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Eigene Fotos verwenden für den Gelli Print Transfer, erste Ergebnisse und Tipps

23. März 2026

Für den Druck auf der Gelpress gibt es ja fast unbegrenzte Möglichkeiten. Eine der vielen Techniken ist der Gelli Print Transfer. Schon in meinen Anfängen mit der Gelpress 2019 hat mich diese Möglichkeit gereizt. Mit Magazinen habe ich diese kreative Technik bereits häufig eingesetzt, auch in Workshops. Ich habe getestet, welche Magazine, Zeitschriften oder andere Bilder sich gut für den Transfer eignen. Alles schön, alles gut. Im Allgemeinen kann man sagen, dass sich für den Magazin Gelli Print Transfers am besten Zeitschriften mit dünnem, glänzendem Papier und kontrastreichen Bildern eignen, wie Vogue, Elle, Harper’s Bazar, Architectuel Digest oder National Geographic. Amerikanische Magazine funktionieren oft besser, da sie ölbasiert drucken, während europäische Zeitschriften auf wasserlösliche Farben setzen.

Aber wer will schon dauernd Köpfe von Models aus der Vogue auf seinen Drucken haben? Oder in den Scrapbooking Alben, für die ich ja meine Drucke vorwiegend nutze?

Gelli Print Transfer Scrapbooking Layout mit Instax Fotos

Dann schon lieber so. Ich habe in einen relativ preiswerten Schwarz-Weiß-Laserdrucker* investiert. Den ich auch für meinen Bürokram nutze, statt wie bisher mein All In One Inkjet Drucker* , mit dem ich ja auch seit Jahren meine Fotos drucke. Der hat aber hohe Tintenkosten, deswegen war ein günstigerer SW-Laserdrucker für den Bürokram sowieso überfällig.

Und was soll ich euch sagen: die ersten Versuche haben mich schon sehr sehr happy gemacht. Aus meinem dritten Versuch ist dieses Layout entstanden. Denn die entstandenen Drucke möchte ich ja gerne nicht nur für Collagen und im Art Journal, sondern auch für mein Scrapbooking verwenden

Gelli Print Transfer Scrapbooking Layout

Hier könnt ihr das Foto, das ich für den großen Gelli Print Transfers auf einer A 4 Gel Press Platte* verwendet habe, im Miniformat genauer sehen. Die kleinen Mini Prints aus dem Fuji Instax Drucker sind die perfekte Ergänzung für den Hintergrund des Layouts. Den wollte ich mit größeren Fotos nicht so stark verdecken. Haus in groß, Haus in klein.

Gelli Print Transfer Scrapbooking Layout mit Instax Foto

Den Druck habe ich auf der Rückseite der Platte nach dem Transfer vor dem letzten Druckabzug mit Pinsel und Acrylfarben coloriert. Und dann auf ein 12″ Scrapbooking Format (30.5 x 30,5 cm) glattes Aquarellpapier* gedruckt.

Gelli Print Transfer Scrapbooking Layout

Ergänzt habe ich das Scrapbooking Layout mit diversen Stempeln und einem Rahmen aus Chipboard, der seit mindestens zehn Jahren auf Verwendung wartete.

Gelli Print Transfer Scrapbooking Layout

Zugegeben, Gelli Print Transfer Technik, egal ob mit Magazinen oder eigenen Fotos, braucht ein wenig Ausprobieren. Ich habe etliche misslungene Versuche hinter mir, um das für mich optimal hinzukriegen. Mein Antrieb war aber groß, weil ich die Effekte so cool finde und so vielseitig umzusetzen!

Der erste Druck des vorher bearbeiteten Fotos sah auf der Rückseite der Gel Press Platte so aus. Prinzipiell nicht schlecht für den ersten Test mit dem Drucker und der Technik. Aber für meine Zwecke zu langweilig. Der zweite Druck war dann der, den ich koloriert und für das Layout verwendet habe.

Gelpress Foto Transfer

Gelli Print Transfer Basics, meine Tipps und Erfahrungen

Der Ausgangspunkt für diese Technik sind Ausdrucke aus dem Laserdrucker (oder glänzende Magazinseiten). Der schwarze Toner des Druckers ist das Medium, das nach dem ersten Druck auf der Gelli Plate bleibt.  Ihr müsst eine sehr gute Ausgabequalität beim Drucken wählen, und möglichst vorher eure Bilder bearbeiten für viel Kontrast. Ich habe die Seiten zweimal durch den Drucker geschickt, so bleibt mehr Toner auf dem Papier. Es ist zwar nicht einfach, das Blatt beim zweiten Mal zu 100% deckungsgleich zu bedrucken, aber es klappt aus meiner Sicht gut genug und verbessert das Ergebnis immens! Es heißt immer, dass Drucke aus dem Copyshop funktionieren. Bei meinem lokalen Copyshop ist das leider nicht der Fall, aber probiert es selbst. 

Natürlich ist auch die Qualität und das Motiv des Fotos wichtig. Kontrastreich sollte es sein, Muster gehen gut, und man muss die Fotos definitiv vor dem Laserdruck besonders bearbeiten. Aber das führt heute zu weit, ich greife das in einem neuen Beitrag nochmal auf.

