudy Baylor, der seine Karriere gleich mal mit einem großen Flop startet. Schon am ersten Tag verliert er seine Stelle bei einer renommierten Großkanzlei, in der auch seine Freundin als Juristin tätig ist.

Aus Mangel an Alternativen nimmt Baylor einen Job in der Straßenkanzlei der taffen Bruiser Stone an. Gleich der erste Fall beim neuen Arbeitgeber entpuppt sich als ganz große Nummer. Baylor, Stone und der recht amüsante Rechtsanwaltsgehilfe Shifflet kommen brisanten Verschwörungen auf die Schliche, die mit dem toten Sohn ihrer Klientin zusammenhängen. Gute Unterhaltung, läuft auf Magenta.

Und dann habe ich angefangen, Homeland zu bingen. Zum zweiten Mal, als die Serie 2011 rauskam habe ich sie schon einmal gesehen. Wenn ihr sie noch nicht kennt: Homeland ist eine hochkarätige Serie, die sich lohnt anzusehen, wenn man intelligente Thriller mit psychologischem Tiefgang und politischem Bezug mag.Die erste Staffel gewann sechs Emmy Awards, darunter die beste Dramaserie, und sowohl die erste als auch die zweite gewannen den Golden Globe.

Und aktuell sind die “Homeland” behandelten Themen wie Fake News, innenpolitische Spannungen, rücksichtsloses außenpolitisches Vorgehen, Verschwörungen und Rassismus sowie unfähige US-Präsidenten jetzt erst recht.

Freitagstipps zum Lesen

Habt ihr euch auch mal die Frage gestellt, ob euer Handy mithört? Ich hatte zugegebenermaßen schon öfter das diffuse Gefühl. Wie sicher ist mein Smartphone? Urbane Mythen um Spionagesoftware halten sich hartnäckig, zu Recht?

In der Finantwelt passiert anscheinend gerade eine kleine Revolution – und niemand bekommt es so richtig mit. The Great Wealth Transfer: Haben Frauen bald mehr Geld als Männer? Dabei geht es nach Schätzungen der Expert*innen allein in Europa um 3,5 Billionen Euro, die in den kommenden fünf Jahren von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. Und das Beste: Die großen Gewinnerinnen beim GWT werden Frauen sein.

Dazu passend: Die ehemalige Ballerina Luana Lopes Lara ist die jüngste Selfmade-Milliardärin der Welt. Die Karriere der ehemaligen Ballerina Luana Lopes Lara wirkt wie eine Filmvorlage. Keine Frau vor ihr schaffte es, in so jungen Jahren aus eigenen Mitteln derart viel Geld zu verdienen. Wow!

Freitagstipps zum Hören

Einer meiner liebsten Podcasts ist der Daily Beast Podcast, er ist genauso spannend, mitreißend und unterhaltsam wie die Nachrichten, die er behandelt. Jede Woche beleuchten Journalistin Joanna Coles und wechselnde Gäste die aktuellsten Themen aus Politik, Popkultur und allem, was dazwischen liegt. In der Episode vom 1. Januar hatte Joanna den Journalisten Andrew Lownie zum wiederholten Mal zu Gast. Dieser recherchiert seit vielen Jahren über die Skandale um Prince Andrew, der scheint ja wirklich ein echter Drecksack zu sein. Und der Palast vertuschte immer schön alles, schließlich war er der Lieblingssohn der Queen. Ich war nach der Folge so interessiert und gleichzeitig fasziniert, dass ich mir direkt das im vergangenen Sommer neu erschienene Buch von Andrew Lownie gekauft habe. Als Hörbuch. Hui hui hui, ich bin zwar noch im ersten Drittel, aber “Entitled: The Rise and Fall of The House of York”* ist hochinteressant und spannend. Eine royale Biografie haben der Epstein Freund und seine Ex Sarah Ferguson jedenfalls nicht, im Gegenteil.

‘The most devastating royal biography ever written’ schreibt die Daily Mail. ‘Dagegen ist die Biografie “Spare” von Prinz Harry positiv zurückhaltend’ schreibt die Sunday Times. Bisher gibt’s die Biografie leider nur in Englisch, aber es hört sich einfach und gut weg.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und euch allen wünsche ich ein nicht zu stürmisches Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Merry Christmas, Freitagstipps und # 854, der letzte Freitagsfüller des Jahres

26. Dezember 2025

So here it is
Merry Christmas
Everybody’s having fun
Look to the future now
It’s only just begun.

* Slade, 1973

Der Song war übrigens der Banger zu Weihnachten in meiner Jugend, er lief in jeder Kneipe, als er damals rauskam.

Da bin ich zum letzten Mal in diesem Jahr mit den Freitagstipps, ein paar Gedanken zur Woche und zum Fest und dem Freitagsfüller.

Es ist der Moment im Jahr, in dem alles ein bisschen langsamer wird und wir uns auf das besinnen, was wirklich zählt: Die Menschen um uns herum. Aber auch virtuell fühle ich mich dieses Jahr so beschenkt. Danke, dass ihr Teil meiner Reise seid.

Danke für jedes ‚Herz’, jedes Feedback und euren Support jeden Tag. Ohne euch wäre das hier und auf meinen Social Media Kanälen nicht dasselbe, ihr seid die beste Community!

Freitagstipps Weihnachten

Ich wünsche euch von Herzen noch frohe Weihnachten und entspannte Tage mit euren Lieblingsmenschen.

Heute,  am zweiten Weihnachtstag, sind wir wie in jedem Jahr zum großen Familientreffen bei meiner Schwägerin eingeladen. Ich bin – wie eigentlich immer – unendlich dankbar für meine große, diverse und tolle Familie in mehreren Generationen. An Tagen wie diesen aber besonders, wenn wir uns trotz großer Entfernungen sehen.

Heiligabend war für uns in diesem Jahr ein wenig anders als früher: zum ersten Mal war meine große Tochter nicht hier, sondern hat die Weihnachtstage mit ihrer britischen Familie verbracht. Es war anders, auch schön, aber sie fehlte, darin waren wir uns einig. Aber das ist der Lauf der Dinge und Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Im nächsten Jahr ist sie mit ihrer Frau wieder hier, so ist der Plan.

Gestern war mein Bruder mit seiner Frau bei uns und ich stehe gefühlt seit Tagen nur in der Küche. Da kann ich nicht aus meiner Haut. Traditionell gab es, wie immer bei ihrem Besuch, “Jools Favorite Stew”. Eines unser Lieblingsrezepte und ein Klassiker von Jamie Oliver. Mit Pastinaken und Topinambur – die im Originalrezept Jerusalem Artichokes heißen. Lässt sich gut vorbereiten, vorweg ein kleiner Feldsalat mit kandierten Walnüssen und Orangenfilets. Perfekt für viele Leute und köstlich. Vielleicht ist das noch ein Tipp für eueren Silvesterabend. Genau wie dieser Cocktail, den wir zu Weihnachten hatten, ihr findet ihn auf meinem Pinterest Board Drinks und Cocktails.

Freitagstipps Weihnachten

Und sonst so?

Die einzigen Nachrichten, die bei mir wirklich hängen geblieben sind : Die Zivilgesellschaft hält zusammen. In nicht mal 24 Stunden haben sich im Netz über 118.000 Menschen solidarisch mit HateAid erklärt. Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, die  beiden Geschäftsführerinnen der NGO, sind von Trump mit einem Einreiseverbot für die USA “bestraft” worden. HateAid stärkt die Demokratie im digitalen Raum, wendet sich unter anderem gegen Hate Speech und Fake News und geht gegen die Verstöße der US-Medien wie META und X  gegen EU Recht vor.

Wahrend Politiker*innen von Brüssel bis Berlin den US-Schritt scharf kritisieren, bleibt Bundeskanzler Friedrich Merz bislang auffällig still. Die Einreisesperren gegen die Geschäftsführerinnen von HateAid sind mehr als ein diplomatischer Affront: Sie sind ein Versuch, europäisches Recht auszuhebeln, weil es nicht in eine autoritäre Agenda passt. Jetzt braucht es eine klare Positionierung der Bundesregierung – zum Schutz unserer Souveränität, unseres Rechtsstaats und der Zivilgesellschaft.

Ich habe das Gefühl, das Netz wird immer mehr zum rechtsfreien Raum und in Zusammenhang mit KI können sich brandgefährliche Situationen entwickeln. Für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft und den Frieden. Deswegen sind Organisationen wie HateAid unfassbar wichtig. Deswegen habe ich dioese Campact Petition an unsere Bundesregierung sofort unterzeichnet: Solidarität mit HateAid – Angriff der Trump-Regierung stoppen.

