Fotodruck Grundlagen des Scrapbooking Persönliches Scrapbooking Unterhaltsames

Mobile Fotodrucker, Scrapbooking, und ich im Fernsehen, so war das!

21. Oktober 2019

Wer wird geangelt? Jackie! Ah ja.

Ihr versteht nur Bahnhof? So ging es mir auch, als sich das Team von Kamerafrau, Tonmann, Redakteurin und Praktikantin beim Dreh für den Fernsehbeitrag am vergangenen Montag austauschte. Das mit der Angel kläre ich aber gleich noch auf, haha…

Als die Anfrage vom ZDF vor einigen Wochen in meinem Postfach aufploppte, blieb mir kurz die Luft weg. Vor Freude und gleichzeitig so: huch!! Ich war gefragt als Expertin für Smartphone Drucker und Scrapbooking, für einen Beitrag im ZDF Magazin Volle Kanne. Ha, wenigstens nicht live, war mein zweiter Gedanke. Dann ist es ja halb so schlimm. Oder? Am Tag vor dem Dreh war mir dann doch sehr sehr mulmig, irgendwie. Der sehr nette telefonische Kontakt vorab mit der Redaktion beruhigte mich etwas, aber beim Make Up am Morgen zitterte mein Augenbrauenstift doch ziemlich.

Für den Beitrag sollten Smartphone Drucker bzw mobile Fotodrucker getestet werden. Und die Fragestellung der Redaktion dazu: was macht man dann mit den ausgedruckten Fotos? Na, da war man bei mir an der richtigen Adresse. Kleine Scrapbooks natürlich!

Gedreht wurde in der Nähe von Köln. Nicht in einem Studio, sondern ganz realistisch im Wohnhaus einer der beiden Testerinnen. Eine heißt Jackie, ihr erinnert euch an den ersten Satz? Aber dazu kommen wir gleich.

Als ich ankam, war das Wohnzimmer bereits umgebaut, um optimale Lichtverhältnisse zu haben. Die beiden Mädels waren genau so aufgeregt wie ich, aber alles war total unkompliziert. Während das Team noch mit Licht und Kameragedöns beschäftigt war, wurden zwei von uns verkabelt. Da es nur zwei kleine Ansteck-Mikros gab, wurde Jackie während des Drehs geangelt. Na, versteht ihr den Satz jetzt?

Scrapbooking Fernseh Dreh für ZDF Volle Kanne

Genau, die „Angel“ wurde vom Tonmann die ganze Zeit über Jackie in der Mitte gehalten, da sie ja kein eigenes Mikro hatte.

Das Format, mit absoluten Scrapbooking-Neulingen ohne Vorkenntnisse oder Erfahrung zu arbeiten stellt für mich jedes Mal eine besondere Herausforderung dar. Sachen, die für viele meiner sonstigen Workshopteilnehmer selbstverständlich sind, muss ich ausschließen. Schneiden mit der Maschine, fancy Geräte wie Crop-A-Dile und Stempeln mit Clear Stamps, sind erstmal ausgeschlossen.

In diesem Fall habe ich auf ein bewährtes Konzept zurückgegriffen, das ich im vergangenen Jahr für Workshops auf der Photokina Messe entwickelt hatte. Mit aktuellen Papieren und neuen Fotos werkelte ich dieses Musteralbum, so einfach wie möglich. Im Fall der TV-Drehs musste es besonders schnell und einfach umzusetzen sein, und das in zwei Varianten. Einmal für große Bilder mit dem Canon Selphy CP1300  *, und einmal im kleineren Format für die kleinen Smartphone HP Sprocket* und Fuijifilm Instax Share *. Für die letzten beiden Smartphone Drucker eignete sich ein Coffeesleeve Mini super.

kleines Scrapbook zum selbermachen

Die Hauptarbeit des Drehs lag eindeutig bei der Kamerafrau. Jede Einstellung musste dreimal und aus drei verschiedenen Positionen gedreht werden. Einmal frontal, wenn wir redeten. Einmal over shoulder, mit Fokus von oben auf den Tisch. Und einmal als still, also nur die Sachen, die auf dem Tisch lagen.

Fernseh Dreh für ZDF Volle Kanne

Fernseh Dreh für ZDF Volle Kanne

Die beiden Mädels hatten sich vor dem Dreh bereits die drei entsprechenden apps für die verschiedenen Drucker auf’s Smartphone geladen. Getestet wurde der Canon Selphy, der HP Sprocket und der Fujifilm Instax Share. Da ich mit allen drei Druckern selber bereits gearbeitet habe, konnte ich Hilfestellung geben, wenn es nötig wurde. Was selten vorkam, die Drucker sind kinderleicht zu bedienen und praktisch selbsterklärend.

