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Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 860

6. Februar 2026

Die Tage werden länger, ich glaube, das brauchen wir jetzt alle, oder?

Ich schwanke täglich zwischen dem Bedürfnis, einfach ein paar Wochen Winterschlaf zu machen und dem, nicht wegzusehen und nicht die Augen zu verschließen, vor dem, was unser Weltbild gerade so umkrempelt. Mein Pensum an Social Media und Doomscrolling fiel leider auch etwas üppiger aus und ich war ein willenloses Opfer der Algorithmen.

Mentale Gesundheit ist zweifelsohne wichtig, aber wegsehen ist keine Option mehr. Fuck it. Ja, genau, ich habe neulich gelesen, dass wir alle ab und zu etwas mehr fluchen sollten. Denn Studien zeigen: Ob beim Sport, im Job oder im Alltag – wer vor oder während einer anstrengenden Aktivität flucht, bekommt einen Leistungsschub.

Fluchen, also schimpfen, aktiviert das Nervensystem und steigert die Herzfrequenz. Dadurch gelangt mehr Sauerstoff in die Muskeln, die dadurch leistungsfähiger werden. Außerdem versetzt es den Körper in einen Stresszustand, Adrenalin und Endorphine werden ausgeschüttet. Die Folge: wir spüren weniger Schmerzen.

Wieso fluchen wir, wenn wir gestresst sind? Unter Stress fluchen wir mehr, da in diesem Moment der Teil des Gehirns, der für angemessenes Verhalten zuständig ist, weniger aktiv ist – der präfrontale Kortex.

Schimpfen dient auch als Druckventil, um Stress abzubauen – was allerdings keine Entschuldigung sein soll, öfter in der Öffentlichkeit zu fluchen. Wir fluchen schon seit Ewigkeiten. Das älteste bekannte Schimpfwort ist 3.000 Jahre alt: „Du Hund” taucht in der ersten hinduistischen Schrift auf.

Quelle: ZEIT. Spektrum Kompakt. Appearing credible? Swearing helps!” in Psychology, Crime & Law

Mittlerweile verlieren viele Beleidigungen und Schimpfwörter ihre ursprüngliche Bedeutung und werden enttabuisiert. Es ist teilweise sogar so: Wer einer Aussage mit einem Schimpfwort mehr Druck verleiht, wird häufig als glaubwürdiger wahrgenommen und stärkt ein Gefühl von Solidarität.

Also: lasst es raus.

Ich jedenfalls habe kräftig geflucht, als ich diese Woche einen nagelneuen Drucker für meine Bürosachen und Workshops wieder in die Verpackung quetschen und zum Paketshop schleppen musste. Dabei fing es so gut an: ich habe es alleine im ersten Anlauf geschafft, das Ding anzuschließen und ins WLan einzubinden. Drucken allerdings tat er nicht.

Nach Stunden mit irgendeinem Chatbot auf der Hilfeseite des Herstellers und drei umständlichen Telefonaten mit der Hotline stellte sich raus, dass die Einrichtungspatrone defekt war. Und man mir letztendlich sagte, ich müsse den Drucker gegen Erstattung des Kaufpreises zurückschicken. Mir einfach eine Ersatzpatrone zu schicken war nicht vorgesehen. Ihr kennt doch sicher diese Verpackungen mit Styropor und Folien im Karton, es war eine verfluchte Sch***,  das Ding mit Zubehör wieder da rein zu bekommen. Und natürlich funktionierte der Drucker an der Packstation nicht und vor dem Paketshop war kein Parkplatz frei.

First world Problems, braucht kein Mensch.

Freitagstipps Sonnenuntergang

Aber meine Woche hatte auch viele schöne kleine Momente. Flohmarkt am Sonntag mit einigen schönen Schnäppchen. Viel Kreativzeit im neuen Art Journal. Wunderschöne Sonnenuntergänge beim Laufen. Nette Bürotage mit besten Kolleginnen. Geburtstags-Facetime mit meinen Söhnen, die zusammen in Berlin ihren Geburtstag gefeiert haben. Und gestern endlich auch mal wieder ein Treffen mit meinen Kölner Blogger Freundinnen. Leider in kleinerer Runde als geplant, die Grippewelle. Aber schön war es, in Erinnerungen zu schwelgen, über neue Social Media Trends zu fachsimpeln und einfach auch über gefühlt tausend andere Dinge zu quatschen.

Und auf das Wochenende freue ich mich! Morgen startet endlich Heated Rivalry, yay. Und die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Ohne Zeitverschiebung Olympia gucken, herrlich. Ich wette, dass die Eishockey Spiele in diesem Jahr Zuschauer Rekorde haben werden, aus Gründen.

Am Sonntag fahre ich wie in jedem Jahr zur Creativeworld, der weltweit größten Fachmesse in Frankfurt. Da ich schon mehr fach gefragt wurde: ich nehme euch natürlich auf Instagram mit.

Und sonst so?

Man hat den Eindruck, sie erschießen in den USA Leute, um von den Epstein Files abzulenken, veröffentlichen dann doch lieber die Epstein Files, um von den Morden abzulenken, verhaften darauf einen Reporter, um wieder von den Epstein Files abzulenken, und wenn das nicht klappt, scheißt sich halt der Präsident (angeblich) vor laufenden Kameras in die Hose.

Es ist ein Kreislauf der Ablenkung – aber wenn der Kreis sich schließt und überall nur noch Dinge sind, die keiner sehen soll, dann wird es vielleicht wirklich schlimm.

Das amerikanische Justizministerium hält angeblich den Rest der Akten zurück, um die Opfer Epsteins zu schützen. Das ist mal wieder gelogen. Mittlerweile sind die Namen fast aller Opfer öffentlich bekannt, weil das DOJ sie einfach mal veröffentlicht hat. Was sie aber sehr konsequent zensieren sind die Namen der Täter. Vor allem natürlich Donald Trump, über den etliche Dokumente wieder gelöscht worden sind. Der US Regierung sind offiziell Täter wichtiger, als Opfer.

Wie kann es sein, dass die Epstein Files nicht das eine Thema sind, das den ganzen Tag in den Nachrichten ist?

Der Inhalt dieser Dokumente ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Und trotzdem tun wir so, als wäre das ein Nebenthema. Es wird Zeit Sondersendungen, Talkshows und Brennpunkte zu dem Thema zu machen

Ich entscheide mich, nicht wegzusehen. Weil Schweigen Frauen noch nie geschützt hat. Die Epstein-Files haben nichts „aufgedeckt”, was neu wäre. Sie zeigen nur, wie tief Wegsehen, Decken und Relativieren in Machtstrukturen verankert sind.

Das ist absolut nichts mehr wo wir schweigen oder in die Akzeptanz gehen dürfen. Wenn wir das tun und dieser Wahnsinn versickert… ist uns allen echt nicht mehr zu helfen. Bill Gates! Bill Gates? Echt jetzt? Als ich die erste Epstein Doku geschaut habe (vor Jahren), war mir nicht mal annähernd dieses widerwärtige Ausmaß bewusst. Männer, die solche Dinge tun, regieren Länder!!!! Sitzen in Machtpositionen an denen kaum jemand rütteln kann. Wir dürfen nicht schweigen dazu.

Und wie viele Menschen dabei ihre moralische Verantwortung abgegeben haben. Was geht vor in den Hunderten von FBI Mitarbeitern, die diese Akten gesichtet und die Namen der Täter geschwärzt haben, die der Opfer jedoch nicht? Können die sich noch im Spiegel anschauen? Warum gibt es keine Whistleblower, die wirklich auspacken? FBI-Whistleblower bestätigten zwar, dass im vergangenen März 1000 von ihnen für eine Woche in einem Gebäude eingesperrt waren, um an der Schwärzung von Trumps Namen aus den Epstein-Akten zu arbeiten. 1 Million Stunden in Überstunden 24-48-Stunden-Schichten. Sie hatten Excel-Tabellen, die protokollierten, wie oft sein Name auftauchte. PowerPoint-Präsentationen Schulungsvideos zum Finden und Redigieren von Trumps Namen und zur Redaktion.

Und erinnern wir uns, es brauchte nur EINE Frau, die damals behauptete, sie hätte Clinton einmal unter dem Schreibtisch …. ihr wisst schon.  Und wie viele Frauen Trump der “sexuellen Beziehungen” beschuldigt haben und nichts wird unternommen? WTF? Wobei er ja bereits in zweiter Instanz verurteilt wurde,  83 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen, weil er die frühere Kolumnistin Carroll jahrelang verleumdete. Zuvor war er bereits des sexuellen Missbrauchs an ihr schuldig gesprochen worden. Gezahlt hat er davon bisher angeblich keinen Cent.

Und wenn ich raten müsste: Auch das jetzt wird an diesem Ekelpaket und seinen räudigen Mittätern abprallen. Irgendwie werden sich die Täter da wieder rauslügen und rauswinden. Eher zündet der Irre die Welt an, bevor er dafür zur Rechenschaft gezogen wird.

Zitat Micky Beisenherz: Die Epstein-Files haben das Potenzial, die USA untergehen zu lassen wie Pompeji. Stattdessen dienen sie als Beleg für eine fortschreitende (mediale) Verkommenheitstoleranz. Bitter.

Anderes Thema:  ausgerechnet die Washington Post, für die Bob Woodward zusammen mit Carl Bernstein damals als Reporter die Hintergründe der Watergate-Affäre aufgedeckt haben, ist von Milliardär Bezos aufgekauft worden. Er hat auf einen Schlag 300 Journalisten entlassen und bringt das Blatt jetzt auf rechten Kurs. Aber diese Art von Zeitungen brauchen ja eigentlich auch keine Menschen oder Reporter mehr, da sie ihre Informationen direkt vom Weißen Haus und der Regierung erhalten. So viel effizienter, haha.

Gestern hat Mango Mussolini noch bekannt gegeben, dass er das dringend benötigte Budget von einigen Milliarden Dollar für Infrastruktur erst freigibt, wenn Penn Station (der Hauptbahnhof in Manhattan) und der Flughafen von Washington (der nach dem ehemaligen Außenminister Dulles benannt ist) in Zukunft nach ihm benannt werden. Ich sag nur Kennedy Center. Das schließt er jetzt, weil da niemand mehr auftreten will.

Eine gute Nachricht: Am 26.02. und am 27.02. werden erst Bill und danach Hillary Clinton vor dem Kongress zu Epstein aussagen. Sie wollen das live im Fernsehen tun. Popcorn raus. Das könnte für die Regierung nach hinten losgehen, denn die Beiden haben nichts zu verlieren und Hillary ist rhetorisch den meisten Männern weit überlegen.

Good News!

Im Berufungsverfahren um das Abtreibungsverbot am Klinikum Lippstadt hat der Chefarzt Joachim Volz einen Teilerfolg erzielt. Rund 550 Menschen trotzen den eisigen Temperaturen, um ihre Unterstützung am Donnerstag in zweiter Instanz vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm demonstrieren. Gut, dass Prof. Volz nun zumindest in seiner Privatpraxis medizinisch indizierte Abtreibungen durchführen darf. In der Klinik bleibt es ihm jedoch verboten. Das zeigt den gesetzlichen Reformbedarf: Religiöses Selbstbestimmungsrecht darf nicht über der Gesundheit und der Versorgung von Frauen stehen.

 

Freitagstipps

1.  Gib mir  ___________.

2.  _________ sichtbar.

3.  Nächste Woche ist Valentinstag und ___________.

4.   ________ mit Zufriedenheitsgarantie.

5.   Ich freu mich schon auf ___________ .

6.   ____________ auf keinen Fall verpassen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Schneeglöckchen

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Mehr oder weniger zufällig bin ich bei HBO Max auf die True Crime Mini Serie Love & Deathgestoßen. Und dachte: wie anders Serien damals waren. Retro Feeling. Die Outfits der 80er, gruselig. Die Häuser, einfach alles. Bis ich mal gecheckt habe, dass die Serie 2023 gedreht wurde! Der Inhalt kam mir dann auch irgendwie bekannt vor, da es den Fall ja wirklich gegeben hat. In Wylie, Texas, wird die Vorstadt-Hausfrau Candy Montgomery in den 1980er Jahren beschuldigt, ihre Nachbarin Betty Gore ermordet zu haben, nachdem sie eine Affäre mit Gores Ehemann Allan hatte. Ich habe dann sozusagen nebenbei als second screen das Ganze weitergeschaut, aber mehr so wie bei einem Autounfall, wo man nicht wegsehen kann. Und weil ich vergessen hatte, wie es ausgegangen ist. Was aber wirklich faszinierend zu sehen war ist wie authentisch die Macher diesen 80er Vibe geschafft haben. Bis hin zu kleinsten Details.

2023 feierte die britische Thriller-Serie “Hijack” mit der Echtzeit-Erzählung einer Flugzeugentführung internationale Erfolge. Nun läuft die zweite Staffel bei Apple TV, sie wurde in Berlin gedreht, mit teilweise deutschen Schauspielern. Ich habe die erste sehr spannende Staffel deswegen erst im Lauf der Woche nochmal geschaut, solide Produktion mit viel Nervenkitzel, wenn ihr sie noch nicht kennt.

Die ersten Folgen der neuen Staffel sind  jetzt online, dieses Mal wird eine Berliner U-Bahn entführt. Und ich dachte schnell: Moment, da stimmt was nicht, also einige Details. Weil ich Berlin ja nun auch ein wenig kenne. Das ist auch der Berliner Presse bereits aufgefallen. Mein Eindruck bisher: diese zweite Staffel erhält Abzüge in der B-Note, die neuen Folgen können meiner Meinung nach nicht mit der gelungenen ersten Staffel mithalten. Aber ich schaue weiter, denn es ist trotzdem super spannend und gut gefilmt.

Heute Abend werde ich mir dann die erste Folge von “Heated Rivalry”gönnen. Keine Serie ist derzeit ein solches Phänomen und annähernd so präsent: sechs Folgen, produziert von einem kleinen kanadischen Sender, gemacht von Newcomer Jacob Tierney, basierend auf leicht verdaulichen Romanen von Rachel Reid. Die Story: Eishockey-Profis und Rivalen Shane Hollander und der Russe Ilya Rozanov, fangen eine Affäre an und verlieben sich dann. Beide Hauptdarsteller hatten bis zu den Dreharbeiten zu “Heated Rivalry” als Kellner gejobbt. Wenige Tage nach dem Staffelfinale in den USA präsentierten sie bereits einen Hauptpreis bei den Golden Globes und wurden zu olympischen Fackelträgern ernannt. Und in der Serie geht es quasi darum, wie sie ihre Beziehung jahrelang geheimhalten müssen und sich immer nur sehen können, wenn sie ein Spiel in der gleichen Stadt haben.

Die Serie hat auch Einfluss auf das “echte” Leben: Mit Jesse Kortuem hat sich ein erster Eishockeyprofi als schwul geoutet. Hauptdarsteller Hudson Williams und Connor Storrie sind Dauergäste am roten Teppich. Und New Yorks Bürgermeister Zoran Mamdami riet beim jüngsten Schneesturm: Man solle doch bitte zu Hause bleiben und die Buchvorlage lesen.

Das Besondere an der Serie ist nicht das Was („gay romance” ist nicht neu), sondern das Wie: Wie die Geschichte von Shane und Ilya aufgebaut wird, ist auffallend anders. Schicht für Schicht wird hier die Grundlage für eine Beziehung auf Augenhöhe geschaffen. Shane und Ilya lassen toxische Männlichkeitsvorstellungen zurück und lernen über Gefühle zu reden. Wahrscheinlich trägt das zum Erfolg der Serie bei, besonders bei Frauen.

Freitagstipps zum Lesen

Über die wahren Kosten von ChatGPT und KI im allgemeinen wird meiner Meinung nach nicht ausreichend informiert. Oder wissenschaftliche Informationen werden gezielt unterdrückt, damit die Milliardäre dahinter zu Billionären werden. Wie auch immer, das hier solltet ihr wissen:Warum diese Aktivisten Chat Bot Fragen manuell beantworten. Bedenklich.

