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Kostengünstiges Scrappen – Das Design

25. Juli 2007

Komischerweise bin ich eigentlich zum scrappen gekommen, als ich die ersten simple Layouts von Ali, Donna und Cathy in amerikanischen Zeitschriften entdeckte. Layouts, die man auch heute noch – Jahre später – gerne anschaut. Layouts, die durch klassische Eleganz, puristisches Design und wenige Zutaten bestechen.

Bei der Überlegung zum kostengünstigen scrappen, war natürlich mein erster Gedanke – reduzierter Stil und klassisches Design. Ich habe mich aus diesem Grund auch entschlossen – die Bilder meiner Frankreichreise (lieben Dank Ursula 🙂 ), ganz klassisch zu verscrappen. Es gefällt mir ganz ausserordentlich! Man braucht nicht mehr als Cardstock in Naturfarben und Patternpaper in Naturfarben und möglichst dezenten Mustern. Das ist etwas an dem man sich nie satt sehen wird! Klassisch eben. Als Zugeständnis an ein paar Embellishments habe ich lediglich einige Primas benutzt. Mit einer  Packung auch hier in Naturfarben (grün, braun) kommt man wesentlich weiter, als Blumen aus einem Bogen Patternpaper zu schnipseln. Die Primas antackern und fertig! Es sind keine Brads oder Knöpfe nötig. Für die Buchstaben kam mein Quickutz Alphabet zum Einsatz. Ich habe meine Alphabet mit viel Geduld wirklich sehr günstig bei ebay.com erstanden. Ich gestehe aber, wenn ich etwas sofort und umgehend haben muss, versagt bei mir diese Strategie. Bei einem Layout habe ich den Titel allerdings von Hand ausgeschnitten. Als Alternative bietet sich z.B. der Coluzzle an, bei dem es 2 schöne klassische und vor allem kostengünstige Alphabettemplates gibt. Man kann natürlich auch, gerade beim A4 Format, auch direkt den Titel auf sein Layout drucken.

Ein Zugeständnis an meinen Embellishment Berg war auch mein transparentes Rähmchen. Aber man kann auch hier kostenlose Brushes aus dem Internet downloaden und sich seinen Rahmen direkt auf’s Foto entwickeln lassen oder auf seinen Cardstock drucken.

Hier also noch 2 Layouts zu meinem Frankreichalbum. Wirklich sehr wenige Zutaten. Und natürlich mit meinem Lieblingscardstock Bazzill Kraft 🙂

Quelle

Baron

Ich sag’ schon mal Danke für’s anschauen.

•••• INES

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Geschichte verscrappen

23. Juli 2007

Immer wieder stelle ich fest, wie schnellebig unsere Zeit ist und wie schnell man aber Details der Zeit in der wir leben auch wieder vergisst.
Um so wichtiger ist es für mich, auch Geschichte in meine Layouts und Alben mit einfliessen zu lassen. Beim späteren Betrachten dieser Layouts hat man oft ein Aha-Erlebnis, ach ja, so war das damals, stimmt, hatte ich schon fast vergessen.
Als ich in der letzten Creating Keepsakes ein Layout vom Welt-Jugendtag in Köln sah, hatte ich auch so einen Erinnerungs-Flash. Uups,ist das schon 2 Jahre her ? War das nicht erst gestern ? Wir waren so begeistert damals, ich war als Helfer am Rande involviert und es herrschte hier in der Gegend eine unglaubliche Stimmung. Ich muss das unbedingt festhalten, die Erinnerung wird immer schwächer.
Ein anderes Beispiel ist dieses Layout , erinnert ihr euch ?