Meine persönlichen Testberichte hier auf dem Blog könnt ihr nochmal nachlesen. Zum Canon Selphy, zum Instax Share  (den wir in einer neueren größeren Variante an diesem Tag getestet haben) und zum HP Sprocket. Alle Drucker sind mobil, wobei ich den Selphy nicht als reinen Smartphone Drucker bezeichnen würde, da er auch von einer SD-Karte oder direkt von einer Kamera drucken kann. Mobiler, also reisetauglicher für’s Handgepäck, sind auf jeden Fall der Instax Share und der Sprocket. Der Instax Share druckt Bilder mit dem typischen weißen Instax-Rahmen, den man von alten Polaroids kennt. Der HP Sprocket hat den Vorteil, dass die Fotos direkt selbstklebend sind. Das ist unterwegs oder auf Parties, zum Beispiel für Gästebücher, extrem praktisch.

Smartphone Fotodrucker Fernseh Dreh für ZDF Volle Kanne

Hier könnt ihr die unterschiedlichen Fotoformate bei einer still Aufnahme der Kamerafrau sehen.

Die beiden Mädels sahen bei allen drei Testmodellen Vorteile und auch Unterschiede, am liebsten hätten sie aber alle drei gleich behalten, weil jeder auch Alleinstellungs-Merkmale hat. Es könnte sein, dass da zu Weihnachten etwas auf dem Wunschzettel stehen wird, haha…

Eine Besonderheit beim Drehen für’s öffentlich rechtliche Fernsehen ist das Verbot von Werbung, bzw. die Verhinderung von Schleichwerbung. Alle Logos wurden abgeklebt und ich hatte die Anweisung, nichts mit sichtbarem Markennamen anzuziehen oder zu verwenden. Ersteres war kein Problem, aber man glaubt es kaum, auf den meisten meiner Werkzeuge zum Scrapbooking steht groß und fett der Markenname. Ich war froh, zwei Lineale zum Abmessen ohne Werbung in meinem Fundus zu finden.

Leider war eins davon in Inch, das merkte ich selbstverständlich erst beim Dreh. Sowas Blödes! Meine Anleitung war in Zentimeter, aber wir haben das dann trotzdem gut hinbekommen.

Nervig waren Wiederholungen einzelner Takes. Flugzeug über’m Haus, nochmal von vorne. Der Hahn vom Nachbarn kräht, nochmal bitte. Der Wellensittich piepst, wir müssen das wiederholen. Mikro verrutscht, es knistert. Und Barbara hat leider in die Kamera geguckt, wir fangen nochmal an. Beim ersten Take war ich jedes Mal entspannt und locker, beim dritten Mal das Gleiche sagen zu müssen war dann schon leicht hmpffff….

Während des Drehs hatte ich kaum Zeit, selbst Fotos zu machen, sondern habe der Praktikantin nur mal kurz mein Handy in die Hand gedrückt. Ich bin sowas von gespannt, wie der Beitrag dann fertig aussehen wird! Sieben Stunden haben wir insgesamt gebraucht. Der Beitrag wird 6-8 Minuten lang. Und hoffentlich nicht zu peinlich …

Fernseh Dreh für ZDF Volle Kanne

Auf jeden Fall hat es trotz aller Aufregung auch richtig Spaß gemacht! Die Mädels haben supertoll ihre kleinen Alben gebastelt und Fotos ihrer gemeinsamen Reise nach Paris reingeklebt. Runter mit den Fotos vom Smartphone und ab in ein schönes selbstgebasteltes Erinnerungsalbum!

Ich hoffe, dass durch den Beitrag auch vielleicht der eine oder andere Fernsehzuschauer neugierig mal Scrapbooking googelt und Lust darauf bekommt, Fotos auszudrucken und damit zu basteln.

Scrap-Impulse Fernseh Dreh für ZDF Volle Kanne

Letztendlich bin ich sehr sehr dankbar, dass mein Blog, in dem soviel Liebe, Zeit, Arbeit und auch Geld steckt, mir immer wieder so großartige Dinge ermöglicht. Ich brenne für Scrapbooking, ausgedruckte Fotos und Geschichten aus dem Leben, schon so viele Jahre. Das erkennt man unschwer und durch Möglichkeiten wie diese, sehen noch mehr Menschen, wieviel Spaß dieses wunderbare Hobby bringen kann!

Und da so viele von euch gefragt haben : Leider habe ich noch keinen Sendetermin für den Beitrag. Sobald das der Fall ist, und das könnte kurzfristig sein, kommuniziere ich es auf jeden Fall über meine Social Media Kanäle Instagram und Facebook.

Vorab schon mal ganz herzlichen Dank für die vielen positiven und lieben Kommentare direkt nach dem Dreh, ich war überwältigt und habe mich extrem über so viel positives Feedback gefreut!

Alles Liebe

Barbara

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1 Comment

  • Reply Anka 22. Oktober 2019 at 6:36

    Liebe Barbara,
    ich freue mich für dich! Das hat bei aller Aufregung bestimmt Spaß gemacht und ist doch auch spannend, mal hinter die Kulissen einer Sendung zu schauen. Ich war mit meiner Mum vor vielen Jahren mal beim WDR, allerdings war ich nur der Fahrer und konnte mich fein hinter den Kameras verstecken, meine Mum mußte/wollte vor die Linse… 😉 Ich bin jedenfalls schon gespannt und werde mir selbstverständlich den fertigen Beitrag anschauend!
    Liebe Grüße vom HirschEngelchen
    Anka

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