Nach dem ersten Beitrag zu meinen eigenen Mixed Media Workshops beim Crop Am Rhein 2026 möchte ich euch heute noch ein bisschen mehr von diesem wunderbaren Wochenende zeigen. Denn ein Crop besteht ja aus so viel mehr als aus den Projekten, die am Ende fertig, oder, seien wir ehrlich, manchmal auch nur halb fertig, mit nach Hause fahren.

Ich habe in diesem Jahr so wenig fotografiert wie nie zuvor, deswegen entschuldige ich mich jetzt schon für die wenigen und teils nicht sehr hochwertigen Fotos in diesem Beitrag. Aber so ist das halt, wenn Gespräche und Miteinander im Vordergrund stehen, und nicht das perfekte Foto. Wie im richtigen Leben eben auch.
Bis auf den Ausblick am frühen Morgen vom Balkon meines Hotelzimmers. Dieser Blick auf den Rhein gibt immer perfekte Fotos.

Natürlich spielen die Workshops beim Crop Am Rhein eine große Rolle, und in diesem Jahr hat Kathleen Schmelz mit ihren Workshops wieder für jede Menge Inspiration gesorgt. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, wie jemand anderes an ein Projekt herangeht, welche Materialien verwendet werden und welche kleinen Ideen und Techniken man ganz nebenbei für sich mitnimmt. Und wie unterschiedlich dann trotz gleicher Ausgangsbasis die Ergebnisse auf den Tischen aussehen.
Kathleen ist Head of Marketing bei Pinkfresh Studios und war bereits zum dritten Mal (oder zum vierten, ich weiß es nach 18 Jahren nicht mehr genau) mit ihren Workshops beim Crop Am Rhein zu Gast. Ich versuche ja immer, dass sich die Inhalte der Workshops unterscheiden, und der Stil von Kathleen ist im Gegensatz zu meinen eigenen Workshops eher clean und gleichzeitig verspielt, ich finde ihre Projekte ganz wunderbar.

Kathleen hatte mit Produkten von Pinkfresh Studio zwei Layouts und ein super süßes Minibook mit vielen liebevollen Details vorbereitet.






Eine Seite im Minibook wurde mit Aquarellfarben gestaltet. Sehr minimalistisch. Zitat Kathleen: “Ich bin nicht so mutig wie Barbara mit Mixed Media”. Ich musste schmunzeln. Und das ist das Schöne beim Scrapbooking: alles kann, nichts muss, jeder wie er mag.



Ich plane Workshops, in denen genau gemessen, geschnitten und gefaltet werden muss, immer für den Samstag beim Crop Am Rhein. Da ist die Konzentration noch voll da. Meine eigenen Workshops Freitagabends und Sonntags sind darum meistens eher im Stil von “alles locker auf’s Papier geworfen”. Ich bewundere jeden, der millimetergenau arbeiten kann, so wie es zum Beispiel bei komplizierten und raffinierten Falttechniken erforderlich ist. Ich kann das nicht, und gehe da sehr ehrlich und entspannt mit um. Nicht, dass ich meine Workshops nicht als anspruchsvoll bezeichnen würde. Aber eben anders, mit vielen Details und möglichst neuen Techniken. Weitgehend aber ohne Lineal.
Obwohl, Spoiler, ich gerade für die Adventswerkstatt am 08. November tatsächlich ein gefaltetes Objekt eingebaut habe. Aber ein sehr unkompliziertes, haha!
Vielleicht ist ein Motto meiner Workshops auch: Schürze und Handschuhe statt Lineal, wie man auf diesem spontanen Schnappschuss sieht.


Mindestens genauso wichtig ist für mich inzwischen alles, was um die eigentlichen Workshops drumherum passiert. Das gemeinsame Sitzen an den Tischen, das Schauen, was die anderen machen, ein „Wie hast du das denn gemacht?“, das schnelle Ausleihen eines Stempels oder einer Farbe, Gespräche, Gelächter und natürlich auch das eine oder andere Thema, das überhaupt nichts mit Scrapbooking zu tun hat.
Ich bewundere auch immer Gäste, die perfekt organisiert sind. Zum Beispiel dieser Superturm, der wird jedes Jahr bewundert.

