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Crop Am Rhein Event Scrapbooking Scrapbooking Layout Workshops

Ein Scrapbooking-Layout über Schuhe? Das geht, denn jeder Schuh hat eine Geschichte …

25. April 2017

Wie jetzt, ich soll meine Schuhe fotografieren? Und dazu auch noch einen Text schreiben?

Das Thema meines Workshops beim diesjährigen "Crop Am Rhein" Event stellte meine Gäste vor diese Fragen. Technischer Schwerpunkt beim Workshop war ein Doppellayout und ein Einzellayout in passender Hülle, dazu ein gestempelter langer Titel.

Einige Teilnehmer verwendeten thematisch andere Fotos, das geht ja immer, meine Vorgaben sind nur Anregungen.

Aber die meisten stellten sich der Herausforderung und waren mit dem Ergebnis dann doch sehr zufrieden. Die Instagram-User hatten damit die wenigsten Probleme, denn das #shoefie ist relativ oft bei Instagram zu sehen.

Mein Musterlayout seht ihr hier. Ich hätte bei der Zahl der Schuhe in meinem Haus aber auch ohne Probleme ein Mini Album füllen können und fand es nicht so einfach, mich für das Design des Layouts auf fünf Fotos zu beschränken.

Scrapbooking Doppellayout Barbara Haane American Crafts

Scrap Impulse Stempel

Scrap Impulse Stempel

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Im Workshopkit waren zwei Stempelsets für den Titel und die Akzente enthalten, zusätzlich habe ich meine neuen eigenen Stempel verwendet. Wie in jedem Jahr habe ich zum CAR exklusiv ein Stempelset entworfen, die Teilnehmer kamen als erste in den Genuss. Das Stempelset wird in Kürze auch in meinem Shop erhältlich sein, dazu gibt es dann noch zusätzliche Infos.

Für den Workshop habe ich übrigens in einsamer Heimarbeit insgesamt 320 Polaroid-Rahmen ausgestanzt, das sei nur am Rande erwähnt 😉

Zurück zur Geschichte, ich fand es super interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Teilnehmer das Thema interpretierten. Und das Stempeln eines langen Titels klappte besser als anfangs gedacht, es ist wirklich ganz einfach. Während des Workshops hab ich ein paar Beispiele fotografiert.

Herzhaft gelacht habe ich, als ich diesen Titel sah:

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Oder hier die internationale Variante:

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Und hier gibt es Tassen statt Schuhe, auch eine tolle Variante:

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Zu Beginn wurde mir öfter die Frage gestellt: was soll ich denn bloß über meine Schuhe schreiben? Ich weiss nicht, ob ich das kann …

Meine Antwort: was fällt dir denn ein, wenn du die Schuhe siehst? Sind sie bequem? Oder sind es Sitzschuhe? Wann oder wo hast du sie gekauft? Gab es einen Anlass? Musst du sie putzen? Wann trägst du sie? Wo waren sie schon? Spontankauf oder …? Und so weiter … Und dann schreib einfach drauf los, aus dem Bauch, mit der Schreibmaschine oder dem Stift.

Und angefangen von Arbeitsstiefeln einer Landfrau,  über Ballschuhe und Joggingschuhe, Badeschlappen oder Chucks in etlichen Varianten, es war alles vertreten auf den Layouts. Ganz wunderbar und was für eine nette Erinnerung an unsere Schuhe, die uns über einige Zeit unseres Lebens begleitet haben.

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Unser Sponsor mt masking tape hatte uns (zusätzlich zu Masking Tapes für die Goodie Bags) eine Menge Testmuster für die Workshops zur Verfügung gestellt. Die kamen zum Teil auf dem zweiten Layout des Workshops zum Einsatz.

mt masking tape CAR 2017

Ein schnelles Layout für zwei Fotos, eins hoch-eins quer, hat man ja oft von einem Motiv.

Scrapbooking Layout Flume Gorge Barbara Haane

Das war der erste von einigen Berichten zum Event, es werden im Laufe der Woche noch mehrere werden.

Inzwischen habe ich mich etwas vom Vor-CAR-Stress, von den vielen Eindrücken und vielen Stunden auf den Beinen erholt, meinen ersten Arbeitstag schon wieder hinter mich gebracht und werde mich jetzt an die Kistenberge machen, die direkt vom Auto ins Wohnzimmer gewandert sind.

Nur soviel schon mal:

ES WAR EIN MEGA-WOCHENENDE!

Grandios, fabulös, großartig, ich kann es gar nicht beschreiben !!!!

Ich lasse euch noch ohne weitere Worte einen kleinen Vorgeschmack auf die nächsten Berichte.

Polaroid Snaptouch Selfie

Alles Liebe

Barbara 

 

Basteln DIY Home Deco Mixed Media Projects Scrapbooking Shopping

Creativeworld 2017, was gibt es Neues?

29. Januar 2017

Die Creativeworld in Frankfurt ist die wichtigste Business- und Orderplattform für den kreativen Hobby- und Bastelmarkt sowie den Markt um textiles und künstlerisches Gestalten. Sie findet eine Woche nach der gleichartigen Messe (früher CHA) Creativation in den USA statt.

Was für ein Stress für die Aussteller und Hersteller, die dort ihre Produkte für Einkäufer zeigen. Dienstags die Messestände in Phoenix, Arizona abbauen, alles verpacken, über den Teich fliegen und Freitags in Frankfurt alles wieder aufbauen, Respekt!

Für uns ist die Creativeworld immer spannend. Wir sehen die Produkte zwar einige Tage früher auf Webseiten oder in You Tube Videos der Messe in den USA. Wie oft habe ich schon gedacht: och nö, das sieht ja nicht so aus, als müsste man es haben. Oder: nix wirklich Neues.

Aber wenn ich die Produkte dann live sehe und anfassen kann, und Beispiele entdecke, die die in house Designer schon damit gezaubert haben, dann gefällt mir doch vieles.

Ich war also gestern mit meinem Team, d.h. den Freundinnen, die mich bei Workshops und beim CAR unterstützen, um acht mit dem Auto auf dem Weg nach Frankfurt. Stau kurz vor Wiesbaden, so ein Ärger! Das hatte zur Folge, das der Tag recht stressig war, da wir nur bis Messeschluss um sechs Zeit hatten, die zwei großen Ausstellungshallen systematisch einmal abzuarbeiten.

Einige Termine mit Sponsoren und Lieferanten musste ich wahrnehmen, und zwischendurch Fotos und Videos für Instastories machen, puhhh…

Irgendwie hatte ich auch den Eindruck, dass die Stände relativ leer waren, was eventuell der vorangegangenen Messe in den USA geschuldet ist. Mein Ansprechpartner bei American Crafts erzählte mir, dass sie einen Großteil der neuen Produkte zurzeit nur einmal als Muster vorliegen haben, da die Produktion noch läuft. Also haben sie fast das komplette Produktsortiment in ihren Koffern mitgeschleppt. Aber das nur am Rande.

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Wo fang ich denn  an? 

Beginnen wir mal mit einem Hersteller, den ich bisher nicht so auf dem Schirm hatte, Deco Art. Am Stand wurde u.a. das neue Mixed Media Programm gezeigt und die Beispiele, die Andy Skinner vorbereitet hatte und die Techniken, die er demonstrierte, fand ich superklasse. Ich steh ja total auf Mixed Media, weil die Ergebnisse immer wieder anders aussehen. Andy hat auf seinem You Tube Kanal viele How To Videos, Anschauen lohnt sich!

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Wie gewohnt sehr farbenfroh präsentierte sich der Stand von Carabelle Studio, einem Stempelhersteller aus Frankreich. Leider hingen die Layouts, die ich fotografieren wollte, sehr hoch, ich wollte aber nicht extra um eine Leiter für gute Fotos bitten, haha.
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Und ich habe meinen Stempel für die Weihnachtskarte 2017 entdeckt 😉
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Leider hatten auch viele der neuen Produkte von Ranger den Weg nicht nach Frankfurt gefunden, so blieb nur der Blick auf die neuen Stempelfarben auf diesem Probesheet, ich bin gespannt, wie sie sich in der Praxis verarbeiten lassen.

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Ein Highlight war der Stand von Hero Arts, einer der wenigen Hersteller, die es als Traditionsunternehmen geschafft haben, sich über viele viele Jahre am Markt zu halten. Denn viele Hersteller und Marken, die wir "alten Hasen" im Laufe unserer Bastelhistorie kennengelernt haben, gibt es inzwischen nicht mehr.

Für dem Messestand hatte Kathleen einige wunderbare Layouts als Beispiele angefertigt.

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 Sind diese Sukkulentenstempel nicht entzückend? Dazu gibt es auch die passenden Stanzformen. Stempel lassen sich nicht nur für Karten, sondern auch für Scrapbooking-Layouts verwenden, da lohnt sich die Anschaffung erst recht.

