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Instagram Stories vs. Snapchat und Periscope

29. August 2016

Ein paar Gedanken zu Snapchat, Periscope und Instagram Stories, meine Gedanken zu diesem Thema.

Mit Snapchat bin ich eigentlich nie richtig warm geworden. Reality TV live und zeitlich begrenzt.

Ich habe mal reingeschaut, die App runtergeladen und folge ein paar Menschen dort. Man muss ja mitreden können. Die Snaps von Juli zum Beispiel, @heimatPOTTential, sind extrem witzig, Storytelling vom Feinsten. Ich folge ein paar jungen ehrgeizigen und sehr geschäftstüchtigen Modebloggern und bin erstaunt, was in der Szene so abgeht. Auch die Wirtschaft nutzt das Social Media Phänomen, Influencer packen in 10 Sekunden Filmchen gekonnt und einhändig Berge von Designertaschen und Wimperntusche aus.

Ich folge auch ein paar Promis und ein paar Scrapbookern. Aber da Snapchat unglaublich viel mobiles Datenvolumen und Akku frisst, beschränke ich mich inzwischen darauf, nur im WLan bei Snapchat herumzuswipen (sagt man das so?) und zu klicken.

August2016

Ich finde Snapchat nicht intuitiv bedienerfreundlich und die Filter sind Geschmackssache, mein Geschmack ist das weniger, aber ich bin auch nicht die Zielgruppe.

Die App wird im Wesentlichen von Teenies genutzt, meine Kinder nutzen sie schon lange (nicht öffentlich) um sich witzige Sachen zu schicken. Oder ihre Mutter heimlich in peinlichen Situationen zu filmen und ihre abwesenden Geschwister mit dererlei Albernheiten zu erfreuen 😉

Selber habe ich aber nie das Bedürfnis verspürt, Snapchat für meine Bilder zu nutzen, auch, weil es mir zu kompliziert scheint.

Und dann kam Instagram Stories.

Die Photo-Sharing App Instagram ist ja bekanntermaßen sowieso mein Lieblingsspielzeug im Social Media Bereich. Liebe ich doch schöne Fotos und Locations, gutes Essen und Tipps zum Shoppen, Feiern, Urlaubmachen und Interior Design. Dafür finde ich Instagram einfach perfekt.

Vor einigen Wochen dann gab es großes Geschrei, der fiese geldgierige Herr Zuckerberg macht aber auch alles nach, kopiert er doch einfach Snapchat, nachdem er sich schon Instagram einverleibt hat. Leute, das war doch nur eine Frage der Zeit und ich finde daran nichts verwerfliches. Gute Ideen werden eben kopiert.

Mit der Erweiterung von Instagram um die Live-Videofunktion, die 24 Stunden abrufbar ist, hat Snapchat gehörige Konkurrenz bekommen, und Konkurrenz belebt das Geschäft, sagt man.

Ich würde mir sogar eine “App für alles” wünschen und ich denke, dass auch das nur noch eine Frage der Zeit ist. Denn mal ehrlich: hat ernsthaft jemand die Zeit, sich den ganzen Quatsch auf allen Kanälen anzuschauen?

Jedenfalls habe ich seit einigen Wochen die Instagram Stories auch für mich genutzt und habe Spaß daran. Unterwegs und zuhause. August20161

Die coole Kaffeebude in München via Instagram entdeckt, hingefahren und direkt 'ne Story daraus gemacht. Das ist Sharing und meiner Meinung nach der große Vorteil von Instagram und den Location Tags. Hashtag #coffeeroaster und #München eingegeben und schon findet man die Hipsterlocations, auch wenn unterwegs ist. Lässt sich wie gesagt natürlich auch für Shopping prima anwenden. Oder für Burger. Oder für Superfood 😉

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Der große Vorteil daran ist meiner Meinung nach, dass man die Stories der Menschen, denen man bei Instagram sowieso schon folgt, automatisch sehen kann. Kann, nicht muss. Ich fand es anfangs total witzig, die Stimmen und Menschen hinter den Insta-Fotos zum ersten Mal zu sehen, huch!

Die kleine dezente Leiste am oberen Rand stört nicht, wie man an diesem Screenshot sieht (doch, es gibt tatsächlich Leute, die sich auch darüber bei Facebook echauffieren können, mimimi, was soll das, diese Kreise, die da oben jetzt sind, stören mich….)