Ach ja, und Trump will sich mal wieder Grönland einverleiben, mit aller Macht. Die Dänen und die EU haben sich hoffentlich inzwischen auf eine gemeinsame Strategie dagegen geeinigt. Denn das Nicht-Respektieren von Grenzen erleben wir seit längerer Zeit östlich von uns, das darf einfach nicht sein.

Good News!

Darüber habe ich mich besonders gefreut: Großbritannien nimmt wieder am Erasmus-Programm teil Gute Neuigkeiten für Studierende und Auszubildene: Ab 2027 ist Großbritannien wieder Teil des Erasmus-Programms. Die EU und Großbritannien haben sich auf die finanziellen Bedingungen geeinigt. 2021 war das Land aus dem EU-Austauschprogramm ausgestiegen. Vielleicht hört dieser Brexit Unsinn ja irgendwann mal komplett auf.

Brasilien erreicht einen Meilenstein im Kampf gegen HIV: Dank früher Tests und kostenloser Behandlung wird das Virus kaum noch von Müttern auf ihre Kinder übertragen. Möglich macht das ein flächendeckendes öffentliches Gesundheitssystem – die WHO bestätigt den Erfolg.

Auch, wenn es durch die Springer Presse und den rechten Flügel der CDU anders dargestellt wird: Erneuerbare Energien sind der Durchbruch des Jahres. Das Wissenschaftsjournal Science kürt den weltweiten Boom erneuerbarer Energien zum „Durchbruch des Jahres“. 2025 wurde erstmals global mehr Strom aus Wind, Sonne und anderen Erneuerbaren erzeugt als aus Kohle. Sinkende Kosten und massiver Ausbau haben Solar- und Windenergie vielerorts zur günstigsten Stromquelle gemacht.

Freitagstipps

1. Weihnachten war ________.

2.  _________ Entspannung.

3.  Dieses Jahr muss ich noch ___________.

4.  ________ regt mich auf.

5.  Mit einem leisen Plopp __________ .

6.  ________ und reden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

… habe ich heute ausnahmsweise keine, weil wir außer ein paar der üblichen Weihnachtsfilmen einfach nichts geguckt haben.

Freitagstipps zum Lesen

Rechte Parolen begegnen uns überall – z.B. beim weihnachtlichen Familientreffen. Wichtig: reagieren, sonst werden rechte Parolen normalisiert. Nur wie? Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ bietet kostenlose Workshops an. Teilnehmer:innen lernen und üben, wie sie sich überwinden und reagieren können: Wie man Parolen am Stammtisch und bei der Verwandtschaft kontert.

Freitagstipps zum Hören

… gibt es heute auch nicht in der üblichen Form. Keine Zeit für Podcasts und Hörbuch, es lief entweder die Weihnachtsplaylist oder Musik von den Kids im Haus und Auto. Durch meine Kinder bekomme ich immer wieder neuen Input, aktuell ist läuft bei mir der Künstler Yungblud rauf und runter. Wir haben wie jedes Jahr an Heiligabend das Musik-Ratespiel Hitster gespielt, dieses Mal auch die Christmas Edition. Erstaunlich, was für eine Bandbreite Weihnachtslieder haben, es hat Spaß gemacht. Für die nächste Runde habe ich bereits die Hitster Bingo Variante* auf der Liste, die soll super sein.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Und nochmal Danke danke danke für die vielen Klicks und Likes, ob hier, bei Instagram, Facebook oder Pinterest !

Mein Vorsatz für 2026 ist übrigens dieser hier:

Konzentriere Dich jeden Tag auf gute Gedanken und stecke andere Menschen mit Deiner positiven Lebensauffassung an. Gleiches zieht gleiches an. Lachen bewirkt Lachen. Liebe bringt Liebe. Harmonie erzeugt Harmonie. Eine gute Tat ruft eine gute Tat hervor. Du musst es nur immer wieder wollen und tun. Das Lächeln, das Du morgens aussendest, kehrt Abends zu Dir zurück.

Ich wünsche euch ein wundervolles und friedliches neues Jahr, voll mit Überraschungen, Lachen, Leichtigkeit, Wohligkeit und ganz viel Liebe. Lasst es krachen in der Silvesternacht! Feiert das alte Jahr und begrüßt das neue mit Herzensmenschen.

Oder zündet in Dankbarkeit eine Kerze an …

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 852

5. Dezember 2025

Willkommen zu den ersten Freitagstipps in der Adventszeit und ein paar meiner Gedanken zur Woche. Die voller war als geplant, aber das Leben und das Universum haben ja manchmal andere Pläne als man selbst. Na ja, das ist Jammern auf hohem Niveau, aber ich hätte mal gerne wieder einen Tag komplett ohne Termin, wo keiner anruft und sagt: kannst du mal eben, kein Handwerker vorbeikommt und der einzige der klingelt der DHL Mann ist. Die Steuerunterlagen gucken mich auch täglich mahnend an und wispern: wenn du uns nicht schnell sortierst gibt’s Ärger.

Freitagstipps Kerze

Aber ich bin dankbar, dass wir am vergangenen Samstag nach einigen Jahren Pause endlich mal wieder unser Familientreffen hatten und ich die nächste Generation und neue Familienmitglieder näher kennenlernen durfte. Gibt es etwas Wichtigeres und Schöneres als eine große Familie, die füreinander da ist? Ich glaube nicht. Höchstens den Weltfrieden.

Der Geruch von Pecan Waffeln, der von dieser Kerze ausgeht, ist übrigens göttlich. In dieser dunklen Zeit des Jahres brennt bei mir eigentlich immer irgendwo eine Kerze. Außer am Adventskranz, keiner in Sicht bei mir, dazu bin ich noch nicht gekommen, jetzt lohnt es sich eigentlich auch nicht mehr. Dafür habe ich gestern einige kleine frische Kränze gekauft, die ich im Haus verteilen werde. Am Wochenende komme ich hoffentlich dazu. Morgen muss ich trotz Urlaubs nochmal ins Büro, man lässt die Kolleginnen ja nicht hängen. Samstag backe ich ehrenamtlich Waffeln beim Nikolausmarkt im Seniorenheim und zack, ist die Woche rum.

Wenigstens habe ich schon mit Freude einige Geschenke besorgen können und bis auf meinen eigenen nächste Woche sind alle Geburtstage in meinem Umfeld abgefeiert. Am Montag haben wir bei meiner Freundin gefeiert und wieder festgestellt, wie viele Erinnerungen uns verbinden in über mehr als 30 Jahren Freundschaft. Und wie vertraut und schön das ist. Aber, jetzt kommt das große Aber. Die Gespräche drehen sich die erste Stunde bei unseren Treffen immer um kranke Eltern, die eigenen Wehwehchen und Arztbesuche. Ist das normal in unserem Alter? Mich nervt das ehrlich gesagt. So, können wir jetzt mal über erfreulichere Dinge sprechen, meistens bin ich es, die das sagt. Kennt ihr das, wenn ihr auch schon in einem gewissen Alter seid?

Freitagstipps Adventskaffee

Ich muss gestehen, dass ich mich aber mindestens zwei Tage der Woche auch kreativ ausgelebt habe und in meinem jährlichen geliebten Weihnachtskartenmarathon bin ich fast auf der Zielgerade. So zehn werden es sicher zusätzlich noch werden und dann müssen alle noch geschrieben, adressiert und frankiert werden. Ich liebs trotzdem.

Und sonst so?

Dieser ganz schmale Grat, zwischen politisch informiert bleiben wollen und die eigene Psyche halbwegs gesund halten, macht mich echt irre. Wie kann das gerade die Realität sein? Deutschland 2025. Seit Merz Kanzler ist, fühlt sich das ganze Land an wie eine nicht enden wollende Folge Stromberg. Ich hätte vor fünf Jahren auch nicht gedacht, dass die Corona-Pandemie in einer Faschismus-Apokalypse endet.

Was ist, wenn diese ganzen „neuen” Probleme in Wahrheit ganz alte Probleme sind? Wenn wir seit Jahrzehnten wissen, dass wir den Klimawandel verursachen und so unsere Erde zerstören. Wenn wir seit Jahrzehnten wissen, dass in den nächsten Jahre sehr, sehr viele ältere Leute in Rente gehen und weniger junge da sind, die noch arbeiten können. Wenn wir seit Jahrzehnten wissen, was rechtsextreme Parteien anrichten können und wir auch seit Jahrzehnten eigentlich die Mittel, das Wissen und die Erfahrung haben, sie zu stoppen.