Über Dopamin und die Folgen eines Mangels liest man aktuell viel, hier zum Beispiel: 5 Warnsignale für Dopamin Mangel und was du dagegen tun kannst. Ich merke in dieser dunklen Jahreszeit häufig, dass mir Bewegung fehlt und ich mir ohne Probleme eine Tafel Milka XL reinziehen kann. Und es mir damit nicht wirklich besser geht. Also mehr Nüsse, Avocado und dreimal die Woche laufen statt einmal. Das ist der Plan.

Freitagstipps zum Hören

Im aktuellen O.K. America Podcast von gestern, “Hello again, Epstein Files” ,gibt es noch gute Einordnungen und interessante Details zur Recherche der Epstein Files.

Schweigen in Gegenwart anderer Menschen halte ich nicht gut aus, ich bin kommunikativ und es darf auch gerne mal Smalltalk sein. Aber ab und zu trifft man Menschen, da ist das zäh wie Kaugummi. Eine Freundin machte mich neulich auf den Fast & Curious Podcast aufmerksam, den Business-Podcast mit Lea-Sophie Cramer und Verena Pausder. Die beiden Gründerinnen sprechen über Unternehmertum, Aktuelles aus der Gründerszene, Investments, Wirtschaftstrends…und übers Leben. Und ich bin jetzt großer Fan. Besonders nach dieser Folge: Wie stellt man gute Fragen? Smalltalk ist cool, wenn man ihn richtig nutzt, und es gibt konkrete Gesprächs-Hacks.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 859

30. Januar 2026

Heute ist der 58. Januar. Jedenfalls fühlt es sich gerade so an.

Draußen ist es grau, vereinzelte Schneeschauer kommen runter und ich sehne mich nach Sonne und blauem Himmel. Wahrscheinlich geht es vielen von euch ähnlich, oder?

Die Tage gleiten ineinander über, ich schlafe zuwenig, trinke eventuell zuviel Kaffee und hätte ich nicht meine Fotobibliothek, wüsste ich garnicht, was ich die ganze Woche über gemacht habe. Büro, Buchhaltung, Steuern, alles so richtige Spaßprogramme.

Und soll ich euch etwas besonders Peinliches verraten? Ich hatte bereits eine Mahnung vom Finanzamt wegen der Steuer. Also habe ich für die Steuer 2024 alles rausgesucht, sortiert und vorbereitet. Da ich jedes Jahr meine Ablage bis März vorbildlich mache, mich dann auf dieser außerordentlichen Leistung ausruhe und in Folge den Rest des Jahres garnicht mehr ablege, dauerte das etwas.

Stolz sitze ich da also mit meinem prall gefüllten sortierten Ordner. Öffne meine Exel Tabelle von der letzten Steuererklärung zum überschreiben und traue meinen Augen nicht. Schaue dann nochmal genauer auf den Brief vom Finanzamt und erstarre. 2023 steht da. Uuuups. In meiner Erinnerung hatte ich die abgegeben. In der Realität anscheinend nur bis zum Punkt Ordner sortieren und die Tabelle halb ausfüllen. Ich sag ja, Zahlen sind nicht mein Ding, Exel auch nicht, und es gibt immer irgendwelche kreativen oder andere Ablenkungen, die mich von diesen lästigen Aufgaben abhalten. Aber jetzt bin ich im Flow und werde ’23 und ’24 zack zack fertig machen, nützt ja alles nix.

Ich könnte theoretisch ’25 ja auch direkt hinterher schieben, aber wir wollen es ja mal nicht übertreiben.

Meine Tulpen machen mir auch nach einer Woche noch Freude, das waren gut investierte 20€.

Freitagstipps Tulpen

Am Sonntag habe ich aus Gründen Soulfood gebraucht, dringend. Nix im Schrank. Spontan mir fielen noch einige in Alufolie gehüllte Bälle im Tiefkühlschrank ein. Die schlummerten da seit dem letzten Sommer und ich habe sie steinhart gefroren auf’s Blech gelegt und in den Ofen geschoben.

Freitagstipps Kekse

Zwanzig Minuten später roch es wunderbar in meiner Küche und ich konnte die dicken warmen und im Kern weichen New York Style Chocolate Chip Cookies nach Rezept von Maja genießen. Für die nächsten Tage auch noch, denn mehr als einen von diesen göttlich leckeren Dingern schafft man nicht auf einmal. Ich war wirklich überrascht, wie gut das geklappt hat, denn in weiser Voraussicht hatte ich damals im Sommer die Hälfte vom Teig geformt und eingefroren. Und ich habe ohne Vorheizen die Schneeball großen Teiglinge in den Ofen geschoben, Heißluft bei 160 Grad. Maja macht sie übrigens in der Heißluftfritteuse.

Ich habe den nächsten Workshop im Februar vorbereitet und unsere Artist Trading Cards Tauschgruppe für 2026 neu organisiert. Und war endlich mal wieder im Kino, mehr dazu in den Freitagstipps.

Und ich habe was Interessantes entdeckt! Traue nicht blind der Ki, in diesem Fall der Gemini KI von Google. Die neuerdings oben als erstes angezeigt wird, wenn man etwas googelt. Folgendes: Auf Instagram bekam ich neulich Werbung angezeigt, als Alternative zu Kollagen Pulver. Das ich seit einiger Zeit morgens in meinen Kaffee rühre und ich bilde mir ein, es geht mir, bzw meinen Gelenken, damit etwas besser. Also, mir wurde ein Produkt in Kapselform angezeigt, das angeblich besser oder wirkungsvoller sein soll. Mit Gotu Kola Komplex oder so ähnlich. Hörte sich interessant an, und ich gab den Begriff zur Recherche bei Google ein. Und bekam direkt als erstes eine ausführliche Beschreibung im positiven Sinne von Gemini angezeigt, also von der KI. Fast hätte ich das Produkt schon bestellt, scrollte aber noch weiter nach unten um weitere Quellen zu sehen. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Ärzteblatt und so weiter. Absolut wirkungslos stand da, es können Nebenwirkungen auftreten, kann zu Überdosierung führen und so weiter. Also Finger weg vom Indischen Wassernabel. Ich vermute, die KI hatte ganz viel Informationen aus der Werbung für das Produkt gezogen und nicht aus wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

KI, ChatGpT und so weiter hat viele Vorteile, aber blind glauben sollte man da nix, finde ich. Kurz mal ein oder zwei weitere Quellen checken kostet nicht viel Zeit und schafft mehr Sicherheit, dass die Informationen auch stimmen.

Und sonst so?

Was mich in den ersten Stunden nach den furchtbaren Geschehnissen in Minneapolis mit am meisten aufgeregt hat: Die Berichterstattung unserer deutschen Mainstream Medien.

Wer aus Angst vor Haltung verharmlost, beschönigt oder ungeprüft Narrative einer Regierung übernimmt, die sich zunehmend außerhalb rechtsstaatlicher Grenzen bewegt, wird seinem Auftrag nicht gerecht. Eine freie Presse muss kritisch bleiben, Macht benennen und einordnen und zwar gerade dann, wenn es unbequem ist. Wenn die einen sagen, es regnet, und die anderen sagen, es regnet nicht, dann ist es nicht Aufgabe des Journalismus, beide Seiten zu zitieren. Seine Aufgabe ist es, aus dem Fenster zu schauen und nachzusehen, ob es regnet.

Neutralität darf nicht mit Wegsehen verwechselt werden.

Warum reagieren deutsche Medien nicht mit einer Sprachagenda auf sich verändernde gesellschaftliche Grundsätze?

Es heißt nicht: Radfahrer erliegt nach Kollision mit Auto seinen Verletzungen

Oder: Frau stirbt nach Ehestreit

Oder: US Demonstrant nach Schusswechsel mit ICE getötet

Sprache bedeutet Wahrnehmung und in Deutschland gibt es immer noch den medialen Täterschutz, der die Opfer entwürdigt und dazu beiträgt, dass Morde verharmlost werden und der das Rechtsempfinden rückständig macht.

Ich habe zur Verarbeitung und Erinnerung –  im schlimmsten Fall an diesen eventuellen Kippunkt der Demokratie in den USA -dann etwas in meinem Art Journal gewerkelt.

Freitagstipps Art Journal

Und wenn man ehrlich ist, geht es da drüben in Minnesota gerade ja gar nicht um Immigration. Der rote (republikanisch regierte) Staat Texas hat 2,1 Millionen undokumentierte Einwanderer, Florida hat 1,6 Millionen undokumentierte Einwanderer, Minnesota, ein blauer (demokratisch regierter) Staat hat gerade mal 130.000. Also ging es von Anfang an nicht nur um Immigration, sondern zum Teil auch um politische Vergeltung. Weil der Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, Trumps Gegner in der letzten Wahl war.

Und dann war da hierzulande noch diese unsägliche Teilzeit Diskussion. Alles ok bei euch, CDU? Ihr sollte dringend aufhören, diejenigen, die den Wohlstand dieses Landes erarbeiten, kostenlos die Zukunft (Kinder) großziehen, Verwandte pflegen, sich ehrenamtlich um die Ärmsten kümmern, da ihr versagt und zusätzlich noch eure Diäten finanzieren, non-stop zu beschimpfen.

Und endlich anfangen auf die Wissenschaft und Expert*innen zuhören. Arbeitnehmer*innen-Rechte sind keine Almosen. Wir sind das Volk. Ihr unsere Angestellten.

Teilzeit betrifft in der Mehrheit ja Frauen. Wenn es so oder so nicht genügend Stellen gibt, d.h. also durch einen eventuellen Vollzeitzwang mehr Arbeitslose geschaffen werden, hat man ja wieder mehr Arbeitslose, also genug „faule” Menschen, um dieses Gruppe wieder als Sündenbock darzustellen.

Da frage ich mich, ob das so eine verkappte, konservative Frauen-zurück-an-den-Herd Kampagne ist, ganz im Stile von Project 2025. Ich mein, CDUlinge waren ja nicht umsonst unlängst in den USA, um sich von den ultra Rechten dort beraten zu lassen.

Good News!

Die Mutter meiner Freundin ist vor kurzem an einem Glioblastom verstorben, es war eine unsagbar traurige Zeit. Glioblastome kapern das Nervensystem auf eine zuvor unbekannte Weise – für diese Entdeckung erhält der Neurologe Varun Venkataramani den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstädter-Nachwuchspreis 2026. Seine Forschung könnte dabei helfen, neue Behandlungen zu entwickeln. Das gibt Hoffnung.

 

Freitagstipps

1.    Ich gebe ungerne zu, dass ich   _________ .

2.    _________ uralt, aber sehr bequem.

3.   Mein Impulskauf beim Einkaufen ____________ .

4.    ________aufgeben, aber ich will es eigentlich nicht.

5.    Wenn ich heute frei hätte,  ________   .

6.    Meine  Kramsschublade ________ .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe die interessante Doku “German Guilt” in der ZDF Mediathek gesehen. Thilo Mischke forschte mit Katja Riemann und Ronja von Rönne nach, was ihre Ahnen in der NS-Zeit taten. Sie befragetn Angehörige, sichteten Archive und stellten Fragen über Täterschaft, Opferrolle und das Schweigen vieler Nachkriegsgenerationen. Und sie zeigen, wie jeder von uns selbst nachforschen kann, zum Beispiel im Bundesarchiv. Ich verfolge das Thema weiter, mich interessiert Geschichte, und die meiner eigenen Familie erst recht. Zeitzeugen gibt es bald keine mehr, in meiner Familie auch nicht. Umso wichtiger finde ich, dass wir durch persönliche Geschichten und eine –  wenn auch indirekte – persönliche Betroffenheit diese Vergangenheit weiter sichtbar machen.

Mehr oder weniger durchgebingt habe ich die Serie “All her Fault”. Erst dachte ich: ach, wieder so eine Geschichte, wo ein Kindermädchen das Kind reicher Familie entführt. Aber die Verfilmung der Romanvorlage der irischen Autorin Andrea Mara ist wesentlich mehr. Acht Folgen ver- und entwirrt, ein Netz aus Schockmomenten, Plot-Twists und wechselnden Verdächtigen. In den letzten beiden Episoden wird dann so viel aufgelöst, dass man kaum noch mitkommt (und dann wie ich nicht aufhören kann und sich die halbe Nacht um die Ohren schlägt) . Solide, unterhaltsame Thrillerserie, läuft neu auf HBO Max.

Und ich war endlich mal wieder mit meiner Freundin im Kino. Mein Ziel ist es jedes Jahr, möglichst alle für den Oscar nominierten Filme zu sehen. Und gestern Abend habe ich seit längerem im Kino wieder ein paar Tränen vergossen.  “Hamnet” ist gleich für acht Oscars nominiert und hat bereits den Golden Globe 2026 für den besten Film erhalten. Die Romanverfilmung erzählt die Geschichte von William Shakespeare und seiner Frau Agnes, ihrer Liebesgeschichte, ihrer drei Kinder und dem Verlust, den sie schließlich verkraften mussten. Im Lauf des Films steigert sich langsam die Intensität der Darstellung auf eine emotionale Wucht, die ich lange nicht im Kino erlebt habe. Die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller sind einfach überragend. Ganz große Empfehlung!

Freitagstipps zum Lesen

Weltweit gibt es noch hunderte unkontaktierte indigene Völker, das war mir so nicht bewusst und der Begriff unkontaktiert war mir in dem Zusammenhang neu neu. Sie stehen vor der realen Gefahr des Aussterbens.

Die Influenza hat Hochsaison und Covid ist auch immer noch da. Also sind Vorsichtsnahmen besonders wichtig. Was denkt ihr, Händewaschen besser mit warmem oder kaltem Wasser? Die Antwort hat mich etwas überrascht.

Am 5. Dezember 2026 sollen Bill und Tom Kaulitz die Neuauflage von Wetten, dass moderieren. Die Entscheidung polarisiert, aber das ZDF verfolgt offenbar eine besondere Strategie damit.

Freitagstipps zum Hören

Im Podcast The Daily Beast gab es wieder ein super interessantes Interview. Dieses Mal mit Mary Trump, der Nichte von DT. Die schonungslos über die Jugend mit Onkel Donald, den tyrannischen soziopathischen gemeinsamen Großvater und überhaupt viele haarsträubende Dinge erzählt. Kein Wunder, dass der irre Größenwahnsinnige die Welt auf den Kopf stellt, bei der Vorgeschichte. In “Real Reason My Uncle Trump Became a Monster”.argumentiert Mary Trump, dass der Instinkt ihres Onkels schon immer darin bestanden habe, Verantwortung zu leugnen, Opfer anzugreifen und Gewalt zu eskalieren, anstatt sie einzudämmen – und dass sich dieses Muster verschärfe, da sein kognitiver Verfall, seine Wutausbrüche in den sozialen Medien und seine Realitätsferne immer schwerer zu verbergen seien.

Ich höre meine Podcasts grundsätzlich über die Apple Podcast App, aber ihr könnt die meisten auch auf Spotify hören, oder frei verfügbaren Plattformen. Ich verlinke euch meistens das, was mir Google als erstes anzeigt.

Was mich etwas überrascht hat: im aktuellen Alles muss raus Podcast hat Thilo Mischke Thomas Hayo zu Gast. Den ich nur als etwas hohlen Modefuzzi bei Germanys Next Top Model in Erinnerung hatte. Er lebt seit Jahren in den USA und berichtet im Podcast durchaus angenehm und gut informiert aus erster Hand, wie es sich anfühlt, jetzt dort zu sein. “Minneapolis – Wie fühlt sich Amerika gerade an?”  Wie geht es seinem Umfeld, wie nimmt er die Stimmung im Land wahr?