Wirsindpapst_2

Ich glaube der Einfluss unserer engeren und weiteren Umgebung und des Weltgeschehens auf unser Leben sind es auch wert, in unseren Scrapbooks festgehalten zu werden.
Nicht nur wichtige Ereignisse, sondern ob und wie sie unser Leben verändern, unsere ganz persönliche Sicht der Dinge in einer bestimmten Zeit und in einer bestimmten Situation, ich denke das ist beim späteren Betrachten meiner Alben für mich und meine Nachkommen interessant.
Ich muss meinen Kindern und meinem Mann sicher nicht auf dem hundertsten Layout erklären wie sehr ich sie liebe, das wissen sie, diese Art von Layouts zumindest in der Masse wie man sie überall sieht finde ich manchmal übertrieben.
Aber dieses Aha-Erlebnis, wenn unsere Erinnerung geweckt wird durch Layouts, das finde ich immer wieder bemerkenswert.
Selbstverständlich ist das nur meine Sicht der Dinge, meine persönliche Meinung und meine Einstellung zum Scrapbooking.
Das Schöne an unserem Hobby ist die Vielfalt die einem begegnet, an Themen, Techniken, Stilen und Geschichten, und dass jeder scrapbooken kann, wie es ihm gefällt.
So, genug der philosophischen Gedanken für heute, ab in den Garten, in die warme Sonne, …globale Erwärmung, Energiesparen, auch so ein aktuelles Thema, könnte man  auch mal verscrappen…

•••• BARBARA

 

 

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Kostengünstiges Scrappen – Teil 1

11. Juli 2007

Als ich Barbara in einem ersten Brainstorming den Vorschlag zu diesem Artikel gemacht habe, meinte sie nur "Da machst du aber den Bock zum Gärtner". Ok, ich gestehe das wir beide sicherlich einen ungeheuren Berg an Scrapsachen über die Jahre gesammelt haben, aber vieles bleibt irgendwie ungenutzt, dümpelt in Schubladen und Dosen vor sich hin. Warum sollt ihr also nicht von unseren Fehlern und Erfahrungen profitieren? Ausserdem befinden sich in meinem Bekanntenkreis viele Leute, die zwar gerne scrappen wollen, aber wirklich nur monatlich ein begrenztes Budget von gerade mal 15 bis 20 Euro zur Verfügung hätten.

Barbara und ich haben uns also mal hingesetzt und gebrainstormt. Ausserdem fiel uns ein sehr interessanter Artikel bei 2Peas (amerikanisches Forum) zu diesem Thema in die Hände.

Wir haben uns vorgenommen, dieses Thema in mehrere Artikel aufzuteilen und nach Möglichkeit noch Beispiele dazu zu kreieren. Vielleicht habt ihr auch Tricks und Kniffe auf Lager, um Geld beim Scrapbooking zu sparen.

Unser erster Tipp : Vermeidet Impulskäufe ! Aus leidvoller Erfahrung wissen wir, wie leicht man sich verleiten lässt immer SOFORT the latest and greatest haben zu müssen. Um so ärgerlicher, wenn man keine 4 Wochen später diese Artikel schon heruntergesetzt in den Shops findet. Sonderangebote und Rabattaktionen der Shops sollte man hingegen nutzen, und dann auch in grösseren Mengen Basics wie Cardstock und klassische Buchstabensticker und RubOns kaufen. Es lohnt sich auch immer auf Versandkostenfreiheit zu achten, besser seltener und mehr bestellen um diesen Rabatt mitzunehmen.

Überlegt euch, ob ihr z.B. diese großgemusterten Blumenpapiere und große grafische Muster, wirklich auf Layouts einsetzen wollt, und wenn, dann reicht auch nur ein Bogen, das gleiche gilt für super-trendige Papiere und Embellishments.

Die Fülle der Angebote und der Konkurrenzkampf der Hersteller ist teilweise erdrückend und auch für Anfänger eher abschreckend. Wir werden inzwischen zugeschmissen mit vollgestopften bunten Layouts, die von Design-Team-Designern nur zum Zwecke der Produktvermarktung gemacht worden sind und wo die Fotos und die Geschichte eher zu Statisten verkümmern.