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Ein relativ neuer Hersteller auf dem Markt ist Pinkfresh Studio. Die Qualität der Papiere und der dimensionalen Puffy Stickers fand ich sehr gut und ich habe direkt für die nächsten Workshops einiges bestellt;-)

Vor lauter Gequatsche, der Bestellung und dem Hin- und Her zwischen Video für Instastories und Fotos habe ich nicht ein einziges Bild am Stand gemacht, das ärgert mich jetzt. Deshalb hab ich schnell mein Handyvideo bei You Tube hochgeladen, ungeschnitten und künstlerisch nicht besonders wertvoll, aber so bekommt ihr eventuell doch einen Eindruck der tollen und farbenfrohen modernen Produktlinie. 

So, weiter geht's. Einer der schönste Messestände war, wie im Vorjahr auch, der von Sizzix UK, vielleicht habt ihr das ja schon in meinen Instastories gesehen. Sizzis stellt haupsächlich Stanzformen her, mit denen man viel mehr als nur Papier stanzen kann. Bei diesen Blumenampeln zum Beispiel wurden aus Stoff ausgestanzte Motive vor dem Nähen aufgebügelt.

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Und ist diese Lampe nicht einfach Mega? Keiner am Stand konnte mir leider sagen, wie viele ausgestanzte und teilweise folierte Federn der Künstler hier verarbeitet hat. Auf jeden Fall muss es viele Stunden gedauert haben, die Federn aus Papier auf die schlichte Reispapierlampe zu kleben.

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Es gibt im Sortiment der Stanzformen jetzt auch Motive in holländischer und deutscher Sprache!

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Ich freu mich schon sehr darauf, als Designteam-Mitglied bei Sizzix mit den phantastischen neuen Motiven zu arbeiten, leider sind die Sachen erst nach der Messe verfügbar, das Team muss auch noch warten, pffff…. 

Selbstverständlich war ich auch am Stand meines Haupt-Lieferanten für Scrapbooking-Material, American Crafts. Im Stillen hatte ich gehofft, die neue Maschine Sew Happy ausprobieren zu können. Auch so eine Sache, wo ich erst dachte: was? Müssen sie von We R Memory Keepers jetzt auch noch 'ne spezielle Nähmaschine rausbringen? Ich hab doch eine, die ich nur für das Nähen von Papier und in Workshops verwende.

Aber dann.

Dann las ich zu meiner Verzückung, dass die neue Stich Happy Maschine zum einen eine speziell beschichtete Nadel hat, damit der Kleber nicht an der Nadel hängen bleibt. Das Problem kennt ihr, oder? Näht man durch mehrere Schichten bereits verklebtes Papier, setzt sich der Kleber unweigerlich an der Nadel fest und der Faden reisst ständig, das nervt!

Und dann kann man mit der Maschine auch Bakers Twine nähen! Nähen mit Bäckergarn eröffnet ja ganz neue Möglichkeiten, nicht wahr? 

Leider hat die Firma bis jetzt erst ein Modell zur Probe gehabt, das wurde auf der Messe in Phoenix eingesetzt und hat selbstverständlich US-Voltspannung. Also, war leider nix mit Ausprobieren auf der Creativeworld in Frankfurt. Deshalb hier und heute nur ein Katalogfoto und ein Video des Herstellers.

Die EU-Variante soll im Juni auf dem Markt kommen, ich habe schon eine bestellt und bin sehr gespannt 😉

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Da ich am Stand verhandelt, bestellt und Small Talk (wie wird sich die neue Handesspolitik von Agent Orange auf unsere Preise bemerkbar machen? Horror…) gemacht habe, sind die Fotos zu kurz gekommen. Die neuen Stempel aus Heidi Swapp's Serie Magnolia sind jedenfalls für Workshop-Kits in meinen Warenkorb gewandert.

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Wunderschön schlicht und gradlinig finde ich auch  die Serie "Simple Life" von Jen Hadfield.

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Total entzückend ist auch die neue Serie von Shimelle "Little by Little", hab ich für Workshops bestellt. Die Laser Square Bastelmatte ist bereits bei mir eingetroffen , ich bin aber noch nicht zum Testen gekommen, mehr dazu bald hier auf dem Blog! Die kleine Lightbox von Heidi Swapp ist sehr niedlich, und die Photo Lights von We R Memory Keepers hab ich auch schon, der Hammer, dazu auch bald Fotos.

Ob sich die Sache mit den Globen verkaufen wird, hmmm, ich weiß nicht. 

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Was gab es sonst noch?

Seife. Unter dem Motto Daily Soap hatte die Firma Rayher eine große Ecke ihres Messestandes mit Zubehör für DIY-Seife in verschiedensten Formen, Farben und Düften aufgebaut. Hochwertige vegane Zutaten gegossen, geknetet, gerollt oder als Badesalz verarbeitet, dieser Trend gefällt mir gut.

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Das war ein kleiner Eindruck von meinen Favoriten. Klar, dass wir uns noch an vielen anderen Ständen umgeschaut haben. Auffällig viele Stifte gab es, was für eine Auswahl! Der Trend Brush Lettering und Kalligrafie zeigte sich ganz deutlich, bei Tombow und Sakura haben wir das neuste dazu ausprobiert. Wenn man aber mit Sponsoren verhandelt, kann man nicht ständig die Kamera vor der Nase haben. Auf jeden Fall werden die Gäste beim diesjährigen  Event Crop Am Rhein sich freuen!

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In diesem Sinne, seid kreativ! 

Alles Liebe

Barbara

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Paperworld und Creativeworld 2016

1. Februar 2016

Der Januar ist der Monat der Messen für Design. Für Trends des kommenden Jahres bei Möbeln, Lifestyle, Gestaltung usw., eine Messe nach der anderen.

Die maßgeblichen Messen für Händler und Verkäufer weltweit im Bereich Papier, Basteln und kreatives Gestalten sind die CHA in den USA und die Paperworld in Frankfurt.

Gestern, am zweiten Messetag, war ich mit zwei Freundinnen wieder mal da, ich glaube zum sechsten Mal. Das Messegelände in Frankfurt ist riesig, und diese Messe ist eine Kombination aus Paperworld, Christmasworld und Creativeworld in 11 Messehallen.

Schafft man nicht an einem Tag, klar. Wir haben uns deshalb auf die Creativeworld beschränkt, die im Bereich kreatives Gestalten die größte Auswahl an Herstellern und Großhändlern bietet. Die Paperworld ist größtenteil mit Waren für den Schul- und Officebereich ausgestaltet.

Und die Christmasworld, na ja, wenn man als Endverbraucher gerade seinen Weihnachtskrempel zuhause weggeräumt hat und dann (das weiß ich noch vom letzten Jahr) erschlagen vor der Masse an Weihnachtsbäumen und Weihnachtsdeko steht, das ist totale Reizüberflutung. Ausserdem bestanden die meisten Aussteller der Christmasworld leider in diesem Jahr auf striktem Fotografierverbot. Ohne Fotos war deshalb für mich der Besuch der drei Hallen dieses Messebereichs nicht interessant. Schade, irgendwie, aber so isses.

Wir trafen uns morgens als kleine Runde Blogger auf Einladung der Messe Frankfurt im Pressezentrum. Ich war (dachte ich!) gut vorbereitet. Handy aufgeladen, Kamera mit zwei Ersatzakkus, Visitenkarten, Dokumente, alles dabei. Nur, das stellte sich erst auf der Autobahn zwischen Limburg und dem Taunus heraus, hatte ich die WiFi-Speicherkarte der großen Kamera im Computer stecken gelassen. Mist!

Erstaunlicherweise und zu meiner großen Freude gab es an der nächsten Autobahntankstelle normale SD-Karten, der Tag war gerettet. Die Kamera meines alten 5er iPhones lässt nämlich zu wünschen übrig.

Bis auf eine kurze Mittagspause mit Paige Taylor-Evans war ich acht Stunden primär auf zwei Ebenen der Messehalle 4 unterwegs. Füße platt, fast ununterbrochen mit Ausstellern und potentiellen Sponsoren und Kooperationspartnern geredet, größtenteils in Englisch. Fotos mit der Kamera gemacht, bis mir einfiel, dass ich die (siehe oben) nicht auf Instagram oder Facebook posten konnte. Also nochmal zusätzliche Fotos mit dem Handy gemacht, puhhh.

Ich habe (weil so viele Leute getroffen!) in diesem Jahr mehr geredet und geschaut als fotografiert. Deshalb geht es jetzt hauptsächlich um meine Favoriten, die ich euch zeigen möchte.