Für diejenigen von euch, die es noch nicht kennen: tippt man auf den Kreis des Users, kann man die Story sehen, die oft aus einer Mischung von Videos und Fotos besteht. Oben links, das kleine Pluszeichen, ist das Symbol, unter dem die eigene Story erstellt werden kann. In der Schublade rechts werden einem Chats und Nachrichten angezeigt. Supereasy. Und Peinliches kann man löschen, alles löscht sich ja nach 24 Stunden sowieso. Ein kleiner Einblick ins Leben, ein Augenblick in einer tollen Urlaubslocation, oder auch kurze DIY Anleitungen, eine bunte Wundertüte.

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Foto: Yvonne Lesser http://www.puppenzimmer.com/

Ebenfalls interessant ist es zu beobachten, wie verschiedene Leute das neue Feature von Instagram verschieden nutzen. Besonders in der Bloggerszene. Instagram Stories ist im Gegensatz zu Snapchat international wesentlich einfacher zu nutzen. Und man muss nicht umständlich die Nicks der Snapchatter suchen, hinter deren vermeintlich ungeschminkte Wahrheiten man schauen möchte. 

Nach meinen ersten Wochen Erfahrung gibt es bei Snapchat wesentlich mehr Selbstdarsteller und Seelenstriptease als bei Instagram Stories, aber das ist mein subjektives Empfinden. Und ist nicht wertend gemeint, alles hat seine Berechtigung und kann unterhaltend sein.

Und dann ist ja da auch noch die gute "alte" App Periscope. Die ich echt geliebt habe, oder immer noch liebe. Meine All-Time-Favoriten Tim Holtz, Becky Higgins und Heidi Swapp waren mit die ersten in der DIY Szene, die Periscope wunderbar genutzt haben. Ich folge Journalisten wie Carsten Behrend und Sendungen wie ZDF heuteplus. Und morgens werde ich immer noch gerne von efrenchcafe geweckt, die mich mit ihrem Handy mit zum Sonnenaufgang nach Südfrankreich nimmt.

Ich mag die direkte Interaktion, des Chats, den der Sendende direkt sieht und antworten kann. Und das liken mit den Herzchen.

Aber leider ist der Chat öffentlich, und wird von Trollen und Hatern und andern Blödmännern genutzt. Womit wir wieder beim Thema meines vorigen Blogbeitrags sind ….

Aber mir kommt Periscope jetzt (die App gibt es seit etwas mehr als einem Jahr) fast vor wie aus einer anderen Zeit, ist das nicht erschreckend?

Aber so isses, ich bin gespannt, wie sich das alles in den nächsten Wochen entwickeln wird. Ja, ich meine Wochen, denn es geht alles in einem solchen Tempo, dass Snapchat auch in ein paar Wochen schon Wüste sein kann.

Oder nicht? Oder doch? Wer wird gewinnen, denn es kann nur einen geben?

Um die Frage für mich zu beantworten: ich mag Instagram Stories und werde es weiter nutzen, auch ohne alberne Hundezungen-Filter 😉 Wenn ihr mögt findet ihr meine Stories unter meinem Instagram Account.

Was meint ihr? Was nutzt ihr oder mögt ihr? Wem folgt ihr? Verratet ihr es? 

Ich bin gespannt !

Alles Liebe

Barbara

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7 Comments

  • Reply Julia Klein 30. August 2016 at 6:31

    Snapchat habe ich nie verstanden und hatte somit recht schnell die Lust verloren.
    Wollte mir aber auch einfach keine Zeit nehmen, um diese App zu verstehen. Vielleicht hat mich auch abgeschreckt das alles so schnell geht? Ich weiss es nicht. Insta Stories macht Spaß, wobei ich auch da zugeben muss das mich manche Personen schon ein bisschen nerven. Nic (luziapimpinella) hatte kürzlich auf ihrem Blog auch darüber geschrieben und auch ihr muss ich leider recht geben. Denn so toll diese App ist, manche Nutzer denen man sonst gerne gefolgt ist macht Insta Stories plötzlich irgendwie unsympathisch. So seltsam das auch klingen mag. 🙂 Aber so ist das eben im Social Media Life und ich finde es toll wie es sich weiter entwickelt! 🙂
    Ende vom Lied: ich mag Insta Stories lieber. 🙂
    LG Julia