Zu vergleichen ist diese Art des Marketings, speziell in der Zeit wenn neue Produkte auf den Markt kommen, vielleicht mit den großen Modeschauen, interessant und oft schön anzusehen aber für den täglichen Gebrauch ungeeignet und unbezahlbar.

Also, erst überlegen und dann kaufen kann sich bezahlt machen !

Ein Tipp besonders für Anfänger: sparen sollte man nicht an Werkzeugen, eine gute Schneidemaschine mit selbstschärfender Klinge oder ein guter Cutter mit nicht rutschendem Alu-Lineal sind zwar Anfangs eine grössere Investition, machen sich aber auf längere Sicht bezahlt.

Auch ein guter Kleber ist leider etwas teurer, aber was nützt die liebevolle Arbeit , wenn die Sachen nach einem Jahr von den Seiten fallen weil man Billig-Klebestifte benutzt hat.

In der nächsten Zeit werden wir euch unsere gesammelten praktischen Spar-Tipps weitergeben, wenn ihr etwas beisteuern könnt, dürft ihr das gerne in dem Kommentaren tun.

Als kleine Inspiration hier noch ein Link zu Carrie Owens. Sie scrappt fast nur mit Cardstock, Fotos und Stift, und sie setzt immer nur wenig gemustertes Papier ein. Man findet wunderbare Beispiele, wie schön Scrapbooking mit wenig Material sein kann, und preiswert noch dazu !

•••• BARBARA & INES

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Stempeln auf Layouts

19. Mai 2007

Die neuen klaren Acryl-Stempel sind in ihrem Siegeszug nicht aufzuhalten. Ich bin ein großer Fan dieser leicht zu plazierenden und in der Aufbewahrung praktischen Dinger.
Aber ich komme aus dem Stempel-Lager, meine im Laufe vieler Jahre gewachsene Sammlung von montierten und unmontierten Gummistempeln kann sich sehen lassen. So ganz untreu werden kann ich ihnen nicht, und immer wenn ich neue schöne Stempel in Shops sehe könnte ich wieder schwach werden.
Mein Vorsatz für die nächste Zeit : mehr stempeln !
Auf ein fast fertiges Layout mit Gummi zu stempeln kostet mich einiges an Überwindung, die Gefahr den Abdruck zu verschmieren oder nicht an der richtigen Stelle zu plazieren ist immer da. Mit unmontierten Gummistempeln auf einen Acrylklotz hat man noch die größere Sicherheit, als das Risiko mit dem undurchsichtigen Holzklotz daneben zu stempeln.

Auf diesem Layout habe ich den Titel mit unmontierten Gummistempeln von Ma Vinci’s Reliquary gestempelt, bei dieser Art von distressten Stempeln ist es kein Drama wenn man den Punkt nicht so genau trifft.

                                                                                                                           
Arbeitmachtreich

Zum Stempeln habe ich ein schwarzes Permanent Stempelkissen von StazOn benutzt, da ich teilweise auch auf der Folie gestempelt habe, es riecht so schön nach Marzipan !

Weitere verwendete Materialien :

Bazzill Kraft CS, Hambly Overlay, PP von Making Memories und Scenic Route, RubOns von Basic Grey  (Fotorahmen) und 7Gypsies (Buchstaben auf den Clip), Acrylfarbe von Ranger, Stempel von Fontwerks (Wellpappe-Streifen), Inkadinkado (Uhr)und Just For Fun (Spiralbindung) .

Ich habe auch einige Ephemera eingebaut um damit die Shopping-Leidenschaft meiner Ältesten zu dokumentieren.

Das Layout hatte ich schon bei unserem vorletzten Crop angefangen, aber es ist eines von denen, wo ich seeeehr lange die Elemente hin und her geschoben habe. Unter der Folie, auf der Folie, etwas dazu, etwas wieder weg. Dann habe ich es einige Zeit weggelegt, heute wieder herausgeholt und klick, auf einmal ging es dann schnell. Zum Speed-Scrapper werde ich trotzdem nicht werden, höchstens in Workshops oder unter irgend einem Zeitdruck.