Die Rechten wollen uns erzählen: Was politisch im Moment so verrückt ist, das sind neumodische Spinnereien. Wir müssen es wie wieder früher machen.

Welches früher?

Ich finde: Verrückt ist viel von dem, wie die Politik es früher gemacht hat. Sie haben wider besseres Wissen den Klimawandel und rechtsextreme Parteien laufen lassen und haben uns zu wenig vorbereitet, auf das was sicher kommen würde und jetzt, 2025, eben da ist. Wie man diese Probleme heute noch löst, weiß scheinbar kaum jemand.  Aber diese simple, simple Idee muss doch klar sein: Das Dümmste, was wir tun können, ist, diese Fehler schon wieder zu wiederholen.

Was ich in dieser Woche sehr interessiert verfolgt habe: die Nonnen und das Lübke Denkmal. Habt ihr die Aktion vom Zentrum für politische Schönheit mitbekommen? Die NGO für politische Bildung hat mit Genehmigung der zuständigen Bezirksbürgermeisterin eine lebensgroße Messing-Statue des 2019 von einem AfD-Anhänger ermordeten CDU Politikers Walther Lübcke aufgestellt. Vor der CDU Parteizentrale in Berlin. Die Aktion ist dermaßen genial, denn die CDU kann die Statue nicht entfernen lassen kann, ohne komplett das Gesicht zu verlieren und kann sie nicht stehen lassen, ohne konstant mit dem eigenen Versagen bezüglich der AfD konfrontiert zu werden.

Der Kanzler attackierte daraufhin live das Lübcke-Memorial – Merz nennt ein Denkmal für seinen ermordeten Parteikollegen „vollkommen geschmacklos”. Klar, unangenehm, wenn der eigene Parteifreund von einem AfD-Anhänger erschossen wird und man selbst schon mit der Partei im Bundestag abstimmt und alle Brandmauern einreißt.

Kleiner Reminder: Merz hat 2019 weder den Trauergottesdienst besucht, noch hat er offentlich kondoliert, noch hat er sich in einer der zahlreichen Rede, einem Interview oder einem seiner täglichen Tweets dazu geäußert. Die politisch motivierte Ermordung eines Parteikollegen unkommentiert hinzunehmen – das ist geschmacklos.

Aber der eigentliche Skandal: Der Kanzler droht Berlins Bezirksbürgermeisterin offen – „wir werden beobachten und Konsequenzen ziehen”. Welche Konsequenzen bitte, in einem Land mit Gewaltenteilung? Wie immer ist dieser Amateurkanzler nur peinlich. Jetzt prügelt auch noch die Springer-Presse auf die Bezirksbürgermeisterin ein.

Also alles keine Überraschung.

Kommen wir zu den Nonnen von Goldenstein. Was für eine tolle Geschichte! Das Schicksal der drei Nonnen, die alle über 80 Jahre alt sind, hat in den vergangenen Monaten international für Schlagzeilen gesorgt. Anfang September waren sie gegen den Willen ihres Stiftsleiters, der sie einfach gegen ihren Willen und juristisch zu Unrecht dorthin verfrachtet hatte, aus dem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt. Sie verschafften sich mithilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt zum leer stehenden Kloster nahe der bayerischen Grenze, wo sie jahrzehntelang gewohnt und in der Klosterschule gearbeitet hatten.

Mit ihrer Besetzung des Klosters und der darauffolgenden Medienpräsenz gerieten Schwester Rita (82), Schwester Regina (86) und Schwester Bernadette (88) in Konflikt mit ihrem Stiftsleiter. Natürlich ein Mann, der über Frauen bestimmt, nichts Neues in der Kirche und überhaupt.

Vor wenigen Tagen hatte der Stiftsleiter den Schwestern schließlich ein Angebot vorgelegt, das ihnen den Verbleib im Kloster “bis auf Weiteres” zusichern sollte – allerdings unter Auflagen. Den Frauen würde ein altersgerechtes Leben im Kloster ermöglicht, sie müssten dafür aber zu einem Leben in klösterlicher Abgeschiedenheit zurückkehren, hieß es in dem Papier. Sie müssten etwa alle Aktivitäten in sozialen Medien einstellen. Der Instagram-Kanal der Nonnen hat mittlerweile von rund 280.000 Follower. Die Schwestern, die auch mit Anzeigen gegen ihre Kirchenvertreter vorgegangen waren, sollten zudem alle juristischen Schritte unterlassen und sich von ihrem Anwalt trennen. Natürlich haben die resoluten Frauen das abgelehnt und nun muss der Vatikan weiter entscheiden. “Papst Leo wird es richten” sagt Schwester Rita, die jeden Tag noch fünf Kilometer rennt. Schwester Bernadette filmt sich für einen Instagram-Post mit 88 Jahren noch selbst auf dem neuen vom örtlichen Schreiner gesponserten Treppenlift. Ich finde das großartig. schaut doch mal bei den Nonnen in ihrem Alltag vorbei.

Als ich einen Bericht über die Nonnen mit einem Hinweis auf ihren Account auf meinem Instagram Account geteilt hatte, kam als Antwort Nachricht ein: Vergelt’s Gott. Süß. Es ist einfach zu schön und erfrischend zu verfolgen, wie diese alten Frauen für ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben mit Gott im Alter kämpfen und die Öffentlichkeit auf ihrer Seite haben.

Und sagte ich schon, dass ich auch sehr dankbar für mein Zuhause und den wunderbar leuchtenden Baum vor meinem Fenster bin?

Freitagstipps Weihnachtsbaum

Good News!

Habt ihr noch alte Schätze von eurer Oma oder euren Eltern irgendwo gehortet oder entdeckt? Diese Dekostücke eurer Oma könnten heute ein Vermögen wert sein.

Ein pensionierter Radioelektriker hat eine Sandbatterie gebaut, die Solarstrom in Hitze umwandelt und diese über Monate speichert. Der einfache, günstige Wärmespeicher läuft inzwischen erstmals in einem Wohnhaus – und zeigt, wie überschüssige Energie genutzt werden kann. Wir brauchen solche Pioniere mit innovativen Ideen.

Freitagstipps

1. Am zweiten Advent ___________ .

2.  __________  Schluss sein.

3. Es gibt genug _________ .

4.   ________ vier Jahre her.

5. Orangen _________

6.  __________ rausfinden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe mich in der Woche teilweise sinnlos durch Prime gezappt, für dieses ganze Weihnachtsfilm Gedöns bin ich momentan noch nicht empfänglich.  Hängen geblieben bin ich bei “After the Hunt”. Nur einen Monat nach Kinostart erscheint der brandneue Psycho-Thriller mit Julia Roberts bereits exklusiv im Streaming bei Prime.Im Mittelpunkt von „After the Hunt“ steht eine College-Professorin, gespielt von Julia Roberts, die an einem emotionalen Wendepunkt steht. Ihr Leben droht aus den Fugen zu geraten, als eine ihrer besten Studentinnen brisante Vorwürfe sexueller Belästigung gegen einen befreundeten Kollegen erhebt. Für die Protagonistin steht plötzlich nicht nur ihr Berufsleben auf dem Spiel, sondern auch ein lang gehütetes, dunkles Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit könnte ans Licht kommen. Schönes Setting, Julia Roberts spielt brilliant, das Thema ist aktuell und das Ende anders als man vorher vermutet.

Wir haben ja alle Streaming Dienste im Familienabo, soweit das geht. Ich glaube ich werde mir im Januar noch etwas gönnen, oder selbst zu Weihnachten gönnen. Folgender Hintergrund: ich war und bin seit dem Start 1994 großer Fan der Serie Emergency Room – ER. Die Mutter aller modernen Arztserien und meiner Meinung immer noch eine der besten Serie aller Zeiten. George Clooney ist wie viele der anderen Darsteller dadurch berühmt geworden und Noah Wyle ist als Dr. Carter in der Notaufnahme einer Uni-Klinik in Chicago unschlagbar. Ich habe die Serie erst kürzlich im Laufe des Herbstes nochmal durchgebingt, sie ist einfach comfort binge für mich, genau wie später auch Grey’s Anatomy.