Der schönste und am liebevollsten gestylte Messestand war meiner Meinung nach der von Sizzix. Das Design-Team, zu dem zum u.A. Annika Flebbe und Stephanie Schütze gehören, hat phantastische Arbeit geleistet!

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Die Firma stellt Stanzen und Prägefolder her, die vermehrt nicht nur für Papier, sondern auch für Stoff eingesetzt werden. 

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Der universellen Alleskönner Big Shot (das ist DIE Stanzmaschine, mit der aus Stoff, Papier usw. mit den Stanzschablonen die Zuschnitte gemacht werden) hat eine praktische seitliche Ablage bekommen, so finden sich die Platten und weiteres Zubehör bequem griffbereit direkt an der Maschine, gefällt mir!

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Damit lassen sich zum Beispiel aus Papier die Grundformen für solche entzückenden Häuser ausstanzen. Eine schöne Deko, die man für jede Jahreszeit individuell anfertigen kann. Ich könnte mir diese Häuser zurzeit mit etwas Moos oder dann mit einem Osternest sehr schön unter einer meiner Glasglocken vorstellen, hachz! Und erst zu Weihnachten…

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Die Stanzen sind, wie diese Must Haves hier unten von Sizzix Designer Tim Holtz.

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Mein Begleit-Team brauchte 'ne Pause, dieser Raum am Sizzix-Stand lud dazu ein! Die Mädels schleppten meine Kataloge, ich schleppte die Kamera.

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Den Preis für das innovativste Produkt 2016 wurde auf der Creativeworld für dieses Material vergeben, Korkstoff.

Die Fotos sind am Stand von Rayher entstanden. Eine große Anzahl von Beispielen zeigt, wie super sich der Korkstoff vernähen lässt.

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Im Bastelbereich gibt es selbstklebenden Kork, den man auch wunderbar ausstanzen kann, schon länger. Aber als Stoff zum Nähen? Klasse!

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Meine persönliche Neuentdeckung der Messe ist das Start Up ALTENEW aus New York. Im Gespräch mit Firmengründerin Tasnim Ahmed fragte ich natürlich auch nach dem interessanten Namen des Familienunternehmens. Die Mischung von Alt in Deutsch und New in Englisch beinhaltet die Firmenphilosophie. Alte Designs, zum Beispiel indische, arabische und japanische, kombiniert zu klassischen und modernen Mustern.

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Die Blumenstempel bestehen aus mehreren Einzelteilen, die übereinander gestempelt werden. Das Prinzip ist zwischenzeitlich von anderen Herstellern aufgegriffen worden. So ergeben sich diese wunderbaren dimensionalen Stempelabdrücke. Und ist ganz einfach, ich habe es selber probiert, an diesem Beispiel in blau. Die Stempelkissen sind wasserlöslich und haben einen leichten Aquarelleffekt, sind aber trotzdem nicht verschwommen. Deshalb der Name" crisp ink".

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Tasnim entwirft Stempel mit sehr unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten. Diese Cityscape Stempel zum Beispiel lassen sich nicht nur für Reisethemen einsetzen, sondern, wie der dritte Stempel von links mit der Londoner Westminster Abbey, auch für Trauerkarten oder Hochzeitskarten oder andere Gelegenheiten, die kirchliches Thema haben. Gefällt mir!

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Das Thema mit den Mondbildern oder die Flasche, alles lässt sich sehr vielseitig nutzen. Leider lassen sich bei den spiegelnden Fotos nicht alle Details erkennen. Schaut unbedingt auf dem Altenew-Blog vorbei, dort gibt es so schöne Beispiele mit guten Fotos.

DSC03453Unterschiedliche Weltreligionen sind ja nun auch hierzulande immer mehr ein Thema. Stempel für christliche, muslimische, jüdische und indische Feste, alles ist möglich. Multi-Kulti-Stempel, sozusagen.

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Ich hoffe, dass ALTENEW einen größeren Vertriebspartner in Deutschland findet! Bis dahin werde ich gleich mal eine Direkt-Bestellung tätigen 😉

Was ist uns noch aufgefallen?

Schöne Dinge für den Alltag zum Beispiel diese Klammern in Holzoptik, dazu passende Cutter. Gesehen bei einem Hersteller aus Fernost.

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Drucken mit der Gelli Plate. Eine vielseitige Technik, die sich auch gut mit Stempeln umsetzen lässt. Das werde ich demnächst probieren und falls möglich auch im Workshop einsetzen. 

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Kennt ihr das schon? Vom bekannten Masking Tape Hersteller MT gibt es MT Wrap, zum Beispiel zum schnellen Verpacken. Man reisst ein Stück von der Rolle faltet es und drückt es an den selbstklebenden Außenrändern zusammen. Fertig! Find ich gut.

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Zum ersten Mal war der Hersteller für Stempel und neuerdings auch Stanzformen, HERO ARTS, auf der Messe vertreten. Ich denke, jeder Stempler und Scrapbooker kennt die Firma, schön, dass es sie immer noch gibt und dass sie den europäischen Markt im Blick haben.

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Die Viecher auf dem HERO ARTS Stempel "Hipster Animals"rechts sind ja wohl oberwitzig. Der Stempel wandert in meinen Korb!

Eindeutig auf weibliche Konsumenten ausgerichtet sind diese neuen Produkte von Tonic Gold UK. Diese Fläschchen mit Glitzer in Pulverform könnten auch in der Beautyabteilung stehen. 

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Und die passenden Glitterdrops. Der Inhalt lässt sich (ähnlich wie Stickles von Ranger) zur Dekoration verwenden, flacht aber beim Trocknen schöner ab. So lassen sich zum Beispiel die beliebten Enamel Dots selber herstellen. 

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Für die Mixed Media Fraktion ist das Embellishment Mousse interessant. Ähnlich wie z.B. mit Texture Paste von Ranger oder Heidi Swapp lassen sich durch die metallisch schimmernden Paste mit Stencils (Schablonen) oder einfach aufgespachtelt tolle Effekte schaffen.

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Am längsten habe ich mich am Stand von American Crafts / We R Memory Keepers aufgehalten. Zum Einen wegen der liebenswerten Paige Taylor-Evans, die bereits zweimal als Referentin für Workshops zum Crop Am Rhein bei mir zu Gast war und jetzt ihre erste Kollektion für Pink Paislee vorstellte. Leider kommen die Farben und überhaupt alles auf den Fotos nicht optimal zur Geltung. Das Fotografieren mit künstlichen Licht, dazu alles in den spiegelnden Verpackungen, und einen Moment erwischen, wo kein Kunde davor steht, nicht einfach.

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Das Besondere an den Klebebuchstaben, den Thickers, die passend zuPapierserien entworfen werden, ist in der Kollektion von Paige, dass drei Bögen in der Packung sind. Zwei Bögen mit Buchstaben und ein Bogen mit Zahlen, gefällt mir.

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Und Paige ist happy, wie man sieht! Sie hatte einige Layouts dabei. Uns fiel wieder einmal auf, wie viel schöner diese Kunstwerke in Wirklichkeit, also in echt aussehen. Das kommt auf Produktfotos oder z.B.auf dem Blog von Paige nie so schön rüber wie in der Realität.

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Seid ihr auch im Planner-Fieber?

Bisher habe ich mich nicht anstecken lassen und widerstanden. Nicht noch was anfangen. Ich hab meinen Moleskin-Kalender und Project Life.

Dann holte gestern Paige ihren Planner aus der Tasche. Sie sagt, hoher Suchtfaktor! Himmel, sah das gut aus!

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Ganz heiß bin ich ja auf die neuen Möglichkeiten, die sich für die Verwendung der MINC bieten. Bisher konnte man mit dem Gerät Laserdrucke in Metallicfarben folieren. Neu sind ein Stift, ein Spray, eine Farbe und Screenprint Farbe, die auf die Wärme reagieren. So lassen sich wieder neue Effekte erzielen, egal ob auf Karten, im Mixed Media oder Verpackungs -Bereich oder für's Scrapbooking.

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Das W-Lan der Messe war leider zu schwach für ein Periscope, das war ärgerlich. Ich filmte statt dessen Paige mit der Video-Funktion des Handys, während sie das Screen Printing Verfahren mit der MINC zeigt. Mittendrin rief aber ständig jemand bei mir an, und das Video stoppte jedes Mal, arrgghhh! Ein kleines Filmchen könnt ihr aber trotzdem auf der Scrap-Impulse Facebookseite sehen.

So sieht es aus, das Ergebnis. Die Art Screen Ink wird durch eine Schablone zum Siebdruck gestrichen, gut trocknen lassen, und ab damit durch die MINC. Ein toller dimensionaler Effekt, den man so mit dem bisherigen Laserdruck-Verfahren nicht erzielen kann.