•••• BARBARA

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Layout Aufbewahrung

10. Mai 2007

Wohin mit den fertigen Layouts ? Verschiedene Formate, verschiedene Alben, diese Fragen hat sich jeder Scrapper schon gestellt.
Für alle die es nicht schon kennen weil sie nicht ständig auf amerikanischen Seiten herumsurfen hier ein genialer Vorschlag von Lisa McGarvey. Ich finde die Idee verschiedene Formate alle zusammen in einem 12×12" Ringbuch-Album unterzubringen wirklich klasse, es sieht gut aus und ist praktisch.
Ich werde das umsetzen, denn von der Idee für alle meine Kinder eigene Alben anzulegen habe ich mich inzwischen verabschiedet. Meine Layouts werden in der Reihenfolge der Erstellung eingeheftet und fertig ! Für Doppellayouts bevorzuge ich weiter die Postbound Alben, weil mich der Abstand in der Mitte der Ringbücher stört.
Jetzt würde ich mir nur noch wünschen dass mehr deutsche Shops ( gibt es überhaupt schon einen, der diese American Crafts Alben führt ? ) Ringbuch-Alben in ihr Sortiment aufnehmen. Die Beschaffung aus den USA ist momentan noch umständlich und teuer, das Gewicht und die Größe der Alben erschweren das. Ich habe in einem solchen Album problemlos 20 Protektoren mit 40 Layouts untergebracht.

•••• BARBARA

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Ephemera

14. April 2007

Kennt ihr diesen Begriff ? Vielleicht ist er euch schon beim Lesen amerikanischer Scrap-Magazine aufgefallen ? Wörtlich übersetzt : Eintagsfliege.
Im übertragenen Sinne bedeuten Ephemera auf Papier gedruckte Sachen, die zum einmaligen Gebrauch gedacht sind. Ephemera sind teilweise begehrte Sammlerobjekte aber gehören auch zum Scrapbooking, zur Dokumentation unseres täglichen Lebens.
Beispiele für Ephemera sind :
Eintrittskarten, Briefe, Postkarten, Flyer, Programmhefte von Veranstaltungen, Parkscheine, Sammelkarten, Lesezeichen, Aktien, Zeitungsausschnitte, Ausweise, Spucktüten( Flugzeug), Servietten, Speisekarten, Etiketten, Rechnungen, Kassenbons, Zeugnisse, Einkaufszettel, Briefmarken, Tickets, u.s.w. , kurzum alles, was Bestandteil unseres Alltags ist.

Ich sammle alles was ich wichtig oder interessant finde erstmal in einem Karton, er wird immer voller. Nicht immer denke ich beim Scrappen daran, die Kiste zu durchforsten, da ist mein System sicher noch verbesserungswürdig. Als Layout-Beispiel habe ich gerade nichts Aktuelles, darum hier ein etwas älteres Layout aus 2004 :

Silversands

Im Urlaub sammelt man meistens besonders vieles was man verwenden kann. Ich habe hier zur Verdeutlichung unserer Shopping-Exzesse ( USA-Urlauber wissen wovon ich rede !) einen Flyer des Shopping Centers als Schild verarbeitet. Ausserdem sind an der rechten Seite Schnipsel diverser Etiketten angetackert. Das Hintergrundpapier habe ich selber gestaltet, Kassenbons eingescannt, eingefärbt und ausgedruckt.

Hier noch ein anderes Beispiel aus meinem Florida-Album von 2004 :

Junkfood

Hinter die Fotos ( ich bekomme Hunger wenn ich das sehe) habe ich einige der Pizza-Gutscheine geklebt, die wir bei jeder Lieferung unseres Lieblingspizzalieferanten Domino’s bekamen, so mussten wir immer wieder Pizza bestellen 🙂 Hinter dem Foto von mir mit dem fetten Sandwich ist noch ein Tag mit dem Kassenbon der Sandwiches.