Nun hat vor knapp zwei Jahren Noah Wyle wieder die Rolle des Leiters einer Notaufnahme gespielt, und diese neue Serie “The Pitt” – sie spielt in Pittsburgh – war in den USA ein grandioser Erfolg mit vielen Auszeichnungen. Ich habe immer wieder gecheckt, wann die Serie in Europa verfügbar sein wird, da auch die zweite Staffel bereits abgedreht ist. Bisher vergeblich. Nun hat das Warten auf die vielleicht beste Serie des Jahres ein Ende, HBO Max kommt ab 13.  Januar endlich nach Deutschland und da ist “The Pitt” verfügbar.Es gibt das Basis-Abo mit Werbung: Hier kann man auf zwei Geräten gleichzeitig streamen in Full HD.  Es kostet ab Januar 2026 erst einmal 5,99 Euro/Monat, damit versüße ich mir dann die dunklen Monate am Jahresanfang.

Freitagstipps zum Lesen

Kennt ihr Post mit Herz? Über die Aktion könnt ihr Menschen in sozialen Einrichtungen zum Beispiel eine Weihnachtskarte schicken; in diesem Jahr feiert die Aktion ihr fünfjähriges Bestehen und ihr könnt sogar etwas gewinnen. Ich mache da jedes Jahr mit.

Was wäre, wenn… wir alle unseren Urlaub selbstbestimmt planen könnten? Wenn es keine Einschränkungen gäbe und wir unbegrenzt bezahlten Urlaub zur Verfügung hätten? Für viele von uns sind diese Fragen nicht mehr als ein Gedankenexperiment, doch für zehn Mitarbeiter:innen eines Pflegebetriebs wird es im nächsten Jahr Realität. Im Rahmen eines Pilotprojekts untersucht der Betrieb, was passiert, wenn man die Angestellten selbst entscheiden lässt. Ich bin gespannt auf die Auswertung. Wie würdet ihr mit einer solchen Freiheit umgehen?

Bis jetzt ist hier noch kein Schnee in Sicht. Aber wie sieht es aus, wenn er da ist, muss man bei Schnee trotzdem Lüften? Ja, muss man, sogar bei Regen wird es beim Lüften im Haus trockener, ich hätte das nicht gewusst.

Freitagstipps zum Hören

In dieser Woche war wieder Spotify Wrapped Zeit. Mein musikalisches Alter ist übrigend 21 Jahre. Das meines Doktorsohns 60. Wir haben so gelacht!

Bei der Gelegenheit habe ich meine weihnachtliche Spotify “Barb’s Christmas Playlist” erweitert und mit neuen Songs aufgefrischt, seitdem höre ich sie rauf und runter.

Deswegen habe ich auch nur einen einzigen Podcast nebenbei geschafft, aber der hatte es in sich. Kosten mutmaßliche Kriegsverbrechen Trumps Wunsch-Secretary-of-War Pete Hegseth das Amt? Darum geht es in der aktuellen Ausgabe von „OK, America?“. Außerdem: Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau. Und: eine amerikanische Affäre, in die auch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. involviert ist. Kleine Anekdote dazu: der ehemalige Nachrichten-Moderator Hegseth hat sich ja von Secretary of Defense (Verteidigungsminister) in Secretary of War (Kriegsminister) umbenannt. Im Land der Abkürzungen, den USA, wurde er dann SOW abgekürzt. Das heißt aber auch Sau. Einfach wie das weibliche Schwein. Tja, die Abkürzung wurde dann im Pentagon erstmal nicht mehr verwendet. Nun steht der Möchtegern- Krieger eventuell bald vor Gericht und ist im günstigsten Fall seinen Job los.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes zweites Adventswochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 851

28. November 2025

Willkommen zu den Freitagstipps und meinem Gedankensalat. Manchmal habe ich so viel im Kopf, das ich loswerden möchte und muss mich bremsen, dass ich nicht jede Woche einen halben Roman schreibe.

Der erste Advent steht vor der Tür und ich bin nicht im Geringsten vorbereitet. Wo ist denn eigentlich der November geblieben? Da dachte ich am Anfang des Monats, ich habe viel Zeit und ich kann es in Ruhe angehen.

Dann kam Corona dazwischen, die Adventswerkstatt, Berlin und London und zack, ist Dezember. Nun ja, kein Stress, mich drängt ja niemand, außer mein eigener Anspruch. Zumindest habe ich inzwischen Winterreifen drauf und meine Grippeschutz-Impfung auch, yay!

London war wie immer großartig. ich hatte eine wunderbare Zeit mit Tochter und Schwiegertochter und die Stadt hat mich endgültig in Weihnachtsstimmung versetzt. London in der Adventszeit ist einfach nochmal intensiver als sonst.

Die Lichter, die Dekorationen, die Stimmung, es kommt inzwischen an New York ran. Ich habe bereits einen ausführlichen Bericht mit neuen Tipps für London geschrieben, vielleicht mögt ihr ja mal reinschauen. Ich würde mich freuen, denn jeder Klick, auch auf dem Blog, spült ein wenig Kleingeld in meine Portokasse für die Kosten des Blogs, falls ihr das noch nicht wisst.

Ansonsten habe ich in dieser Woche noch viel gearbeitet und organisiert. Morgen findet nach einigen Jahren Pause endlich mal wieder unser Haane Familientreffen statt. Ich freue mich sehr drauf, denn meine Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen sind weit verstreut und man sieht sich viel zu selten.

Am Sonntag stellen wir dann auch unseren Hofbaum auf, hoffentlich spielt das Wetter mit. Mein Doktorsohn ist auch gerade im Hotel Mama zu Besuch und als gute Mama muss ich noch entsprechend den Kühlschrank füllen und so weiter. Denn wenn ich alleine bin, herrscht da meist gähnende Leere.

Meine Weihnachtskartenproduktion habe ich auch später als sonst gestartet, aber so langsam komme ich in Schwung. Gestern Abend habe ich mich mit meinen Freundinnen zum traditionellen gemütlichen Bastelabend mit leckerem Essengetroffen und das war genau der Anstoß, den ich noch gebraucht habe.

 

Freitagstipps Bastelabend

Und sonst so?

Ich habe während meiner Zeit in London meinen Nachrichtenkonsum eingeschränkt. Aber da meine Tochter Fachfrau für PR ist und ihr Job bedingt, dass sie auf dem Laufenden ist, kann man das Thema nicht komplett ausblenden.

Worüber wir diskutiert haben: Nachdem sich herausgestellt hatte, dass etwa zwei Drittel der MAGA- und rechtsextremen Twitter-Accounts in Russland, Nigeria und Bangladesch ansässig sind, hat Musk die Standortfunktion nun deaktiviert. Haha, wer hätte das gedacht, es ist so durchschaubar. Fake News, rechte Propaganda und die immer schwerer zu erkennende KI basierte Propaganda sind ein Thema, das meiner Meinung nach noch mehr Aufklärung braucht.

Unser Kanzler sollte am besten keine Auslandsreisen mehr machen. Er hat wieder voll ins Fettnäpfchen getreten und auf seiner jüngsten Afrikareise deutsches Brot zum Frühstück vermisst. Über seinen Besuch in der angolanischen Hauptstadt Luanda sagte er kurz darauf in Hamburg: “Was man am deutschen Brot hat, merkt man immer wieder, wenn man im Ausland ist. Gestern Morgen in Luanda am Frühstücksbuffet hab’ ich gesucht, wo ist ein ordentliches Stück Brot – und keins gefunden.” (Deutsche im Ausland: wo ist mein Schnitzel).

Und was ich auch mal laut sagen möchte, denn mir geht diese deutsche Nörgelei sowas von auf den Keks: Jetzt hört mal auf zu jammern und ständig unser Land schlecht zu reden, was alles nicht funktioniert. Zur Erinnerung, wir wurden 1990 mit einem Land wiedervereinigt, dass absolut bankrott und verschuldet war. Wir haben in der Finanzkrise halb Europa vor dem Kollaps bewahrt. Wir haben die COVID Pandemie mit einer der geringsten Mortalitätsraten überstanden und wir finanzieren seit Jahren mit Milliarden die Selbstverteidigung der Ukraine und kümmern uns um deren Kriegsflüchtlinge. Unser Land, wir alle, leisten Großartiges. Wir haben eine gute soziale Versorgung und leben in Freiheit. Nur dabei dürfen wir trotzdem nicht vergessen, berechtigt Kritik aus zu üben.

Was mir mir in Deutschland allerdings gerade fehlt, ist eine politisch klarer Weg, der alle Gruppierungen mitnimmt. Das ist es doch was zur schlechten Stimmung führt. Keiner fühlt sich wahrgenommen und mitgenommen. Vieles wird problematisiert, anstatt Lösungen zu diskutieren.