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Glänzendes fotografiert, wieder mal mit mittelmäßigem Foto-Ergebnis. Es sieht in der Realität megaklasse aus. Von links wurde verwendet: Farbe, Spray, Farbe, Stift.

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Von Heidi Swapp gibt es dazu neue Stencils, Schablonen und Art Screens für diese und andere Techniken. Wunderbare Möglichkeiten!

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Was man (also ich) sonst noch braucht: Gold. Goldene Schere, , yesss! Und wenn ich nicht schon zwei Tackerzangen hätte, den passenden goldenen Tacker.

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Ruler Studio von We R Memory Keepers. Nnnnnnnein. Sieht nett aus, muss man nicht kaufen.

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Jaaaa! Die Buchstaben von Jen Hatfield, zu weißem Papier mit ein wenig Aquarellfarben. Gekauft.

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Und das Stapleboard vom We R Memory Keepers. Ich kann es kaum erwarten!

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Man kennt das Problem der kurzen Tacker. Ich tackere gerne und viel beim Scrapbooking, beim Verpacken und so weiter. Mit handelsüblichen Tackern kann man ja nur max. 7-8 cm vom Rand weg tackern.

Das Stapleboard funktioniert nach dem Prinzip der All-Over-The-Page Stanzer. Unter die Stelle, an der getackert werden soll, kommt die weiße Magnetplatte. Darauf, oben auf das Papier der Rahmen, klick.

Dahinein legt man der Tacker in der gewünschten Größe. S für Miniklammern, M für normalgroße Klammern, und L für übergroße Klammern

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Hier sieht man die größte Klammer, darüber die kleinste. Die Tackerklammern gibt es auch farbig.

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Ausprobiert habe ich auch das neue Alphabet Punch Board von We R Memory Keepers.

Einfach zu bedienen, es lassen sich große Buchstaben, z.B. für Buchstabengirlanden und Banner herstellen. Nicht schlecht. Allerdings muss man einen Stanzer, der die kleinen Schlitze und Verbindungsstücke stanzt, extra kaufen. Nun ja.

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Zum Schluss noch ein paar Schnappschüsse von zwischendurch, oder auch Kuriositäten.

Leider gab es in diesem Jahr ausser der Demo von Paige am Stand von American Crafts für mich keine wirklich interessanten Vorführungen neuer Produkte. Es gab sie vereinzelt, für Anfänger und Einkäufer wichtig. Aber der Knaller, so wie in den vergangenen Jahren die Vorführungen von Stardesigner Tim Holtz, war nicht dabei.

Hier zeigt für Ranger Dyan Ravely ihre Produkte. Farbenfroh, wie immer, mit Puschen an den Füßen. Aber die waren wenigstens von UGG 😉

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Bei der Sache mit den abwesenden High Class Demonstratoren spielen für die Hersteller und Großhändler sicher auch Kosten eine Rolle, eine leichte Rezession im Verkauf mag auch Ursache sein. Der für Europa ungünstige Dollar-Wechselkurs ein weiterer. Die europäischen Groß-und Einzelhändler ächzen unter gestiegenen Frachtkosten und dem fast 1:1 Umrechnungskurs. Das treibt leider die Preise für Produkte von US-Herstellern noch weiter in die Höhe.

Zudem bestellen vermehrt die Endverbraucher, in der irrigen Annahme, es wäre günstiger, direkt in den USA. Eine Milchmädchenrechnung. Mit Versand und Zoll sowie Einfuhr-Umsatzsteuer hat man im Endeffekt oft nix gespart, sondern schwächt den deutschen Handel. Und dadurch die deutsche Wirtschaft und so weiter, ich kann es nicht oft genug sagen. Selbstverständlich bestelle ich auch mal was in den USA, siehe weiter oben. Aber nur, wenn es das Produkt nicht bei einem deutschen Händler gibt, das ist das Kriterium.

Das war mal eben kurz das Wort zum Sonntag 😉

Bei Tombow war man sehr clever und hat die bezaubernde Tanja Capell, a.k.a. Frau Hölle verpflichtet. Sie ist der deutsche Shootingstar des Brush Lettering, ihre Periscope Videos haben in den letzten Wochen die Nation zum Stift greifen lassen. Wir kennen uns noch kurz aus ihren Kölner Blogger-Zeiten.

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Guter Kleber ist gerade für's Scrapbooking extrem wichtig. Die Layouts und Fotoalben sollen sich weder wellen, noch nach zwei Jahren auseinanderfallen. Bei Billigkleber passiert das zwangsläufig. Wir bekamen Testmuster vom neuen Tombow Kleberoller und Klebestift. Ich werde beides testen und berichten! Ein Blogbeitrag über unterschiedliche Klebemittel und die Verwendung war sowieso mal fällig hier, ich werde zu diesem Thema so oft gefragt.

Und ich habe meinen Namen als Unikat von Frau Hölle. Der schönen Spruch, den sie auch noch für mich geschrieben hat, ist irgendwo noch im großen Berg der Messekataloge. Der wird gerahmt!

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Marquee Letters und Lightboxen sah man auch bei vielen Ausstellern. Dieses Exemplar in Metall gefällt mir persönlich besser als die Heidi Swapp Letters.

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Unverständlich blieb mir wieder mal, warum deutsche Hersteller keine Produkte in deutscher Sprache herstellen!

So wie hier beim deutschen Hersteller Rico. Als gäbe es nicht schon an die hundert verschiedene Datumsstempel in englischer Sprache! Da hat der Weltmarkt drauf gewartet, auf das Ding. Und deutsche Kunden sollen zwangsläufig ihre handgemachten Sachen oder Geschenke in Englisch bestempeln? Schade, sehr schade finde ich das.

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Das waren meine Eindrücke vom Messebesuch gestern. Das Blöde ist ja immer, dass so viele Gelüste geweckt werden und es dann manchmal noch Wochen dauern kann, bis die tollen Sachen in den Geschäften zu kaufen sein werden!

Auf jeden Fall werdet ihr das eine oder andere Produkt demnächst verarbeitet oder in Aktion hier auf dem Blog entdecken 😉

Alles Liebe

Barbara

 

 

Dezember-Tagebuch Give Away Scrapbooking Weihnachten

Dezembertagebuch Tag 4 und 5 und ein Download mit Ideen und Anregungen

6. Dezember 2015

You are my sunshine, you make me happy!

Ja ihr, genau!

Ich konnte ein paar neue Dezember-Tagebuch Fans gewinnen. In den letzten Tagen habe ich dementsprechende Kommentare und Mails bekommen und auch im Freundeskreis sagte der eine oder andere: du hast mich angesteckt!

Es lohnt sich, ganz ehrlich, wenn ich meine sechs Dezembertagebücher durchstöbere, dann hüpft mein Herz. So intensive Erinnerungen, so viele Details. Und die Veränderung von Jahr zu Jahr, ganz wunderbar, wenn man das in die Hand nehmen und drin blättern kann.

Als kleine Inspirationsquelle am Nikolaustag habe ich noch etwas für euch. Meine Liste mit Ideen habe ich noch etwas erweitert und ihr könnt euch als PDF meine Dezembertagebuch-Ideen 2015 herunterladen. Vielleicht auch ausdrucken und an die Pinnwand hängen;-)

Und jetzt schlicht und einfach meine Seiten vom 4. und 5. Dezember, ich habe an den Tagen nur rumgewurschtelt und gearbeitet, und deshalb meine adventliche Dekoration im und am Haus  fotografiert. Aus dem Grund habe ich für den 5. Dezember auch keine Doppelseite gemacht.

December Daily 2015 Dezembertagebuch 6x12"

Dezembertagebuch Tag 5

Für mich ist das Rezept inzwischen: just do it! Nich lange rumtüddeln und Zeugs suchen. Fotos ausdrucken (ich drucke immer noch mit dem Canon Pixma MG 7150), Text schreiben, am PC, mit der Schreibmaschine oder von Hand, rein in die Hüllen, fertig. Ein paar Kleinigkeiten hier oder da, die ich aber schon bereit in den GODMORGON Kisten habe.

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Das war das.

Ihr schaut sicher auch nicht deshalb heute vorbei, oder? 

Ein wenig traurig bin ich schon, dass ich jetzt nur eine Kiste verschenken kann. Aber es gibt ja noch drei andere Give Aways im Dezember.

Vorher noch ganz ganz herzlichen Dank für unfassbare 171 Kommentare plus diverse Likes und Shares !

Die Gewinnerin der Scrap-Pakets ist Jana "JS.punkt" !!

Jana "JS.punkt" schrieb…

Was für eine liebe Idee von Dir!! Und so wunderschöne Sachen. Vielen lieben Dank, da hüpfe ich gerne in den Lostopf und teile auch gerne bei FB und Instagram!
Liebe Grüße
Jana

 
Und denkt dran, beim großartigen caseable Give Away könnt ihr noch bis Montagabend mitmachen 😉 Während meines Urlaubs startet ausserdem das Klartext Weihnachtsstempel Give Away. 
 
