Welcome back zu den Freitagstipps, dem Freitagsfüller und was mir in der vergangenen Woche alles so im Kopf herumgegangen ist.
Kann es sein, dass es einen Ticken zu warm für den 1. Oktober ist?
Wenn man, statt die Heizung anzumachen, Gartentür und Fenster öffnet, ist das natürlich energiesparend, aber trotzdem seltsam. Und gestern kam endlich der Regen, ich hatte ganz vergessen, wie gut das riecht.
Selbst Regen kann romantisch aussehen, wenn man ihn von innen betrachtet, am besten mit sauberen Fenstern und nirgendwo wichtigem hinzugehen.
Der Herbst ist auch die Jahreszeit, in der man sich für drei verschiedene Klimasphären anzieht und dennoch alles falsch macht. Zu kalt am Morgen. Zu warm zu Mittag. Regen um vier. Wind aus dem Nichts. Und irgendwie denkt man trotzdem: Schöne Jahreszeit.

Nach einem arbeitsreichen, anstrengenden, aber auch wunderschönen vorigen Wochenende war ich froh, es in dieser Woche ruhiger angehen zu können. Noch sind nicht alle Kisten vom Crop Am Rhein ausgepackt, diese Nacharbeiten nach Workshops verschlingen oft viel Zeit, die man nicht sieht. Gleichzeitig bin ich schon in den Vorbereitungen für die Adventswerkstatt am 08. November. Auch dafür sind hier schon Kartons mit Waren eingetroffen, es steht alles einfach voll mit Kisten.
Wichtiger als Aufräumen war ja auch erstmal, den ersten Blogbeitrag über den Crop Am Rhein 2026 zu schreiben.