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedankensalat, Freitagstipps und # 858

23. Januar 2026

Habt ihr in den letzten Tagen diesen 2016 Trend auf Instagram mitbekommen? User posten Bilder aus 2016, das ist zehn Jahre her. Wie sehr sich mein Leben seit 2016 verändert hat! Und unser aller Leben insgesamt. Ich habe viele Bilder mit Lexie, meinem Seelenhund, aus dem Jahr in meiner Mediathek gefunden. Ich war viel in Bayern, da in dem Jahr drei meiner Kinder dort gelebt bzw studiert haben. Ich war auf sehr sehr vielen Blogger-Events. Ich war mit meinen Kindern zum Skifahren in Südtirol und mit meinem jüngsten Sohn in Paris, da ich bei einer Verlosung Tickets für die Reise mit dem Thalys gewonnen hatte. Ich war gefühlt wöchentlich zu Treffen und Basteln mit meinen Scrapbooking Freundinnen unterwegs. Ich habe intensiv Project Lifge gemacht. Das letzte Kind ist hier zuhause ausgezogen. Die Freitagstipps gab es damals auch noch nicht hier, aber den Freitagsfüller schon.

Ich hab nicht viel Herzschmerz, wenn ich zurückschaue, ich liebe das Leben in jeder Phase. Aber so ein bewusster Rückblick, der durch meine Foto Dokumentation und den einfachen Zugriff darauf durch die technischen Möglichkeiten der Cloud möglich ist, berührt einfach und erfüllt mich mit Dankbarkeit.

Freitagstipps 2016 Throwback

Ansonsten war meine Woche eher ruhig. Am vergangenen Wochenende haben wir endlich den Weihnachtsbaum im Haus abgebaut und bis alle Spuren beseitigt waren, hat es gedauert. Ich bin mir sicher, dass ich auch im August in irgendeiner versteckten Ecke noch vereinzelte  Tannennadeln finden werde. Peu á peu räume ich die Weihnachtsdeko weg und lasse mir Zeit damit. Ich habe mein Dezembertagebuch fertiggestellt und den Bastelbereich auch entweihnachtet. Da ist mir jetzt nach frischen Farben und die Planung für die nächsten Workshops läuft.

Ich war mit meinen Freundinnen im Theater und wir haben (wieder mal) festgestellt, dass wir sowas zu selten machen. Und ich habe meine Buchhaltung für die Steuererklärung gemacht. Raus aus dem Karton, sortiert, gelocht, abgeheftet, recherchiert, ergänzt, Belege gesucht. Ich hasse es. Aber es muss sein. Jetzt schiebe ich gerade den nächsten Schritt mit Exel und Elster vor mir her, vielleicht klappt es am Wochenende. Vielleicht auch nicht.

Ha, und ich bin jetzt Mitglied der Sauerteig-Sekte. Ja, besser spät als nie endlich mal diese Erfahrung machen! Im April besuche ich endlich mit meiner Freundin einen Brotback-Sauerteig-Workshop, der oft ausgebucht ist und freue mich drauf. Das Brot, das Alina einmal pro Woche auf Vorbestellung in ihrer kleinen Backstube in Düsseldorf backt, habe ich gestern zum ersten Mal abgeholt und direkt mit Butter und grobem Salz gegessen, einfach köstlich! Wenn ich das jemals so hinbekommen sollte, wäre das ein Traum.

Gestern habe ich mir auf dem Markt auch die ersten frischen Tulpen geleistet. Ein teurer Luxus, aber so einen Frischekick brauchte ich jetzt mal im unendlichen Januar.

Und sonst so?

Ich finde die Kaulitz Brüder sehr unterhaltsam. Dabei interessiere ich mich weniger für ihre Musik, aber ihr Podcast ist einer der erfolgreichsten in Deutschland. Ich höre ihn ab und zu und bin mir sicher, dass die beiden eine tolle Sendung abliefern werden. Wetten dass…. ?

Und gibt es 2026 überhaupt noch Leute, die das Dschungelcamp gucken? Mich wundert es wirklich, dass diese Sendung noch immer existiert.

Und dann möchte ich hier einen ganz wunderbaren Text meiner Freundin Andrea hier in den Freitagstipps zitieren. Ich hätte nicht besser formulieren können, was ich denke.

Früher war alles anders. Wir waren anders. Ich bin halt so.

Diese Sätze kommen immer dann, wenn man keine Lust mehr hat, genauer hinzuschauen. Wenn es bequemer ist, die eigene Sicht zur Norm zu erklären, statt sich zu fragen, warum sich Dinge überhaupt verändert haben. Ja, früher war vieles anders. Aber nicht, weil Menschen per se besser, belastbarer oder fleißiger waren. Sondern weil die Rahmenbedingungen andere waren. Planbarer.

Überschaubarer. Weniger Dauerkrise, weniger Tempo, weniger ständige Verfügbarkeit. Das wird in diesen Vergleichen konsequent ausgeblendet – und genau das macht sie so unerquicklich. Was mich müde macht: dass wir so tun, als hätte das alles nichts miteinander zu tun. Die Erschöpfung, die vielen Erkrankungen, die Frauen in unserem Alter, die seit Jahrzehnten funktionieren. Kinder großgezogen, gearbeitet, organisiert, vermittelt, gehalten. Immer noch die extra Meile, immer noch der Anspruch, allem gerecht zu werden. Und der Preis dafür wird gern verdrängt.

Die jüngere Generation sieht das. Die sehen uns. Und dann wundern wir uns ernsthaft, dass sie sagt: So will ich nicht leben. Das ist keine Faulheit. Das ist Beobachtung. Und ehrlich gesagt eine ziemlich nachvollziehbare Reaktion.

Was mich wirklich nervt, ist nicht Veränderung.

Veränderung ist normal. Was mich ärgert, ist dieses ständige Bewerten statt Verstehen. Dieses Moralisieren statt Zuhören. Dieses „Wir haben es besser gemacht”, ohne einmal zu fragen, was das alles mit uns gemacht hat.

Man kann nicht ständig sagen „Ich bin halt so, ich muss mich nicht verändern” und gleichzeitig erwarten, dass sich Gesellschaft, Arbeit, Miteinander irgendwie weiterentwickeln. Wir gehen doch sonst auch mit der Zeit. Wir nutzen Technik, fahren Auto, leben anders als unsere Eltern und Großeltern, wir passen uns an – solange es uns in den Kram passt. Aber sobald es unbequem wird, wird Stillstand plötzlich zur Haltung erklärt.

Nein. Das ist keine Haltung. Das ist Verweigerung.

Wenn wir nicht anfangen, wirklich zuzuhören, wirklich zu verstehen, warum Dinge heute so sind, dann bleiben wir genau da hängen: im Gegeneinander, im Bewerten, im Besserwissen.

Dieser Text hat mich dermaßen abgeholt, dass ich ihn gerne mit euch hier teilen wollte.

Und wisst ihr, was mich inzwischen echt belastet? Ich kann nie mehr so auf die USA blicken, wie vor Trump. Sie haben es sich binnen kurzer Zeit mit fast der gesamten freien Welt verscherzt. Nach seinem Auftritt in Davos ist bei mir das Level an absoluten Irrsinn überschritten.  Island und Grönland verwechselt, die NATO nennt ihn Daddy … ich musste wegschalten. Wenn Geisteskranke regieren dürfen…

Vor den Wahlen in Amerika schrieb und sagte ich, dass ich mir Sorgen mache, wenn Trump gewählt wird. Viele in meinem Umfeld hier antworteten: „Was interessiert dich das? Amerika ist so weit weg, das betrifft uns doch nicht.” Es war klar, dass es uns, und auch den Rest der Welt betreffen wird. Hoffe, das hat nun jeder gemerkt.

Gleiches gilt für Merz. Da dachten auch so viele „betrifft mich nicht, ich bin kein Ausländer und habe einen Job”. Merkt ihr’s? Es geht an eure Krankenversorgung, ans Arbeitsrecht und an die Grundrechte.

Was geht mir dieser unfähige Mensch auf den S**!

Erst im 2. Anlauf gewählt worden, gibt Ideen anderer als seine aus und will Menschen krank zur Arbeit schicken. Hat bisher nichts, aber auch gar nichts geleistet, deckt Lügner und Betrüger, zeigt eine unfassbare Arroganz gegenüber Anderern und versagt in einer Tour auf politischen Parkett. Furchtbarer Mensch.

Dabei werden die Reichen der Welt immer reicher. Laut Oxfam ist in Deutschland die Zahl der Milliardärinnen und Milliardäre im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, und zwar um ein Drittel auf nun 172. Damit habe Deutschland die viertmeisten Milliardäre weltweit. Ihr Gesamtvermögen habe inflationsbereinigt ebenfalls um rund 30 Prozent auf 840,2 Milliarden US-Dollar zugenommen.

Irgendwie stimmt da doch was nicht im Land.

Freitagstipps Tulpen

Good News!

MacKenzie Scott, Ex-Frau von Jeff Bezos und eine der reichsten Frauen der Welt, hat 45 Mio. US-Dollar an das Trevor Project gespendet. Die größte Einzelspende in der Geschichte der Organisation, die suizidgefährdete queere Jugendliche unterstützt. Während unter Trump Fördermittel für Suizidprävention gestrichen wurden und dem Trevor Project rund 25 Mio. Dollar weggebrochen sind.

Deutschlands Stromversorgung könnte auch ohne klassische Grundlastkraftwerke wie Kohle, Gas oder Atom sicher funktionieren, wie eine neue Studie zeigt. Entscheidend sind der weitere Ausbau von Wind- und Solarenergie, große Speicher sowie ein flexibler Stromverbrauch. Die Kritik der Altparteien und das ständige Grünen Bashing ist vor diesem Hintergrund umso unverständlicher.

Pflegebedürftige in Brandenburg können Nachbarschaftshilfe nun über die Pflegekasse abrechnen. Für Unterstützung im Alltag wie Einkaufen, Haushalt oder Fahrten zu medizinischen Einrichtungen stehen bis zu 131 Euro im Monat zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um eine Ergänzung zur professionellen Pflege und ich finde, das ist eine gute SAche.

 

Freitagstipps

 

1.  Zurzeit bin ich süchtig nach __________ .

2.  __________ intensiv.

3.  Mit nur einem Klick __________.

4    _________ ist mir zu kompliziert.

5.  Es muss doch nicht sein, ________ .

6.   _________ Tulpen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Momentan habe ich wieder das Gefühl, in das Zeitalter von analogem Fernsehen zurückversetzt zu sein. Diverse Serien, die ich schaue sind so neu, dass die Streaming Anbieter nur wöchentlich neue Folgen senden. Ehrlich gesagt nervt mich das, oder ich bin einfach nicht mehr dran gewöhnt, immer eine Woche warten zu müssen und mich jedesmal neu in einen Handlungsstrang reinzufinden.

Aktuell geht es mir so bei der phantastisch guten zweiten Staffel von “The Pitt”, darüber hatte ich bereits letzte Woche ausführlich geschrieben.

Dann ist auf Amazon Prime endlich nach fast zehn Jahren die von der BBC produzierte zweite Staffel von The Night Manager mit Marvel-Star Tom Hiddleston gestartet. Tom Hiddleston als Spion und Hugh Laurie als Schurke – das war in der ersten Staffel ein extrem die Zuschauernerven kitzelndes Duell zweier starker Stars in einem glaubwürdigen Setting. Die ersten beiden Folgen, die ich bereits gesehen habe (insgesamt gibt es sechs Folgen) sind superb inszeniert, die Kamera versteht sich auf Spy-Game-Glamour ebenso wie auf Psychogramm. Olivia Colman ist auch wieder dabei.

Und auf Apple TV gibt es eine Fortsetzung bzw die dritte Staffel der israelischen Serie Teheran. Was als Spionagefiktion begann, wirkt plötzlich hochaktuell. In der neuen Staffel zeigt sich: Die politische Realität ist beunruhigend schneller als jedes Drehbuch.In Staffel drei geht es nun auch wieder um das iranische Atomprogramm, das von Israel als Gefahr für seine nationale Sicherheit und Bedrohung seiner Existenz gesehen wird. Ich erinnere kurz an den Anfang der Serie in Staffel 1:

Eine Mossad-Agentin auf Undercover-Mission mitten im Iran, um dort einen Angriff der israelischen Luftwaffe auf eine Atomanlage vorzubereiten – das schien 2020 zum Start der ersten Staffel schier unglaublich. Das dachten sich wohl auch die Macher der Serie: Tatsächlich scheitert das Vorhaben des Mossad und die Spionin Tamar Rabinyan muss in Teheran untertauchen. In Israel und später weltweit wurde die Serie mit dieser aus damaliger Sicht aberwitzigen Story zum Quotenrenner. Entsprechend ging es in einer zweiten Staffel weiter: Tamars neue Mission ist es, den Oberbefehlshaber der iranischen Revolutionsgarde zu töten.Eigentlich wollten die Macher von »Teheran« in der neuen dritten Staffel die Eskalationsspirale weiter anheizen. Doch manchmal übertrifft die Realität sogar die Fiktion. Die Dreharbeiten zur neuen Staffel waren im Sommer 2023 im Kasten, da überschlugen sich im Nahen Osten die Ereignisse regelrecht. Ich finde die Serie super spannend! Witzigerweise spielt auch hier Hugh Laurie eine Hauptrolle, genau wie bei The Night Manager. Das macht es für mich manchmal etwas verwirrend und ich muss die jeweils neuen Folgen beider Serien mit leichtem Abstand schauen.

Komplett am letzten Wochenende konnte ich aber mal wieder etwas richtig Spannendes durchbingen. Die schwedische Miniserie Hostage , verfügbar auf Magenta TV, hat alles, was ich für spannende und gute Unterhaltung brauche. Die Serie ist ist ein Spin-off der schwedischen Serie Stockholm Requiem, die ich bereits sehr spannend fand. Die Handlung dreht sich um die Entführung eines Passagierflugzeugs, das per Fernsteuerung gekapert wird, wobei das Team um Kriminologin Fredrika Bergman und SÄPO-Beamtin Eden Lundell gegen die Zeit kämpfen muss, um die Maschine zu retten und die Entführer zu entlarven.

Freitagstipps zum Lesen

Bekommt ihr auch oft Panik, wennn der Akkustand beim Handy oder Laptop niedrig ist? Ich tendiere vielleicht zu oft und zu häufig zum Ladekabel, ist das schädlich für den Akku?

Was für eine spannende Persönlichkeit, die ich bisher noch nicht kannte und interessanter Lesestoff:  Hans-Jürgen Massaquoi: Schwarze Kindheit unterm Hakenkreuz

Der neuste Promi Skandal: Brooklyn Beckham erhebt schwere Vorwürfe gegen David und Victoria Beckham und erklärt öffentlich, warum er keinen Kontakt mehr will. Nun ja, ob das nicht nur ein PR Stunt sein könnte?

Freitagstipps zum Hören

Im Podcast The Daily Beast habe ich ein super interessantes Interview mit der demokratischen Abgeordneten Jasmine Crockett gehört. Was zumindest mir die immer wieder auftauchende Frage: WARUM MACHT KEINER WAS DAGEGEN? beantwortete.

Auf die Frage, warum der Kongress Trump nicht reguliert sagt sie, dass die Abgeordneten beider Parteien inzwischen Angst haben, auch um ihre Familien, Angst ihre Posten zu verlieren und teilweise Angst um ihr Leben. Trump baut eine Art Mafia auf, die bei Widerspruch der Abgeordneten direkt mit Schikanen loslegt. Die meisten Abgeordneten tragen inzwischen durchgehend schusssichere Westen. Justizministerin B(l)ondie setzt auch keine vom Senat verabschiedeten Gesetze mehr um, wenn sie Trump nicht passen. Und bricht damit das Gesetz, aber niemand kann etwas dagegen unternehmen.

Und kurz und knapp zusammengefasst zum gleichen Thema gibt es eine Analyse der Politikwissenschaftlerin Cathryn Clüver Ashbrook (die halte ich persönlich für extrem kompetent) im SZ Podcast “Auf den Punkt”: Ein Jahr Trump, Demokratieabbau nach Plan. Schon etwas erschreckend, was eigentlich dahinter steckt.