So, ich bin weg, 5 Kilo Kartoffeln schälen, der Nikolaus kommt sich heute abend Reibekuchen abholen.
 
Alles Liebe und einen schönen Abend!
 
Barbara
Reisen Scrapbooking Scrapbooking Layout Unterhaltsames Workshops

Entreartistes in Montpellier, die Reise, das Scrapbooking Event und warum ich nur die Hälfte

13. Oktober 2015

… der Projekte geschafft habe, wollte ich schreiben. Aber dann wäre die Überschrift zu lang geworden.

Wer mir auf Instagram und Facebook folgt kennt ansatzweise schon das Drama (na ja, verhältnismäßig, aber es fühlte sich so an) meiner Reise nach Südfrankreich am ersten Oktoberwochenende.

Bereits Anfang des Jahres hatte ich mir, relativ spontan zusammen mit Dani, einen Platz bei diesem Scrapbooking Event in der Nähe von Montpellier gesichert. Das passende Drumherum fand sich bei Expedia, denn Hotel, Anreise und Verpflegung mussten selbst organisiert werden. Veranstaltet wurde das Ganze (leider zum letzten Mal, wie sich später herausstellte) von Celine Navarro und ihrer Freundin Karine Cazenave-Tapie. Celine ist Besuchern des CAR 2013 als Referentin noch in sehr guter Erinnerung, ihre Workshops sind immer eine Reise wert. Und dann war als special guest Ali Edwards angekündigt, wer kann da schon nein sagen? Das Ganze einigermaßen bezahlbar und in Europa, zack, gebucht.

Zeitsprung zum 2. Oktober zur Anreise nach Montpellier, Dani flog von Hamburg über Paris, mein Flug war von Düsseldorf über Amsterdam geplant, morgens um 11, Freitags, das Event fand Samstag und Sonntag statt.

Am Gate in Düsseldorf gab es keine guten Nachrichten, Nebel in Amsterdam, der Flieger, der mich von Düsseldorf nach Amsterdam bringen sollte, stand dort noch am Boden. Fast drei Stunden später landete ich endlich bei strahlendem Sonnenschein in Amsterdam, alle wunderten sich, weg war der Nebel. Und mein Flieger nach Montpellier auch, er verliess Gate 21 genau zu der Minute, als ich an Gate 30 mit dem Flieger ankam.

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" Please go to Transfer Desk T 2, Mrs Haane". Danke sehr. Eine Viertelstunde zu Fuß später (Gott sein Dank nur mit Handtasche, ich hatte wegen der für die Workshops mitzubringenden Farben und Schneidewerkzeuge den Koffer aufgegeben) fand ich mich in einer Warteschlange. Da den ganzen Vormittag Flüge ausgefallen waren und Amsterdam ein gigantischer Hub, also ein Knotenpunkt für internationale Flugverbindungen ist, hatten hunderte Leute ähnliche Probleme wie ich. Vor mir ca. 80 Leute, hinter mir dann sehr schnell ca. 50. Vor mir in der Schlange eine Gruppe Mexikaner, hinter mir eine russische Großfamilie. Nach einigen Minuten bekam ich eine SMS von KLM auf's Handy, sorry für die Unannehmlichkeiten, sie sind auf den Flug nach Montpellier am nächsten Nachmittag gebucht, Mrs Haane. Bitte was? Bye bye Ali, dachte ich nur, das war's.

Nach einer Stunde war ich ungefähr zwei Meter weitergerückt, Mitarbeiter der KLM verteilten Wasser und Energieriegel, immerhin. Ich war genervt und konnte nix machen.

Zum Glück gibt es freies wifi am Flughafen Schipol, ich hatte nur mein Handy zur Kommunikation und Unterhaltung parat. Einer vorbeilaufenden Mitarbeiterin konnte ich immerhin die Information entlocken, dass an diesem Tag kein Flug nach Montpellier mehr rausging. Akku leer, mobiler Akku voll, Gott sei Dank. Mein Sohn hatte mir zwischenzeitlich eine Flugverbindung am Abend rausgesucht, abends nach London-Gatwick, am nächsten Morgen von dort nach Montpellier. Schlafen? Mama, da gibt es 24-Std. McDonalds am Flughafen, stell dir den Timer am Handy, Handy in die Hosentasche und leg dich da irgendwo hin. So sind sie, die Kids. Aber ich nicht, ha ha, der Gedanke alleine, ich könnte dann dort festhängen, oh je. Und der Flug mit Easy Jet hätte knapp 200 Euro gekostet. Ich mag diese Airline auch nicht sonderlich.

"Soll ich das für dich buchen, Mama? Du verpasst doch sonst Ali Edwards!"

"Lieb von dir, ich bleib in der Schlange, vielleicht bucht KLM mich ja darauf um."

Zwischenzeitlich hatte ich ein Problem, durch zwei Flaschen Wasser verursacht. Ich kann euch sagen, steht ihr mal in einer Schlange, wo erbarmungslos geschoben wird, denn jeder kämpft darum, noch wegzukommen. Geh ich, ist der Platz weg, geh ich nicht, na ja, ihr wisst was ich meine …

Um die Sache abzukürzen, die Mexikaner waren dann ganz nett und haben mich wieder auf meinen Platz gelassen, pfffff…

Als noch ca. 20 Leute vor mir waren, drei Stunden später, erfuhr ich nebenbei, dass ich schon längst direkt eine Etage tiefer meinen Hotelgutschein für die Nacht in Amsterdam hätte holen können. Den Koffer natürlich nicht, der bleibt im Transit. Die Idee, ohne alles, nur mit Handtasche, eine Nacht bis zum nächsten Nachmittag in einem Flughafenhotel Amsterdam zu verbringen, auch nicht prickelnd.

Zwischendurch hatte ich mich per Whatsapp zwar prophylaktisch schon zum Abendessen in der Stadt mit einer Bloggerfreundin aus Köln verabredet, denn  zu dem Zeitpunkt fand in Amsterdam eine große Bloggerkonferenz statt. Überhaupt, das Mitgefühl und die Anteilnahme per Instagram und Facebook, Leute, das hat mir die stundenlange Warterei und das Hin- und Her sehr erleichtert, ich hatte so einen unsichtbaren Draht nach draussen, mental war es alles besser auszuhalten.

So kurz vor dem Transfer Desk angekommen fragt mich eine Mitarbeiterin nach meinem Anliegen. "Easy Jet? Umbuchen? Hmm, schwierig, da müssen sie in die nächste Wartezone, Moment, ich ziehe ihnen eine Nummer, 351, bitte sehr."

Ich gehe erleichtert um die Ecke, Menschentrauben, entsetzt sehe ich die aktuelle Nummer an einem der drei Schalter: 326. Na bravo.

Nah den Tränen, es war inzwischen 7 Uhr abends, stand ich dann irgendwann vor einer sehr netten Dame in knatschblauer Uniform.

"Bitte, ich muss aber morgen früh in Montpellier sein, nicht erst morgen abend, ich verpasse einen ganzen Tag, gibt es nicht doch noch irgendetwas? "

Umbuchen auf die ominöse Verbindung mit Easy Jet nach Gatwick fiel sofort aus, die Option war aus Zeitgründen auch inzwischen erledigt, die Dame schüttelte immer wieder nur den Kopf. Dann fand sie doch noch eine Verbindung, über Nantes, der Flug ging eine Stunde später, morgens um halb 7 dann von dort weiter nach Montpellier, das Hotel müsse ich aber selber zahlen.

Ja, bitte, buchen sie mich darauf um, das klappt dann schon!

"Aber der Koffer, ob der das schafft, aus dem Transit jetzt noch auf den Flug nach Nantes …"

Egal, sitz ich halt ohne Zahnbürste, Fotos und Werkzeug im Workshop, Hauptsache da!

Auf dem Weg zum Abfluggate nach Nantes hab ich mir bei Rituals noch schnell 'ne Mascara, eine Gesichtscreme und einen Reiniger gekauft. Parallel buchte mir mein Sohn zuhause am PC ein Billighotel am Flughafen von Nantes. Was für ein Chaos, im Rennen ihm meine Kreditkartendaten durchgegeben, zwischendurch riss das W-Lan immer ab, der mir für die Buchung zugesimste TAN wurde dann ungültig, ich stieg derweilen schon in den Bus auf's Vorfeld, Datenpass für's Ausland abgelaufen, nachgebucht, neue Tan per SMS auf der Flugzeugtreppe erhalten, nach Hause weitergeleitet und im Moment, als der Kapitän sagt, "cabin crew, prepare for take off " kommt die Buchungsnummer auf mein Handy. Handy brav ausgemacht, und ab im Dunkeln in Richtung Süden.

