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Gedanken zur Woche, Freitagstipps und # 882

31. Juli 2026

Sommer 20ß26. Die Versteppung hat unseren Garten erreicht, der Rasen ist knusprig. Drei Tropfen Regen gestern haben auch nichts daran geändert. Ich versuche meine Pflanzen in Töpfen auf der Terrasse mit der Gießkanne und Wasser aus dem Pool beim überleben zu helfen. Mein ständiger Begleiter ist aktuell wieder dieses praktische Kühlhandtuch*, ich hätte nicht gedacht, dass es so gut funktioniert.

Ansonsten wurschtel ich so vor mich hin, viel mit Farbe an den Fingern und bin froh, wenn mich die beschäftigten Hände mal von meinem heftigen Gedankenkarussell ablenken.

Freitagstipps Hortensien

Der Schock sitzt immer noch tief. Am vergangenen Samstag hatte mir meine Tochter im Lauf des Tages schöne bunte Bilder und Videos vom CSD in Berlin geschickt. Sie war dort mit ihrem Bruder und Freunden unterwegs. Als ich gegen 22.00 Uhr die erste Meldung des grauenhaften Anschlags auf Social Media sah, versuchte ich sofort, meine Tochter zu erreichen. Die saß zu der Zeit zum Glück schon mit meinem Sohn zuhause auf ihrer Terrasse, sie wohnt ungefähr 10 Fußminuten vom Ort des Anschlags entfernt. Beide wunderten sich zwar über den massiven Einsatz von Hubschraubern und Sirenen, aber erst durch mein dringendes “Alles ok bei euch?” per Whattsapp wurden sie auf die Nachrichten aufmerksam.

Und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erleichtert ich war, als ich sie am Telefon hatte und erfuhr, sie schon eine Stunde vor dem grauenhaften Anschlag nach Hause gegangen waren.

Noch während viele der Opfer in Lebensgefahr schwebten, wurde die Sache politisch ausgeschlachtet und Wahlkampf gemacht. Ekelhaft, einfach so widerlich ist das.

Rechte Politiker (und damit meine ich auch Teile der CDU), die sonst gegen alles Queere hetzen und Transgender „ausrotten” wollen und sich jetzt mit einmal als Schützer der Vielfalt aufspielen, sind ganz widerwärtige Würstchen. Rechtsextreme und Islamisten hassen Vielfalt. Sie sind zwei Seiten einer Medaille.

Gerade solche Ereignisse erinnern uns daran, wie wichtig Sichtbarkeit, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sind. Sie zeigen, warum wir Demonstrationen wie den CSD und die anschließenden Gedenkveranstaltungen und Mahnwachen brauchen: als Zeichen für Vielfalt und Akzeptanz und dafür, dass jeder Mensch ohne Angst und Ausgrenzung leben und feiern können sollte.

Am Mittwoch hatte ich eine schöne Ablenkung: ich habe einen Kreativ-Workshop für Kinder in der Stadtbibliothek Neuss gegeben. Dazu gibt es bald einen Blogbeitrag, denn es war wirklich großartig!

Freitagstipps Kreativ Workshop

Was noch? Ich war beim Optiker für eine Kontrolluntersuchung und sagt mal bitte, warum oder wann sind Brillengläser soviel teurer geworden? Ich fasse es nicht. Aber was muss das muss.

Ich habe einen Blogbeitrag zum Crop Am Rhein 2026 geschrieben, mit neuen Infos und allen Details zur Anmeldung.

Heute bin ich wieder mit meiner 90jährigen Tante unterwegs und Samstag verbringe ich den Nachmittag mit einer alte Freundin. Und nächste Woche geht’s nach London. Das Leben könnte schlechter sein und ich dachte am Anfang des Beitrags: was schreibe ich überhaupt, mein Leben ist langweilig.

Noch was zum Lachen (kommt ja inzwischen selten genug vor): Neulich auf der Autobahn fiel mir beim vorbeifahren an einem „Achtung Wildwechsel”- Schild wieder ein, dass ich als Kind geglaubt habe, dass da nachts dann voll der Reh-Traffic abgeht, die also in Herden die ganze Nacht die Straßen überqueren. Mein Förstersohn hat sehr gelacht, als ich ihm das erzählt hab.

Was habt ihr als Kind so für komische Vorstellungen von Dingen gehabt, die eigentlich total unspektakulär sind?

Und sonst so?

Ich weiß noch genau, dass ich als Kind Angst vor Krieg hatte. “Der Russe” war eine Angstfigur, der kalte Krieg allgegenwärtig. Was mich damals getröstet hat, war der Gedanke, dass die Menschheit aus der Vergangenheit gelernt hat und so etwas nie wieder passieren würde. Ja ich weiß, das war kindisch naiv. Auch heute mache ich mir Sorgen um die Weltlage. Doch heute mit der bitteren Gewissheit, dass viele nichts aus der Geschichte gelernt haben. Im Gegenteil: Die Machtgier und Skrupellosigkeit nehmen zu, genau wie die Naturkatastrophen.