Oder perfekt organisierte Scrap-Taschen. Das Gepäck meiner Gäste finde ich immer faszinierend.

Bei der Vorbereitung meiner Workshops bin ich allerdings auch immer sehr gut organisiert und versuche für meine Gäste alles so optimal wie möglich vorzubereiten. Ikea Samla Kisten sind meine besten Freunde, und passen perfekt in mein Auto. So sieht’s aus, bevor ich losfahre.

Meine Workshop-Kits verpacke ich inzwischen auch nachhaltig in Taschen, die man wieder verwenden kann. Es fällt schon genug Plastikverpackung an, wenn ich die Lieferungen vom Großhändler zuhause auspacke.

Gerade in Zeiten, in denen wir uns fast alles auch online anschauen und lernen können, merke ich bei solchen Wochenenden immer wieder, wie sehr mir dieses echte kreative Miteinander gefällt. Online-Workshops sind praktisch, keine Frage. Man kann sie machen, wann man möchte, zwischendurch auf Pause drücken und sitzt gemütlich im eigenen Scrapzimmer mit sämtlichem Material in Reichweite.
Und trotzdem können sie für mich das gemeinsame Kreativsein vor Ort nicht ersetzen.
Denn Inspiration entsteht eben nicht nur durch das, was vorne im Workshop gezeigt wird. Sie entsteht auch rechts und links von einem, im Gespräch, beim Blick über die Schulter der Tischnachbarin und manchmal ganz zufällig. Genau diese kleinen Momente, die Begegnungen und das gemeinsame Erleben machen einen Crop für mich aus.
Und davon gab es beim Crop am Rhein 2026 wieder jede Menge.
Ich habe leider dieses Mal vergessen, Fotos vom Pop Up Shop des Creativ- Stempel- und Scrapbookingshop zu machen. Ich bin Sevaha wieder sehr dankbar, dass sie den Gästen beim Crop Am Rhein das fest eingeplante Live-Shopping-Erlebnis ermöglicht. Dass sie dazu mmer sehr großzügig die Verlosung sponsert. Und sie kommt selbstverständlich auch mit den neusten Produkten zur Adventswerkstatt am 08. November.

Und dann war auch schon wieder alles vorbei. Sortiert, eingepackt, eingeräumt und ausgecheckt. Ich bin froh, dass wir mit dem Hotel Haus Oberwinter eine schöne Location haben, das uns das Event jedes Jahr unkompliziert ermöglicht und den anschließend komplett mit Papierschnipseln bedeckten Boden in Kauf nimmt.
Alles ist im Auto, und noch ein letzter Blick ganz in Ruhe.

Mit einem tiefen Glücksgefühl im Bauch stand ich dann wie in jedem Jahr nach dem CAR am Sonntagabend auf dem Heimweg an der Fähre über den Rhein. Das ist immer mein ganz persönlicher Abschluss des Events, ein Mini Urlaub auf dem Wasser. Man sieht von dort aus den Drachenfels in der Ferne. Natürlich habe ich ein Foto gemacht, während ich auf die Fähre wartete. Die kam nicht, warum auch immer lag sie am anderen Ufer fest und ich fühlte mich irgendwie betrogen. Na ja, nächstes Jahr dann wieder, wenn alles gut geht.

Schön war’s, viel zu schnell vorbei war’s – und ich freue mich jetzt schon auf ein Wiedersehen. Wir sehen uns hoffentlich beim Crop Am Rhein 2027. Wahrscheinlich am ersten Oktober-Wochenende, ich warte noch auf die endgültige Rückmeldung vom Hotel.
So, jetzt muss ich noch die letzten Stempel und Stanzen aus der letzten Kiste wieder en Ort und Stelle räumen und werde dann voll in die Vorbereitung der Adventswerkstatt am 08. November einsteigen. In der es übrigens nur noch zwei freie Plätze gibt, deswegen schreibe ich dazu keinen extra Beitrag mehr. Meine Newsletter-Abonnenten haben alle Infos zur Anmeldung bereits erhalten, bei Interesse meldet euch gerne bei mir!



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