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Der Airport in Nantes ähnelt im Inneren einer Baubude, ein Kofferband, es kommen 5 Koffer, meiner nicht. Eine nette Dame von Air France will den Flughafen abschliessen und schüttelt nur den Kopf, sie telefoniert, ich sehe mich schon in der Unterwäsche im Automatenhotel schlafen. Ein Lächeln erhellt ihr Gesicht, der Koffer ist doch da, im Transit nach Montpellier für den nächsten Morgen. Ich bekomme ihn trotzdem und laufe über einen Schotterparkplatz zum Hotel, die B&B Leuchtwerbung des Hotels sehe ich dauernd, aber ein Fußweg ist nicht ausgeschildert. Angekommen finde ich nur ein Schild an der Tür "Reception fermé". Aha, geschlossen, niemand da, und jetzt? Alles auf französisch, am Automaten neben der Eingangstür zum Empfang muss ich meine Buchungsnummer vom Handy eingeben, bekomme auf dem Automaten eine Zimmernummer und einen Türöffnungscode angezeigt. Foto zur Sicherheit gemacht, und einmal um die Ecke finde ich Zimmer Nummer 5, der Türöffnungscode funktioniert zu meiner Verwunderung.

Es riecht leicht nach Rauch, etwas Schimmel an der Badezimmerdecke, aber das Bett ist sauber. Ich hab in den 5 Stunden Hotelaufenthalt keinen Menschen gesehen, bin im Dunkeln kurz vor Mitternacht in mein Zimmer und um halb 6 morgens im Dunkeln wieder raus und über den Schotterparkplatz wieder mit dem Koffer zum Flughafen gedackelt. Schon etwas unwirklich, ich habe erst googlen müssen wo ich eigentlich war, wo liegt denn  Nantes? Geschlafen hab ich vor lauter Angst, den Wecker am Handy nicht zu hören, fast auch nicht.

Als ich schliesslich morgens um 8 in Montpellier landete, holten mich Dani und Martina (die beide am Vorabend planmäßig gelandet waren) mit dem Mietwagen ab, Freude und Erleichterung!

Das Event selber fand in Mireval statt, dem Heimatort von Celine, etwas ausserhalb von Montpellier. Turnhallenatmosphäre irgendwie, es war wohl eine Art Gemeindehaus. Alles sehr einfach, schwarzer Kaffee, stilles Wasser, ein paar Croissants morgens.

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Aber grandiose Workshops, sehr nette und herzliche Gastgeber und die tolle Stimmung waren die Hauptsache. Back to basics, ohne Schischikrams, Wabenbälle und Ballons, rosa Herzchen und Candy Bar, einfach nur Scrapbooking pur, so geht es auch und darauf kommt es ja letztendlich auch an, da waren wir uns direkt einig.

Die Workshops liefen parallel in den zwei Hälften des Raums, samstags waren für uns verschiedene Workshops mit Celine und Karine dran.

Auf diesem Layout nach Vorlage von Karine wurden Stempel eingesetzt, und die Serie "Finders, Keepers" von American Crafts, Amy Tangerine. Da hatte ich noch passende Fotos, das sollte sich ändern.

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Die falschen Fotos, der falsche Kleber, nicht genügendes Werkzeug, per Flugzeug und deshalb mit begrenztem Gepäck in Workshops, das war eine echte Herausforderung für mich!

Mein Mittagessen, ich hatte bei fehlendem Tageslicht und zu wenig Sauerstoff im Raum echt Mühe, überhaupt etwas geschafft zu kriegen. Zudem Dani und Martina sehr konzentriert und zügig arbeiteten, ich hinkte immer hinterher, Stress, Workshop-Stress 😉 Ich habe seitdem übrigens wesentlich mehr Verständnis für die Teilnehmer meiner eigenen Workshops, wirklich Leute!

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Das Dorf Mireval ruhte schon im Nachsaisonschlaf, eine geöffnete Bäckerei, ein kleiner Supermarkt, mehr haben wir in der Mittagspause nicht gesehen. Mehr gab es auch glaube ich nicht zu sehen.

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Nachmittags der erste Workshop mit Celine, ihr Witz, ihre offene und liebenswerte Art und ihre Kreativität sind einfach klasse. Leider gibt es ihre tolle Zeitschrift in Zukunft nicht mehr, auch keine Firma Entreartistes und sie macht bald auch eine Babypause.

Sie hatte das große Pech, dass ihr Workshop-Material beim Zoll hängenblieb und wieder zurück zum Hersteller die USA geschickt wurde. So musste sie aus dem Inhalt der Goodie Bags drei  Tage vor dem Event einen neuen Mini Book Workshop "stricken". Trotz ihres Zustands, hochschwanger und mit Ali und Aaron als Hausgästen hat sie ein süßes kleines Album gezaubert. Thema Winter, da hatte ich auch wieder keine Fotos dabei, wen wundert's, denn die Winterfotos verbrate ich meistens schon im Dezember-Tagebuch.

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Der Layout-Workshop von Celine war dann mehr Mixed Media orientiert, ich habe wieder mal gemerkt, wieviel Spaß das Arbeiten (manche nennen es auch Matschi Patschi *grins*) mit Gesso, Schablonen und Farben macht!

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Die Details sieht man erst beim genauen Hinschauen und Fühlen.

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Auf der anderen Seite des Raums war der Workshop mit Ali Edwards im Gange, dazu die unvermeidlichen Fotosessions. Ali war in Begleitung ihres Lebensgefährten Aaron. An diesem Wochenende hat ihr erster Mann und Vater ihrer Kinder wieder geheiratet, erzählte sie, deshalb war sie froh, so viele begeisterte und fröhliche Menschen um sich zu haben.

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Wie soll man sie beschreiben? Sehr typisch amerikanisch, offen, freundlich, professionell aber trotzdem herzlich, dann wieder distanziert und ganz Businessfrau, eine sehr interessante Persönlichkeit.

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Abends gab es Tapas und eine Weinprobe, dazu hatten sich fast alle Teilnehmer angemeldet, wir auch. Das war auch gut so, wir hätten weit und breit auch nichts anders zu Essen gefunden, Urlaubsorte in der Nachsaison sind, nun ja, nicht besonders einladend, erst recht, wenn man sich nicht auskennt. Wenn ich aber da auch nur einen Schluck Wein getrunken hätte, wäre ich direkt umgefallen 😉

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Unser Hotel lag einige Kilometer entfernt in Richtung Montpellier, gut, preiswert, mitten im Gewerbegebiet. Zu Fuß war da nix zu machen, aber mit dem Mietwagen von Dani war es kein Problem. Leider war das Meer doch recht weit weg, so dass wir es nur beim Abflug und im Vorbeifahren samt einigen Flamingos in der Ferne sahen.

Nächster Tag, endlich war es soweit, der Mini Book Workshop bei Ali Edwards.

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Was soll ich sagen, tolles Materialpaket, perfekt durchdacht, geplant und mit einer Präsentation unterstützt, eben typisch Ali Edwards.

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Ali's Album hatte JOY auf dem Titel, ich hab es eingedeutscht auf meinem Exemplar und heute endlich mal ein paar Fotos davon gemacht.

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Die Workshops von Karine liefen komplett in Französisch ab, während Celine manches zwischendurch für uns drei  Deutsche ins Englische übersetzte. Dieser Dreierlei der Sprachen machte die Konzentration auf die Workshops auch nicht einfacher, ich hab seit Jahrzehnten kein richtiges Französisch gehört oder gesprochen.

Oktober152Nachmittags  stand ein Mini Album mit Karine auf dem Programm, in ihrem verspielten lockeren französischen Stil. Wunderschön!

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Das Album hat unterschiedlich große Seiten, alle mussten geschnitten, gefaltet und gefalzt werden. Und ich, ohne Lineal, knirschte wieder innerlich mit den Zähnen, ein paar Millimeter daneben und alles passte nicht mehr ganz genau.

Ich hab dann lieber wieder gematscht, dieses Mal mit Brusho Pigment Farbpulver, eine spannende Sache!

DSC09773Das Album wurde dann doch fertig, aber bei den Fotos passte ich und machte ich nur dieses eine Experiment, finde es aber sehr gelungen. Wenn das Album komplett mit meinen Fotos bestückt und dekoriert ist zeig ich es euch auch noch auf dem Blog.

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Dieses Layout entstand ebenfalls im Rahmen eines Workshops von Karine. Ich hatte keine passenden Fotos zu den Papieren (unfassbar!), habe aber das Beste draus gemacht. Dieses Layout brachte mich wieder an meine Konzentrations-Grenzen, alles musste gerade kleben, aber die Idee mit den Dreiecken ist super, ich greife das sicherlich mal auf.