Es ist nicht so, dass mich das rund um die Uhr beschäftigt oder ständig meine Stimmung runterzieht. Ich bin ein positiv denkender Mensch, voller Dankbarkeit und Wertschätzung dafür, wie gut es mir geht. Doch manchmal fühle ich mich einfach hilflos. Ich weiß, dass ich die Welt nicht allein verändern kann. Aber ich sehe auch in meinem Umfeld, welche Gedankengänge vorherrschen. Ich spüre immer öfter Menschenfeindlichkeit. Diese Entwicklung der Menschheit macht mich stellenweise einfach traurig.

Dann hat nun noch unser aller Merz ein Personalkarussell in Gang gesetzt, das außer Kontrolle zu geraten scheint. Nein, diesem Neuanfang wohnt kein Zauber inne. Nicht mal eine Spur Glanz. Stattdessen wächst sich die Kabinettsumbildung zu einem Konflikt aus, den momentan keiner wirklich gebrauchen kann und sein Job ist in Gefahr. Mehr dazu und pikante Details gibt’s auch in den Freitagstipps.

Es stellt sich immer mehr heraus, dass der internationale Topmanager Merz mit all seinen inhaltlichen Qualitäten und seiner Führungsstärke nie existiert hat. Er war ein herbeifantasierter Wunschtraum all jener, die trotz ihrer CDU-Nähe oder gar CDU-Mitgliedschaft Angela Merkel doof fanden und sich den knallharten Wirtschaftsmann herbeisehnten, der wiederkehrt, um Rache an allem zu üben, wofür Dr. Merkel stand.

Dabei wurde komplett vergessen, dass der junge Fritz nicht ohne Grund scheiterte. Vor allen Dingen an sich selbst. Und dass behauptete Kompetenz und ein Gnadenjob bei einer nationalen Zwischenholding eines internationalen Investmentkonzerns allenfalls einen überbezahlten Lobbyisten ausmachten, aber weder fachliche Kompetenz noch politisches Gespür oder gar Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung ersetzen konnten.

Einige Dinge, die die Koalition macht, sind gut. Aber vieles kommt nicht richtig bei den Bürgerinnen und Bürgern an, weil unzureichend kommuniziert wird. Führung ist Kommunikation. Und wer nicht anschlussfähig erklärt, was warum passiert, überlässt die Deutung anderen. Gute Kommunikation schafft Vertrauen, schlechte schafft Unsicherheit und Widerstand. Warum lasst man sich da nicht von Profis helfen? Es könnte so viel einfacher sein.

Der bis zum Anschlag im Hintern von Trump steckende geldgeile FIFA Präsident Infantino will die zukünftigen Fußball-Weltmeisterschaften an den noch geldgeileren Schwiegersohn von Trump verkaufen. Das wird hoffentlich nix, denn die europäischen Verbände haben sofort mit Boykott gedroht. Kann man sich alles nicht ausdenken.

Good News!

Das wurde auch Zeit:  Instagram geht gegen heimliche Aufnahmen vor. Instagram geht stärker gegen heimliche Aufnahmen und belästigende Videos vor. Wer Menschen ohne ihr Wissen filmt und die Aufnahmen veröffentlicht, muss künftig mit der Löschung der Inhalte oder einer Kontosperrung rechnen.

Das finde ich richtig gut, denn es bleibt ja erstmal sehr warm: Hitze in Rom: Kulturstätten bieten kostenlose Abkühlung Rom reagiert auf die Hitzewelle: Kinos, Bibliotheken und Kulturstätten öffnen kostenlos ihre klimatisierten Räume. Die Initiative soll den Menschen Abkühlung verschaffen und zugleich den Zugang zu Kultur erleichtern.

 

Freitagstipps

 

1. Jetzt kann ______________ .

2.  __________ unmöglich.

3. Es macht Spaß _________ .

4. _________ wird mein Highlight der 2. Jahreshälfte.

5. Ich frage mich, _________  .

6. __________ ,das war es  wert.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Freitagstipps Steine

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Meine Empfehlung: Am vergangenen Wochenende habe ich die neue vom ZDF und anderen europäischen rechtlich öffentlichen Sendern produzierte Serie „Kabul – Flucht aus der Hölle” geschaut. Der Sechsteiler ist sehr aufwändig und hochwertig produziert und zeigt ein eindrückliches, größtenteils beklemmendes Drama, das grundsätzlich basiert auf den realen Ereignissen in Afghanistan im Jahr 2021. Der Rückzug der NATO Truppen zählt zu den blamabelsten Kapiteln der europäischen und US-amerikanischen Geschichte. Nur noch selten kommt zur Sprache, dass das Desaster auf einen der berüchtigten »Deals« des damaligen und heutigen US-Präsidenten Donald Trump zurückgeht. Im Februar 2020 unterzeichneten Vertreter Trumps und der Taliban einen Vertrag, demzufolge sich die US-Truppen und deren Verbündete bis zum 1. Mai 2021 aus Afghanistan zurückziehen würden.

