Drei halbfertige Blogbeiträge im Editor und das Leben lässt mir nicht die Zeit, daran zu arbeiten. Also lest ihr hier wie jeden Freitag erstmal mein Gedankensalat mit den Freitagstipps und der Rest kommt in der nächsten Tagen.
Vorgestern wurde ich vom Lärm des Rasenmähers geweckt, aber auch vom Geruch frisch gemähten Grases. Ein Hauch von Sommer, ein Hauch von “das Schlimmste ist vorbei”. Am Montag kommen die Winterreifen runter. Leider reißen notwendige neue Sommerreifen auch ein Loch in meine Haushaltskasse, aber was sein muss. TÜV ist auch fällig, ich bin schon drei Wochen drüber. Aber was will man machen, wenn die Werkstatt so ausgebucht ist.

Was ist mir noch von der Woche in Erinnerung? Ich habe viel Zeit am Basteltisch mit Rumprobieren und Vorbereitungen verbracht, weil morgen und übermorgen Workshops bei mir stattfinden und ich sicher gehen wollte, dass eine neue Technik auch für meine Gäste perfekt funktioniert und sie mit tollen Ergebnissen nach Hause gehen können. Wir werden mit den eigenen Fotos meiner Gäste drucken, nachdem das mit meinen eigenen Fotos schon so gut funktioniert hat. Die beiden Workshops waren schnell ausgebucht und ich hatte so viele Anfragen zu diesem Thema, dass ich einen ähnlichen Workshop sicher in Kürze nochmal anbieten werde. Geplant habe ich die nächsten Workshops eigentlich am 30. und 31. Mai. Meine Newsletter Abonnenten erfahren es als Erste. Meinen Newsletter könnt ihr gerne über das Kontaktformular abbonnieren.
Am Mittwoch war ich wieder dran, ehrenamtlich im Seniorencafe bei uns im Ort die Bewohner mit Kaffee und Kuchen zu verwöhnen. Da ich es verpeilt hatte, rechtzeitig einen Kuchen zu backen oder dafür einzukaufen, habe ich schnell den Teig für meine bewährten gelingsicheren Buttermilchwaffeln zusammengerührt, mein bewährtes Super Waffeleisen*, rote Grütze und den gefüllten Sahnespender* eingepackt und meine Omis waren entzückt. Es roch im ganzen Haus, sie kamen alle schon mit erhobener Nase mit ihren Rollatoren reingeschlufft und freiuten sich. Manchmal sind spontane einfache Lösungen einfach die besten. Das Gute an den Buttermilchwaffeln ist auch, dass man sie am nächsten Tag super im Toaster aufbacken kann – sie schmecken dann knusprig und wie frisch gebacken. Leider blieben dieses Mal keine übrig, sie sind zu gut angekommen.

Und sonst so?
Ich hatte in der vergangenen Woche wirklich heftige Entzugserscheinungen, weil der positive und so verbindende Weltraum und NASA Content auf Social Media wieder von den absurdesten Nachrichten verdrängt wurde.
Ich habe kürzlich den Beitrag einer MAGA-Influencerin gelesen, die schreibt, dass sie Katholikin sei und dass der Papst sie als solche nicht repräsentiere. Der Papst. Repräsentiert. Keine Katholiken. Ja, so habe ich auch geguckt. Das Ausmaß an aggressiver Dummheit, das aus den USA zu uns herüberschwappt, hat ein ähnlich bedrohliches Maß angenommen wie die Klimakrise.
CNN hat etwas unfassbar schockierendes aufgedeckt. Es gibt eine Website namens Motherless, die allein im Februar 62 Millionen Besucher verzeichnete. Auf dieser Seite zeigen sich Männer gegenseitig, wie sie ihre Ehefrauen und Partnerinnen unter Drogen setzen, sie im bewusstlosen Zustand vergewaltigen, die Taten filmen und die Videos teilen. Sie nennen es „Schlaf-Content“. Ein französischer Abgeordneter nannte es beim Namen: eine Online-Vergewaltigungsakademie. Horror, der pure Horror. Ich hoffe, wirklich, dass die EU langsam aufwacht und solche Seiten stärker reguliert werden. In den USA wird ja eher weniger reguliert. Außer, man sagt was gegen Trump. Verbreitet werden entsprechende Links zu dieser Dreckseite auch auf Telegram. Diese Plattform ist für mich sowieso – spätestens seit der Corona Zeit – die Wurzel allen Übels.
Ich habe übrigens inzwischen fast ein bisschen Mitleid mit Fritze Merz. Er hat sein Leben lang auf diesen Job gewartet und jetzt mag ihn niemand. Das muss schlimm sein für einen alten weißen Mann.
Diese Regierung ist leider wirklich unfassbar unfähig. Und ja, ich weiß, die Zeiten sind schwierig. Das waren sie aber unter der Ampel-Regierung auch. Ich würde vielleicht milder urteilen, wenn Merz und Co. damals nicht so machtgeil und erbarmungslos eingedroschen hätten auf die Regierung.
Und trotzdem wünsche ich mir, dass die aktuelle Regierung gelingt. Denn was nachkommt, wird womöglich noch weit schlimmer sein.
Good News!
Die Spritpreise bestimmen die Nachrichten. Ein Tempolimit würde jährlich bis zu 9,5 Milliarden Euro einsparen. Außerdem: Griechenland schränkt Übergewinne von Mineralölkonzernen ein. Litauen macht den ÖPNV kostenlos. Pakistans Großstädte auch. Die Philippinen ermöglichen eine Viertagewoche für Behörden und Homeoffice. Lösungsansätze gibt es viele! Nur erstmal leider nicht bei uns.
Schlechtes Handynetz muss man nicht länger hinnehmen. Eine neue Regelung der Bundesnetzagentur stärkt das Minderungsrecht und erlaubt, die Netzqualität per App verbindlich zu prüfen. Wer deutliche Defizite nachweist, kann einfacher gegen Mobilfunkanbieter vorgehen und ggf. weniger zahlen oder den Vertrag vorzeitig beenden. Der Staat stärkt das Minderungsrecht.
Gastro-Trainings helfen Menschen, die obdachlos waren In der Kantine des Arbeitsministeriums in Düsseldorf arbeiten zweimal pro Woche Menschen, die früher obdachlos waren. Sie sind Teil des Sozialprojekts „Housing First“ und erhalten so Einblicke in die Arbeitswelt. Die Kantine läuft auf Spendenbasis – wie viel gezahlt wird, entscheidet jede:r selbst. Eine tolle Sache. Das Projekt Housing First habe ich übrigens eine Zeitlang begleitet, da mein früherer Chef beim Paritätischen das Projekt in Düsseldorf angestoßen und durchgesetzt hat. Schön zu sehen, dass es weiter läuft.