Ich glaube ich habe ein wenig verdeutlicht, um was es bei Ephemera geht, oder ?

Abgesehen vom dekorativen Erinnerungswerte hat man in vielen Jahren
sicher Spaß daran zu sehen, wie sich vieles verändert haben wird.

Zu bedenken gibt es vielleicht noch das Thema Säurefreiheit und den Alterungsprozess. Die meisten Ephemera sind nicht für längeren Gebrauch gedruckt. Kassenbons und Kreditkartenbelege z. B. verblassen, man sollte sie einscannen, dann kann man sie auch in jeder beliebigen Grösse ausdrucken. Eine Freundin hat für ein Shopping-Layout eine Einkaufstüte eingescannt und als Hintergrund verwendet, das sieht klasse aus ! Die Möglichkeiten seine gesammelten Kleinigkeiten einzusetzen sind unerschöpflich, wenn man seiner Kreativität einfach Spielraum lässt.

Ich habe ein Spray zur Säureentfernung, damit sprühe ich vor dem Verscrappen die jeweiligen Sachen ein, ob es wirkt wird sich vielleicht erst in vielen Jahren zeigen, aber es schadet nicht.

Also, auf jeden Fall erstmal fleissig sammeln, wegschmeissen kann man es immer noch wenn man es dann doch nicht braucht !

•••• BARBARA

 

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Patternpaper Teil 1

11. November 2006

Ich versuche hiermit ein wenig Licht in den Dschungel der schier unüberschaubaren Papiere, Hersteller, Qualitäten, Bezeichnungen etc. zu bringen. Das Meiste habe ich aus meinem Papiererfahrungsschatz zusammengetragen. Die Liste erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern gibt lediglich einen kleinen Überblick im Dschungel der Papiere.

Einseitig bedruckte Papiere

  • mein persönlicher Favorit, weil ich sie besser einsortieren kann und eigentlich nur einen Bogen brauche. Blödes Argument? Wartet es ab ..
  • Hersteller sind z.B. Basic Grey (neuere Papiere auch zweiseitig), KI Memories, Anna Griffin, Narratives, 7Gypsies, Cherry Arte, Urban Lily

Zweiseitig bedruckte Papiere

  • sie kommen wie der Name schon sagt auf Vorder- und Rückseite bedruckt daher. Das ist ok wenn man sich darauf beschränkt nur eine gemusterte und die andere Seite einfarbig bedruckt, aber es ist blöd wenn beide Seiten mit Mustern bedruckt sind. Dann braucht man nämlich 2 Bögen des Lieblingspapiers, welches ja auch noch wesentlich teurer als das einseitig bedruckte ist. Und wie sortiere ich die 2 seitigen Papiere ein, wenn ich nur einen Bogen habe – wie finde ich das was auf der Rückseite ist in einem praktikablen System. Gar nicht!!! Sinnvoll finde ich es, wenn auf der Rückseite verschiedene Formate zum zuschneiden gedruckt sind, wie z.B. bei KI Memories.
  • Hersteller sind z.B. Chatterbox, Crate Paper, Scenic Route, ganz neu KI Memories, SEI, Scrapworks

Papierqualitäten

Normale Dicke

  • sind sehr schön für Minialben, weil die Alben dann nicht so auseinender klaffen. Um dem Papier mehr Steifigkeit zu verleihen, kann man es mit Klebestift (UHU Photostick) kleben. Das Papier erhält dadurch Cardstockqualität (z.B. für Paperback Alben). Auch schön für Karten, weil dadurch die Karte natürlich nicht so schwer ist. Lässt sich schön und leicht reißen, was einen tollen Effekt ergibt. Meist ist dieses Papier einseitig bedruckt ausser z.B. Chatterbox Papier was sehr dünn ist , aber zweiseitig daher kommt.
  • Hersteller sind z.B. Chatterbox, KI Memories, Anna Griffin, Autumn Leaves, Scrapworks, Heidi Grace