Und der neuste Aufreger: Der Verband “Die Familienunternehmer” öffnet die Tür für die AfD. Während man uns einredet, die AfD sei „Protest” oder „Stimme des Volkes” , ist längst klar: Sie ist die Versicherung der Superreichen gegen gerechte Verteilung – gegen Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und gesellschaftliche Verantwortung. Es geht darum, finanzielle und politische Macht ungebrochen an die nächste Generation weiterzugeben – natürlich steuerfrei.

Nicht zuletzt wegen des öffentlichen Drucks auf Social Media, ziehen Unternehmen jetzt Konsequenzen. Fritz Kola beendet seine Mitgliedschaft. Rossmann ist aus dem Verband ausgetreten. Vorwerk ist ausgetreten. BMW und andere ebenfalls.

Und selbst die Deutsche Bank zieht eine klare Linie: Sie stellt dem Verband keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung, nachdem erstmals AfD-Politiker eingeladen wurden. Während der Verband seine Brandmauer einreißt, zeigen verantwortungsbewusste Unternehmen Haltung und verlassen eine Lobby, die Rechtspopulismus normalisiert.

Werde ich mein Konsumverhalten anpassen? Ja, zumindest kaufe ich nicht mehr bei DM, denn die stehen nach wie vor zur Annäherung an die AfD. Ob meine fehlenden 2,50€ dem Konzern DM wehtun glaube ich nicht. Aber wie man am AfD nahen Müller Milch Konzern sieht, jammern die inzwischen. ganz schön rum wegen der Einbußen. Und nur durch Druck in der Öffentlichkeit und finanziellen Druck lässt sich vielleicht etwas erreichen.

Denn die AfD lebt nicht vom „Protest der kleinen Leute”. Sie lebt von Geld, Einfluss und Netzwerken ganz oben. Und einige der mächtigsten Wirtschaftsverbände öffnen ihr gerade die Türen. Rechtsextreme kommen nie allein an die Macht. Sie brauchen Verbündete mit tiefen Taschen und klaren Interessen. Der Faschismus kam nie von unten. Er kam immer von oben.

Das sieht man aktuell ja auch am Beispiel USA. Wenn mächtige Wirtschaftsakteure Rechtsextreme salonfähig machen, müssen wir lauter werden.

So, das war mein Wort zum Sonntag, ähm Freitag. Und das hier auch.

Freitagstipps Grafitti

Good News!

Heute gibt’s gleich zwei gute Nachrichten aus der EU: Gleichgeschlechtliche Ehen, die in der Union geschlossen wurden, müssen künftig in allen Mitgliedstaaten anerkannt werden – selbst dort, wo es keine Ehe für alle gibt.

Und: Die EU verschärft die Spielzeugregeln: Künftig sind PFAS, hormonaktive Stoffe und Biozide in Kinderprodukten tabu, auch bei Importware. Ein digitaler Produktpass soll dafür sorgen, dass gefährliches Spielzeug gar nicht erst in den Handel gelangt.

Freitagstipps

1. Am ersten Advent ___________ .

2.  __________ Geschenke besorgen.

3. Nächste Woche muss ich dringend _________ .

4.   ________ ist mein absoluter Lieblingsfilm in der Adventszeit.

5. Plätzchen backen _________

6.  __________ Glühwein.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Als ich in London war, haben wir einen Pizza und Kinoabend auf dem Sofa gemacht. Geschaut haben wir “Harriet – Der Weg in die Freiheit”. Wenn ich Filme über Rassismus sehe, reagiere ich inzwischen noch stärker als früher. Der Film basiert auf der Geschichte der legendären Freiheitskämpferin Harriet Tubman, ihrer Flucht aus der Sklaverei in den Südstaaten der USA und den anschließenden Missionen zur Befreiung Dutzender von Sklaven durch die „Underground Railroad“.

Der Film beeindruckt durch seine inspirierende Geschichte und das mitreißende Spiel seiner Hauptdarstellerin Cynthia Erivo. Die meiner Meinung nach in diesem Film oder eben vor 5 Jahren noch ganz anders aussah und natürlicher als jetzt nach den beiden Wicked Filmen. Mir gefiel die detailgenaue Ausstattung, sie erweckte das Historische zum Leben. Der Score – angefüllt mit Gospels – unterstützt das Dramatische und durch den großen erzählerischen Bogen taucht man ein in diese faszinierende Lebensgeschichte, die in Deutschland vielen unbekannt sein dürfte, und bleibt durch viele klug gesetzte Spannungsbögen immer ganz nah dran. Läuft auf Netflix.

Dann habe ich – weil neu auf Netflix und weit oben in den Charts – die Serie “Absentia” angefangen, eine US-amerikanisch-israelische Thriller-Serie mit drei Staffeln. Die Handlung dreht sich um FBI-Agentin Emily Byrne, die nach ihrer geheimnisvollen Entführung und der Annahme ihres Todes wieder auftaucht, aber als Hauptverdächtige in einer Mordserie gilt. Bis jetzt ganz spannend. Aber ich merke Bereits, dass die Figur der Hauptrolle mich nervt. Schon wieder eine Frau, die nur irre in die Gegend starrt und meint, nur sie, und das auch ganz alleine, könne die Welt retten bzw den Killer zur Strecke bringen. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Maxton Hall weiter zu schauen ertrage ich leider nicht mehr. Ich habe dazu etwas interessantes gelesen, weil jemand die seltsame Dramaturgie kritisierte, dass immer häufiger etwas gleichzeitig gesagt und gemacht wird. Zum Beispiel sagt jemand: ich hole jetzt Brötchen. Früher galt in der Dramaturgie, es wird besser etwas gezeigt statt gesagt. Eine Filmemacherin sagte jetzt: tatsächlich wird der „Second Screen” Aspekt immer wichtiger. Viel zu viele Menschen scrollen am Handy während sie eine Serie gucken und verpassen Infos, die nur gezeigt werden. Menschen scrollen sogar im Kino am Handy Da muss man sich leider manchmal auch den Konsumenten anpassen… Tja, was soll ich da noch sagen.

Freitagstipps zum Lesen

Habt ihr schon eure Adventsdeko fertig? Da sind wir ja wieder beim Thema. Hier sind ein paar einfache Ideen: Weihnachtsdeko ist zu aufwendig? Das sind die schönsten Ideen für Faule!

Und hier sind noch ein paar einfache aber tolle Ideen für Mandarinenschalen, nicht wegwerfen!

Heute ist der berühmt berüchtigte Black Friday, ich kann es nicht mehr hören. Inzwischen gibt es leider auch viele damit verbundene Betrugsmaschen, besonders Online Betrug mit Fake Shops. Bitte checkt alles doppelt und dreifach! Ich selbst bin letztes Jahr auf einen Fake Diptyque Shop reingefallen und jetzt extrem vorsichtig. Und sagt nicht, das könnte euch nicht passieren, diese Fakes sind inzwischen so gut, dass es erst meim ganz genauen Hinschauen und Prüfen auffällt.

Freitagstipps zum Hören

In dieser Woche war ein besonderer Tag, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Ich habe auf meinem Rückflug aus London einen Recherche Podcast angefangen, der das Thema aufgreift und mir haben sich schon in der ersten Folge alle Nackenhaare aufgestellt. Umso wichtiger und unterstützenswert finde ich die journalistische Arbeit und Aufklärung dazu.

Erinnert ihr euch an den Fall der die Französin Gisèle Pelicot, die nach dem Prozess gegen ihren Mann im vergangenen Jahr  zu einer Heldin wurde? Das war offenbar kein Einzelfall.

Für den NDR Podcast “Rape Tapes” recherchierten die Journalistinnen Isabell Beer und Isabel Ströh im Internet Nutzer, die sich über das heimliche Betäuben und Vergewaltigen von Frauen austauschen – und Videos ihrer mutmaßlichen Taten veröffentlichen. Die Opfer stammen offenbar aus dem eigenen Umfeld: Ehefrauen, Partnerinnen, Mütter. In einer jahrelangen Undercover-Recherche gewinnen die Journalistinnen das Vertrauen der Nutzer und decken ein internationales Netzwerk von Vergewaltigern auf, das ungestört wachsen und agieren konnte – bis jetzt.

Dafür (und beim Hören des Podcasts) braucht man starke Nerven. Aber Dank dieser erschütternden Recherchen wird in Niedersachsen gerade diskutiert, ob der Besitz sogenannter Vergewaltiger-Videos strafbar werden soll. Richtig so!

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes erstes Adventswochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedankensalat zur Woche, Freitagstipps und # 850

21. November 2025

Und plötzlich ist es Winter! Ich bin unterwegs nach London, da hat es vorgestern sogar schon geschneit. Eine Seltenheit für diese Großstadt.