Den “Zwischen den Zeilen” Podcast mit Bettina Böttinger gibt es auch als Video Format, das habe ich gerade beim Recherchieren erst festgestellt und habe ihn euch deshalb so verlinkt. Ich selbst höre Podcast ja beim Laufen, Autofahren oder wenn ich putze oder sowas. Bettins Böttinger hatte kürzlich HaPe Kerkeling zu Gast, ich habe die Folge sehr genossen.Er spricht über die Rückkehr seines Kult-Charakters Horst “Schätzelein” Schlämmer, über gutes Timing, die Grenze zwischen Spaß und Spott – und darüber, was Wokeness mit Anstand zu tun hat.Es geht um Humor, Herkunft und Haltung. Um eine Kindheit zwischen Ruhrgebiet und Münsterland, um Europa und um die Frage, warum man sich manchmal lieber vom Applaus entfernt, anstatt sich selbst zu verlieren. Sehr unterhaltsam und auch etwas tiefgründig.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes und auch erholsames Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 857

16. Januar 2026

Gestern habe ich kurz über die Anfänge dieses Blogs nachgedacht, oder auch über die Zeit im Allgemeinen damals, als ich 2006 diesen Blog gestartet habe. Fast zwanzig Jahre ist das her. Damals haben wir fast täglich gebloggt. Manchmal nur ein paar Sätze, mit einem oder zwei kleinen nicht sehr professionellen Foto. Fast täglich, das muss man sich mal vorstellen. Heute bin ich froh, wenn ich zwei Beiträge pro Woche schaffe. Und es gab Millionen Blogs da draußen, die inzwischen von Social Media Plattformen ziemlich verdrängt worden sind. Ich war 2020 mal auf Platz 21 der erfolgreichsten Bloggerinnen in Deutschlandund als ich gerade ältere Artikel recherchiert habe, tauchte mein Blog sogar in einer Liste der Nominierungen zum Grimme Online Award 2011 auf. Wie ist das denn passiert? Das sah ich tatsächlich gestern zum ersten Mal.

Nun ja, das ist alles lange her und die Welt der Kommunikation verändert sich schneller als ein Wimpernschlag. Ob Social Media dabei Fluch oder Segen ist, sei dahingestellt.

Aber zurück in die Gegenwart.

Den Freitagsfüller gibt es immer noch, aus meinen anfänglichen sporadischen Dienstagstipps wurden die regelmäßigen Freitagstipps und ansonsten dreht sich hier viel um Kreativität und mein Leben. Das wird auch so bleiben.

Freitagstipps Weihnachtsbaumschmuck Berliner

Mein Baum steht noch. So langsam schwächelt er allerdings und morgen kommt er endgültig weg. Da ich das große Ding wegen der Höhe nicht alleine abbauen kann, muss ich immer auf Hilfe warten. Bisher haben meine Söhne sich die Aufgabe geteilt, der Förstersohn ist für den Aufbau zuständig, und der Doktorsohn für den Abbau. Seit mein Jüngster allerdings nach Berlin gezogen ist und im Januar jedes Wochenende Dienst hat, klappt diese traditionelle Verteilung allerdings nicht mehr und andere Lösungen müssen her. Wir zersägen den Baum zum Schluss immer, so dass wenigstens der Stamm noch als Brennholz Verwendung findet.

Im Übrigen empfinde ich dieses gewaltsame “Entweihnachten” auf Social Media mehr traurig als frisch.

Wir zelebrieren den langsamen Aufbau seit November. Das Funkeln. Die Anstrengung. Die Magie. Aber wir überstürzen das Auflösen. Die Wahrheit ist, dass es Wochen dauerte, die weihnachtliche Stimmung zu schaffen. Es braucht auch Zeit, um sich davon zu verabschieden.

Das Haus muss wieder neutral werden. Der Körper braucht Ruhe. Das Herz braucht Ruhe. Es ist nicht falsch, wenn sich der Januar sich langsam anfühlt. Diese Langsamkeit ist Teil des Rituals. Das ist kein Rückstand. Das ist eine sanfte Landung im neuen Jahr.

Zum Glück brauchte ich keine Kerzen zu suchen, als wir Anfang der Woche erneut einen dreistündigen Stromausfall im Stedtviertel hatten. Da die Weihnachtsdeko noch draußen ist.  Wenn das so weitergeht, werde ich noch zum Prepper und schaffe mir für solche Fälle eine Stirnlampe an.

Mein Basteltisch sieht wild aus, da ich noch an den letzten Seiten des Dezembertagebuchs 2025 arbeite, bevor die weihnachtlichen Bastelsachen wieder für die nächsten zehn Monate wieder ganz hinten im Schrank verschwinden.

Heute jährt sich wieder der Todestag meines Mannes. Inzwischen kann ich damit besser umgehen, aber eine tiefe kurze Traurigkeit bleibt, wenn ich am Grab stehe und symbolisch eine Kerze anmache.

Freitagstipps Eiszapfen

Und sonst so?

Was war das denn bitte für eine Woche? Die gestern damit ihren Höhepunkt fand, dass aus einer der wichtigsten Auszeichnungen der Geschichte eine Lachnummer wurde. Die venezolanische Oppositionsführerin María Machado hat Trump ihre Friedensnobelpreis-Medaille übergeben. Trotzdem bleibt er selbsternannter König von Venezuela und sagt, sie kann keine Regierung bilden. Kann man sich alles nicht ausdenken.

Wer glaubt, dass MAGA bzw die US-Regierung, wenn man sie überhaupt noch so nennen kann, noch durch “checks and balances” oder die Zwischenwahlen im November aufzuhalten ist, hat allerspätestens 2020 den Plot nicht erkannt. Und die Zusammensetzung und Entscheidungen des Supreme Court weggeblinzelt.

Sie wollen das Kriegsrecht berufen, um die Zwischenwahlen auszusetzen und weiter von den Epstein Akten abzulenken. Das ist leicht zu sehen. Ist es aber nicht ironisch, dass die größten Unruhen und Tausende von den ICE-Schlägern ausgerechnet im Bundesstaat von Governeur Tim Walz auftauchen? Der als Vize von Kamala Harris gegen Trump kandidiert hat?

Außerdem arbeitet sich Trump immer noch an den Clintons ab, die in dieser Woche zu den Epstein Files aussagen bzw vom Kongress gegrillt und wahrscheinlich gedemütigt werden sollten. Da die Epstein Files (gegen eine Anordnung der Gerichte, die dieses bereits zum 19. Dezember angeordnet hatten!) erst zu 1% veröffentlicht wurden, haben sie die weitere Aussage abgelehnt, auch, da sie bereits eine schriftliche Stellungnahme abgegeben hatten. Bill Clinton wurde direkt wegen Missachtung verurteilt. Jetzt hat das Paar folgende Stellungnahme veröffentlicht:„Jeder Mensch muss entscheiden, wann er genug gesehen oder hatte und bereit ist, für dieses Land, seine Prinzipien und seine Menschen zu kämpfen, unabhängig von den Folgen. Für uns ist es jetzt soweit.” Übersetzt: Schnauze voll, lieber riskieren wir Gefängnis als weiter zuzusehen wie unser Land vor die Hunde geht.

Auch Deutschland ist weit jenseits von 5 vor 12, wobei mich insbesondere die Rolle der Medien beunruhigt.

Ich habe ein Digital Abo der Zeit, denn ich halte es mittlerweile für eine demokratische Pflicht, sofern es die Finanzen zulassen, ein seriöses Medium zu abonnieren und Qualitätsjournalismus zu unterstützen. Im allgemeinen höre und sehe ich auch die Nachrichtenportale der ÖR, aber die sind in der letzten Zeit eher auf einem seltsam konservativen und selektiven Pfad, der Böses ahnen lässt. Die Pressefreiheit ist doch nicht dafür eingeführt worden, dass man mit Lügen und Hetzkampagnen Politiker in Bedrängnis bringt, die sagen, dass man im Journalismus nicht mit Lügen und Hetzkampagnen arbeiten soll.

Ich hoffe, dass Daniel Günther in seiner Funktion als Ministerpräsident genügend Rückhalt in seinem Bundesland hat, um nicht unter die Räder der aktuellen Schmutzkampagne in den Springer Medien zu kommen.

Wir haben gesehen, dass das bei Habeck gemacht wurde. Wir wissen, dass Kevin Kühnert und Ricarda Lang unter medialem Druck Führungsämter nieder gelegt haben. Dass Brosius-Gersdorf vor der Wahl zurückzog. Und so weiter. Dieses Land ist inzwischen meiner Meinung nach so durch die rechte und von Überreichen finanzierte Presse verseucht, dass wir komplett lost sind, wenn noch mehr Menschen aufgeben.

Unser Außenminister traf in Washington seinen US-Kollegen. Nach dem Treffen weicht er Fragen zu den Annexionsplänen der USA gegenüber Grönland aus. Stattdessen betont er gemeinsame „demokratische Werte” und sieht in der US-Regierung „sehr viel Vernunft”. Merz eiert zum Grönland Thema auch nur rum und sucht derweilen in Indien nach gutem Brot oder so. Es ist kaum auszuhalten mit unseren Politikern, die gerade auch keine gute Figur abgeben.

Good News!

Die Zahl der Organspender erreicht den Höchststandseit über zehn Jahren. Gute Sache! Ich habe meinen Ausweis immer im Portemonaie.

Österreich schafft die Steuer auf Periodenprodukte ab. Und für Verhütungsmittel. Tampons, Binden und Kondome werden günstiger. Wusstet ihr, dass eine Frau 17.000 Tampons oder Binden im Laufe ihres Lebens braucht?

Sehr spannend: eine neue KI, die im Schlaf das Risiko für 130 Krankheiten abschätzen kann. Man flucht ja gerne auch mal über Ki und vergisst, dass sie besonders im medizinischen Bereich ist sie inzwischen fast unersetzlich.

 

Freitagstipps

 

1.    Das Dschungelcamp   _________ .

2.    _________ beim Friseur.

3.   Wie kann es sein ____________ .

4.    ________ ist leer.

5.   Vielleicht hätte ich  ________   .

6.    ________ gute Nachrichten.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Was habe ich in den vergangenen Tagen gesehen? His & Hers.  Kurzweilig,  spannend und das Ende eine echte Überraschung! Die Geschichte spielt in Atlanta. Anna, eine ehemalige Nachrichtensprecherin, lebt allein, nachdem sie sich aus ihrem Berufs- und Privatleben zurückgezogen hat . Als sie von einem Mord in Dahlonega, der kleinen Stadt in Georgia, in der sie aufgewachsen ist, erfährt, rüttelt sie der Fall auf und bringt sie zurück ins Berufsleben. Die sechsteilige Netflix-Miniserie basiert auf dem gleichnamigen Bestseller der britischen Autorin Alice Feeney. Sie hat zwar einige logische Löcher, aber die Romanautorin ist dafür bekannt, Geschichten zu erzählen, in denen nie klar ist, wer lügt – das macht die Serie unterhaltsam und man bleibt dran.

Und dann habe ich mich gefreut, als letzte Woche eine Fortsetzung der deutschen Ku’damm Serie rauskam. Spoiler: Zu früh. Bei der ersten Staffel „Ku’damm 56“ konnte man noch von einem Meilenstein sprechen. Es gelang, Zeitgeschichte der Fünfzigerjahre nicht nur inhaltlich, sondern auch ästhetisch-fiktional glaubwürdig zu machen. Die Tanzschule Galant am Kurfürstendamm in Westberlin war Zentrum des Geschehens. Der Ort, an dem Tradition, Sitte und Anstand ebenso wie der Trend gepflegt wurden. Matriarchin Cate­rina Schöllack (gnadenlos gut gespielt von Claudia Michelsen) meinte, Fassade, Haltung und Dünnsein gingen auch in den Nachfolge-Mehrteilern „Ku’damm 59“ und „Ku’damm 63“ über alles. Dass sie dabei alles verdrängte, was nicht zum Wiederaufbauwillen passte, machte die Figur aus. Ich fand damals diese erste Staffel richtig gut, die zweite auch noch. Schon bei der dritten zog es sich etwas. Und bei “Kudamm 77” bin ich mittendrin ausgestiegen. Extrem irritierend fand ich den misslungenen Einfall, die Geschichte der Familie Schöllack mithilfe eines Film-im-Film-Konzepts gleichzeitig auf eine Metaebene zu heben. Es wird immer wirrer, ein verschollener Bruder, Rassismus pur, Themen, Nebenhandlungen werden angerissen, mitgeschleppt und fallen gelassen. Das einzige, was ich persönlich wirklich spannend fand waren die Klamotten und das Styling, besonders Makeup und Frisuren. Sind wir wirklich damals so rumgelaufen? Gruselig.

Und am Dienstag konnte ich endlich mit etwas starten, auf das ich schon lange warte. Der neue Streaming Dienst HBO Max startete endlich in Deutschland. Ich habe verschiedene andere Dienste gekündigt und sofort ein HBO Max Basic Abo für 5,99€ abgeschlossen. Die Werbung nervte dann doch und ich habe das Abo am nächsten Tag auf 10,99€ umgestellt. Das ist immer noch weniger als ein Kinoticket und der Sender hat wirklich eine tolle Auswahl.

Und HBO Max bringt endlich die hochgelobte und gerade frisch mit dem Golden Globe ausgezeichnete Serie “The Pitt” mit ER-Veteran Noah Wyle nach Deutschland. Sie erinnert an eine Zeit, als TV-Ärzte noch aufrechte Helden des Alltags sein durften und schildert in Echtzeit den stressigen Alltag des Pittsburgh Trauma Medical Center, einer Notaufnahme. Was „The Pitt“ (abgeleitet von Pittsburgh, heißt aber übersetzt auch “das Loch”) – hyperrealistisch gedreht – zeigt, sind die handfesten Auswirkungen großer Krisen: Covid, Gesundheitssystem, Männlichkeit (Incels), Waffenbesitz, Opioide, das marode US-Gesundheitssystem – alle gesellschaftlichen Probleme kommen letztendlich in der Notaufnahme an.

Ich habe bisher die Hälfte der ersten Staffel gesehen und bin begeistert, da ich immer schon großer Fan der Serie “ER” war und Noah Wyle in einer Art eine Weiterentwicklung seiner damaligen Figur Dr. Carter verkörpert. Die zweite Staffel läuft gerade in den USA und wird mehr oder weniger parallel auch hier ausgestrahlt. Die dritte Staffel wird bereits gedreht. Ich als alter Serien Junkie bin begeistert!

Freitagstipps zum Lesen

Im britischen Ogmore-by-Sea wurden Ende letzten Jahres verblüffend gut erhalte Hunderte schwarzer Lederstiefel angespült. Sie stammen wohl nicht aus diesem Jahrhundert. Was ist das Geheimnis?

Geschichten wie diese finde ich immer wieder gleichermaßen erstaunlich wie nachvollziehbar: Romance Scam: Wie drei Frauen dem gleichen Liebesbetrüger zum Opfer fielen.

Überhaupt wird es leider nicht weniger mit den Betrugsversuchen, darauf müssen wir uns leider einstellen und versuchen, uns zu schützen. Hier sind einige Tipps, denn es kann jeden treffen: Auf diese hinterhältigen Betrugsversuche müssen wir uns im Jahr 2026 einstellen.

Freitagstipps zum Hören

Neu entdeckt habe ich den täglichen “Table Today” Podcast mit den Chefredakteuren Helene Brubowski und Michael Bröcker. Und gehört habe ich als erstes die Folge “Zerbricht die NATO an Grönland, Herr Habeck?”. Ich habe seine klugen Analysen vermisst. Sehr hörenswert!

