Scrapbooking Layout

3 Jahre

16. Januar 2012

… sind es heute genau auf den Tag, und wenn jemand sagt: "Zeit heilt alle Wunden", dann stimmt das einfach nicht.

Es tut nicht mehr ständig weh, es schmerzt nicht mehr so stark, aber eine Wunde ist und bleibt es immer, egal wieviel Zeit vergeht.

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Ein schnelles therapeutisches Layout.

Noch brauche ich Auslöser wie bestimmte Daten oder Momente, um diesen Teil meines Lebens mit Scrapbooking zu verarbeiten. Ideen dazu habe ich sehr oft, vieles möchte ich auch festhalten und nicht vergessen. Aber dann kommt der Schmerz wieder und dann mache ich lieber fröhliche Layouts von meinen wunderbaren Kindern. 

Neulich habe ich, in einem Forum glaube ich, die Frage gelesen : schaut ihr euch eure Layouts eigentlich später noch an?

Ich stutzte, weil ich doch darum Layouts mache, um sie später wieder anzuschauen. Manche mit einem Grinsen, manche mit einem lauten Lachen, und manche mit Tränen in den Augen.

Für mich ist Scrapbooking eine Art, Momente in meinem Leben festzuhalten, kleine und große, schöne und nicht so schöne, wichtige und scheinbar banale.

Und nicht nur ich sondern auch meine Kinder blättern gerne in den Alben, immer mal wieder.

Im Laufe der Zeit habe ich öfter Mails von Menschen bekommen, die ebenso wie ich manchmal die mögliche therapeutische Wirkung von Scrapbooking erfahren haben, mich freut das ungemein.

Es kann befreiend und helfend sein, sich etwas von der Seele zu schreiben, oder etwas Aussergewöhnliches durch ein besonders verarbeitetes Foto festhalten zu wollen, viele von euch kennen das vielleicht durch Tagebuch schreiben, Malerei oder Art Journaling.

Eine ganz wichtige Erfahrung für mich war die Reaktion meines Mannes kurz vor seinem Tod, ich hatte damals hier schon darüber geschrieben, welchen Sinn Scrapbooking auch haben kann.

Spaß macht es natürlich auch, nach diesem Layout habe ich schon wieder 3 fröhliche gemacht.

Morgen geht es weiter mit gewohnten Programm, aber ich musste das am heutigen Datum hier loswerden.

•••• •BARBARA

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24 Comments

  • Reply Sonja 16. Januar 2012 at 9:21

    Liebe Barbara,
    ich bewundere immer wieder Deine tollen Layouts und lasse mich inspirieren, auch wenn ich selbst (noch) nicht scrappe.
    Dieses ganz spezielle Layout verdient mehr als nur ein Lob. Ich habe nach 11 Jahren (ich verlor damals meinen Vater an Krebs) immer noch nicht den Mut aufgebracht, alte Fotos anzuschauen oder überhaupt etwas zu all dem schriftlich zu verarbeiten. Es erfordert viel Mut und Kraft und dafür gebührt Dir meine Hochachtung!
    Alles Liebe
    Sonja

  • Reply Claudia Eckardt 16. Januar 2012 at 9:53

    Liebe Barbara,
    ich schicke Dir ganz viel Liebe und Kraft,
    schau die Sonne hilft Dir und schickt viele wärmende Strahlen. Du darfst trauern auch nach 3 Jahren, das ist wichtig!
    Und dann entstehen daraus immer wieder so tolle Werke von Dir. Freu Dich dran O)
    Fühl dich ganz doll umarmt
    Liebe Grüßli
    Claudi

  • Reply susan 16. Januar 2012 at 10:05

    LIebe Babara!
    Das machst du genau richtig, deine Gefühle ausschreiben, ander daran teilhaben lassen.
    Ich wünsch dir für heute, aber auch für die kommenden Tage viel Kraft und Trost, liebe Freunde und deine Kinder an deiner Seite. Es ist schön das du mich an deinem Leben Teil haben lässt, auch wenn es mit solchem Thema zu tun hat, aber das erdet auch, bringt einem zum Nachdenken und Mitfühlen, zum Dankbarwerden.
    Schön das du im Kreativen einfach verarbeiten kannst, ich denke es ist wichtig ein Ventil zu haben.
    Es grüßet dich Susan