Cardstockqualität

  • die meisten Hersteller schwenken jetzt (leider) um auf Cardstockqualität. Ich mag es nicht so gerne, weil das Papier wesentlich schwerer wird (Porto aus Übersee), es mehr Platz in meinem Körben weg nimmt, es sich schwerer bearbeiten lässt, es so steif ist, es sich schlechter reissen läßt.
  • Es macht sich gut auf Layouts, weil es durch die Dicke einen schönen Schatten wirft und 3D Effekte zaubert.
  • Hersteller sind z.B. Basic Grey, American Crafts, teilweise Chatterbox, Cosmo Cricket, Crate Paper, Scenic Route, My Minds Eye Wild Asparagus, Junkitz

Papier mit Texture

  • Der neueste Schrei sind Papiere, die ähnlich wie der Bazzill Cardstock mit Texture (Oberflächenstruktur) daherkommen. Man kann sie dadurch nett inken (die Ränder mit Stempelkissen beschmieren) und es sieht generell einfach äußerst lecker aus.
  • Hersteller sind Crate Paper, ganz neu KI Memories, My Minds Eye Wild Asparagus

•••• INES

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Kleber

27. Oktober 2006

Klebesticks/Gluesticks

  • Besonderheiten – darauf achten das der Kleber frisch ist (alter Kleber ist zäh und verteilt sich dann nicht mehr richtig) und für Fotos geeignet ist. Mein Lieblingsklebestift ist der Kleber_uhu Photoklebestift von UHU. Allgemein sehr preisgünstiger Kleber, verleiht allen Bastelarbeiten nochmals eine zusätzliche Stabilität und kann daher als Verstärkung für dünneres Papier benutzt werden. Schlechte Klebestifte verlieren nach einiger Zeit ihre Adhäsionskraft, sprich eure Papiere fallen ab (ist mir bei Pritt passiert). Ich schmiere mit dem Klebestift auch üppig über die Ränder hinweg, lege dabei eine alte Zeitschrift unter, nach dem einschmieren blättere ich eine frische Seite um, lege dann mein Werkstück(Karte) auf die frische Zeitschriftenseite – drücke das eingeleimte Papierstück leicht an und richte es aus – dann drehe ich das komplette Werkstück vom Rücken auf den Bauch und streiche auf der Rückseite fest – nie auf der Vorderseite – sonst gibts unschöne Schmierereien.
  • Geignet für – Minialben, Paperbagalben und Karten, alles solche Sachen die ungeschützt und nicht in Protektoren verwendet werden und bei denen insbesondere die Ränder gut festgeleimt sein sollen. Aber auch für handausgeschnittene Titel.

Kleberoller

  • Besonderheiten – auch trockener Kleber, weil er über eine Rolle einfach auf das Papier Kleber_herma aufgebracht wird und nicht eintrocknen kann. Lieblingsprodukt ist da bei mir Herma. Sparsam verwenden (nur in den Ecken), da er zum einen sehr teuer ist, zum anderen Layouts sowieso in Protektoren verschwinden, die das Papier zusätzlich fixieren. Es gibt viele Spezialkleberoller, z.b. welche die ähnlich wie Post It nur leicht fixieren und wiederablösbar sind (non permanent), starke Klebekraft besitzen (permanent) und Kleberroller die fast unsichtbar kleben und für transparente Materialien geeignet sind.
  • Geeignet für – Layouts, und flächige Materialien wie Cardstock und Papier, die auch kein großes Gewicht haben.

Klebepunkte/Gluedots

  • Besonderheiten – auch ein trockener Kleber, ähnlich dem Kleber mit dem Pröbchen in Zeitschriften festgeklebt werden. Die Klebepunkte sind auf einer Rolle in Abständen Gluedots_2   aufgebracht. Das Werkstück wird direkt auf den Klebepunkt gedrückt und dann der Klebepunkt mit dem Werkstück vom Träger abgezogen, und nicht vom Papier abpulen und dann aufkleben! Relativ teuer und schwieriger zu beschaffen (Onlineshops).
  • Geeignet für – Embellishments, wie Metallteilchen, Metallverzierungen (Charms), Blümchen. Weniger für flächige Klebearbeiten, weil ja nur ein Punkt genutzt werden kann. Sehr gute Klebekraft.