  • Reply Experimente aus meiner Küche 30. August 2016 at 9:46

    Oh ich bin ja auf deinem Screenshot :))))
    Also ich liebe Instagram, aber die Instagram-Story hakt und lädt bei mir einfach nicht richtig. Somit bleibe ich erstmal bei Snapchat. Aber mal sehen, was die Zukunft so bringt.
    Lieben Gruß
    Yvonne

  • Reply Sabine 30. August 2016 at 10:20

    Snapchat habe ich mir runtergeladen und dann ein paar Stories von Frau Hölle geguckt. Aber es war mir irgendwie zu langatmig, zu anstrengend und dann auch noch die Namen derjenigen herauszufinden und dann dran zu bleiben, sodass ich das Programm bald wieder vom Handy gelöscht habe.
    Die Instastories finde ich hingegen witzig, vor allen Dingen, weil die Videos z. Teil nur ein paar Sekunden lang sind, die „zieht“ man sich schnell mal zwischendurch rein.
    Da bleibe ich sicher dran!
    Ganz liebe Grüße Sabine

  • Reply Ingrid 30. August 2016 at 13:41

    nennt mit altmodisch oder „zurückgeblieben“ Aber ich nutze weder Facebook, Twitter, Instagram oder ähnliches. Ich wüsste nicht, was mir das „bringt“. „Freunde“ bei Facebook? Brauche ich nicht, mir sind meine realen Freunde lieber und wichtiger. Twittern? Warum? Wenn interessierts warum ich gerade wo bin oder was ich gerade mache? Instagram? Nö. Warum soll ich „der Welt“ meine Bilder zeigen? „Coole“ Locations finde ich auch, wenn ich Einheimische frage, so kommt man dann auch noch mit Menschen in Kontakt ;)Ich bin nach einem 9 Stunden Arbeitstag (80 % davon vor dem PC) privat so gut wie gar nicht „online“. Ich lese einige wenige Blogs (so wie diesen ;), Lese meine Mails und shoppe online. Das wars dann aber auch schon.
    Sicher, wenn ich etwas vermarkten müsste/wollte wären diese Medien sicher auch meine Wahl. Zum verkaufen bzw. aufmerksam machen geht es (leider) nicht (mehr) anders.
    Aber da ich das alles nicht muss – lebe ich weiter mein socialmediafreies Leben und geniesse es 😉
    Ich hatte bis vor kurzem noch nicht mal ein Smartphone – Ich bin wohl doch ein ziemlich hoffnungsloser Fall 😉
    Liebe Grüsse
    Ingrid

  • Reply ela 1. September 2016 at 17:40

    Es würde mich wohl in die Klappsmühle bringen, all das zu lernen, auszuprobieren, immer up to date sein zu müssen und nach ein paar Wochen wieder einem anderen Hype hinterher zu rennen. Meine Zeit dafür zu investieren … alles sehen zu wollen …. nicht mehr in DIESER Welt sondern irgendwo in einer virtuellen Welt zu leben. Ist das nicht irgendwie auch eine Flucht?
    Einerseits beneide ich Barbara, wie sie das hinkriegt. Manchmal würde ich ihr gerne über die Schulter schauen. Einfach mal gucken was geht. Aber ich bin noch „schlimmer“ als Ingrid, laufe lieber OHNE Handy durch den Wald als mit Smartphone vor der Nase einem Pokemon hinterher. Ständig süchtig auf das Display zu sehn nervt mich schon, wenn ich andere dabei beobachten (muss).
    Interessant, wenigstens hier darüber lesen zu können. Danke Barbara
    ela

  • Reply k1von3 2. September 2016 at 5:44

    Also mit Snapchat kann ich wenig anfangen – trotz des Alters. Mich stört vor allem, dass angesehene Snaps nicht mehr verfügbar sind, sobald man sie eben angesehen hat.
    Instagram hingegen mag ich unglaublich gerne, wenn ich es auch viel zu selten nutze (was ich aber ändern möchte 😉 ).

  • Reply Bine 2. September 2016 at 6:29

    Liebe Barbara, ich unterschreibe alles.
    Bei Snapchat schaue ich dann und wann rein und finde die Leute, denen ich folge
    sehr unterhaltsam- sonst würde ich ihnen nicht folgen 🙂
    Instagram Stories nutze ich selber, schaue und filme. Es ist noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber
    man wächst ja mit seinen Aufgaben!
    GLG Bine

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