Freitags Füller Freitagstipps Unterhaltsames

Gedanken zu diesem und jenem, Freitagstipps und # 886

4. September 2026

Der dritte Blogbeitrag in einer Woche, ich kann es selbst kaum glauben! Ich halte es deswegen für  erwähnenswert, weil das inzwischen eher selten vorkommt. Bei der Recherche für meinen Beitrag “20 Jahre Scrap-Impulse” wurde mir bewusst, dass ich in den Anfängen dieses Blogs fast täglich (!) gebloggt habe. Überwiegend kurze knackige Beiträge mit ziemlich schrottigen Bildern, mehr gab die Technik anfangs auch nicht her.

Irgendwann entwickelte sich – ähnlich wie bei Instagram – das Design von Blogs immer mehr in Richtung Hochglanzmagazin. Dies hatte zur Folge, dass die Bloggerei wesentlich zeitaufwändiger und professioneller wurde. Alleine das Auswählen, Bearbeiten, Hochladen und Betiteln der Fotos für einen Blogbeitrag dauert zum Beispiel bei meinen Reisebeiträgen oder Workshop-Berichten fast so lange, wie das Schreiben der Texte. Recherche für die Freitagstipps mit allen Verlinkungen dauert.

Freitagstipps September

Qualität vor Quantität wurde im Lauf der Zeit dann mein Motto. Da ich mir keinen Web-Designer oder IT-Spezialisten leisten kann und mein Sohn, der diesen Job für den Blog gemacht hat, in Vollzeit als Arzt in der Klinik seine Facharztausbildung begann, hat sich in den letzten Jahren optisch hier auch nicht viel geändert.

Für mein Theme – so nennt man das Design eines Blogs, gibt es kein technisches Update mehr, irgendwann muss ich mich also damit auseinandersetzen. Übrigens heißt das Theme dieses Blogs “Rosemary’s Child”, ich fand das immer irgendwie so poetisch.

Es gibt gerade neue Überlegungen, da man mit KI inzwischen einiges vereinfachen und optimieren könnte. Am Design versteht sich, den Inhalt gestalte ich nach wie vor komplett selbst und alleine. Wir werden sehen, was sich da entwickelt.

Am Beitrag 20 Jahre Scrap-Impulse habe ich übrigens einen kompletten Tag gesessen. Mit Recherche, dem Raussuchen alter Bilder, die zum Teil auf einem externen Server liegen, auf den ich überhaupt keinen Zugriff mehr habe und mit ganz viel Sortieren und Zusammenfassen. Die relativ neuen Freitagstipps kommen im Blogbeitrag überhaupt noch nicht vor, ist mir erst nach dem Veröffentlichen aufgefallen.

Bei den bisherigen Kommentaren unter dem Beitrag hatte ich manchmal schon vor Freude und Dankbarkeit ein wenig Pippi inne Augen. Wenn ihr den Beitrag noch nicht gelesen habe, klickt euch doch mal rein. Und wenn ihr bis Sonntagabend dort unter dem Beitrag kommentiert, könnt ihr auch etwas gewinnen, das nur noch mal als Hinweis.

Eine sehr interessante Erfahrung habe ich in diesem Zusammenhang noch gemacht. DAS INTERNET VERGISST NIE. Den Spruch kennen wir alle (außer man sucht Mails bei Outlook oder Dokumente auf One Drive, aber das ist wieder ein anderes Thema, haha.)

Meine Tochter hatte mich gebeten, zwei uralte Bilder aus Beiträgen von 2010 vom Blog zu löschen, die in der Google Suche immer unter ihrem Namen auftauchten. Verständlicherweise bin ich dieser Bitte sofort nachgekommen. Vor zwanzig Jahren hat man sich noch nicht so viele Gedanken über Datenschutz und Persönlichkeitsrechte gemacht wie heutzutage.

Ich habe die Bilder aus den entsprechenden Blogbeiträgen gelöscht. Sie tauchen nach wie vor bei Google auf.

Ich habe die kompletten Blogbeiträge gelöscht. Die Bilder sind immer noch da in der Google Suche.

Ich habe das Problem gegoogelt. Gemini gefragt. Komplizierte für mich unverständliche Antwort. Bilder noch da.

Ich habe ChatGPT gefragt. Der Bot schlug mir verschiedene Möglichkeiten vor, führte mich durch einige Prozesse und suchte weiter nach einer Lösung. Ich probiere alles, Bilder noch da. Denn sie liegen auf einem Server, auf den ich nach dem Umzug des Blogs auf eine eigene Plattform anscheinend keinen Zugriff mehr habe.

Ich habe bei Google mit einem extra dafür vorgesehenen Formular beantragt, die Bilder zu löschen, bisher ohne Erfolg.