Das vergangene Wochenende stand für mich ganz im Zeichen der diesjährigen Adventswerkstatt. Und danach brauchte ich einige Tage zur Regeneration, zum Aus- und Aufräumen. Und für den ATC Tausch-Adventskalender. 23 große Umschläge öffnen, 576 kleine Umschläge sortieren und auf 23 neue Rückumschläge verteilen.

Konzentration ist gefragt. Und trotzdem verzähle ich mich regelmäßig ein- bis zweimal. Trotzdem mache ich diese Aktion immer wieder gerne und freue mich, wenn jemand an jedem Tag im Advent Spaß am Öffnen der liebevoll dekorierten kleinem Umschläge mit den weihnachtlichen Artist Trading Cards hat.

AFreitagstipps TC Tausch-Adventskalender 2025

Mein wöchentlicher Bürotag war der einzige, in dem ich mal aus dem Haus gekommen bin. Meine Tochter hatte mich nämlich kurzfristig gefragt, ob ich mit ihr und einigen Freundinnen Weihnachtskarten basteln könnte. Die nächste Aufgabe, die ich erstmal in Sweatpants und Hausschuhen erledigen konnte.

Logistisch nicht so einfach. Denn der Haushalt meine Tochter ist nicht auf Basteln ausgelegt, also gibt es kein entsprechendes Werkzeug und auch keine Vorkenntnisse bei den Mädels. Ich reise grundsätzlich mit Handgepäck nach London. Wegen des Wetters heißt das mindestens ein zweites Paar Schuhe, dicke Pullis, Geschenke und Bastelkram, der die Sicherheitskontrolle übersteht, müssen in meinen kleinen Trolley und meine Handtasche. Letztere heißt praktischerweise Neverfull und ist ein Raumwunder.

Aber ich habe einige (für meinen Anspruch) minimalistische Modelle für Weihnachtskarten entworfen und so minimalistisch wie möglich alles, was wir für die Aktion benötigen, gepackt. Ich freue mich darauf, heute Abend mit den Mädels zu basteln und bin gespannt, ob alles so klappt wie geplant.

Gestern Abend war ich noch mit einer Freundin im Kino, und habe nur ca. drei Stunden vor meinem Trip geschlafen. Weil ich immer den ersten Flieger morgens nehme. Aber so isses, eventuell mache ich heute Mittag einen Power Nap bei meiner Tochter auf dem Sofa, statt direkt in den Londoner Trubel stürze.

Wenn ihr mögt, könnt ihr mich gerne auf Instagram ein wenig begleiten, so viele von euch haben schon nach weihnacjhtlichen Bildern aus London gefragt. Das freut mich!

Für die kommende Woche habe ich gestern auch noch in voller Panik einen Termin zum Reifenwechsel gemacht.  Dieses Thema werde ich nie richtig in den Griff bekommen, haha. Es war doch gerade noch so warm.

Und unser jährlicher Termin zum Kartenbasteln mit Freundinnen steht auch in der nächsten Woche an. Es geht jetzt Schlag auf Schlag irgendwie. Im Januar werde ich wohl nur schlafen.

Apropos, diese Dunkelheit so früh! Frisch gebadet, was gefuttert, angenehme Müdigkeit und es ist gerade mal 19.00 Uhr. Kann man da schon ins Bett? Auf dem Sofa einschlafen ist ja auch nicht das Wahre. Geht’s euch auch so?

Und sonst so?

Es ist gefühlt den halben Tag dunkel und die Nachrichten werden auch einfach nicht erfreulicher, es ist zum Heulen.

Wisst ihr noch, damals, als Merz meinte Baerbock wäre keine geeignete Kanzlerkandidatin und dann später, dass sie als “feministische” Außenministerin auch nix kann. Und jetzt haben wir Lügen, Stadtbild und ekelhafte Deutschtümelei in Brasilien. Merkel hat das immer gewusst, was der für ein Typ ist. Die Union wäre ohne Merz, Spahn, Linnemann, Söder und Klöckner besser dran, finde ich.

Die „Wirtschaftsweisen” warnen die Bundesregierung, Chancen zu verspielen und fordern zu einem Kurswechsel auf.  Schuldenquote. Sie sprechen sich in ihrem Jahresgutachten auch dafür aus, die Erbschaft- und Schenkungsteuer zu reformieren – mit dem Ziel einer gleichmäßigeren Besteuerung aller Vermögensarten. Aber es wäre ja lächerlich, wurde die CDU mal auf promovierte Experten der Wirtschaft mit langjähriger Erfahrung hören, wo kommen wir denn da hin. Dazu habe ich weiter unten noch einen guten Podcast Tipp für euch.

Wenn wir an einem Punkt der Ungleichheit angekommen sind, dass sogar die Wirtschaftsweisen sagen, dass das ganze “nach unten treten” (Experten nennen das trickle down) keinen Sinn hat und dem Wachstum nicht nützt, sollte das doch auch den letzten Menschen mal die Augen öffnen. Auch wenn das den ins Unermessliche wachsenden privaten Reichtum begrenzt.

Neues aus Absurdistan:

Das Epstein Theater in den USA geht in den nächsten Akt und spitzt sich zu.

Die Trump in den Allerwertesten kriechende FIFA hat jetzt bestätigt, dass dieser sich aussuchen kann, in welchen Städten Fußball-WM-Spiele ausgetragen werden. Dreimal dürft ihr raten, dass es nur Städte sein werden, wo Republikaner regieren und ihm auch zu Willen sind. Demokratische Bürgermeister haben das Nachsehen. Pure erbärmliche Erpressung ist das. Man sollte diese WM wirklich komplett boykottieren, zumal die FIFA scheinbar gerade extra für den orangenen Trumpel eine Art Friedensnobelpreis entwirft. Weil er den echten ja nicht bekommen hat.

Die Schweizer haben DT einen Goldbarren und eine goldene Rolex geschenkt, daraufhin hat er die Zölle für die Schweiz fast komplett abgesenkt.

Dieses Drehbuch kann sich wirklich niemals ausdenken. Ich skippe inzwischen jede zweite Nachricht, wenn ich morgens in Ruhe meinen Kaffee trinke, anders hält man das ja nicht aus. Bin auch inzwischen im Christmas Mug Modus, der Schrank ist schon umgeräumt.

Freitagstipps Christmas Mug

Good News!

Unser halbes Leben spielt sich inzwischen online ab – mit all seinen Licht- und Schattenseiten. Es wird einerseits berichtet, dass Millionen Meta-Nutzer:innen in Deutschland Anspruch auf Schadensersatz haben könnten, weil der Konzern offenbar Daten weitergegeben hat. Andererseits geht ein neuer digitaler Safer Space für junge Queers an den Start – ein Angebot, das vielen endlich Schutz und Gemeinschaft bietet.

Ein neuer Satellit stärkt weltweite Klimawarnsysteme. Europas neuer Satellit Sentinel-6B soll den Meeresspiegel so genau messen wie nie zuvor – und damit Klima und Küstenschutz verbessern. Das Gerät erfasst alle zehn Tage die gesamte Erde und liefert Daten, die Wetterprognosen, Frühwarnsysteme und Planungen für gefährdete Regionen präziser machen.

 

Freitagstipps

1. Nächste Woche ___________ .

2.  __________ wenn ich könnte wie ich wollte.

3. Es riecht nach Weihnachten wenn  _____________ .

4.  _________ IKEA.

5.  Es läuft  _________

6. ___________ immer und immer wieder.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Durchgebingt fast in einem Rutsch habe ich den neuen Netflix Thriller “The Beast in Me”. Aggie Wiggs (Claire Danes) ist eine gefeierte Autorin, die schon einige Bestseller veröffentlicht hat. Doch seit dem tragischen Tod ihres Sohnes hat sie sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und das Schreiben aufgegeben. Doch eines Tages wird Aggies Spürsinn für spannende Geschichten von Neuem erweckt, als der Immobilien-Mogul Niles Jarvis (Matthew Rhys) ins Haus nebenan einzieht. Dieser war einst der Hauptverdächtige, als seine Ehefrau spurlos verschwunden ist. Aggie fühlt sich von seiner Präsenz inspiriert und anstatt ihre eigene Trauer zu verarbeiten, will sie die Wahrheit herausfinden, was damals wirklich mit Niles Ehefrau geschehen ist. Die Spannunmg steigert sich von Folge zu Folge. Ich war allerdings wie auch bereits in Homeland von der ewig zitternden Unterlippe von Claire Danes leicht genervt, wo sie sich am Krankheitsbild der bipolaren Störung abarbeitete. Sie spielt die Rolle wirklich großartig, keine Frage. Aber ungeschminkt, hyperagil, immer kurz vor dem Nervenzusammenbruch – und androgyn in Edel-Vintage gekleidet ist vielleicht etwas zuviel des Guten.