  • Reply Martina 16. Januar 2012 at 10:07

    Danke Barbara für dieses Layout, welches mir wieder vor Augen führt, daß nichts im Leben selbstverständlich ist.
    Es berührt mich sehr und weiter fehlen mir die Worte.
    Liebe Grüße
    Martina

  • Reply Annika 16. Januar 2012 at 10:35

    Liebe Barbara,
    ich habe als Ärztin täglich mit Leben und Tod zu tun und kann nur sagen, dass es sicher seltsam wäre, wenn du nach drei Jahren keine „Narbe“ mehr hättest. Vielleicht ist die Wunde nicht mehr ganz so frisch, aber die Narbe spürst du doch, sie ist da und auch ein Teil von dir. Das Leben ist nicht immer nur schön, auch das Scrapbooking kann es nicht sein, denn dann könnte es nicht das wahre Leben abbilden.
    Schön, dass du auch deine Kinder hast, du bist nicht allein.
    Einen lieben Gruß,
    Annika

  • Reply Bea 16. Januar 2012 at 10:54

    Liebe Barbara,
    eigentlich bin ich ein sehr treuer, aber eher stiller Leser Deiner Seiten. Aber Dein Beitrag heute und auch der verlinkte haben mich tief berührt. Es ist so schrecklich einen Menschen zu verlieren, den man so sehr liebt, aber es ist so wunderbar, wenn man all seine Gefühle, Gedanken und Trauer in Bildern und Worten ausdrücken kann. Es hilft dabei, nicht verrückt zu werden, es hilft dabei, das Leben neu zu entdecken und es hilft dabei, Erinnerungen zu wahren.
    Ein wunderschönes Layout!
    Liebe Grüsse und viele Sonnenstrahlen,
    Bea

  • Reply Vicky 16. Januar 2012 at 10:58

    Ach…lass dich drücken!

  • Reply Conny 16. Januar 2012 at 12:47

    Genau das ist es – was doch Scrapbooking ausmacht: Erinnerungen zu bewahren, Probleme aufzubereiten und sich nach jahren noch daran erinnern – an schöne und leider auch weniger schöne Ereignisse – und das geht nur mit dem entsprechenden Journaling – ansonsten ist es nicht mehr als ein kunstvoll arrangiertes Foto. Danke Barb, dass Du uns immer wieder zeigst – wie es sein soll!
    Ganz liebe Grüße und alles alles Liebe für Dich!
    Deine Conny

  • Reply Gerlinde 16. Januar 2012 at 12:55

    Liebe Barbara! Ich erfahre von dir so viel über mein liebstes Hobby und weiß auch, dass ein Layout zu gestalten eine Therapie sein kann und es mir gut tut, wenn man im Gedanken dabei bei den Liebsten sein kann. Ich schicke dir sehr viel Kraft und drück dich aus der Ferne. Gerlinde

  • Reply Erik 16. Januar 2012 at 13:04

    Schreiben kann befreiend sein. Ein Tagebuch der Stille und des Hörens kann auch sehr Interessant sein 😉

  • Reply Ulli 16. Januar 2012 at 13:20

    Liebe Barbara,
    vielen Dank für deine Offenheit. Ich bewundere das sehr.
    Sei herzlich Gegrüßt,
    Ulli

  • Reply kathy 16. Januar 2012 at 14:02

    hallo Barabara,
    wie hast du die tollen Zweige gefertigt? Sind diese gestempelt oder gezeichnet?
    Liebe Grüße
    Kathy

  • Reply Morgaine 16. Januar 2012 at 15:08

    Leider muß ich dir recht geben!
    Die Zeit heilt gar nichts! Sie läßt es lediglich zu, dass wir ab und zu mal nicht daran denken, aber das ist auch schon alles.