Es nervt. Stunden habe ich damit verbracht, ohne das Problem gelöst zu haben. Ich werde mir jetzt fachliche Hilfe suchen. Was ich damit nur sagen möchte: was einmal im Netz ist, bleibt im Zweifel auch. Inzwischen ist – im Vergleich zu früher – das Bewusstsein und eine gewisse Sensibilität für das Thema sicher mehr im Fokus. Trotzdem ist und bleibt es problematisch.

Meine Woche hat sich ansonsten viel im Seniorenbereich abgespielt. Ich war wieder ehrenamtlich im Seniorencafe mit Pflaumenkuchen unterwegs. Und habe die Solidarität, das Mitgefühl und die Hilfsbereitschaft der Senioren in der Wohneinrichtung untereinander wie so oft bewundert. Gestern war ich wieder mit meiner 90jährigen Tante unterwegs, unter anderem beim Arzt. In einer Praxis für Geriatrie. Danach verneigte ich mich innerlich voller Hochachtung vor dem Personal, das mit einer Engelsgeduld und Zuwendung und Verständnis agierte. Warum werden alte Menschen manchmal so ungeduldig und krawallig und laut? Vielleicht, weil sie selbst schlecht hören, ich weiß es nicht. Ich möchte so nicht werden.

Morgen bin ich zum 30jährigen Jubiläum des Kindergartens, den ich hier im Ort mal gegründet habe eingeladen, darauf freue ich mich sehr. Frau Haanes fünftes Kind, wurde die Villa Kunterbunt damals während der Bauzeit genannt, haha. Das wird a walk down memory lane. Und am Sonntag bin ich zum Treffen mit einigen Scrap-Mädels verabredet, und unser jährliches Badminton Turnier findet statt. Ich werde keine Langeweile haben.

Freitagstipps September

Und sonst so?

Mein Social Media Feed ist schon wieder voll mit Jens Spahn. Der klebt an einem wie Scheiße am Schuh, den wird man einfach nicht mehr los. Ich will und kann den nicht mehr sehen! Mein aktueller Vorschlag: Das deutsche Sprichwort :”Den Bock zum Gärtner machen” wird offiziell umbenannt zu: “Jens Spahn”.

Irgendetwas stimmt doch bei CDU/CSU grundsätzlich nicht mehr. Jens Spahn verliert wegen der Leihmutterschaftsaffäre den Fraktionsvorsitz. Wegen der undurchsichtigen Maskenbeschaffung steht er dagegen weiterhin massiv in der Kritik – und ausgerechnet dieser Mann wird anschließend in den Haushaltsausschuss geschickt, wo es um Milliarden und die Kontrolle staatlicher Ausgaben geht.

Und der Koalitionspartner SPD? Nimmt das alles offenbar schweigend hin. Es ist nicht zu fassen.

Differenzierung ist – nicht nur in der Politik – immer seltener oder sogar nicht mehr erwünscht. Es gibt nur noch Schwarz oder Weiss. Wir reden in diesem Land fast nur noch über Dinge, die nicht laufen. Diese allgemeine Aussage eines Politikers in einer Talkshow, in die ich beim Zappen zufällig reingeraten war, fand ich ganz plausibel.

Ich habe irgendwann in der Woche Friedrich Merz im Deutschlandfunk zu den hohen Spritpreisen gehört. Und ich frage mich ernsthaft: Hält dieser Mann die Bürger eigentlich für so blöd?

Auf die hohen Spritpreise angesprochen, kommt von ihm sinngemäß: “Ich bin nicht für die Abschaltung der Atomkraftwerke verantwortlich, das hatte ich nicht gemacht.” Bitte was?

Was haben abgeschaltete Atomkraftwerke mit dem Preis von Diesel und Benzin zu tun?Der Spritpreis hängt am internationalen Öl- und Mineralölmarkt.

Und noch was: wer sich in diesen Zeiten, als “unpolitisch” oder “neutral” bezeichnet, hat sich auch damit schon für eine Seite entschieden.

Manche Dinge bedürfen keiner Zustimmung, um ihr Unheil entfalten zu können. Ein einfaches Schweigen ist vollig ausreichend. Auch 1933 – 1945, waren es nicht nur diejenigen, die aktiv mitgeholfen haben, sondern auch die vielen Vielen, die einfach weggesehen haben.

Die Neutralen. Die Unpolitischen.

Good News!

UN-Leitlinie fordert Entschädigungen für Sklavenhandel

Die UNO fordert Staaten auf, Verantwortung für ihre Beteiligung am historischen Sklavenhandel zu übernehmen. Länder, die das UN-Abkommen gegen rassistische Diskriminierung unterzeichnet haben, seien demnach zu Entschädigungen verpflichtet.

Hamburg will Smart Glasses aus Bädern und Bahnen verbannen

Hamburg will Menschen besser vor heimlichen Aufnahmen schützen. Smart Glasses mit Aufnahmefunktion sollen deshalb in städtischen Schwimmbädern verboten werden. Auch für Busse und Bahnen ist ein Verbot geplant. Zudem soll sich Hamburg für bundesweit klare Regeln einsetzen.