Interessant für mich war auch, dass ich parallel noch “The Americans” zu Ende geschaut habe. Auch hier spielt Matthew Rhys die Hauptrolle, aber er ist wesentlich jünger. Die Rollen sind ähnlich rätselhaft und doch anders. Diese Serie hatte ich euch bereits letzte Woche empfohlen, ich bin immer noch begeistert das Finale der 6. und letzten Staffel war einfach episch, ganz anders als erwartet. Ich finde übrigens auch den Soundtrack der Serie super, 80er Musik, die Erinnerungen weckt. Und den geschichtlichen Hintergrund, der gut recherchiert ist. Wie der KGB zu Zeiten Gorbatschows eigentlich die Demokratie verhindern wollte. Ist ihnen damals nicht gelungen. Putin dann später leider doch.

Und ich war endlich mal wieder im Kino. Im zweite Teil von “Wicked”. Es war immer klar, dass der zweite Teil der Verfilmung des Broadway-Musicals angesichts seiner viel düstereren, ernsthafteren Stimmung (das ist einfach der Lauf der Geschichte des Zauberers von Oz) niemals die euphorischen Höhen des Vorgängers erreichen würde. Aber uns hat auch die zweite Hälfte des anti-faschistischen Musical-Erlebnisses begeistert. Allen voran die aufwändig gestalteten Sets, genauso wie die ca. neun Millionen Tulpen, die extra für den Film gepflanzt wurden. Die Hauptdarstellerinnen Ariana Grande und Cynthia Erivo überzeugen sowohl emotional als auch stimmlich erneut auf ganzer Linie. Aber es fehlen irgendwie die Ohrwürmer aus Teil 1 und schlicht und ergreifend ein emotionaler Höhepunkt wie „Defying Gravity“. Trotzdem ein schönes Märchen, gute Unterhaltung und natürlich auch The sexiest Man alive: Jonathan Bailey.

Ich habe den ersten Teil damals mit meiner Tochter in London im Originalton gesehen und diesen Teil jetzt in Deutsch. Deutsche Synchronisation ist leider nicht unbedingt ein Gewinn.

Freitagstipps zum Lesen

Die Kessler Zwillinge sind irgendwie ein Relikt aus meiner Jugend. Viele junge Menschen werden sie überhaupt nicht kennen, obwohl sie zu ihrer Zeit weltberühmt waren. Deutsche Superstars im Doppelpack, deren gemeinsamer Tod jetzt unangenehme Schlagzeilen machte. Lasst sie doch in Frieden ruhen.

Pippi Langstrumpf wird 80 Jahre alt! In jedem von uns sollte doch ein wenig Pippi Langstrumpf stecken, ein Hauch wenigstens, oder? Im verlinkten VOGUE Artikel las ich interessante Hintergründe zur Entstehung der Figur und warum Astrid Lindgrens Heldin nie aus der Zeit fällt.

Habt ihr schon mal den Begriff “Non-Sleep Deep Rest” gehört? Ich nicht. Der 20-Minuten-Schlafhack wirkt angeblich besser als jeder Powernap. Schlafyoga oder Entspannungsmeditation wird NSDR auch genannt. Ich bin da skeptisch.Der Trend ist längst zu einem Hype avanciert, der von Millionen von Menschen betrieben wird. NSDR: lebensverändernder Trend oder Humbug?

Freitagstipps zum Hören

Ich bin immer noch bei meinem Hörbuch  “Die Erbin” von Claire Winter* und habe noch 9 Stunden vor mir. Die ersten Kapitel ließen nicht erahnen, welche spannende Wendung die ganze Geschichte nimmt. Bei Hörbüchern gibt es außerdem große Unterschiede je nach Sprecher, finde ich. Und Sabine Kaak liest exzellent und sehr facettenreich, ein Genuss.

Trotzdem habe ich auch einen Podcast geschafft, weil mich das Thema sehr gereizt hat. Aladin El-Mafaalani ist Soziologe, Autor und Professor und war in der vorletzten Episode im Hotel Matze zu Gast. Er erklärt für mich sehr einfach und verständlich, warum der Populismus so stark ist, woher seiner Meinung nach der Vertrauensverlust innerhalb unserer Gesellschaft kommt. Vertrauen und Misstrauen in Wissenschaft, Medien und Politik, über „Misstrauensgemeinschaften“ auch innerhalb der Familien, warum Bekämpfen oft das Falsche verstärkt und was die Finanzkrise 2008 mit unserer Gegenwart zu tun hat. Der Podcast geht über drei Stunden und ich bin noch nicht ganz durch, aber ich habe bisher oft mit dem Kopf genickt und gedacht: ach so, ja, stimmt, da hat er recht.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, im Norden ist Schnee angesagt!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 847

31. Oktober 2025

Neue Woche, neue Freitagstipps und ich schreibe sie, während ich dick eingemummelt im Bett liege.

Erinnert ihr euch, dass ich mich am vergangenen Freitag auf mein 50jähriges Abi Treffen gefreut hatte? Nun ja, es war ein Erlebnis, an das ich aus verschiedenen Gründen noch länger denken werde. Denn ich habe mir wahrscheinlich bei der Gelegenheit meine zweite Covid Infektion eingefangen. Alle Termine abgesagt, krank gemeldet, drei Tage mehr oder weniger durchgeschlafen, und das Schlimmste ist inzwischen überstanden.

Als ich heute nacht gegen drei wachwurde und Heißhunger auf Schokoladenpudding hatte wusste ich das. Ehrlich gesagt hatte ich dieses Virus nicht mehr so auf dem Schirm. Aber die Symptome waren eindeutig und ich war dann nicht die Einzige mit positivem Test nach unserem Abi Treffen. Zumindest kann ich jetzt meinem Impftermin nächste Woche absagen.

Und das Abi Treffen? Ich verrate euch was: ohne Namensschild erkennt man nach 50 Jahren niemanden mehr so einfach. Außer Einige, die man zwischendurch mal gesehen hat. Während der Führung durch die Schule kamen dann tatsächlich so viele Erinnerungen zurück als wären keine 50 Jahre vergangen, seit ich das alte Gebäude verlassen habe. Nun ja, ich habe 10 Jahre meines Lebens da die Schulbank gedrückt, auch Samstags. Letzteres hatte ich schon verdrängt, dass wir auch Samstags Unterricht hatten. Rückblickend war es eine gute Zeit. Die ehemalige Schuldirektorin Schwester Benedicta erzählte uns während der Führung, wir wären seit 1968 die erste Gruppe, die sich nach 50 Jahren in der Schule treffen, oft enden die Initiativen früher.

Am Montag habe ich noch einen riesigen Schwung Materialpakete aus meinem Shop fertiggemacht und zur Post gebracht. Ich habe mit meiner Nachbarin im sehr matschigen Wald bei Nieselregen den Weihnachtsbaum für unseren Hof ausgesucht.Und einen Blogbeitrag zum ATC-Adventskalender geschrieben. Kurz danach war ich dann für den Rest der Woche ausgeknockt.

Dabei habe ich viel zu tun! Aber es kommt eben manchmal anders. Heute morgen schmeckte der Kaffee jedenfalls wieder und da morgen Feiertag ist werde ich heute Abend um 9 im fast leeren Supermarkt mit Maske einkaufen gehen. Ist bestimmt irgendwie komisch, aber muss sein.

Heute ist Halloween, das wird bei uns im Hof groß und gruselig gefeiert. Ohne mich natürlich dieses Mal. Ich vermisse auch die Zeit, als meine Kinder noch zuhause waren und mein Sohn die schönsten Kürbisse geschnitzt hat.

Freitagstipps Halloween Kürbis

Und sorry, das ist doch komplett gestört das es um vier oder fünf Uhr bereits stockdunkel ist. Das ist einfach mitten am Tag. Leute sitzen um fünf Uhr in einem Café und trinken nen Kaffee in kompletter Dunkelheit. Wir verbringen einfach Monate gefühlt in Finsternis. Kann mal irgendwer das Licht anmachen, bitte.

Und sonst so?