Man hätte mehr als ein Jahr Zeit gehabt, einen geordneten Abzug vorzubereiten. Dennoch kam es im August 2021 am Flughafen von Kabul zu dramatischen Szenen und tödlichen Tragödien.

Die Stärke der Serie sind die Passagen über die Verzweiflung der von Tod und Verhaftung bedrohten afghanischen Ausreisewilligen und die Ohnmacht der hilfswilligen Botschaftsmitarbeiter und Ordnungskräfte, nicht zuletzt angesichts einer zähen, realitätsfernen und auch zynischen Bürokratie in den jeweiligen Heimatländern. Ein Skandal, der noch immer kein Ende gefunden hat. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Regierung finden sich die Zeilen: “Wir werden freiwillige Bundesaufnahmeprogramme so weit wie möglich beenden (zum Beispiel Afghanistan) und keine neuen Programme auflegen.”

Zur Entspannung habe ich dann so nebenbei “The Forsytes” in der ZDF-Mediathek geschaut. Während ich arbeite oder am Basteltisch sitze, geht sowas Leichtes gut. Es ist eine schöne Neuverfilmung des britischen Klassikers. Liebe und Machtkämpfe in der Bankiersfamilie Forsyte im viktorianischen London, die erste Staffel läuft jetzt in der ZDF Mediathek, und endet mit einem Cliffhanger. Aber eine zweite Staffel ist schon in Produktion.

Und dann, ich hatte schon drauf gewartet, erschien bei Netflix endlich die mit vielen Vorschussloorberen ausgezeichnete Verfilmung „The Bombing of Pan Am 103″. Die Serie basiert auf wahren Begebenheiten: Am 21. Dezember 1988 detonierte an Bord des Fluges Pan Am 103 auf dem Weg von Heathrow zum JFK eine Bombe, ich kann mich noch gut an die Nachrichten erinnern. Das Flugzeug stürzte über dem kleinen schottischen Örtchen Lockerbie ab – 270 Menschen kamen ums Leben, darunter 190 Amerikaner und 43 Briten. Es war die schlimmste Terrorattacke auf britischem Boden und der erste große Angriff auf US-Zivilisten.

Die sechsteilige Miniserie beleuchtet die Untersuchung des Absturzes auf beiden Seiten des Atlantiks sowie die verheerenden Folgen für die kleine Stadt und die Familien der Opfer. Von der anfänglichen Spurensuche in Schottland über Ermittlungen in den USA und Malta bis hin zum Prozess im Camp Zeist im Jahr 2000 – und schließlich bis zur jüngsten Anklage Ende 2022 – erzählt die Dramaserie die wahre Geschichte der Zusammenarbeit zwischen der schottischen Polizei und den US-Strafverfolgungsbehörden sowie den Kampf der Hinterbliebenen um Gerechtigkeit. Es tauchen etliche bekannte Schauspieler*innen in der sehr gut gemachten Serie auf. Ich konnte dabei häufig mein “woher kenne ich die / den nochmal …” Spiel spielen. Einzig irritiert hat mich der Ermittler mit der Playmobil Frisur, wenn ihr die Serie schaut werdet ihr sofort wissen, wen ich meine.

Freitagstipps zum Lesen

Den Podcast von Kommunikations-Trainerin Nicole Staudinger hatte ich euch schon öfter empfohlen, heute ist es mal ein Text von ihrem Blog: Meinung vs. Haltung. Man kann daraus viel mitnehmen.

Wie schmecken eigentlich Mispeln? Habt ihr die schon mal probiert? Und wo bekommt man sie überhaupt?

Und das hier wolltet ihr auch immer schon wissen, seid ehrlich : Was verdient eigentlich ein Kampfpilot bei der Bundeswehr? Ich bewundere diese Pilotinnen und Piloten übrigens sehr, ob Bundeswehr, Navy oder NATO.

Freitagstipps zum Hören

In der Sondersendung des Podcasts Machtwechsel wird die Kabinettsumbildung des Kanzlers auseinandergenommen. Dazu gibt es jede Menge Infos aus den Hinterzimmern der Politik und Insiderwissen. Wirklich sehr aufschlussreich, ich wusste bis dato nicht mal, dass es ein extra  Ministerium für Bürokratie-Abbau gibt und da natürlich auch eine neue Ministzerin, das ist doch irgendwie auch absurd.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt.

Habt ein schönes und sonniges Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

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