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Ich liebe Workshops, das ganze Drumherum, ganz ehrlich. Aber wieder mal habe ich gemerkt, wie wichtig (mir jedenfalls) die richtigen Fotos zu Thema und Papieren sind. Bei meinen eigenen Workshops werde ich diese Erkenntnis in Zukunft noch stärker für meine Gäste zu berücksichtigen.

Und ich geb zu, ich quatsche gerne im Workshop mal mit anderen Gästen, mit den Referenten, oder schaue einfach mal rum, der gesellige Aspekt dieser Veranstaltungen ist für mich persönlich auch wichtig. Deshalb kam ich mit teilweise unfertigen Projekten nach Hause, kann aber gut damit leben.

Ich hab auch eine ganze Menge Fotos gemacht, genug für ein schönes Minibook oder Doppellayout vom Event, da kommt sicher auch dieser Schnappschuss rein 😉

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Zum Abschluss gab es noch einen Workshop mit zwei Layouts von Celine, Aquarelltechnik. Ich konnte nicht mehr und schaute nur zu, diese Technik probiere ich aber auf jeden Fall in Ruhe demnächst mal.

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Viel hatten wir von Montpellier nicht gesehen, deshalb fuhren Dani und ich am Sonntagabend noch in die Stadt. So hatte ich mir das schon eher vorgestellt, das Südfrankreich-Feeling ließ bis dahin auf sich warten, in der Gegend waren wir bisher nur durch Industrie- und Gewerbegebiete gefahren.

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Mein Rückflug am Montag ging erst nachmittags, Dani und damit das Auto waren leider schon am frühen Morgen auf dem Weg. Den Tag verbrachte ich deshalb zwangsläufig mit Hotel W-Lan für's Handy und einigen Cafe Lattes auf der Hotelterrasse in the middle of nowhere. 

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Endlich mal Zeit zum rumdaddeln bei Instagram und Facebook, mal eben ein paar neue Videos von Tim Holtz angeschaut, ahhh, muss ich haben, Distress Glitter Dust und  direkt per SMS bei Dani (die derweilen in Paris rumsaß und auf ihren Flieger wartete) angefragt.

Ich liebe es, so auch mit dem Rest der Welt verbunden zu sein. Früher hätte ich in der Zeit ein Buch gelesen, Schande über mich.

Mein Fazit des Wochenendes? 

Viel erlebt, gesehen, gelacht. Am Ende fast wieder gut Französisch verstanden und gesprochen.

Fünf Flüge mit KLM und Air France, alle prima für den Preis.

Fast nur von Baguette, Kaffee und Red Bull ernährt und gesessen. Nicht gesund, aber nun ja, man opfert sich.

Sieben tolle Workshops. Interessante Gespräche, alte Freundschaften aufgefrischt, über alte Zeiten gequatscht, mit Ali und mit Dani 😉 Was hat sich die Szene verändert in den 12 Jahren, seit ich Scrapbooking kenne.

Mit anderen Worten: ich hab mir was gegönnt, und das war gut so, kann ich nur empfehlen!

Jetzt muss ich den Rest meiner hartnäckigen Erkältung nur noch loswerden, oder pack ich erst die fünf großen Kisten aus, die heute per DHL schon für den CAR 2016 gekommen sind?

Ach ne, ich geh in die Badewanne.

In diesem Sinne, Euch einen schönen Abend!

Barbara

Crop Am Rhein Event Scrapbooking Shopping Workshops

Crop Am Rhein 2016

12. September 2015

Auf geht's Mädels, ich verschicke morgen den Newsletter mit Details und Anmeldeformular für den CAR 2016!

Der Crop Am Rhein, ich erwähne es noch mal kurz, ist ein All-Inclusive-Wochenende für Scrapbooker und Papierbastler; mit exklusiven Live-Workshops mit internationalen Referenten und einem phantastischen Marktplatz mit Shops und Mini Workshops. Das Event findet im Hotel Haus Oberwinter in Remagen-Oberwinter statt, Rheinblick (siehe oben) eingeschlossen.

Alle Unklarheiten in der Vorbereitung sind (mehr oder weniger) beseitigt, wir machen es einfach wie bei einer Hochzeit, something old, something new, something borrowed, something blue.

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Blau ist klar, das neue Logo!

Something old, something new bedeutet, dass es für die Workshops in bewährter Weise eine Mischung aus Referenten mit unterschiedlichen Stilrichtungen gibt; das seht ihr auch, wenn ihr euch die Blogs der Referenten anschaut.

Das Konzept bleibt wie beim CAR 2015, das bedeutet vier tolle Workshops, vier Referenten als Basisprogramm. Dazu der Freitag als Option, weil es so schön war beim vorigen Mal.

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Das Wichtigste zuerst, special guest, she's back!!

Nach ihrer Babypause wird Shimelle Laine, die einzigartige bezaubernde Wonderwoman des Scrapbooking, wieder bei uns zu Gast sein.

Sie wird in ihrem Layout-Workshop ihre eigene Produktserie verwenden, ich freue mich sehr darüber!

Kommen wir zu something old, im übertragenen Sinne, sorry Nina 😉

Weil wir alle beim CAR 2015 soviel Spaß mit ihr hatten, und weil ihre Workshops vom Konzept und Ergebnis her einfach extrem überzeugend und perfekt organisiert sind, freue ich mich auf Spaß und drei wunderbare Tage mit Nina Menden!

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Und dann gibt es something new.

Zum ersten Mal wird Katharina Frei Referentin beim CAR sein, Premiere!

Wir kennen uns schon länger durch Instagram und Facebook, und ihr frischer Stil gefällt mir einfach sehr gut.

Katharina stammt ursprünglich aus der Weltmetropole Wien, verlegte ihren Lebensmittelpunkt im Jahr 2007 allerdings in das schöne Schweizer Rheintal. Dort fand sie nicht nur die Liebe zu ihrem Ehemann, sondern auch jene zur Kreativität mit Papier.

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Im selben Jahr startete sie ihren eigenen Blog und ihre Design Tätigkeit für internationale Firmen. Ende 2007 knüpfte sie Kontakte zu namhaften Illustratoren und gründete das Label "Whiff of Joy".

Ihre eigene Stempel und Stanz-Linie wird ebenfalls unter diesem Label veröffentlicht. Neben ihrer Design und Illustrator Tätigkeit, gibt sie regelmäßig Kurse , arbeitet mit anderen Künstlern im Bereich Paperart zusammen, veröffentlicht in Magazinen und gibt ihr Wissen in Form von geschriebenen und gefilmten Anleitungen/Kursen weiter.

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Katharina ist, wie ich, großer Fan von Heidi Swapp und ihren Produkten, ich denke das wird man auch im Workshop beim CAR merken, mehr wird nicht verraten …

Es fehlt noch ein Referent, ihr ahnt es schon, little old me. Ein Workshop von Barbara, oder auch zwei, schauen wir mal.

Eins kann ich euch jetzt dazu schon erzählen, in meinem Workshop werden wir mit dem Fuse Tool von We R Memory Keepers arbeiten. Da freu ich mich drauf, so viele Ideen kann man damit umsetzen!

Das umfangreiche Rahmenprogramm für das Kreativ-Wochenende bleibt auch wie gewohnt, alle Details finden sich im Newsletter. Zusätzliche Workshops am Freitag, Verlosungen, Challenges, Vollpension, Goodie Bags, Spaßaktionen u.s.w. 😉

Und der Marktplatz, hach, bis Ende April sind sicher die neusten Designs und Produkte der CHA 2016 schon in den Shops, ein Shopping-Paradies!

Wenn ihr hier oder rechts in der Seitenleiste unter Kategorien auf CAR klickt, dann könnt ihr alle Berichte und Beiträge zu den ersten sieben CAR-Events sehen, falls ihr neue Leser oder Scrapbooking-Neulinge sein solltet.

Garantiert ist in jedem Fall ein unvergessliches und kreatives Erlebnis-Wochenende!

Das Anmeldeformular mit allen Einzelheiten wird, wie oben erwähnt, morgen an die Newsletter-Abonnenten versendet und ist in einigen Tagen auch zum Download hier auf dem Blog zu finden sein.

Und denkt bitte daran, parallel beim Haus Oberwinter eure Zimmer zu reservieren; die Hälfte der Zimmer ist schon gebucht, sagte mir der Hotelmanager gestern.

Uups, something borrowed fehlt ja noch in der Aufzählung, da wird sich aber doch was finden.

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, Kuschelwetter ist angesagt, Sofa, Scrappen, Eierlikör …;-)

Alles Liebe

Barbara 

Grundlagen des Scrapbooking Scrapbooking Scrapbooking Layout

Ein einfaches schnelles Scrapbooking-Layout aus Papierresten. Und Dekadenstempel.