Umberto Eco sagte mal:

“Die sozialen Medien geben Legionen von Idioten das Wort, die früher nur nach einem Glas Wein im Wirtshaus quatschten, ohne die Gemeinschaft zu schädigen. Damals wurden sie schnell zum Schweigen gebracht, doch jetzt haben sie dasselbe Rederecht wie ein Nobelpreisträger. Es ist die Invasion der Schwachköpfe.”

Da ist was dran.

Merz macht Urlaub. Was das für das Stadtbild von Palma de Mallorca bedeutet. Er “nimmt sich eine Auszeit”. Von was, Friedrich? Von was?

Und ich denke manchmal, dass die in der CDU und CSU alle im Geschichtsunterricht geschlafen haben.

Gute Neuigkeiten!

Hab das Gefühl es geht wieder bergauf:

  • Wilders verliert die Wahl in den Niederlanden
  • Die linke Connolly wird in Irland Präsidentin
  • Gegen Julian Reichelt wird wegen Volksverhetzung ermittelt
  • Der geplante Register für trans Personen scheitert im Bundesrat
  • der Sprecher der Republikaner im Repräsentantenhauses schließt eine 3. Amtszeit Trumps aus
  • Republikaner im US-Senat stellen sich in einer Abstimmung gegen Trump
  • Spanien will das Recht auf Abtreibung in der Verfassung verankern

 

Freitagstipps

1. Am 1. November ________.

2. _________ warme Füße.

3. Wenn ich wählen dürfte, ___________.

4.  ________ muss ich als nächstes dringend erledigen.

5. Draussen vor der Tür ________ .

6.  ________ war meine letzte Bestellung im Internet.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Allerheiligen

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Seit Dienstag ist die Doku über den Rapper Haftbefehl (mit bürgerlichem Namen Aykut Anhan) auf Netflix zu sehen, die meiner Meinung nach Pflichtprogramm in Schulen werden sollte. Ich fand sie unglaublich intensiv und beeindruckend.

Für “Babo – Die Haftbefehl-Story” wurde Aykut Anhan, seine Frau und ihre drei Kinder, zwei Jahre lang begleitet. Es wird von seiner schwierigen Kindheit erzählt, von seinem Aufstieg in die Charts und seiner Kokainsucht. Die eindringlichen Bilder dieser Dokumentation erschüttern. Grund dafür sind vor allem die körperlichen Veränderungen des 39-Jährigen, eine der Folgen des jahrzehntelangen Drogenkonsums. Sie werden in der Doku brutal ehrlich gezeigt. Schon mit 13 Jahren habe er mit Koks angefangen, daraus seien 25 Jahre geworden. Trotzdem hat er es an die Spitze der deutschen Rap-Charts geschafft. Der Film, produziert von Elyas M’Barek, schockiert, weil er den Rapper nur am Rande als gefeierten Musiker zeigt. Im Mittelpunkt steht ein Mensch, der sein Kindheitstrauma nie aufarbeiten konnte, seit Jahrzehnten der Sucht verfallen ist und nun vor laufender Kamera um sein Leben kämpft. Schonungslos ehrlich und in Szenen erzählt, die einen kaum loslassen.

Nicht mein Musik-Genre, ich kannte ihn ehrlich gesagt bisher nicht. Offenbachs Schülerrat (der Rapper kommt aus Offenbach) fordert nun “eine bewusste Auseinandersetzung” – mit Musik, Texten, der Biografie von Haftbefehl, unter anderem in den Fachern Musik und Deutsch.

“Wenn Schule ein Ort der Lebensrealität sein soll, dann darf sie nicht nur Goethe lesen, sondern auch Haftbefehl hören”, so Cengizhan Nas, stellvertretender Stadtschulsprecher. Ich finde diesen Vorschlag der jungen Menschen sehr wichtig!

Und dann habe ich noch das neuste Meisterwerk der Regisseurin Kathryn Bigelow gesehen. Mir sind ihre ausgezeichneten Produktionen “Zero Dark Thirty “und “The Hurt Locker” noch in Erinnerung. “A House of Dynamite” belegt derzeit in 70 Ländern den ersten Platz der Netflix-Spielfilm-Charts. Der Thriller zeigt einen Atomangriff auf die USA, bei dem der Einschlag der Rakete in Chicago in weniger als 30 Minuten erfolgen wird. Ein Abwehrversuch schlägt fehl, der Einschlag selbst wird nicht gezeigt, dafür die verzweifelten Beratungen von Militärs, Ministern und dem US-Präsidenten aus drei unterschiedlichen Perspektiven.

Ein exzellente gemachter Film. Das unangenehme, frustrierende Gefühl des Endes – eines Endes, über das man keine Kontrolle hat – entspricht dem Gefühl der Figuren, die den Ereignissen hilflos zusehen müssen. Und als Belohnung regt es zum Nachdenken darüber an, was man als Präsident jetzt tun würde, da einem keine klare Handlungsrichtung vorgegeben wird – genau wie alle von ihm erwarten, eine Entscheidung zu treffen, obwohl ihm kaum Informationen zur Verfügung stehen.

Das Ende frustriert, dabei geht es im Film nicht um das Ende. Man sieht im Film eine Fiktion. Oder eine Realität, in der wir bereits leben, besonders nachdem der Irre in Washington gerade neue Tests seiner atomaren Waffen angeordnet hat. Der Punkt ist, wenn eine Situation wie im Film eintritt, ist es egal, wie die Entscheidung ausfällt, die Welt wie wir sie kennen wird es nicht mehr geben.

Das Pentagon (oder Kriegsministerium, wie es der neue Chef und ehemalige Talkshow Host Hegseth gerne nennt) bestreitet das Szenario. Laut einer Mitteilung an die eigenen Mitarbeiter (!) liege die Wahrscheinlichkeit, eine feindliche Atomrakete abschießen zu können, bei 100 Prozent. Ist das jetzt beruhigend? Eher nicht.

Ich brauche jetzt wirklich dringend eine meiner Wohlfühl-Serien und Weihnachtsfilme.

Freitagstipps zum Lesen

Als ich das hier gelesen habe, musste ich laut lachen. Im Streit um geschlechtergerechte Sprache sorgt in Friedrichsdorf eine Feuerwehr-Satzung, die nur noch weibliche Amtsbezeichnungen kennt, für reichlich Zündstoff zwischen Bürgermeister und CDU-Fraktion. Ich würde mal sagen, der Schuss ist nach hinten losgegangen für die CDU, haha! Gender Zoff wegen Feuerwehrsatzung in Friedrichsdorf.

Manche Trends sind witzig und unterhaltsam. Manche muss man einfach nicht verstehen. Kennt ihr den 6-7 Trend? Mir ist er öfter auf Tiktok begegnet, aber was soll das?  Kinder schreien „6-7!“ – Lehrer verzweifeln

Wolfgang Crom wacht über mehr als 1,2 Millionen Karten, Atlanten und Globen im Kartenlesesaal der Staatsbibliothek in Berlin. Für ihn sind sie ein Schatz, der uns auch helfen kann, die Klimakrise zu bekämpfen. Ich höre zum ersten Mal von diesem Ort und beim Lesen von “Der Kartenhüter” habe ich direkt Lust verspürt, diesen Raum mal zu besuchen, wenn ich wieder in Berlin
bin.

In Essen entsteht ein Erinnerungsort, der Zeitzeug*innen der Shoa durch Hologramme lebendig macht. Besucherinnen können den Überlebenden Fragen stellen, die KI aus echten Interviews beantwortet. Das Projekt „Holo-Voices“ öffnet am 27. Januar 2026. Ziel ist es, Geschichte greifbar und persönlich erlebbar zu machen.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe während meines Herumlungerns im Bett in den letzten Tagen unter anderem den neuen Hotel Matze Podcast gehört. Zwei Stunden mehr oder weniger Monolog von Michel Friedmann zum Thema Demokratie. Ich mochte ihn früher nicht, aber was er hier über Nörgeln, die Partei des Hasses und wie wichtig es ist, dass wir im Alltag und auch in kleinen Dingen Demokratie leben, macht durchaus Sinn. Wie können wir jeden Tag Demokratie üben?

Und ich habe in eine neue Podcast Reihe reingehört. Brigitte Huber & Stephan Seiler sprechen in ihrem neuen Podcast über die großen und kleinen Fragen des Älterwerdens. Ich bin gerade bei dieser Folge mit Dermatologin Dr. Yael Adler, es geht um unsere Haut und was und was nicht Sinn macht, wenn es um Seren & Co. geht.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch einen schönen Start ins lange Wochenende!

Alles Liebe

Barbara