Darüber musste ich wirklich lachen:

Finanzämter schreiben jetzt verständlicher

Post vom Finanzamt soll künftig leichter zu verstehen sein. Bund und Länder haben 730 häufig genutzte Textbausteine in einfachere und freundlichere Sprache übersetzt und setzen sie ab sofort bundesweit ein. Neue Schreiben sollen von Anfang an verständlich formuliert werden.

Freitagstipps September Beeren

 

Freitagstipps

 

1. Ich habe herausgefunden ______________ .

2.  __________ ins Wasser gefallen.

3. Im Anschluss _________ .

4. _________ von oben nach unten..

5. Der knappe _________  .

6. __________ jeden Sonnenstrahl.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !

Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch

Freitagstipps zum Gucken

Ich habe die neue dreiteilige Doku von National Geographic und dem 9/11 Memorial gesehen, sie läuft auf Disney+. Herzzerreissend und sehr bewegend, ganz große Empfehlung!

9/11: Wiedersehen nach der Katastrophe (9/11 Reunited) Eine Serie zum 25. Jahrestag, die Überlebende begleitet, die sich nach Jahren erstmals wiedersehen, um überlebenswichtige Begegnungen von damals zu verarbeiten. Der Tag, der die Welt veränderte.

Es kann gut sein, dass mich die Doku deswegen so berührt hat, weil ich die beiden Türme kannte, als sie noch standen und ich sogar mal in der Bar ganz oben war, im Rainbow Room. Und weil ich schon mehrmals mit Tränen am 9/11 Memorial stand. Und es immer noch unbegreiflich ist.

Freitagstipps zum Lesen

Und endlich habe ich “Yesteryear”*angefangen. Das Buch hat gefühlt inzwischen mein halber Freundeskreis bereits gelesen, ich bin etwas late to the game. Tradwife und Influencerin Natalie hat alles: eine malerisch renovierte Farm, sechs Kinder und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr auf Social Media folgen. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Doch als Natalie eines Morgens aufwacht, ist alles anders … Eine feministische Satire über die Tradwife Ästhetik trifft auf düsteren Spannung und Psychothriller. Nach den ersten drei Kapiteln behaupte ich mal: zu Recht auf # 1 der NYT und der SPIEGEL Bestsellerliste.

Ich habe das in meinen Einstellungen schon länger gespeichert, aber der Tipp, wie ihr euren Speicher im Handy nicht überfordert: So werdet ihr mit Speicher Fresser auf Whattsapp fertig.

Vom Windkraftbetrüger höre bzw lese ich auch zum ersten Mal. Die Öffentlichkeit rätselt, wohin und wie der Windkraftbetrügervor wenigen Tagen geflohen ist. Nun wurde ein Detail bekannt.

Freitagstipps zum Hören

Ich habe einen neuen Podcast entdeckt: Bengalos im Bundestag. In der Folge Angst, Drogen, Alkoholerzählt ein ehemaliger Bundestagsabgeordneter, was sich oft hinter den Kulissen des hohen Hauses abspielt. Sehr interessant!

Und noch ein Podcast, den hat mir meine Tochter empfohlen. Ich habe sie gefragt, ob sie in der letzten Zeit was richtig spannendes gehört hat, weil ich wieder zuviel Gedankenkarussell hatte und packende Ablenkung beim Laufen brauchte. Es gibt eine Kooperation des SPIEGEL mit der österreichischen Zeitung Standard. Interessante Theman, und mal etwas über den deutschen Gartenzaun geschaut. Die Recherche “Tod am Großglockner” rollt in einer mehrteiligen Miniserie den tragischen Tod der 33-jährigen Kerstin G. am Großglockner im Januar 2025 auf. Spannend und gut recherchiert! Noch ist das inzwischen gesprochene Urteil des Insbrucker Landgerichtes nicht rechtskräftig, und noch wirft der Fall viele Fragen auf.

Mit “Dear Britain”* dem von ihr selbst gelesenen Hörbuch der ehemaligen Leiterin des ARD Hauptstadtstudios in London, Annette Dittert, bin ich auch durch. Super – viel Hintergrund über Grossbrittanien und die Briten, der den ich noch nicht kannte. Annette Dittert schreibt bzw erzählt im Hürbuch sehr informativ und sprachlich total angenehm über die verschiedensten Themen – mehr als informativ und lesenswert! Und immer mit einer Prise Humor, hat mir sehr gut gefallen.

Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt.

Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt.

Ich wünsche euch ein wunderschönes spätsommerliches Wochenende!

Alles Liebe

Barbara

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1 Comment

  • Reply Freitagsfüller 2026-09-04 « Püntanell 4. September 2026 at 5:17

    […] gibt den neuen Freitagsfüller, den ich hier aufgelesen und ausgefüllt […]

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