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Zwischen den Jahren, Freitagstipps und # 855

2. Januar 2026

And just like that …

Geht’s nur mir so oder waren die Feiertage dieses Jahr einfach… da? Keine große Feierstimmung, kein Jahreswechselgefühl. Plötzlich 2026, ohne Übergang, ohne Dramaturgie. Hab ich was verpasst oder war das kollektiv einfach nichts?

Komisches Gefühl. Als wäre ein ganzer Monat geschluckt worden. So ungefähr fühlt es sich für mich an. Als hätte 2025 noch irgendwas zu erledigen. Aber dafür ist’s jetzt auch zu spät.

Diese seltsamen Tage zwischen den Jahren waren geprägt von Abschieden, Leere und gleichzeitig Ruhe. Erst war ich noch komplett im Mama Modus. Betten abgezogen, Handtücher gewaschen, Reste sortiert, Reste gegessen und so weiter. Chaos auf dem Basteltisch angerichtet und mein Dezembertagebuch zur Hälfte fertig gemacht.

Dann habe ich einen Tag komplett im Schlafanzug verbracht. Und NICHTS getan. Kurz vor Mitternacht bin ich dann raus, habe mit den Nachbarn eine Stunde auf der Straße gefeiert und gedacht: werden diese Böller immer lauter?

Man halt die Menschen für zu beschränkt, vegane Schnitzel von echtem Fleisch zu unterscheiden (steht ja nicht gut lesbar auf der Packung) aber Sprengstoff und Pyrotechnik in alkoholisierter Privathand traut man uns uneingeschränkt zu. So sehr ich Feuerwerk mag, so richtiges am Himmel, aber diese Ausmaße, und dass Raketen und Böller als Waffen verwendet werden, es darf nicht so weitergehen.Ich habe in den letzten Tagen drei Petitionen für Böllerverbote unterschrieben.

Ind ich  habe wie in jedem Jahr um Mitternacht mit meinen Kindern gefacetimed, das war schön.

In diesen turbulenten Zeiten wäre es naheliegend, sich zurückzuziehen, den Kopf in den Sand zu stecken. Pushnachrichten von der ukrainischen Front, der nächsten Jahrhundert-Überschwemmung oder dem nächsten Regierungs-Zoff setzen uns zu.

Aber ich glaube fest daran: Ohnmacht ist keine Option, Hoffnung zu stiften und füreinander da zu sein ist unsere Aufgabe.

Ich wünsche uns allen für 2026 Zuversicht und einen empathischen Blick füreinander.

Ihr wisst ja, Dankbarkeit steigert das psychische Wohlbefinden, reduziert Stress und Angst und lenkt den Fokus auf das Positive im Hier und Jetzt. Das ist auf jeden Fall erstrebenswert. Heute bin ich dankbar für schöne Weihnachtsfeiertage mit der Familie (auch wenn jemand gefehlt hat ) für ein paar ruhige Tage und für meinen leckeren Kaffee. Und ihr?

Freitagstipps Neujahr

Und sonst so?

Was uns auch aus privaten Gründen in den letzten Tagen beschäftigt hat: Einer der größten Coups der deutschen Kriminalgeschichte. Wie in einem Hollywood Film.

Einbrecher haben sich in den Tresorraum einer Gelsenkirchener Bank gebohrt und eine Millionensumme aus Schließfächern erbeutet. Die Täter haben mehr als 3.000 Kundenschließfächer leer geräumt, die Geld, Schmuck und Gold enthielten. Meine 90 jährige Tante hatte bis vor kurzem dort ein Schließfach mit ihren kompletten Ersparnissen. Zum Glück hatten wir es vor zwei Monaten zu einer anderen Bank ein paar hundert Metzer weiter umgelagert, was für ein Zufall! Reiner Zufall, weil die neue Bank etwas näher an ihrem Zuhause ist. Sonst wäre ein Großteil weg. Wie (so wird gemunkelt) das Bargeld vieler Gelsenkirchener Döner Buden Besitzer. Tja. Soviel zum Thema: “nur Bares ist Wahres”, oder “keine Kartenzahlung”.

Es gab Tumulte vor der Bank. Interessant, was da alles noch ans Tageslicht kommen wird.

Von Gelsenkirchen zum Rest der Welt:

Sehr positive Presse und schöne Bilder gab es für die Amtseinführung des neuen Bürgermeisters von New York City. Erinnert ihr euch an die Wahl und den ersten Aufschrei in der Art von: “Ich kann nicht glauben, dass New York City einen Muslim zum Bürgermeister gewählt hat. ”

In der Realität hat gestern Generalstaatsanwältin Laetitia James, eine schwarze US-amerikanische Christin, einem ugandischen amerikanischen Muslim südasiatischer Herkunft den Amtseid abgenommen, während seine syrisch-amerikanische Frau die Koran hält, auf den er schwört. Und alles während sie auf den Stufen einer U-Bahnstation vor dem Amtssitz des Bürgermeisters stehen – mehr New York geht nicht.

Die EU Flagge beim Silverster-Feuerwerk in London war ein wunderbares Zeichen. Europa ist stärker als wir uns selbst zugestehen. Europa wächst Immer wieder und weiter zusammen. Weil es das wahrscheinlich beste und wichtigste Bündnis in der Geschichte der Menschheit ist. Und weil Europa das Zeug dazu hat, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Good News!

Seit September 2024 läuft in Neuseeland eine Phase-2-Studie, um die Sicherheit und Wirksamkeit einer hormonfreien Antibabypille für Männer zu testen. Hormonfreie Pille für den Mann wird klinisch getestetIn Tierversuchen hat sich das Medikament YCT-529 bereits als wirksam erwiesen. Es könnte dabei helfen, die Verhütung in Zukunft gerechter zu verteilen. Das wird auch Zeit.

Der französische Turnverband hat die Bodysuit-Pflicht für Frauen im Turnen abgeschafft. Turnerinnen in Frankreich dürfen bei Wettbewerben jetzt Shorts tragen Künftig dürfen die Turnerinnen bei Wettkämpfen bis zu 10 cm lange Shorts über ihren Trikots tragen. In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Diskussionen um die enge und knappe Bekleidung von Turnerinnen gegeben.

 

Freitagstipps

1.  In diesem Jahr ___________.

2.  ___________ ich schaffe das.

3.  Es könnte sein, ___________.

4.  ___________ übrigens _________ .

5.  Moment, warte mal,  ___________ .

6.   ___________ wird mir von 2025 in Erinnerung bleiben.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Beste Unterhaltung: Kurz nach Weihnachten habe ich den dritten ( und meiner Meinung nach besten) Teil der Knives Out Filmreihe gesehen. “Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery” Wie schon in “Knives Out” und “Glass Onion” gilt auch hier: Nichts ist so, wie es scheint.

Jede dieser Figuren bringt eigene Geheimnisse, Motive und persönliche Konflikte mit. Das Spiel mit dem klassischen “Whodunit”-Format lebt von diesen komplexen, mehrdeutigen Charakteren, die mit brillanten internationalen Schauspielern besetzt sind und sowohl dramatisch als auch subtil überzeugen. Glenn Close spielt phänomenal. Das Ende ist nochmal ein Schocker!

Was ich besonders cool finde: Über das Privatleben von Privatdetektiv Benoit Blanc – im Film phantastisch gespielt von Daniel Craig –  war vor allem im ersten Film kaum etwas bekannt. Er agierte fast ausschließlich im beruflichen Kontext, stets elegant, aber distanziert. Erst in “Glass Onion” (2022) wurde ein kleiner, aber aufsehen erregender Einblick gewährt. In einer kurzen Szene sieht man Blanc während des Lockdowns zu Hause in der Badewanne, begleitet von einem Gastauftritt von Hugh Grant als seinem Lebenspartner Philip. Durch diese subtile, aber bedeutende Enthüllung wurde Blanc zu einer der wenigen offen queeren Hauptfiguren modernen Mainstream-Krimi.

Freitagstipps Neujahr

Krasser Gegensatz: Der Dokumentarfilm „Hannah Arendt. Denken ist gefährlich” in der ARD Mediathek. Die Doku folgt dem Leben Arendts und lässt sie dabei ausgiebig selbst zu Wort kommen – in Essays, Briefen und Büchern. Alte Wegbegleiter:innen erinnern sich aus dem Off an das überwältigende Charisma von Arendt. Ihre Warnungen vor autoritären Tendenzen in der amerikanischen Politik, die sie in ihren letzten Lebensjahren nicht müde wurde zu wiederholen, zeugen angesichts der gegenwärtigen Entwicklungen in den USA von einer unheimlichen Klarsicht.

Ich finde, diese Doku sollte Pflichtprogramm in jeder Schule werden!

Den kompletten Neujahrstag habe ich dann  – wie bereits oben erwähnt – im Schlafi vor der Glotze verbracht, herrlich! Es musste sein, denn der neue Harlan Coben Thriller auf Netflix ist definitiv kein second screen watch. Also nichts, wenn man dabei am Handy oder wie ich am Laptop klimpert. Ich musste mich etwas konzentrierter durch die Handlungsstränge bewegen.  „Such mich nicht“– mit diesen Worten verschwindet Paige Greene spurlos und hinterlässt eine klaffende Lücke im Leben ihres Vaters. Für Simon Greene bricht damit die Fassade seiner perfekten Welt aus Karriere, Eigenheim und Familienglück schlagartig zusammen. Trotz der Getrieben von der Hoffnung, sein Kind doch noch zurückzuholen, taucht Simon tief in eine finstere Unterwelt ab. Auf seinem gefährlichen Weg stößt er jedoch auf Abgründe und Wahrheiten, die weit über das Verschwinden seiner Tochter hinausgehen und seine gesamte Familie endgültig zu vernichten drohen.

Es war faszinierend wie sich die vielen kleine Puzzleteile langsam zu einem großen Ganzen entwickelten, dabei gab es immer einen roten Faden. Des Rätsels Lösung am Ende hat mich auch nochmal umgehauen.

Freitagstipps zum Lesen

Einiges traf ein, anderes (leider) nicht. Wie man sich in den 90ern das Jahr 2025 vorstellte. Auf jeden Fall interessant, es jetzt nachzulesen.

Hängt euer Handy auch (wie meins) nachts am Ladekabel? Ist das ok oder schädlich? Drei Mythen im Faktencheck. Spoiler: ich bleib dabei.

Freitagstipps zum Hören

Fast alle Podcasts, die ich mehr oder weniger regelmäßig höre, brachten Zusammenfassungen des Jahres 2025. Ich habe tatsächlich und bewusst keinen einzigen davon gehört. Ich muss mir die überwiegend schlechten Nachrichten und Entwicklungen nicht noch einmal geben.

Statt dessen habe ich in Erinnerungen an unseren phantastischen Familien-Trip nach Paris geschwelgt und die von meiner Tochter extra für diesen Anlass erstellte Playlist Babs in Paris 2025 rauf und runter gehört.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Alles Liebe, und euch allen wünsche ich nochmal ein grandioses 2026!

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Merry Christmas, Freitagstipps und # 854, der letzte Freitagsfüller des Jahres

26. Dezember 2025

So here it is
Merry Christmas
Everybody’s having fun
Look to the future now
It’s only just begun.

* Slade, 1973

Der Song war übrigens der Banger zu Weihnachten in meiner Jugend, er lief in jeder Kneipe, als er damals rauskam.

Da bin ich zum letzten Mal in diesem Jahr mit den Freitagstipps, ein paar Gedanken zur Woche und zum Fest und dem Freitagsfüller.

Es ist der Moment im Jahr, in dem alles ein bisschen langsamer wird und wir uns auf das besinnen, was wirklich zählt: Die Menschen um uns herum. Aber auch virtuell fühle ich mich dieses Jahr so beschenkt. Danke, dass ihr Teil meiner Reise seid.

Danke für jedes ‚Herz’, jedes Feedback und euren Support jeden Tag. Ohne euch wäre das hier und auf meinen Social Media Kanälen nicht dasselbe, ihr seid die beste Community!

Freitagstipps Weihnachten

Ich wünsche euch von Herzen noch frohe Weihnachten und entspannte Tage mit euren Lieblingsmenschen.

Heute,  am zweiten Weihnachtstag, sind wir wie in jedem Jahr zum großen Familientreffen bei meiner Schwägerin eingeladen. Ich bin – wie eigentlich immer – unendlich dankbar für meine große, diverse und tolle Familie in mehreren Generationen. An Tagen wie diesen aber besonders, wenn wir uns trotz großer Entfernungen sehen.

Heiligabend war für uns in diesem Jahr ein wenig anders als früher: zum ersten Mal war meine große Tochter nicht hier, sondern hat die Weihnachtstage mit ihrer britischen Familie verbracht. Es war anders, auch schön, aber sie fehlte, darin waren wir uns einig. Aber das ist der Lauf der Dinge und Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Im nächsten Jahr ist sie mit ihrer Frau wieder hier, so ist der Plan.

Gestern war mein Bruder mit seiner Frau bei uns und ich stehe gefühlt seit Tagen nur in der Küche. Da kann ich nicht aus meiner Haut. Traditionell gab es, wie immer bei ihrem Besuch, “Jools Favorite Stew”. Eines unser Lieblingsrezepte und ein Klassiker von Jamie Oliver. Mit Pastinaken und Topinambur – die im Originalrezept Jerusalem Artichokes heißen. Lässt sich gut vorbereiten, vorweg ein kleiner Feldsalat mit kandierten Walnüssen und Orangenfilets. Perfekt für viele Leute und köstlich. Vielleicht ist das noch ein Tipp für eueren Silvesterabend. Genau wie dieser Cocktail, den wir zu Weihnachten hatten, ihr findet ihn auf meinem Pinterest Board Drinks und Cocktails.

Freitagstipps Weihnachten

Und sonst so?

Die einzigen Nachrichten, die bei mir wirklich hängen geblieben sind : Die Zivilgesellschaft hält zusammen. In nicht mal 24 Stunden haben sich im Netz über 118.000 Menschen solidarisch mit HateAid erklärt. Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, die  beiden Geschäftsführerinnen der NGO, sind von Trump mit einem Einreiseverbot für die USA “bestraft” worden. HateAid stärkt die Demokratie im digitalen Raum, wendet sich unter anderem gegen Hate Speech und Fake News und geht gegen die Verstöße der US-Medien wie META und X  gegen EU Recht vor.

Wahrend Politiker*innen von Brüssel bis Berlin den US-Schritt scharf kritisieren, bleibt Bundeskanzler Friedrich Merz bislang auffällig still. Die Einreisesperren gegen die Geschäftsführerinnen von HateAid sind mehr als ein diplomatischer Affront: Sie sind ein Versuch, europäisches Recht auszuhebeln, weil es nicht in eine autoritäre Agenda passt. Jetzt braucht es eine klare Positionierung der Bundesregierung – zum Schutz unserer Souveränität, unseres Rechtsstaats und der Zivilgesellschaft.

Ich habe das Gefühl, das Netz wird immer mehr zum rechtsfreien Raum und in Zusammenhang mit KI können sich brandgefährliche Situationen entwickeln. Für jeden Einzelnen und für unsere Gesellschaft und den Frieden. Deswegen sind Organisationen wie HateAid unfassbar wichtig. Deswegen habe ich dioese Campact Petition an unsere Bundesregierung sofort unterzeichnet: Solidarität mit HateAid – Angriff der Trump-Regierung stoppen.

Ach ja, und Trump will sich mal wieder Grönland einverleiben, mit aller Macht. Die Dänen und die EU haben sich hoffentlich inzwischen auf eine gemeinsame Strategie dagegen geeinigt. Denn das Nicht-Respektieren von Grenzen erleben wir seit längerer Zeit östlich von uns, das darf einfach nicht sein.

Good News!

Darüber habe ich mich besonders gefreut: Großbritannien nimmt wieder am Erasmus-Programm teil Gute Neuigkeiten für Studierende und Auszubildene: Ab 2027 ist Großbritannien wieder Teil des Erasmus-Programms. Die EU und Großbritannien haben sich auf die finanziellen Bedingungen geeinigt. 2021 war das Land aus dem EU-Austauschprogramm ausgestiegen. Vielleicht hört dieser Brexit Unsinn ja irgendwann mal komplett auf.

