Der Januar ist der schlimmste Monat des Jahres für mich, seit 4 Jahren.
Zu den trüben Gedanken, in denen mich unweigerlich die letzte Lebensphase meines Mannes damals beschäftigt, kommt das Mistwetter, und der allgemeine Durchhänger nach der Weihnachtszeit. Winterdepression könnte man es auch nennen, aber seit Silvester lassen mich die Gedanken wieder nicht in Ruhe.
Ich kann sie nicht immer wegschieben, und ich kann nicht immer nur nach vorne schauen. Es wird besser, von Jahr zu Jahr. Aber nicht im Januar. Da sind die Daten, die sich eingebrannt haben, und die Intensität, mit der ich den Januar vor 4 Jahren erlebt habe werde ich niemals vergessen können.
Dieses Foto fand ich neulich auf der Festplatte. Und ich fragte mich, warum ich damals so spontan auf den Auslöser gedrückt habe, am Tag als mein Mann für immer sein Zuhause verlassen musste und ich merkte, dass seine Schuhe noch im Flur standen.
Das Layout verdeutlicht vielleicht ganz gut den Unterschied zwischen Scrapbooking und bloßen Fotoalben, finde ich. Jedenfalls hilft es mir, Gedanken aufzuschreiben und mich spielerisch mit Papier zu beschäftigen.
Für mich ist Scrapbooking manchmal auch Therapie. Ohne Schnörkel und Schnick-Schnack.
Ihr denkt vielleicht, Texte auf therapeutischen Layouts sind nicht einfach zu schreiben. Es kann helfen, dabei einfach auf seinen Bauch zu hören.
Mein Stil des Journaling im allgemeinen hilft mir dabei, ich schreibe meine Texte immer an eine Person gerichtet, die Person auf dem Foto, oder die Person an die ich beim Text oder Foto denke.
Manchmal schreibe ich auch an mich selber, stelle mir Fragen. Ab und zu habe ich versucht ich in der dritten Person zu schreiben, das lösche ich dann wieder, es hört sich für mich seltsam an, kann ich nicht. Ich bin anscheinend inzwischen zu eingefahren, was meinen Schreibstil betrifft. Fakt ist aber, dass ich nicht lange überlege, sondern einfach schreibe was ich denke.
Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen, wir wissen das und wollen es doch oft nicht wahrhaben. Aber es ist mit allen Facetten wichtig und kostbar, deshalb verarbeite ich manchmal auch traurige Momente im Leben durch Scrapbooking.
Wie werde ich in einigen Jahren empfinden, wenn ich dieses Layout sehe? Was werden meine Kinder dabei denken? Ich weiss es nicht, aber mein Gefühl sagt mir, dass dieser spezielle Moment bewahrt werden musste, der in dem das Foto entstanden ist, und der wie ich jetzt darüber denke.
Ich wünsch euch ein schönes Wochenende, die Sonne muss doch jetzt mal rauskommen!
•••• •BARBARA


































