Wichtig ist auch die Wahl des Papiers für den ersten Schritt. Es muss glatt sein, je glänzender, umso besser. Broschürenpapier soll sich super eignen, ich hatte aber zum Zeitpunkt meiner Experimente keins und habe meine A4 Karteikarten* verwendet. Die habe ich immer da, weil ich sie auch für meine Textstreifen beim Scrapbooking und auch sonst gerne zum Drucken auf der Gelli Plate verwende.

Gelli Print Transfer Technik welche Farben

Wichtig für den Erfolg sind auch die Farben, die ihr für den ersten Druck, mit dem ihr den Toner des Lasers auf die Gel Press Platte übertragt, verwendet. Nach meinen wirklich langjährigen Erfahrungen mit Transfers eignen sich die Farben von Amsterdam Acrylics* am besten für den ersten Schritt. Hier sehr ihr noch einen Test mit der weißen Farbe.

Gelli Print Transfer weiß

Auf dem nächsten Foto habe ich wesentlich hochwertigere und teurere Farbe von Golden Acrylics in Payne’s Grey verwendet, weil ich kein hartes Schwarz wollte. Die Farbe hat auf der Platte ewig zum Trocknen gebraucht und der Druck auf dem Seidenpapier ist semi optimal. Für Collagen ist er aber auf jeden Fall ok.

Warten ist sowieso nicht mein Ding, ich möchte immer möglichst schnell Ergebnisse sehen. Vor dem letzten endgültigen Abzug solltet ihr aber immer warten, bis alles gut durchgetrocknet ist und eventuell mit ein paar dicken Büchern beschweren. Je mehr Schichten Farbe auf der Platte sind, desto länger müsst ihr euch mit dem Abzug gedulden. 5-10 Minuten Minimum, das ist aber auch noch von anderen Faktoren abhängig.

Gelli Print Transfer Technik welche Farben

Gelli Print Transfer, nicht optimales Ergebnis mit nicht optimalen Fotos, trotzdem schön!

Für dieses Scrapbooking Layout habe ich die Laserkopie mit der Magenta Farbe, die ihr oben seht, abgezogen. Das ursprüngliche Foto finde ich gerade nicht mehr, ich hatte einen Horizont vor ein paar hängenden Zweigen fotografiert. Die Blätter sind auf jeden Fall gut rausgekommen.

Gelli Print Transfer Scrapbooking Layout mit Fuji Instax Fotos

Ich habe wieder den A 4 Transfer auf einem 12″ Bogen gedruckt und die Ränder zusätzlich mit einer Schablone strukturiert.

Gelli Print Transfer Technik

Ein paar Stempelabdrücke, und ein Zweig – die Schablone ist von Alison Bomber / PaperArtsy – mit Stencil Butter in Gold ergibt einen schönen Kontrast.

Scrapbooking Layout Stencil Butter

Den Titel habe ich mit schwarzer Stencil Butter und einer Schablone von Dina Wakley gemacht. Er druckt perfekt aus, was ich mir bei diesem Layout gedacht habe.

Gelli Print Transfer Technik

Instax Fotos do’s and dont’s

Ich wollte ursprünglich zuerst die Instax Fotos für das Wimbledon Layout oben drucken. Und ich dachte, mein Instax Mini Link Drucker* wäre leer. Aufgemacht, uups! Doch noch ein Film drin. Was nun?

Ich habe einfach trotzdem die restlichen Bilder der Filmkassette vom Handy aus ausgedruckt, unter dem Thema Selfies, was ich gerade auf die Schnelle in meiner Fotobibliothek fand. Und die Fotos haben einen interessanten künstlerischen Touch, sie passten perfekt zu diesem nicht ganz perfekten Druck meiner Anfänge. Die schwarzen Instax Prints* finde ich übrigens sehr cool als knallharten modernen Kontrast. Das Schwarz wiederholt sich unten im Titel.

Instax Fotos überbelichtet Drucker geöffnet

Dann habe ich einen neuen Film eingelegt. Mit weißem Rahmen. Tja, wieder was gelernt. Nicht horten, sondern aufbrauchen. Auf den Aufdruck der Verpackung habe ich bisher ehrlich gesagt nie geachtet. Und ja, natürlich haben Filme ein Ablaufdatum.

Instax Fotos Ablaufdatum

Interessanterweise waren aber nur die ersten fünf Fotos überbelichtet, wie hier auf dem Bild zu sehen. Je mehr ich druckte, desto besser wurde die Qualität. Die letzten drei Bilder aus dem lange abgelaufenen Film seht ihr oben auf dem Wimbledon Layout, sie sind ok.

Während ich gerade diesen Beitrag schreibe, kam der Amazon Fahrer mit dem gestern bestellten Broschürenpapier. Wird gleich getestet. Ich werde berichten, ob die Ergebnisse tatsächlich noch besser werden.

Und jetzt tüftel und überlege ich, ob und wie ich diese tolle kreative Technik in einen Workshop für euch packen kann, mit euren eigenen Fotos. Es könnte klappen, ich geb mein Bestes!

Alles Liebe

Barbara

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