1. Wann darf ich _________ .
2. ________ sorgfältig .
3. Informationen, die _________ .
4. _________ eingeladen.
5. Drei Dinge auf meinem Tisch: ________ .
6. ________ Spargel.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ___________ , morgen habe ich geplant, _________ und Sonntag möchte ich _________ !
Wenn ihr mitmachen wollt, könnt ihr die Fragen vom Freitagsfüller gerne auf euren Blogs beantworten und im Kommentar verlinken. Oder aber ihr beantwortet direkt hier in den Kommentaren, wenn ihr keinen eigenen Blog habt. Ich freue mich auf eure Antworten oder auf das Stöbern auf euren Blogs, danke für’s Mitmachen beim Freitagsfüller! Und euer Interesse an meinen Freitagstipps, die kommen jetzt. Ich freue mich übrigens auch, wenn ihr meine Freitagstipps durch eure eigenen Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!

Meine Freitagstipps für euch
Freitagstipps zum Gucken
Endlich ist die Verfilmung von Margaret Atwoods Nachfolgeroman von 2019 zu sehen. “The Testaments“ knüpft nahtlos an die Welt von „The Handmaid’s Tale“ an – und steckt dabei voller versteckter Details, die echte Fans sofort erkennen. Von bekannten Stimmen bis hin zu subtilen Story-Hinweisen: Schon in den ersten Episoden verstecken sich zahlreiche Easter Eggs. Bereits die ersten Sekunden von „The Testaments“ setzen den Ton: Im Hintergrund hört man„Radio Free America“ – ein geheimes Sprachrohr des Widerstands. Diese Radiostation war in „The Handmaid’s Tale“ ein Hoffnungsschimmer für die Unterdrückten in Gilead. Besonders spannend ist die Besetzung der Stimme: Diesmal spricht Stephen Colbert den Moderator. Das ist kein Zufall, sondern eine bewusste Hommage an Oprah Winfrey, die diese Rolle in der Originalserie übernommen hatte.
Und dann wäre da noch June Osborne. Noch bevor man sie sieht, hört man sie – ein subtiler, aber emotionaler Moment. Ihr Cameo-Auftritt in den ersten Episoden wurde geheim gehalten und sorgt für einen starken Wiedererkennungswert.Eine der spannendsten Verbindungen zur Originalserie ist die Figur Agnes MacKenzie. Wenn du „The Handmaid’s Tale“ gesehen hast, weißt du: Agnes ist in Wahrheit Hannah, die Tochter von June und Luke.
Die Geschichte von Gilead ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Und genau das macht „The Testaments“ so fesselnd. Ich bin aktuell bei Folge 4. Und muss jeden Mittwoch auf eine neue Folge warten.
Nachdem ich das Buch Prima Facie gehört hatte – ich habe es euch schon letzte Woche empfohlen – habe ich mit Interesse (nochmal, ich stellte beim Gucken fest, dass ich sie schon vor drei Jahren geschaut habe ) die sechsteilige Mini Serie “Anatomy of a Scandal ” auf Netflix gesehen. So gut! Das Thema ist ähnlich, und das britische Justizsystem scheint mir kompliziert. Im Buch war die Hauptfigur ein “Barrister”. Bis ich mal den Unterschied zwischen Barrister, Solicitor, Counseler und Lawyer rausgefunden hatte! Bei uns scheint es einfacher zu sein, es gibt Anwalt und Staatsanwalt. Fertig. Bei uns werden auch nicht diese unvorteilhaften Perücken getragen, nun ja. Die Briten sind halt anders.