25. Juli 2015

Da lese ich in einer Facebook-Gruppe vor einigen Tagen die Frage: was macht ihr mit euren Papierresten oder Schnipseln? Solche zum Beispiel, die bei einem Projekt oder von einem Kit übrigbleiben?

Genau vor dieser Frage stand ich gestern abend, als ich die Reste vom Dani Peuss Julikit und einige andere Schnipsel noch auf der Bastelmatte hatte. Wegsortieren und verstauben lassen? Wegschmeissen?

Oder einfach alle mal einfach auf ein Layout packen?

Das Foto lag auch dabei, rausgekramt für ein anderes Layout.

Dann ging alles eigentlich einfach. Ich legte einen weissen Bogen Cardstock als Basis auf die Matte. Da die Papiere aus dem Kit auch in ungefähr das gleiche Farbschema hatten, brauchte ich nur hier und da etwas zurecht zu schneiden. Ein wenig hin und hergeschoben, dann grob mit Kleber fixiert.

Und einmal mit der Nähmaschine an drei Seiten umrundet, das hat dem Ganzen dann richtig Halt gegeben.

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Drei kleine Stückchen Washi-Tape runden ab. Den Text habe ich mit der Schreibmaschine auch auf ein Stück gemustertes Papier getippt, in Streifen geschnitten und aufgenäht.

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Datum und Ort dürfen niemals fehlen, inzwischen benutze ich meine Scrapbooks auch als Gedankenstütze und schaue öfter mal etwas nach. Wann war das noch? Wo genau waren wir noch mal?

Und Smashbook sei Dank heute morgen : "Mama, der tolle Strand in Florida, wie hieß der nochmal?"

"Guck einfach in mein Smashbook oder auf den Blog, Kind, da steht es" 

"Ah ja, Fort de Soto State Park!"

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Die kleinen Label sind mit dem Stempel aus dem Kelly Purkey Set gestempelt und ausgeschnitten, den Text (Ort) geschrieben und das Datum gestempelt habe ich natürlich vorher.

Das Datum des Layouts ist ja nun schon etwas älter, ein Datumsstempel, wie ihn sicher die meisten von euch für Project Life oder Scrapbooking nutzen, geht nicht so weit zurück.

Kennt ihr die Dekadenstempel von October Afternoon?

Die sind perfekt für ältere Fotos, es gibt sie, beginnend mit 1980 für jedes darauffolgende Jahrzehnt. Eine feine Sache, ich hab sie alle.

So, das war es hier auf dem Blog für heute ….

Was habe ihr für Pläne bei diesem Sturmwetter?

Ich starte jetzt einen Bügelmarathon, zusammen mit der vierten Staffel Homeland, die ist sowas von spannend, dass ich es kaum aushalte. Die letzten sechs Folgen muss ich jetzt in einem durchrutschen lasse.

Macht es euch fein, bis bald!

Barbara

Basteln Grundlagen des Scrapbooking Mini Books Reisen Scrapbooking Stempel Workshops

Kathmandu 1986. Freestyle und versteckte Bindung beim barb@home Scrapbooking-Workshop

21. Juni 2015

In kleiner Runde mit jeweils acht Gästen macht Scrapbooken sehr viel Spaß, das meinten jedenfalls meine Gäste heute und gestern. Beim barb@home Workshop kann man gemütlich eine Runde quatschen beim Basteln, in Ruhe neue Dinge ausprobieren und wunderbar entspannen.

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Auch für mich ist es stressfrei und entspannt, in einer so überschaubaren Runde Workshops vorzubereiten und zu leiten.

Zum Warmwerden hatten die Mädels die Aufgabe, für ein Scrapbooking-Layout im Format 12" freihändig ca. 35 Kreise auszuschneiden.

Meditatives mit der Hand schneiden, und das im Zeitalter von manuellen und elektrischen Stanzmaschinen und Handstanzern!

Man sieht die Handarbeit, das war der Sinn der Sache hier. Die Kombination von farbenfrohen Papieren aus der Serie True Stories von Shimelle, die bewusst locker mit der Hand geschnittenen Elemente und das nicht exakt im Kreis genähte verleiht dem Layout etwas lockeres und verspieltes.

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Der Vormittag ging ruckzuck um, mit der Schnibbelei und den ehrgeizigen Versuchen, doch relativ rund auf den gestapelten Papierkreisen zu nähen. Ich hatte diesen Ehrgeiz, wie man auf meinem Beispiellayout sieht, eher nicht. Ich nähe freestyle 😉

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Nach der Mittagspause ging es weiter. Ich wurde schon mehrmals nach dem Rezept für dieses genial einfache und extrem leckere Dessert gefragt, das blogge ich im Laufe der Woche versprochen!

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Ein Scrapbook im Format 6" (15×15 cm) mit versteckter Ringbindung und 10 Doppelseiten stand auf dem Programm.

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Das Cover habe ich mit ausgestanzten Elementen und der neuen sehr genialen Strukturpaste von Heidi Swapp gestaltet. Passend zum Thema meines Albums, passend zu den Fotos meines Albums.

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Die Tüte mit diesen 28 Jahre alten Fotos fiel mir vor einigen Tagen in die Hand. Spontan beschloss ich, dass sie endlich ein passendes Zuhause haben sollten.

Und stellte mit Erschrecken fest, dass ich mich nur noch an wenige Details dieses Layovers in Kathmandu erinnern konnte.

Ja, ich hatte ein Leben vor Kindern und Scrapbooking, und damals auch keine Kamera. Das Datum stand auf der Rückseite der Fotos, glücklicherweise.

Ich weiss noch, dass es schweinekalt damals war in Kathmandu. Und ich kleidungstechnisch nur auf das folgende Layover in tropischem Klima vorbereitet war. Deshalb meine seltsame Verkleidung mit Uniformhandschuhen und einem Herrenpullunder (an sowas erinnert man sich natürlich, ha ha.)

Den nicht sehr geistreichen Text im Album werde ich noch ergänzen, langsam kommen noch ein paar Erinnerungsfetzen. Ich erinnere mich mit Schauern an das Haus, die Geschichte und das schreckliche Schicksal der Kumari, die nepalesische Kindgöttin zeigte sich uns kurz am Fenster. 

Ich erinnere mich auch an den monotonen Singsang der Mönche morgens um 6 Uhr im Tempel, eine unglaublich ehrfurchtsvolle Erfahrung.

Und die Gebetsmühlen an der Stupa.

Eine Workshop-Teilnehmerin sagte beim Anblick des Albums gestern: " Nepal 1986? War da ausser Reinholt Messner und dir überhaupt jemand zu der Zeit?"

Der Massentourismus fing gerade an, wir flogen damals die ersten Pauschaltouristen nach Kathmandu. Ich bin froh, wenigstens einmal kurz da gewesen zu sein, erst recht, wenn ich an das Erdbeben vor einigen Wochen denke. 

Jetzt zeige ich euch einfach die Bilder, das sind analoge Originale, ich habe sie allerdings vor dem Einkleben doch lieber noch eingescannt.

Auf Dekoration habe ich weitgehend verzichtet, ein paar Stempelabdrücke und ein paar kleine Stanzteile, die Papiere und Fotos wirken auch so.

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Die Workshopteilnehmer waren begeistert von der versteckten Bindung des Albums, mit der neuen Heidi Swapp Cinch klappte das Binden prima.

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Durch die große Auswahl der Papiere konnten die Mädels ihre Alben individuell zu ihren Fotos passend gestalten.

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So, das war's mit einem kurzen aktuellen Bericht zum Workshop.

Habt ihr eventuell mein Periscope Video gesehen? Ich hab die Mädels, mein Wohnzimmer und mich mal kurz gefilmt und live gestreamt heute! War noch etwas wackelig, aber ich werde üben!

Da ich von den letzten Workshops, einer Menge aufgelöster Studio Calico Kits und auch sonst die Regale wieder sehr voll hatte, habe ich gerade spontan 22 Scrap-Berge angehäuft.

Berge von Papieren, Thickers, Stickern, Project Life Karten, Stempel, Stempelkissen, Stanzern, Embellishments usw.

Diese so entstandenen Kits werde ich morgen fotografieren und dann zum Verkauf und Versand anbieten.

Schaut doch mal vorbei, wenn ihr Interesse habt, ich hatte im letzten Jahr schon so eine Aktion.

So, jetzt aber schnell ins Bett. Da ich gestern etwas zuviel von der obersüffigen Erdbeerbowle meiner lieben Nachbarin getrunken habe, war die vergangene Nacht kurz und der Kopp schwer heute morgen, und ich muss morgen arbeiten.

Ich wünsch euch eine gute Nacht und einen lockeren Start in die neue Sommerwoche!

Barbara