  • Reply Jule 16. Januar 2012 at 16:25

    Hallo liebe Barbara,
    bei allem tiefen Mitgefühl für Deine Traurigkeit (Und ja, natürlich darf man auch noch drei Jahren noch traurig sein!!!) ein ganz großes und bewunderndes Danke auch dafür, dieses Layout mit uns zu teilen und damit soviel über Dich zu verraten, nämlich dass Du bspw.
    -mutig bist
    -Dich manchmal allein fühlst
    -das Leben in all seinen Facetten nimmst und lebst
    -Du nicht zurückschreckst davor, Dinge beim Namen zu nennen
    und und und.
    Annika (oben) hat völlig Recht, Narben heilen, aber ich glaube, die sind manchmal eben doch ganz schön „wetterfühlig“.
    Ich finde es total wichtig, neben den tollen Dingen und allem Erreichten auch die ganz traurigen Dinge ins Fotoalbum aufnehmen zu können, nicht nur aufgrund der erleichternden Wirkung, die daraus entsteht, sondern auch, weil ein Scrapbook-Album für mich keine Auflistung der tollsten Momente sondern eher eine Dokumentation unseres Alltags ist. Und da darf es auch eine Form von Würdigung eines toten Menschen sein, dass er auch nach Jahren wieder einmal auftaucht.
    Alles Liebe,
    Jule

  • Reply Tanja 16. Januar 2012 at 17:52

    Ich bewundere dich für deine Stärke! Und bin froh, das du das scrappen nicht sein gelassen hast, das du dein Leben weiterlebst. Mein Mann hatte vor 3 Jahren die Krebsdiagnose und wir sind durch die Hölle gegangen, – er hat es geschafft, aber die Angst, das es wiederkommt, ist jeden Tag spürbar, ist da. Wir genießen unser Leben nun intensiver und grad deshalb möchte ich ganz viel davon vescrappen, es noch mal erleben und festhalten.
    Liebe Grüße…Tanja

  • Reply sandra 16. Januar 2012 at 21:05

    Liebe Barbara,
    danke dass du auch diese Momente deines Lebens mit deinen Lesern teilst. Das verleiht deinem Blog eine Autenzität, die zahlreiche Scrapblogs leider vermissen lassen.
    Ich wünsche dir alles Liebe, Momente um zurückzublicken aber auch Kraft auch an Tagen wie diesen nach vorne zu schauen.
    Gruß
    Sandra

  • Reply Elke Rauschkolb 16. Januar 2012 at 21:33

    Liebe Barbara,
    es stimmt, Zeit heilt keine Wunden, man gewöhnt sich nur an den Schmerz. Mein Vater ist kurz vor Weihnachten 2010 gestorben, ganz plötzlich beim Einkaufen ohne jede Vorwahrnung. Ich höre ganz oft das Lied „Still“ irgendwie sagt es genau, was man fühlt. Ich habe auch voriges Jahr zum ersten mal das Weihnachtsbuch von dir nachgearbeitet, ich habe jeden Tag meine Gedanken reingeschrieben, danke für diesen Tipp. Bilder von alten Weihnachtstagen.
    Ich wünsche dir viel Kraft und weiterhin so tolle Ideen.
    LG Elke

  • Reply Sabine 16. Januar 2012 at 21:39

    Ich habe heute fest an Dich gedacht und hoffe sehr, das der Schmerz mit der Zeit immer erträglicher wird.
    Es ist wunderbar wie Du Deine Gefühle in einem Layout verarbeitest. Das ist für mich SCRAPBOOKING. Geschichten erzählen mit Bildern, Text und schmückendem Beiwerk. Das sind Kunstwerke, die man sich immer wieder gern anschaut, die ein Bedeutung haben.
    Vielen Dank, für Deinen erhobenen Zeigefinger wenn ich versucht bin den Text wegzulassen. Erinnerungen werden so konserviert und sind jederzeit nachvollziehbar.