Die Serie basiert auf dem Bestseller-Roman „Anatomy of a Scandal” der britischen Autorin Sarah Vaughan, die viele Jahre als Journalistin und politische Korrespondentin arbeitete und lebt von ihrem Wechselspiel aus Gerichtssaaldrama und psychologischem Kammerspiel. Jede Episode beleuchtet den Fall aus neuen Perspektiven und stellt die Glaubwürdigkeit der Figuren immer wieder infrage. Besonders eindrucksvoll ist das Zusammenspiel der drei zentralen Figuren: Sienna Miller als Ehefrau zwischen Loyalität und Zweifel, Michelle Dockery(Downton Abbey) als entschlossene Staatsanwältin und Rupert Friend als Politiker, dessen Charme und Selbstsicherheit zunehmend Risse bekommen. Was mir auffiel: die Texte sind ganz schlecht übersetzt. Staatsanwältin heißt es in der deutschen Synchronisation falsch übersetzt. Queen’s Counsel oder Kronanwältin muss es heißen. Und sie sagt im Original: “I’ll be ready”. Übersetzt mit “ich beeile mich”. Ganz andere Nuance. Aber ich bin da pingelig und schaue überwiegend im Originalton, wenn ich nicht allzu müde bin oder second screen watching (übersetzt: gleichzeitig am Handy daddeln) mache.
Und ich war mal wieder im Kino. “The History Of Sound” spielt in den 20er Jahren und ist eine Liebesgeschichte im Flüsterton, mit wunderschönen Bildern, die mit ihren sanften Brauntönen an Gemälde erinnern. Josh O’Connor und Paul Mescal gehören zu den besten Schauspielern ihrer Generation und spielen ohne große Emotionen, aber mit unglaublicher Tiefe. Eine Liebesgeschichte zwischen zwei Männern in Zeiten, in denen Homosexualität noch geächtet war, eine epische Erzählung von unterdrückten Emotionen, in denen keiner der Männer das auszuleben wagt, was er wirklich empfindet. Die alten Folk-Balladen, die beide im Film sammeln, aufnehmen und singen unterstreichen das auf sehr berührende Art und Weise. Das Ende des Films, mehrere Jahrzehnte später, ist sehr melancholisch mit großer emotionaler Kraft und im Kino konnte man eine Stecknadel fallen hören. Ganz große Empfehlung!
Freitagstipps zum Lesen
Hättet ihr gedacht, dass ausgerechnet in Heilbronn das Realeinkommen pro Kopf am höchsten ist? Sagt die Statistik. Der Ort sagt mir jetzt irgendwie nicht wirklich was. FRüher war es Starnberg, das kann ich mir schon eher vorstellen.
Was ist los auf Usedom? Die Hotel Krise trotz vieler Touristen ist traurig und schwer zu verstehen.
Neues iPhone? Alle paar Jahre muss das ja mal sein. Euer altes Handy könnt ihr an eine wohltätige Organisation spenden, hier gibt es einige Tipps dazu.
Freitagstipps zum Hören
Ich habe mir, nachdem ich am vergangenen Samstag beim Josh Groban Konzert fast geschmolzen bin, zuhause sofort die Setlist seiner Konzerte auf der Welttournee runtergeladen. Es sind zwar nicht alle Songs drauf, die er beim Konzert in Düsseldorf gesungen hat drauf, aber fast. Musik zum Runterkommen, Abschalten und seine Stimme ist immer noch unverkennbar.
Und wegen der absurdesten Nachrichten die ganze Woche habe ich keinen einzigen Podcast gehört, nur Musik. Muss auch mal sein. Aber ein neues Hörbuch ist schon in bereit meiner Bibliothek, ich brauche jetzt mal eine schöne Schmonzette.
Das waren meine Freitagstipps, Gedanken und Geschichten für diese Woche. Vielen Dank für’s Vorbeischauen, wenn ihr bis hierher gelesen habt. In dieser Zeit, in der wir es gewohnt sind, Informationen im Sekundentakt aufzunehmen, weiß ich das besonders zu schätzen. Danke dafür.
Ich hoffe, es ist etwas Interessantes für euch dabei. Und ich freue mich immer, wenn ihr meine Freitagstipps in den Kommentaren ergänzt!
Ich wünsche ich euch ein entspanntes schönes Wochenende!
Alles Liebe

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