Flüssiger Kleber

  • Besonderheiten – für Papierscrapbooking nur Spezialkleber – wie z.B. der von KI MemoriesKi_glue  geeignet – und dieser wird auch nur sehr sparsam z.B. für das befestigen von Metallteilen verwendet. Das Papier wellt sich beim Einsatz von den meisten flüssigen Klebern oder schlägt durch, was ja absolut unerwünscht ist.
  • Geeignet für – Metallteile oder Glitter als Trägermaterial.

Klebeband

  • Besonderheiten – Tesa kennt sicher jeder oder auch doppelseitiges Klebeband, Kleber_tape Photoklebeecken.
  • Geeignet für – Papier, Cardstock. Doppelseitiges Klebeband auch für kleben von Papier auf Metall, z.B. Lunchboxen oder als Trägermaterial für Glitter und Microperlen.

Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Solltet ihr noch irgendwelche Favoriten oder unerwähnte Kleber  haben, lasst es uns wissen, ich ergänze gerne diese Auflistung.

•••• Ines

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Cardstock-Basics

25. Oktober 2006

Weiter geht es mit ein wenig Materialkunde in unserem Anfänger-Monatsthema.

Die Basis eines Layouts ist der sogenannte Cardstock, im allgemeinen CS abgekürzt. Der bekannteste Cardstock-Hersteller ist Bazzill, diese Firma hat eine unglaubliche Auswahl an Farben und Cardstock mit verschieden strukturierten Oberflächen.

Die bekannteste Struktur ist Canvas, sie sieht wie Leinen aus. Dann gibt es Orange Peel (Orangenschale), Corduroy, der hat feine Streifen und Raw Silk, eine feine seidige Struktur. Alleine 180 verschiedene Blautöne gibt es von Bazzill, insgesamt findet man Hunderte von Farben. Zu den bekanntesten gemusterten Papieren stellt Bazzill farblich abgestimmte Cardstocks her. Es gibt auch zusammengestellte Pakete mit abgestimmten Farbtönen zu kaufen, die Fourz, Multi Packs und Monochromatic Packs, sie sind gerade für Anfänger ideal. Bazzill macht Cardstock in 12×12 Zoll, 8 1/2×11 Zoll, Cardstock mit gebogener Kante, selbstklebenden Cardstock und, und, und….

Eine weitere bekannter Cardstock-Hersteller ist Die Cuts With A View, kurz DCWV . Dieser Cardstock hat die Besonderheit, dass er einen weissen Kern hat, Donna Downey und Cathy Zielske benutzen ihn häufig. Wenn man ihn distresst, also leicht abschmirgelt, kommt das Weisse zum Vorschein, ein schöner Effekt. Auch bein Reißen entsteht eine schöne weisse Reißkante.

DCWV wird in sogenannten Stacks verkauft, in wunderbar farblich aufeinander abgestimmten Blöcken. Es gibt diese Blöcke in 6 verschiedenen Grössen. Ich habe mit diesen Stacks angefangen zu scrappen, es passt alles wunderbar zusammen und der CS hat eine leinenartige Oberfläche.

Making Memories stellt glatten Cardstock in neutralen Farben her. Dann gibt es noch den wunderbar seidigen Cardstock der Firma Prism, auf der sehr glatten Oberfläche lässt sich besonders gut von Hand mit dem Stift schreiben.

Ihr merkt schon, die Auswahl ist riesig und verführerisch. Man kann Cardstock natürlich auch wunderbar zum Kartenbasteln, für Minibooks und dergleichen benutzen, dafür eignen sich auch gut die Reste ( Scraps), die man von der Layout-Gestaltung übrig hat.