  • Reply Birgit 16. Januar 2012 at 22:04

    Liebe Barbara,
    gerade heute haben mich deine Worte tief berührt, denn mein Sohn und ich waren heute auf der Trauerfeier einer noch nicht mal 18-jährigen ehemaligen Klassenkameradin meines Sohnes, die plötzlich verstorben ist. Es ist so unfassbar. Dabei kommen auch viele andere Erinnerungen wieder hoch, denn mein Vater ist auch im Januar viel zu jung gestorben. Obwohl das schon 1983 war ist es wieder so präsent, wenn ich deine Zeilen lese und das wird auch immer wieder so sein. Ich versuche dann meinen Söhnen, die ihren Opa leider niemals kennengelernt haben, etwas über ihn zu erzählen. Vielleicht sollte ich auch einmal alte Fotos raussuchen und verscrappen.
    In diesem Zusammenhang ist das Project Life auch eine tolle Möglichkeit, sich wieder auf die Kleinigkeiten zu besinnen und diese bewusst zu erleben und sich daran zu erfreuen und einfach froh zu sein wenn man gesunde Kinder hat.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Freude mit deinen Kindern und bedanke mich für deine immer wieder tollen Inspirationen.
    LG Birgit

  • Reply Tschenny 16. Januar 2012 at 22:22

    Liebe Barbara,
    du hast so RECHT. Scrapbooking kann eine Art Therapie sein und man verarbeitet Dinge. Man schafft fröhliche Seiten, aber auch traurige und wie man Fotos nach ein paar Monaten, Jahren oder wie auch immer, schaut man sich auch die LOs wieder an.
    Mein Paps ist vor nicht ganz 2 Jahren mit gerade einmal 51 Jahren ganz plötzlich verstorben und auch heute denke ich immer mal wieder an ihn und fühle tiefe Traurigkeit z.B. wenn ich seinen Lieblingsapfelkuchen backe oder einfach nur mit seiner SAMSUNG-Kamera Bilder knipse. Danke für das Teilen deiner Gefühle und den Mut es hier mitzuteilen. Danke auch für deine Inspiration. Ich wünsche dir weiterhin Karfat & Kreativität! Mach weiter so!
    Liebe Grüße,
    Jenny

  • Reply Iara 16. Januar 2012 at 22:46

    es ist leider wirklich so, Barbara. Das endlose Schmerzen wird uns immer begleiten. Meine Schwester ist vor 24 Jahren gestorben und als ich deine Worte gelesen habe, habe ich an sie gedacht und muss sofort weinen. Es tut immer noch weh. Ich wünsche ir viel Kraft heute und immer. Liebe Grüße.

  • Reply FrauSued 17. Januar 2012 at 9:45

    Liebe Barbara,
    ganz unbekannterweise…
    Ich lese noch nicht so lange bei Dir, deshalb habe ich gestern erst (nach)gelesen was passiert ist. Und ich hatte Tränen in den Augen, einerseits weil ich meinen geliebten Opa vor ziemlich genau zwei Monaten an diese Scheisskrankheit verloren habe und anderseits weil Du so unglaublich berührend schreibst und trotz allem die Kraft hast, auch aus negativen Gefühlen heraus Meisterwerke zu schaffen.
    Nein, die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber es ist gut seinen Frieden zu machen.
    Ich bin nicht gut im Finden von Worten für solche Situation, aber ich wollte an dieser Stelle nicht still bleiben. Danke für alles.
    Fühl Dich von Herzen gegrüsst!
    Alles Liebe von
    Frau Süd

  • Reply Daniela 17. Januar 2012 at 10:10

    Die zeit heilt keine Wunden, sie hilft nur mit dem Schmerz zu leben!
    Das sagte meine Mama mal zu mir…ich wuensche dir viel Kraft viele liebe Menschen die dir beistehen.

  • Reply Sandy 20. Januar 2012 at 0:27

    Ich weiß ganz genau was du meinst und unterschreibe absolut, dass die Zeit Wunden nicht heilen kann. Der Schmerz wird anders. Aber er ist immer da.
    Ich bewundere wie offen du das hier teilen kannst – danke dafür!

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