Alles in allem habe ich aber am Wochenende beim Event wieder mit Freude gespürt, dass kein Online Workshop und keine KI menschliche Begegnungen ersetzt. Dieses miteinander lachen, reden, sich austauschen und einer kreativen entspannten Bubble mit lieben Gästen, herrlich. Der Alltag und die Nachrichten bleiben unten, wenn wir da oben in Oberwinter auf dem Berg sind.
Am Samstag bin ich mit ein paar Mädels zum gemeinsamen Scrapbooking in Münster verabredet, und Sonntag steht wieder ehrenamtliches Sonntagscafe im Seniorenheim an. Die Herrschaften haben sich Fanta-Schmand-Schnitten gewünscht, eine meiner leichtesten Übungen.
Und können wir jetzt hier und heute bitte beschließen das wir uns auf KEINE Diskussion einlassen, ob es an Weihnachten dieses Jahr Sonderöffnungen geben wird? Denn irgendein Vollpfosten wird garantiert auf die Idee kommen das 3,5 Tage Ladenschließung definitiv zum Untergang der Gesellschaft führen wird.
Ja, ich war vorhin einkaufen Ja, am Samstag ist Feiertag. Ja, es war die Hölle. Aber können wir Mitarbeiter*innen im Einzelhandel diese freien Tage bitte einfach gönnen?
Ansonsten habe ich langsam den Verdacht, dass Erwachsensein hauptsächlich darauf beruht, dass niemand überprüft, ob wir das wirklich können.
Deshalb kurze Qualitatskontrolle: Welchen vollkommen normalen Erwachsenenbereich habt ihr bis heute nicht im Griff?
Haushalt, Papierkram, Kochen, Finanzen, Pflanzen am Leben halten, Bettwäsche falten – völlig egal.
Was überspielt ihr seit Jahren erstaunlich erfolgreich mit selbstbewusstem Auftreten?
Bei mir ist es der Papierkram. Buchhaltung. Steuern. Besonders gemein: im Büro ist alles tippi toppi. Ich bin beruflich nachweislich papierkramfähig und zu Hause verwandeln sich dieselben Fähigkeiten offenbar an der Wohnungstür in Feinstaub.
Aber Berge sind immerhin auch eine Form der Ablage. Nur dreidimensional. Spannbettlaken bleiben Origami aus Stoff, „Ablage” ist überwiegend ein geografischer Begriff für „liegt irgendwo” und Pflanzen leben bei mir auch vielerorts auf Bewährung.
Die gute Nachricht: Es liegt nicht an mir. Erwachsensein ist offenbar einfach ein schlecht getestetes Konzept, egal wie alt man ist.
Und es gibt ein gefährliches kleines Fenster, nachdem ich eine Aufgabe erledigt habe, in dem ich entweder unaufhaltsam werden kann oder auf mein Handy schauen kann.
Und sonst so?
Was war das in den Medien wieder für eine Woche! Im Moment halten Satiriker die tollsten, bewegendsten und beeindruckendnsten Reden: Bosetti, Kerkeling: einfach ergreifend.
Natürlich habe ich mir Habeck bei Miosga angeschaut, obwohl ich sonst keine Talkshows schaue. Und schon während des Intros dachte ich mir, Respekt Robert. Ich könnte keine 5 Minuten mit der Frau aushalten.
Ich habe mir die erste halbe Stunde der zweiten Staffel “Inside CDU” angetan. Uff. Allein, dass Merz Linnemann ins Genick greift, als ob er ein Kaninchen ist, das er gerade gefangen hat, ist mehr als unangenehm
Und wisst ihr, was zwischen all der Dekandenz, der teuren Büroausstattung, den schicken Anzügen, den Machtspielchen, dem Polieren von Image, dem Taktieren und den immer gleichen leeren Phrasen etc. fehlt? Das ehrliche, intrinsische Interesse daran, das Leben der Menschen (aller Menschen in diesem Land) wirklich besser zu machen. Sich überhaupt mal mit den Lebensrealitäten normaler Leute zu befassen. Das juckt da niemanden.
Nicht der Strandkorb von Amthor ist das Problem. Es ist die Inszenierung, die er damit verbindet, dieses Protzgehabe eines Männchens, der so stolz ist, dass er oben angekommen ist und in der Riege alternder Männer mitspielen darf.
Was mir neben dem Cringe ständig als Subton aufgefallenist: Es sind reine Karrieristen, denen es nur darum geht, nahe der Macht zu sein. Dass sie keine Idee fürs Land haben, wusste man ja schon. Aber ich spüre da auch noch nichtmal eine persönliche Freude, eine verantwortungsvolle Position erreicht zu haben. Das wirkt alles eher wie “das kann ich mir jetzt auf meine Visitenkarte schreiben. “Inside CDU” ist einfach das deutsche Pendant zum “Melania” Film.
Für mich gestalten mittlerweile die Grünen eine Mitte konservative Politik mit Visionen und Zielen, die früher bei der CDU zu Hause war. Auch wenn es bedauerlich ist, vermute ich, dass wir nicht nur eine Wirtschaftstransformation erleben, sondern auch eine Parteien Transformation benötigen.
Jeder einzelne Mensch in diesem Land profitiert tagtäglich von linker Politik. Vom 8-Stunden-Tag über bezahlten Urlaub bis hin zum Kündigungsschutz, aber Springerpresse, CDU und AfD haben es geschafft, der Bevölkerung einzureden, “links” sei ein Schimpfwort. Oder noch besser “linksgrün”.
Diese Gehirnwäsche sorgt dafür, dass Millionen Arbeitnehmer genau die Partei wahlen, die ihre eigenen Rechte am stärksten beschneiden will.
Noch nie, seit Kriminalität statistisch erfasst wird, war die Mordrate in London so niedrig wie aktuell. Dennoch sind laut einer Umfrage 40% der britischen Öffentlichkeit der Meinung, dass die Zahl seit 2019 kontinuierlich steige. Genau das ist die Gefahr der Desinformation. Ihr Gift. Keine Fakten, sondern ein “Gefühl”, das geschaffen wird, um es zu instrumentalisieren. Wir wissen, von wem. Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, nennt diese Entwicklung “inakzeptabel”. Um sie zu bekämpfen, fordert er auf, den Druck auf jene zu erhöhen, die damit Geld verdienen. Die Konzerne der Sozialen Medien…
Wisst ihr, was mich auch besorgt: In 33 Tagen werden wir wahrscheinlich Zeugen (und schlimmstenfalls auch Opfer) der größten Störung und Sabotage bei Wahlen in der Geschichte des zivilisierten Westens. Das herrschende US-Regime weiß, dass es keine freien, fairen, offenen Wahlen gewinnen kann. Ihre Samthandschuhe sind ausgezogen und sie werden eine Abwärtsspirale von Betrügereien, Störungen, Einschüchterung, Gewalt und Betrug orchestrieren. Und eventuell damit eine Vorlage für unsere eigenen Wahlen in 2029 liefern. Deswegen hoffe ich so sehr, dass sich das politische Klima bei uns wieder zum Positiven wendet.