Ich empfehle euch zu Anfang lieber keine so große Farbauswahl sondern eher neutralere Töne zu kaufen und dafür von jeder Farbe lieber 2 Blatt. Wenn man Doppellayouts macht, und der Trend geht eindeutig wieder in diese Richtung, ist es sinnvoll auf beiden Seiten die gleiche Cardstock-Basis zu haben.

Wenn ihr neues gemustertes Papier kauft, schaut am besten gleich ob es dazu farblich passenden Cardstock in dem Shop gibt, die Shop-Betreiber geben im Allgemeinen dazu auch gerne Auskunft.

Mit weissem, schwarzem und beigefarbenen Cardstock liegt man im Zweifel und für den Anfang immer richtig.

Ich zeige euch noch 2 meiner älteren Layouts nur mit Cardstock, es geht auch ohne Muster, Verzierungen, Gedoodle und dergleichem, so verführerisch das alles auch zum Kaufen anregt. Mit einer guten Auswahl an Cardstock ist man für den Anfang bestens gerüstet !

Hochzeitstag

Pubertt

Irgendwie muss natürlich auch alles zusammengefügt werden, wie das am besten geht, welche Kleber es gibt und was man zum wichtigen Thema Klebstoffe sonst noch wissen sollte wird euch Ines morgen verraten.

•••• BARBARA

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Mein kreativer Prozess

17. Oktober 2006

…beginnt, anders als bei Ines, mit einer Geschichte oder einem Gedanken.

Eine spontane Erinnerung, eine Alltagssituation, Sprüche meiner Kinder, ein Song im Radio, ein Blick in die Zeitung, oder einfach eine Stimmung, all das sind Dinge die mich zu Layouts anregen um etwas davon festzuhalten.

Ich schnappe mir eines meiner Journals und schreibe meine Gedanken und Ideen dazu auf, manchmal fällt mir auch schon ein dazu passendes Foto ein, entweder ein bereits vorhandenes oder ich versuche ein passendes Foto zu machen.

Meine Kinder sagen oft : " Mami, darüber kannst du doch ein Layout machen ", oder wenn ich aufspringe und mir die Kamera schnappe : " Oooaah, Mami hat schon wieder ein Layout im Kopf".

Natürlich regt mich das Stöbern in meinen Fotos manchmal auch zu Layouts an, meistens ergibt sich daraus schnell das Thema und die Geschichte.

Wenn ich mit einem Layout beginne überlege ich mir immer erst welche Geschichte ich erzählen will, das Journaling, und wieviel Platz ich dafür brauche. Dann kommt der Part wo ich die ausgesuchten Fotos auf Dutzende von Papieren lege, bis es in meinen Augen passt. Ich tendiere dazu die Farben aus den Fotos aufzugreifen und entweder monochromatisch, d.h. in den gleichen Farbtönen und mit höchstens einer Komplementärfarbe zu arbeiten.

Ich bestelle meine Fotos in Standardformaten meistens online, manchmal wenn ich während des Arbeitens am Layout ein anderes Format möchte und das nicht durchs Zurechtschneiden passend wird, drucke ich auch zuhause Fotos aus.

Und dann kommt das Zufügen-Wegnehmen von Embellishments, hin und her, zuviel-zuwenig, oder hier noch-ach doch nicht, ich hatte doch-wo ist es denn, usw. Wer schon länger scrappt weiß wovon ich spreche.

Manchmal muss ich es einfach liegenlassen und weggehen, ich werde auch mal den Tipp von Karen Russell ausprobieren. Sie legt sich das halbfertige Layout auf den Nachttisch, so dass vor dem Einschlafen ihr letzter Blick drauf fällt und morgens weiss sie was noch fehlt.

Erst wenn das JETZT STIMMT ALLES Erlebnis da ist, klebe und befestige ich alles.

Und wie sieht euer kreativer Prozess aus ?

•••• BARBARA