Brasilien erreicht einen Meilenstein im Kampf gegen HIV: Dank früher Tests und kostenloser Behandlung wird das Virus kaum noch von Müttern auf ihre Kinder übertragen. Möglich macht das ein flächendeckendes öffentliches Gesundheitssystem – die WHO bestätigt den Erfolg.

Auch, wenn es durch die Springer Presse und den rechten Flügel der CDU anders dargestellt wird: Erneuerbare Energien sind der Durchbruch des Jahres. Das Wissenschaftsjournal Science kürt den weltweiten Boom erneuerbarer Energien zum „Durchbruch des Jahres“. 2025 wurde erstmals global mehr Strom aus Wind, Sonne und anderen Erneuerbaren erzeugt als aus Kohle. Sinkende Kosten und massiver Ausbau haben Solar- und Windenergie vielerorts zur günstigsten Stromquelle gemacht.

Freitagstipps

1. Weihnachten war ________.

2.  _________ Entspannung.

3.  Dieses Jahr muss ich noch ___________.

4.  ________ regt mich auf.

5.  Mit einem leisen Plopp __________ .

6.  ________ und reden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

… habe ich heute ausnahmsweise keine, weil wir außer ein paar der üblichen Weihnachtsfilmen einfach nichts geguckt haben.

Freitagstipps zum Lesen

Rechte Parolen begegnen uns überall – z.B. beim weihnachtlichen Familientreffen. Wichtig: reagieren, sonst werden rechte Parolen normalisiert. Nur wie? Das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ bietet kostenlose Workshops an. Teilnehmer:innen lernen und üben, wie sie sich überwinden und reagieren können: Wie man Parolen am Stammtisch und bei der Verwandtschaft kontert.

Freitagstipps zum Hören

… gibt es heute auch nicht in der üblichen Form. Keine Zeit für Podcasts und Hörbuch, es lief entweder die Weihnachtsplaylist oder Musik von den Kids im Haus und Auto. Durch meine Kinder bekomme ich immer wieder neuen Input, aktuell ist läuft bei mir der Künstler Yungblud rauf und runter. Wir haben wie jedes Jahr an Heiligabend das Musik-Ratespiel Hitster gespielt, dieses Mal auch die Christmas Edition. Erstaunlich, was für eine Bandbreite Weihnachtslieder haben, es hat Spaß gemacht. Für die nächste Runde habe ich bereits die Hitster Bingo Variante* auf der Liste, die soll super sein.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Und nochmal Danke danke danke für die vielen Klicks und Likes, ob hier, bei Instagram, Facebook oder Pinterest !

Mein Vorsatz für 2026 ist übrigens dieser hier:

Konzentriere Dich jeden Tag auf gute Gedanken und stecke andere Menschen mit Deiner positiven Lebensauffassung an. Gleiches zieht gleiches an. Lachen bewirkt Lachen. Liebe bringt Liebe. Harmonie erzeugt Harmonie. Eine gute Tat ruft eine gute Tat hervor. Du musst es nur immer wieder wollen und tun. Das Lächeln, das Du morgens aussendest, kehrt Abends zu Dir zurück.

Ich wünsche euch ein wundervolles und friedliches neues Jahr, voll mit Überraschungen, Lachen, Leichtigkeit, Wohligkeit und ganz viel Liebe. Lasst es krachen in der Silvesternacht! Feiert das alte Jahr und begrüßt das neue mit Herzensmenschen.

Oder zündet in Dankbarkeit eine Kerze an …

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 853

19. Dezember 2025

Da bin ich wieder wie gewohnt mit den Freitagstipps und dem Gedankensalat, nachdem ich am vergangenen Freitag überraschend von meinen Kindern anlässlich meines runden Geburtstages nach Paris entführt wurde.

Was für eine Überraschung, ich kann es immer noch nicht fassen, dass sie seit dem Sommer heimlich diese vier Tage mit vollem Überraschungsprogramm geplant hatten und ich NICHTS davon gemerkt habe. Erst als wir frühmorgens auf dem Bahnsteig in Köln standen und der Eurostar nach Paris einfuhr, machte es klick. Die Tage alleine mit allen vier Kindern waren tatsächlich die erste gemeinsame Reise seit 15 Jahren, irgendeiner fehlte immer während der letzten Jahre.

Freitagstipps Paris 2025

Paris hat mich übrigens sehr überrascht. Ich war schon oft dort, aber immer im Sommer oder Frühling oder Herbst. Noch nie zur Adventszeit. Und ich muss sagen, es steht London in puncto Weihnachtszauber um nichts nach. Außerdem spielte sich das Leben während des dritten Adventswochenendes weitgehend draußen ab. Die unzähligen Brasserien, Restaurants und Cafes hatten alle draußen vollbesetzte Tische, Urlaubsstimmung pur.

Ich werde zu Paris natürlich in nächster Zeit auch einen Blogpost mit Tipps schreiben. Bis dahin könnt ihr auch viele Eindrücke im Highlight “Paris” auf meinem Instagram Account finden. Wir haben beschlossen, jetzt öfter mal wieder zusammen zu verreisen, denn gemeinsame Zeit ist das kostbarste überhaupt. Und wenn man zusammen so schöne Erlebnisse hat, schafft man wertvolle Erinnerungen für lange Zeit.

Zuhause hatte mich am Montag der Alltag direkt wieder. Obwohl ich tatsächlich erstmal einen Tag brauchte, um runterzukommen, meinem Körper nach tausenden von Schritten und wenig Schlaf kurz Ruhe zu gönnen und alles zu verarbeiten.

Weihnachtsfeier im Büro, nachträgliches Geburtstagsfrühstück mit meinen Freundinnen, Christmas Shopping in der Stadt, ein Kind bereits hier im Hotel Mama und der Förstersohn trudelte auch gestern abend bereits hier ein. “Mama, kannst du Kartoffelsuppe machen? Und hast du schon Baumkuchen gekauft?” Aber natürlich. Einkaufen, Betten beziehen, die Weihnachtsferien für die Kinder mit All Inclusive haben begonnen. Am Wochenende wird das Haus dann komplett voll, der Baum wird aufgestellt und der Weihnachtstrubel startet in den Endspurt. Und selbstverständlich haben die Kinder auch ihre klitzekleinen To Do Listen, von mir erstellt, das läuft bei uns alles recht gut verteilt und entspannt.

Ich freue mich drauf!

Freitagstipps Adventsfrühstück

Meine Weihnachtskarten sind inzwischen auch fast alle verschickt. Den Großteil habe ich geschrieben, während ich mir mit meiner Tochter alle drei Teile der “Sissi” Filme angeschaut habe. Die gehören bei uns einfach seit Jahren zum weihnachtlichen Ritual.

Und sonst so?

Die weitgehende Nachrichten Abstinenz am vergangenen Wochenende hat mir mal ganz gut getan. Aber inzwischen bin ich wieder jeden Tag mindestens einmal mit Kopfschütteln und Faktenchecks beschäftigt.

Habt ihr diese sensationelle “Eye of the Hurricane” Vanity Fair Story mitbekommen? Der renommierte Fotograf Christopher Andersen fotografierte dafür den Inner Circle der Mächtigen im Weissen Haus so, wie er es immer tut. Realistisch, unretuschiert.

Für mich sind die Bilder fotografisches Storytelling in Perfektion. Ein brillantes Beispiel für den Einsatz von Kunst als Mittel des Widerstands und der Macht, das pure Böse anzuprangern.

Das Netz explodierte fast, denn auch Inhalt der Geschichte sorgte schon mächtig für Schlagzeilen. Im Gespräch mit »Vanity Fair« bescheinigte Donald Trumps Stabschefin Susie Wiles ihrem Chef »die Persönlichkeit eines Alkoholikers«, Vizepräsident JD Vance sei »seit einem Jahrzehnt ein Verschwörungstheoretiker« und Elon Musk »ein seltsamer, seltsamer Typ, wie es Genies eben sind« und zudem ein »bekennender Ketaminkonsument«. Genug Stoff, um für jede Menge Aufsehen zu sorgen.

Je mehr man liest, desto mehr staunt man, auch über die Rolle, die sich Wiles selbst mit ihren Berichten zuweist. Trotz ihrer Loyalitätsbekundungen schwingt sich in Vanity Fair ausgerechnet die Stabschefin zur letztinstanzlichen Richterin über den Präsidenten auf. In einem Weißen Haus, das nach ihren Beschreibungen von inkompetenten, bizarren und unzuverlässigen Gestalten bevölkert ist, preist sie sich selbst als einzigen Profi – und unersetzlich.

Warum die stille Trump-Vertraute Wiles plötzlich laut wurde bleibt vorerst ein Rätsel und ich bin gespannt, wie die Sache sich entwickeln wird.

Ansonsten finde ich es es gerade widerlich und bizarr, dass sich der ukrainische Präsident, der Bundeskanzler und andere europäische Regierungschefs erniedrigen lassen müssen, mit zwei US Immobilienfuzzies – für die lediglich wirtschaftliche Interessen relevant sind – über Bedingungen für ein Kriegsende zu verhandeln. Und dem eigentlichen Aggressor ist das auch noch alles komplett egal.

Good News!

Auf Borkum gehörte Gewalt zur Tradition: Frauen wurden auf offener Straße von kostümierten Männern gefangen und mit Kuhhörnern malträtiert. Ein Schutzkonzept soll nun ein friedliches Klaasohm-Fest gewährleisten. Das ist nach großen Protesten im vergangenen Jahr jetzt zum Glück vorbei.

 

Freitagstipps

 

1.  Es gibt Tage, da fühle ich mich  ___________ .

2.   _________ ,wir verstehen uns gut .

3.   Ich finde es unterhaltsam, ___________ .

4.   _________ die Perspektive zu wechseln.

5.   Mandarinen _________ .

6.   _________ Geschenke einpacken.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Thema Weihnachtsfilme. Die Klassiker müssen nicht jedes Jahr sein. Ich habe aber zwei neue auf Amazon Prime gesehen, die durchaus mithalten können “Oh what fun” mit Michelle Pfeiffer als Mutter im kompletten Weihnachtswahn. Als Übermutter Claire Clauster aus Texas für ihre Familie einen besonderen Weihnachtsausflug organisiert, vergisst ihre Familie sie aus Versehen. Als sie ihre Abwesenheit bemerken, ist sie bereits verschwunden. Weihnachten ist in Gefahr, doch Claire hat andere Pläne. Eine Weihnachtskomödie, die gleichzeitig ein Hohelied auf die Mütter als wahre Heldinnen von Weihnachten singen und satirisch übertriebene weibliche Perfektionsansprüche auf die Schippe nehmen will.

Und ein wenig mehr hat mich “This is Christmas” berührt. Ein Hauch von “Tatsächlich Liebe” ist in der Story. Ein junger Mann pendelt täglich im Zug zwischen seinem Heimatörtchen und der Londoner City. Im Abteil trifft er immer wieder dieselben Mitreisenden, doch alle verharren in höflicher Anonymität und kommen nicht miteinander ins Gespräch. In der Vorweihnachtszeit inspiriert ein Vorfall ihn dazu, das ändern zu wollen: Er lädt die anderen Pendler zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier. Eine sympathische Weihnachtskomödie, die mit lebhaft gezeichneten Figurensolide Wohlfühlunterhaltung liefert.

Im Zug zurück von Paris haben wir uns die ersten beiden Folgen der neuen Taylor Swift Doku “The End of an Era” auf Disney + angeschaut.

Die Dokumentation über die erfolgreichste Tour der Welt, Taylor Swifts Eras-Tour, zeigt wortwörtlich das Ende einer Ära. Einer Ära voller Tränen, Leistungsdruck, Verantwortungsgefühl dem eigenen Team und Fans gegenüber – und mit Angst vor Terror.In den ersten Episoden gibt Taylor Swift bereits tiefe Einblicke in die Entstehung des Tour-Konzepts, die aufwendigen Vorbereitungen und die enge Beziehung zu ihrem Team. Zudem ging es auch um die emotionalen Herausforderungen, denen Swift während der Tour begegnete – etwa der vereitelte Terror-Anschlag auf  das Konzert in Wien.

Tänzer, Techniker, LKW-Fahrer, alle, die an der Tour beteiligt waren bekommen zusätzlich zum Gehalt Boni von insgesamt 197 Millionen Dollar, immerhin zehn Prozent der Einnahmen.  Die Doku-Serie zeigt auch, wie Taylor sich die Zeit nimmt, für jeden einen Brief zu schreiben und ihn anschließend mit einem Wachsstempel zu versiegeln.

Und sehe ich das richtig, dass Taylor Swift jetzt wieder gehatet wird, weil sie ihren Mitarbeiter*innen Boni bezahlt hat? Und das jetzt „den anderen A-Listen Promis das Leben schwer macht”, da deren Mitarbeiter*innen „das jetzt auch erwarten”???

Ja du Promi, wenn du Milliarden mit deiner Tour machst, dann bezahlst du eben deine Angestellten dementsprechend??

Freitagstipps zum Lesen

Emojis sind aus Chats heute nicht mehr wegzudenken, jedenfalls bei uns Boomern. Aber wisst ihr, wie es 1982 zu den ersten Emoticons (so hießen die früher) kam? Interessante Geschichte, die erstaunlicherweise etwas mit Physik zu tun hat.

Ihr Todestag jährt sich zum 50. Mal, ihre Werke und klugen Worte sind weltberühmt. Mir war bis zum Lesen dieses Artikels nicht bewusst, dass Aussagen der inzwischen sehr verehrten Schriftstellerin Hanna Arendt zu ihren Lebzeiten durchaus auch umstritten waren. Banalität des Bösen” – was hinter Hannah Arendts bekanntesten Worten steckt

Bei dem Ausdruck schließt sich für mich übrigens der Kreis für mich zur oben ausführlicher erwähnten Vanity Fair Artikel. Denn meinerb Meinung nach hat Christopher Arendsen diese Banalität des Bösen in seinen Bildern perfekt gezeigt.

Freitagstipps zum Hören

Podcast Time! Ich habe zwei neue gehört bzw angefangen. 2021 habe ich den SZ Podcast “Wirecard -1,9 Milliarden Lügen” bereits verschlungen, hört ihn unbedingt, wenn ihr mit diesem Thema noch nicht vertraut seid. Nachdem ich letzte Woche im SZ Nachrichten Podcast “Auf den Punkt” dazu einen kurzen Beitrag gehört hatte, interessiert mich das Thema wieder brennend. Bevor der Finanzdienstleister Wirecard zusammengekracht ist, war Jan Marsalek einer der schillerndsten Figuren in der deutschen Start-Up- und Finanzwelt. Dann ist er im Juni 2020 in Moskau untergetaucht. Und seitdem das bekannt ist, wird spekuliert, ob er dort für den russischen Geheimdienst FSB arbeitet. Die SZ, NDR, WDR und das österreichische Magazin profil haben tausende Chatnachrichten ausgewertet, die eine eindeutige Antwort nahelegen:

Ja. Marsalek hat demnach eine russische Geheimdienstoperation, die in Berlin die deutsche Unterstützung für die Ukraine schwächen sollte, angeleitet. Was verraten die Chats über die russischen Aktionen im hybriden Krieg – und über Marsaleks Rolle?

Ich bleibe dran, denn seit dem 11. Dezember ist auch eine neue vierte Staffel des Original Wirecard Podcasts gestartet, die habe ich gerade angefangen zu hören. Den hybriden Krieg gegen uns bzw Europa hat Russland bereits vor Jahren begonnen, warum wird das von den ganzen Sofapazifisten nicht klarer gesehen?

Und der zweite Podcast, den ich euch empfehle hat ein ganz anderes Thema und ist sehr unterhaltsam, aber nicht weniger spannend. The Bear (die phantastische US Serie um einen Starkoch) für die Ohren sozusagen. “Tulus – die Geschichte eines Restaurants”.

