Seit ich bewusster darauf achte, fällt es mir noch mehr auf. Wir hören einander selten wirklich zu. Ist das eventuell nur eine subjektive Wahrnehmung?
Einander Zuhören können und es auch wirklich wollen, das Thema beschäftigt mich schon so lange, es muss jetzt mal raus. Mein Blog, meine persönlichen sehr ehrlichen Gedanken, und ich freue mich, wenn ihr kurz zuhört und mir im besten Fall auch ein Feedback dazu gebt.
Wer aufmerksam eigene Gespräche oder die zwischen anderen Menschen verfolgt, kann unschwer feststellen, wie wenig Menschen in Gesprächen wirklich zuhören können. Und ich nehme mich davon nicht aus!
Kennt ihr auch Menschen in eurem Umfeld, die auf alles was ihr sagt, erstmal ein:
- das hatte ich auch schon mal…
oder auch immer gerne:
- ich kenne den Cousin meiner Friseuse, der Nachbar von dem hatte das auch …..
Es nervt. Verletzt sogar manchmal.
Und macht auf mich den Eindruck, als wäre der Andere schon während der Hälfte meiner Worte damit beschäftigt, wie er darauf antwortet und das Gespräch so auch auf sich selbst lenkt. Vielleicht sogar nur unbewusst, ich unterstelle niemandem eine böse Absicht dabei.
Manchmal merkt man schon am Gesichtsausdruck des Anderen dessen geistige Abwesenheit. Auch bei sich selbst kann man feststellen, dass man beim Sprechen des Gegenübers oft nur auf ein Stichwort wartet, um seinen eigenen Gesprächsbeitrag – entweder gleich oder später – anzubringen. Die Regel ist inzwischen (so empfinde ich es), dass man selbst oder Andere einen unterbrechen, um etwas richtigzustellen, zu kritisieren, zu bewerten.
Ich ertappe mich manchmal selbst dabei, und möchte es in meinem eigenen Verhalten von Zuhören unbedingt ändern.

Doch Gespräche zum Austausch von Meinungen und unterschiedlicher Standpunkte sind enorm wichtig – in beruflichen wie privaten Beziehungen. Geteilte Freude kann schöner sein, wenn man jemandem etwas Schönes begeistert erzählt. Und wenn ich Sorgen oder Probleme habe, ist es wichtig, jemandem zum Zuhören zu haben.
Jeder kennt zum Glück auch Situationen, wo ein anderer tatsächlich zuhört, den Gesprächsfaden aufgreift und vertieft, sich wirklich interessiert für den anderen. Wie wohltuend, wie bereichernd für beide Seiten – und wie selten.
In Talkshows fällt immer wieder auf, dass viele Gäste gar nicht auf die Frage des Moderators antworten, sondern eine vorher zurechtgelegte Antwort loswerden wollen. Diese Theorie kann man auch auf die Politiker anwenden, die anscheinend ihren Wählern oder der Basis überhaupt nicht mehr zuhören. Selbst ihren eigenen Leuten in der Partei hören Spitzenpolitiker “da oben” nicht mehr zu, das wurde mir neulich von der Ortsverbandsvorsitzenden einer demokratischen Partei bestätigt.
Ich habe online ein wenig recherchiert und einiges an Erklärungen und guten Tipps gefunden, die ich gerne mit euch teilen möchte.
Vor allem habe ich diese Gedanken aber zusammengeschrieben, um auch mein eigenes Verhalten besser reflektieren zu können und daran zu arbeiten.
Warum ist Zuhören so schwierig?
Hierzu einige Überlegungen, was beim Zuhören alles berührt wird und welche Fähigkeiten es erfordert.
Im Gespräch begegnen wir der Welt des anderen, genauer gesagt, seinem Bild – seiner Landkarte – von der Welt, das er sich zu einem bestimmten Thema gemacht hat. Heute bewegen wir uns ja auch oft in Bubbles, irgendwelchen Blasen, die zum Teil sogar durch Algorithmen bestimmt werden.





Aber es geht bei diesem Event um so viel mehr, das stelle ich immer wieder fest. Das verbindende Hobby, der ungezwungene Austausch mit Frauen, die in diesem Zusammenhang genau so ticken, wie man selbst. In bequemen Klamotten und Schlappen, in entspannter Atmosphäre, kein Aufbrezeln nötig.
Besonders berührt hat mich eine kleine Geschichte am Rand: drei Mädels, die sich 2019 beim Crop Am Rhein kennengelernt hatten, sind seitdem in Verbindung geblieben und haben sich dann JEDE Woche virtuell zum Basteln getroffen! Und sich zum ersten Mal nach vier Jahren jetzt beim CAR wieder live gesehen. Sie haben eine Teilnehmerin, die zum ersten Mal beim Event war und die niemanden vorher kannte, sofort in ihre Mitte aufgenommen und es war eine solche Freude, die vier an ihrem gemeinsamen Basteltisch zu erleben. Da geht mir das Herz auf. Begegnungen wie diese und die positiven Schwingungen während des Wochenendes machen den CAR für mich zu etwas ganz Besonderem, immer wieder.

Ich habe durch den Podcast viele Anregungen bekommen und habe ChatGPT mal kurz den Inhalt des Podcasts übersetzen lassen (deshalb hört sich der folgende Abschnitt vielleicht etwas hölzern an):
Eine der Frauen im Podcast hat seit 10 Jahren wöchentlich ein Selfie von sich gemacht, was für eine phantastische Dokumentation der eigenen Entwicklung, da bin ich fast neidisch.
Die zeigen natürlich nicht ausschließlich mich alleine, sondern sind alle mit der Frontkamera aufgenommen Bilder. Schätzungsweise 50% sind echte Selfies nur von mir.