Good News!
Weniger wegwerfen, mehr retten. Noch bis zum 6. Oktober findet in ganz Deutschland die Aktionswoche „Zu gut für die Tonne“ statt. Ziel der Aktion ist es, auf Lebensmittelverschwendung aufmerksam zu machen. Denn: Laut aktuellen Zahlen wirft jede:r von uns pro Jahr etwa 70 Kilo Essen weg. Neben vielen Veranstaltungen gibt es auch ein neues Online-Tool, das euch hilft, Rezepte für eure Reste im Kühlschrank zu finden. Tolle Sache!
Neuer Höchstwert bei Solarstrom in Deutschland Bis Ende September erzeugten Photovoltaik-Anlagen in Deutschland bereits 90,2 Terawattstunden Strom und übertrafen damit das gesamte Vorjahr. Verantwortlich dafür sind vor allem viele Sonnenstunden und der starke Ausbau neuer Photovoltaik-Anlagen.
Ich bin im November wieder in London und habe mich über diese Nachricht gefreut: Keine Gebühren für Touris: Englands Nationalmuseen bleiben kostenlos . Englands 15 staatliche Nationalmuseen bleiben für alle kostenlos. Damit beendet Kulturministerin Lisa Nandy eine monatelange Debatte über neue Eintrittsgebühren. Auch Touristen können Museen wie das British Museum oder die National Gallery weiterhin kostenlos besuchen.

1. Regen ___________ .
2. ___________ Verantwortung übernehmen.
3. Ja nun, ich sollte nicht ___________ .
4. __________ und zwar jetzt sofort .
5. Der große Unterschied __________ .
6. _________ macht mich glücklich.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !
Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!
Meine Freitagstipps für euch
Freitagstipps zum Gucken
Ganz spannend fand ich eine neue Serie auf Apple TV: Die Romanverfilmung „Last Seen“ handelt von einem Ex-Polizisten, dessen Tochter entführt wurde und verschwand. Sein Leben geriet vor elf Jahren aus den Fugen. Seine Tochter Maggie verschwand spurlos aus dem eigenen Haus. Jede Spur verlief im Sand, keine neuen Hinweise tauchten auf, und die Ungewissheit zermürbte ihn.
Sein Alltag zerbrach, seine Ehe scheiterte. Er gab den Polizeidienst auf und arbeitet nun als Notruf-Disponent. Doch eines Tages reißt ein Anruf alte Wunden auf: Am anderen Ende der Leitung spricht ein junges Mädchen – ist es Maggie? Das Gespräch bricht ab, doch Ians Hoffnung flammt wieder auf.
Ansonsten hatte ich keine Lust auf Aufregung und brauche gerade mehr herbstliches comfort binge. Deswegen habe ich einfach “The Crown” nochmal angefangen. In London gibt es gerade eine besondere Ausstellung: “Queen Elizabeth, Her Life in Style”. Vom Hochzeitskleid bis zum transparenten Regenmantel: Der Buckingham-Palast zeigt die bisher umfangreichste Ausstellung der Kleidung der verstorbenen Queen. Ich wollte die Ausstellung im Sommer schon sehen, sie ist leider bis zum Ende des Jahres ausverkauft. Da sie bis April 2027 verlängert wurde, hoffe ich, sie im Frühjahr noch sehen zu können und bin gespannt, ob ich Outfits aus der Serie erkenne.
Freitagstipps zum Lesen
Sehr interessant zum Thema Bildung: Alle Kompetenzen gehen runter, außer eine, die geht hoch. Der Bildungssoziologe Aladin El-Mafaalani, die vielleicht prominenteste Stimme im deutschen Bildungsdiskurs, findet das im Interview bei Anne Will bemerkenswert.
Es gibt tatsächlich einen Grund, warum man im Flugzeug keine schwarzen Socken tragen sollte.
Interessante Einblicke in das Treiben auf der Wiesn beim Münchener Oktoberfest nach 23.00 Uhr: Wiesn-Bedienung: “Die Leute kommen als Erwachsene und gehen als Kinder” Da zu arbeiten ist wirklich Hardcore.
Das Rezept für diesen herbstlichen Auflauf habe ich mir für’s Wochenende direkt abgespeichert.
Freitagstipps zum Hören
Der Journalist Paul Ronzheimer ist eigentlich wegen seiner Verbindung zur Bildzeitung nicht so mein Fall. Aber ab und zu höre ich seinen Podcast und der hier war wirklich sehr interessant: Solche Umfragen hat Deutschland noch nie erlebt. Ronzheimer spricht mit Peter Matuschek, Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, unter anderem darüber, weshalb die AfD weiter zulegen konnte, wohin die verlorenen CDU-Wähler gegangen sind. Viel interessanter fand ich aber die Fragen: “Was kosten solche Umfragen? Und wer bezahlt sie eigentlich?
Und ich habe mich gefragt, warum ich nicht mehr an Umfragen teilnehme, seit ich kein Festnetz-Telefon mehr habe? Früher wurde ich alle Nase lang von Forsa angerufen, werden da nur noch Leute mit Festnetzanschluss befragt? Ab und zu bekomme ich eine Mail-Umfrage, aber selten. Tja, meine Meinung ist anscheinend nicht mehr gefragt. Ich nehme das persönlich.
Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt.
Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt.
Ich wünsche euch ein schönes erstes Herbstwochenende!
Alles Liebe


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