Max Strohe ist ein junger Lehrling in der Küche. Nur mit Mühe schafft er es, die Prüfungen und Demütigungen der harten Ausbildung zu ertragen. Was er auch probiert – immer wieder fliegt er raus. Da beschließt er, nach Berlin zu ziehen. Irgendwo muss es doch einen Ort geben, an den er wirklich hingehört. Er trifft Ilona Scholl, die in einem Restaurant, in dem er anfängt, den Service leitet. Diese Begegnung wird das Leben der beiden für immer verändern. Die ersten beiden Episoden der fünfteiligen Podcast Serie fand ich super gemacht und freue mich auf’s weiterhören.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Und ich erinnere nochmal kurz an den Wunschzettel für Scrapbooker oder Bastler, denn gestern habe ich noch Gutscheine für Workshops versendet. Es gibt Männer, die wirklich wissen, was ihre Frauen sich wünschen 😉

Ich wünsche euch ein schönes viertes Adventswochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele

Kleine Pause aus persönlichen Gründen

12. Dezember 2025

Heute gibt es ausnahmsweise keinen Freitagsbeitrag. Denn ich habe Geburtstag. Einen runden. Meine Kinder haben mich vor zwei Tagen aus diesem Anlass mit einer gemeinsamen Reise komplett überrascht und ich musste ratz fatz am Mittwoch meinen Koffer packen und los ging es. Und das MacBook bleibt natürlich zuhause, nachdem ich noch schnell das hier tippen und vorbereiten konnte. Na ja, ich habe geahnt, dass sie heimlich irgendwas planen, aber dachte eher an eine Überraschungsparty zuhause oder sowas. Während ich das hier schreibe, weiß ich nichts, außer dass wir bis Sonntag unterwegs sind und ich keinen Bikini einpacken muss. Haha, ich bin so gespannt!

Baumbeleuchtung Terasse

 

Nächste Woche geht es dann wie gewohnt weiter, mit dem letzten Freitagsbeitrag vor Weihnachten.

Bis dahin, passt auf euch auf, macht es euch schön, lasst euch nicht stressen und genießt das dritte Advents-Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 852

5. Dezember 2025

Willkommen zu den ersten Freitagstipps in der Adventszeit und ein paar meiner Gedanken zur Woche. Die voller war als geplant, aber das Leben und das Universum haben ja manchmal andere Pläne als man selbst. Na ja, das ist Jammern auf hohem Niveau, aber ich hätte mal gerne wieder einen Tag komplett ohne Termin, wo keiner anruft und sagt: kannst du mal eben, kein Handwerker vorbeikommt und der einzige der klingelt der DHL Mann ist. Die Steuerunterlagen gucken mich auch täglich mahnend an und wispern: wenn du uns nicht schnell sortierst gibt’s Ärger.

Freitagstipps Kerze

Aber ich bin dankbar, dass wir am vergangenen Samstag nach einigen Jahren Pause endlich mal wieder unser Familientreffen hatten und ich die nächste Generation und neue Familienmitglieder näher kennenlernen durfte. Gibt es etwas Wichtigeres und Schöneres als eine große Familie, die füreinander da ist? Ich glaube nicht. Höchstens den Weltfrieden.

Der Geruch von Pecan Waffeln, der von dieser Kerze ausgeht, ist übrigens göttlich. In dieser dunklen Zeit des Jahres brennt bei mir eigentlich immer irgendwo eine Kerze. Außer am Adventskranz, keiner in Sicht bei mir, dazu bin ich noch nicht gekommen, jetzt lohnt es sich eigentlich auch nicht mehr. Dafür habe ich gestern einige kleine frische Kränze gekauft, die ich im Haus verteilen werde. Am Wochenende komme ich hoffentlich dazu. Morgen muss ich trotz Urlaubs nochmal ins Büro, man lässt die Kolleginnen ja nicht hängen. Samstag backe ich ehrenamtlich Waffeln beim Nikolausmarkt im Seniorenheim und zack, ist die Woche rum.

Wenigstens habe ich schon mit Freude einige Geschenke besorgen können und bis auf meinen eigenen nächste Woche sind alle Geburtstage in meinem Umfeld abgefeiert. Am Montag haben wir bei meiner Freundin gefeiert und wieder festgestellt, wie viele Erinnerungen uns verbinden in über mehr als 30 Jahren Freundschaft. Und wie vertraut und schön das ist. Aber, jetzt kommt das große Aber. Die Gespräche drehen sich die erste Stunde bei unseren Treffen immer um kranke Eltern, die eigenen Wehwehchen und Arztbesuche. Ist das normal in unserem Alter? Mich nervt das ehrlich gesagt. So, können wir jetzt mal über erfreulichere Dinge sprechen, meistens bin ich es, die das sagt. Kennt ihr das, wenn ihr auch schon in einem gewissen Alter seid?

Freitagstipps Adventskaffee

Ich muss gestehen, dass ich mich aber mindestens zwei Tage der Woche auch kreativ ausgelebt habe und in meinem jährlichen geliebten Weihnachtskartenmarathon bin ich fast auf der Zielgerade. So zehn werden es sicher zusätzlich noch werden und dann müssen alle noch geschrieben, adressiert und frankiert werden. Ich liebs trotzdem.

Und sonst so?

Dieser ganz schmale Grat, zwischen politisch informiert bleiben wollen und die eigene Psyche halbwegs gesund halten, macht mich echt irre. Wie kann das gerade die Realität sein? Deutschland 2025. Seit Merz Kanzler ist, fühlt sich das ganze Land an wie eine nicht enden wollende Folge Stromberg. Ich hätte vor fünf Jahren auch nicht gedacht, dass die Corona-Pandemie in einer Faschismus-Apokalypse endet.

Was ist, wenn diese ganzen „neuen” Probleme in Wahrheit ganz alte Probleme sind? Wenn wir seit Jahrzehnten wissen, dass wir den Klimawandel verursachen und so unsere Erde zerstören. Wenn wir seit Jahrzehnten wissen, dass in den nächsten Jahre sehr, sehr viele ältere Leute in Rente gehen und weniger junge da sind, die noch arbeiten können. Wenn wir seit Jahrzehnten wissen, was rechtsextreme Parteien anrichten können und wir auch seit Jahrzehnten eigentlich die Mittel, das Wissen und die Erfahrung haben, sie zu stoppen.

Die Rechten wollen uns erzählen: Was politisch im Moment so verrückt ist, das sind neumodische Spinnereien. Wir müssen es wie wieder früher machen.

Welches früher?

Ich finde: Verrückt ist viel von dem, wie die Politik es früher gemacht hat. Sie haben wider besseres Wissen den Klimawandel und rechtsextreme Parteien laufen lassen und haben uns zu wenig vorbereitet, auf das was sicher kommen würde und jetzt, 2025, eben da ist. Wie man diese Probleme heute noch löst, weiß scheinbar kaum jemand.  Aber diese simple, simple Idee muss doch klar sein: Das Dümmste, was wir tun können, ist, diese Fehler schon wieder zu wiederholen.

Was ich in dieser Woche sehr interessiert verfolgt habe: die Nonnen und das Lübke Denkmal. Habt ihr die Aktion vom Zentrum für politische Schönheit mitbekommen? Die NGO für politische Bildung hat mit Genehmigung der zuständigen Bezirksbürgermeisterin eine lebensgroße Messing-Statue des 2019 von einem AfD-Anhänger ermordeten CDU Politikers Walther Lübcke aufgestellt. Vor der CDU Parteizentrale in Berlin. Die Aktion ist dermaßen genial, denn die CDU kann die Statue nicht entfernen lassen kann, ohne komplett das Gesicht zu verlieren und kann sie nicht stehen lassen, ohne konstant mit dem eigenen Versagen bezüglich der AfD konfrontiert zu werden.

Der Kanzler attackierte daraufhin live das Lübcke-Memorial – Merz nennt ein Denkmal für seinen ermordeten Parteikollegen „vollkommen geschmacklos”. Klar, unangenehm, wenn der eigene Parteifreund von einem AfD-Anhänger erschossen wird und man selbst schon mit der Partei im Bundestag abstimmt und alle Brandmauern einreißt.

Kleiner Reminder: Merz hat 2019 weder den Trauergottesdienst besucht, noch hat er offentlich kondoliert, noch hat er sich in einer der zahlreichen Rede, einem Interview oder einem seiner täglichen Tweets dazu geäußert. Die politisch motivierte Ermordung eines Parteikollegen unkommentiert hinzunehmen – das ist geschmacklos.

Aber der eigentliche Skandal: Der Kanzler droht Berlins Bezirksbürgermeisterin offen – „wir werden beobachten und Konsequenzen ziehen”. Welche Konsequenzen bitte, in einem Land mit Gewaltenteilung? Wie immer ist dieser Amateurkanzler nur peinlich. Jetzt prügelt auch noch die Springer-Presse auf die Bezirksbürgermeisterin ein.

Also alles keine Überraschung.

Kommen wir zu den Nonnen von Goldenstein. Was für eine tolle Geschichte! Das Schicksal der drei Nonnen, die alle über 80 Jahre alt sind, hat in den vergangenen Monaten international für Schlagzeilen gesorgt. Anfang September waren sie gegen den Willen ihres Stiftsleiters, der sie einfach gegen ihren Willen und juristisch zu Unrecht dorthin verfrachtet hatte, aus dem Seniorenheim in ihr früheres Kloster zurückgekehrt. Sie verschafften sich mithilfe eines Schlüsseldienstes Zutritt zum leer stehenden Kloster nahe der bayerischen Grenze, wo sie jahrzehntelang gewohnt und in der Klosterschule gearbeitet hatten.

Mit ihrer Besetzung des Klosters und der darauffolgenden Medienpräsenz gerieten Schwester Rita (82), Schwester Regina (86) und Schwester Bernadette (88) in Konflikt mit ihrem Stiftsleiter. Natürlich ein Mann, der über Frauen bestimmt, nichts Neues in der Kirche und überhaupt.

Vor wenigen Tagen hatte der Stiftsleiter den Schwestern schließlich ein Angebot vorgelegt, das ihnen den Verbleib im Kloster “bis auf Weiteres” zusichern sollte – allerdings unter Auflagen. Den Frauen würde ein altersgerechtes Leben im Kloster ermöglicht, sie müssten dafür aber zu einem Leben in klösterlicher Abgeschiedenheit zurückkehren, hieß es in dem Papier. Sie müssten etwa alle Aktivitäten in sozialen Medien einstellen. Der Instagram-Kanal der Nonnen hat mittlerweile von rund 280.000 Follower. Die Schwestern, die auch mit Anzeigen gegen ihre Kirchenvertreter vorgegangen waren, sollten zudem alle juristischen Schritte unterlassen und sich von ihrem Anwalt trennen. Natürlich haben die resoluten Frauen das abgelehnt und nun muss der Vatikan weiter entscheiden. “Papst Leo wird es richten” sagt Schwester Rita, die jeden Tag noch fünf Kilometer rennt. Schwester Bernadette filmt sich für einen Instagram-Post mit 88 Jahren noch selbst auf dem neuen vom örtlichen Schreiner gesponserten Treppenlift. Ich finde das großartig. schaut doch mal bei den Nonnen in ihrem Alltag vorbei.

Als ich einen Bericht über die Nonnen mit einem Hinweis auf ihren Account auf meinem Instagram Account geteilt hatte, kam als Antwort Nachricht ein: Vergelt’s Gott. Süß. Es ist einfach zu schön und erfrischend zu verfolgen, wie diese alten Frauen für ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben mit Gott im Alter kämpfen und die Öffentlichkeit auf ihrer Seite haben.

Und sagte ich schon, dass ich auch sehr dankbar für mein Zuhause und den wunderbar leuchtenden Baum vor meinem Fenster bin?

Freitagstipps Weihnachtsbaum

Good News!

Habt ihr noch alte Schätze von eurer Oma oder euren Eltern irgendwo gehortet oder entdeckt? Diese Dekostücke eurer Oma könnten heute ein Vermögen wert sein.

Ein pensionierter Radioelektriker hat eine Sandbatterie gebaut, die Solarstrom in Hitze umwandelt und diese über Monate speichert. Der einfache, günstige Wärmespeicher läuft inzwischen erstmals in einem Wohnhaus – und zeigt, wie überschüssige Energie genutzt werden kann. Wir brauchen solche Pioniere mit innovativen Ideen.

Freitagstipps

1. Am zweiten Advent ___________ .

2.  __________  Schluss sein.

3. Es gibt genug _________ .

4.   ________ vier Jahre her.

5. Orangen _________

6.  __________ rausfinden.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe mich in der Woche teilweise sinnlos durch Prime gezappt, für dieses ganze Weihnachtsfilm Gedöns bin ich momentan noch nicht empfänglich.  Hängen geblieben bin ich bei “After the Hunt”. Nur einen Monat nach Kinostart erscheint der brandneue Psycho-Thriller mit Julia Roberts bereits exklusiv im Streaming bei Prime.Im Mittelpunkt von „After the Hunt“ steht eine College-Professorin, gespielt von Julia Roberts, die an einem emotionalen Wendepunkt steht. Ihr Leben droht aus den Fugen zu geraten, als eine ihrer besten Studentinnen brisante Vorwürfe sexueller Belästigung gegen einen befreundeten Kollegen erhebt. Für die Protagonistin steht plötzlich nicht nur ihr Berufsleben auf dem Spiel, sondern auch ein lang gehütetes, dunkles Geheimnis aus ihrer eigenen Vergangenheit könnte ans Licht kommen. Schönes Setting, Julia Roberts spielt brilliant, das Thema ist aktuell und das Ende anders als man vorher vermutet.

Wir haben ja alle Streaming Dienste im Familienabo, soweit das geht. Ich glaube ich werde mir im Januar noch etwas gönnen, oder selbst zu Weihnachten gönnen. Folgender Hintergrund: ich war und bin seit dem Start 1994 großer Fan der Serie Emergency Room – ER. Die Mutter aller modernen Arztserien und meiner Meinung immer noch eine der besten Serie aller Zeiten. George Clooney ist wie viele der anderen Darsteller dadurch berühmt geworden und Noah Wyle ist als Dr. Carter in der Notaufnahme einer Uni-Klinik in Chicago unschlagbar. Ich habe die Serie erst kürzlich im Laufe des Herbstes nochmal durchgebingt, sie ist einfach comfort binge für mich, genau wie später auch Grey’s Anatomy.

Nun hat vor knapp zwei Jahren Noah Wyle wieder die Rolle des Leiters einer Notaufnahme gespielt, und diese neue Serie “The Pitt” – sie spielt in Pittsburgh – war in den USA ein grandioser Erfolg mit vielen Auszeichnungen. Ich habe immer wieder gecheckt, wann die Serie in Europa verfügbar sein wird, da auch die zweite Staffel bereits abgedreht ist. Bisher vergeblich. Nun hat das Warten auf die vielleicht beste Serie des Jahres ein Ende, HBO Max kommt ab 13.  Januar endlich nach Deutschland und da ist “The Pitt” verfügbar.Es gibt das Basis-Abo mit Werbung: Hier kann man auf zwei Geräten gleichzeitig streamen in Full HD.  Es kostet ab Januar 2026 erst einmal 5,99 Euro/Monat, damit versüße ich mir dann die dunklen Monate am Jahresanfang.

Freitagstipps zum Lesen

Kennt ihr Post mit Herz? Über die Aktion könnt ihr Menschen in sozialen Einrichtungen zum Beispiel eine Weihnachtskarte schicken; in diesem Jahr feiert die Aktion ihr fünfjähriges Bestehen und ihr könnt sogar etwas gewinnen. Ich mache da jedes Jahr mit.

