Scrapbooking

Kostengünstiges Scrappen – Teil 1

11. Juli 2007

Als ich Barbara in einem ersten Brainstorming den Vorschlag zu diesem Artikel gemacht habe, meinte sie nur "Da machst du aber den Bock zum Gärtner". Ok, ich gestehe das wir beide sicherlich einen ungeheuren Berg an Scrapsachen über die Jahre gesammelt haben, aber vieles bleibt irgendwie ungenutzt, dümpelt in Schubladen und Dosen vor sich hin. Warum sollt ihr also nicht von unseren Fehlern und Erfahrungen profitieren? Ausserdem befinden sich in meinem Bekanntenkreis viele Leute, die zwar gerne scrappen wollen, aber wirklich nur monatlich ein begrenztes Budget von gerade mal 15 bis 20 Euro zur Verfügung hätten.

Barbara und ich haben uns also mal hingesetzt und gebrainstormt. Ausserdem fiel uns ein sehr interessanter Artikel bei 2Peas (amerikanisches Forum) zu diesem Thema in die Hände.

Wir haben uns vorgenommen, dieses Thema in mehrere Artikel aufzuteilen und nach Möglichkeit noch Beispiele dazu zu kreieren. Vielleicht habt ihr auch Tricks und Kniffe auf Lager, um Geld beim Scrapbooking zu sparen.

Unser erster Tipp : Vermeidet Impulskäufe ! Aus leidvoller Erfahrung wissen wir, wie leicht man sich verleiten lässt immer SOFORT the latest and greatest haben zu müssen. Um so ärgerlicher, wenn man keine 4 Wochen später diese Artikel schon heruntergesetzt in den Shops findet. Sonderangebote und Rabattaktionen der Shops sollte man hingegen nutzen, und dann auch in grösseren Mengen Basics wie Cardstock und klassische Buchstabensticker und RubOns kaufen. Es lohnt sich auch immer auf Versandkostenfreiheit zu achten, besser seltener und mehr bestellen um diesen Rabatt mitzunehmen.

Überlegt euch, ob ihr z.B. diese großgemusterten Blumenpapiere und große grafische Muster, wirklich auf Layouts einsetzen wollt, und wenn, dann reicht auch nur ein Bogen, das gleiche gilt für super-trendige Papiere und Embellishments.

Die Fülle der Angebote und der Konkurrenzkampf der Hersteller ist teilweise erdrückend und auch für Anfänger eher abschreckend. Wir werden inzwischen zugeschmissen mit vollgestopften bunten Layouts, die von Design-Team-Designern nur zum Zwecke der Produktvermarktung gemacht worden sind und wo die Fotos und die Geschichte eher zu Statisten verkümmern.

Zu vergleichen ist diese Art des Marketings, speziell in der Zeit wenn neue Produkte auf den Markt kommen, vielleicht mit den großen Modeschauen, interessant und oft schön anzusehen aber für den täglichen Gebrauch ungeeignet und unbezahlbar.

Also, erst überlegen und dann kaufen kann sich bezahlt machen !

Ein Tipp besonders für Anfänger: sparen sollte man nicht an Werkzeugen, eine gute Schneidemaschine mit selbstschärfender Klinge oder ein guter Cutter mit nicht rutschendem Alu-Lineal sind zwar Anfangs eine grössere Investition, machen sich aber auf längere Sicht bezahlt.

Auch ein guter Kleber ist leider etwas teurer, aber was nützt die liebevolle Arbeit , wenn die Sachen nach einem Jahr von den Seiten fallen weil man Billig-Klebestifte benutzt hat.

In der nächsten Zeit werden wir euch unsere gesammelten praktischen Spar-Tipps weitergeben, wenn ihr etwas beisteuern könnt, dürft ihr das gerne in dem Kommentaren tun.

Als kleine Inspiration hier noch ein Link zu Carrie Owens. Sie scrappt fast nur mit Cardstock, Fotos und Stift, und sie setzt immer nur wenig gemustertes Papier ein. Man findet wunderbare Beispiele, wie schön Scrapbooking mit wenig Material sein kann, und preiswert noch dazu !

•••• BARBARA & INES

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6 Comments

  • Reply Daniela 11. Juli 2007 at 12:13

    Guter Artikel, ihr sprecht mir aus der Seele! Ich habe neulich Papiere „second hand“ gekauft, das bekommt man oft günstig – und wenn man noch keine Papiere besitzt, findet man auch die aus der letzten Saison noch schön… 😉 Unabdingbar sind für mich ein paar universell einsetzbare Stempel, Stempelkissen und Acrylfarben.

  • Reply Annnette 11. Juli 2007 at 14:08

    Ich freue mich über diesen Artikel und werde es verfolgen!
    Vielen Dank

  • Reply Karin 11. Juli 2007 at 18:30

    Das ist eine Klasse Idee von Euch beiden.
    Bin schon gespannt auf Euere Ideen und Anregungen. Ich komme auch immer wieder zu dem Schluß, das man viel zu viel Geld ausgibt, und die Sachen dann doch wieder herumliegen.
    Ein Tip von mir: Fotos mit in den Scrapbookladen nehmen, und gleich vor Ort und Stelle passendes buntes Papier kaufen. Man sieht gleich, ob’s dazu passt und verwendet es dann i.d. Regel auch. Leider gibt’s hier in der Gegend keinen Laden, und so konnte ich meine Tip nur 1x testen, als ich zu einem Laden extra mal hingefahren bin (1 Stunde fahrt – da sind auf die Dauer die Versandkosten allerdings wesentlich billiger!). Hab dann aber auch nur was passendes für die nächsten Fotos gekauft und auch alles so verwendet. Kann ich also nur empfehlen – wenn ein Laden in greifbarer Nähe ist.

  • Reply Renate 11. Juli 2007 at 20:59

    Irgendwie sprecht ihr mir ja aus der Seele mit der Feststellung zu den vollgestopften Layouts. Andererseits meine ich festzustellen, dass die Art des scrappens auch Ausdruck der eigenen Persönlichkeit ist, ähnlich wie die Wohnungseinrichtung. Und hier gegen die eigenen Vorlieben anzuarbeiten dürfte nicht viel Freude bringen. Und der Spaß und die Freude mit und an den eigenen Werken sollten doch im Vordergrund stehen.
    Aber egal, auf welche Art jemand scrapt, eure Tips zur rationellen Verwendung des meist teuren Materials wird wohl allen hochwillkommen sein.

  • Reply Britta 11. Juli 2007 at 21:03

    Prima Artikel! Immer öfter erlebe ich, daß ich ausgerechnet DEN Farbbereich als pp (gemustertes Papier) gerade nicht zuhause habe, den ich verwenden möchte. Gerne greife ich dann auf digitale „Papiere“ zurück, die ich mir ca. in der Größe ausdrucke, wie ich sie auch brauche, und zwar auf mattem Fotopapier. Dieses ist schön fest, lässt sich prima verarbeiten und bei diversen Discountern ( meins war von Aldi Nord) kostengünstig zu bekommen

  • Reply Iris 11. Juli 2007 at 21:48

    Tolles Thema meine Lieben!
    Mein Senf dazu:
    Ich hab nun das erste Mal richtig bewusst mit einem Kit gearbeitet und such grad aus meinem großen Foto-Stoß die passenden Fotos zu den Papieren aus. So scrappe ich Fotos, die ich sonst vielleicht nicht so schnell verarbeitet hätte, und verbrauche wirklich einen Großteil des Kits und auch mehrmals dasselbe Papier.
    PP mit mehreren Mustern auf einer Seite find ich ganz praktisch, da ich ja sonst eh kaum einen Bogen von einem Muster brauche. Bleiben also viel weniger „Reste“, die dann eh keiner mehr anschaut.
    Wenn ich ein Foto mit PP matte, lass ich hinter dem Foto grad soviel PP stehen dass ich es kleben kann und den Rest schneid ich aus und verwende es für weitere Sachen, z.B. Titel daraus schnippseln etc. Ich höhle den Foto-Mat quasi aus.
    Ich verwende ziemlich oft nur ein paar Zentimeter-dicke Streifen von PP auf den Layouts, ich hab es gern, wenn das PP nur die Aussage des Fotos unterstützt.
    In Stempel investiere ich gern, weil die ja kein Verbrauchprodukt sind, wie z.B. Rub Ons oder Sticker. Die kauf ich zwar auch hie und da, hab da aber Skrupel, sie auch wirklich zu verwenden.

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