Was wäre, wenn… wir alle unseren Urlaub selbstbestimmt planen könnten? Wenn es keine Einschränkungen gäbe und wir unbegrenzt bezahlten Urlaub zur Verfügung hätten? Für viele von uns sind diese Fragen nicht mehr als ein Gedankenexperiment, doch für zehn Mitarbeiter:innen eines Pflegebetriebs wird es im nächsten Jahr Realität. Im Rahmen eines Pilotprojekts untersucht der Betrieb, was passiert, wenn man die Angestellten selbst entscheiden lässt. Ich bin gespannt auf die Auswertung. Wie würdet ihr mit einer solchen Freiheit umgehen?

Bis jetzt ist hier noch kein Schnee in Sicht. Aber wie sieht es aus, wenn er da ist, muss man bei Schnee trotzdem Lüften? Ja, muss man, sogar bei Regen wird es beim Lüften im Haus trockener, ich hätte das nicht gewusst.

Freitagstipps zum Hören

In dieser Woche war wieder Spotify Wrapped Zeit. Mein musikalisches Alter ist übrigend 21 Jahre. Das meines Doktorsohns 60. Wir haben so gelacht!

Bei der Gelegenheit habe ich meine weihnachtliche Spotify “Barb’s Christmas Playlist” erweitert und mit neuen Songs aufgefrischt, seitdem höre ich sie rauf und runter.

Deswegen habe ich auch nur einen einzigen Podcast nebenbei geschafft, aber der hatte es in sich. Kosten mutmaßliche Kriegsverbrechen Trumps Wunsch-Secretary-of-War Pete Hegseth das Amt? Darum geht es in der aktuellen Ausgabe von „OK, America?“. Außerdem: Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau. Und: eine amerikanische Affäre, in die auch Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. involviert ist. Kleine Anekdote dazu: der ehemalige Nachrichten-Moderator Hegseth hat sich ja von Secretary of Defense (Verteidigungsminister) in Secretary of War (Kriegsminister) umbenannt. Im Land der Abkürzungen, den USA, wurde er dann SOW abgekürzt. Das heißt aber auch Sau. Einfach wie das weibliche Schwein. Tja, die Abkürzung wurde dann im Pentagon erstmal nicht mehr verwendet. Nun steht der Möchtegern- Krieger eventuell bald vor Gericht und ist im günstigsten Fall seinen Job los.

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes zweites Adventswochenende!

Alles Liebe

Barbara

Freitags Füller Freitagstipps Herz & Seele Unterhaltsames

Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 851

28. November 2025

Willkommen zu den Freitagstipps und meinem Gedankensalat. Manchmal habe ich so viel im Kopf, das ich loswerden möchte und muss mich bremsen, dass ich nicht jede Woche einen halben Roman schreibe.

Der erste Advent steht vor der Tür und ich bin nicht im Geringsten vorbereitet. Wo ist denn eigentlich der November geblieben? Da dachte ich am Anfang des Monats, ich habe viel Zeit und ich kann es in Ruhe angehen.

Dann kam Corona dazwischen, die Adventswerkstatt, Berlin und London und zack, ist Dezember. Nun ja, kein Stress, mich drängt ja niemand, außer mein eigener Anspruch. Zumindest habe ich inzwischen Winterreifen drauf und meine Grippeschutz-Impfung auch, yay!

London war wie immer großartig. ich hatte eine wunderbare Zeit mit Tochter und Schwiegertochter und die Stadt hat mich endgültig in Weihnachtsstimmung versetzt. London in der Adventszeit ist einfach nochmal intensiver als sonst.

Die Lichter, die Dekorationen, die Stimmung, es kommt inzwischen an New York ran. Ich habe bereits einen ausführlichen Bericht mit neuen Tipps für London geschrieben, vielleicht mögt ihr ja mal reinschauen. Ich würde mich freuen, denn jeder Klick, auch auf dem Blog, spült ein wenig Kleingeld in meine Portokasse für die Kosten des Blogs, falls ihr das noch nicht wisst.

Ansonsten habe ich in dieser Woche noch viel gearbeitet und organisiert. Morgen findet nach einigen Jahren Pause endlich mal wieder unser Haane Familientreffen statt. Ich freue mich sehr drauf, denn meine Nichten, Neffen, Großnichten und Großneffen sind weit verstreut und man sieht sich viel zu selten.

Am Sonntag stellen wir dann auch unseren Hofbaum auf, hoffentlich spielt das Wetter mit. Mein Doktorsohn ist auch gerade im Hotel Mama zu Besuch und als gute Mama muss ich noch entsprechend den Kühlschrank füllen und so weiter. Denn wenn ich alleine bin, herrscht da meist gähnende Leere.

Meine Weihnachtskartenproduktion habe ich auch später als sonst gestartet, aber so langsam komme ich in Schwung. Gestern Abend habe ich mich mit meinen Freundinnen zum traditionellen gemütlichen Bastelabend mit leckerem Essengetroffen und das war genau der Anstoß, den ich noch gebraucht habe.

 

Freitagstipps Bastelabend

Und sonst so?

Ich habe während meiner Zeit in London meinen Nachrichtenkonsum eingeschränkt. Aber da meine Tochter Fachfrau für PR ist und ihr Job bedingt, dass sie auf dem Laufenden ist, kann man das Thema nicht komplett ausblenden.

Worüber wir diskutiert haben: Nachdem sich herausgestellt hatte, dass etwa zwei Drittel der MAGA- und rechtsextremen Twitter-Accounts in Russland, Nigeria und Bangladesch ansässig sind, hat Musk die Standortfunktion nun deaktiviert. Haha, wer hätte das gedacht, es ist so durchschaubar. Fake News, rechte Propaganda und die immer schwerer zu erkennende KI basierte Propaganda sind ein Thema, das meiner Meinung nach noch mehr Aufklärung braucht.

Unser Kanzler sollte am besten keine Auslandsreisen mehr machen. Er hat wieder voll ins Fettnäpfchen getreten und auf seiner jüngsten Afrikareise deutsches Brot zum Frühstück vermisst. Über seinen Besuch in der angolanischen Hauptstadt Luanda sagte er kurz darauf in Hamburg: “Was man am deutschen Brot hat, merkt man immer wieder, wenn man im Ausland ist. Gestern Morgen in Luanda am Frühstücksbuffet hab’ ich gesucht, wo ist ein ordentliches Stück Brot – und keins gefunden.” (Deutsche im Ausland: wo ist mein Schnitzel).

Und was ich auch mal laut sagen möchte, denn mir geht diese deutsche Nörgelei sowas von auf den Keks: Jetzt hört mal auf zu jammern und ständig unser Land schlecht zu reden, was alles nicht funktioniert. Zur Erinnerung, wir wurden 1990 mit einem Land wiedervereinigt, dass absolut bankrott und verschuldet war. Wir haben in der Finanzkrise halb Europa vor dem Kollaps bewahrt. Wir haben die COVID Pandemie mit einer der geringsten Mortalitätsraten überstanden und wir finanzieren seit Jahren mit Milliarden die Selbstverteidigung der Ukraine und kümmern uns um deren Kriegsflüchtlinge. Unser Land, wir alle, leisten Großartiges. Wir haben eine gute soziale Versorgung und leben in Freiheit. Nur dabei dürfen wir trotzdem nicht vergessen, berechtigt Kritik aus zu üben.

Was mir mir in Deutschland allerdings gerade fehlt, ist eine politisch klarer Weg, der alle Gruppierungen mitnimmt. Das ist es doch was zur schlechten Stimmung führt. Keiner fühlt sich wahrgenommen und mitgenommen. Vieles wird problematisiert, anstatt Lösungen zu diskutieren.

Und der neuste Aufreger: Der Verband “Die Familienunternehmer” öffnet die Tür für die AfD. Während man uns einredet, die AfD sei „Protest” oder „Stimme des Volkes” , ist längst klar: Sie ist die Versicherung der Superreichen gegen gerechte Verteilung – gegen Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer und gesellschaftliche Verantwortung. Es geht darum, finanzielle und politische Macht ungebrochen an die nächste Generation weiterzugeben – natürlich steuerfrei.

Nicht zuletzt wegen des öffentlichen Drucks auf Social Media, ziehen Unternehmen jetzt Konsequenzen. Fritz Kola beendet seine Mitgliedschaft. Rossmann ist aus dem Verband ausgetreten. Vorwerk ist ausgetreten. BMW und andere ebenfalls.

Und selbst die Deutsche Bank zieht eine klare Linie: Sie stellt dem Verband keine Räumlichkeiten mehr zur Verfügung, nachdem erstmals AfD-Politiker eingeladen wurden. Während der Verband seine Brandmauer einreißt, zeigen verantwortungsbewusste Unternehmen Haltung und verlassen eine Lobby, die Rechtspopulismus normalisiert.

Werde ich mein Konsumverhalten anpassen? Ja, zumindest kaufe ich nicht mehr bei DM, denn die stehen nach wie vor zur Annäherung an die AfD. Ob meine fehlenden 2,50€ dem Konzern DM wehtun glaube ich nicht. Aber wie man am AfD nahen Müller Milch Konzern sieht, jammern die inzwischen. ganz schön rum wegen der Einbußen. Und nur durch Druck in der Öffentlichkeit und finanziellen Druck lässt sich vielleicht etwas erreichen.

Denn die AfD lebt nicht vom „Protest der kleinen Leute”. Sie lebt von Geld, Einfluss und Netzwerken ganz oben. Und einige der mächtigsten Wirtschaftsverbände öffnen ihr gerade die Türen. Rechtsextreme kommen nie allein an die Macht. Sie brauchen Verbündete mit tiefen Taschen und klaren Interessen. Der Faschismus kam nie von unten. Er kam immer von oben.

Das sieht man aktuell ja auch am Beispiel USA. Wenn mächtige Wirtschaftsakteure Rechtsextreme salonfähig machen, müssen wir lauter werden.

So, das war mein Wort zum Sonntag, ähm Freitag. Und das hier auch.

Freitagstipps Grafitti

Good News!

Heute gibt’s gleich zwei gute Nachrichten aus der EU: Gleichgeschlechtliche Ehen, die in der Union geschlossen wurden, müssen künftig in allen Mitgliedstaaten anerkannt werden – selbst dort, wo es keine Ehe für alle gibt.

Und: Die EU verschärft die Spielzeugregeln: Künftig sind PFAS, hormonaktive Stoffe und Biozide in Kinderprodukten tabu, auch bei Importware. Ein digitaler Produktpass soll dafür sorgen, dass gefährliches Spielzeug gar nicht erst in den Handel gelangt.

Freitagstipps

1. Am ersten Advent ___________ .

2.  __________ Geschenke besorgen.

3. Nächste Woche muss ich dringend _________ .

4.   ________ ist mein absoluter Lieblingsfilm in der Adventszeit.

5. Plätzchen backen _________

6.  __________ Glühwein.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Als ich in London war, haben wir einen Pizza und Kinoabend auf dem Sofa gemacht. Geschaut haben wir “Harriet – Der Weg in die Freiheit”. Wenn ich Filme über Rassismus sehe, reagiere ich inzwischen noch stärker als früher. Der Film basiert auf der Geschichte der legendären Freiheitskämpferin Harriet Tubman, ihrer Flucht aus der Sklaverei in den Südstaaten der USA und den anschließenden Missionen zur Befreiung Dutzender von Sklaven durch die „Underground Railroad“.

Der Film beeindruckt durch seine inspirierende Geschichte und das mitreißende Spiel seiner Hauptdarstellerin Cynthia Erivo. Die meiner Meinung nach in diesem Film oder eben vor 5 Jahren noch ganz anders aussah und natürlicher als jetzt nach den beiden Wicked Filmen. Mir gefiel die detailgenaue Ausstattung, sie erweckte das Historische zum Leben. Der Score – angefüllt mit Gospels – unterstützt das Dramatische und durch den großen erzählerischen Bogen taucht man ein in diese faszinierende Lebensgeschichte, die in Deutschland vielen unbekannt sein dürfte, und bleibt durch viele klug gesetzte Spannungsbögen immer ganz nah dran. Läuft auf Netflix.

Dann habe ich – weil neu auf Netflix und weit oben in den Charts – die Serie “Absentia” angefangen, eine US-amerikanisch-israelische Thriller-Serie mit drei Staffeln. Die Handlung dreht sich um FBI-Agentin Emily Byrne, die nach ihrer geheimnisvollen Entführung und der Annahme ihres Todes wieder auftaucht, aber als Hauptverdächtige in einer Mordserie gilt. Bis jetzt ganz spannend. Aber ich merke Bereits, dass die Figur der Hauptrolle mich nervt. Schon wieder eine Frau, die nur irre in die Gegend starrt und meint, nur sie, und das auch ganz alleine, könne die Welt retten bzw den Killer zur Strecke bringen. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

Maxton Hall weiter zu schauen ertrage ich leider nicht mehr. Ich habe dazu etwas interessantes gelesen, weil jemand die seltsame Dramaturgie kritisierte, dass immer häufiger etwas gleichzeitig gesagt und gemacht wird. Zum Beispiel sagt jemand: ich hole jetzt Brötchen. Früher galt in der Dramaturgie, es wird besser etwas gezeigt statt gesagt. Eine Filmemacherin sagte jetzt: tatsächlich wird der „Second Screen” Aspekt immer wichtiger. Viel zu viele Menschen scrollen am Handy während sie eine Serie gucken und verpassen Infos, die nur gezeigt werden. Menschen scrollen sogar im Kino am Handy Da muss man sich leider manchmal auch den Konsumenten anpassen… Tja, was soll ich da noch sagen.

Freitagstipps zum Lesen

Habt ihr schon eure Adventsdeko fertig? Da sind wir ja wieder beim Thema. Hier sind ein paar einfache Ideen: Weihnachtsdeko ist zu aufwendig? Das sind die schönsten Ideen für Faule!

Und hier sind noch ein paar einfache aber tolle Ideen für Mandarinenschalen, nicht wegwerfen!

Heute ist der berühmt berüchtigte Black Friday, ich kann es nicht mehr hören. Inzwischen gibt es leider auch viele damit verbundene Betrugsmaschen, besonders Online Betrug mit Fake Shops. Bitte checkt alles doppelt und dreifach! Ich selbst bin letztes Jahr auf einen Fake Diptyque Shop reingefallen und jetzt extrem vorsichtig. Und sagt nicht, das könnte euch nicht passieren, diese Fakes sind inzwischen so gut, dass es erst meim ganz genauen Hinschauen und Prüfen auffällt.

Freitagstipps zum Hören

In dieser Woche war ein besonderer Tag, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Ich habe auf meinem Rückflug aus London einen Recherche Podcast angefangen, der das Thema aufgreift und mir haben sich schon in der ersten Folge alle Nackenhaare aufgestellt. Umso wichtiger und unterstützenswert finde ich die journalistische Arbeit und Aufklärung dazu.

Erinnert ihr euch an den Fall der die Französin Gisèle Pelicot, die nach dem Prozess gegen ihren Mann im vergangenen Jahr  zu einer Heldin wurde? Das war offenbar kein Einzelfall.

Für den NDR Podcast “Rape Tapes” recherchierten die Journalistinnen Isabell Beer und Isabel Ströh im Internet Nutzer, die sich über das heimliche Betäuben und Vergewaltigen von Frauen austauschen – und Videos ihrer mutmaßlichen Taten veröffentlichen. Die Opfer stammen offenbar aus dem eigenen Umfeld: Ehefrauen, Partnerinnen, Mütter. In einer jahrelangen Undercover-Recherche gewinnen die Journalistinnen das Vertrauen der Nutzer und decken ein internationales Netzwerk von Vergewaltigern auf, das ungestört wachsen und agieren konnte – bis jetzt.

Dafür (und beim Hören des Podcasts) braucht man starke Nerven. Aber Dank dieser erschütternden Recherchen wird in Niedersachsen gerade diskutiert, ob der Besitz sogenannter Vergewaltiger-Videos strafbar werden soll. Richtig so!

Das waren meine Freitagstipps und Gedanken für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei.Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Ich wünsche euch ein schönes erstes Adventswochenende!

Alles Liebe

Barbara